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Autor Thema: Kapitel 2  (Gelesen 17242 mal)

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Azhir

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Kapitel 2
« Antwort #75 am: 06.11.2007, 20:44:28 »
Beim Anblick des Drachenwesens kneift Azhir die Augen zusammen und bringt Tempus langsam zum Stehen. Mit so einem Geist hat er nicht gerechnet. Die vergrabene Furcht verschwindet beim Anblick der kleinen Existenz, erst die Stimme durchschauert ihn wieder. Er greift die Zügel, so fest er kann, und schafft langsam, für sich selbst, die Verbindung zwischen der Stimme und dem Wesen. Mit der linken Hand winkt er die Gruppe heran, und mit der rechten deutet er in das Schuppengesicht des Drachen. Wenn es wirklich ein Geist ist, dann hat er seine Gestalt gut gewählt.
"Wir suchen... Geister. Und das, was du im Maul trägst..."
Es klingt angewidert, und unsicher. "Und einen Reiter, den vor allem."

Denuath

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Kapitel 2
« Antwort #76 am: 07.11.2007, 13:10:43 »
Denuath hatte Aerendil noch zugenickt bevor sie sich wieder der Gruppe genähert hatten und sie letztlich gemeinsam das Dorf betraten. Getaucht im Schein des Mondes ließ er seine Augen flüchtig über das ruhige Dorf streifen. Nichts ungewöhnliches war zu sehen, allerdings gab es etwas zu hören. Es war eine Stimme die nicht den Umweg über die Ohren nahm, sondern eine Abkürzung zu kennen schien, die direkt in den Kopf führte. "Habt ihr das auch gehört", fragte Denuath verwundert in die Runde. Dabei bemerkte er wie Azhir sie mit seiner linken Hand zu sich her bat. Als Denuath dann das kleine Wesen am Brunnen sah, auf das der Elf schon deutete, dachte er sich: "Was ist das?" Azhir stellte daraufhin die Fragen, die auch Denuath stellen wollte und dachte dabei sogar an den Reiter, der den Halbling über den Haufen geritten hatte. Deshalb schwieg der Kämpfer für den Moment und wartete die Antworten auf Azhirs Fragen ab.

Elias Ch'Ame

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Kapitel 2
« Antwort #77 am: 07.11.2007, 15:55:23 »
Der kleine Drache wendet seinen Kopf zu Azhir, bevor es wieder zu den Anderen zurück sieht. In euren Gedanken könnt ihr wiederum vernehmen: "Ich kenne keinen Reiter und das, was ich im Maul trage, habe ich gefunden, darum gehört es auch mir. Geister werdet ihr finden, wenn ihr in euer Inneres schaut. Mehr kann ich nicht für euch tun." Damit springt es vom Brunnenrand und läuft auf ein kleines Häuschen, nicht weit entfernt zu, nur um kurz darauf, darin zu verschwinden.
"Ein Auge auf den Gefährten, ein Auge auf den Gegnern - und man hat alle Feinde im Blick." Elias Ch'Ame vormals Gotteskind aka Sami aka Milan aka ein paar Verschollene

Azhir

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Kapitel 2
« Antwort #78 am: 07.11.2007, 20:41:42 »
Azhir ist froh über die Bestätigung, dass die Stimme, die er nicht durchschaut, von dem Drachengeist zu stammen scheint. Nicht von einem anderen, den er nicht sieht.
Als der kleine eine Flucht unternimmt, springt er aber eilig aus dem Sattel und weist die anderen mit einem Wink auf das Haus hin, in dem der Geist verschwunden ist.
Aber kann er nicht durch Wände, durch Körper und durch Dächer, wenn er einer ist?
"Und wir haben dich gefunden, bleib hier!", fordert er, und stolpert durch die Nacht in das Haus hinein.

