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Autor Thema: [Prolog] Schatten ziehen auf...  (Gelesen 50213 mal)

Beschreibung: Himmlischen Glitzern in den Tiefen des Khyber

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Autumn Rain

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[Prolog] Schatten ziehen auf...
« Antwort #600 am: 14.12.2007, 22:43:40 »
Wie auch während der Gesprächs mit der Kommandantin der Stadtwache, lässt sich 0-14M7 im Schneidersitz auf dem Stuhl nieder. Die Art und Weise, wie die anderen sich hinsetzen, kommt ihr seltsam vor. So würde die Wandlerin sich auf einem Ast einrichten, aber nicht auf ebener Oberfläche. Auch fragt sie sich, ob der Mann, dem soeben die Kunde über den Tod seines Sohnes überbracht wurde, ebenfalls wieder 'Drachen' verlangen würde.
"Müßt Ihr wieder Münzen tauschen?," fragt die Werartige leise; das tut sich nicht nur aus Neugier, sondern auch, weil sie nicht noch weiter in der Schuld von Quae und ihrer Gefährten stehen möchte. Zwar fühlt sie sich immer noch elendig, aber hat zumindest ihren Verstand soweit beisammen, dass sie nicht den Wunsch hegt, sich weiter wie ein kleiner Welpe versorgen zu lassen, sobald sie ihre Kräfte wiedererlangt hat. Sie möchte sich für die ihr erwiesene Hilfe auch revanchieren können.
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Rossi d'Jorasco

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[Prolog] Schatten ziehen auf...
« Antwort #601 am: 15.12.2007, 20:47:06 »
Rossi sieht bei den Worten von Quae zu Mandyran und überlegt ob man dem Mann jetzt zumuten kann etwas zu Essen für sie bereit zu stellen. Aber vielleicht ist die Ablenkung ja genau das was er jetzt braucht.

„Ich danke euch Mandyran, wir haben alle seit heute Morgen nicht richtiges zu Essen bekommen, die Wandlerin vielleicht länger nicht. Wir haben sie unten in den Kanälen gefunden. Sie lag dort offensichtlich auf der Flucht  zusammengebrochen und hat ihr Gedächnis verloren. Sie erinnert sich nicht einmal mehr an ihren Namen.

Ich hätte da noch eine zweite bitte. Wenn ihr vielleicht noch etwas habt wo wir Wasser für ein Bad erwärmen können. Ich würde das auch selber machen, aber ich glaube wir brauchen alle ein Bad bevor wir Schlafen gehen. So wie wir sind können wir euch nicht zumuten eure Betten zu benutzen. Ich selber würde zur Not auch kalt baden, aber lieber wäre mir natürlich ein heißes Bad.“

Dann zu Sieben gewandt:
„Macht euch keine Sorgen wegen ein paar Münzen. Wir bekommen morgen eine recht gute Bezahlung für den Auftrag. Mit den Kutschern muss man aber schon aus Prinzip handeln. Sonst werden sie noch übermütig und verlangen beim nächsten mal noch mehr.“

Luther Engelsnot

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« Antwort #602 am: 15.12.2007, 21:39:30 »
Mandyran ruft aus der Küche heraus, etwas gefasster als zuvor.
"Oben könnt ihr euch in den Bädern der Zimmer, Wasser einlassen. Daneben liegen einige rot leuchtende magische Steine. Werft sie einfach ins Wasser, dann wärmen sie das Wasser auf."
Er scheint weiterhin damit beschäftigt zu sein zu kochen und langsam breitet sich ein verführerischer Duft von Fleisch und leckerem Eintopft in dem kleinen Gasthaus aus.
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Autumn Rain

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[Prolog] Schatten ziehen auf...
« Antwort #603 am: 16.12.2007, 22:23:57 »
Der Magen der Wandlerin meldet sich nur wenige Herzschläge später mit einem wölfischen Knurren. Die Trockenration, die Quae der verlorenen Wilden unten in den Katakomben spendiert hatte, hat ihre Aufgabe getan, indem sie die Werartige mit genügend Kraft versorgt hatte, um bis hierher zu kommen. Nun aber verspürt 0-14M7 einen gewaltigen Hunger. Wann sie zuletzt, vor ihrer Ohnmacht, etwas gegessen hatte, daran kann sie sich nicht erinnern.
"Ich stehe in eurer Schuld," sagt sie schließlich zu Rossi und Quae, denn auch wenn die beiden den Wert ihrer Hilfe gerne herunterspielen, ist die Luchsartige ihnen dennoch sehr dankbar. Schließlich hätten auch hungrige unterirdische Bestien sie zuerst finden können.
"Für mich auch bitte Wasser," fügt sie dann hinzu, etwas lauter, damit der beschäftigte Wirt sie ebenfalls hören und zur Kenntnis nehmen kann. Der Regenschauer hat leider das verkrustete Blut in den Haaren und auf der Haut der Jungwandlerin kaum fortwaschen können.
...dust in the wind.

