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Autor Thema: Der Graf wartet  (Gelesen 76767 mal)

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Arvenius

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Der Graf wartet
« Antwort #15 am: 10.11.2006, 01:01:24 »
Arvenius nickt dem Neuankömmling kaum merklich zu. Lediglich an der  geringen Bewegung der Kapuzenspitze ist zu erkennen, dass er ihm zu genickt hat.

Luthor Huss

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Der Graf wartet
« Antwort #16 am: 10.11.2006, 01:02:21 »
Ein lächeln umspielt die Lippen des Klerikers. Er legt seine rechte Hand auf die Brust und verbeugt sich.

"Wenn ich mich vorstellen dürfte, mein Name ist Luss, Luthor Huss, Priester von Pelors Gnaden."

Daraufhin legt er seinen Mantel ab, hängt ihn über einen Stuhl und setzt sich zu den beiden Männern.

"Und mit wem hab ich die Ehre?"
... in Pelors Namen, so möge es sein.

Arvenius

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Der Graf wartet
« Antwort #17 am: 10.11.2006, 08:46:58 »
Arvenius scheint in Gedanken versunken zu sein und hat die Frage gar nicht richtig wahrgenommen.

Baltazar

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Der Graf wartet
« Antwort #18 am: 10.11.2006, 12:03:42 »
Der kräftige Mann mit ungepflegtem Vollbart, macht Anstalten sich zu erheben, jedoch nach anfänglichen Schwierigkeiten gibt er dieses an sich höfliche Unterfangen auf. Stattdessen hebt er seinen nur noch halbvollen Krug.

"Man nennt mich Baltazar. Meines Zeichens Gelehrter und unbedeutender Magus. Ich bin hier auf einer Studienreise und dieser Mann," er nickt seinem Gegenüber, dem geheimnisvollen Halbelfen zu, "begleitet mich dabei. Er heisst Arvenius und hätte Euch seinen Namen vermutlich erst nach einer Menge Bier zum Morgengrauen genannt! Verzeiht meine Voreiligkeit Arvenius, doch ich wollte nur höflich sein."

Mit einem breiten Grinsen beobachtet er seine Gesellschaft, bis er neugierig die Augenbrauen zusammenkneift.

"Was treibt Euch in diese verlassene Gegend, Huss?"
Könnte ich noch ein Schlückchen von diesem köstlichen Wein haben?

Luthor Huss

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Der Graf wartet
« Antwort #19 am: 11.11.2006, 01:49:32 »
Der Kleriker sieht zur Theke hinüber.

Wo bleibt denn mein Wein und der Eber?

"Wisst ihr ich bin nur auf der Durchreise. Man hat mich in ein entlegenes Dorf berufen um dort den Gläubigen Beistand zu leisten. Und ihr Baltazar, was verschlägt euch und euren Gefährten hierher?"
... in Pelors Namen, so möge es sein.

Baltazar

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Der Graf wartet
« Antwort #20 am: 11.11.2006, 10:55:29 »
"Nun wie ich bereits erwähnte, befinden wir uns auf einer Studienreise. Die Gerüchte um ein gewisses Zauberbuch haben unsere Aufmerksamkeit und Präsenz in die Yatilberge gelenkt."

Das Lächeln des Gelehrten verschwindet, ein ernster Gesichtsausdruck hat es mit diesen wenigen Worten vertrieben. Jedoch mit einem weiteren tiefen Schluck vom Glühwein, beginnen sich die Mundwinkel unter dem dichten Bart des Magus wieder zu einem Grinsen zu heben.

Und bei der Aquirierung dieses Büchleins könnten wir dich lieber Huss ganz sicher gut gebrauchen! Denn die kalten Finger seines Verfassers und Besitzers werden es nicht freiwillig hergeben.
Könnte ich noch ein Schlückchen von diesem köstlichen Wein haben?

Luthor Huss

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Der Graf wartet
« Antwort #21 am: 11.11.2006, 22:27:51 »
"Hmm, wenn ihr dazu in diese abgelegene Gegend kommt muss es sich um ein ganz besonderes Buch handeln. Entschuldigt meine Neugier, aber was ist denn so besonders daran?"

Wieder sieht Luthor zum Wirt

"Meister Yash, was ist denn nun mit meinem Essen. Ich bin am verhungern!"
... in Pelors Namen, so möge es sein.

Baltazar

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Der Graf wartet
« Antwort #22 am: 11.11.2006, 23:38:20 »
"Meine Kehle ist noch ganz staubig von der Straße, füllt meinen Kelch Yasch!"

Verschwörerisch beugt sich Baltazar über den Tisch, näher zu dem Gottesmann.

"Man sagt ein Flüchtling aus dem Tal des Magiers, stahl vor seinem Verschwinden eines der Zauberbücher des Schwarzen. Der Lehrling machte sich auf nach Norden bis in die Yatilberge, wo er in einem kleinen Ort namens Barovia Zuflucht fand. Dort konnte er seinen finsteren Experimenten fröhnen. Aus dem Buch konnte er mehr über die Schattenmagie seines ehemaligen Meisters lernen, als er hätte sonst von ihm erfahren. Die Dunkelheit die er wob, hüllt das Land bis heute noch in einen Schleier der Hoffnungslosigkeit und Trauer. Ob er noch am Leben ist kann ich nicht sagen. Doch die Stillen des Königreichs Keoland boten mir eine stolze Summe, wenn ich das Zauberbuch finde und ihnen zukommen lasse. Sie wollen verhindern, dass noch mehr dieser dunklen Magie hinaus in die Flanaess dringt."
Könnte ich noch ein Schlückchen von diesem köstlichen Wein haben?

