• Drucken

Autor Thema: [Prolog] Red Hand of Doom  (Gelesen 27510 mal)

Beschreibung:

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Aarnai Wulfkhant

  • Beiträge: 366
    • Profil anzeigen
[Prolog] Red Hand of Doom
« Antwort #450 am: 17.09.2007, 10:19:07 »
Liljas Antwort entlockt Aarnai nur einen finsteren, ernsten Blick, sie antwortet dem Mädchen allerdings nicht. Sie scheint keine Ahnung zu haben, von was sie da redet. Wer bringt Kindern eigentlich so etwas bei?. Aarnai wirkt jetzt eher besorgt als böse. Sie beschließt, Lilja die nächsten Tage ein wenig besser im Auge zu behalten.
Dann treibt Jared sein Pferd weiter an. "Ein bisschen noch", stellt Aarnai in einem Tonfall fest, der eine Mischung aus Spott und Ernst darstellt, "Dann läuft Pferd gar nicht mehr und du kannst selber laufen. Ist das schneller?" Weiter scheint sich Aarnai aber auch gar nicht für die Sache zu interessieren. Sie wartet keine Antwort von Jared ab, sondern lässt sich gleich ein paar Meter zurückfallen, bis sie wieder auf einer Höhe mit Narl reitet: "Verrückter Haufen, mit dem wir da reisen", stellt sie fest und grinst dann kurz.

Jared

  • Beiträge: 10000
    • Profil anzeigen
[Prolog] Red Hand of Doom
« Antwort #451 am: 17.09.2007, 10:22:31 »
Jared ließ sein Pferd wieder langsamer werden und antwortet trotzdem Arnai im vorbei reiten mit einem Grinsen.
"Nein, ist es nicht, aber es war ein Versuch werd."
Jared lässt sein Pferd wieder etwas langsamer werden und denkt über eine Rast nach, da das Pferd schon schwer erschöpft, aber er trabt noch ein kleines Stück.
Inaktiver Account

Lilja von Rottmulde

  • Administrator
  • Beiträge: 8244
    • Profil anzeigen
    • http://aeringa-jordsdottir.deviantart.com
[Prolog] Red Hand of Doom
« Antwort #452 am: 17.09.2007, 16:00:53 »
Auf Aarnais Blick nur mit einem Nasenrümpfen reagierend, bemüht sich Lilja nun einfach um ein gleichmäßiges Trabtempo für Rikku, um neben Jared zu reiten, sobald dessen Pferd auch eine konstante Geschwindigkeit eingenommen hat.
Bis auf Gesang und Gespräche mit ihrem Schwarm stellt das Mädchen für den Rest des Tages nichts an, und verzichtet auch auf jeglichen Schabernack. In Wirklichkeit möchte sie sich ganz gerne mit den beiden Wandlern einzeln unterhalten, was im Moment nur schlecht ginge - aber die Nähe zu Jared tröst sie wohl darüber hinweg und sorgt bei der jungen Karrn für sonst unmögliche Geduld.
I loathe to breathe, I loathe to feel,
I loathe to know that what I hate's still real,
I'm tired of waking up into the same old shape,
I yearn to end it, but there's no escape...

