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Autor Thema: [Part III] Red Hand of Doom  (Gelesen 18433 mal)

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Sensemann

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[Part III] Red Hand of Doom
« am: 16.03.2008, 01:53:59 »
The Ghostlord´s Lair

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Sensemann

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[Part III] Red Hand of Doom
« Antwort #1 am: 10.06.2008, 14:19:11 »
Es ist bereits Mitternacht und fünf Monde hängen tief und leuchtend, teilweise voll und teilweise halb, am nächtlichen nur leicht bewölkten Siberys, als Lyndwyn dem Element Fernia's übergeben wird, damit ihre Seele nach Dolurrh reisen kann.
Alle Elfen des Clans haben sich dafür versammelt, um betend, singend und mit ihren Waffen tanzend ihre tote Schwester voller Demut und respekt dem zeremoniellen Feuer und ihren Ahnen zu übergeben.
Unter den Elfen befinden sich ebenfalls die Helden, welche bereit waren, für den Abschied ihrer Gefährtin aufzustehen, und betrachten das sonderbare Schauspiel, bei welchem Conina außerdem durch dreizehn Rituale geführt wird, um eine hohe Waldhüterin zu werden.
Anschließend würde es ein großes Fest noch geben, wobei die Helden sich sicher sein können, dass sie dort mehrfach von ihren Erlebnissen des letzten Tages erzählen dürfen.
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Storm

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[Part III] Red Hand of Doom
« Antwort #2 am: 10.06.2008, 15:11:49 »
Als die Elfe, die ein neues Mitglied in ihrer chaotisch, dennoch, wenn es Storm im nachhinein so betrachtet, recht erfolgreichen, Gruppe werden soll, unterbricht ver seine Reinigungsarbeiten. Dennoch hat er vorher schon ein ansehnlichen Haufen Dreck aus seinem Körper geholt, der sich hauptsächlich durch dem Marsch am Grund des Sees abgesetzt hatte. Er legt das Werkzeug zur Seite, wird er doch wohl so schnell nicht weiter arbeiten können.

"Euer Priester führte sie sicher zu den Ruinen. Unterwegs schaltet er alle Gefahren aus oder umging sie, so dass sie ihr Ziel ausgeruht und ohne weitere Kampfhandlungen erfolgreich erreichen konnten. Er blieb am Rand des Sees zurück  um zu verhindern, dass Wandler oder Goblins ihnen in den Rücken fallen konnten. Er marschierte am Grund des Sees entlang, der Rest ließ sich von Lyndwyn, die sich in ein Krokodil verwandelt hatte ziehen. So gelangen sie unbemerkt in die Mitte des Sees, in dem sich die Haupttruppen des Feindes verschanzt hatten. Die Seite des Gebäudes, auf der sie ankamen, war jedoch schwer bewacht. Sie versuchten Auf die Rückseite zu gelangen, wurden jedoch schnell bemerkt. Er und Lyndwyn gelangen schnell auf den Steg und kümmerten sich um die dortigen Wächter, während der Rest im Wasser gegen das ertrinken kämpfte und nach der Entdeckung zusätzlich noch versuchte den feind aus dem Wasser heraus zu beharken. Erst mit Hilfe eines Seils gelangen alle sicher auf den Steg zu bringen. Dank Liljas beschworenen Wesen und Jareds Blitzspähren gelang es rasch die Besatzung des Steges zu töten. Sie mussten sich jedoch beeilen ins Innere zu gelangen, da die Truppen auf den umliegenden Ruinen auf sie aufmerksam wurden und begannen sie mit Pfeilen zu beschießen. Dort warteten einige Hobgoblins auf sie, die versuchten unter unannehmbaren Bedingungen zu verhandeln. Kurz darauf tauchte erstmals der Drache, der die dortige Postion des Feindes sicherte auf. Er verfolgte eine Plänkeltaktik, war deshalb nur schwer zu bekämpfen. Da der Drache selbst mit seinem Odem den letzten Hobgoblin tötete begaben sie sich ein Stockwerk tiefer. Dort hatten weitere Hobgoblinkrieger und ein Wurmloard Quartier bezogen. Die Hobgoblins vielen unter einer weiteren Blitzspähre, der Wurmlord hat sich ergeben, wurde jedoch gleich darauf von ihm für seine Taten exekutiert. In einem längeren Gefecht töteten sie den Drachen in seinem Hort, wobei dieser immer wieder durch ein Loch im Boden im Wasser verschwand und auftauchte. Da mit der Vernichtung des Drachens erst eins ihre zwei Ziele erreicht war, versorgten sie ihre Wunden, bevor sie sich dem Nebengebäude zuwendeten, in dem die Eier aufbewahrt werden mussten. Der Pfeilbeschuss hatte geendet, die Feinde waren wohl eingeschüchtert durch den Tod ihrer Anführer. Da die Tür ins Nebengebäude verschlossen war und nicht sofort nachgab, waren die Bewohner, drei drachenartige Wesen, deren Flügelschläge schwere Wunden rissen und die ebenfalls Säure spuckten, gewarnt. Auch sie griffen uns erst nur aus der Entfernung mit ihrer Säure an, bevor sie die direkte Konfrontation suchten und schließlich unter Aufbietung der letzten Kräfte vernichtet wurden. Zuvor hatte Lyndwyn alleine einen Ausfall versucht um die Eier der Brut zu vernichten. Jedoch tötete die Brutmutter sie kurz darauf, ohne dass der Rest ihr helfen konnte. Kurz darauf erschienen bereits die Eulen um sie abzuholen", endet er seinen Bericht, in der Hoffnung die Neugier der Elfe damit fürs erste gestillt zu haben.

