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Autor Thema: Bastion of Broken Souls  (Gelesen 39446 mal)

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Brottor

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Bastion of Broken Souls
« Antwort #525 am: 18.10.2010, 13:15:45 »
Erleichtert blickt Brottor seinen Mitstreiter an und nickt ihm anerkennend zu. Dann wendet sich der Priester Tyrs an die Drachen. "Ich danke euch vielmals für eure Hilfe! Es tut uns unsäglich leid dass wir euch aus eurer Ruhe ungefragt reissen mussten, doch ich denke ihr habt gesehen dass unser Handeln nicht von Respektlosigkeit sondern von Verzweiflung geprägt war einen Weg finden zu müssen Ashardalon zu besiegen."
Respektvoll verneigt sich Brottor vor den drei metallenen Drachen.

"Das verzeiht nicht eure Respektlosigkeit uns gegen unseren Willen zu verschleppen!" dröhnt die Stimme des einen Goldenen dass der Boden bebt.
"Dennoch hat Tyr diesem Handeln zugestimmt" gibt der andere Goldene zu bedenken. "...und auch Boccob" zischt der Silberne.
"So ist es!" bestätigt der grimmige Goldene "Und wenn wir gewusst hätten was auf dem Spiel steht hättet Ihr unsere Erlaubnis bekommen uns zu rufen! Doch dass ihr dies getan habt ohne uns zu fragen widerspricht allen Regeln des Respekts dies müsstet ihr doch wissen Zwerg und Priester des Tyr!"

Brottor geht auf ein Knie und entgegnet demütig "Es ist wahr, ich habe mich respektlos verhalten und es tut mir leid! Doch bin ich nur ein fehlbarer Sterblicher und der Druck der Verantwortung lastete schwer auf uns allen und die Zeit drängte, so bitte ich euch uns unser Handeln zu vergeben"

"Wir werden es nicht vergeben!" entgegnete der grimmige, doch dann könnte man meinen dass ein wohlwollendes Lächeln seine Drachenmaul umspielt als er fortfährt "...doch wir sind in der Lage gewisse Dinge zu vergessen. Wir sind euch dankbar dass ihr Sterblichen den Mut aufgebracht habt denn Kreislauf der Seelen wieder her zu stellen. Für diese Tat sollt ihr belohnt werden wenn ihr unsere Belohnung wünscht. Wir werden euch berühren so dass in eurem Blut das Blut der Drachen fliessen soll! Dies ist ein grosse Auszeichnung welches bisher nur einmal in der Geschichte Sterblichen zu teil wurde. Eure Nachfahren werden das Blut der Goldenen und der Silbernen ihr Eigen nennen und in manchen wird die Stärke die mit unserem Blut einhergeht zu Tage treten. Die Häuser Rumnaheim, Sana, Breitling, Sammler, Somniphem und Pelor sollen Garant sein dass in Zeiten der Not Sterbliche den Mut haben einzugreifen so wie ihr dies getan habt. Nehmt ihr dieses Geschenk an?"

"Es ist mir eine Ehre! entgegnet Brottor überwältigt.
"Stärke und Weisheit sind kein Widerspruch, sondern der Weg zur Gerechtigkeit"

Thorranaga

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Bastion of Broken Souls
« Antwort #526 am: 18.10.2010, 14:03:16 »
Thorranagà schluckt. Abermals stand sein Blut zur Diskussion. Sollte er es tatsächlich verdient haben, das Blut eines so ehrenhaften Wesens wie der metallischen Drachen in sich zu tragen?
Da sind sie wieder die Selbstzweifel des Samurais, doch Thorranagà entschließt sich das Geschenk anzunehmen.

"Auch für mich stellt dies eine große Ehre dar. So soll über alle Lande verkündet werden, dass der Bund der gerechten Mächte jedes noch so große Übel besiegen kann. Und unser Blut soll dies bezeugen."

Mit diesen Worten kniet Thorranagà nieder und schließt die Augen

Geran

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Bastion of Broken Souls
« Antwort #527 am: 19.10.2010, 20:33:19 »
Auch Geran beugt das Knie vor diesen Giganten.

