• Drucken

Autor Thema: Kapitel 1  (Gelesen 23634 mal)

Beschreibung:

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Farlinn Telstaerr

  • Beiträge: 108
    • Profil anzeigen
Kapitel 1
« Antwort #15 am: 05.10.2007, 10:13:57 »
"Bevor wir überhaupt entscheiden können, welchen Weg wir wählen können, müssen wir Erkundigungen einholen. Niemand von uns weiß, wie die Stadtoberen auf das Verschwinden der Gefangenen reagieren. Durch die Straßen Uthmeres müssen wir so oder so, ob wir nun den unterirdischen Weg wählen oder nicht. Der Knackpunkt wird wohl das Stadttor sein. Es ist gut möglich, dass die Tore verriegelt werden, dann bleibt uns nur der unterirdische Weg. Aber solange wir dies nicht wissen, können wir nicht abstimmen. Ich schlage vor, dass wir den Morgen abwarten. Ich werde mich aufmachen und die Lage auskundschaften. Oder haben wir nicht die Zeit und müssen sofort aufbrechen?" Dabei schielte der Gnom zu Theresa, von der er eine Antwort auf diese Frage erwartete.

Shio

  • Beiträge: 268
    • Profil anzeigen
Kapitel 1
« Antwort #16 am: 05.10.2007, 11:12:22 »
Ah, daran hatte Shio nicht gedacht.
Aber war es denn möglich eine Stadt so lückenlos zu verriegeln? Und selbst wenn, welcher Idiot würd das wegen solchem Kinderkram wie geflüchteten Kleinkriminellen tun? Nach einer Weile würden die Einwohner woanders hinziehen.
"Also... ich finde das ist eine gute Idee. Das würde ich mir auch gerne ansehen, bin jedoch nicht sicher ob es ratsam wäre mich dort sehen zu lassen..."
Mit einem leichten Kopfschütteln deutete sie an, dass er besser alleine ginge.
Auf dem rauen Weg zu den Sternen.

Robin Bogenreiter

  • Beiträge: 203
    • Profil anzeigen
Kapitel 1
« Antwort #17 am: 05.10.2007, 13:53:07 »
Robin schaute bedrückt auf den Boden. Es war seine Schuld, dass sie nicht unbeschadet aus der Stadt kommen konnten, wenn man sie erst einmal entdeckte. Der Weg durch den Untergrund schien ihm weniger gefährlich, allerdings hatte der Gnom natürlich Recht, wenn er von größeren Gefahren dort unten sprach. Dennoch...er wollte es nicht riskieren, den Wachen und dem Herold in die Hände zu fallen und schon gar nicht dieser Gerichtsbarkeit, die anscheinend gegen alle Gefährten des Nentyarchen waren und besonders harte Urteile fällten.

"Ich bin kein guter Kämpfer und mir liegt das Verstecken mehr, als das Schwert schwingen, aber ich glaube, dass es gefährlich werden könnte, wenn wir alle durch die Stadt schleichen würden. Gerade am Tag scheint hier doch alles gut bewacht und man wird noch mehr Wachen schicken, wenn sie sehen, dass die Gefangenen vom Pranger geflüchtet sind. Ich stimme daher für den Untergrund." Seine Worte klangen allerdings alles andere als zuversichtlich oder überzeugt.
Wahre Poesie liegt im Antlitz der Seele.

East-SL

  • Moderator
  • Beiträge: 163
    • Profil anzeigen
Kapitel 1
« Antwort #18 am: 06.10.2007, 09:46:18 »
"Die Zeit drängt nicht", sagt Theresa, "wenn ihr euch also erstmal etwas erkunden wollt, könnt ihr das natürlich machen. Zumal ihr ja nicht gesucht werdet. Binnen vier Tagen werden wir in der Nähe des Flusses an einem Treffpunkt erwartet, wo Freunde uns mit der restlichen Ausrüstung treffen. Wennwir dort nicht rechtzeitig erscheinen, werden sie sich Sorgen machen. Die reine Wegzeit beträgt aber nur etwas mehr als einen Tag."

Robin Bogenreiter

  • Beiträge: 203
    • Profil anzeigen
Kapitel 1
« Antwort #19 am: 06.10.2007, 11:16:42 »
"Wenn das so ist, stimme ich dafür, dass ihr, Gnom, euch ein wenig umseht und sollte eine Möglichkeit bestehen, ohne großes Aufsehen, aus der Stadt zu kommen, dann sollten wir vielleicht wirklich diesen Weg wählen. Wenn nicht, bin ich noch immer für den Untergrund."
Wahre Poesie liegt im Antlitz der Seele.

Farlinn Telstaerr

  • Beiträge: 108
    • Profil anzeigen
Kapitel 1
« Antwort #20 am: 06.10.2007, 11:37:32 »
"Ich werde mich gleich aufmachen und die Stadt etwas erkunden. Wenn ich heute Abend nicht zurückbin, dann brecht ohne mich auf.", sprach der Gnom.