Narl

  • Beiträge: 37
    • Profil anzeigen
[Prolog] Red Hand of Doom
« Antwort #453 am: 17.09.2007, 17:08:49 »
Narl ist alles andere als desinteressiert an dem, worüber seine Gefährten gerade noch sprachen. Doch kennt er das Blut der Vol nicht, von dem das Menschenkind erzählte. Auch die Steingeister des Orkriesen kann er nicht zuordnen und so verstand er auch nicht viel von dem Gespräch, außer das es um Religion ging.
Stattdessen konzentrierte er sich auf die Körpersprache. Das was Lilja sagte, schien nicht nur bei dem Drachenhausführer und dem Ork, sondern auch bei seiner Gefährtin auf Widerspruch, wenn nicht gar Unbehagen zu stoßen.
"Was Ihr sagt, wenn Narl stellt Geister vor?"
Der Wandler meint, mit seinen Gedanken in die Geisterwelt eindringen - ihre Kraft und ihren weißen Schleier zu Waffen formen zu können. Seitdem er jedoch seinem Stamm entflohen ist, traut er dieser gespenstischen Kraft nicht mehr - wohlmöglich hat sie Dunkelheit über seinen Stamm gebracht.
Was er nicht weiß, dass ein Teil der Kraft, die er nutzt tatsächlich in seinem Geist schlummert und "die Geisterwelt" von den Gelehrten auch als die Astralebene bezeichnet wird.
Dann reißt Aarnais Stimme ihn aus dunklen Erinnerungen.
Er nickt seine Gefährtin zustimmend an, doch vermeint er an ihr Unbehagen zu spüren. Er tut das als anfängliches Mißtrauen gegenüber den neuen Gefährten und ihrer fremden Herkunft ab. Schließlich hatte auch er beim ersten Aufeinandertreffen den Argwohn der Wandlerin deutlich gespürrt. Dennoch fragt er:
"Aarnai in Ordnung?"

Aarnai Wulfkhant

  • Beiträge: 366
    • Profil anzeigen
[Prolog] Red Hand of Doom
« Antwort #454 am: 18.09.2007, 10:03:57 »
"Ist in Ordnung", antwortet Aarnai dem Wandler murmelnd und fügt dann ernst hinzu, "Aber Naivität und Unwissenheit des Kindes können auch gefährlich werden." Aarnai denkt kurz über ihren eigenen Satz nach, der ihr nun, da sie ihn ausgesprochen hat, ein wenig wie ein Widerspruch vorkommt. Um ihre Gedanken ein wenig verständlicher zu machen fügt sie hinzu "Sie weiß Sachen, von denen sie keine Ahnung hat. Weiß nicht, woher sie das hat." Jetzt hat Aarnai entgültig das Gefühl, sich und ihren Begleiter verwirrt zu haben. "Reden wir lieber über schönere Dinge", meint sie also und lächelt Narl an.

Kazra

  • Beiträge: 53
    • Profil anzeigen
[Prolog] Red Hand of Doom
« Antwort #455 am: 18.09.2007, 17:12:54 »
Von Kazra ist nicht mehr viel zu bemerken, nach den ersten Tagen.
So lange hat es gedauert, bis er die Ordnung verstanden hat, die in den Reitern ist, und nach der er wohl an jeder Position reiten kann, die ihm beliebt, sie aber nicht ausfüllen kann.
Öfter als nötig reitet er mit seinem Bruder einige Meter neben der Straße, nach Beute für ihn spähend, und unter dumpfem Ästeknacken verschwindet er für Minuten so tief in den Wäldern, dass es keine Sonne mehr gibt. Wenn er dann zurückkehrt, dann oft mit Blut an seiner und der Schnauze des Dinosauriers, das er eilig ist fortzuwischen.
Die dichten Stämme und Blätter werden ihm oft zu Graus auf dieser Reise, denn wie sehr bedecken sie hinderlich die Felsen, die doch unter allem liegen. Aber auch die Berge sind nur selten am Horizont.
Wenn es dunkel wird, läuft Kazra oft noch in den an den Weg grenzenden Wäldern und tastet sich durch die Rindenlabyrinthe. Das Blut ist dann an seinen Händen, mit vielen Splittern darin, während sein Bruder mit listigen Echsenaugen bei den Rastenden wartet, bis der Ork ratlos zurückkehrt.
Manchmal versuchen die beiden, sich während der Ritte bei dem Mann Rheon zu halten, der seinen Platz in der Formation zwar sicher hat. Aber es ist kein schöner, findet Kazra. Reden tut er jedoch nicht von selbst, und viel öfter begeht er den Ritt mit geschlossenen Augen. Der Hitze des Labyrinths erinnert sich sein Körper, und selbst in Eisen gekerkert erlebt er die Sommersonne nun schwach, obwohl sie doch kein Vergleich zu der ist, die immer dunstgebändigt über den Öden der Dämonen gehangen hat. Aber sie versengt ihm die Augen, die ein solches Licht nicht gewohnt sind, und überall muss es sich dazu noch spiegeln. Ewige Nacht wünscht sich Kazra noch weniger, und mit diesen Gedanken beschäftigt er sich, während er für schlafend gehalten werden kann.
Er hat zuviel Zeit für Gedanken. In der Zukunft können sie nichts greifen, in der Vergangenheit werden sie flüchtig, und wenn er über den Augenblick nachdenkt, muss er darin immer die sechs einschließen, die er hier bei sich hat, obwohl ihm längst die Ideen ausgegangen sind, was er über sie denken könnte.
Er bemerkt nur, wie Alles ohne ihn stattfindet, der er geschlossenen Auges reitet, und deshalb blickt er öfter, als er selbst es jemals wollen würde, in die rottötenden Augen der gepeinigten Kreatur, die von der Welt um sich herum ausgegliedert ist.
Ewig wartet er darauf, die schädliche Kraft ausatmen zu können, die die wiederholte Begegnung ihm einträgt.