Sollten keine Fragen kommen, würde er seine Arbeit wieder aufnehmen, bis Bescheid gegeben wird, dass die Rituale stattfinden. Zwar stört Storm die Unterbrechung seiner Arbeit, jedoch können sie es sich nicht leisten Verbündete durch ihr Fernbleiben beider Zeremonie zu verprellen, so dass er dieser, ein wenig gespannt, wegen dem was nun passiert, beiwohnt.
Verdammte Axt!
Killing means never having to say you're sorry!

Lilja von Rottmulde

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[Part III] Red Hand of Doom
« Antwort #3 am: 10.06.2008, 19:15:54 »
Als Lilja die Augen aufschlägt, ist es finstere Nacht. Vollständig ausgeruht fühlt sie sich nicht, aber das mulmige, störende Gefühl in ihrem Magen lässt die junge Karrn nicht wieder einschlafen. Mit jeder verstreichenden Minute, jedem Grillenzirpen, wird ihr immer schlechter, bis sie sich vom schlafenden Jared löst, ihm einen raschen Kuss auf die Lippen drückt und aus dem Zelt stürzt.
Es vergehen mehrere Augenblicke, bis die schwangere Nekromantin sich erinnert hat, in welcher Richtung der Fluss am nächsten liegen müsste, doch kaum ist ihr Verstand soweit, tragen ihre Beine sie schon hastig dahin. Am Ufer des Stromes fällt sie aus vollem Lauf auf die Knie - oder besser gesagt auf alle Viere - und kaum hat sie einen Atemzug getan, kommt ihr der Mageninhalt zum Mund hinaus. Viel mehr als ätzende, dünne Säure ist es nicht, liegt die letzte Mahlzeit der Generalstochter doch schon etwas länger zurück.
"Urgs... au... igitt," keucht Lilja, die erst einmal eine ganze Weile benötigt, um sich wieder zu beruhigen; dann kriecht sie, immer noch auf Händen und Knien, die paar Fuß zum Wasser und spült sich den Mund, um anschließend Handvoll für Handvoll das kühlende Nass zu trinken, bis sie meint, platzen zu können.
"Obst essen, hat Lyndwyn gesagt," erinnert sich die Totenbeschwörerin an den Rat der gefallenen Druidin und tappt mit diesem Wissen langsam und sich den Bauch haltend, zurück zum Zelt. "Ach, du unsere kleine Sorge, unser Schatz," spricht sie unterwegs mit dem entstehenden Kind.
Als das Mädchen das Zelt erreicht, sieht sie, dass alle bereits auf den Beinen sind. Es dämmert der Kaldarev schnell, dass bald das Verbrennungsritual ansteht, und sie zuckt prompt zusammen. "Das können sie doch nicht machen!," wimmert sie leise und geht zunächst zu ihrem Liebsten, den sie besorgt nach seinem Wohlbefinden fragt und lange und fest umarmt.
Während Jared danach aufsteht und sich für die Zeremonie fertig macht, holt die Karrn zwei frische grüne Äpfel aus dem Rucksack, von dem sie einen ihrem Geliebten überreicht und in den anderen selber beißt. Um die Frucht zwischendurch zu halten, reicht ihr nur eine Hand, denn mit der zweiten schmiert sie feuchte Erde und irgendwelche Linien auf den toten Wurmlordkopf, der bereits unangenehm zu riechen und Fliegen anzulocken beginnt. In der Tat scheinen die lästigen Insekten nach der seltsamen Behandlung ihr Interesse an dem abgetrennten Haupt zu verlieren.

Die Neuigkeiten, dass Conina die Ehre zuteil wird, in den geweihten Kreis der Waldhüter aufgenommen zu werden, ärgert Lilja zwar, aber irgendwie nur geringfügig. Wenn Kriecherei hier so gern gesehen wird, können sie sie gleich zur Königin der Kriecher krönen, tut die Nekromantin die Nachricht in Gedanken ab; dem elfischen Bestattungsritual beizuwohnen, bereitet ihr sehr viel Unbehagen.
Eigentlich sieht sie gar nicht zum Feuer hin, sondern wirft einen verstörten, angstvollen Blick über alle Anwesenden und vergräbt das Gesicht an Jareds Schulter, an dessen Arme sie sich zitternd krallt. Der Breländer kann spüren, wie der Brustkorb des Mädchens bebt - sie weint.
I loathe to breathe, I loathe to feel,
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Conina

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[Part III] Red Hand of Doom
« Antwort #4 am: 10.06.2008, 20:59:40 »
Conina hatte der Obersten Priesterin nochmals gedankt und war dann ihren Anweisungen beziehungsweise Angeboten gefolgt. Sie hatte sich gewaschen und gegessen und hatte auch ihre Wunden versorgt bekommen.
Danach brauchte ihr Körper nur noch Ruhe und sie wäre wieder vollkommen körperlich hergestellt. Doch allein der Ort an dem sie Ruhen darf wühlt Conina innerlich auf, denn sie weiß noch ganz genau, wessen Zelt dies ist. Wahrscheinlich ist sie die Einzige, welche daran noch denkt, dass dieses Zelt Lyndwyn gehört hat.

Sehr traurig ist Conina als sie das Zelt betritt und dann sich erstmals der Elfe Names Baellanna zuwendet: "Entschuldigt, dass ich mich bisher noch nicht vorgestellt habe. Meine Name ist Conina."
Nach diesen Worten an Elfe legte sich Conina hin, doch brauchte sie, trotz der großen Erschöpfung, einige Zeit, bis sie endlich Ruhe fand, denn zu viele Sachen hielten sie wach. Das grauenhafte Verhalten von Lilja war dabei das Harmloseste.

