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Autor Thema: Sieben Schwerter der Sünde  (Gelesen 58862 mal)

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Zon-Kuthon

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Sieben Schwerter der Sünde
« am: 06.02.2008, 10:45:45 »
Sieben Schwerter der Sünde



Man kann über ihre Moral sagen was man will, aber die Herrscher des uralten Thassilon wussten, wie man regiert. Da sie erkannt hatten, welche Schrecken ein uneingeschränktes Duell zwischen zwei Runenfürsten entfesseln würde, einigten sie sich auf eine elegante Methode Konflikte zu lösen. Jeder der sieben Magier erschuf eine einzigartige Klinge, versehen mit einem winzigen Hauch seiner Macht. Immer wenn zwei Herrscher unterschiedlicher Meinung waren, gab jeder seine Klinge an einen auserwählten Krieger weiter. Ausgefochten wurde der Konflikt dann in der Arena. Vorkämpfer eines Runenfürsten zu werden, war die größte Ehre, die ein Krieger erlangen konnte… allerdings meist eine sehr kurzlebige.
Zwar wurden die meisten Wunder von Thassilon mit dem Imperium zerstört oder gingen verloren. Doch noch immer flüstern sich die Leute zu, dass die Schwerter selbst noch existieren, versteckt, und nur darauf wartend, wieder getragen zu werden. In Thassilon waren sie bekannt als Alara'hai, die Sieben Schwerter des Schlichtens. Eingedenk des Rufs der Runenfürsten kennen die meisten Gelehrten diese Klingen heutzutage unter einem anderen Namen.


—Chroniken der Pfadfinder

Wie so viele große Geschichten beginnt auch diese mit einem nächtlichen Klopfen an der Tür, einem heimlichen Treffen mit der Bitte um Diskretion. Auch wenn die Kirche Abadars mächtig ist, gibt es Zeiten in denen List nützlicher ist als rohe Gewalt, wenn die Nadel hilfreicher als der Hammer. Und mehr noch, es gibt Zeiten in denen man seine Lehren verbreiten will, sich aber nicht an die wahren Gläubigen wenden sollte, sondern an solche die für den Erfolg der Mission alles tun würden.

Zon-Kuthon

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Sieben Schwerter der Sünde
« Antwort #1 am: 11.02.2008, 21:19:59 »
11. Calistril, 4707 AZ

An diesem Sonnentag regnete es in Korvosa. Das goldene Lächeln Sarenraes blieb unter einer schweren, grauen Wolkendecke verborgen. Ein Meer aus kleinen Fachwerkhäusern, umgab die fortifikatorische Anlage der Kathedrale Abadars, auf die dicke, nasse Schneeflocken fielen. In der Ferne erhoben sich die krallenförmigen Zinnen der Türme von Schloss Korvosa, über dem gigantischen Fundament einer Stufenpyramide. Zahlreiche Statuen von Heiligen und Helden ragten zwischen den braunen Holzschindeldächern in den grauen Morgenhimmel, während weit unten in den Gassen der Schlamm die Herrschaft über das Kopfsteinpflaster übernommen hatte.



In den Wandelhallen des Gotteshauses war es kalt. Wie in der großen Metropole vor den schweren Toren war auch hier alles still. Ab und an hallten die Schritte der fünf Gäste durch das Kreuzgratgewölbe. Gesprochen wurde jedoch nicht.
Die fünf Männer waren allesamt in dunkle, weite Gewänder gehüllt, deren klammer Stoff nun an ihren ausgekühlten Leibern klebte.
Drei der Wartenden besaßen das schwarze Haar und die gebräunte Haut der Varisianer.  Der Vierte hatte zwar ebenfalls dunkles Haar, doch überragte er die drei Menschen beinahe um einen ganzen Kopf und seine Haut war blass wie süße Sahne. Seine gänzlich dunklen, grün funkelnden Augen und die langen, spitzen Ohren ließen das Elfenblut in seinen Adern erkennen. Der Fünfte hatte schneeweißes Haar. Seine kurze, stämmige Statur und der dichte Vollbart in seinem wettergegerbten Gesicht, sprachen ihn dem Zwergenvolk aus Janderhoff zu.
Jeder der fünf Männer war bewaffnet und wartete bereits länger als ihm lieb war.