Lilja von Rottmulde

  • Administrator
  • Beiträge: 8244
    • Profil anzeigen
    • http://aeringa-jordsdottir.deviantart.com
[Prolog] Red Hand of Doom
« Antwort #456 am: 18.09.2007, 20:28:35 »
Den Sonnenstrahlen mit unheimlich wirkender Leichtigkeit trotzdem, reitet Lilja Tag für Tag neben Jared daher. Nicht ein Schweißtropfen bildet sich auf ihrer Stirn, die stets kühl bleibt, nur manchmal huschen dunkle Schlieren an ihrer Haut entlang, wenn die Hitze gar zu arg wird.
Und wenn die Nacht ihren Schleier um das Land wirft, fühlt sich das Mädchen nicht minder wohl. "Guck' mal, Süßer, ein fallender Stern!," erspäht sie einen schon am ersten Abend  Sobald die Pferde angebunden und das Lagerfeuer entfacht wird, lässt sich die junge Totenbeschwörerin neben ihrem Schwarm auf dem Boden nieder und drückt sich an ihn heran, während das frische Fleisch über den Flammen gebraten wird.
Diesen Abend vergess' ich nie,.. denkt Lilja verträumt, nachdem sie das Fleisch - nicht sehr manierlich - gegessen hat und, vom Knistern des verbrennenden Holzes besungen, einfach Jareds Nähe genießen kann.
Und als vom Feuer nur noch Asche bleibt, zögert sie nicht, den Wappenrock und das Kettenhemd abzustreifen und sich zu ihrem Liebsten zu legen. Bebend, wie eine Lilie im Wind, wenn auch viel zu kühl bei Berührung, krallt sich die Totenbeschwörerin an den Träger des aberranten Mals - und wäre mehr als einfach zu verführen. Scheu und Angst verspürt sie keine, hat sie schließlich nie gelernt, sich solcher Augenblicke wegen Sorgen zu machen.

So vergehen ein Tag nach dem anderen: dem Aufstehen, meinst von Liljas Lärm begleitet, folgen lange, anstrengende Ritte und diesen - lauschige Abende. Nie weicht die junge Karrn lange von Jareds Seite, und schon in der zweiten Nacht flüstert sie ihm ihre Beobachtung zu: "Warum nimmst du diesen Hanschuh nie ab, Süßer?" Spielerisch versucht sie sogar, ihm den Handschuh auszuziehen.
Immer wieder ringt das Mädchen auch mit sich, wenn sie sich fragt, ob sie jemanden aus ihrer Familie rufen sollte, um Jared ihnen vorzustellen. Wären die beiden alleine, so würde die Totenbeschwörerin nicht lange zögern, doch in den Mienen der anderen Gefährten liest sie etwas, was sie zagen lässt. So braucht sie viele Tage und Abende, um Mut zu fassen - oder auch nur die Zweifel zu zerstreuen.

