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Autor Thema: [IC] Glas und Hass  (Gelesen 35119 mal)

Beschreibung: Das Brandopfer - Kapitel 2

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Eando Kline

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[IC] Glas und Hass
« Antwort #510 am: 21.10.2009, 23:23:56 »
Auf den ersten Blick waren es nur Skelette, eines hinter jeder der drei Türen in jeweils einem kleinen, wohl als Gefängniskammer gedachten Raum. Uralt schon, und ganz sicher keine Bedrohung. Erst auf den zweiten Blick erkannte Mestrard, dann auch die anderen, dass sie es hier mit Abnormitäten zu tun hatten. Eines der Skelette hatte drei Arme, das zweite einen furchtbar verformten Kopf, das dritte einen Rippenkäfig, der bis hinab zum Becken reichte. Ob es sich dabei um natürliche Mutationen oder das Ergebnis fürchterlicher Experimente handelte, wer konnte das heute schon noch sagen.


Mestrard

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[IC] Glas und Hass
« Antwort #511 am: 23.10.2009, 00:16:37 »
"Hier scheint wahrlich ein altes Übel im Gang zu sein." Obwohl die Entdeckung den Kleriker schockierte, blieb er ernst und gefasst. "Dennoch haben wir keine Zeit zu verlieren." Dieses Mal wartete Mestrard darauf, dass Ocura  die Führung übernahm, denn er hatte den Blick der Halblingsfrau wohl wahrgenommen, auch wenn er mit keinem Wort darauf reagierte. Sie hat ja Recht!
Das menschliche Herz hat eine fatale Neigung, nur etwas Niederschmetterndes Schicksal zu nennen.

Emyralda

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[IC] Glas und Hass
« Antwort #512 am: 23.10.2009, 11:21:33 »
"Was meint ihr, waren das wirklich einmal Menschn? Was ist ihnen widerfahren?"

Arathis

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[IC] Glas und Hass
« Antwort #513 am: 23.10.2009, 13:56:44 »
Arathis zuckt im ersten Moment etwas zusammen, als er die Skelette sieht.

Arathis schüttelt angewidert den Kopf und sagt: "Die armen Teufel, was hat man nur mit denen gemacht! Na ja immerhin wurden sie nach ihrem Tod nicht auch noch in Untote verwandelt. Und ich glaube schon, dass es mal Menschen gewesen sein könnten, Emyralda. Wenn sie auch möglicherweise durch perverse magische Experimente äußerlich verändert wurden."

Dann schaut Arathis direkt zu Mestrard und sagt: "Wenn Ihr nichts dagegen habt, Mestrard, dann werde ich mich hinter Ocura halten. Die Treppe schien ziemlich finster zu sein und ich sehe ja mit meiner Dunkelsicht etwas mehr."


Wahrer Name: "Der, welchen die Toten verschlingen werden."

Mestrard

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[IC] Glas und Hass
« Antwort #514 am: 29.10.2009, 07:14:30 »
Mir ernstem Gesichtsausdruck antwortete der Kleriker der schönen Tänzerin. "Ja, ich befürchte es waren widerwärtige Experimente, vielleicht ein Teil der Folter." Für den Priester zählten im Moment andere Dinge, Sandspitze, und so konnte er die Monströsitäten gut aus seinen Gedanken verbannen.
"Ja, Arathis.  Ein guter Gedanke. Dann los." Während die anderen sich positionierten, schloß der Kleriker die Türen der Zellen und spendete rasch jedem Skelett Pharsamas Segen. Auch wenn es angesichts ihres Zustandes schon sehr spät war.     
Das menschliche Herz hat eine fatale Neigung, nur etwas Niederschmetterndes Schicksal zu nennen.

Ocura Al Tenerat

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[IC] Glas und Hass
« Antwort #515 am: 29.10.2009, 17:48:56 »
Andächtig verharrte Ocura in der vorgeschriebenen Gebetshaltung, während sie zusah, wie Mestrard die Leichen segnete. Die Bestattung dieser armen Kreaturen würde noch eine Weile warten müssen, denn jetzt gerade waren wichtigere Dinge zu erledigen. Nach dem Segen schickte sie selbst noch ein kurzes Gebet zu Pharasma und machte sich dann auf den Weg die Treppe hinab, die sie noch nicht untersucht hatten. Vor der Dunkelheit fürchtete sie sich nicht, achtete aber trotzdem darauf, dass Arathis so wie er es versprochen hatte, direkt hinter ihr ging, wusste sie doch, dass es auf diese Weise für Mestrard sicherer war, für dessen Schutz sie verantwortlich war.