Als die Gruppe in der Nacht geweckt werden, möchte Conina am liebsten erstmal mit Lilja sprechen und ihr ein paar Takte zum Thema Manieren erzählen, doch die Waldhüterin bekommt Lilja nicht zu fassen. Erst ist sie verschwunden und bleibt es der Waldhüterin verwehrt die Totenbeschwörerin zur Seite zu nehmen, weil sie erst die Zeremonie zu Ehren von Lyndwyn nicht stören will und glleich darauf selbst Teil einer Zeremonie wird, nämlich ihrer Erhebung zu einem hohen Mitglied der Waldhüter, die größte Ehre, welche sich Conina in ihrem Leben als Waldläuferin vorstellen kann.

So wartet Conina, nun als hohes Mitgleid der Waldhüter der Eldeenreiche auf das Anstehende Abschiedsfest zu Ehren von Lyndwyn und des Hohepriesters oder auf eine Möglichkeit mit Lilja zu sprechen. Wobei sich Lilja jetzt inzwischen darauf freuen kann, dass Conina auf den Versuch verzichten wird, die Totenbeschwörerin in der Luft zu zerfetzen.
"Ich habe gar nicht damit gerechnet zu sterben!"

Jared

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[Part III] Red Hand of Doom
« Antwort #5 am: 10.06.2008, 23:10:19 »
Jared war schon halb weggedämmert als Aarnai das Zelt betritt und sich nach seinem Wohlbefinden erkundigt. Er schlägt überrascht die Augen auf und sofort kriechen die Schmerzen aus seiner Hand wieder in den Kopf. Die Übelkeit seines Magens und die Kopfschmerzen folgen ihnen. Er schaut zu Aarnai auf und schüttelt kurz den Kopf.
„Geht schon. Ich hoffe ich brauche wirklich nur etwas Ruhe.“
Seine Stimme klingt etwas belegt und kurz darauf hustet er. Allerdings nur kurz und ohne Blut, dafür wieder mit etwas schwarzem Schleim. Er wischt ihn ab und wünscht Aarnai eine gute Nacht ehe er direkt wieder eindämmert mit Lilja an seiner Seite.

Seine Schlaf ist völlig traumlos und als Jared das nächste Mal überrascht die Augen aufschlägt ist sowohl Lilja weg, als auch fast schon der komplette Rest auf den Beinen. Er braucht einen Moment bis ihm klar wird, dass es immer noch stockduster ist. Langsam kehrt wieder etwas Leben in seinen Körper zurück. Seine Kopfschmerzen hinterlassen nur noch ein dumpfes Gefühl in den Schläfen und vermischen sich mit dem ermatteten Gefühl der Erschöpfung. Er fühlt sich besser, wenn auch sehr viel erschöpfter als vorhin. Ein leichtes Brennen bleibt allerdings in den Lungen und der Schmerz in der Hand. Während er immer noch etwas benommen auf dem Boden sitzen bleibt, schaut er auf seine Hand. Immer noch hat er sich nicht getraut den Handschuh auszuziehen in der Befürchtung was er dort sehen könnte. Je länger der Schmerz anhält, desto weniger Lust hat er auch darauf.
Jared bleibt also einfach sitzen und wartet ab, da er sich fragt wo Lilja ist und immer noch rätselt, warum alle wach sind.
Die Antwort kann er sich allerdings kurz darauf selbst geben, denn Lilja kehrt zurück. Er bemerkt ihre Zusammenzucken, wenn er auch ihre leisen Worte nicht hört. Doch dabei fällt ihm ein, dass die Verbrennung von Lyndwyn jede Minuten losgehen wird. Er grübelt noch einen Moment, ob er wirklich dabei sein will, allerdings ist dann schon endlich Lilja bei ihm. Jared nickt kurz und antwortet mit leicht belegter Stimme.
„Etwas besser. Aber noch nicht perfekt. Aber ich werde schon wieder auf die Beine kommen.“
Er lächelt kurz, doch dabei ist nur zu deutlich die Erschöpfung in seinen Augen zu sehen. Die Umarmung erwidert er gern und sucht einen Moment Ruhe in der Nähe. Zeiht neue Kraft aus der Berührung und hofft inständig, dass alles mit ihm in Ordnung ist.
Jared rappelt sich dann doch langsam auf, da er sowieso schon wach ist und selbst Lilja wohl dabei sein möchte. Er lässt sein Schwert und das Kettenhemd zurück, da er sich viel zu erschöpft fühlt und es nicht für nötig erachtet. Den Apfel hingegen nimmt er gern entgegen und beißt ein Stück ab ehe er sich mit Lilja auf den Weg zur Zeremonie begibt. Von Coninas Weihe weiß der Breländer noch nichts, aber es ist auch nichts, was er der blonden Waldhüterin nicht gönnen würde, wenn es ihr etwas bedeutet.

Jared selbst hält sich bei Lilja und etwas Abseits des Bestattungsrituals auf, da er sich weder besonders zugehörig fühlt, noch ihren Glauben oder ihre Rituale teilt. Trotzdem starrt er ins Feuer und beobachtet die Bestattung, da er durchaus nicht undankbar ist. Vor allem für den sicheren Rückzugsort und die Unterstützung durch die Elfen. Zu guter letzt ist der Verlust eines guten Lebens immer etwas traurig. Wenn er Lyndwyn auch nicht gekannt hat, war sie keine Person, welcher man den Tod wünschet, zumal sie an ihrer Seite gekämpft hat.
Doch als er bemerkt, dass Lilja weint, streicht er ihr beruhigend durch das Haar, während er sie in seinen Armen hält, und flüstert leise.
„Willst du wirklich hier bleiben? Ich merke doch wie sehr dich das mitnimmt. Wir müssen auch nicht, wenn es unerträglich wird?“
Er wendet seinen Blick dabei nicht vom Feuer ab. Allerdings ballt er manchmal seine rechte Hand unnatürlich stark an, wobei er dabei die Hand von Lilja nimmt.
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Lilja von Rottmulde