"Ich danke Euch für diese große Ehre."

So richtig kann Geran das ganze noch gar nicht glauben, den uralten Roten besiegt, einen Dämonenlord niedergestreckt, ein mächtiges Schlüsselartefakt geborgen und jetzt noch dies.

Schicksalsergeben kniet Geran nieder.


Orrun-Pelor

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Bastion of Broken Souls
« Antwort #528 am: 20.10.2010, 07:51:36 »
Orrun fühlt sich sehr geehrt von dem Angebot der chromatischen Drachen. Ein Gefühl des Stolzes und der Anerkennung macht sich in der Brust breit. Dennoch muss er ihr Geschenk ausschlagen:
"Ich danke euch für euer Vertrauen. Doch die Kinder, welche ich in die Welt gesetzt habe, folgen dunklen Pfaden. Demselben Pfad, welchen ich nur durch göttliche Fügung verlassen konnte. Ich bin eures Geschenkes nicht würdig und würde es zudem nicht nutzen, da ich mir geschworen habe, keine eigenen Kinder mehr in die Welt zu setzen. Kinder brauchen Eltern, welche sich um ihre Erziehung kümmern und sie auf den gerechten Pfad führen." Obwohl die Worte des Orks es nicht vermuten lassen, schwingt kein bedauern in Ihnen.

Bertsinda Breitling

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Bastion of Broken Souls
« Antwort #529 am: 20.10.2010, 09:51:59 »
Gerade als auch Bertsinda das Geschenk der Drachen empfangen will, spürt sie etwas in ihrem Körper vorgehen. In ihrem Kopf hört sie plötzlich die Stimmen ihrer Familie und des Orakels von Orn.
"S-s-sie rufen mich zurück?" stammelt die Elfingsdame leise.

Zu groß war die Freude darüber, endlich Ashardalon besiegt zu haben, als dass sie daran dachte was mit ihr geschehen könnte nachdem sie ihre Aufgabe, zu der sie entsandt wurde, erledigt hatte.

"Mir bleibt nicht mehr viel Zeit. Gehabt euch wohl gerechte Faust."

Mit diesen Worten verabschiedet sich Bertsinda von ihren Freunden.
Bei Brottor angekommen bricht der Halbling in ihr heraus und sie umarmt den Zwerg.
"Gebt gut auf Estri acht und seid nicht allzu streng mit eurem Sohn."

Der letzte der Reihe ist Thorranagà, doch Bertsinda beginnt sich bereits aufzulösen.
"Ich werde mit meinen Gedanken immer bei euch sein..."
In den letzten Augenblicken haucht sie dem Samurai einen Kuss auf die Wange, bevor sie sich in seinen Armen vollständig auflöst und in ihre Heimat zurückgekehrt ist.

Uskale

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Bastion of Broken Souls
« Antwort #530 am: 20.10.2010, 14:15:25 »
Uskale wirkt schon wieder etwas abwesend, als ob er gerade von einem sehr realistischen Traum erwacht wäre. Trotzdem vollführt auch er eine Verneignung und meint zu den Drachen "Ich danke euch für die Ehre eures Blutes. Möge es uns und den nachfolgenden Generationen wenigstens einen kleinen Teil eurer Weisheit mitgeben."

An seine Kumpanen gewandt führt Uskale aus "Ihr werdet verstehen, wenn ich mich zunächst etwas zurück ziehe, um das Erlebte zu verarbeiten und die neuen Eindrücke und Ideen zu Papier zu bringen. So viel Aufregung wie in den letzten Monaten hatte ich schon seit Jahren nicht mehr."

