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Autor Thema: Inplay - Prolog  (Gelesen 19980 mal)

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Ethan

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Inplay - Prolog
« Antwort #60 am: 19.09.2004, 12:29:48 »
 Ethan stand immer noch ein wenig erschrocken da, bevor er zu grinsen anfing. Mit dem Daumen entfernte er den Verschluß des kleinen Fläschchens und schüttete zum Erstaunen aller die Flüssigkeit in seinen Mund.

"Auf Dein Wohl, Blechbüchse...... Was schaut Ihr denn so? Das ist doch nur einer der Heiltränke, den ich damals in den Ruinen unter dieser Stadt gefunden habe.
Ich hole uns mal was zu trinken, wir können es wohl gebrauchen"


Dann entfernte er sich in Richtung der zerstörten Tür, sich dabei umschauend, ob sich noch einer der Kobolde regte.  

Dorin d'Cannith

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Inplay - Prolog
« Antwort #61 am: 19.09.2004, 12:36:29 »
 Der Gestank nach Verbranntem und der dunkle Qualm im Raum ließen Dorin kurz Husten, bevor er sich ein Stück Stoff vor den Mund hielt. Sein Blick ruhte auf dem immer noch qualmenden Kriegsknecht, der so fanatisch gekämpft hatte, und schien diesen zu durchbohren. Mit wohl gewählten Schritten arbeitet sich Dorin durch das Chaos hindurch, welches der Kampf hinterlassen hatte. Überall waren Blutzspritzer und kleine Lachen, die die Kobolde hinterlassen hatten und ein nicht gerade Geringer Teil der Einrichtung war beschädigt worden. Geistesabewsend räumte er einen halb zerschmetterten Stuhl aus dem Weg und machte kurz vor dem ausgeschalteten Konstrukt halt. Langsam ging er in die Hocke, um sich ein Bild von der Zerstörung zu machen, die die Flammen angerichtet hatten. Vielleicht war der Kriegsknecht ja nur ausgeschaltet und nicht endgültig zerstört.

Inplay - Prolog
« Antwort #62 am: 19.09.2004, 12:37:38 »
 Langsam, nur ganz langsam wurde Cerzil richtig bewusst was gerade geschehen war. Urplötzlich weiteten sich seine Augen, seine Wangen blähten sich auf und schließlich ergoß sich sein Mageninhalt wie ein Sturzbach über den blutigen Fussboden.
Er hustete und spuckte, stützte die Hände auf die Knie und versuchte wieder zu atem zu kommen.
Bei allen Göttern, was für eine Kreatur seid ihr, das ihr jetzt an etwas zu trinken denken könnt?, krächzte der Junge in Ethans Richtung.

_Guamorr

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« Antwort #63 am: 19.09.2004, 13:08:28 »
 Dorins Hoffnungen wurde ein jähes Ende gesetzt als der Ork sich vor den gefallenen Gegner hockte, unvermittelt den Kiefer des Kriegsknechts ergriff und nach oben riss. Plötzlich schimmerte die lange Klinge eines Dolchs in der rechten Hand Guamorrs, und der rammte sie dem Gefallenen ohne zu zögern zwischen die dicken Ranken seines Halses. Mit einem kräftigen Ruck, der einem Lebewesen ohne Zweifel das Genick gebrochen hätte, stemmte er die Klinge zur Seite, und zog sie dann langsam heraus.
Anscheinend zufrieden mit dem Ergebnis hob er sein Schild auf, welches er zuvor auf den Boden gelegt hatte, und fing an, es wieder auf seinem Rücken festzuschnüren. Dabei überblickte er den Innenraum der Schenke, und seine Miene schien wieder genau so ausdruckslos wie wenige Minuten zuvor.
 