Es sind zudem auch die beiden Wandler, mit denen Lilja ein Gespräch sucht. Außer purer Neugier hat sie noch etwas anderes im Sinn: sie versucht, mit Aarnai und Narl einzeln zu plaudern, und was sie wissen möchte, ist: was sie jeweils am liebsten mögen. Seien es Blumen, oder andere schöne Dinge, oder gar was Essbares. Denn die karrnathische Generalstochter hat immer noch vor, den beiden neuen Freunden zu helfen, sich näher zu kommen.
I loathe to breathe, I loathe to feel,
I loathe to know that what I hate's still real,
I'm tired of waking up into the same old shape,
I yearn to end it, but there's no escape...

Jared

  • Beiträge: 10000
    • Profil anzeigen
[Prolog] Red Hand of Doom
« Antwort #457 am: 19.09.2007, 00:26:21 »
Jared genoss den ersten Tag des Reitens noch, da ihm die frische Luft gefiel, die Sonne ihn bräunte und Lilja in seiner nähe war. Er konnte sich nichts besseres vorstellen als dem ewigen Regen Sharns zu entkommen und in der nähe seiner neuen Liebe zu sein. Zwar wirft das Mädchen viele Rätsel auf und ist auch sonst sehr sonderbar und mysteriöse und zudem weiß er bis jetzt auch nicht, was sie eigentlich kann, aber er weiß, dass er sie liebt und sie beschützen muss.
Er genoss den ersten Abend mit ihr am Lagerfeuer, auch wenn ihm die Stille und Zurückhaltung der andere etwas nervte, aber die Hoffnung ist schließlich immer noch da, dass sie sich alle besser kennen lernen und Freunde werden, denn obwohl er nicht unbedingt scharf auf eine Freundschaft mit Rheon war, weiß er, dass ein Freund immer noch besser als ein Spion oder gar Feind ist.
Doch dies würde erst die Zukunft zeigen und er war schließlich noch im hier und jetzt. Er war bei Lilja und obwohl ihre kalte und sanfte Berührung in der ersten Nacht eine perfekte Gelegenheit gegeben hätte, ließ es Jared bei einigen Küssen, da es ihm irgendwie noch nicht passend schien und er auch nichts überstürzen wollte wie sonst. Irgendwie vermittelt ihm Lilja etwas besonderes und dies wollte er würdigen. Außerdem würde sie noch eine Menge gemeinsame Zeit erwarten, doch würde sie jemals wieder zu ruhig sein? Es herrschten zwar Zweifel, aber Jared hofft, darauf, dass es nicht der letzte ruhige Augenblick bleiben würde.

Die nächsten Tagen verbrachte er noch mehr Zeit mit Lilja und obwohl sie ihn auf ihren Handschuh ansprach, musste er dennoch schweigen, da dieses persönliche Zeichen der Schande niemand etwas angeht und selbst Lilja sollte es nicht unbedingt erfahren oder noch nicht. Zum einen ist er unsicher über ihre Reaktion und wie sie damit umgehen würde und zum Anderen, wollte er es eigentlich niemanden zeigen, aber vielleicht eines Tages und vielleicht auch einigen anderen. Er lenkte also immer Liljas Versuche mit einigen Zärtlichkeiten und den Worten. „Habe Geduld, aber dieses Geheimnis, muss leider verborgen bleiben. Vertrau mit bitte.“ ab.