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Soar hatte die Kapuze seiner Reisekleider tief ins Gesicht gezogen. Der Schneeregen ließ seinen Mantel mit jedem schmatzenden Schritt schwerer werden und so erblickte er  die Kathedrale Abadars mit einem Gefühl der Erleichterung. Er stieg die hohen Stufen zu dem stählernen Portal empor wo er von zwei gepanzerten Klerikern des Gottes der Städte, des Wohlstands, der Händler und der Gesetze ruppig empfangen wurde.
Auf die schnörkellose Begrüßung zog der verhüllte Reisende das gelbe Pergament aus seinem linken Ärmel, das den Grund seiner Anwesenheit erklärte. Der größere der beiden Tempelwächter las das Schriftstück, für Soar, unangenehm akribisch durch, faltete es ebenso sorgfältig und händigte dem Mann eine Plakette aus rötlichem, poliertem Holz aus. Dann gab er seinem Kameraden ein Zeichen und die beiden machten sich daran das schwere Portal endlich zu öffnen.

Brega

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Sieben Schwerter der Sünde
« Antwort #2 am: 11.02.2008, 23:47:22 »
Der Zwerg nutzte die Zeit für ein Gebet an Abadar, den Herrn der Erde und bat ihn um Erlösung von den Geistern, die ihn plagten.

 Diesen Aspekt scheinen sie hier zu wenig zu verehren grummelt er stumm in sich hinein.
 Dann betrachtet er mit steinerner Miene die Menschen und den Elfen um ihn herum.
Der junge, kalt wirkende Mann mit der Stachelkette beeindruckt ihn, da er Erfahrung und offensichtliche Jugend verbindet Was hat ihn wohl so hart werden lassen? Seine Geschichte würde mich interessieren. Der Elf ist ein Zauberer, so viel erschließt sich auf den ersten Blick, so dass Brega zunächst die anderen mustert. Bei denen weiß man immer erst später, woran man ist. Abwarten und Bier trinken.
Der Priester Desnas wirkt auf Brega freundlich und kompetent. Hier im Tempel ist die Motte aber fehl am Platze. Die beiden beiden Gottheiten waren doch sehr unterschiedlich. Brega muss schmunzeln, als er an den Shoanti Ausdruck für die Desna Anhänger denkt.  Der Narbige erinnert Brega spontan an frühere Gefährten. Gefährten aus einer Zeit, die er am liebsten vergessen würde.
Schnell wendet der Krieger den Blick ab und starrt wieder auf den Schlüssel, Abadars, während er sich innerlich schilt Kein schnelles Urteil, Du ignoranter Bastard, wer weiß woher er diese Narben hat.

Ventus Umbra

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Sieben Schwerter der Sünde
« Antwort #3 am: 12.02.2008, 00:13:43 »
Langsam lässt Ventus die Kapuze nach hinten gleiten und schüttelt mit einer zur Gewohnheit gewordenen Geste die langen Haare aus dem Umhang, sodass sie frei fallen.
Darauf lässt er den Blick seiner eisblauen Augen über die anderen Wartenden schweifen.  Zuerst mustert er den ins Gebet versunkene Zwerg mit dem weißen Haar. "Diese Runenzeichnungen auf seinem Umhang kommen mir bekannt vor, ich bin mir sicher, sie schon einmal gesehen zu haben. Ich weiß nur nicht mehr wo oder bei welcher Gelegenheit. Vielleicht hat es etwas mit dem Gott zu tun, zu welchem er gerade betet."
Sein Blick gleitet weiter zu dem hochgewachsenen Elfen, der einen starken Kontrast zu dem Zwergenkrieger bildet. "Keine Rüstung, keine komplizierten Waffen, ein magischer also... Ich hoffe er kann soviel wie der Blick in seinen Augen vermuten lässt, ansonsten könnten wir ganz schön eingehen."
Nächster in der Reihe seiner Musterung ist der Desnapriester, dessen Körper wirkt als wäre der Mann entweder zu arm um sich etwas zu Essen zu leisten oder viel auf Reisen und daher drahtig. "Hoffentlich hat er den Kopf nicht zu sehr in den Wolken oder verlässt sich mehr auf sein Glück als gut für ihn und später eventuell auch für uns gut ist. Aber immerhin sieht er beweglich genug aus um auch ohne göttliche Unterstützung zurecht zu kommen, wir werden sehen"
Weiterhin wandert Ventus Blick zu dem Mann mit dem vernarbten Gesicht, welcher seine Waffen ebenso wie Ventus selbst zu tragen scheint, was an den leichten Ausbeulungen des Umhangs zu erkennen ist. "Trotz der Narben sieht er aus als würde er wissen, was er tut. Die Art wie er seine Waffen trägt zeugt von Erfahrung, ebenso wie seine leicht gespannte Haltung. Ich denke mit ihm werde ich gut arbeiten können."
Abschließend betrachtet er den Neuankömmling, welche sich etwas verspätet hat. "Er trägt die Kapuze tief ins Gesicht gezogen und den Umhang geschlossen als hätte er etwas zu verbergen, vielleicht zeigt er sich später ja noch offener"

