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Autor Thema: Regennasse Strassen  (Gelesen 46942 mal)

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Grauer Schatten

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Regennasse Strassen
« am: 03.07.2007, 20:14:24 »
Graukliff ist eine graue Stadt, in vieler Hinsicht. Die steilen Klippen, die die Altstadt von Hafen und Armenviertel trennen sind grau, die Burg hoch auf ihrer Spitze ragt in einen grauen Himmel, von dem feiner Regen fälllt und die Strassen grau werden lässt.
Es ist kalt, und nur wenige Leute sind auf der Strasse. Das Wasser findet langsam seinen Weg in Schuhe und Kleider und die ungepflasterten Nebenstrassen des Hafenviertels verwandeln sich langsam in Bäche aus knöcheltiefem Schlamm zwischen den hohen Wänden von Lagerhäusern.
Nur auf der etwas breiteren Hafenstrasse ist noch etwas Verkehr. Eine Handvoll lottriger Karren werden von missmutigen Pferden gezogen, mit Waren, die ans Trockene oder auf ein bald abfahrendes Schiff müssen. Missmutige Menschen zerren und peitschen die Tiere, schneller zu gehen, um endlich dem Regen zu entfliehen. Ein einzelner Halbling hat einen einsamen Stand aufgestellt, er verkauft warme Suppe aus einen grossen gusseisernen Kessel, doch die wenigen Kunden scheinen sein Zelt hauptsächlich als Unterstand zu nutzen. Von Zeit zu Zeit flucht er in einem Gemisch von vier oder fünf Sprachen laut und scheucht alle davon, die nichts kaufen.

Kaeradfrid

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Regennasse Strassen
« Antwort #1 am: 04.07.2007, 07:41:25 »
"...und wenn Du schon unterwegs bist, geh' noch zum Hafen und schau, ob das seretische Schiff mit den Trommeln schon angekommen ist. Jaja. Mich kann man ja bei diesem Mistwetter auf die Straße schicken!"

Offenbar sehr mißmutig geht der gut gekleidete junge Mann durch die Regennassen Strassen und richtet seine Schritte in Richtung Hafenkommandantur. Kurz nimmt er den Halbling an seinem Stand wahr, hält sich aber nicht weiter damit auf. Ja, dem scheint es ja nicht besser zu gehen ihm selber.

"Das nächste Mal soll er sich das Zeug selber holen. Meine ganze Kleidung wird naß und hier ist es auch nicht gerade sauber. Ich...", fährt er mit seinen Tiraden fort.

Amaara Firron

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Regennasse Strassen
« Antwort #2 am: 04.07.2007, 20:37:52 »
Einen leisen aber wilden Goblinfluch ausstoßend läuft Amaara durch die regennasse Hafengegend von Graukliff. Sie hasste solche Regentage, an denen sich nicht einmal die Seeleute auf die Straßen trauten, wenn es nicht unbedingt sein musste, und wenn man überhaupt jemanden antraf, war dessen Laune meistens schon so schlecht, dass man er nicht einmal beachtete. Da sie also heute vermutlich sowieso keine Arbeit mehr finden würde, hatte sie beschlossen zum Suppenstand zu laufen, um sich unterzustellen.
Vielleicht treffe dort sogar noch auf einen Kunden. denkt sie hoffnungsvoll bei sich.
Den Halbling, dem der Stand gehörte hatte sie schon häufiger bei solchem Wetter aufgesucht, um sich aufzuwärmen und auch jetzt konnte sie eine heiße Suppe wieder gut gebrauchen.Ein einzelner, junger Mann kommt ihr auf ihrem Weg entgegen, doch er scheint sie gar nicht wahrzunehmen.

"Eine große Portion mit allem." bestellt sie sich ihr Essen, während sie unter den Regenschutz vor der Theke huscht. Sie nimmt die dampfende Schüssel entgegen und beschließt sich zuerst die Hände daran zu wärmen, bevor sie trinkt. Dabei begutachtet sie die übrigen Anwesenden und versucht einzuschätzen, wie viel Geld jeder bei sich hat.