Doch in den darauf folgenden Tagen macht die Hitze Jared langsam zu schaffen. Er fühlt sich völlig ausgelaugt, überhitzt und erschöpft wie noch nie in seinem Leben. Er versucht so oft wie möglich im Schatten zu reiten, auch wenn das bedeutet etwas abseits des Weges zu sein. Außerdem verwendet er seine Zaubertricks, um das Wasser zu kühlen und es nicht nur zu trinken, sondern sich auch damit abzukühlen. Doch dies hilft ihm nur bedingt, denn seine Rüstung bringt ihn so sehr um, dass er sie, wenn er sie trägt ebenfalls mit Magie kühlt, aber sie eigentlich nachdem dritten Tag auszieht und im Pferd verstaut. Dies gefällt ihm zwar nicht sonderlich, aber die Hitze macht ihm noch mehr zu schaffen, wenn er sie trägt.
Doch leider hindert ihn die Hitze auch daran effektive sich mit den anderen zu befassen und mit ihnen zu reden. Er versucht es nur ein oder zweimal mit Tekhaar und mit Kazra ins Gespräch zu kommen, auch wenn dies nur mäßig gelingt, da die Hitze auch seinem Verstand etwas zu schaffen macht. Also lässt er vom dem Vorhaben ab und bringt seine gesamte Willenskraft auf, um der Hitze entgegen zu wirken und nicht aus dem Sattel zu fallen.
Inaktiver Account

Aarnai Wulfkhant

  • Beiträge: 366
    • Profil anzeigen
[Prolog] Red Hand of Doom
« Antwort #458 am: 19.09.2007, 11:26:57 »
Aarnai redet die Reise über nicht viel. Mit den meisten aus der Gruppe tauscht sie nur wenige Sätze aus - gerade so viel wie notwendig ist. Mit Narl spricht sie auch über ein wenig banalere Dinge, doch auch wenn ihr die Gespräche gefallen, verhält sie sich eher zurückhaltend. Ab und zu blickt sie Narl eine Weile nachdenklich an, ein "Ich bin froh, dich damals gefunden zu haben" oder ein "Ich mag dich" sind aber schon das meiste, was sie von ihren Gefühlen verrät, sollte Narl nicht von sich aus die Initiative ergreifen.

Dass sie sehr ruhig ist, bedeutet allerdings nicht nur, dass Aarnai nicht viel redet, sondern auch, dass ihre Körpersprache nichts verrät. Sie scheint die meiste Zeit in Gedanken versunken zu sein, gleichzeitig nehmen ihre Sinne die Umwelt allerdings bestens war und während sie von sich aus auch für keine Spannung oder Überraschung sorgt, ist sie doch stets bereit, falls jene Dinge eintreffen sollten.

Manchmal geht Aarnai noch am Abend ein wenig spazieren oder sie wacht früher auf und geht dann der aufgehenden Sonne ein Stück weit entgegen. Die Spaziergänge nützt sie zum Beten, genießt dabei aber auch die unendliche Freiheit der Natur. Gegen Ende der Reise bietet Aarnai Narl auch einmal an sie zu begleiten.

Liljas Frage überrascht die Wandlerin ein wenig, was sie sich jedoch nicht anmerken lässt. "Meine Ruhe", ist ihre erste, ein wenig griesgrämige Antwort, dann lässt sie sich die Frage Was magst du am Liebsten, ein wenig länger durch den Kopf gehen und antwortet schließlich: "Meine Freiheit und Unabhängigkeit, ich bin an nichts und niemanden gebunden und stets bereit für die Wendungen, die das Schicksal mit sich bringt." Worauf das Mädchen hinaus will, kapiert Aarnai allerdings nicht und so ist sie auch sehr zufrieden mit ihrer Antwort.

Rheon d´Orien

  • Beiträge: 169
    • Profil anzeigen
[Prolog] Red Hand of Doom
« Antwort #459 am: 19.09.2007, 15:32:03 »
Rheon d´Orien hat sich auch für einen Außenstehenden, während der Reise immer noch nicht großartig verändert. Immer noch scheint er in sich gekehrt und auch nur wirklich über die Reise an sich reden wollen. Auch wenn es etwas war, was die Sicherheit der Reise betraf, war er bereit darüber zu reden.