Daeinar

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« Antwort #64 am: 19.09.2004, 17:12:50 »
 Während Dorin noch über dem mittlerweile nicht mehr brennenden Kriegsknecht hockte, wurde sein Studium jäh unterbrochen, als der Ork neben Dorins Kopf den Dolch in den Hals des Kriegsknechts rammte.

War der mechanische Krieger vorher nicht völlig zerstört gewesen, so war er es nun. Den Ork schien es zufrieden zu stimmen. Doch dieses Mal löste sich keiner der kleinen, mechanischen Boten aus dem Brustkorb des Kriegsknechts. Nach einer Weile ließ Kanatash, der angespannt in der Mitte des Raumes stand, seine Waffe sinken.

Hinter dem Tisch rappelte sich Elaydren d'Cannith langsam auf, noch spürbar nach Fassung ringend, und sich an den umgekippten Tisch klammernd. Der Schankraum des "Zerbochenen Amboss" machte seinem Namen nun alle Ehre. In wenigen Augenblicken hatte sich das gepflegte Ambiente in einen Schauplatz der Verwüstung gewandelt. Die junge Frau zitterte, und versuchte vergeblich, etwas zu sagen...

Dorin d'Cannith

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« Antwort #65 am: 19.09.2004, 18:22:44 »
 Dorin zuckte zusammen als der Ork so unvermittelt dem Kriegsknecht endgültig den Gar ausmachte, hatte sich jedoch schnell wieder im Griff. Völlig ruhig schaute er Guamorr an.
Offenbar war er gerade im Begriff noch etwas zu sagen als Elyadren sich hinter ihrer Deckung hervormühte. Sofort erhob sich Dorin und ging zielstrebig zu ihr hinüber. Völlig ruhig stand er ihr gegenüber und bot ihr eine Hand, um über einige Möbilarüberreste zu steigen. "Es scheint, eure Angelegenheit ist sogar noch dringender als es zunächst erschien. Ich und diese Leute werden euch nicht eher allein lassen, bis wir einen sicheren Ort aufgesucht habe, an dem euch keine Gefahr droht. Ich nehme an, ihr habt einen solchen im Sinn." Während seiner Worte umfasst Dorin wie selbstverständlich die umstehenden Personen mit einer ausholenden Geste und schaut Elyadren dabei ernst, aber durchaus freundlich an.

Kanatash

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« Antwort #66 am: 20.09.2004, 05:28:28 »
 Kanatash schaffte es nicht den Ork von seiner Tat abzuhalten. Zu sehr hatte er auf das Erscheinen des kleinen Boten gewartet. Als das widerwärtige Geräusch, verursacht durch den Dolch des Orks zu ihm herüber klang, presste er kurz die Lippen zusammen, zeigte jedoch vorerst keine weitere Reaktion. Er betrachtete seine Kleidung, die an der Stelle, wo eben noch die Wunde war ein großes, blutverschmiertes Loch aufwies und untersuchte die Stelle. Zufrieden vergewisserte er sich, dass die Magie perfekt gewirkt hatte. Kanatash blickte sich in dem Raum um. Die Leichen der Kobolde. Der tote Kriegsknecht. Blut und Chaos hatten hier ein zu Hause gefunden. Der Junge, der sich so eben übergeben hatte verlangte ihm ein kurzes, neckisches Grinsen ab, dann wurde sein Blick wieder ernst. Mit einer schwunghaften Bewegung streifte er seinen Umhang zur Seite, um das Schild wieder an seinem Rucksack fest zu machen.
Dann erst ging er schnellen Schrittes auf den Ork zu. "Guamorr!" schrie er ihn nur an und fasste diesen, um ihn gleich darauf hochzuziehen. "Er war besiegt." Dann ließ er ihn mit einem Ruck los und starrte ihn grimmig an, wobei seine Augen fast schon zu glühen schienen. Als er seine Emotionen wieder etwas im Griff hatte sprach er deutlich leiser, jedoch nicht weniger ernst weiter. "Was für einen Grund hattet ihr ihn zu töten?" Er ließ Guarmorr nicht aus den Augen, steckte seinen Streitkolben langsam hinter den Gürtel und wartete.
 