Nach der eingehenden Betrachtung der anderen Wartenden, heben sich seine Mundwinkel zu einem leichten Lächeln, welches von einer ebenso leichten Verbeugung begleitet wird bevor er mit tiefer aber klarer Stimme zu sprechen beginnt "Da wir scheinbar eine Zeit miteinander arbeiten werden möchte ich mich vorstellen, mein Name ist Ventus. Wenn ihr auch die euren nennen wollt?"

Zurvon

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Sieben Schwerter der Sünde
« Antwort #4 am: 12.02.2008, 00:32:53 »
In Gedanken versunken, versuchte sich Zurvon genau an die Vision, die er vor wenigen Tagen erhalten hatte, Stück für Stück zu erinnern. Er nutzte die Zeit und die Stille aus, seinen Vater sich wieder einmal ins Gedächtnis zu rufen. Seitdem er von seinem Tod mitbekommen hat, war noch kein Tag verstrichen an welchem er das nicht getan hat.
Der leichte Schneeregen war eine willkommene Abwechslung, 'Es kommt mal was anderes herunter als nur die dünnen Linien', auf der Reise hierher.
Das Gesicht von Zurvon klart ein wenig auf, und sein Kopf hebt sich leicht, schaut sich um, und erkennt nun zum ersten Mal, dass auch noch andere Leute mit ihm warten.
Er mustert diese ausgiebigst. 'Das erste Urteil wird durch die ersten Worte gefällt, so hat es Vater immer gehandhabt, und ich werde es ihm gleich tun!' So ignoriert er die auffälligen Narben, den übergroßen Elfen, den Blassen, den Zwerg, und auch die anderen Varisianer.
Als die Stille durchbrochen wird, zuckt er fast ein wenig zusammen, doch kurz darauf, verneigt er sich in Richtung Ventus, anschließend antwortet er dann mit einer erhabenen sehr freundlich wirkenden Stimme.
"So, lieber Ventus, scheinbar wisst ihr mehr als ich. Jedoch will ich gerne mit meinem Namen dienen, da ihr ihn scheinbar zu erfahren wünscht. Man nennt mich Zurvon, wie ihr sicherlich bemerkt habt, bin ich ein Diener der Göttin des Himmelsgewölbes.
Nun, da ihr schon so sicher zuwissen scheint, dass wir miteinander reisen werden, würdet ihr mir sagen wohin es geht? Mir ist eine Vision zu teil geworden, dass ich in diesem Tempel erwartet werde, und so habe ich mich nun hier eingefunden." Daraufhin verneigt er sich wieder kurz, und blickt ihn nun erwartungsvoll an.