Rabe

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Der Graf wartet
« Antwort #23 am: 12.11.2006, 00:24:21 »
Er jetzt seht ihr Yash im Vorhang zur Küche stehen. Mit großen Augen schaut er auf den Magus und kann ein leichtes Zittern des Tablets in seinen Fingern kaum verhindern. Als er sich als entdeckt wähnt, kommt er zügig an den Tisch und stellt Speis und Trank ab.

"Ver..verzeiht, ich wollte nicht lauschen, doch war Eure Geschichte so fesselnd."

Arvenius

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Der Graf wartet
« Antwort #24 am: 12.11.2006, 02:55:11 »
Ein leises lachen ist zu hören, anschließend lehnt sich Arvenius zurück und zieht seine Kapuze tiefer ins Gesicht.

Man hört seine ruhige melodische Stimme murmeln:  "Der Gelehrte weiß wie man Geschichten erzählt. Ich für meinen Teil verfolge ein anderes Ziel."
Ein Schatten huscht über sein Gesicht, dass unter der Kapuze verborgen bleibt, bevor er wieder verstummt.

Luthor Huss

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Der Graf wartet
« Antwort #25 am: 13.11.2006, 18:35:30 »
Der Blick des Klerikers verfinstert sich. Seine Augen fixieren den Magus.

"Dunkle Magie sagtet ihr? Schattenmagie, hmmm. Dabei handelt es sich nicht zufällig auch um Nekromantie?"
... in Pelors Namen, so möge es sein.

Baltazar

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Der Graf wartet
« Antwort #26 am: 13.11.2006, 20:23:54 »
"Hauptsächlich Nekromantie! Aber auch Bezauberungen, Illusionen und Beschwörungsformeln, soll der Foliant beinhalten."

Baltazar macht eine lange Pause um seinen nächsten Worten mehr Gewicht zu verleihen.

"Das bedeutendste in diesem Kodex der Schwarzen Magie, ist jedoch die Beschreibung geheimer Techniken um Stoff der Schattenebene an diese Existenzebene zu binden. Also um Schatten eine gewisse Materialität zu Teil werden zu lassen. Man munkelt, dass die Praktizierer solcher Magie, langsam die Verbindung zur Oerde und somit zur Materiellen Ebene verlieren. Ihr Organismus bedarf weder Schlaf noch Nahrung, ja gar Luft und gottgegebenes Licht. Na und, dass das nichts gutes sein kann liegt doch auf der Hand!"

Bei Syruls gespaltener Zunge, möge dieser Kirchenmann den fetten Köder schlucken!
Könnte ich noch ein Schlückchen von diesem köstlichen Wein haben?

Arvenius

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Der Graf wartet
« Antwort #27 am: 13.11.2006, 22:36:29 »
In aller Ruhe nimmt der Halbelf das kleinere seiner beiden Elfen geschmiedeten Schwerter heraus und beginnt mit einem Wetzstein die Klinge zu schärfen.

Luthor Huss

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Der Graf wartet
« Antwort #28 am: 14.11.2006, 19:59:38 »
Ruckartig fährt der Kleriker hoch und schlägt mir seiner Faust auf den Tisch.

"Bei Pelor, dieses Dämonenwerk muss vernichtet werden! Der Sonnenvater duldet sowas unter seinem Licht nicht und ich werde alles tun um seinen Willen auf Erden geschehen zu machen. Sagt Magus, wann brechen wir morgen auf?"
... in Pelors Namen, so möge es sein.

Baltazar

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Der Graf wartet
« Antwort #29 am: 14.11.2006, 21:40:25 »
Mit einem Schmunzeln unter seinem dichten Vollbart, verfolgte der Magus die Reaktion des Priesters.

Jetzt hab ich dich genau wo ich dich haben will Kirchenmann!

"Nun es war eine lange anstrengende Reise bis hier her. Wir sollten Kräfte sparen und morgen nach einem ausgedehnten Frühstück allmählich aufbrechen. In der Gemeinde die euer eigentliches Ziel war, könnten wir mit den Nachforschungen bezüglich des Buches beginnen. Was haltet Ihr davon?"

Zufrieden lehnt sich Baltazar zurück und leert seinen Kelch, mit einem letzten kräftigen Zug.

"Mein Kelch ist leer und wir sind immer noch durstig! Bring gleich eine ganze Karaffe Yasch und erzähl uns von den Zauberkundigen die bereits unter deinem Dach Zuflucht finden durften!"

Die Wangen des Magus sind bereits so rot wie der Wein, den der Halblung ausschenkt und seine Lieder fallen ihm ab und an für einen Augenblick zu. Er greift in den linken Ärmel seiner Reiserobe und holt eine lange Pfeife hervor. Aus einem Beutel an seinem Gürtel kramt er etwas Tabak heraus. Genüßlich stopft er das nach Apfel, Zimt und einem Hauch Vanille duftende Kraut in die Pfeife und entzündet ein Streichholz an der rauhen Oberfläche des Tisches.

Nach ein paar geräuschvollen Zügen bläst er eine Wolke Rauch über den Tisch, die etwas von dem undurchdringlichen Nebel vor der Tür ins Zimmer zu wehen scheint.
Könnte ich noch ein Schlückchen von diesem köstlichen Wein haben?

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