Grauer Schatten

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Regennasse Strassen
« Antwort #3 am: 04.07.2007, 22:30:57 »
Der Halbling nickt, nimmt seine schwere Schöpfkelle und eine Holzschüssel zur Hand und füllt sie Amaara mit zwei Kellen Gemüsesuppe. Die Suppe ist schön warm, mit Zwiebeln, Karotten, Kartoffeln, Sellerie und Lauch und für fünf Kupferlinge auch nicht sehr teuer. Kaum hat er ihr die Schüssel gefüllt und sie mit einer Verbeugung Amaara weitergereicht, schwingt er die Kelle drohend in Richtung eines Orks, der etwa seit einer Minute wortlos unter dem Regendach steht.
"Verzieh dich, stinkender Taugenichts! Mein Laden ist kein Unterstand du...", schreit er den Ork an und verfällt dann wieder in seine übliche Litanei aus Flüchen.
Der Halbork rammt die Hände in die Taschen seines knielangen Ledermantels, und geht brummend einige Schritte davon, um sich an eine Hauswand zu lehnen, wo er wenigstens von dem kühlen Wind geschützt ist. Der Regen tropft von seinem dünnen Schnurrbart und, noch immer leise vor sich hin murmelnd, spielt er mit dem Griff seines Reitersäbels.

Lara Varell

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Regennasse Strassen
« Antwort #4 am: 05.07.2007, 11:41:09 »
Lara schaute sich etwas in der Gegend rum, was für Art von Leute genau dort waren an dieser Stelle, zu welcher sie als Reisende nun hinzutrat. Sie schaute darauf, ob jemand aufgrund seiner Ausrüstung, seiner Rasse oder seines Aufretens besonders aus der Masse hervorstach ihrer Meinung nach.

Ansonsten würde sie wohl auch gleich unter den Stand des Halblings gehen und "alibi-artig" etwas warme Suppe kaufen, so denn der Preis hierfür stimmen würde.

Grauer Schatten

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Regennasse Strassen
« Antwort #5 am: 05.07.2007, 16:42:50 »
Als sie ihren Blick über die Menge schweifen lässt fallen der mit einem Säbel bewaffnete Ork auf, der schon etwas exotisch wirkt, in den Menschenlanden und eine gutaussehnde Frau, der Kleidung nach vielleicht eine Prostituierte, die ebenfalls gerade Suppe trinkt. Einige menschliche Händler, nicht weiter auffällig, schiebt missmutig Karren durch die Strassen. Sonstige Passanten sind selten und wohl meist Seeleute.
Der Halbling füllt Lara eine Schüssel Suppe, eine dünne Brühe mit einem einsamen Stück Kartoffel, für das er wenigstens nicht viel Geld verlangt, nur fünf Kupferlinge.

Lara Varell

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Regennasse Strassen
« Antwort #6 am: 05.07.2007, 17:37:51 »
Lara schaute sich die Elfe neben sich erst einmal an. Sie schien auf sie einen recht extravaganten Eindruck zu machen. "Hmm, vielleicht ist sie ja nun schon länger in dieser Gegend und es würde sich ein kleines Schwätzchen mit ihr lohnen. Interessant genug sieht sie jedenfalls aus; also würde sich wohl, finde ich, ein Pläuschchen lohnen. Kosten wirds ja hoffentlich nichts, also mir als Frau zumindest, denke ich." Als sie anfangen musste zu schmunzeln drehte sie ihren Kopf schnell auf die andere Seite als ob sie dort etwas gehört hätte. "Ob sie das Schmunzeln wohl trotzdem gemerkt hat.", fragte sich Lara. "Nun wie dem auch sei..."

Daraufhin sprach sie die junge Elfe auch schon in elfischer Sprache an: "Seid mir gegrüßt, mein Name ist Lara! Seid Ihr zufällig aus dieser Gegend hier, um Graukliff herum? Es könnte ja sein, dass Ihr von hier kommt, ich kenne mich eben noch nicht so in Graukliff selbst aus und bin recht neu hier. Wenn Ihr von hier kommen würdet, scheint Ihr mir einen solche Persönlichkeit zu sein, die sicher das ein oder andere Gerüchte aufgeschnapt haben könnte. Aber wer weiß, vielleicht trübt mich mein Instinkt ausnahmsweise einmal."