Deimos

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Sieben Schwerter der Sünde
« Antwort #5 am: 12.02.2008, 02:12:23 »
Auch Deimos mustert seine baldigen Kollegen. Der Elf ist ihm als erstes Aufgefallen. Er wirkt schon fast gebrechlich und vor allem Arrogant. Ein "pff" entweicht Deimos der halb kniend wirklich weit unterhalb des Elfischen Kopfes ist. Hmm.... er trägt nur den Stab und zwei kleine Stecken am Gürtel... Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, das er ein Magier ist... oder etwas in diese Richtung... Also sollte er mein erstes Ziel sein falls ich gegen diese Leute antreten muss.
Dann wendet er sein Blick dem Zwergen zu. Jetzt ungefähr auf dessen Höhe, schaut er sich dessen Gesicht genau an. Die eher ruhigen kontrollierten Bewegungen lassen Deimos auf einen ruhigen erfahrenen Streiter schließen. Dieser hier kann bestimmt mit der Axt auf seinem Rücken umgehen. Doch das würde ihm im Kampf nichts nützen. Er wird mich nicht zu fassen kriegen. Also eher geringere Gefahr durch ihn
Sein Blick schweift weiter zu dem dunkelhaarigen Varisianer. Er sieht nicht sehr stämmig aus... Vielleicht ist er eher von der schnellen Sorte. Die Kette am Gürtel sieht auf jeden fall gefährlich aus und die Kurzschwerter benötigen auch eher Geschick als Kraft. Ob er auch gut mit ihnen umgehen kann? Auf jeden fall ist der gefährlicher als der Zwerg
Und wieder gleitet sein Blick von einem zum nächsten. Und bleibt bei dem Hageren Mann stehen. Der sieht ja schlimm aus! Der braucht auf jeden fall mal etwas zu essen! Aber die Rüstung und dieses Symbol auf der Brust... er ist bestimmt ein Anhänger einer dieser falschen Götter. erneut entweicht ihm ein "Pff" jedoch ebenso flüsterleise wie das letzte. Naja, er wird bestimmt seinen Teil dazu beitragen. Aber ich bezweifele, dass hier irgendjemand ist, der nicht schon einiges an Erfahrung gesammelt hat. Also muss ich mich auch vor diesem in acht nehmen
Als dann Ventus anfängt zu sprechen, hat er Deimos ungeteilte Aufmerksamkeit. Soso... Ventur heißt der Bursche.....und Zurvon der dürre.... wieder ein "Pff" Ja, bete du nur diese falschen Götter an.... naja, dann bin ich wohl an der Reihe

Mit einem geschmeidigen Hüpfer steht Deimos auf. Er wirft die Kapuze seines Umhangs zurück und man erkennt jetzt deutlich eine Narbe die von seinem Kinn bis zur rechten Schläfe reicht und eine weitere die knapp unterhalb seines linken Auges verläuft. Den Umhang schlägt er mit beiden Armen zurück sodass alle seine beiden Kurzschwerter sehen können und sagt dann mit einer deutlichen Aussprache: "Ich bin Deimos. Was ich tue und kann werdet ihr wahrscheinlich noch schnell genug erfahren, doch begnügt euch mit dem Wissen, dass ich überleben kann."

Brega

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Sieben Schwerter der Sünde
« Antwort #6 am: 12.02.2008, 08:16:35 »
'So, so. reden kann er auch der Harte Bursche. Und er weiß mehr als wir.'
Die beiden Zischlaute des Narbigen lassen den Zwerg sein Urteil  fällen, 'Also doch. Abadar, wieso einer von der Sorte. Ich behalte ihn im Auge.' Unwillkürlich sinkt der Panzerhandschuh auf den Kopf der Axt, der aus seinem Gürtel ragt. Langsam, kaum sichtbar verändert sich die Haltung  des Steinweisen.
Der Kontakt zu den Steinplatten unter seinen Stiefeln gibt ihm Ruhe und Sicherheit.

Brega deutet eine leichte Verbeugung an "Ventus. Zurvon. Deimos. Man nennt mich Brega Smaragdauge." Nach einem zweiten Blick auf die Motte, 'ein wahrer Meister des Wortes', fügt er hinzu. "Ich folge dem Gebot der Diener Aabadars.  Habt Ihr Hunger?" In der Stimme des Zwergs liegt kein Funken Ironie, vielmehr ist es das ehrlich gemeinte Angebot, dem dürren Mann etwas abzugeben. Konversation war noch nie die Stärke des Steinweisen, so ist er froh, sich ohne Beleidigungen und Kraftausdrücke vorgestellt zu haben.

Aerendil Galadhon

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Sieben Schwerter der Sünde
« Antwort #7 am: 12.02.2008, 09:46:46 »
DIe Zeit des Wartens langweilt den Elfen. Mit mürrischem Gesichtsausdruck mustert er die Wandelhallen von Korvosas großem Abadar-Tempel, den er an diesem Tag aufgesucht hatte, um Gerüchten nachzugehen, die eine von den Tempelherren geplante Mission beinhalteten. Es sollte sich um etwas magisches handeln, also war Aerendil hier. Die vier anderen waren sicherlich nur wegen dem Lohn, es scheint, als würde keiner von ihnen den magischen Künsten soviel Verständnis entgegenbringen wie er. Gelangweilt lässt er seine harten, kalten Augen von einem zum andern wandern, immer noch auf seinen ihn überragenden Eichenstab gestützt an derselben Stelle stehend wie die ganze Zeit zuvor. Den Neuankömmling, der von den Tempelwachen hereingeführt wird, ignoriert er vollkommen.