Eando Kline

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[IC] Glas und Hass
« Antwort #516 am: 30.10.2009, 21:48:09 »
Nach nur ein paar Metern öffnete sich der Treppenabgang in einen weiteren,etwa 15 m langen Raum hinein, dessen gegenüberliegendes Ende einen Halbkreis bildete. Aus der rechten Seitenwand führte ein weiterer Gang wieder hinaus. Auf dem Boden lagen in einem unregelmäßigen Muster angeordnet 11 Holzdeckel, die, soweit man das erkennen könnten, jeweils ein Loch im Boden abdeckten. Ocura schauderte, als sie das Scharren und Kratzen wahrnahm, dass aus diesen Löchern heraufzusteigen schien.

Emyralda

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[IC] Glas und Hass
« Antwort #517 am: 03.11.2009, 12:25:05 »
"Villeicht ist das ein weiterer Teil der grausamen Experimente. Wer weiß, was unter diesen Deckeln lauert. Wenn wir vorsichtig sind, bleiben di Viecher dort, wo sie sind", flüsterte die Tänzerin. Dabei schaut sie sich nach einem Weg um, der sie unbeschadet durch den Raum bringen würde.

Mestrard

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[IC] Glas und Hass
« Antwort #518 am: 06.11.2009, 07:13:25 »
"Wir sollten zumindest hineinsehen." Gab Mestrard ernst zu Bedenken. "Wer weiß, ob es verlorene Seelen oder noch schlimmer Untote,  Verbrechen gegen  den ewigen Kreislauf sind." Nachdenklich blickte er die anderen an. Einen nach dem anderen. "Außerdem wäre mir Unwohl, wenn etwas in unserem Rücken lauert, von dem ich nicht weiß, was es ist. Wir können ein Loch umstellen und dann hinabsehen."
« Letzte Änderung: 06.11.2009, 17:05:57 von Mestrard »
Das menschliche Herz hat eine fatale Neigung, nur etwas Niederschmetterndes Schicksal zu nennen.

Arathis

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[IC] Glas und Hass
« Antwort #519 am: 06.11.2009, 14:45:28 »
"Es könnte sich hierbei um die Wesen handeln, auf die wir zuvor schon die ganze Zeit getroffen sind. Vielleicht wird es Euch überraschen, das gerade von mir zu hören Mestrard, aber wenn ich so leben müsste wie diese Wesen nach dieser seltsamen Transformation oder was auch immer sie verändert hat, dann stelle ich mir das wie eine große Qual. Auf ewig nur noch Hass und Wut empfinden zu können, so kommen einem die Wesen zumindest vor, stelle ich mir einfach nur schrecklich vor. Unbändiger Hass, unbändige Wut. Vielleicht würden sie im Tod mehr Ruhe finden als im Leben. Auch wenn es sicherlich nicht unriskant ist, all diese Wesen zu töten und nicht jeden Einzelnen von ihnen zu umgehen; aber irgendwie fände ich es gut, wenn man endlich für ihre Erlösung sorgen könnte.", gibt Arathis leise zu bedenken.
Wahrer Name: "Der, welchen die Toten verschlingen werden."

Mestrard

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[IC] Glas und Hass
« Antwort #520 am: 06.11.2009, 17:07:49 »
Der Kleriker nickte nur stumm und blickte den Berobten durchdringend an. "Ja, Ihr habt recht." Dabei überließ er es Arathis, zu verstehen, worauf er sich genau bezog. Auf das Erstaunt sein oder seinen Vorschlag. "Wohlan. umstellen wir die erste Falltür."
Das menschliche Herz hat eine fatale Neigung, nur etwas Niederschmetterndes Schicksal zu nennen.

Emyralda

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[IC] Glas und Hass
« Antwort #521 am: 06.11.2009, 17:26:19 »
Obwohl Emyralda nicht wohl bei der ganzen Sache war, zog sie ihr Rapier und legte sich passende Zauber zurecht. Dann nickte auch sie Mestrard zu.