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[Part III] Red Hand of Doom
« Antwort #6 am: 11.06.2008, 00:35:15 »
Jareds fester Handgriff entlockt der schluchzenden Lilja ein leises, schmerzhaftes "Au!", dann hebt ds mädchen den Kopf und nickt. "Bitte lass' uns woanders hin gehen, Süßer. Das ist zu schrecklich, zu traurig," bittet sie mit tränennassen Augen und Wangen.
Zusammen mit ihrem Liebsten entfernt sich die Karrn vom Ritualfeuer, so, dass die dichte Sumpfvegetation das Schauspiel - nach dem sie sich nicht einmal umgedreht hat - von ihren Augen abschirmt. Nur noch gedämpfes Zischen und Knistern des Feuers kündet der verstörten Nekromantin davon, dass die Verbrennung noch immer andauert.
Die Müdigkeit, die beim plötzlichen Aufwachen in den Hintergrund gerückt war, holt Lilja allmählich wieder ein, und sie lässt sich in den Schneidersitz plumpsen, den jungen Breländer dabei an der Hand mit sich ziehend.
"Weißt du was, Süßer?," erzählt sie daraufhin Jared, "irgendwie... hat mich Lyndwyn ein bisschen an Mama erinnert. Nur ein bisschen, aber... ach, ich weiß auch nicht. Mama hat auch immer streng geguckt, aber sie hat 'n gutes Herz..." Es folgt eine Weile des Schweigens, dann redet die Totenbeschwörerin weiter, während ihr neue Tränen aus den Augenwinkeln kullern: "Ich mein'... Ich weiß, die Leute hier im Westen sind schon seltsam, aber... das find' ich so gemein, so grausam! Von Lyndwyn ist nichts als Asche geblieben! Ihr Geist wandert jetzt ganz ungebunden, wer weiß wo, und ist bestimmt unglücklich! Und das tun ihr eigene Leute an! Wieso nur?!"
Die schwangere Karrn lässt sich schniefend und schluchzend in Jareds Schoss fallen. Doch kaum hat die Hand des Mannes sie berührt, schreckt sie sofort wieder hoch. "Deine Hand, Liebster! Du hast gestern gesagt," die Stimme der Generalstochter wird zu einem besorgten, heimlichen Flüstern," dein Mal tut dir weh. Immer noch? Du hast grade so feste zugepackt..." Langsam lässt Lilja ihre schlanken Finger über den Handschuh streifen, der Jareds aberrantes Drachenmal verdeckt, und sieht ihrem Geliebten fragend und mitleidvoll in die Augen. "Als du nach der Schlacht Schleim gehustet hast, da dacht' ich, ich hätt' dich angesteckt," erinnert sie sich.
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Jared

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[Part III] Red Hand of Doom
« Antwort #7 am: 11.06.2008, 02:13:17 »
Als Jared durch seinen Handgriff Lilja ein klein wenig Schmerzen zufügt, entspannt er sofort wieder die Hand trotz der Schmerzen und schaut entschuldigend zu Lilja. In dem Moment sieht er auch ihr Nicken und vernimmt ihre Worte. Langsam und bedächtig nickt er, wobei er hofft, dass die Elfen es ihm nicht übel nehmen werden. Auch wenn er irgendwie daran zweifelt. Ihre Tränen machen ihn selbst ein wenig traurig und er flüstert.
„Gehen wir.“
Er folgt Lilja vom Feuer weg bis sie sich im Schneidersitz niederlässt. Jared lässt sich nur zu bereitwillig mit auf den Boden ziehen und setzt sich direkt neben sie, die Müdigkeit sofort wieder in den Knochen spürend.
Doch er wendet seine gesamte verbleibende Kraft auf, um seiner Liebsten zu zuhören. Dabei vernimmt er mit einer Mischung aus Erkenntnis und Schrecken ihre Worte, da ihre Trauer nur noch deutlicher wird. Sie beruht zwar einfach auf einer anderen Ansicht über den Umgang mit den Toten, aber es macht ihn trotzdem traurig. Er versucht die entsprechenden Worte zu finden.
„Ich kenne ihren Glauben nicht so gut. Aber ich glaube für sie ist Lyndwyn für immer fort. In das Reich der Toten gewandert. Für sie ist eine Verbrennung nicht schlimm, da sie wahrscheinlich nicht glauben, was du glaubst. Für sie bleibt nur ein Körper zurück, während die Seele fort ist. Ich habe keine Ahnung, ob das stimmt, aber ich vermute es. In Sharn werden auch fast alle Toten verbrannt, da kein Platz für Gräber ist. Ich denke es ist eine Glaubenssache und ich kann mir vorstellen wie grausam es für dich ist. Wie schwer zu verstehen. Ich denke einfach für sie ist es normal.“
Er schaut entschuldigend zu Lilja, da er irgendwie versuchen will, ihre Trauer zu lindern, wenn er auch glaubt, dabei zu versagen. Er will ihr gerade durch das Haar streichen, als sie aufschreckt. Jared lässt sie ohne Eingreifen über den Handschuh fahren und seufzt dann resigniert.
„Ja das Mal schmerz immer noch und ich habe Angst, was darunter zu sehen sein könnte.“
Er schaut mit einem kraftlosen, traurigen Blick zu ihr ehe er weiterspricht.
„Ich hoffe nicht. Hustest du immer noch den Schleim? Allerdings scheint meiner etwas Anderes zu sein oder? Ich hoffe es ist nichts ernstes.“ Klingt er ebenso besorgt um Lilja wie um sich selbst.
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Sensemann

