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Autor Thema: Nach Lippoldts Fall  (Gelesen 21975 mal)

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Kylmäveri Kaldor'ta

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Nach Lippoldts Fall
« Antwort #150 am: 07.06.2007, 23:19:15 »
Mit besorgter Miene hat Kylmäveri den alles andere als erfreulichen Neuigkeiten zugehört, bei der Erwähnung von Südländern in Kaldorschen Wappen die Stirn gerunzelt und ihr Blick ist mit jedem Wort der Bäuerin immer düsterer und betrübter geworden. Die Nachricht von den ausufernden Unruhen im Land wühlt auch die edle Nordländerin auf.
Etwas erstaunt nimmt sie wahr, wie betroffen der Kopfgeldjäger wirkt - im Vergleich zu seiner sonst so rauhen und schroffen Art bildet seine jetzige Erscheinung einen stechenden Kontrast. 'Heuchelt er etwa Mitleid?,' zieht die Adlige die geschwungenen Brauen zusammen, verwirft diesen Gedanken aber bald. 'Harte Schale und weicher Kern - auf wieviele Männer trifft es eigentlich zu?'

Auf die Frage der Bauersfrau nach ihrem Gatten weiß sie zunächst keine Antwort. Ja, sie kennt die Tatsachen, doch wäre es nicht barmherziger, die schreckliche Kunde zu verheimlichen? Kylmäveri zögert und ringt mit sich: wenn die geflohene Familie beschließen sollte, zu ihrer alten Hütte zurückzukehren, würden sie die Wahrheit schnell herausfinden, es sei den, das Rabengetier macht sich besonders große Mühe. Eine andere, zynische Stimme in ihrem Kopf möchte gar die Bedeutung dieser kleinen Tragödie herunterspielen - schließlich sind es bloß Bauern.
Tief durchatmend, setzt die Baronstochter an: "So leid es uns tut, wiss..."

Hrothgar unterbricht sie mit seinem halb geflüsterten Geständnis und lässt sie erbleichen. "Was...was redet Ihr da, Hrothgar?," versetzt die Edle verstört an den Mann gewandt und schaut wieder die Bäuerin an, mit Augen, die voller gemischter Gefühle lodern. "Ihr habt nicht vor, nach Hause zurückzukehren, oder?"

Saemael Julistraes

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Nach Lippoldts Fall
« Antwort #151 am: 10.06.2007, 13:20:28 »
Der Wiegner scheint so, als wollte er Kylmäveri das Reden überlassen, als er sie anblickt.

Über die Worte der Frage, ihre Erklärung der Vorkommnisse denkt Saemael lange nach, bevor er sich an Roumir wendet.
Er macht einige Schritte auf ihn zu und geht sehr nah zu ihm, um leise mit ihm sprechen zu können, ohne dass die Frau etwas mitbekommt.

"Wir müssen zurück zu dem Gehöft und herausfinden, wer den Kampf gewonnen hat. Die Waffenröcke der Freys zählen. Und die, die den Kampf überlebt haben, müssen wir ausfindig machen. Je nachdem, wer es ist, wird er uns einiges zu erzählen haben."
Saemaels Stimme ist beinahe ein Flüstern, genauso, als er weiterspricht:
"Ich weiß nicht genau, was euer Vorhaben war, das euch auf diesen Weg verschlug, aber die anderen, friedliebenden Städte müssen zur Not gewarnt werden. Und man muss herausfinden, was dahinter steckt."

Hrothgar

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Nach Lippoldts Fall
« Antwort #152 am: 21.06.2007, 12:11:30 »
"Wie bereits gesagt, anhand der Spuren fürchte ich, dass die Angreifer siegreich waren - wenn auch nur knapp." wirft Hrothgar ungewöhnlich vorsichtig ein. "Und eigentlich ist unser Auftrag, Ser Schwarzschild hier..." er deutet auf den Ritter neben sich, "...wohlbehalten in den Norden zu bringen - und nicht, Unglücksboten eines Krieges zu spielen!"
Mahnend blickt er in die Runde, als sein Auge jedoch auf die Bauersfrau fällt tritt ein nachdenklicher Zug in sein Gesicht und er wendet sich ernst Ruomir zu. "Oder gibt es eine Planänderung?" fragt Hrothgar, und beinahe scheint es so, als würde Hoffnung darauf in der Stimme des 'Habichts' mitschwingen...
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Iorondan Mercanor

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Nach Lippoldts Fall
« Antwort #153 am: 28.06.2007, 20:24:00 »
Ruomir hat der Frau wie die anderen auch stumm gelauscht, und als sich die allgemeine Aufmerksamkeit wieder ihm zuwendet, sehen die Abenteurer, dass sein Gesicht ausdruckslos an der Grenze zur Verkniffenheit ist. "Nein, ich weiß auch nicht, was in diese verdammte Welt gefahren ist. Alles, was ich weiß, ist, dass ich einen Auftrag habe. Und den muss ich erfüllen, jetzt noch dringender als vorher."Er schüttelt den Kopf. "Für uns ist es unerheblich, wer das Scharmützel gewonnen hat, an der großen Lage ändert es nichts. Nein, wir müssen weiter."