Perriyon

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[IC] Glas und Hass
« Antwort #522 am: 11.11.2009, 16:12:13 »
Perriyon hörte dem Berobten mit einer hochgezogenen Augenbraue eine Weile lang zu. Wenn er ehrlich war, war er nach dem, was er bisher gesehen hatte nicht überrascht, diese Worte von ihm zu hören, aber er entschied sich, nichts dazu zu sagen. Der Worte sind genug gewechselt. zitierte er im Geiste, "Lasst uns endlich taten sehen!"
Den neuen Weg aus den Raum hinaus zu nehmen wagte er jedoch auch nicht. Noch war er zumindest nicht bereit, sich wieder den vernichtenden Blicken der kleinen Stammeskriegerin zu stellen, und er wollte es ihr diesmal zugestehen, sich wieder in die erste Reihe zu stellen. Er hatte den Eindruck, dass nicht nur er, sondern auch der Priester gut auf sie acht geben würde.
Nachdem er ihr einen ermutigenden Blick zugeworfen hatte, machte er sich stattdessen wortlos daran, seine Neugier zu befriedigen und öffnete wahllos einen der am Boden liegenden Deckel.
Schlaf, Kindlein! Schlaf!

Ocura Al Tenerat

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[IC] Glas und Hass
« Antwort #523 am: 12.11.2009, 18:16:19 »
Ocura deutete Perriyons Blick als Aufforderung und stellte sich mit gezogenen Schwertern direkt neben die Falltür, die er sich anschickte zu öffnen. Was auch immer dort unten war, es würde für ihre Gefährten keine Gefahr darstellen. Dafür würde sie schon sorgen.[1]
 1. Ready Action: Sobald irgend etwas irgend jemanden von uns angreift: Angriff mit Scimitar und Kurzschwert.

Eando Kline

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[IC] Glas und Hass
« Antwort #524 am: 06.12.2009, 22:45:52 »
Ocuras gute Absichten lösten sich in Luft auf, als just in diesem Augenblick einer der anderen Deckel geradezu wegexplodierte und eine Kreatur herausgesprungen kam, die von einem wahnsinnigen Gott erschaffen worden sein musste. Nur noch vage war die Ähnlichkeit zu seinem früher wohl goblinoiden Dasein zu erkennen. Seine ledrige, überall tätowierte Haut schien dem Druck der darunterliegenden Muskeln fast nicht mehr standhalten zu können. Die milchigen, pupillenlosen Augen fixierten die Eindringlinge, während sich das zahnbewehrte Maul zu einem hungrigen Grinsen verzog. Der aus dem Hinterkopf herauswachsende miniaturfuß, gab dem Wesen ein groteskes Aussehen, allerdings wurde Ocuras Blick eher von den 3 Waffen angezogen, die das Wesen in seinen Händen hielt. Wider alle Gesetze der Natur wuchsen direkt neben dem Hals zwei weitere Arme aus dem Oberkörper der Kreatur und ermöglichten es ihm damit, eine weitere Waffe drohend emporzurecken, wobei es durchaus den Eindruck machtee, als wisse es Langschwert, Beil und Dolch auch entsprechend einzusetzen.

Ein Warnschrei. Arathis hatte ihn ausgestoßen. Ocura und Perriyon hatten vergessen, auf die Grube vor sich zu achten, und dabei die beiden Klauenhände übersehen, die sich hungrig daraus emporstreckten. Sie hätten beide keine Zeit mehr gehabt, zu reagieren, aber der ehemalige Leibwächter warf sich gedankenschnell nach vorne und schleuderte die beiden zurück, bevor die Klauen ihr Ziel fanden. Unglücklicherweise trug ihn der Schwung der eigenen Bewegung über den Grubenrand auf den Deckel hinaus, der prompt unter seinem Gewicht einbrach. Er verschwand aus dem Blick seiner Freunde. Dann ein zweiter, gellender Schrei, der abrupt abbrach und von einem schmatzenden Geräusch ersetzt wurde.

[edit] weiter im Kampfthread, sobald ich den Post erstellt habe[/edit]
« Letzte Änderung: 06.12.2009, 22:46:49 von Eando Kline »

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