Inplay - Prolog
« Antwort #67 am: 20.09.2004, 09:53:05 »
 Cerzil beruhigte sich langsam wieder. Er richtete sich zu voller Größe auf. Die Verlegenheit über sein kleines Maleur war ihm deutlich anzusehen.
Dorin, Elaydren! Lasst uns zu Onkel Merrix Anwesen gehen! Dort ist es sicher. Er hat genug Macht um herauszufinden was ein "Herr der Klingen" ist und gleichzeitig können wir dort im Schutze von Wachen unseres Hauses ungestört reden.
Ich habe genug Blut und Tot für mein ganzes Leben gesehen. Wir brauchen alle ein Bad und sobald wir die Dinge besprochen haben, die euch bedrücken Lady Elaydren, brauche ich ein weiches Bett.
, meinte Cerzil während er sich den schlimmsten Dreck, von seinem einstmals weißen Anzug klopfte.
An niemand bestimmten gerichtet fügte er schließlich hinzu: Man kann sich dort auch um euren Kriegsknecht kümmern. Er hat ein paar schlimme Schläge abbekommen, mein Onkel kann ihn sicher repariern lassen. Also wenn ihr uns begleiten wollt...? Er machte eine einladende Geste und versuchte damit alle Anwesenden einzuschließen.

Ethan

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Inplay - Prolog
« Antwort #68 am: 20.09.2004, 11:19:58 »
 In diesem Moment kam Ethan durch die zerstörte Tür zurück in den Raum, in der einen Hand zwei Krüge, in der anderen Hand ein Tablett mit Zinnbechern jonglierend. Geschickt setzte er beides auf einem Tisch ab, das Chaos um ihn herum vollkommen ignorierend. Schnell füllte er einen der Becher mit dem leicht dampfenden Gebräu und nahm einen tiefen Schluck, bevor er sich an den Jungen wandte.

"Bevor ich irgendwo hingehe, will ich erstmal von ihr"...dabei zeigte er auf Elaydren..."wissen, was hier gespielt wird. Das war doch kein Zufall und ist auch nicht das erste Mal. Und beruhige Dich mal, Junge. Dein Vorgehen im Kampf hätte Dich Dein Leben kosten können."

Kopfschüttelnd machte sich Ethan daran, die anderen Becher mit dem Getränk zu füllen. Mit einem weiteren Kelch bewaffnet, schlenderte er zu Rigana herüber.

"Eine schöne Melodie wißt Ihr da zu spielen, Mylady", sagte er augenzwinkernd und bot ihr das Getränk an.

Hammer

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« Antwort #69 am: 20.09.2004, 15:20:15 »
 Bei der Aussage des Jungen fuhr der Kopf des Kriegsknechts hoch und es schien das der Hüne mit einem Ruck aus seiner Lethargie erwacht war, in der er sich kurz befunden hatte.
„Wir brauchen euren Onkel nicht, um zu wissen wer der „Herr der Klingen“ ist?“, donnerte seine tiefe metallische Stimme. „Den kennt jeder hier.“ Er schien kurz zu überlegen dann fuhr er fort: „Er ist ein mächtiger Kriegsknecht und will alle Lebewesen vernichten.“ Seine Stimme hatte dabei einen entgültigen Unterton...

