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Autor Thema: Die ersten Opfer  (Gelesen 22867 mal)

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Kylmäveri Kaldor'ta

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Die ersten Opfer
« Antwort #165 am: 04.11.2006, 21:12:31 »
Die Adlige grinst Simon an. "Wisst Ihr, der Norden ist auch meine Heimat. Kaldor-Jämeenlinna besser gesagt. Dort, zuhause, habe ich fürwahr noch keine solche Hitze entdeckt, mir ist, als ritten wir durch einen glühenden Ofen. Hoffen wir, dass die Wälder jenseits des Quartex uns vor diesem Himmelsfeuer abschirmen. Die Pferde halten es sonst auch nicht lange aus, fürchte ich," bei diesen Worten tätschelt Kylmäver erneut aufmunternd das majestätische Tier des dahingeschiedenen Antares-Grafensohns.

Hrothgar

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Die ersten Opfer
« Antwort #166 am: 05.11.2006, 13:30:09 »
"Jetzt reißt Euch mal zusammen!" blafft Hrothgar die beiden an während sich die Gruppe dem kleinen Wäldchen nähert. "Wir können's nicht ändern, also ertragts einfach!"
Ruhiger fügt er, an Kylmeväri gewandt, hinzu: "Stormgard hab' ich erst ein paar Mal gesehen, um Eure Frage zu beantworten, aber der Norden ist eigentlich auch mein liebstes Jagdgebiet.
Tja, aber was tut man nicht alles gegen Bezahlung..."
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Kylmäveri Kaldor'ta

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Die ersten Opfer
« Antwort #167 am: 06.11.2006, 16:53:10 »
"Ich bitte Euch! Ich mache mir bloß sorgen um unsere Reittiere! Als ob mir warm wäre!," regt sich die stolze Nordländerin auf, nicht willens, Schwäche zu zeigen.

"Und es ist ja fein, dass Ihr schon soweit im Norden gewesen seid, dann kennt Ihr bestimmt auch die besten Wege," setzt sie nach, und fügt in Gedanken ironisch hinzu: 'Mit Euch mit von der Partie haben wir ja nichts zu befürchten, oh edler Herr...'

Seoman

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Die ersten Opfer
« Antwort #168 am: 07.11.2006, 12:17:17 »
'Vielleicht sollte er sich besser zusammen reißen, denn schließlich war er es doch der völlig übereilt nach der Stadt wollte...'
Simon überlegt kurz wie er auf die Erwiederung des Bluthunds antworten solle, dann sagt er:"Vielleicht habt ihr nicht die Möglichkeit bedacht, dass eine Landschaft und ihr Klima ermüden und  in ihrer Form langweilen kann. Wohl war so meinte ich meine Aussage, und wir werden noch sehen wer sich zusammenreißen werden muss, wenn der Winter kommt." Danach verfällt Simon wieder in schweigen und treibt sein Simon etwas abseits von den Beiden mit einem schelmischen Grinsen auf den Lippen.
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Hrothgar

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Die ersten Opfer
« Antwort #169 am: 07.11.2006, 17:26:24 »
Hrothgar schnaubt auf Simons Rede nur verächtlich. Dann noch einmal. Eine Art Husten.
Plötzlich kristallisiert sich ein verhaltenes Lachen heraus welches immer stärker wird, bis der Kopfgeldjäger aus vollem Halse lacht.
Grinsend schiebt er seinen Hut in den Nacken und blickt Simon kopfschüttelnd an.
"Großartig. Einfach großartig.
Ach...nehmts mir nicht übel, werden ja wohl noch ein bisschen miteinander auskommen müssen..."

