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Autor Thema: Das Rätsel des Hochwaldes  (Gelesen 10984 mal)

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Reina

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Das Rätsel des Hochwaldes
« Antwort #15 am: 18.07.2007, 22:55:03 »
Alles ist dunkel... alles ist vorbei...
Als sich die Dunkelheit lichtete stand Reina in einer grauen geisterhaften Welt. Auf einem Berg... nein, kein gewöhnlicher Berg.
Es stinkt....warum......?
........eine Müllkippe?

Deswegen riecht es so. Aber warum kann ich riechen... ich bin doch tot .... ?
Mit jedem Schritt konnte sie mehr und mehr alte Gegenstände sehen, doch mit keinem wurde ein Horizont sichtbar. Alles war Vergangenheit.
Da, eine alte Küchenrolle... ein Stapel Bücher ...hatten die nicht jemandem gehört den sie kannte...?
Das zerbrochene Schwert eines Kriegers, eines mutigen Freundes, eine Gitarre die ihrem Vater gehört hatte ... das zerschlissene Bild einer wunderschönen Dunkelelfe...
Warum, waren sie alle hier im Jenseits?

Weil sie versagt hatte.
Vorsichtig nahm sie das Foto in die Hand. "Es tut mir so Leid!" flüsterte sie. Waren alle ihre Freunde gestorben nachdem sie selbst in einen so unrühmlichen Tod gestolpert war?
Was kann ich tun, jetzt wo ich tot bin?

Eine Weile saß sie da, dann hörte sie es.
"~' ~""*~"   ching ching
 Da war ein Geräusch, doch wie kam es in diese Welt der Stille?
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Wormys_Queue

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Das Rätsel des Hochwaldes
« Antwort #16 am: 23.07.2007, 13:59:17 »
Vor Kopfschmerzen stöhnend erwachte Reina. Immer noch war sie gefesselt, wie sie mit vorsichtigen Bewegungen feststellte, dennoch hatte sich etwas verändert. Sie war nicht mehr am Boden des Wagens festgezurrt, in dem liegend sie die lange Reise verbracht hatte, und die nur selten davon unterbrochen worden war, das eines dieser gräßlich stinkenden Echsenwesen ins Wageninnere gekommen war und sie mit brackigem Wasser und einem ekelhaft schmeckenden Brei - sie wollte lieber nicht wissen, was darin herumgeschwommen war - gefüttert hatte. Da die Echsen ihr offenbar ein starkes Betäubungsmittel in den Brei gemischt hatten, war sie danach immer wieder schnell in einen tiefen, alptraumdurchsetzten Schlaf gefallen.

Gesprochen hatte niemand mit ihr, und so hatte sie keine Ahnung, wo sie war und warum sie sie dorthin verschleppt hatten. Aber offenbar war sie an einem Ziel angekommen. Das Rütteln des Wagens war von der Kälte harten Sandsteins abgelöst worden, auf dem sie lag, ohne dass sich jemand die Mühe gemacht hätte, ihr wenigstens eine Matte unterzulegen.

Reinas Augen durchdrangen die Dunkelheit. Soweit sie erkennen konnte, lag sie in einer aus dem Fels gehauenen Kammer. Keine Fenster, nur eine Tür führten in die Kammer hinein. Niemand sonst schien sich hier zu befinden, zumindest konnte sie nicht das leiseste Geräusch ausmachen, das auf andere Lebewesen hinzudeuten schien.

Und die ganze Zeit schien das Gestein zu vibrieren, ohne dass Reina eine Quelle dieser Bewegung ausmachen konnte.

Reina

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Das Rätsel des Hochwaldes
« Antwort #17 am: 24.07.2007, 14:41:38 »
Verdammt! dachte sich Reina.
Einmal nicht aufgepasst und schon saß sie irgendwo in der Pampa fest, gefangen von irgendwelchen ominösen und müffelnden Gaunern, die sicher nicht einmal bis drei zählen konnten!
Das würde sie sich sicher nicht gefallen lassen.
Auf Rache sinnend sah sie sich um. Eine Möglichkeit auszubrechen? Oder eine gute Gelegenheit für einen Hinterhalt? Was wäre wohl die beste Methode einen dieser Riesensalamander zu fällen?
Ob ihr Vater sich zuhause schon Sorgen machte?

Andererseits war das hier auch eine Chance, ein bisschen zu spionieren!
Also legte Reina ihr Ohr an die Tür und versuchte irgendetwas zu erlauschen.
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Wormys_Queue

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Das Rätsel des Hochwaldes
« Antwort #18 am: 29.07.2007, 11:28:00 »
Zunächst hört Reina nichts, nur dieses leichte Vibrieren ist deutlich zu spüren und verdichtet sich zu einem beinahe hörbaren Summen. Doch dann, wie aus weiter Ferne hört sie ganz leise einen langgezogenen Klageschrei, so schrill, so gequält, dass die junge Paladine den Schmerz, den ein ihr unbekanntes Wesen offenbar erleiden muss, nahezu körperlich spüren kann. Für einen unendlich scheinenden Moment dauert der Schrei an, dann verklingt er, nur um nach kurzer Zeit von neuem anzuheben.