Rigana

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« Antwort #70 am: 20.09.2004, 19:32:01 »
 Rigana steckte ihr Rapier ein, um sich sofort nach Kanatash und dem Jungen umzuschauen. Erleichtert stellte sie fest, dass es beiden den Umständen entsprechend gut ging.
"Der wird uns zumindest keine weiteren Scherereien verursachen. gab sie Kanatash zur Antwort. " Auch wenn ihr Recht hattet, er war tatsächlich besiegt. " fügte sie in Richtung Guamorr hinzu.
Sie ging zu dem Ort hinüber, an dem sie zuvor ihre Armbrust fallengelassen hatte, um sie wieder an sich zu nehmen.
Während sie diese am Gürtel befestigte, pflichtete sie Ethan bei:"Ihr solltet nicht allzu viel Zeit verstreichen lassen, uns nun endlich tiefer in eure Geheimnisse einzuweihen, Lady Elaydren. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass dies nicht letzte unangenehme Überraschung bleiben wird."Bei den letzten Worten lächelte sie aufmunternd zu Cerzil hinüber.
Als Ethan mit dem Krug zu ihr herüber kam, nahm sie dankbar einen tiefen Schluck:" Vielen Dank. Wie verheilen die  Wunden?"

_Guamorr

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« Antwort #71 am: 20.09.2004, 20:14:54 »
 Guamorr machte keine Anstalten Kanatashs Ausbruch zu stoppen, und lediglich sein Unterkiefer schob sich kaum merklich zur Seite während der Kalashtar sprach. Als dieser fertig war entgegnete der Ork ruhig.

“Ich werde meine Taten nicht vor dir rechtfertigen, Kalashtar.“

Guamorr wandte sich ab, richtete seine Kleidung und schaute die Halb Elfe aus den Augenwinkeln an.

“Besiegt für wie lange? Bis sie repariert wird? Ich werde keine Maschine, die ihrer teuflischen Natur folgt und jedes Leben bedroht ihres Weges ziehen lassen. Euer Krieg hat diese Bedrohung erschaffen, also wagt es nicht mir entgegenzutreten und vorzuhalten sie wieder zu vernichten sei falsch.“
 

Rigana

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Inplay - Prolog
« Antwort #72 am: 21.09.2004, 00:03:40 »
 " Ich hege nicht die Absicht Euch entgegen zu treten.Und ich bin auch bestimmt die Letzte , die gegen Eure Tat etwas vorzubringen hat.Nur hätte man ihm vielleicht auch noch die eine oder andere Information entlocken können. Desweiteren solltet Ihr Euch darüber im Klaren sein, dass Ihr gerade an der Seite einer solchen Maschine gekämpft habt. Im Übrigen scheinen wir alle  Interesse an Informationen zu haben, folglich sollten wir die Meinungsverschiedenheit vergessen, und hören was Lady Elaydren uns mitzuteilen gedenkt."versetzte Rigana den Ork.

Ethan

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Inplay - Prolog
« Antwort #73 am: 21.09.2004, 00:07:45 »
 Amüsiert betrachtete Ethan das Wortgefecht zwischen der Bardin und dem Ork. Dann reichte er auch diesem einen Becher voll warmen Weins, dessen Duft sich mittlerweile im ganzen Raum verteilt hatte.

"Danke für Eure Hilfe im Kampf gegen die kleinen Bastarde."

Dann drehte er sich erwartungsvoll zu Elaydren um, nicht ohne vorher Rigana noch ein Lächeln zu schenken.

ticTac

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« Antwort #74 am: 21.09.2004, 04:50:35 »
 Der Blick des Priesters harrte für einen Moment auf Guamorr, noch einige Augenblicke nachdem er längst ausgesprochen hatte."Die Stadtwache hätte sich um ihn gekümmert. Es ist einfach nicht euer Recht zu entscheiden, ob er sterben musste."
Als er merkte, dass der Ork sich Rigana zuwandte, beobachtete er die beiden genau. Er fiel Rigana nicht ins Wort, sprach jedoch sobald sie ihre letzte Silbe von sich gegeben hatte."Glaubt nicht, dass er euch nur ein Wort verraten hätte." kommentierte er knapp die Äußerung der Frau. Dann blickte er den Ork einige Sekunden einfach nur an, bevor er sich umdrehte und zu Elaydren hinüberging, um zu sehen, was sie zu sagen hatte.

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