Dann breitete er seine gesamte Ausrüstung auf dem kleinen Tisch, der sich in dem Raum befand, aus und wählte diejenigen Dinge aus, die ihm bei dieser kleinen Mission am dienlichsten waren: Die Dolche, die Werkzeuge, mit denen man Schlösser öffnen konnte, der Gürtel mit den vielen Taschen, in denen allerhand Kleinkram verstaut war, der pralle Münzbeutel, das Kurzschwert. Er legte seine Lederrüstung an, die ihm mittlerweile so vertraut war, dass er sich mit dieser Rüstung genauso behende bewegen konnte wie ohne. Dann legte er sich den schwarzen Umhang um die Schultern, der sein Äußeres fast komplett verbarg. Zuletzt betrachtete er den Kurzbogen. Nein, entschied er, der belastet mich nur. DIe übriggebliebene Ausrüstung verstaute er in seinem Rucksack, den er dann aufnahm und mit einem breiten Grinsen Khondar zuwarf.

"Hier, Onkel Khondar. Bist du so lieb und passt darauf auf, während ich weg bin, ja? Da sind ein paar Dinge drin, die mir lieb und teuer sind, und bei dir kommt ja nichts weg, oder?"

Ohne eine Antwort abzuwarten, wandte er sich an Theresa: "Habt ihr hier eine Karte der Stadt? Sie muss nicht detailliert sein, es reicht, wenn die Hauptstraßen, die Tore sowie unser Standpunkt hier darauf verzeichnet sind."

East-SL

  • Moderator
  • Beiträge: 163
    • Profil anzeigen
Kapitel 1
« Antwort #21 am: 06.10.2007, 15:32:28 »
"Tut mir leid, eine Karte habe ich nicht", erklärt Theresa, "Aber eigentlich ist die Stadt auch nicht so groß, dass ihr euch ernsthaft verlaufen würdet, oder?"

Farlinn Telstaerr

  • Beiträge: 108
    • Profil anzeigen
Kapitel 1
« Antwort #22 am: 07.10.2007, 08:39:56 »
"Verlaufen? Pffffft......Es geht eher darum, eine grobe Übersicht über die Stadt zu bekommen, aber egal. Ich mache mich dann mal auf."

Bevor der Gnom ging, schnappte er sich noch ein übriggebliebenes Stück des harten Käses, den es zum Frühstück gab. Dann trat er zur Tür hinaus und orientierte sich erst einmal.

East-SL

  • Moderator
  • Beiträge: 163
    • Profil anzeigen
Kapitel 1
« Antwort #23 am: 07.10.2007, 14:04:40 »
Die Sonne steht hoch am Himmel, als Farlinn aus der Tür tritt.

Wie schon am gestrigen Abend bemerkt, ist diese Gegend wohl ein Viertel, in dem bevorzugt ärmere Bürger leben. Es riecht nicht gerade angenehm, die Kinder, die zu Farlinn herüber schauen, tragen zerlumpte Kleider und rechterhand, im Schatten einer Häuserwand, sitzt ein Bettler und starrt teilnahmslos auf seinen leeren Hut. Das Haus, in dem die Gruppe Unterschlupf gefunden hatte, steht auf der nördlichen Straßenseite einer engen Straße, die von West nach Ost verläuft. Im Westen kann Farlinn, wenn er die Straße entlang blickt, das Flußufer erkennen. Im Osten befindet sich der Südtor Markt. Hinter dem Häuserblock gegenüber eurer Behausung muss auch schon gleich die südliche Stadtmauer sein.

Farlinn Telstaerr

  • Beiträge: 108
    • Profil anzeigen
Kapitel 1
« Antwort #24 am: 07.10.2007, 14:34:59 »
Als Farlinn aus der Tür heraustrat, war er fast geblendet von der hochstehenden Sonne. Schnell zog er die Kapuze seines Umhangs über den Kopf, die ihm Schatten spendete und gleichzeitig sein Antlitz verbarg. So ausstaffiert huschte er durch die Gassen. Zuerst erkundete er das Viertel um den Unterschlupf herum, wobei er besonders nach verstärkten Patroullien, die über das normale Maß, was er aus anderen Städten gewohnt war, hinausgingen. Als nächstes wandte er sich dem Marktplatz am Südtor zu. Vielleicht war ja gerade dort Markt, was ein unerkanntes Verschwinden vielleicht erleichtern konnte. Seine Aufmerksamkeit galt hier vor allem dem Tor und wie Reisende, die es passieren wollten, kontrolliert wurden. Farlinn kannte durch seine Reisen die gesamte Bandbreite vom bloßen Durchwinken bis hin zur peniblen Kontrolle mit eingehender Befragung, und so interessierte ihn, wie es hier gehandhabt wurde und ob es vielleicht scharfe Kontrollen gab nach dem Verschwinden der Gefangenen.

