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Autor Thema: Ein Planloser im Käfig  (Gelesen 17831 mal)

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Aoskar

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Ein Planloser im Käfig
« am: 07.01.2007, 21:22:58 »
Für ein paar Augenblicke konnte Yushido gar nichts erkennen. Dann gewöhnten sich seine Augen an die Dunkelheit und er erkannte, dass er in einer Art von rechteckigem Tunnel stand, an dessen vorderem Ende, einige Schritte von ihm entfernt, trübes Licht einfiel. Die Luft war dick und abgestanden und roch nach Dreck und Qualm, so dass er zuerst heftig Husten musste. Die Wände neben ihm bestanden aus schweren Steinblöcken, die mit Russ bedeckt waren.
Ein Torbogen in einer recht billigen und schmutzigen Taverne Tiefwasser war das angebliche Portal gewesen. Doch die luskanischen Magier hatten gesagt, es würde sich öffnen, wenn man eine Hand voll Staub in die Luft werfe, an dann laut "Muskelkraft" sagte. Obwohl die Anweisungen zweifellos seltsam waren, tat Yushido wie ihm geheissen, denn die Magier von Luskan zuckten nur mit den Schultern, als sie nach Erklärung gefragt wurden und meinten etwas von "Sigil ist voller Wunder". Der Torbogen schien unverändert, kein Leuchten, kein Geräusch, kein fantastisches Bild einer wundervollen Stadt. Doch als Yushido durch den Torbogen trat, landete er nicht wie erwartet im Schankraum der Taverne, sondern in diesem Tunnel.
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Isawa Yushudo

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Ein Planloser im Käfig
« Antwort #1 am: 07.01.2007, 21:49:24 »
Da hätten wir schon das erste Wunder. Ich habe ja mit allem gerechnet, aber nicht damit. Wollen wir erst einmal ein wenig Licht ins Dunkel bringen.

Yushudo greift in seinen Kimono und zieht eine Schriftrolle hervor. Er entrollt die sogenannte Ofuda, murmelt einige Worte und schon erstrahlt die Rolle, hell wie eine Fackel [light].

Das sollte eine halbe Stunde reichen, denke ich. Nun gut. Los geht's. Mal sehen was dieses wundervolle Sigil zu bieten hat - wenn es denn überhaupt am Ende dieses Ganges liegt. Was, wenn die luskanischen Magier mich in eine Falle gelockt haben? Nein, dazu hätten sie keinen Grund. Oder etwa doch?

Die Fragen in Yushudos Kopf waren nicht weniger geworden. Im Gegenteil, er wusste gar nicht, woran er zuerst denken sollte. Voller Spannung, aber auch Zweifel, ging er langsam voran, um den Gang zu erkunden.
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Aoskar

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Ein Planloser im Käfig
« Antwort #2 am: 07.01.2007, 22:14:12 »
Das Licht wird immer heller, bis Yushudo den Ausgang des Tunnels erreicht. Er steht nun in einer schmalen Gasse, gerade einen Schritt breit, in die kaum Licht einfällt. Vier Stockwerke höher liegt ein dunker Nachthimmel, ohne jeden Stern,  über den dicke gelb-braune und schwarze Schwaden ziehen. Die Gebäude auf beiden Seiten bestehen aus schwerem, grauem Stein. Zwischen den einzelnen Stockwerken laufen handbreite Bänder aus rostigem Eisen um die Gebäude, die mit langen Stacheln geschmückt sind, gleich unter dem Dach sind es sogar gut fusslange dünne Klingen. Das einzige sichtbare Fenster liegt im zweiten Stock und  ist mit einem verschnörkelten Gitter aus grün angelaufenem Kupfer versperrt.  Über den Dachrand des einen Gebäudes hängt ein schwerer Wasserspeier, der nur noch wage zu erkennen ist, scheinbar hat eine Art Säure die Statue schwer beschädigt. Der Tunnel, aus dem Yushudo kommt, scheint früher einmal eine Art Gasse gewesen zu sein, aber die Gebäude hinter ihm wurden wohl solange weiter ausgebaut, bis die Gasse vollständig verschwunden ist.
Um die eine Ecke der Gasse biegt eine Person, die im Qualm kaum zu erkennen ist,. bis sie näher kommt und in den Radius von Yushudas Zauber tritt. Sie ist dünn und ausgemergelt, geht gebeugt und trägt grobe braune Kleidung, die mit Russ verschmiert ist und sackartig um den Körper hängt.  Ihr Gesicht hat eine ungesunde, gelbe Farbe und aus ihrer Stirn wachsen zwei dünne Hörner. Als die Gestalt den Mund öffnet, um ausgiebig und tief zu husten, fallen Yushuda zwei kurze Reisszähne im Oberkiefer auf. Das Wesen ist so dünn, dass es kaum feststellbar ist, ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelt.
"Willkommen in Sigil", grüsst die Person dann. "Ihr kommt gerade aus..."
Die Person blickt auf einen kleinen Fetzen Pergament in ihrer Hand
"Tiefwasser, wenn ich mich nicht irre. Seid ihr zum ersten Mal in Sigil? Und, wenn ihr mir die Frage erlaubt, seid ihr ein Magier oder habt ihr diesen Lichtzauber käuflich erworben?"
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Isawa Yushudo