Denuath

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Kapitel 2
« Antwort #79 am: 08.11.2007, 09:41:05 »
"Es spricht ohne seinen Mund zu bewegen", stellte Denuath verwundert fest, nachdem er die nicht gerade befriedigende Antwort des Wesens in seinem Kopf vernommen hatte. Auf Azhirs Wink hin, verließ auch der Kämpfer den Sattel seines Pferdes. Er lief dem Wesen und Azhir hinterher und meinte dabei noch zu seinen Begleitern: "Holen wir uns die Karte!" Kurz vor dem Haus wurden seine Schritte langsamer. Nicht etwa weil sein Bein noch schmerzte, was es auch tat, sondern weil er dem kleinen Wesen nicht traute und er nicht darauf erpicht war, in eine Falle zu tappen. Dadurch hatte Azhir den Vortritt und Denuath betrat als Nächster, nur einen Meter hinter dem Elfen, das kleine Haus, in dem sich das noch kleinere Wesen anscheinend verschanzen wollte.

Elias Ch'Ame

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Kapitel 2
« Antwort #80 am: 08.11.2007, 09:47:01 »
Azhir stolpert in das Haus, dicht gefolgt von Denuath. Der Raum ist recht klein und einfach gehalten. In einer Ecke stehen ein Tisch und zwei Stühle, unberührt seit vielen Jahren, wie es scheint. Die Feuerstelle ist längst erloschen, nur nasse Asche liegt noch darin und zwei kleine Spinnen haben Netze vor die Öffnung gesponnen. Das Bett wurde gemacht, bevor es verlassen wurde und zwei verrottende Holzfässer finden sich darunter. Das Holz, das sich neben der Feuerstelle befindet, ist nicht mehr zum feuern zu gebrauchen. Überall ist Wasser durch das undichte, alte Dach gedrungen und hat Pfützen und weiße Rückstände auf dem Holzboden hinterlassen.

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Lestarion

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Kapitel 2
« Antwort #81 am: 08.11.2007, 13:33:56 »
Lestarion wundert sich nach seiner letzten Begegnung mit einer nicht sichtbaren Stimme nicht über den Drachen, sondern hastet Azhir hinterher. Vielleicht gibt es ja einen Zusammenhang zwischen dem Drachen und der Stimme die er angetroffen hat, bevor er zur Gruppe kam. Er sieht in durch die Tür und ruft Azhir zu. Wo ist der Drache hin?

Azhir

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Kapitel 2
« Antwort #82 am: 08.11.2007, 14:07:59 »
Einmal am Haus angekommen, wird Azhirs Befürchtung wahr. Es gibt keine Spur mehr. Als wäre sie beim Tritt über die Schwelle zusammen mit ihrem Verursacher verschwunden. So fürchtet er, auch verschwunden zu sein. Erst Lestarion kann ihm das Gegenteil beweisen, aber Azhir legt die Finger auf die Lippen, um dem Mann das Wort zu verbieten.
Er selbst tritt bedächtig über das durchweichte Holz, versucht, sich selbst dazu zu machen. Versucht, darin einzutauchen, vor den unsichtbaren Geisteraugen.

Elias Ch'Ame

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Kapitel 2
« Antwort #83 am: 09.11.2007, 10:08:08 »
Azhir tritt ins Haus und sieht sich nach dem Drachen um, der aber verschwunden scheint. Als er einen ersten Schritt vor setzt und dabei den Teppich berührt, der vor seinen Füßen liegt, stürzt dieser in die Tiefe. Dank seines Gespürs jedoch kann Azhir gerade noch verhindern, dass er das Gleichgewicht verliert und in die Tiefe stürzt. Drei Meter unter euch offenbart sich scheinbar ein Keller. In dem Loch, das Azhir fast Kopf und Kragen gekostet hätte, ist jedoch eine eiserne Leiter befestigt. Als ihr dies entdeckt habt, vernehmt ihr von der Feuerstelle her ein merkwürdiges Rascheln. Ein langes, behaartes Bein streckt sich hervor und bald darauf glotzen euch Tausende von kleinen Augen an. Ein schriller Piepton ist zu vernehmen.
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Elias Ch'Ame