Eine illustre Gesellschaft hat sich dort zusammengefunden. Ein Zwerg, natürlich schwer gerüstet und mit einer Vielzahl Waffen ausgestattet. Drei Menschen, Varisianer offensichtlich, mit ebenso offensichtlich unterschiedlichen Professionen. Einer davon Kleriker - von Desna, wie der Elf verwundert feststellt. "Wie höchst interessant, dass sich ein Priester Desnas in den Dienst der Kirche Abadars stellen will." Die beiden anderen sind bedeutend schlechter einzuschätzen, besonders der Mann mit der Stachelkette strahlt eine beunruhigende Aura aus, auch wenn er es im direkten Duell wahrscheinlich nicht mit Aerendil aufnehmen würde können. "Ich bin gespannt, wer von ihnen als Erstes das Schweigen bricht."

Dass es schließlich der schwarzhaarige junge Mann mit der Stachelkette ist, der die ersten Worte spricht, verwundert den Elfen dann doch, auch wenn er sich nichts anmerken lässt. "Interessant, nach außen wirkt er so teilnahmslos und als sei ihm alles gleichgültig. Der Kleriker als zweiter... er wirkt zu vertrauens- und redselig. Ganz im Gegenteil der Vernarbte - herablassend. Zu sehr auf seine Fähigkeiten bedacht..."

"Mein Name ist Aerendil Theodwyn Galadhon," stellt sich der Elf kurz und knapp vor. Kein weiteres Wort über ihn selbst oder warum er hier ist.

Soar

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Sieben Schwerter der Sünde
« Antwort #8 am: 12.02.2008, 10:00:35 »
Soar Betritt die Halle. Den Wächter, der vor der Tür steht fragt er:
"Wo soll ich mich hinbegeben?"
 
Er wartet die Antwort ab und folgt dann der Beschreibung. Der Prunk des Tempels läßt ihn staunen, denn so etwas hatte er in seinem Leben noch nicht gesehen, obwohl er doch schon einiges herumgekommen ist.

Langsam schaut er sich um und sieht eine Gruppe von Personen da stehenein paae Menschen, ein Zwerg und ein Elf, der gerade das Wort an die anderen richtet.

Soar läßt seine Kapuze herunter gleiten, aus Höflichket der Gottheit gegenüber. Das Licht der Kerzen spiegelt sich auf seinem kalhrasierten Kopf und läßt seine leicht braune Haut. Der Shoanti gesellt sich zu den anderen.

Kurz und knapp antwortet er: "Ich bin Soar. Entschuldigt, daß ich erst jetzt komme."

Zurvon

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Sieben Schwerter der Sünde
« Antwort #9 am: 12.02.2008, 13:28:34 »
Ohne auf die 'Unterbrechungen' der anderen einzugehen, jedoch die Namen wohlwissend in sich verinnerlicht, wartet Zurvon geduldig und mit einer kleinen Angespanntheit auf die ausstehende Antwort von Ventus. Die pech schwarzen Augen von Zurvon lasten schwer auf dem Gesicht seines Gegenübers.
Auch die Anspielung von Brega lässt er unbeachtet an sich vorbei gehen, er hatte schon zuviele von ähnlich platten Sprüchen bezüglich seines Freizeitvergnügens zu hören bekommen.

Zon-Kuthon

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Sieben Schwerter der Sünde
« Antwort #10 am: 12.02.2008, 14:05:19 »
Die Anspannung der Wartenden steigt in noch etwas mehr, bis die schlurfenden Schritte eines Priesters in der Wandelhalle zu vernehmen sind. Dann tritt der gerobte Mann plötzlich hinter einer der Säulen hervor. Er trägt eine braune Kutte und bedeutet den fünf Männern ohne ein Wort der Begrüßung ihm zu folgen.