Quae

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« Antwort #604 am: 17.12.2007, 00:13:29 »
Auch Quae wendet sich an den Wirt.

" Auch ein herzliches Dankeschön von mir werter Herr, dass ihr Trotz eurem Kummer so nett seid und uns ein Mal bereitet. Wenn ich mich einmal für das Essen, die Übernachtung und das Bad, abgesehen von ihrer Bezahlung erkenntlich zeigen kann, so sagt es frei heraus "

Dann wendet sie sich an die Wandlerin

" Gern geschehen, ich bin froh, dass ich mich in euch nicht getäuscht habe, sonst hätte sich Bombur der bärtige Zausel bestätigt gefühlt, und einen Grund gehabt mich zu hassen "

sagt sie mit einem breiten Grinsen.

Rossi d'Jorasco

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« Antwort #605 am: 17.12.2007, 16:34:18 »
Rossi entspannt sich sichtlich. Die Aussicht auf eine Malzeit und ein warmes Bad lässt die Strapazen des Tages in den Hintergrund treten. Er lehnt sich zurück und wartet gelassen auf das Essen, welches sich durch den köstlichen Duft ankündigt.

Er fragt sich, was es wohl mit diesem Drachensplitter auf sich hat, der zu so vielen Toten der Anlass war. Ob er wirklich so wertvoll ist. Nun er wird ihn morgen seinem Haus übergeben und es vielleicht erfahren.

Luther Engelsnot

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[Prolog] Schatten ziehen auf...
« Antwort #606 am: 17.12.2007, 17:59:49 »
Nach einigen quälenden Minuten, welche durch den verführerischen Duft des Essen wie Folter für die geschundenen Abenteurer erscheint, ist es ednlich soweit und der sichtlich geschundene Mandyran, deckt schnell den Tisch ein mit einem großen flachen Teller, einem Suppenteller sowie dem entsprechenden Besteck für jeden von euch. Er wirkt bei dieser Arbeit ruhig und konzentriert wie ein geschulter Mann seines Faches, auch wenn dies die Trauer in seinen Augen und Zügen kaum überdecken kann. Außerdem stellt er euch silberne Becher hin und drei Krüge, einer gefüllt mit Wasser, einer mit schäumenden Bier und der letzten mit roten Wein. Dann folgt auch schon das Essen und ein dampfender Topf Eintopf samt Kelle wird auf den Tisch gestellt. Er duftet verführerisch nach frischem Gemüse und Fleisch. Außerdem serviert er verschieden Wurst und Fleischsorten aus Karrnath, einige gebraten, einige roh und andere geräuchert, Käse aus Aundair und Brot aus Breland. Es sieht alles sehr Schmackhaft aus und einige der Fleisch und Wurstsorten duften herrlich nach Gebratenen. Doch Mandyran nickt lediglich kurz und wünscht etwas deprimiert klingend "Guten Appetit und bedient euch in den Zimmern, welche ich euch gab, mit dem Wasser und den magischen Steinen. Ich wünsche eine gute Nacht."
Darauf hin verschwindet er im hinteren Teil des Gasthauses.
Das Festmahl oder besser gesagt der Leichenschmaus ist damit eröffnet...

Doch während die Abenteuer sich über das Essen hermachen, schlüpft eine groß gewachsene, aber zierliche Gestalt in das Gasthaus. Ihr blauer Umhang ist von Regen durchnässt und erscheint so fast in einem tiefen Schwarz. Ihre Körperkonturen, welche durch die durchnässte Kleidung besonders gut zu sehen sind, geben sie eindeutig als weibliches Wesen, welche die Natur nicht gerade leer ausgehen ließ, sondern eher ausgeprägt weibliche Reize geschenkt hat, zu erkennen. Sie bedeckt mit dem Umhang ihren schlanken, grazilen Körper. Ihr könnt kaum etwas genaues unter dem Gewand erkennen bis auf die weiblichen Rundungen, doch ihr glaubt kurz einige edle Gewänder in Blau und Silber zu erkennen. Einzelne Strähnen ihres silbernen Haares lugen unter der Kapuze hervor. Sie lässt sich ganz in eure nähe an einem Tisch nieder ohne etwas zu sagen und lässt ihren Blick scheinbar schweifen, auch wenn ihr euch dessen nicht sicher seid, denn ihr könnt ihre Augen kaum erkennen, nur ab und zu seht ihr das Blinzeln ihrer blauen kristallklaren Augen.
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Autumn Rain

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« Antwort #607 am: 17.12.2007, 19:20:48 »
Das köstlich duftende Essen schlägt die Wandlerin sogleich in seinen Bann, und noch während sie nach einem gebratenen Fleischstück greift, merkt sie, wie die Gerüche etwas in ihrem Gedächtnis zu wecken versuchen, etwas, was dennoch nicht so leicht an die Oberfläche gleitet. Der Geruch von Fleisch, roh oder gebraten, lässt sie an Wildnis und Jagd denken, doch sie kann sich nicht erinnern, in welcher Wildnis sie einstmals gejagt hat, ja nicht einmal, wie diese 'Wildnis' denn überhaupt ausgesehen hat. Anders als 'Stadt', nur da ist sich die Werartige sicher.