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Ein Planloser im Käfig
« Antwort #3 am: 07.01.2007, 22:55:42 »
Mit Staunen und Misstrauen beobachtet Yushudo die düstere Umgebung, in der er gelandet ist.

Was ist dies für ein seltsamer Ort?

Als plötzlich die Abscheu erregende Kreatur auftaucht, zuckt Yushudo zusammen und festigt den Griff um seinen Kampfstab. Er überlegt schnell, welche Ofudas ihm helfen könnten, sollte es brenzlig werden. Worauf hatte er sich hier eingelassen? Auch die recht freundliche Begrüßung ändert Yushudos Haltung nicht. Zögerlich antwortet er mit fester Stimme, soweit ihm das gelingt:

"In der Tat, ich komme aus Tiefwasser. Diesen Lichtzauber habe ich selbst gewirkt und doch bezweifle ich, dass ich ein Magier bin, so wie ihr ihn kennt. Doch nun würde mich interessieren, mit wem ich es zu tun habe."

In seiner Stimme schwingt weder Nachdruck, noch Drohung mit. Die Aufforderung ist sehr höflich gestellt. Eine Konfrontation ist das letzte, was Yushudo in diesem Moment gebrauchen könnte.
Yushudo lässt das Licht verlöschen und steckt die Ofuda wieder in seinen Kimono.
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Aoskar

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Ein Planloser im Käfig
« Antwort #4 am: 07.01.2007, 23:07:56 »
Etwas abschätzig bemerkt das Wesen, wie sich Yushudos Griff um den Kampfstab verstärkt.
"Kein Grund, aggressiv zu werden. Ich bin Desragir vom Sigiler Handels-, Zoll-  und Portalministerium.  An Eurer Reaktion erkenne ich, dass Ihr zum ersten Mal hier seid. Normale Einreisegebühren nach Sigil sind 50 Kupferklimer für einfache Reisende, 70 für jene, die magiefähig sind. Habt Ihr Wasser, magisch gespeicherte Luft oder Nahrungsmittel bei Euch? Wie steht es mit schwerem Kriegsgerät?"
Desragir scheint etwas nervös zu sein, als er diese Forderungen aufzählt und Yushudo bekommt das wage Gefühl, dass ihm hier nicht ganz die Wahrheit erzählt wird.
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Isawa Yushudo

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Ein Planloser im Käfig
« Antwort #5 am: 07.01.2007, 23:26:32 »
"Aggressiv? Nur vorsichtig. Wer wäre das nicht in einer so fremden Umgebung?"

Yushudo betrachtet Desragir skeptisch, als dieser spricht. Irgendetwas in seiner Stimme, oder vielleicht auch an seiner Haltung lässt ihn vermuten, dass dieser nicht so ehrlich ist, wie er vorgibt zu sein. Womöglich ist es auch einfach nur die Tatsache, dass sein äußeres Erscheinungsbild einen sehr unangenehmen Eindruck vermittelt.

"Ich habe keinen Grund Euch zu vertrauen", gestand Yushudo kühn. "Könnt Ihr mir einen geben? So führt mich doch in Euer Ministerium, sodass ich mich selbst vom Wortlaut Eurer Vorschriften überzeugen kann. Dann will ich das geforderte Geld gern bezahlen. Oder können wir dies Abkürzen, indem Ihr mir einfach sagt, wieviel ich wirklich bezahlen muss? Ich sehe keinen Grund, warum ich Euch einen Wegezoll abtreten müsste. Oder ist Sigil tatsächlich so unaufgeschlossen, gegenüber Fremden?"