Hrothgar tätschelt seinem Pferd aufmunternd den Hals, der einladend fleckig-schattige Waldrand ist nur noch wenige Meter entfernt...
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Iorondan Mercanor

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Die ersten Opfer
« Antwort #170 am: 17.11.2006, 23:57:32 »
Die Gruppe erreicht schließlich den Wald, als die Sonne schon deutlche Anstalten macht unterzugehen und die vor dem Wald verstreut stehenden Bäume lange Schatten auf den lehmigen Boden malen. Die eigentliche Waldkante ist eine scharf gezogene Linie, hinter der Eichen- und vereinzelte Birkenstämme emporragen, dorniges Unterholz kleine Inseln bildet, zwischen denen aber immer Korridore laufen, die ein Fortkommen ermöglichen, und die Spuren der wilden und der nicht ganz so wilden Schweine allgegenwärtig sind. Im Wald ist es schattig, und schon bald ist es so dunkel, dass es sich als einfacher erweist, abzusitzen und die Pferde zu führen, als ständig den nach den Reisenden greifenden Ästen ausweichen zu müssen.

Glücklicherweise findet die Gruppe schon bald einen Rastplatz, der ihnen vielversprechend erscheint. Eine Lichtung mit 30 Schritt Durchmesser, an deren einer Seite ein leise plätschernder Bach in einem viel zu breiten Bett entlangläuft, um in einem entengrützigen Tümpel zu landen - das Wasser läuft zwar noch, doch der Tümpel ist flach, viel zu flach, und das weiterführende Bachbett ist, nach dem vertrockneten, rissigen Lehm, der es bedeckt zu urteilen schon seit einiger Zeit, bar jeden Wassers. Nichtsdestoweniger findet sich an dem Bach eine kleine Matte grünen Grases, das Nahrung für die verschwitzten Pferde verspricht.

An drei Seiten ist die Lichtung mit dichtem, dornigem Unterholz umgeben, das verhindert, dass ein Lagerfeuer weit über die Ebene strahlt, gleichzeitig ist die Lichtung so groß, dass ein erfolgreiches Anschleichen unwahrscheinlich erscheint.

Kaum angekommen sitzen Ruomir und seine Knappen ab. Der eine Knappe beginnt sofort routiniert, sich um die Pferde zu kümmern - der andere zögert kurz, macht Anstalten, sich einfach fallen zu lassen, doch nach einem scharfen, zurechtweisenden Blick des schwarzgekleideten Ritters fängt er ungeschickt an, seinem Kollegen zu helfen und die dampfenden Rösser mit der Satteldecke trockenzureiben. Die Tiere lassen sich alles geduldig gefalllen, doch kaum ist der Knappe mit einem von ihnen fertig und lässt den Zügel los, zieht es sie zu dem Bach, und sie beginnen, in großen Zügen zu saufen.

Ruomir greift sich kurz an das Kreuz und reckt sich, doch er rührt zunächst keinen Finger, dem beiden Jungen zu helfen, sondern wendet sich an die Gruppe: "Was meint Ihr, können wir hier bleiben; wie regeln wir die Wachen, und", er deutet auf den eingeschüchtert auf seinem Pferd sitzenden Gefangenen, "was wollt Ihr mit ihm machen?"
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Hrothgar

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Die ersten Opfer
« Antwort #171 am: 18.11.2006, 09:05:53 »
Auch Hrothgar führt ersteinmal sein Pferd zum Bach, dann inspiziert er kritisch die Lichtung und nickt dann zufrieden.
"Wir bleiben hier, ja das tun wir. Einen besseren Platz finden wir so schnell nicht. Und wir sind ja auch genug um die Wachen ordentlich einzuteilen, denkt euch was aus."
Der Kopfgeldjäger schultert erneut seinen Rucksack.
"Aber jetzt entschuldigt mich für einen Moment, gibt da was dass ich schon den ganzen, verschissenen Tag lang erledigen will."
Mit langen Schritten geht er auf eine dichtere Baumgruppe außerhalb der Lichtung zu, dann dreht er sich auf halben Wege doch noch einmal um.
"Und wir werden mal schauen wie nützlich dieses Muster ohne Wert dort für uns ist. Wenns uns nichts bringt was er zu sagen hat binde ich ihn morge hier fest und wir reiten weiter. So einfach."
Hrothgar verschwindet nun hinter Bäumen und Gestrüpp außerhalb der Lichtung aus der Sichtfläche der Gruppe...
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Kylmäveri Kaldor'ta

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Die ersten Opfer
« Antwort #172 am: 19.11.2006, 18:55:43 »
Im Stillen den Ersten für das vorübergehende Ende dieses Gewaltrittes dankend, gleitet Kylmäveri erschöpft vom Pferd. Beinahe eine Minute lang steht sie bewegungslos da, sich am Sattelrand festhaltend; dank dem schweren Ledermantel bleibt das Zittern ihrer strapazierten, schmerzenden Beinmuskeln für andere unbemerkt.