Das Stillen des Hungers erscheint 0-14M7 jedoch angesichts des reichhaltigen Mals als eine einfachere Aufgabe, als durch fruchtlose Grübeleien den verlorenen Erinnerungen auf die Spur zu kommen, und so sagt sie nur zu gerne dem Abendessen zu, insbesondere dem Fleisch, aber auch Brot und Wasser lässt sie sich nicht entgehen.
Welche Funktion die feinen Werkzeuge haben, die der Wirt allen am Tisch sitzenden gebracht hat, erfährt sie erst, als sie ihre Gefährten mit Besteck essen sieht.
"Macht man das immer in 'Stadt'?," fragt die Jungwandlerin neugierig zwischen zwei Bissen.

Die plötzlich eingetretene manteltragende Gestalt erntet von der Luchsartigen vorsichtige und mißtrauische Blicke, die die letztere allerdings nicht vom Mahl abhalten.
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Quae

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« Antwort #608 am: 17.12.2007, 21:56:16 »
Quae ist so vom Essen und der Art der Wandlerin es zu essen so fasziniert, dass sie nicht wahrnimmt, dass sie die Gestalt, die eintritt nicht auch nur annähernd Beachtung schenkt.
Erst der Blick der Wandlerin, lässt sie in dessen Richtung blicken.

Luther Engelsnot

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« Antwort #609 am: 17.12.2007, 22:22:29 »
Auch Jovid beteiligt sich an dem Mahl, wobei man ihm deutlich seine Erziehung ansieht, denn weder schlürft er, noch verstößt er gegen die Tischetikette oder isst und schlingt wie ein Wilder. Auch weiß er mit allen Bestecken umzugehen und wie man sich am Tisch zu benehmen hat. Sein Stil beim Essen ist dem Adel gehbürtig, doch sein Blick fällt immer mal wieder auf die Frau, allerdings ohne Misstrauen, sondern aus purer Absicht ab und zu einen Blick mehr auf ihre Gestalt zu erhaschen.

Die Frau selbst scheint nichts weiter zu tun, sondern nur vor sich hin zu starren. Ihr könnt keinerlei Regung ausmachen und ihre Hände sitzen für euch nicht sichtbar unter dem Tisch. Ihr Züge sind immer noch verschleiert, aber letztendlich ist sie wahrscheinlich nur ein weitere Gast.
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Rossi d'Jorasco

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« Antwort #610 am: 18.12.2007, 20:43:10 »
Rossi ist sehr zufrieden. Eine ordentliche Mahlzeit, das hatte er jetzt dringend gebraucht. Auch er lässt erkennen, das er sich bei Tisch auskennt. Auch wenn seine Art etwas ungezwungener wirkt als die des Adeligen.

Rossi schaut Sieben leicht amüsiert beim Essen zu.
„Nun es ist ganz praktisch, wenn man die Hände nicht voller Fett oder ähnlichem hat. Wenn ihr Besteck so gar nicht kennt, wie esst ihr dann Suppe wenn ich fragen darf?“

Rossi schaut den späten Gast neugierig an.
„Entschuldigt wenn ich euch so einfach anspreche, aber ich weiß nicht ob ihr heute Abend noch bedient werden, da der Wirt sich schon zurück gezogen hat.“

Autumn Rain

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« Antwort #611 am: 18.12.2007, 22:32:48 »
0-14M7 muss auf die Frage des drachenmaladligen Halblings erst eine Weile lang überlegen. Sie betrachtet die auf dem Tisch stehenden Dinge - das große Behältnis mit dem Eintopf und die kleinen Teller, und antwortet dann, ohne das Kauen zu unterbrechen.
"Aus der Schale. Trinken." Dann beißt sie wieder ein üppiges Stück Fleisch ab. Was an fettigen Händen so schlimm sein soll, versteht die Wandlerin nicht. Damit die Finger nicht kleben oder schmieren, kann man sie doch einfach ablecken. Oder notfalls waschen. Seltsame Leute. Warum so umständlich?
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Luther Engelsnot

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« Antwort #612 am: 19.12.2007, 02:46:15 »
Die Fremde schaut nicht auf, als sie von Rossi angesprochen wird. Doch ihre Stimme, welche wie ein melodischer Singsang klingt, ertönt kurz darauf in seine Richtung.
"Macht euch keine Sorgen, denn wissen tue ich jetzt genug, drum warte ich auf den Morgen und wünsche euch eine gute Nacht ohne Betrug.“
Sie steht ohne ein weiteres Wort auf und verlässt die Taverne.
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