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[Part III] Red Hand of Doom
« Antwort #8 am: 11.06.2008, 02:14:35 »
Es vergehen zwei Stunden, welche Lilja wie Tage vorkommen, bis die rituelle Verbrennung der Toten und die Zeremonie von Conina beendet sind.
Kurz darauf finden sich die Helden endlich wieder vereint vor einem großen Lagerfeuer wieder, wobei für reichlich Speiß und Trank gesorgt ist.
Doch dazu bleibt den Abenteurern wenig Zeit, denn die hohe Druidin möchte endlich einen ausführlichen Bericht hören.
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Lilja von Rottmulde

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« Antwort #9 am: 11.06.2008, 02:40:37 »
"Glauben... Pah, da gibt's nichts zu glauben, es ist doch so, dass die Seele immer mit dem Körper verbunden bleibt, solange davon auch nur etwas übrig ist! Ist doch ganz klar! Aber irgendwie... hab' ich hier oft das Gefühl, die Leute wär'n blind und taub," versagt Liljas Stimme nach und nach, und sie fällt seufzend in Jareds Arme, um sich auszuweinen und langsam zu beruhigen. Allerdings geschieht das wirklich nur langsam, denn immer wieder wird das Mädchen von einer neuen Woge der Traurigkeit und der Tränen übermannt.
Irgendwann, als das Feuer fast gänzlich niedergebrannt ist, löst sich die junge Karrn aus der Anschmiegung und schaut Jared mit roten, verheulten Augen an. "Deine Hand... das müssen wir uns anschau'n. Aber was ist, wenn's was ernstes ist? Wer kann dir dann helfen? Das ist doch dein Geheimnis?," ist sie sichtlich in Sorge.

Wenige Augenblicke darauf wird die Bestattungszeremonie für abgeschlossen erklärt und die Abenteurer werden zusammengerufen, um ein reichliches Mahl zu sich zu nehmen und der obersten Druidin über die Geschehnisse in den Ruinen zu berichten.
Die Totenbeschwörerin ähnelt einer Puppe, so bleich und steif wirkt sie, als sie sich vor dem großen, aber leichenfreien Feuer neben ihrem Liebsten niederlässt. Die Speisen rührt sie zunächst gar nicht an, sondern wirft nur hin und wieder einen verstörten, leicht panischen oder auch trarigen Blick zu Sellyria. Kein Wort dringt jedoch über die kühlen, trockenen Lippen der Nekromantin.
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Baellanna

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[Part III] Red Hand of Doom
« Antwort #10 am: 11.06.2008, 08:06:09 »
Die Kundschafterin hört den Bericht des Kriegsgeschmiedeten aufmerksam zu. Sie versucht trotz der etwas seltsamen Wortwahl des mechanischen Wesens zu verstehen, was Storm ihr erzählt und nickt während des Vortrages bestätigend, um dem Kämpfer zu zeigen, dass sie alles versteht und er mit seinem Bericht fortfahren kann.
Als Storm von dem Tode der Druidin erzählt tritt schmerz in den Blick der Frau. Schließlich fragt sie den Geschmiedeten: "Und warum hat niemand von euch ihren Ausfall unterstützt? War es nicht euer Ziel die Eier zu zerstören und daher ein logischer Weg zu den Eiern zu gehen?" Die Frau stellt diese Frage in einem ruhigen Ton. Es scheint so, als wolle sie den Verlauf des Kampfes verstehen und nicht den Kämpfern einen Vorwurf aus ihrem Verhalten machen. Dann lächelt sie den Storm an: "Ihr könnt ruhig eure - Verletzungen - weiter behandeln, während ihr mir antwortet."

Baellanna weckt die Abenteurer rechtzeitig vor dem Beginn der Zeremonie. Die Vorbereitungen der einzelnen Mitglieder der Kämpfer gegen die Rote Hand nimmt sie mit Interesse zur Kenntnis, kommentiert aber weder die offensichtliche Übelkeit des bleichen Mädchens noch den schlechten Zustand, in dem sich Jared befindet. Ihr ist nicht ganz klar, was den Mann plagt, aber er scheint offensichtlich trotz seiner körperlichen Mängel für einen Kampf gegen die Rote Hand gut geeignet zu sein.
Während der rituellen Verbrennung von Lyndwyn bleibt sie in der Nähe der Gruppe, weil sie damit auch anzeigen will, dass sie diese begleiten wird und zumindest nun zu ihnen gehört. Als sie sieht, dass Lilja während des Feuers mit den Tränen zu kämpfen hat, ist die Kundschafterin fast schon gerührt. Offensichtlich hatte es Lyndwyn in der kurzen Zeit der Zugehörigkeit zu dieser Gruppe geschafft, sich zumindest eine Freundin in dieser Gruppe gemacht zu haben. Dass das Mädchen dann in die Dunkelheit verschwindet, um ihren Schmerz nicht offen zu zeigen, akzeptiert die Frau. Und auch, dass Jared ihr hinterhergeht, um sie zu trösten, sieht Baellanna eher als gutes Zeichen.
Als schließlich nach dem Herunterbrennen der Feuer der Festschmaus beginnt, bleibt die Jägerin in der Nähe der Gruppe und als schließlich die hohe Druidin, um einen ausführlichen Bericht bittet, ist sie gespannt, wer diese Aufgabe nun nachkommt. Zwar hat sie bereits erfahren, wie der kampf verlaufen ist, aber sie interessiert auch, welche Erkenntnisse die Gruppe über den Feind gewonnen hat. Mit neugierigen Blicken schaut sie auf die Gruppe.