Wie wenig ahnt er zu diesem Zeitpunkt, dass ihn die Ereignisse noch für die nächsten 40 Jahre, bis zum Ende seines Lebens beschäftigen werden. Die Kombination von Todeserfahrung, Reise zum Zentrum des Multiversums, und dem möglicherweise doch zumindest seinen Horizont erweiternden Blut der Drachen setzen bei ihm Denkprozesse in Gang, die noch bei keinem Sterblichen in dieser Klarheit vorgekommen sind. Über die Jahre wird er eine Reihe von bahnbrechenden Veröffentlichungen schreiben, die zunächst die Existenz einer eigenen Ebene der Träume zweifelsfrei beweisen. Daraus folgt aber eine Reihe von Widersprüchen mit der gängigen Kosmologie, die Uskale erst im Laufe der folgenden Jahrzehnte aufheben kann. Am Ende wird sich heraus stellen, dass die Vorstellungen vom Aufbau des Multiversums und seiner Ebenen komplett revidiert werden müssen. Nach seinem Tode wird Uskale demnach von der gelehrten Welt in höchsten Tönen für sein Lebenswerk gelobt werden: Eine neue, vereinfachte Kosmologie, die mit nunmehr nur sechs Hauptebenen alle bekannten Phänomene erklären kann. Zu seinen Ehren wird das Multiversum im Folgenden auch häufig als " Somniphäre" bezeichnet.

Brottor

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Bastion of Broken Souls
« Antwort #531 am: 20.10.2010, 15:25:39 »
Doch von alle dem wissen die Helden noch nichts und so nickt Brottor Uskale kurz zu.

Die Drachen nehmen die Entscheidungen der Helden zur Kenntnis. Nach und nach berühren sie die Helden. Nur ein kurzes weisses Leuchten ist zu sehen, das im allüberblendenden Licht der Bastion fast nicht zu sehen ist.
"Eine so kleine Geste mit solch weitreichenden Auswirkungen." denkt Brottor bei sich.

"Bahamut hat seinen Segen erteilt und gewährt euch das Blut der Drachen. Lebt euer Leben in der Weise die euch her geführt hat und lehrt eure Kinder eure Werte und ihr werdet den guten und gerechten Mächten einen Dienst erweisen, der vielleicht eines Tages sogar größer sein wird als der Dienst den Ihr heute erwiesen habt!"

Mit diesen Worten lösen sich die Drachen auf so wie zuvor Bertsinda.

Die verblebenden Mitglieder der gerechten Faust erheben sich.
"Auch für uns wird es Zeit der Bastion ihren Frieden zurück zu geben!" merkt Thorranaga an, und so verlassen die Abenteurer die Bastion.
« Letzte Änderung: 20.10.2010, 15:54:43 von Brottor »
"Stärke und Weisheit sind kein Widerspruch, sondern der Weg zur Gerechtigkeit"

Brottor

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Bastion of Broken Souls
« Antwort #532 am: 22.10.2010, 19:42:57 »
Als die gerechte Faust zur materiellen Ebene zurück gekehrt war und Uskale sie nach Grayhawk gebracht hatten, ging Brottor direkt zum Tempel seines Herrn.
Er schritt durch die steinernen Hallen an jungen Priestern vorbei die ihn verwundert ansahen.

Der Zwerg schritt in den Altarraum. Er legte seine Waffen ab, Gewitterklinge, Nordris Frieden, Bogen, Speere, Dolche und dann sein Schild und seine treue Rüstung.
Als er fertig war lag überall Metal um ihn herum. Brottor viel er auf die Knie. Er spürte dass er sein Schicksal erfüllt hatte, doch er spürte auch noch etwas anderes.
Er war müde!

Der Hohepriester des Tyr hatte noch ein Wunder welches ihm zur Verfügung stand, vielleicht das letzte Wunder das er wirken würde. Er schloss die Augen und begann sein Gebet.
"...Herr höre mich an!" beendete er es und als der die Augen aufschlug stand er auf den hohen Bergen von Celestia. Der See war vom Nebel unter ihm verdeckt und schien unendlich weit weg. Er erklomm die Treppen der Gerechtigkeit und ging an den Säulen des Hauses Tyrs vorbei in die grosse Halle. Dort saß die weltliche Manifestierung von Tyr selbst auf seinem Richterstuhl. Die linke Hand auf der Armlehne 3 Meter über dem Zwerg, die Rechte fehlte und der Stumpf war mit einem Tuch bedeckt.