Rheon d´Orien war zwar kein Waldläufer, aber er kannte die Wegstrecke recht gut. Dies half ihn wenigstens ein paar Kniffe gegen die Hitze anzuwenden. Er versucht nämlich möglichst viel den Schatten der Bäume auszunutzen. Noch dazu muss man bedenken, dass die Pferde des Haus Vadalis wirklich sehr schnell und zuverlässig waren. So konnte man auch bei einem schnellen Ritt durch mehrere Schatten noch etwas Kühle wenigstens ab und zu mal abbekommen. Auch die hochwertig verarbeitete leichte Rüstung, die er trug, gab nicht so schnell in der Hitze nach und war auch in der Wildnis keinesfalls von Nachteil. Schlimmer wäre wohl eine schwere Rüstung bei dieser Hitze gewesen.
Ansonsten biß Rheon d´Orien die Zähne zusammen, wenn es ihm auch einmal etwas heißer wurde. Einen Ausfall konnte er sich nicht leisten.
Wenn er dann mal doch von einem Tag ziemlich geschlaucht war, legte er sich schon wesentlich früher als die anderen zur Ruhe, um sich zu erholen, während die anderen noch am Feuer saßen und der Abend nocn nicht so weit fortgeschritten war, eigentlich.

Die Gegend hier erinnerte ihn an eine Gegend, die er auch einmal in Aundair traf, bis man ihn in die Eldeenreiche schickte vom Hause aus, um sich dort umzuschauen, wie der Zustand der Wegstrecken des Hauses sind und wie die allgemeine Lage dort ist. In dieser schönen Gegend traf er damals eine bezaubernde junge Frau aus Aundair an. Er mochte sie sehr gern. Doch letzten Endes, ja letzten Endes war ihm die Pflicht seinem Hause gegenüber wohl wichtiger. Er fand keine Zeit mehr dieses junge Mädchen näher kennen zu lernen. Was sie nach dem Krieg wohl machte? Aber seit dem Zusammenbruch einer wichtigen Verbindung zwischen Thrane und Karrnath für das Haus Orien waren Liebschaften, die in eine Hochzeit mündeten meist eher ein Mittel zum Zweck. Eine Anordnung im klassischen Sinne, dass man nur wirtschaftlich oder gesellschaftlich hochstehende Personen heiraten sollte, gab es im Haus Orien freilich nie, nur nach einigen schweren Schlägen, die das Haus Orien im Laufe der Geschichte erleiden musste, war eine Hochzeit mit gewissen Vorteilen zumindest „gern gesehen“. Vielleicht hätte es auch nur Gerede gegeben über die Gründe, warum eine Frau „von niederem Stand“ einen Mann des Hauses Orien erwählt hat zum Manne. Möglicherweise war es besser so, dass damals nichts aus dieser Liebschaft wurde. Doch ab und an, wenn der Sternenhimmel klar ist und man in die Nacht hinausschaut, überlegte Rheon d´Orien was geschehen wäre, wenn es anders gelaufen wäre, wenn das Schicksal andere Wege für ihn in seinem Leben bereit gehalten hätten. Aber meist findet man er sich damit ab, wie es ist, denn etwas ist nun einmal so geschehen wie es geschehen ist und nicht anders. Dachte er oft.
Seine Reisegefährten bekamen von dem allerdings wenig mit und von außen merkte man ihm auch nichts an.

So vergingen die restlichen Tage eigentlich relativ ruhig und ereignislos bis zum Zielort und ihrer endgültigen Ankunft...

Sensemann

  • Administrator
  • Beiträge: 43186
    • Profil anzeigen
    • DnD-Gate
[Prolog] Red Hand of Doom
« Antwort #460 am: 20.09.2007, 11:38:10 »
Narl begleitet Aarnai Wulfkhant gerne und ist ansonsten genauso wie der weibliche Wandler sehr still die ganze Reise über.
Nachts wacht er jedoch lange über die restlichen Abenteurer als Nachtwache und ist hilfsbereit beim aufschlagen des Lagers gegenüber den restlichen Helden.



Hier geht es weiter...

Part I
Online-SL-Bilanz: 182 tote SC / 32 Inplay-Überlebene / 6 Inplay-Geflohene / 1 Versklavter SC
bei 19 abgeschlossenen Runden

  • Drucken