Der Priester führt die Besucher des Tempels durch ein Labyrinth aus Korridoren, bis er vor einer beschlagenen Holztür halt macht. Er klopft, tritt ein und bittet auch die fünf mit einer einfachen Handbewegung Glücksritter herein.
Eine weitere Person befindet sich in der spartanisch eingerichteten Kammer. Der Priester stellt diese als Äbtissin Wen Histani vor und verlässt den Raum. Sie ist in einen weißen Pelzumhang gehüllt und steht mit dem Rücken zur Eingangstür. Als sie die sechs Männer eintreten hört, wendet sie sich ihnen zu und streift die Kapuze vom Kopf. Das Haar der edlen Dame gleicht Bronze, während ihre gepflegte Haut die Farbe von Oliven besitzt. Unter dem Umhang trägt sie violette Brokatgewänder und ihr makelloses Gesicht wird von einem Platinreif geziert. Mit ernster Miene begrüßt sie die Besucher und bittet sie am einzigen Tisch der Kammer Platz zu nehmen.



„Ihr wurdet ausgewählt,“ beginnt sie, „für eine Angelegenheit höchster Wichtigkeit. Jeder von euch besitzt gewisse Fähigkeiten die euch bei eurer Aufgabe von Nutzen sein könnten. Doch bevor ich fortfahre muss ich nochmals betonen, dass diese Angelegen absolut vertraulich ist.“
„Vor etwa einem Monat wurde ein Gegenstand aus unseren Schatzkammern gestohlen. Der Einbruch war äußerst dreist und ein außerordentlich ordinäre zur Schaustellung magischer Macht. Die Wächter des Tresorraums, allesamt Priester mit nicht geringen Kräften, wurden durch Bezauberungen überwunden, die sie davon überzeugten die Kammern zu öffnen und es so dem Dieb ermöglichten einfach hineinzuspazieren und sich zu nehmen was ihm gefällt.
Das alleine würde schon genügen Besorgnis zu erregen, jedoch ist da noch mehr. Bei dem gestohlnen Gegenstand handelt es sich um ein mächtiges Relikt aus alten Zeiten, bekannt als das Schwert der Lust, eine von sieben korrumpierten Waffen die auch bekannt sind als die Sieben Schwerter der Sünde.
Dies allein wäre keine große Bedrohung, aber nach dem Einbruch erreichten uns Gerüchte von ähnlichen Vorfällen in privaten Sammlungen, in Waffenkammern der Regierung und so weiter.
Natürlich sprechen die Leute nur widerwillig darüber was gestohlen wurde, aber wir vermuten, dass der Dieb so töricht ist und versucht alle sieben Schwerter in seinen Besitz zu bekommen.
Durch Untersuchungen und Rücksprache mit dem König konnten wir die Spur bis zu einer Frau, einer mächtigen Magierin namens Tirana, zurückverfolgen. Sie hält sich momentan in Kaer Maga, einer verdorbenen Höhle von Dieben und Gotteslästerern hoch oben auf dem Storvalplateau.
Wir sind nicht sicher was sie plant, aber es ist nicht schwer zu erkennen, dass es nichts Gutes für Varisia bedeutet. Falls sie es schafft, alle sieben Schwerter unter ihre Kontrolle zu bringen, wäre die Macht, die sie in Händen halten würde, enorm. Städte könnten brennen, Flüsse kochen und ganze Kirchen,“ schließt sie mit einem grimmen Grinsen, „könnten fallen. Das ist der Punkt, an dem ihr ins Spiel kommt.“

Ventus Umbra

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Sieben Schwerter der Sünde
« Antwort #11 am: 12.02.2008, 14:12:42 »
Gespannt lauscht Ventus den Ausführungen der Äbtissin, bis diese geendet hat. Langsam streicht er sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht und verschränkt die Arme vor der Brust bevor er seinerseits die Stimme erhebt "Mit anderen Worten wollt ihr, dass wir den Karren für euch aus dem Dreck ziehen, habe ich das richtig verstanden? Wenn ja, heißt das also, dass wir uns gegen eine Magierin stellen sollen, die in der Lage war die Wachen eures Tresors mit scheinbarer Leichtigkeit auszuschlaten um euch euren Besitz wiederzubeschaffen. Um es auf den Punkt zu bringen: was ist dabei für uns drin?"