"Tyr mein Herr Ihr habt mich erhört!" entfuhr es Brottor als er auf ein Knie sank.

"Du hast mir gut gedient Brottor Rumnaheim - wäre es gerecht gewesen deinen Wunsch auszuschlagen nachdem du allem Lebendigen einen so grossen Dienst erwiesen hast?" dröhnte die Stimme des Kriegsgottes.
"Weswegen trittst du vor mich, was kann so wichtig sein dass du bei mir vorsprechen möchtest?"

Brottor schluckte und rief sich über die dröhnende Stimme hinweg ins Gedächtnis warum er her gekommen war.
"Ich bin müde Herr. Ich glaube mein Schicksal erfüllt zu haben und ich spüre dass ich meine Kraft mit verbraucht habe! Ich danke Euch für das Vertrauen welches Ihr in mich gesetzt habt und die Macht die Ihr mir zugestanden habt oh Herr! Doch nun bin ich müde und ich bitt Euch darum heim kehren zu dürfen zu meiner Frau und meinem Kind und dass ich fortan ein einfacher Zwerg sein darf der nicht mehr die Verantwortung der Welt auf seine sterblichen Schultern gelegt bekommt."

Tyrs weltliche Manifestation schwieg für einige Sekunden die Brottor wie eine Ewigkeit vor kamen. Hatte er sich zuviel heraus genommen mit seinem Anliegen?

"Ich kann dir deinen Wunsch nicht erfüllen und ich werde Ihn erfüllen zugleich" durchfuhr die Stimme Tyrs so kraftvoll die Stille das Brottor leicht zuckte vor Schreck.
"Du  wirst kein normaler Zwerg werden und du hast auch noch eine Aufgabe! Doch ich werde dir deinen eigentlichen Wunsch erfüllen, du sollst Ruhe und Frieden haben, du sollst zu deiner Frau und deinem Kind gehen können und ich werde dir die Bürde der Verantwortung von deinen Schultern nehmen. Nicht dass ich dies gerne tue, doch
nichts anderes wäre gerecht nachdem deine Kampfgefährten und du eurem Schicksal mit erhobenem Haupt entgegen getreten seid. Dieses Handeln adelt euch!
Doch wird es eure Aufgabe sein über eines der Fragmente des Seelentotems zu wachen.

Denn eines soll bei dem gefallenen Gott bleiben, eines soll versteckt werden und über eines sollen die Sterblichen wachen. So ward der Beschluss der Götter und so soll es sein!"


Brottor kreiste das Gesagte im Kopf und er stockte für einige Augenblicke doch dann fiel ihm ein was er noch vorbringen wollte.
"Was wird nun mit dem gefallenen Gott Deaseus geschehen? Er hat uns aus freien Stücken sein Fragment überlassen. Das letzte Stück seiner Göttlichkeit, damit wir den Kreislauf des Lebens wieder her stellen können. Ist er nicht ausreichend bestraft worden? Natürlich kann man ihn nicht einfach frei lassen und ich möchte mir nicht anmassen es besser zu wissen als die Götter, doch als ich ihn sah eingesperrt in die trostlosen Höhlen für alle Ewigkeit konnte ich nicht umhin als die Strafe als ungerecht zu empfinden. Wenn es ihm wenigstens möglich wäre Besuch zu empfangen so dass ihm berichtet wird was in der Welt vor geht, wenn man ihm erlauben würde sich auszutauschen, dann wäre seine Strafe eher aus zu halten und schaden könnte er doch keinem.
Ich habe ihm versprochen dass für sein gutes Handeln ich darum bitten werde seinen Fall noch einmal zu prüfen und ich bitte hiermit nicht nur darum weil ich es versprochen habe sondern weil ich seine Strafe im tiefsten meiner Seele als ungerecht empfinde!"

Nun war Brottor sich fast sicher das er zu weit gegangen war, doch das gesagte brannte ihm in der Seele.