Amaara Firron

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Regennasse Strassen
« Antwort #7 am: 05.07.2007, 20:07:53 »
Beide Hände um die Schüssel gelegt, beobachtet Amaara die anderen Anwesenden. Der Ork, der gerade eben verjagt wurde, kam bestimmt nicht infrage. Wenn er Geld gehabt hätte, dann hätte er sich sicherlich auch eine Schüssel Suppe geben lassen.
Unvermittelt wird sie von einer jungen Frau angesprochen, die sich gerade eben zu den anderen gesellt hat. In ihrem Lederpanzer und mit dem Schwert auf dem Rücken ist sie sicher keine Konkurrenz und außerdem deutet das Schmunzeln um ihre Mundwinkel herum darauf hin, dass sie trotz des schlechten Wetters recht gut gelaunt ist.
"In der Tat lebe ich nun schon einige Zeit in dieser Stadt. Man nennt mich Amaara." lautet die Antwort ebenfalls auf elfisch, "Wenn Ihr neu hier seid, kann ich Euch gerne das ein oder andere Rasthaus zeigen, in dem man ungestört eine Nacht verbringen kann. Wenn Ihr Euch vorher nach den neuesten Gerüchten der Straßen unserer schönen Stadt erkundigen wollt, solltet Ihr am besten direkt unseren Koch hier fragen." dabei legt sie diesem ein Silberstück auf den Tresen und während sie auf ihr Wechselgeld wartet, wendet sie sich wieder an Lara: "Oder sucht Ihr vielleicht nach etwas ...Speziellem?"

Kaeradfrid

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Regennasse Strassen
« Antwort #8 am: 05.07.2007, 20:23:35 »
Nach einer Weile kommt Kaeradfrid zurück, beladen mit zwei Djembés, einer kleineren und einer mittelgroßen. Da der Regen nicht nachgelassen hat, brummelt er weiter vor sich hin:

"...bei diesem Mistwetter. Die Dinger werden auch noch nass. Aber da ist er selbst dran schuld."

Er merkt seinen knurrenden Magen und geht zu dem Halbling rüber:

"Eine Schüssel mit Eurer Suppe. Aber geize er nicht so rum damit."

Grauer Schatten

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Regennasse Strassen
« Antwort #9 am: 05.07.2007, 22:57:26 »
Der Halbling lacht zynisch auf, dann antwortet er, in ironischem Tonfall:
"Wie Ihr wünscht, nobler Herr, er wird nicht geizen."
Er füllt eine Schüssel mit Suppe und knallt sie auf den Tisch.
"Möge der Herr nun geruhen, ein Silberstück zu bezahlen!"

Orodreth Elensar

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Regennasse Strassen
« Antwort #10 am: 06.07.2007, 01:17:42 »
Für seine verhältnisse nahezu gut gelaunt läuft Orodreth die Hafenstraße entlang. Nicht dass es ihm während der paar Tage die er nun schon in Graukliff weilte besonders gut ergangen wäre, aber zumindest auch nicht besonders schlecht. Was diesen Tag für ihn jedoch krönte war dieses Wetter. Es vertrieb die Menschen zum größten Teil in ihre Häuser und jene, welche gezwungen waren bei diesem Wetter vor die Tür zu treten waren schlecht gelaunt. Nein, viel hatte er für dieses Volk nicht übrig, auch wenn er sie lange nicht so sehr hasste wie die Orks. Bei diesem Gedanken fährt ein kalter Schauer durch Orodreths Gemüt. Er schaut sich ein wenig um und sein Blick fällt auf einen kleinen Suppenstand, der scheinbar von einem des kleinen Volks betrieben wird. Seine Flüche schallen durch die Straße und übertönen das platschen des Regens. Gerade jagt er einen Ork davon. Ein kurzes Blitzen geht durch Orodreths Augen, sein Körper spannt sich und er findet seine Hände an den Griffen seiner Schwerter. Einen Moment später besinnt er sich, atmet tief durch; es hätte keinen Sinn hier und jetzt einen Streit anzufangen.
Auch andere Personen stechen aus der kleinen Ansammlung hervor. Orodreth wundert sich, wie schnell Unterschiede zwischen solchen, welche ansonsten kaum auf der gleichen Straßenseite laufen würden, plötzlich vergessen sind, wenn sich die Menge dicht zusammendrängt, um dem Regen ein wenig zu entkommen. Ein vornehm gekleideter Mann sticht besonders heraus, aber auch eine Elfe scheint unter ihnen zu sein. Er lehnt sich an eine Hauswand auf der gegenüberliegenden Straßenseite und beschließt dieses Treiben noch ein wenig zu beobachten.