Am späteren Nachmittag wandte er sich dann den anderen Stadtvierteln zu, legte hier aber auch den Fokus auf die Stadttore. Im Laufe des Tages hielt er immer mal wieder an und fragte einen Bettler am Straßenrand unverfängliche Fragen über die allgemeine Situation in der Stadt speziell an diesem Tag, wobei er versuchte, die Redebereitschaft der Bettler mit einem Kupferstück zu beeinflussen.

Am Abend kehrte er dann zu den anderen im Unterschlupf zurück.

Caric

  • Beiträge: 99
    • Profil anzeigen
Kapitel 1
« Antwort #25 am: 07.10.2007, 21:28:44 »
Caric fühlte sich einfach nicht wohl, mochte die Zeit aber nicht mit Schlafen verbringen. Er würde sich verkaufen, aus einer Deckung wagen, die er noch lange nicht aufgeben wollte. Nur Khondar könnte er im Moment trauen, den anderen...Es brauchte Zeit. Die Anwesenheit der vielen Fremden, deren Namen er nun zwar vage wusste, trieb ihn stets ein wenig Schweiß auf dich Stirn. Fernab von den Wäldern fühlte er sich alleine, obwohl er unter vielen war. Fühlte sich ausgeschlossen, obwohl er unter vielen war in einer Stadt. Fühlte sich verlassen, obwohl er Gefährten fand. Ihm war elend und wollte zurück in die Wälder.
Caric setzte sich in eine stille, abgelegene Ecke des Raumes und schwieg. Er überlegte. Und er wartete, dass der Gnom endlich zurückkehrte.
Er wollte los, er wollte raus. Er seufzte.
"Alle geistige Berührung gleicht der Berührung eines Zauberstabs. Alles kann zum Zauberwerkzeug werden." - Novalis, Fragmente

"Geschichte ist nichts anderes als die ständige Suche nach dem eigenen Ich." - Maria Ackerfeld-Rheine

Shio

  • Beiträge: 268
    • Profil anzeigen
Kapitel 1
« Antwort #26 am: 07.10.2007, 22:18:18 »
Während Farlinn draussen die Lage checkte, lief Shio im Zimmer auf und ab.
"Ganz schön langweilig, oder?" adressierte sie die Anderen, von denen die meisten irgendwo rumsassen, so dass sie auf ihrem Weg durch den Raum (der ja nicht so gross war) auf zahlreiche Hindernisse stiess, die es zu umgehen galt.
Nach einer Weile hatte sie genug und machte es sich in der Nähe von Robin bequem, um sich seine neue Ocarina anzusehen.
Auf dem rauen Weg zu den Sternen.

Ryan D`Theskia

  • Beiträge: 97
    • Profil anzeigen
Kapitel 1
« Antwort #27 am: 08.10.2007, 08:23:34 »
Ryan verließ kurz nach Farlinn das Haus, jedoch wartete er lange genug, das am besten niemand sein Verlassen aus dem Haus bemerkte.
Ryan versuchte sich erst einmal zu orientieren und zu versuchen sich den Weg zurück zu dem Haus einzuprägen. Zu aller Erst suchte er die Seekatze auf, da er wusste dass dort der Fluss durch die Stadt floss, von da aus folgte er dem Fluss und achtete dabei besonders auf Fenster zum Fluss beziehungsweise Wachpartroullien. Schließlich erreichte er das Stadtmauerstück wo der Fluss in die Stadt hineinfloss, hier achtete er besonders auf Gitter die Baumstämme oder anderes von dem Eintritt in die Stadt hinein hindern sollten 'aber das hier jemand hinaus will, denkt sich bestimmt niemand...'

Nachdem er sich auf dem Markt noch eine Stärkung gekauft hat und diese gegessen hatte, machte er sich auf den Rückweg zu dem Verschlag.

Robin Bogenreiter

  • Beiträge: 203
    • Profil anzeigen
Kapitel 1
« Antwort #28 am: 08.10.2007, 12:37:06 »
Robin saß still auf dem Boden und betrachtete seine neue Okarina, doch eigentlich war er mit seinen Gedanken irgendwo anders. Farlinn brauchte lange, viel zu lange, um nachzudenken. Als Shio sich neben ihn setzte, reichte er ihr die Okarina, damit sie sich das Instrument ansehen konnte. Dann sah er zu den Anderen:
"Gibt es jemanden von euch, der schon länger in dieser Region lebt?"
Wahre Poesie liegt im Antlitz der Seele.

Shio

  • Beiträge: 268
    • Profil anzeigen
Kapitel 1
« Antwort #29 am: 08.10.2007, 13:47:40 »
Hm, ein schickes Instrument, diese Ocarina~
Aus Langeweile sah sie es sich in Ruhe und aus allen möglichen Perspektiven an.
Sie warf einen schnellen Blick auf Robin, doch der war nicht nötig, denn er schien irgendwie abwesend zu sein.
Also ergriff Shio die Chance um fröhlich auf der Ocarina rumzufiedeln ~
(Mit Aufweckgarantie für alle die zu diesem Zeitpunkt geschlafen haben *grins*)
Auf dem rauen Weg zu den Sternen.

  • Drucken