"Ein wahrlich hübsches Plätzchen hier, ein Glück, das es uns auf dem Weg lag. Hoffentlich hält es auch sein Versprechen von ungestörter Ruhe," äußert die Adlige schließlich ihre Sicht der Dinge, indessen das Zaumzeug von Antares' Ross ablegend, um das Tier trinken und grasen zu lassen. "Ich frage mich bloß, womit *wir* uns stärken sollen, da wo unsere Pferde ja nun ihren Hunger und Durst stillen können. Aber vielleicht findet sich hier ja noch das eine oder andere Langohr..."

Die Nordländerin beginnt, die Lichtung selbst und zugängliche Stellen direkt davor auf Tierspuren, aber auch auf den Pflanzenbestand zu untersuchen.

Iorondan Mercanor

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Die ersten Opfer
« Antwort #173 am: 19.11.2006, 19:26:32 »
Doch die Nordfrau hat kein Glück. Wohl findet sie einige Pilze, die in dem weiten Schatten einer Eiche aus dem Boden geschossen sind, doch der leuchtend rote Hut mit den weißen Punkten lässt einen Verzehr eher ungünstig erscheinen. Die dornigen Büsche, die die Lichtung umgeben, scheinen keine Beeren zu tragen, und auch von Hasen oder Rehen scheinen sich nicht auf der Lichtung verewigt zu haben. EInzig das abgenagte Gerippe einer Ente, die wohl einem Fuchs oder einem Wolf zum Opfer gefallen ist, verrät überhaupt, dass Tiere an dem Tümpel und dem Bach trinken.

Unterdessen hat Hrothgar einen abgelegenen Ort gefunden, an dem sich vor neugierigen Blicken sicher fühlt. Einige geübte Handgriffe, und schon wenige Augenblicke später breitet sich das altvertraute Brennen in seinen Adern aus. Die Welt wird schärfer, lebendiger; selbst kleinste Lichtflecken, die noch durch das an Stellen vertrocknete Laub der Bäume fallen lösen in den müden Augen des Kopfgeldjägers Farbeplosionen aus. Zufrieden sackt er, an einen breiten, braunrindigen Stamm gelehnt zusammen und genießt das Schauspiel - doch vor allem genießt er, dass das bohrende Gefühl des Hungers wieder für einige Stunden besiegt ist...

Auf der Lichtung beteiligt sich Ruomir, der dem Kopfgeldjäger kurz kritisch hinterhergeschaut hat, inzwischen am Aufbau des Lagers. Er nimmt einem der Packpferde seinen dunklen Jutesack ab; diesem entnimmt er ein in ein graues Tuch gebundenes Paket, welches er wiederum auspackt - und bei dem Anblick des Inhalts sammelt sich in den Mündern der ausgehungerten Reisenden ds Wasser. Zwei Laibe Brot, ein großes Stück Käse, etwas geräuchertes Fleisch - doch als sie sich umsehen und realisieren, dass es für sieben Personen noch eine Weile reichen muss greift plötzlich so etwas wie Furcht um sich.

Der Ritter setzt sich hin, nachdem ihm der eine Knappe seine Pferdedecke zu einem Sitz zusammengeschlagen hat, und feierlich, mit hoher Konzentration säbelt er von dem Brot sieben genau gleichgroße Stücke herunter und legt zu jedem einen Streifen Käse. Gleich- doch nicht sehr groß... der Löwenanteil des Essens wird wieder weggepackt, verfolgt von den enttäuschten Blicken nicht nur der Knappen. "Hier ist Eure Ration für heute. Kaut langsam und gründlich - wir wissen nicht, wie lange wir mit den Vorräten hinkommen müssen, und Jagen hält uns nur auf," verkündet Ruomir, streng die ihm anvertrauten Kinder, aber auch seine anderen Begleiter anschauent. Dann nimmt er sich seinen Anteil, leht sich ein wenig abseits an einen Baum und beginnt schweigend, in die Ferne blickend mit seinem Nachtmahl, ohne darauf zu warten, dass der Aufbau des Lager fertig oder Hrothgar zurückgekehrt ist.
Fire and Blood