Grauer Schatten

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Regennasse Strassen
« Antwort #11 am: 06.07.2007, 02:01:43 »
Gerade, als Kaeradfrid in seine Tasche greifen will, um die Suppe zu bezahlen und Orodreth  seine Schwerter wieder loslässt,  erklingen von der Seeseite her aufgeregte Stimmen. Scheinbar schreien mehrere Personen aufgeregt durcheinander, dann ist das laute Krachen von Holz zu hören, worauf die Stimmen noch lauter werden. Der leichte Nebel und die dichten Regenfahnen machen es fast unmöglich, mehr als einige aufgeregte Schatten zu erkennen.
Der Halbling lehnt sich misstrauisch über seinen Ladentisch nach vorne, während der Ork sich von der Wand abstösst und eine Hand an den mit Gold und Kupfer verzierten Griff seines Säbels gleiten lässt.

Kaeradfrid

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Regennasse Strassen
« Antwort #12 am: 06.07.2007, 07:54:37 »
Schnell legt Kaeradfrid die Silbermünze auf den Tisch und sichert sich seine Suppe. Dann schaut er, was die Menge so in Aufruhr versetzt.

Dabei brubbelt er vor sich hin:

"Kaum gönnt man sich etwas Warmes bei diesem Mistwetter, da wird es einem schon verleidet."

Hastig löffelt er etwas Suppe.

"Es wäre ja zu schön gewesen, wenn es ruhig zugegangen wäre.""

Amaara Firron

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Regennasse Strassen
« Antwort #13 am: 06.07.2007, 09:10:01 »
Bei dem plötzlichen Getöse zuckt Amaaras Blick zu den Docks hinüber, als sie aber keine Gefahr erkennen kann, entspannt sie sich wieder. Hier im Hafenviertel musste man ständig auf Angriffe vorbereitet sein.
Wahrscheinlich nur ein brechender Mast. beruhigt sie sich.
Gerade, als sie sich wieder der jungen Frau zuwenden will, bemerkt sie, dass der gut gekleidete, junge Mann, dem sie vorhin schon begegnet ist, es war, der sich kürzlich zu ihnen gesellt hatte. Er scheint aber wie die meisten anderen auch schlechter Laune zu sein, und das ist leider schlecht für das Geschäft. Etwas abseits kann sie außerdem einen Elfen erkennen, der jedoch anscheinend lieber im Regen stehenbleibt.
Als sie die Reaktionen der anderen auf den Krach von der Seeseite her beobachtet, gibt auch sie sich erschreckt und ängstlich.
Für eine Frau ist es immer gut, verletzlich und schwach zu wirken. Das ist wiederum gut für das Geschäft. denkt sie leicht amüsiert bei sich.
Sie stellt ihre Suppe hin und überlegt kurz, ob sie sich vielleicht hinter einem der Gäste verstecken soll, kommt aber zu dem Schluss, das das dann vielleicht doch etwas übertrieben wirken würde.
"Was war das?" fragt sie stattdessen.

Grauer Schatten

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Regennasse Strassen
« Antwort #14 am: 06.07.2007, 11:11:49 »
Der Stand des Halblings steht in der Nähe einer kleinen Gasse, eine wahre Schlammpfütze, die scheinbar recht lang ist und dann in eine kleine Seitenstrasse führt.
Auf beiden Seiten davon befinden sich grosse Lagerhallen, beide mit im Moment verschlossenen Toren, die sich aber vielleicht öffnen liessen.
Dem Stand gegenüber befindet sich scheinbar das Kontor eines reicheren Händlers, ein grosses Steingebäude mit Statuen von Lithis, Mara und Acari unter dem Dach  und einer mit Schnitzereien verzierten Holztür.

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