Dann wird der Schrei von einem anderen Geräusch unterbrochen und sogar übertönt. Es dauert einen Moment, bis Reina dieses neue Geräusch wahrnimmt, doch dann erkennt sie schnell, dass es sich dabei um Schritte handeln muss. Schritte, die sich schnell nähern.

Reina

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Das Rätsel des Hochwaldes
« Antwort #19 am: 29.07.2007, 15:27:35 »
Reina schnappte nach Luft.
Der Schrei liess sie zur Salzsäule erstarren. Was sollte sie tun? Sie könnte unmöglich einfach sitzen bleiben und zuhören während jemand um Hilfe schrie.
Schnell versuchte sie sich von den Fesseln zu befreien.

Als sie die Schritte hörte knoteten sich ihre Gedanken durcheinander. Wollten die zu ihr? Wenn ja gab es nur eines zu tun.
Sie positionierte sich strategisch günstig zur Tür, um dem nächsten der es wagte hindurchzutreten das zu geben was er verdient hatte.
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Wormys_Queue

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Das Rätsel des Hochwaldes
« Antwort #20 am: 31.07.2007, 10:31:00 »
Tatsächlich verstummten die Schritte vor der Tür zu Reinas Zelle. Reina hörte wie ein Schlüssel ins Schloss gesteckt und umgedreht wurde, dann wurde die Tür aufgestoßen. Im Lichtschein einer Fackel erkannte Reina mehrere Echsenwesen, die zwei weitere Personen, wie sie auch an Händen und Füßen gefesselt, mit sich hier her geschleppt hatten. Einer der Echsen stieß einen scharfen Laut aus, worauf die beiden zu Reina in die Zelle gestoßen wurden. Der eine, soweit Reina erkennen konnte ein Elf, fiel zu Boden, doch die andere Person, ein Wesen, das Reina noch nie gesehen hatte, schaffte es tatsächlich irgendwie, sich auf den Beinen zu halten.

Die Echsen keckerten höhnisch, dann wurde die Tür wieder zugezogen und zugesperrt.

Reina

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Das Rätsel des Hochwaldes
« Antwort #21 am: 31.07.2007, 12:40:52 »
Ah, so ein Mist! ärgerte sich Reina, das waren einfach zu viele!
Sie fühlte sich ein wenig feige, aber wie sollte sie so viele Riesensalamander auf einmal besiegen?
Doch sie beschäftige sich nicht länger mit diesem Gedanken, denn etwas anderes war viel spannender. Wer waren die beiden Gestalten, die zu ihr in die Zelle geworfen worden waren?
Sie beschloss den einfachsten Weg zu nehmen um das herauszufinden.
"Hey, ihr dort drüben!"
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Ciarán

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Das Rätsel des Hochwaldes
« Antwort #22 am: 01.08.2007, 14:23:03 »
Der Elf war in einen dunkelroten Umhang gewandet, dessen hoher Kragen vorne mit einem ebenfalls dunkelroten Tuch versehen war. Dieses Tuch spannte sich über das Gesicht des Elfen und verdeckte die Partie von der Nase bis zum Kinn.

Als sich der Elf geschmeidig und ohne Einsatz seiner Arme auf die Knie schob, um dann elegant aufzustehen, konnte Reina eine dunkle Lederrüstung und passende, recht edle Stiefel unter dem Umhang erkennen.

Die langen silberweißen Haare des Elfen verschwanden unter dem Umhang, nicht jedoch die blau-grauen Augen, die so hell waren, dass sie ebenfalls beinahe silbern erschienen.

Diese Augen sahen Reina nun an, ebenso hart wie durchdringend. Sie zeigten keinerlei Lächeln, keine Wärme. Abschätzend betrachtete der Elf Reina einige Sekunden lang, bevor er sprach.

"Was wollt Ihr, Mischling?"

Mirrasshi

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Das Rätsel des Hochwaldes
« Antwort #23 am: 01.08.2007, 15:37:45 »
Obwohl diese stinkenden Echsenwesen ihr die Hände und sogar die Füße zusammengebunden hatten, schaffte es Mirrasshi irgendwie auf den Beinen zu bleiben, als sie in den kleinen, dunklen Raum gestoßen wurde. Kaum dass die Tür geschlossen ist, macht sie sich sofort an den Versuch, ihre Fesseln zu lösen als sie plötzlich von jemandem angesprochen wird. Sofort wirbelt sie zu der Stimme herum.

