Autor Thema: Der Suchende  (Gelesen 2900 mal)

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Kobold King

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Der Suchende
« am: 08.11.2007, 15:46:20 »
Lange, schon viel zu lange war Tarok auf seiner Suche. Manchmal zweifelte der Shoanti daran ob er jemals finden würde was er sucht. Ein Jahr war vergangen seit er die heimatlichen Steppen Varisias verlassen hatte um sich aufzumachen sein Schicksal zu ergründen.
Weit nach Süden hatte ihn die Vision geführt, immer auf der Suche nach einem bestimmten Gebäude und nun viele tausende Meilen von seiner Heimat entfernt hatte er es gefunden. Endlich. Erbaut aus einfachen, von Wind und Zeit gezeichneten Steinblöcken, macht das robuste Gebäude einen ziemlich heruntergekommenen Eindruck. Teile des Schieferdaches sind eingestürzt und auch die äußere Mauer hat schon bessere Zeiten gesehen. Unkraut und Dornengestrüpp wuchert wild über das Feld, das zum Kloster hinaufführt, und lässt nur Platz für einen sehr schmalen Weg, der zu einem verfallenen Tor führt. Dahinter liegt im Schatten ein überwucherter Hof.


Tarok

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Der Suchende
« Antwort #1 am: 08.11.2007, 16:42:43 »
Ohne seine neuen Gedanken, die angesichts des Zustandes des Klosters in ihm aufgekeimt waren, auch nur halbwegs geordnet zu haben, ist Tarok bis zum Eingang des Gebäude gelangt.  

Endlich am Ziel seiner Suche angekommen betrachtet der großgewachsene Mann eingehend die verwitterten Außenmauern und streicht mit seinen Fingerspitzen darüber, Es ist wirklich! Und viel älter, als in den Bildern der Vision. Die Leute haben es verlassen, lange bevor ich geboren war. Ob die Splitter noch darin sind oder ob sie diese fortgenommen haben?

"Ich muss auf jeden Fall wissen, was hier vorgefallen ist" sagt der Shoanti in seiner Heimatsprache laut zu sich selbst und spricht sich damit Mut zu. Sein Ziel ist greifbar und dennoch ist er nicht sicher, was ihn erwartet.

Vorsichtshalber befestigt er seinen Schild am linken Arm und betritt den Hof. In der Mitte angekommen lässt er den Blick über die Ruine schweifen, sucht mit den Augen nach Zeichen, die er deuten könnte und lauscht angestrengt, ob nicht doch noch irgendjemand oder irgendetwas in den Mauern lebt. Wer weiß, was sie zurückgelassen haben, um die Splitter zu bewachen - diese Gedanken jagen ihm jedoch keine Angst ein, er ist in seinem Metier.
* Kein Mensch beginnt er selbst zu sein, bevor er nicht seine Vision gehabt hat *

> Für eine Aufgabe, für die es sich zu leben lohnt, lohnt es sich auch, zu sterben! <

Kobold King

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Der Suchende
« Antwort #2 am: 08.11.2007, 23:50:55 »
Als sich der Shoanti dem Tor zum Hof nähert hört er in einiger Entfernung den erstickten Schrei eines Mannes. Schnell läuft Tarok auf den Innenhof und schaut sich um. Wenn ihn nicht alles täusch müsste der Schrei aus der Doppeltüre zu seiner linken gekommen sein

Tarok

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Der Suchende
« Antwort #3 am: 09.11.2007, 09:17:17 »
Ein Mensch in Gefahr! schießt es dem Hünen durch den Kopf und er wischt den Gedanken, es könne sich auch um eine Falle handeln, schnell beiseite und sprintet in Richtung der Doppeltür, aus der der Schrei gedrungen war. Im Laufen zieht er sein Schwert.

Die Reflexe haben Mal wieder die Oberhand gewonnen, Taroks Ehrverständnis  gebietet ihm, anderen in Not zu helfen - eine Tatsache, die ihm in den Städten oft großen Ärger bereitet hat..
* Kein Mensch beginnt er selbst zu sein, bevor er nicht seine Vision gehabt hat *

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Kobold King

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Der Suchende
« Antwort #4 am: 09.11.2007, 14:28:28 »
Das alte Holztor steht offen und dahinter erstreckt sich ein kurzer Gang der wieder an einer Doppeltür endet. Die Tür steht offen und davor ein kräftiger, wütend aussehender Zwerg. Er reißt seine große Axt hoch und es scheint als wolle er in den Raum vor ihm stürmen. Das seltsame ist das hinter der Tür nur Finsternis herrscht, es dringen jedoch Kampfgeräusche aus der Kammer.

Tarok

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Der Suchende
« Antwort #5 am: 09.11.2007, 17:01:18 »
Nachdem Tarok in der Finsternis nichts erkennen kann, bewegt er sich mit gezücktem Schwert langsam vorwärts und versucht, die Situation einzuschätzen. Da r sich nicht sicher ist, ob es sich bei dem Zwerg um einen Grabräuber handelt und wer oder was sonst noch an dem Kampf beteiligt ist, lässt er - kurz bevor er die offen stehende Tür und den Zwerg erreicht hat - das Schwert sinken und ruft laut in der gemeinsamen Sprache: "Seid gegrüßt. Was geht hier vor?".
Dabei bleibt er in einer Abwehrhaltung und gespannt, ohne den Eindruck zu machen, auf den Zwerg oder andere losgehen zu wollen.
* Kein Mensch beginnt er selbst zu sein, bevor er nicht seine Vision gehabt hat *

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Kobold King

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Der Suchende
« Antwort #6 am: 09.11.2007, 17:41:48 »
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