Conina

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[Part III] Red Hand of Doom
« Antwort #11 am: 11.06.2008, 09:22:14 »
Nach der Zeremonie ist sich Conina nicht ganz sicher, ob sie sich freuen soll. Es ist eine große Ehre und der Beweis, dass die Zuwendung zu Natur und zum Kampf die richtige Wahl gewesen ist, dennoch ist Conina unglücklich.
Das Unglück ist die Situation um sie herum. Die Probleme in der Gruppe sind dabei der kleinere Übel, aber auch sie machen es der Waldhüterin zu schaffen. Schlimm ist für sie besonders, dass Lyndwyn, welche Zusammensetzung um einiges erträglicher gemacht hat, nun nicht mehr ist. Aber vielleicht versteht sie sich auch mit Beallana gut, auch wenn diese, wenn sie es recht mitbekommen hat, keine Waldhüterin ist.

Später am Feuer bei der Obersten Druidin wirkt Conina immernoch geknickt und es wird nicht besser, als die Gruppe gebeten wird einen Bericht abzugeben, dennoch möchte Conina den Bericht abgeben, sie reicht sich sogar förmlich darum und beginnt sofort, bevor vielleicht Lilja ihren Mund öffnet und wieder mit Beleidigungen umsich wirft oder anderweitig unpassend verhält, wie bei ihrer Ankunft hier im Lager.
"Mit der Hilfe des seiner Hochwürden, dem Hohepriesters Schneemantel, der trotz erster Meinungsverschiedenheiten uns seine Unterstützung gewährte, gelangten wir sicher zu den Ruinen von Rhest. Er, zusammen mit der ehrenwerten Lyndwyn, brachte uns erst auf Eulen an den Rand des Sumpfes und führte es uns den restlichen Weg bis zum See von Rhest. Auf dem Weg hielt er uns aus jeder Art von Kampf heraus, so dass wir ohne Schaden den See, der sich über der Stadt gebildet hat, ankamen.
An jener Stelle blieb der Hohepriester zurück, jedoch mit dem Versprechen auf uns zu warten.
Den Rest des Weges mussten wir selbst bewältigen, wobei uns Lyndwyn ein große Hilfe sein sollte. Sie wandelte sich in ein Krokodil und zog alle außer Storm, der nicht atmen muss, bis an das Hauptgebäude heran, ohne dass wir bemerkt wurden. Leider konnte sie uns nicht auch bis zur Rückseite führen, so dass frontal angreifen mussten, auch wenn genau diese Position gut besetzt war.
Der Angriff verlief jedoch besser, als erwartet, denn zuerst konnte Lilja einen ihrer Helfer rufen, der uns das an Land gehen vereinfacht hat, weil er die Feinde auf Abstand hielt, während Lyndwyn und Storm, welche auf die Rückseite gelangen konnte, die Feinde dort innerhalb kurzer Zeit überwältigen konnten.
Unser größtes Problem in diesem Moment war die Bogenschützen, welche auf den restlichen Ruinen verteilt sassen und uns schwer traffen. Im Inneren des Hauptgebäudes, in welches wir uns kämpften, waren wir jedoch geschützt vor Pfeilen.
Dafür zeigte trafen wir sofort auf zwei magiekundige Hobgoblins und einen Kämpfer.
Schnell konnten wir die beiden Magiekundigen ausschalten, so dass nur der Kämpfer blieb. Dieser wurde dann von einem schwarzen Drache, der in den Kampf eintrat getötet, denn dieser hatte sein Odem auf fast alle im Raum stehenden gespuckt und selbst einen Verbündeten damit angegriffen. Mit Hilfe von Magie konnte er jedoch erstmal vertrieben werden. Wir sollten erst später nochmal mit ihm kämpfen müssen.
Im gleichen Haus fanden wir noch weitere Hobgoblins, welche der Magie kundig waren und auch stark genug waren," Conina wirkt dabei deutlich geknickt, aber dennoch steht sie zu diesem Detail, während sie die Helfer von Lilja lieber nicht genauer beschreibt, "die Kontrolle über mich zu übernehmen. Ich weiß nicht wie. Doch zum Glück konnte der Bann mit der schnellen Vernichtung der Hobgoblins gelöst werden. Es kam danach noch zu einem kurzen Kampf mit einem Wyrmlord und danach zum entscheidenden Kampf mit dem Drachen, den wir nun entgültig vernichten konnten, denn seinen Hort, indem wir seltsame Schätze fanden welche Lyndwyn zweimal die Sinne raubten, ich weiß auch nicht wie, wollte er nicht allein lassen.
Von Nebengebäuden nachkommende Feinde wurden von Helfer von Lilja zurückgedrängt.
Leider war dies icht der letzte Kampf, denn die Eier nach denen wir suchten, fanden wir dort nicht, so dass wir zu einem Nebengebäude mussten, dass über einen Steg angeschlossen war. Zumindest blieben uns Pfeilangriffe erspart, nachdem wir den Kopf des Wyrmlords den Schützen zeigen konnten.
Jener letzter Kampf ging gegen die Mutter der Eier, ein seltsames drachenartiges Wese, was ich zuvor noch nie gesehen habe, und zwei weiteren, kleineren Exemplaren der Rasse.
Zu Beginn dieses Kampfes mussten wir erst in das verschlossene Innere gelangen. Doch als wir es endlich geschafft hatten, waren schon zwei Drachenwesen durch das Wasser nach draußen gekommen und hatten begonnen uns mit Säure anzugreifen. Später folgte auch das Muttertier, so dass der Kampf vor dem Hauptgebäude stattfand und nicht im Inneren des Nebengebäudes. Als Lyndwyn dann zu den Eiern stürmte, waren wir anderen draußen alle im Nahkampf verwickelt. Aarnai und ich konnte ihr erst folgen, nachdem Storm unseren Feind gefällt hat. Doch als ich das Nebengebäude erreichte, hatte die Echsenmutter Lyndwyn an einer Wand gedrängt und als Lyndwyn fliehen wollte, abermals angegriffen und den Todesstoß gegeben. Wir konnten nicht mehr helfen. Daran änderte auch nichts, dass der Kampf wenige Sekunden später vorbei war.
Kurz danach kamen eure Eulenreiter und brachten uns hierher." Endet Conina ihre Erzählung und starrt traurig nach unten auf den Boden, während sie an den Verlust von Lyndwyn denkt. "Von dem Schicksal von Hohepriester Schneemantel und seiner großen Hilfe erfuhren wir erst von eurer Seite."
"Ich habe gar nicht damit gerechnet zu sterben!"