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Kapitel 2
« Antwort #84 am: 09.11.2007, 16:34:08 »
Denuath erschrak sich beinahe zu Tode, als sich unter Azhir plötzlich ein Loch auftat. Nachdem sich der Elf retten konnte betrat der Kämpfer nun auch das Haus. Er trat rechts neben das Loch und wollte gerade anmerken wie überrascht er über Azhirs Fund war, als er das Rascheln vernahm, das direkt aus der Feuerstelle links von ihm kam. Ein Bein nach dem anderen wurde für Denuath sichtbar und er erkannte nun, dass es sich um eine Spinne handelte und nicht etwa um das kleine Wesen, das in dieses Haus geflohen war. An dem Geräusch, das die Spinne von sich gab, meinte der Kämpfer Vorfreude erkennen zu können. Die Vorfreude der Spinne auf eine neue Mahlzeit. Schnell war sein Schwert in seinen beiden Händen und er stand nach wenigen, leicht schmerzenden Schritten direkt vor dem Tier und versuchte es mit seinem Schwert daran zu hindern, dass es sich an ihm und seinen Begleitern laben würde.

Mit einem Fuß schon in der sich plötzlich auftuenden Fallgrube, strauchelt Azhir an deren Rand, während er Denuath auf ein grässliches Ungeziefer, so riesengroß, wie er es noch niemals gesehen hat, zustürmen sieht. Beim Versuch, sich mit dem Schwert in den Bretterfugen festzuhalten, entgleitet ihm die Waffe und stürzt in die Tiefe.
In einem letzten Versuch, Denuath zu Hilfe zu kommen, lässt er sich fallen, stößt sich mit einem Fuß am Rande des Lochs ab, um zum gegenüberliegenden zu kommen, und holt dort mit dem anderen Stiefel Schwung, um sich wieder auf festen Boden zu bringen. Er hält nicht erst an, als er über den Abgrund triumphiert hat, rennt geduckt auf die Riesenspinne zu. "Denuath!", ruft er dem Krieger zu, um ihn vor seinem Vorhaben zu warnen. Er stützt sich auf einer Hand zum Sprung und schmettert der Spinne aus dem Lauf seine beiden Reitstiefel gemeinsam in das Gemenge ihrer Augen.

Der Angriff Denuaths schlägt der Spinne ein Bein ab, woraufhin sie einen lauten Schrei von sich gibt, der den unerbittlichen Elf aber nicht daran hindern kann, ihre Augen mit seinen Reitstiefel vom Rest ihres Körpers zu trennen und sie so der Hilflosigkeit und schließlich dem Tode auszuliefern. Ein letztes Zucken in einem ihrer Beine und sie liegt da, rührt sich nicht mehr und weiß euch nicht mehr aufzuhalten.
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Azhir

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Kapitel 2
« Antwort #85 am: 09.11.2007, 18:54:47 »
"Hah", sagt Azhir gedämpft, "Was für ein Albtraum, Denuath!"
Er hat sich schnell genug in den Kampf geflüchtet, um dem Schrecken zu entgehen, aber jetzt, da er Atem schöpfen muss, wird ihm eisig kalt. Er will nicht sehen, was er mit Denuath in Sekunden überwunden hat.
Es sind keine Geister hier, vielleicht. Aber es geht Unnatürliches vor. Spinnen, groß wie Hunde...
Er sieht in alle dunklen Ecken des Raumes, bevor er in Richtung der Fallgrube davonstreicht. "Es ist kein Drache hier gewesen, aber etwas... anderes", klärt er die anderen vor der Tür im Vorübergehen über den Lärm auf.
Er prüft die ersten Sprossen der Leiter, um sein Schwert zurückholen zu können. Während es selbst für ihn beim Weg in den Untergrund immer dunkler wird, bemerkt er die Wärme des kurzen Kampfes in ihn dringen. Wie lange sie ihn warm halten wird - es wird nicht lang genug sein.