Er ist setzt schon dazu an, wieder aufzusitzen, als er abbricht und sich noch einmal an die bei Hrothgars Antwort vor Trauer versteinerte Frau wendet. Seine Stimme wird leise und eindringlich, die anderen können es kaum verstehen.

"Was Euch passiert ist tut mir unendlich leid. Doch bitte versteht, dass ich nicht viel für Euch tun kann. Es steht mehr auf dem Spiel als das persönliche Glück oder auch nur Leben einzelner Personen, bald kann es um die Freiheit ganz Nirudans gehen. Niemand weiß genau, was auf uns zu kommt, aber wenn wir unser Ziel nicht erreichen, haben wir schon verloren, bevor wir unseren wahren Feind auch nur kennen.
Trotzdem, Ihr müsst irgendwie die nächsten Tage überleben. Habt Ihr irgendetwas, wo Ihr unterkommen könnt, und habt Ihr genug zu essen?"


Die Frau ringt kurz, um sich wieder unter Kontrolle zu bekommen, doch anscheinend hat sie noch eine größere Reserve an Kraft, als man ihrer schmächtigen Gestalt zumuten würde. Ärgerlich blinzelt sie eine einzelne Träne weg, dass fokussiert sie Ruomir und erwidert barsch: "Habt Dank, Ser, aber wir wollen doch so eine wichtige Mission nicht aufhalten! Kümmert euch nicht um uns, das tun die Herrschaften doch sowieso nie. Ich komme schon durch. Oder auch nicht, das interessiert ja niemanden. Macht schon, reitet los!"

Ruomir fährt erschrocken zusammen, als sie die letzten Worte fast herausschreit, und sackt dann in sich zusammen. Er mustert sie einen langen Moment, dann wendet er sich mit hängenden Schultern ab und sitzt auf. "Gehen wir."
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Kylmäveri Kaldor'ta

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Nach Lippoldts Fall
« Antwort #154 am: 29.06.2007, 00:12:55 »
Der tollpatschige Abgang Ser Ruomirs entlockt Kylmäveri einen missbilligenden Blick und ein geschnaubtes "Tzes!" Auch wenn der Ritter im Grunde Recht hat, gibt er sich doch als miserabler Diplomat - man könnte meinen, er besäße auch tatsächlich ein Herz aus Stein. Die Adlige wendet sich demonstrativ von ihm ab und nähert sich der Bäuerin.
"Tut mir leid, wir sind...alle Ser Schwarzschild verpflichtet," entschuldigt sie sich leise und stockt dann: ist sie denn tatsächlich verpflichtet? Eigentlich nicht, überlegt sie, ist sie schließlich doch auf persönlicher Suche, diese aber ist doch auf schicksalhafte Art mit der des Ritters verknüpft. "Und ich füchte, er hat recht, wenn er von Wichtigkeit spricht. Wir haben auf unserem Weg schon genug Schrecken gesehen - und es scheint erst der Anfang. Wir müssen es verhindern, um aller Willen, oder zumindest herausfinden, wer da an den Fäden zieht. Hier," sie langt in ihren Münzbeutel, um daraufhin auf offener, ausgestreckter Hand ein Gold- und ein halbes dutzend Silberstücke der Frau zu reichen, "nehmt dies. Für die Kleinen, damit sie satt bleiben." Aufmunternd lächelt die Nordländerin der Bäuerin zu. "Und bitte sagt mir, ihr habt auch eine Ahnung, wo ihr unterkommen werdet. Bitte glaubt mir - der Adel sorgt sich wohl um das Volk."

Nach einem zuversichtlichen Nicken begibt sich nun auch die Baronstochter zu ihrem Ross, um diesen abzubinden und aufzusteigen. Ihr Bedürfnis nach Wohltätigkeit scheint für diesen Tag gestillt und ihr Gewissen beruhigt. Nur die vielen Befürchtungen, die neuerdings immer mehr Nahrung finden, nicht.

Saemael Julistraes

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Nach Lippoldts Fall
« Antwort #155 am: 29.06.2007, 17:25:25 »
Saemael beobachtete, wie Schwarzschild die Bitte der Frau ablehnt und hält dessen Verhalten nicht für Vorbildlich.
So geht er auf die Frau zu, als Kylmäveri sich bereits von ihr abgewandt hat.
In den Augen des Mannes ist Mitleid zu sehen, als er auf die etwas kleinere Frau herabblickt.