Dunkelgrüne Augen leuchten Reina entgegen, als die Kreatur, die von der Nasenspitze bis zur Schwanzspitze in dichtes, schwarzes Fell gehüllt ist, sie mustert. Was nicht von ihrer mit einfachen Symbolen verzierten Robe verdeckt wird, erinnert an eine Mischung aus einer aufrecht gehenden Raubkatze und einem Menschen.

"Auch euch einen herzlichen Gruß.", erwidert Mirrasshi als sie erkennt, dass von der Halbelfe anscheinend keine Gefahr ausgeht, "Bitte verzeiht mir, wenn ich euch jedoch vorerst nicht die Hand reiche." fügt sie ärgerlich hinzu und zerrt weiter an ihren Fesseln.

Reina

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Das Rätsel des Hochwaldes
« Antwort #24 am: 01.08.2007, 18:06:08 »
Bei der Antwort des Elfen blieb ihr die Spucke weg.
Was für ein unverschämter Kerl!!!!
Reina versuchte, sich vor ihm aufzubauen, allerdings sah das bei ihr nicht so geschickt aus, wovon sie sich aber nicht entmutigen liess.
"WAS?! Willst du Ärger, du Schnösel?!"
Während sie ihn finster anfunkelte sprach das andere Wesen zu ihr.
Wieder mit einem freundlicheren Gesichtsausdruck wendete sie sich um "Macht nichts, wir ihr sehen könnt habe ich das gleiche Problem~"
Aber dieser Typ ... wenn er so weitermachte würde er doch eine Abreibung bekommen.
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Ciarán

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Das Rätsel des Hochwaldes
« Antwort #25 am: 01.08.2007, 18:18:48 »
Unbeeindruckt von Reinas Reaktion antwortet der Elf: "Ihr habt mich angesprochen. Droht nicht mir, wenn euch die Konsequenzen Eurer Taten nicht gefallen."

Damit wendet er sich seinen Fesseln zu und versucht, sie zu lösen.

Wormys_Queue

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Das Rätsel des Hochwaldes
« Antwort #26 am: 01.08.2007, 21:07:54 »
Für einen kurzen Moment herrschte Schweigen, während alle drei versuchten, ihre Fesseln zu lösen. Doch trotz aller Geschicklichkeit gelang es Mirrasshi nicht, die Schnüre, die sie hielten, so weit zu lockern, dass sie hätte herausschlüpfen können. Reina hingegen versuchte, ihre Fesseln mit purer Kraft zu sprengen, doch war sie zu eng verschnürt und konnte sich nicht weit genug anspannen, um den dazu notwendigen Druck aufzubauen.

Auch der Elf zerrte lange vergeblich an seinen Banden. Doch aufgeben war nicht seine Natur, und als er spürte, wie sich einer der Knoten langsam zu lösen begann, wusste er, dass sich die Mühe gelohnt hatte.

Ciarán

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Das Rätsel des Hochwaldes
« Antwort #27 am: 01.08.2007, 21:14:35 »
Wortlos ging der Elf zu der Halbelfe und machte sich daran, ihre Fesseln zu lösen. Sein Blick richtete sich konzentriert auf das Seil, so dass es dabei zu keinem Blickkontakt zwischen den beiden kam.

Reina

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Das Rätsel des Hochwaldes
« Antwort #28 am: 01.08.2007, 22:03:09 »
Reina war ziemlich genervt. So ein blöder spruch!!
Irgendwie hatte es dieser Aufschneider dann geschafft eher aus seinen Fesseln zu kommen als sie. Grr!
Doch der gruselige Elf war immernoch fuer eine Ueberraschung gut und statt weiter dumme Reden abzuhalten machte er sich daran ihr zu helfen.
Hmpf, wie beschämend, dass sie die Hilfe nötig hatte, andererseits war es doch ziemlich nett von ihm.
.... (Stunden später~)
Endlich wieder frei!
Das Grinsen, das sie sich nicht verkneifen konnte, brachte ihre gut gepflegten (und scharfen) Zähne zum Vorschein. Ihre Arme brauchten dringend Bewegung.
"Yeah, jetzt können wir uns prügeln!" bemerkte sie.
Wäre nicht so ne gute Idee. "Vielleicht fangen wir aber lieber mit denen da draussen an." Mit einer Handbewegung deutete sie auf die Tuer.
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Ciarán

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Das Rätsel des Hochwaldes
« Antwort #29 am: 01.08.2007, 22:23:15 »
"Wir sollten uns vielleicht zuerst um unsere Gefährtin kümmern", meint der Elf. "Aber wenn Ihr darauf besteht, werde ich, wenn wir mit den Echsen fertig sind, gerne auch mit Euch lämpfen."

Damit wendet er sich dem Katzenwesen zu und beginnt, sie aus ihren Fesseln zu befreien - wiederum wortlos und ohne Blickkontakt.

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