Aarnai Wulfkhant

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[Part III] Red Hand of Doom
« Antwort #12 am: 11.06.2008, 11:20:38 »
Als sie sich niederlegt um vor der Zeremonie noch einmal zu schlafen, muss Aarnai an Jared denken. Der Mann war ihr bisher immer kräftig und gesund erschienen, dass er jetzt so eine seltsame Krankheit zu haben scheint, besorgt die Wandlerin. Vielleicht wurde er ja von Lilja angesteckt? Vielleicht wissen ja die Elfen mehr über so etwas. Immer unklarer werden Aarnais Gedanken, bis sie schließlich in einen tiefen und traumlosen Schlaf fällt.
Plötzlich schreckt Aarnai hoch. Irgendetwas stimmt da nicht. Nach ein paar Minuten, in denen nichts als ihr Herzklopfen in der Stille zu hören gewesen war, bemerkt Aarnai, dass es der Geruch nach Tod und Fäulnis ist, der sie beunruhigt hat. Einen Anfall von Übelkeit unterdrückend, wendet sie ihren Kopf in die Richtung, aus der der Geruch kommt - und für einen Moment setzt ihr Herzschlag aus. Aarnai blickt genau in die Augen eines Wurmlords, die in dem dämmrigen Licht schwer zu sehen sind. Ein dauert ein paar Momente, bis ihr einfällt, dass es sich nur um ein Andenken Liljas handelt und doch verschwindet das Bild nicht so schnell aus ihrem Kopf. Es erscheint Aarnai eine Ewigkeit, bis es ihr endlich gelingt, erneut einzuschlafen. Diesmal prägen jedoch schreckliche Bilder ihre Träume. Da waren Hobgoblins, die sich zu Ajax verwandelten, welche wiederum als Untote mit Lilja auf dem Arm zurückkehrte... In dem Glauben, sich mit der Kriegsaxt zu verteidigen, wälzt Aarnai sich während dem Schlaf herum und fährt schließlich mit einem entsetzten Schrei hoch.
Vor sich sieht sie die Elfe, die sie geweckt hat. "Verzeiht, ich hatte einen schlechten Schlaf.", entschuldigt sie sich bei dieser und klingt dabei absolut aufrichtig. Nachdem sie sich vorgenommen hatte, sich den Elfen gegenüber diesmal freundlicher zu erweisen und ihre Gastfreundschaft zu schätzten, war es ihr nun unangenehm, Baellanna - vermutlich ihre neue Gefährtin - zur Begrüßung anzuschreien.
Bis zur Zeremonie hat Aarnai sich allerdings gefangen. Gespannt sieht sie zu, was für Riten die Elfen haben. Dabei schweift ihr Blick allerdings auch immer wieder zu Baellanna ab. Weniger, weil sie diese in Aarnais Augen hübsch und interessant zugleich aussieht, als mehr um die neue Gefährtin einzuschätzen. Ob sie so gut kämpfen kann wie Lyndwyn?
Dann beobachtet Aarnai die Zeremonie rund um Conina. Auch wenn sie nicht nachvollziehen kann, dass die Valenar freiwillig einen Menschen unter ihresgleichen aufnehmen, freut sie sich doch für Conina. Es stimmte schließlich, dass die Waldläuferin, für einen Menschen, der Natur sehr verbunden schien und sich vermutlich auch deren Respekt erworben hatte.
Während der Verbrennung Lyndwyns, verspürt Aarnai hingegen Trauer, aber auch Erfurcht. Mit ernstem Blick, sieht sie ihre tote Gefährtin noch einmal an und verabschiedet sich dann in Gedanken von dieser. Anschließend kniet Aarnai nieder. Den Blick zu Boden gerichtet spricht sie in Gedanken ein Gebet zu Balinor. Sie bittet den Gott, gut für Lyndwyn zu sorgen und berichtet von deren Verdiensten.
Anschließend folgt Aarnai den anderen zum Mal. "Aarnai Wulfkhant.", stellt sie der Elfe vor, nachdem sie bemerkt, dass sie dies bisher noch nicht getan hatte. "Ich bin Balinor-Priesterin und fungiere in dieser Gruppe vor allem als Heilerin.", fügt sie hinzu und blickt Baellanna an - freundlich und zugleich auffordernd. Schließlich weiß sie selbst auch noch nicht allzu viel über ihr Gegenüber.
Dann hört Aarnai dem Bericht Coninas zu. An einigen Stellen nickt sie, insgesamt ist sie mit den Worten Coninas sehr zufrieden. Sie enthalten alles wichtige und sind außerdem neutral gehalten. Vielleicht hat sie es in ihrer neuen Position nicht mehr nötig, sich stets mit Lilja zu streiten.
Dennoch fügt Aarnai dem Bericht ihrer Gefährtin noch etwas hinzu: "Wir haben bei den toten Feinden übrigens noch einige Gegenstände gefunden. Gibt es hier vielleicht Kundige, die bei der Identifikation helfen können? Ich denke, die Gegenstände könnten uns auch ein wenig weiterhelfen, herauszufinden, mit was wir es bei der Roten Hand genau zu tun haben."