Denuath

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Kapitel 2
« Antwort #86 am: 09.11.2007, 19:03:56 »
Denuath zog sein Schwert wieder zurück, nachdem er der Spinne eines ihrer Beine abgeschlagen hatte. Sieben ihrer Gliedmaßen waren ihr anschließend noch übriggeblieben, mutmaßte er. Als der Kämpfer daraufhin seinen Namen aus dem Munde Azhirs vernahm und sah, das der Elf mit seinen Stiefeln voran auf die Spinne drauf zu geflogen kam, tratt er lieber einen Schritt von dem angeschlagenem Tier zurück. Nach Azhirs Treffer gab die Spinne bereits klein bei und Denuath steckte vorerst sein Schwert wieder weg. Einen Blick schenkte er noch dem letzten Zucken von einem der Beine des Tieres, gab daraufhin ein Azhir ein Nicken und dann war die Zeit gekommen, sich anderen Dingen zuzuwenden. Er trat auf das Loch im Boden zu und war nun weitaus weniger erschrocken, als zu dem Moment an dem er es zum ersten Mal sah. Es schien in etwa nur doppelt so tief zu sein wie Denuath groß war. Zudem befand sich noch eine Leiter an dem Loch, an die sich bereits Azhir klammerte. "Vermutlich ist das kleine Wesen dort entlang geflohen", meinte Denuath, der sich noch nicht einmal die Zeit genommen hatte, sich genauer in dem Haus umzuschauen. Er blickte kurz zur Tür hinaus und sagte: "Wir werden uns wohl einen weiteren Keller anschauen müssen."

Aerendil Calashadir

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Kapitel 2
« Antwort #87 am: 09.11.2007, 20:46:38 »
Während des Ritts zum sogenannten Geisterdorf verfinsterte sich die Laune des Magiers wieder zusehends. "Was habe ich mir nur dabei gedacht", schalt er sich in Gedanken, "ich könnte schon längst in der Magiergilde von Arabel sitzen und mich meinen Forschungen widmen, während die anderen auf dieser sinnlosen Queste gefangen sind." Doch ein einmal gegebenes Wort widerruft man nicht, und so erkundete Aerendil an der Seite seiner Gefährten das Dorf. Es war in der Tat verlassen, soviel stand schon einmal fest.

Den kleinen Drachen - und besonders den Kartenfetzen in seinem Maul - betrachtete der Magier mit einer gewissen Genugtuung, bevor er ihm - wie vor ihm schon Azhir und Denuath - zu dem kleinen Haus folgte. Doch Aerendil betrat es nicht, sondern wartete draußen zusammen mit Quanxai, bis er von drinnen Kampfeslärm vernehmen konnte. Jedoch nicht lange - schon nach wenigen Sekunden war es wieder still, anscheinend hatten die beiden Schwertkämpfer mit dem Gegner kurzen Prozess gemacht. Aerendil betrat daraufhin die Hütte und betrachtete angewidert die Überreste der Spinne. Dann fiel sein Blick auf das Loch im Boden, in dem Azhir bereits halb verschwunden war.

"Wohin ist er unterwegs?", fragte der Magier Denuath. "Ist das Drachenwesen dorthinein verschwunden?"

Azhir

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Kapitel 2
« Antwort #88 am: 10.11.2007, 16:05:04 »
Mit den Augen den finsteren Boden nach der verlorenen Klinge absuchend, nimmt Azhir noch ein, zwei Stufen herauf, bis er eben aus der Fallgrube heraus blicken kann.
Das nicht“, antwortet er an Stelle von Denuath. „Aber mein Schwert ist mir hineingefallen.
Bevor die Augen sich wieder schließen und heruntersinken, während Azhir die Stufen endgültig herabtritt.

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