Hrothgar

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Die ersten Opfer
« Antwort #174 am: 19.11.2006, 20:05:53 »
"Ahhhh...endlich."
Das ist besser. SO viel besser. Lächelnd wischt der Kopfgeldjäger die brutal aussehende Metallnadel ab und verstaut das Teufelswerkzeug wieder im Rucksack.
Dieses Gefühl. Als ob sein ganzes Wesen sich entspannen würde. Hrothgar ist endlich ausgeglichen, ja, sogar beinahe fröhlich!
Grinsend springt er von wieder auf, streckt die Glieder und atmet tief durch. Es ist als ob eine Wolke von seinem Gemüt weggezogen worden wäre, wenn auch nur für ein paar Minuten, das Gefühl tief in ihm drin würde wenigstens ein paar Tage halten. Zufriedenheit. Und Vergessen.

Und seiner guten Laune ist es auch zuzuschreiben dass er seinen Rucksack wieder schultert und seinen neu erworbenen Langbogen zur Hand nimmt. Wäre doch gelacht wenn sich nicht jetzt noch etwas schmackhaftes zu Beißen finden lassen würde...
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Kylmäveri Kaldor'ta

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Die ersten Opfer
« Antwort #175 am: 19.11.2006, 20:20:47 »
'Das ist ja wie verhext, so etwas ist mir ja noch nie passiert. Kein Wild, keine Beeren, keine Früchte da, wenn man was zu Essen braucht.' Natürlich ist es nicht das erste Mal, an dem Kylmäveri in dieser Hinsicht Pech hat, doch angesichts ihres Hungers und ihrer Enttäuschung kann sie nicht anders, als so zu denken. Müde schleppt sie sich zum Lager und nimmt mit einem mehr höflichen als wirklich ehrlichem und zufriedenem "Danke vielmals für die Speise" ihre Portion Brot und Käse entgegen.

Nachdem die Adlige sich das karge Abendessen hat, an einen Baumstamm gelehnt sitzend, möglichst genüßlich auf der Zunge zergehen lassen, erhebt sie sich wieder. "Mag sein, dass die Jagd am Tage uns nur hemmen würde, doch ich für meinen Teil wüßte uns gerne mit etwas mehr Proviant ausgestattet," greift sie das Thema wieder auf, sich an den Lichtungsrand begebend. "Es kann ja nicht sein, dass dieses Wäldchen nur Dorfschweine zu ernähren imstande ist."

Auf mehr Glück hoffend, begibt sich die Schwarzgewandete diesmal weiter abseits des Lagers, um nach Essbarem zu suchen; in immer weiter werdenden Kreisen umrundet sie so den von Dornbüschen geschützten Rastplatz.

Seoman

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Die ersten Opfer
« Antwort #176 am: 19.11.2006, 21:11:21 »
Simon nimmt sich genauso wie die Anderem vor ihm den ihm zustehenden Teil des Provianz und setzt sich dann in den Schatten eines Baumes, und streckt seine Glieder von sich, während er seine karge Mahlzeit. Nachdem er sein Mahl beendet hat, nimmt er sein Familienschwert aus der Scheide und fängt an es zu schärfen, um auf den Wandel in diesen Länder bereit zu sein.

Währenddessen stimmt Simon ein Lied aus seiner Jugend an, welches in einer leisen Pfeifmelodie endet.

Simon schaut den beiden Gefährten noch nach, als diese in den Wald entschwinden, und danach versucht er zu hören worüber sich vielleicht die Knappen unterhalten, oder mit ihrem Herren reden. Zur Tarnung beginnt Simon leise vor sich hin zu schnarchen.