Storm

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[Part III] Red Hand of Doom
« Antwort #13 am: 11.06.2008, 12:54:55 »
"Sie gab ihre Absicht nicht bekannt, daher konnten sie ihr nicht helfen. Sie waren grade in den Kampf gegen zwei weitere der Bestien verstrickt." Storm verfällt für einen Moment wieder ins Schweigen, ist doch das wichtigste wieder gesagt. Kurz darauf ergänzt er die Aussage jedoch noch. "Jedoch kann man sagen, dass Lyndwn mit ihren Ausfall dafür gesorgt hat, das sie genug Zeit hatten die beiden anderen Geschuppten zu vernichten. Auch wenn es zu ihrem Tod führte, hat ihr Einsatz wohl das Schlachtenglück gewendet und weitere Tote verhindert:" Danach nimmt Storm wieder seine Arbeit auf und beginnt auch schon an Platten herumzuhämmmern und zu biegen, um sie wieder in Form zu bringen. Bis zur Zeremonie hat er nicht viele der wirklichen Beschädigungen reparieren können, jedoch sieht man sie nicht mehr so offensichtlich, wie zuvor.

Die Verbrennung selbst wohnt er ohne besondere Gefühle bei. Für ihn ist es normal, das nach Schlachten die Leichen verbrannt werden, wenn man sie nicht beerdigen kann. Das einzige, was ihn ein wenig wundert ist, dass Lyndwyn scheinbar einen höheren Stellenwert in der Gruppe der Elfen gehabt hat, als zuvor angenommen. Schließlich wohnt das ganze Lager der Verbrennung bei, eine Ehre die sonst nur Anführern und hohen Offizieren zu Teil wird, zumindest soweit Storm es kennt.
Coninas Zeremonie verfolgt er mit etwas stärkerem Interesse. Gibt diese doch Auskunft über die Denkweise der Bewohner.der Bewohner dieser Gegend. Außerdem ist das ganze wohl gleich bedeutend mit einer Zeremonie, der der Beförderung beim Militär entspricht. Dabei stellt sich ihn die Frage ob Conina damit so etwas wie die Kommandantin ihres Trupps wird und damit Rheons Lücke füllt. Aber auch, ob alle bereit wären ihr zu folgen.

Der beginnende Festschmaus ist Storm herzlich ega, er braucht weder Speis noch Trank. Er sucht Conina in der Menge um sie zum Feuer, an dem die Druidin wartet zu begleiten. "Er denkt, dass ist eine der Momente, wo Menschen einander gratulieren, also wünscht er euch auch alles Gute", kommt es recht unbeholfen übers Storms metallische Lippen. Es wird wieder einmal deutlich, dass er vom Zusammenleben der Fleischlinge eigentlich keine Ahnung hat. Am Feuer angekommen sieht er seine Vermutung dadurch bestätigt, dass Conina das Wort ergreift und der Druidin berichtet, was geschehen ist.
Verdammte Axt!
Killing means never having to say you're sorry!

Jared

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[Part III] Red Hand of Doom
« Antwort #14 am: 11.06.2008, 14:39:13 »
Jared schaut verunsichert bei Liljas Worten, da er keinen blassen Schimmer hat wie er ihr helfen könnte. Denn ob sie es wahr haben will oder nicht, ist sich nicht jeder in der Überzeugung mit den Toten und der Seele so sicher wie sich. Trotzdem antwort er etwas zögerlich und betrübt klingend.
„Ich...ich weiß es nicht. Ich habe keine Ahnung von so etwas...ich weiß weder, was mit einer Seele passiert, noch mit dem Körper, noch ob sie verbunden bleiben. Ich weiß nicht mal, ob es eine Seele gibt...“
Jared lässt für einen Moment den Kopf hängen, doch dann fällt Lilja im schon in die Arme und weint sich aus. Da Jared ihr wirklich helfen will, aber nicht wirklich etwas machen kann, lässt er Lilja in Ruhe ausweinen. Dabei streicht er ihr immer wieder beruhigend durch das Haar und über den Rücken. Er achtet auch darauf seine Hand nicht noch einmal zu verkrampfen wie es ihm zuvor schon passiert ist. Er wartet einfach geduldig bis sich Lilja beruhigt hat und hofft ihr wenigstens durch seine Nähe eine Hilfe zu sein. Denn er will Lilja nicht gern so sehen und es betrübt ihn etwas.
Als sie endlich soweit ist, erwidert er den Blick ihrer verheulten Augen mit einem hoffnungsvollen Blick, doch da schleicht sich schon wieder die nächste Sorge ein. Jared seufzt und schüttelt resigniert den Kopf.
„Ich weiß es nicht...vielleicht muss ich es Aarnai zeigen. Vielleicht interessiert es auch niemand...vielleicht aber auch doch. Aber irgendwer muss sich darum kümmern oder es sich ansehen oder? Ich wünsche es wäre nie passiert und dieses verdammte Mal wäre nie entstanden.“

Dann folgt Jared Lilja zu den Anderen und zum dem Feuer samt Festschmaus. Doch Jared lässt sich einfach neben Lilja nieder. Das Essen vorerst unberührt, denn mehr Sorgen bereit ihm der Zustand von Lilja und seine eigene Übelkeit, welche sowieso verhindert, dass er einen ernsthaften Hunger verspürt.
Er drückt Lilja deshalb fest an sich und hofft ihr irgendwie helfen zu können, da er Lilja noch nie in diesem Zustand gesehen hat. Sein Blick lässt er dabei allerdings über die Anwesend schweifen, wenn auch sein Blick verschleiert durch Trauer, Sorge und die Schmerzen sind. Er lauscht aufmerksam jedem der gesprochenen Worte, doch schweigt selbst. Zum einen wüsste er nichts beizutragen und zum anderen ist ihm im Moment nicht danach großartig Geschichten zu erzählen. Deshalb bleibt er Stumm mit Lilja an seiner Schulter und starrt abwechselnd in das Feuer und zu seinen Gefährten.
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