"Begebt euch in die Obhut der Wiege. Vielleicht kann man euch dort weiterhelfen. Ich vermute nicht, dass man mich in den hiesigen Tempeln kennt, doch nennt den Namen Julistraes. Wir sind treue Diener der Wiege. Vielleicht steht euch somit die Tür zu einer Unterkunft in den Tempeln offen und ihr seid vorerst sicher.
Denn mehr als Münzen oder dieses Versprechen kann ich euch nicht geben.
"
Saemael dreht sich mit gesenktem Kopf von der Frau ab, ein eventuelles Wort der Dankbarkeit von ihr gerne hörend und geht in Richtung seines Pferdes.
Er greift die Zügel und steigt auf sein Ross auf.

Dann wandert sein Blick zu Schwarzschild und wartet darauf, dass dieser los reitet.
Sobald dieser die Anhöhe verlässt, reißt Saemael die Zügel seines Pferdes herum, während sein Blick auf der Bäuerin haftet, dann verabschiedet er sich mit einem Nicken und reitet hinter seinen Gefährten her, bis er sie eingeholt hat.

Hrothgar

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Nach Lippoldts Fall
« Antwort #156 am: 17.07.2007, 11:12:10 »
Zu seinem eigenen Erstaunen wiederstrebt es Hrothgar zutiefst, die Bauersfrau einfach in ihrem Elend sitzen zu lassen, beinahe geht er sogar so weit, lautstark zu protestieren und Ser Schwarzschild mit Schmähungen zu überhäufen - doch ist er so perplex ob seines eigenen Gefühlslebens, dass er der Frau nur entschuldigend zunickt und mit tief ins Gesicht gezogenem Hut dem Adligen folgt...was war nur in ihn gefahren?
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Iorondan Mercanor

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Nach Lippoldts Fall
« Antwort #157 am: 26.08.2007, 00:28:20 »
Die Frau scheint ob der Großzügigkeit Samaels und Kylmäveris stark verblüfft zu seine - und während die Geste der letzteren sie sprachlos zurücklässt, scheint sie sich bei ersterem wieder zu fangen. Ihre eben noch ärgerlich aufgerichtete Gestalt nimmt wieder normale, leicht vornübergebeugte Haltung an, und sie erwidert, halb zu sich selbst: "Ja, das ... könnte gehen. Die Wiege... wengistens etwas zu Essen für die Kleinen... Leben im Kloster soll nicht schlecht sein..." So verstummt es hinter Samael, und als er sich beim Fortreiten noch einmal umdreht, ist sie bereits wieder halb in der Höhle verschwunden. Doch sie scheint den Blick des Ritters zu spüren - auch sie dreht sich noch einmal um, Kylmäveris Münzen noch in der Hand, und erwidert seinen Blick aus dunklen Augen. Sie deutet eine leichte Verbeugung an - dann ist sie den Blicken der Reisenden entschwunden.


In grimmiges Schweigen gehüllt reitet die Gruppe weiter. Die Begegnung mit der Bäuerin und ds Schicksal der Lippoldtschen ebenso wie das ihres Mannes drücken die Stimmung, so dass den Rest des ebenso heißen wie trockenen Tages kaum einer ein Wort wechselt, sie alle hängen ihren Gedanken nach.

Der Trend der Landschaft setzt sich fort. Sanft gewellter Lößboden senkt sich langsam, aber sicher, ab und an lockern kleinere Wäldchen die intensiv beackerten Länder auf - doch auch wenn rund um den Weg manch ein Weizenfeld erntereif in der unbewegten und stickigen Luft brütet, statt im Wind zu wogen, ist keine Menschenseele an der Arbeit zu sehen. Einige Höfe zeigen die unverwechselbaren Zeichen von Plünderung und Brand, andere wirken schlicht verlassen.

Einige Stunden nach der Begegnung mit der Bäuerin verlässt die Gruppe das kultivierte Land. Es ist keine scharfe Grenze - doch irgendwann fällt den Leuten auf, dass sie jetzt schon seit einer Weile keinen Hof mehr gesehen haben, dass rings um sie keine Äcker mehr liegen und und die Felder und Wiesen nur schwache Beweidung verraten. Der Weg, dem sie schon seit einem der abgebrannten Höfe folgen, ändert sich hingegen kaum: Er ist ausgetreten, kaum mehr als ein Trampelpfad in der vertrocknenden Vegetation, aber frei von Unkraut und Unterholz, so dass die Gruppe kommt gut vorankommt.