"Ja, dass er freiwillig auf das Symbol seiner Göttlichkeit verzichtet, dass er bereitwillig das letzte hergibt wovon er einst besessen war, das lässt wahrlich für ihn hoffen.
Wir werden über Deaseus Schicksal neu verhandeln.

Und nun geh zurück und erfüll deine Aufgabe! Du hast ein Fragment zu verstecken und eins zu bewachen, Brottor Rumnaheim der Müde der gerne ein normaler Zwerg wäre was er niemals sein kann."

Mit diesen Worten verschwindet die grosse Halle und die Altarhalle des Tempels nimmt wieder Formen an.
"Stärke und Weisheit sind kein Widerspruch, sondern der Weg zur Gerechtigkeit"

Lord Nibbler

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Bastion of Broken Souls
« Antwort #533 am: 25.10.2010, 13:01:48 »
Wieder in Greyhawk angekommen muss sich Thorranagà sogleich nach Brindinfurth verabschieden, um Baron Euphemes II. Bericht zu erstatten.

Wohlwollend nimmt dieser die Taten der gerechten Faust zur Kenntnis. Bei dieser Gelegenheit muss der Samurai noch etwas ansprechen, dass ihm auf der Seele brennt:

"Mein Lehnsherr, ich muss mich noch mit einer Bitte an euch wenden: Das Stück Land, das ihr mir übergabt - ich bin dieser Aufgabe nicht gewachsen.
Zu viele Probleme wollen gleichzeitig gelöst werden und ich verstehe mich nur auf den Kampf. Ich möchte euch bitten einen anderen Verwalter für die Ländereien zu berufen. Ich weiß, dass ich euch damit enttäusche, doch ist mir das Wohlergehen eurer Bürger zu wichtig, als dass ich es unter meine persönliche Niederlage stellen kann."


Mit gesenktem Haupt steht der sonst so stolze Krieger von seinem Baron. Nach einigen Augenblicken des Schweigens ergreift dieser nun das Wort:

"Ihr enttäuscht mich nicht, Thorranagà Sanna. Es erfordert viel Mut einzugestehen, dass man einer Aufgabe nicht gewachsen ist. Ich bedauere eure Entscheidung, aber wenn es der Wunsch eures Herzens ist, will ich ihm nicht im Wege stehen.
Ihr habt dem Baronat in den letzten Jahren gute Dienste erwiesen, darum entlasse ich euch aus meinen Diensten und reiche euch dafür die Hand der Freundschaft..."


Mit diesen Worten erhebt sich der Baron und streckt seine rechte Hand dem Samurai entgegen, der diese überglücklich ergreift.

Die Jahre vergehen und der Samurai reist zwischen den vier Stätten, die für ihn zur Heimat geworden sind, hin und her.

Viel Zeit verbrachte er als Lehrmeister in dem "Haus der Begabten", das die gerechte Faust in Greyhawk errichtet hatte. Auch Brottor, Estri und Modsognir besuchte er so oft es möglich war. Gemeinsam lachten sie oft über das erlebte. Inzwischen konnte auch Estri über die Geschichten lachten, da sie Brottor nun sicher an ihrer Seite wusste.

Doch obwohl Thorranagà mit vielen Cremen und allerlei Tränken versuchte seiner Altersfalten zurückzuhalten, so war die Zeit doch unerbittlich. Er beschloss seine letzten Jahre auf dem Land zu verbringen. Zu hektisch schien ihm das Leben in den Städten, was er lange Zeit so sehr genoss. So kam es, dass ihm auf seinem ehemaligen Herrschaftsgebiet ein inoffizielles Anliegen der Wittwe Tigerseel nahegebracht wurde:
Die Wittwe hatte sich mit einem Elfen eingelassen, der sie kurz darauf verlassen hatte. Zu allem unglück war sie schwanger und hatte Angst, dass die anderen Bewohner ein Mischlingskind nicht akzeptieren würden. Sie wusste einfach nicht, was sie tun sollte.
Thorranagà beschloss seinen Einfluss auf das Auswahlkomitee des "Haus der Begabten" zu nutzen und der kleinen Leoril einen Platz zu sichern, sobald sie das entsprechende Alter erreicht habe.