Gespannt wartete Yushudo die Reaktion seines Gegenübers ab.
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Aoskar

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Ein Planloser im Käfig
« Antwort #6 am: 07.01.2007, 23:38:18 »
"Ha! Ständig kommen hier planlose Wichte vorbei und meinen, sie müssen schlau werden. Ich bin doch kein Schlepper der Euch gratis durch den ganzen Käfig schleift! Wenn Ihr meint, nicht bezahlen zu müssen, dann solltet ihr nur wissen, dass ich Euch in weniger als einer halben Minute das Harmonium auf die Knochenschüssel jagen kann! Ich werde Euch, weil Ihr  hier fremd seid nicht sofort wegen Ungehorsams gegenüber einem Beamten anzeigen, aber Ihr rückt jetzt sofort 100 Kupferstücke raus, kapiert? Wir haben genug von Horden von Materiellen, die hier rumkriechen und meinen, sie müssten unsere Stadt begaffen! Seid froh, dass ich nicht eine Patrouille hole, die Euch ein bisschen nach Schmuggelware "abklopft""
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Ein Planloser im Käfig
« Antwort #7 am: 08.01.2007, 14:46:25 »
Yushudo weiß nicht recht wie er sich verhalten soll.

"Wie kommt Ihr nun auf 100? Ich wieder hole mich. Ich werde gern bezahlen, was ich zu bezahlen habe. Doch erst gebt mir einen Grund, Euch zu vertrauen. Könnt Ihr Euch denn nicht als einen Beamten ausweisen? Oder führt mich zu Eurem Ministerium und lasst mir dort bestätigen, dass Eure Forderungen korrekt sind. Ich werde sicher nicht jedem ersten mein Geld in die Hand drücken, der behauptet von einem Ministerium geschickt worden zu sein. Doch diese Begegnung hier scheint mir ein wenig ... wie soll ich sagen ... inoffiziell. Weist Euch aus und Ihr bekommt das Geld."

Seine feste Stimme ist jedoch mehr Fassade als alles andere. Innerlich bebt Yushudo und hofft, nicht zu weit gegangen zu sein.
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Ein Planloser im Käfig
« Antwort #8 am: 08.01.2007, 14:53:51 »
Yushudos Gegenüber scheint zuerst wütend, dann beruhigt er sich wieder. Eine Art grimmiges Lächeln, dass die Reisszähne deutlich hervorragen lässt, blitzt kurz in seinen Zügen auf.
"Du bist nicht so planlos wie du aussiehst, Magier. Die meisten drücken einem fast widerspruchslos alles in die Hand, was man verlangt. Ich soltle dich aber warnen: Auf den Ebenen gibt es immer einen grosseren Schleifer als dich.  Wie sieht's aus, brauchst du einen Schlepper  durch den damenverfluchten Käfig? Ich kann dich gegen eine kleine Gebühr an einen guten, zuverlässigen und billigen Wicht vermitteln, echtes Vollblut, kennt das ganze Dunkel und klappert gern darüber."
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Isawa Yushudo

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Ein Planloser im Käfig
« Antwort #9 am: 08.01.2007, 14:59:34 »
Yushudo stutzt einen Moment. Dann tritt ein triumphierendes Lächeln auf sein Gesicht. Bei dem Kompliment Desragirs verbeugt er sich leicht.

"Ich danke Euch, für Euren Rat. Ihr meint, Ihr hättet jemanden, der mich ein wenig herumführt? Oh, ich glaube, das ist keine schlechte Idee. Wie hoch soll denn Eure Gebühr sein? Ich hoffe doch Magiebegabte müssen keinen Aufpreis zahlen!"

Den letzten Satz fügt Yushudo mit einem Zwinkern hinzu. Er fühlte sich gleich wohler, jetzt, da die Spannung gelöst war. Und so entspannte er auch seine Haltung, seine Gesichtszüge, sowie den Griff um seinen Kampfstab.

Was wird mich hier nur erwarten?
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Aoskar

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« Antwort #10 am: 08.01.2007, 15:07:37 »
"Oh, keine Angst, für einen solch edlen Schleifer besorge ich für nur fünf Kupferstück einen Schlepper."
Mit einem sarkastischen Lächeln auf dem Gesicht verbeugt sich Desragier leicht. Dann steckt er zwei Finger in den Mund und pfeift laut, woraufhin eine zweite Gestalt hinter dem Wasserspeier in der Höhe auftaucht, ein Seil hinunterwirft und sich in Sekundenschnelle herablässt.
Dieses Wesen ist deutlich erkennbar eine Frau, wenn auch nur wenig besser genährt als Desragir und mit ähnlich kränklicher Gesichtsfarbe. Ihre schulterlangen, schwarzen Haare sind zerzaust und strähnig. Sie trägt enge Lederkleidung und eine leichte, geladene Armbrust in einer Hand.
"Schlepper, der Herr?", fragt sie mit einem breiten, einnehmenden Grinsen.
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« Antwort #11 am: 08.01.2007, 15:15:51 »
Yushudo fragt sich, was wohl noch hinter diesem Grinsen stecken mag. Doch der Preis von 5 Kupfermünzen scheint ihm nur gerecht. So greift er in seinen Kimono und stellt fest, dass er keine fünf Kupfermünzen parat hat.
"Ich will nicht so sein. Nehmt diesen Silberling!", sagt er und wirft Desragir eine silberne Münze zu.