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Geschrieben von Iorondan Mercanor

Die beiden Knappen beeilen sich, ihre Arbeit zu beenden und sich dann mit dem gesunden Heißhunger Halbwüchsiger, die den ganzen Tag unterwegs waren, auf ihre mageren Rationen zu stürzen. Sie sind zu abgekämpft, um viel zu sagen, doch ist es aufschlussreich, dass der kleinere der beiden den anderen mit einem ärgerlichen: "Seir ruhig, dich könnte jemand hören!" zum Schweigen bringt, als dieser ihm mit einem sarkastischen (und nach Simons Meinung eher harsch klingenden) "Hier, Euer königliches Mahl!" die Ration zuwirft? Nach einem letzten: "Aber was denn, der schläft doch!"und einem Seitenblick auf den daliegenden Schurken setzen sich beide auf ihr ausgebreiteten Pferdedecken und verschlingen Brot und Käse.
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Kylmäveri Kaldor'ta

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Die ersten Opfer
« Antwort #177 am: 21.11.2006, 17:11:38 »
"Das kann doch nicht sein!"
Ihre Frustration auf keine Weise verbergend, kehrt Kylmäveri ins Lager zurück. Müde streift sie den schweren Mantel ab und breitet ihn auf dem Boden aus, um sich seufzend dadrauf im Schneidersitz niederzulassen. "Nach einem so anstrengenden Tag, einfach gar nichts essbares im Wald zu finden, ist das zu glauben? Auf einen Hirsch hoffe ich ja nicht einmal, aber doch wenigstens einen Hasen oder nur eine Wachtel. Und nein, nichtmal Wildbeeren wachsen hier! Oh, ich für meinen Teil kann es kaum erwarten, den Quartex zu überqueren! Dort, ja dort beginnt die richtige Wildnis, mit Tier und Vogel, wie sie es hier nicht gibt..."
Im Rucksack kramend, lässt die Adlige ihren Unmut laut werden. Sie ist der Ansicht, schon zu lange stillschweigend geritten zu sein.

Hrothgar

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Die ersten Opfer
« Antwort #178 am: 21.11.2006, 17:36:19 »
"Ist es die Amsel oder die Nachtigall die dort so lieblich zwitschert?"
Mit einem breiten Grinsen betritt Hrothgar von Todt wieder die Lichtung - und er hat offensichtlich mehr Glück gehabt als die Adelige.
Über seinen Schultern trägt er einen frischerlegten, jungen Rehbock! Obwohl das mit einem gezielten Pfeil und sauberem Kehlenschnitt erlegte Wild erst kleine Hörnchen sein Eigen nennt ist doch genug Fleisch an ihm um den heutigen Tag für die Reisenden doch noch zu einem Satten zu machen.
"Ich dachte mir: Hrothgar, wenn wir schon eine Gruppe von Hochwohlgeborenen auf Landpartie sind dann darf ein gutes Wildbrett doch nicht fehlen, ja das dachte ich mir."
Der Kopfgeldjäger lässt den Rehbock ins Moos plumsen und rückt grinsend seinen Hut zurecht während er die von Ser Schwarzschild ausgeteilten Rationen betrachtet.
"Oh, ihr habt sogar schon eine kleine Beilage spendiert, sehr löblich, ja das ist es! Aber wer holt jetzt das Feuerholz?"
In gods we trust,
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Iorondan Mercanor

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Die ersten Opfer
« Antwort #179 am: 21.11.2006, 21:36:49 »
Als Hrothgar die Lichtung betritt springen die beiden Knappen auf mit deutlicher Begeisterung auf. Rasch sind sind sie mit Feuereifer dabei, genug des reichlich herumliegenden trockenen Holzes für einen mittleren Scheiterhaufen zusammenzutragen - Ruomir scheint aber vollkommen abwesend. Er hat  sitzt weiter ins Nichts guckend und sachte rauchend an seinem Baumstamm.

Bald reckt sich in der Mitte der Lichtung bald ein stolzer Haufen in die inzwischen fast vollkommene, von einer einzelnen schwachen Öllampe erhellte Dunkelheit, und der kräftige Knappe nimmt sich die Lampe, um mit ihr das Feuer anzuzünden...
Fire and Blood

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