Wenige Tage später lag der Samurai wach in seinem Bett, als es plötzlich Klopfte. Vor seiner Tür stand von gleißend hellem Licht umhüllt Lassal Victoriani und umarmte den alten Samurai. Thorranagà Sanna schlief mit einem Lächeln im Gesicht ein...

Hugin and Munin

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Bastion of Broken Souls
« Antwort #534 am: 25.10.2010, 16:31:15 »
Brenan stand an der mit eisen Beschlagenen Wand und öffnete die Klappe um ein wenig Lava heraus fliessen zu lassen.
Die Lava floss zähflüssig in einen Wagen aus magisch hitzebeständig gemachtem Stahl. Er schob den Wagen in Richtung Haupthalle. Vor ihm lag undurchdringliche Finsterniss. Der Hohepriester Rumnaheim hatte die Schmiede Khundrukars unter Beschlag genommen. Er hatte dem Ältestenrat gesagt die gerechte Faust würde die Schmiede benötigen, er könne keinem sagen wofür, es sei jedoch der Wille der Götter den er erfüllen müsste.

Der Ältestenrat hatte der Anfrage sofort zugestimmt aufgrund der Verdienste des Priesters Rumnaheim und der gerechten Faust. Das dies den ganzen Arbeitsplan von Leuten wie ihm durcheinander brachte, daran dachte weder der Hohepriester noch die feinen Herren vom Ältestenrat.

Brenan gab dem Wagen etwas Schwung mit und schob ihn in die Dunkelheit. Der Magier mit dem der Hohepriester kam hatte die Haupthalle in magische Dunkelheit gehüllt damit keiner der Arbeiter sah was dort vor sich ging. Angeblich sei es zu ihrem ihrem Schutz damit sie nicht gezwungen werden konnten etwas über das Vorgehen zu verraten. Nun ja, dass musste Brenan eben glauben.

Der Wagen rollte quietschend in die Dunkelheit, dann blieb er schabend hängen. Ein Stück erkaltete Lava hatte sich in den Schienen verfangen und das Rad blockierte. Seufzend verdrehte Brenan die Augen und löste mit dem Fuss den Lavabrocken aus der Schiene. Mit ganzer Kraft gab er dem Wagen wieder Geschwindigkeit wobei er in die Dunkelheit schritt. Womit er nicht gerechnet hatte war dass die Dunkelheit nur eine dünne Wand war welche die Halle einfügte damit die Fakeln und Leuchten den Raum ausreichend erhellten.

Er sah wie der menschliche Baccob Priester, den Lord Rumnaheim gewagt hatte in Durgeddins Erbe zu bringen (als wenn ein menschlicher Magier nicht schon genug gewesen wäre), ein Stück blau schimmerndes Metall oder Keramik an einem Band in der Hand hielt. Er stand vor einer würfelförmigen Gussform aus der ein heller Schein kam. Brenan kannte diesen Schein, die Gussform schien bis zur Hälfte mit halbflüssigem Eisen gefüllt zu sein. Der Baccob Priester liess den Gegenstand mittig in die Gussform fallen.

Dann schob Thorranaga Sana, einer der wenigen Menschen von denen Brenan eine hohe Meinung hatte, einen Schuber mit heiss flüssigem Eisen heran und goss den Inhalt in die Form.

Da blickte der Hohepriester Brenan an. Er schaute ihn mit einem seltsamen Blick an. Er war nicht wüten, er schien eher besorgt. Er schüttelte leicht den Kopf und zeigte ihm mit einer kaum wahrnehmbaren Bewegung mit dem Kinn an den Raum zu verlassen.

Brenan durchschritt die Dunkelheit erneut. Den Ausdruck in den Augen des Hohepriesters würde er sein Leben lang nicht mehr vergessen. Er hoffte inständig dass er keine Dummheit begangen hatte.   