Mit ähnlicher Skepsis, wie er Desragir betrachtet hatte, blickt er nun auf die Frau.
Wozu mag man wohl eine Armbrust mitten in der Stadt benötigen?

"Seid gegrüßt! Mir wurde erzählt, Ihr könntet mich ein wenig in Sigil herumführen? So will ich mir doch gern zeigen lassen, welche Wunder diese Stadt zu bieten hat."
Yushudo wirft einen weiteren Blick auf die Armbrust und fügt zögerlich hinzu: "Sagt doch. Sollte ich kampfbereit sein?"
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« Antwort #12 am: 08.01.2007, 20:44:57 »
Die Frau grinst noch ein bisschen breiter.
"Jetzt nicht mehr."
Sie bindet sich die Armbrust mit einem dünnen Lederriemen über den Rücken.
"Nun, was wollt ihr den sehen? Pompöse Gebäude, abenteuerliche Bars, gute Unterkünfte?"
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Isawa Yushudo

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« Antwort #13 am: 08.01.2007, 20:56:20 »
Yushudo beschloss seine Skepsis für den Moment beizulegen, um sich voll der Erkundung der Stadt widmen zu können.

"Wie wäre es mit einem bisschen von allem? Ich habe keine Vorstellungen von dem, was mich hier erwartet, muss ich gestehen. Also zeigt mir einfach die Stadt in ihrer vollen Pracht. Vielleicht könntet Ihr mich nebenbei ein wenig über die Gegebenheiten dieses wundersamen Ortes informieren? Die Magier, die mich hersandten, erwähnten etwas, von gewissen Organisationen, die diese Stadt kontrollieren..."

Yushudo war bereit loszugehen.
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Aoskar

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Ein Planloser im Käfig
« Antwort #14 am: 08.01.2007, 22:38:31 »
"Ah ja. Nun, ich kann ja mit ein bisschen allgemeinem Überblick über Sigil anfangen."
Die Schlepperin geht voran, aus der Gasse raus auf eine schmale Strasse.
"Zuerst ein mal, seht bitte nach oben und versucht nicht zu überrascht zu sein. Dort oben seht ihr, warum wir die Stadt den Ring nennen."

Als Yushudo nach oben blickt, kann er in weiter ferne, wahrscheinlich gute zwei Meilen weg, einen Bogen aus Stein und Lichtern erblicken, der aussieht, als würde dort oben ein zweiter Teil der Stadt herunter hängen und sich über den ganzen Himmel ziehen. Dazwischen hängen Wolken und Nebel. Der Himmel ist völlig grau und sternen- und sonnenlos.
"Wir befinden uns im unteren Distrikt, hier befindet sich die ganze dreckige Industrie und portale zu den unteren Ebenen. Gegenüber, dort wo das grosse viereckige Gebäude steht, ist der Gildenhallendistrikt. Es gibt sechs Distrikte in Sigil. Den unteren und den Gildenhallendistrikt habe ich erwähnt. Es gibt ausserdem den Stock, das ist unser Armenviertel, den Marktbezirk, den Beamtenbezirk und den Bezirk der Dame.
Das Gebäude ist das grosse Gymnasium, das Hauptquartier des "Transzendenten Ordens". Seltsame Kerle, die etwas über Einheit mit dem Multiversum und so faseln. Hauptsächlich üben sie, auf einem Bein zu stehen, zu meditieren und einem Kerl in einer halben Sekunde mit blosser Hand das Herz aus der Brust zu reissen. Sie sind einer der Bünde, die Sigil regieren. Wie ihr schon wisst, sind es fünfzehn, wobei sich zwei davon nicht "Bünde" nennen wollen. Wir können wohl bei den meisten Hauptquartieren schnell vorbeigehen, wenn ihr Lust habt. Wir nennen das die "Eiltour für Planlose"
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