Zurvon

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Sieben Schwerter der Sünde
« Antwort #12 am: 12.02.2008, 14:38:54 »
Ein wenig erschrocken von dem plötzlichen Auftreten des Botens, folgt er ihm still, betrübt darüber die Unterhaltung nicht fortführen zu können.
Während die Frau ihre Geschichte erzählt hört Zurvon gespannt und gebannt zu. 'Das erklärt nun so einiges, vielleicht hatte die Magierin ja auch noch Unterstützung von einigen minderen Gestalten aus dem Tempel.'
Jedoch, als die Macht der sieben Schwerter erwähnt wird, kommt es Zurvon zugleich, 'deshalb schickt mich Desna also hier her, sie befürchtet etwas so großartiges, welches sogar ihr bzw. ihren Anhängern hier in Varisian schaden könnte.' Und so war der Gedanke an den Verräter aus den Reihen des Aabadars schon wieder vergessen.
Als Ventus zu reden beginnt, ist er ein wenig erstaunt über seine Habgier.
"Nun Ventus, das hätte ich nicht von dir erwartet, das du nur den Nutzen aus allem ziehen willst. Ihr kamt mir ein wenig aufgeschlossener vor. Seht es als Herausforderung an euer Können an! Natürlich wird es nicht leicht, sonst wären wir nicht alle hier beisammen, jeder hat, wie mir scheint, seine Außergewöhnlichen Fertigkeiten mitgebracht. Und zusammen werden wir bestimmt einiges erreichen können, doch müssen wir dazu alle auf der gleichen Seite stehen, und nicht soetwas wie Habgier oder persönliche Gründe dürfen uns da im Wege stehen."
Zum Ende hin, verschwindet seine anfängliche Zartheit, und in seinen Tonfall mischt sich ein wenig Schroffheit mit hinein, dies soll eindeutig die Bestimmtheit seiner Worte untermalen.

Ventus Umbra

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Sieben Schwerter der Sünde
« Antwort #13 am: 12.02.2008, 14:48:40 »
Mit erstauntem Blick sieht ventus zu Zurvon herüber und schüttelt dann lächelnd den Kopf "Er hat den Kopf also doch in den Wolken" "Es ehrt euch, dass ihr dieses Unterfangen seiner selbst willen unterstützen wollt Zurvon, doch um ehrlich zu sein werden wir unser Leben riskieren um die Fehler von Anderen aus dem Weg zu räumen. Ich empfinde es nur als verständlich eine Entschädigung für die Gefahren zu erhalten, vorallem da wir uns nicht von Luft ernähren können und Ausrüstung in gutem Zustand gehalten werden muss. Ich bin nicht gierig, aber ich erwarte eine angemessene Entlohnung um weiterleben zu können"

Nach dieser kurzen Ansprache blickt er die Anderen an, gespannt darauf wie sie die Sache sehen mögen.

Zurvon

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Sieben Schwerter der Sünde
« Antwort #14 am: 12.02.2008, 14:58:47 »
Als Ventus seinen Blick den anderen zu wenden will, öffnet sich Zurvon's Mund schon wieder.
"Nun, habt Dank," dabei verneigt er sich kurz vor Ventus und spricht dann weiter, "für dieses Lob. Doch wird von uns doch nicht verlangt nur unser Leben auf das Spiel zu setzen. Sondern wenn wir diesen Auftrag nicht annehmen, stehen mehrere Tausend Leben auf dem Spiel, und womöglich auch eueres." Er atmet kurz durch, um noch einmal Luft zu schnappen, für die Worte die nun mit viel nachdruck gesagt werden müssen.
"Ich sage nicht, dass wir alle leer ausgehen werden, das bestimmt nicht. Eine so mächtige Magierin wird einiges an Gegenständen und Gold besitzen, sonst wäre sie zu einem außerordentlich großem Unterfangen garnicht in der Lage. Diese werden wir natürlich unter uns," Zurvon schaut nun in die Runde, das erste Mal seitdem er diese Gesichter erblickt hat, "gerecht aufteilen. Doch fordert nichts von Aabadar, welcher _uns_ auserwählt hat, einen großen Teil Varisians zu retten.
Und falls das uns gelingen wird, werden wir nur die sieben Schwerter der Sünde an ihre ehemaligen Besitzer zurückgeben, und der Rest, den wir erbeutet haben, verweilt bei uns."
Sichtlich zufrieden mit sich, verzieht er kurz sein Gesicht, welches man als Schmunzeln deuten könnte, und blickt in die Runde, ob alle mit diesem Vorschlag einverstanden sind.

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