So gut sogar, dass Hrothgar und Kylmäveri, die beide schon in der Gegend gereist sind, zu dem Schluss kommen, dass sie den Fluss heute erreichen könnten. Die Sonne hat gerade angefangen, spürbar an Kraft zu verlieren, als sie zu dieser Erkenntnis gelangen - doch sie sind sich auch sicher, dass sie frühestens bei Einbruch der Dunkelheit das Ufer betreten würden.
Fire and Blood

Kylmäveri Kaldor'ta

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Nach Lippoldts Fall
« Antwort #158 am: 26.08.2007, 00:48:13 »
Auch Kylmäveri ist größtenteils schweigend und ruhig mitgeritten; die Erinnerungen an die wenigen, dafür umso schockierenderen Erlebnisse und Befunde des ausklingenden Tages sowie die unheimliche Stille und Leere der eigentlich noch kultivierter Ländereien möchten der Adligen zunächst unwirklich erscheinen, wie ein schauerlicher Traum.
Nein, ein Traum ist es nicht, ermahnt sie sich, zu wirklich waren die heftigen Kämpfe mit den Schurken, deren Absichten nach wie vor ein Geheimnis bleiben.

Um die gespenstische Ruhe und die drückende Hitze in Schach zu halten, versucht die Nordländerin irgendwann, aufmunternde Lieder leise zu summen - ihre Stimme in vollem Maße zu erheben, mag sie nicht wagen, ohne recht zu verstehen, weshalb. Bald fühlt sie jedoch, wie fehl am Platze ihre Melodien wirken, wie machtlos und nichtig angesichts der Grabesstille um sie herum. Das Haupt gesenkt, kapituliert die Edle vor dem bedrohlichen Schweigen des Lades, bis die Sonne den fernen Horizont küsst.

"Wollen wir diesseits oder jenseits rasten?," fragt Kylmäveri in die Runde, als sie sich ihrer eigenen Reise vor einigen Wochen entsinnt und den Quartex bereits in der Nähe wähnt.

Saemael Julistraes

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Nach Lippoldts Fall
« Antwort #159 am: 26.08.2007, 09:54:01 »
Langsam reitet Saemael leicht hinter Roumir, schweigend, den Blick auf den Hals des Pferdes gelenkt, welches ihn trägt.
Doch auch ihm fällt auf, wie sich die Landschaft und die Umgebung verändert.

Denoch wagt er es nicht, ein Wort zu sprechen.
Ruhig und leise vertraut er auf die Führung von Hrothgar und den anderen, die er begleitet, bis Kylmäveri spricht.

"Es ist schon sehr dunkel. Mein Vorschlag ist es, hier zu rasten und morgen bei Sonnenaufgang den Fluss zu überqueren." antwortet der Wiegner auf die Frage Kylmäveris.

Hrothgar

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Nach Lippoldts Fall
« Antwort #160 am: 02.09.2007, 00:30:33 »
"Schwierig. Wenn der Feind den Fluss überwacht sind wir wie auf dem Präsentierteller!" versetzt Hrothgar tonlos und ohne den Kopf zu heben. "Ich bin dafür, noch heute auf die andere Seite zu gelangen, und dann dort ein Versteck zu suchen." erläutert der Mund unter der Hutkrempe müde.
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Saemael Julistraes

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Nach Lippoldts Fall
« Antwort #161 am: 03.09.2007, 10:28:47 »
"Ihr seid der, der sich mit solchen Leuten auskennt, Hrothgar. Zur Not können wir uns auch gut verteidigen, behaupte ich. Ich hoffe nur, wir können den Fluss sicheren Fußes bei der Dämmerung überqueren. Denn wenn der Fluss wirklich überwacht wird, kann es wohl durchaus passieren, dass wir entdeckt werden, oder nicht?", gibt der Wiegner zu bedenken, als er sein Pferd anhält, um sich zu Roumir umzudrehen.
"Was denkt ihr?"

Hrothgar

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Nach Lippoldts Fall
« Antwort #162 am: 21.09.2007, 23:42:13 »
"Wie gesagt, die Dunkelheit ist stets der Freund der Wenigen." merkt Hrothgar an, auch wenn er nicht gefragt war. "Den Quartex aber im Stockfinsteren zu überqueren ist natürlich Selbstmord, bei Tageslicht möglicherweise auch. Wir müssen wachsam sein und das richtige Licht abpassen."
Der Kopfgeldjäger blickt prüfend zum Himmel hinauf und zieht beiläufig die Nase hoch. "Aber wir reden wie weltfremde Priester - reiten wir zu und schauen, welche Lage sich uns am Fluss bietet. Dann können wir uns immernoch über den Zeitpunkt entscheiden." Mit äußerst gleichgültiger Entschuldigung hebt der Kopfgeldjäger die Hand in Richtung Ser Schwarzschild. "Ausgenommen natürlich, unser Gönner hat bereits einen Plan?
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