Brottor

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Bastion of Broken Souls
« Antwort #535 am: 25.10.2010, 18:13:02 »
Gemeinsam standen sie vor den zwei eisernen Würfeln. Beide hatten eine Kantenlänge von etwa einem Meter. Brottor hatte den einen bereits abgeschliffen und Poliert. Nun schlug er wieder Macken hinein und knautschte eine Ecke massiv ein.

"Was genau tust du da?" fragte ihn Thorranaga verwundert.
Die Würfel von Archeron sind Spiegel glatt, doch gleichzeitig weisen sie viele Narben auf wo sie mit anderen Würfeln zusammen gestoßen sind. So sollte unserer besser auch aussehen. antwortete der Zwerg.

Uskale hatte die grosse Halle von  Khundrukars mit magischer Dunkelheit umgeben, Geran hatte sie vor Auskundschaftung mit magischen Mitteln geschützt, Brottor hatte sie mit Stille umgeben. Nun hiess es jedoch die beiden Würfel an ihren Bestimmungsort zu bringen ohne beobachtet zu werden. Da die Würfel zu schwer waren um sie mit normalen magischen Mitteln zu transportieren bat Geran Boccob um ein Wunder.

Boccob erhörte ihn und sandte den einen Würfel nach Archeron während er den anderen Würfel in die Grube sandte die bald das Fundament des Hauses der Begabten bilden sollte, welches die gerechte Faust zu gründen gedachte.

Dachdem dies getan war lösten die Helden die diversen Zauber auf und begaben sich nach Grayhawk. Auf einer Landzunge auf der anderen Flussseite von Grayhawk hatten sie vor Ihre Schule zu errichten.


Das Haus der Begabten sollte sie heissen. Sie hatten einen Platz für einen Tyr Tempel mit Lehrkomplex zur Lehre der Gerechtigkeit, mit Lehrern von Heironeous, St. Cuthbert und natürlich Tyr ausgesucht. Ihm gegenüber sollte der Boccob Tempel mit Lehrkomplex zur Lehre des Wertes des Erhalts und des Zugewinns von Wissen und zum Verantwortungsvollen Umgang mit der Magie stehen. Im Zentrum des Komplexes sollte sich ein grosses Observatorium befinden an dass sich die Fakultät der angewandten Magie und der Kosmologie anschloss.
Am Eingang wollte man einen Fharlang Schrein anbringen - dies schien angebracht da die Schule hoffentlich viele Besucher haben würde die dort nicht studierten. Ausserdem hoffte man dass man Thorald dazu bewegen könne hin und wieder sich dort blicken zu lassen.
Im Fharlang Schrein sollten Kurse über fremde Kulturen gegeben werden die nicht nur den Studenten sondern auch der Bevölkerung zugänglich sein sollte.
Auf einem grossen Platz im Norden soll die Schule des ehrenvollen Kampfes errichtet werden, in dem die Werte der Samurai und Kensai vermittelt werden. Brottor, Geran und Uskale wollen mit einer Brücke aus reiner Kraft welche den Fluss überspannt die Schule mit der Stadt verbinden.

So hoffen die Abenteurer etwas weiter zu geben, dem Versprechen an die Drachen nach zu kommen und gleichzeitig eine Festung zu schaffen in deren tiefem Keller das Fragment über welches sie als Sterbliche wachen sollen sicher verwahrt ist.

Und so ist die Geschichte zu ende von den Helden die ich als Schicksal zusammen geführt habe vor langer Zeit. Neue Fäden habe ich immer wieder eingewoben und alte abgeschnitten und doch haben die Fäden ein Eigenleben gehabt so dass ich heute mit voller Verwunderung auf das Muster schaue welches sich vor mir auftut. Aufrecht sind unsere Helden ihrem Schicksal entgegen geeilt ohne zu hadern oder zu zagen. Dieses Handeln hat sie wahrlich geadelt. So bleibt zu hoffen dass von ihrem Geist etwas in der Welt verbleibt auf dass ich, wenn die Zeit gekommen ist, neue Fäden aufnehmen kann und eine weitere Geschichte für euch spinnen darf.
"Stärke und Weisheit sind kein Widerspruch, sondern der Weg zur Gerechtigkeit"

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