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Autor Thema: Prolog- Eine schicksalshafte Begegnung  (Gelesen 16037 mal)

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The Shadow

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Prolog- Eine schicksalshafte Begegnung
« am: 26.06.2008, 01:12:03 »
Brando kam als erster bei der Handelsgilde in Nerahn an, nachdem ihn seine Eltern darum baten der Gilde beizustehen bei ihren Problemen, welche sie zur Zeit hat.

Es war Mittagszeit als die Sonne gerade am höchsten stand im Hochsommer als der Erasthus sich gen Ende neigte. Jedem der die Marktplätze in Nerahn zu diesem Zeitpunkt nun aufsuchte merkte, dass die Marktplätze ganz in der Nähe der Gilde komplett leer waren. Ein Außenstehender hätte vielleicht vermutet an, dass es an der Hitze liegen würde, dass so wenig los war. Doch Brando wusste recht genau, dass die Händler in dieser Gegend beim Dampfenden Fluß sich mit der Zeit an die heißen Temperaturen im Sommer gewöhnt hatten. Insofern konnte es einen schon sehr sorgenvoll stimmen, dass so gar nichts auf den recht großen Marktplätzen los war zu dieser Zeit.

Brando selber merkte wie die Sonne brennend heiß von oben herabschien. Es war sehr schwül draußen und ein irgendwie kühlender Wind war nicht zu spüren. Man war über jeden Schatten froh, den man antraf, in welchem nicht so intensive Hitze durch die Sonnenstrahlen vorlag.

Brando war recht froh, als er nun endlich bei der Handelsgilde ankam. Zu seiner Überraschung war die Handelsgilde gänzlich abgeschlossen heute am Eidestage. Es schien wohl gar beunruhigendes bei der Gilde vorzugehen. Der Halbling klopfte allerdings daraufhin erst einmal an die Tür, denn er hatte ja schließlich ein Termin mit dem Hohehändler der Gilde vereinbart. Als das Klopfen im Inneren vernommen wurde, wurde er entsprechend begrüßt und von einem Angestellten des Hohehändlers darum gebeten sich bitte noch einen Augenblick zu gedulden. Da der Hohehändler im Moment noch etwas beschäftigt sei und sich entschuldigen ließ. Aber man würde sich darum bemühen ihn so wenig wie nötig im Vorzimmer warten zu lassen. Auch ein doch recht bequemer Stuhl wurde ihm angeboten, um das Warten so angenehm wie möglich zu gestalten.


Yekare dagegen hatte zunächst eine etwas längere Reise hinter sich, die sie durch ländliche Gegenden, Städte, aber auch durch eine einst mals sehr gefährliche Gegend- die Nolands- führte. Durch die Ratschläge ihres Vaters und durch das Umhören in Tavernen von den südlichen Gegenden bei den Nolands hat sie allerdings eine Route gefunden, welche weniger gefährlich gewesen ist. Allgemein waren die Nolands schon einmal gefährlicher gewesen. Viele Verbrecherbanden und Ausgestoßene der Shoanti hatten sich mittlerweile untereinander ziemlich dezimiert und auch sonst sind manche Teile der Nolands erstaunlich ruhig gewesen die letzten Monate, so sagen zumindest die Bewohner in der Nähe dieser Gegend.

Auch Yekare war nun in der Nähe der Gilde angekommen in diesem doch recht heißem Klima. Auf Geheiß ihres Vaters sollte sie einen gnomischen Freund aus alten Tagen von ihm aufsuchen, zu dem der Kontakt urplötzlich abbrach und der wohl einst in regem Kontakt mit der örtlichen Handelsgilde in Nerahn stand. Dies war auch der erste Anhaltspunkt für Yekare. Auch sie stand zunächst vor einer verschlossenen Tür, die sich nur durch kräftiges Klopfen öffnen ließ. Yekare trug Ihr Anliegen nach gegenseitiger Begrüßung dem Angestellten vor. Dieser schaute sie daraufhin nachdenklich an und schlug Ihr vor gleich beim Hohehändler vorzusprechen, weil er ihr in dieser Angelegenheit auch etwas für sie ganz relevantes vorzubringen hätte, was für sie sicherlich von Bedeutung sein wird. So musste auch Yekare noch einen Augenblick im Vorzimmer warten und auch wurde ein Stuhl angeboten. Ganz in der Nähe von ihr auf einen anderen Stuhl saß offenbar auch noch ein Halbling, der offenbar auch darauf wartete vorgeladen zu werden.
Als Yekare einen Moment zu ihm herübersah, sah sie einen verhältnismäßig großen Halbling in Relation zu den Halblingen, welche sie in Galduria in der Vergangenheit antreffen konnte. Seine Friseur macht einen ungekämmten und strubbeligen Eindruck. Er trug braune Kleidung, die nach der eines Abenteurers aussah, soweit es Yekare beurteilen konnte. Sonst fiel Yekare nichts außergewöhnliches an dem Habling auf.

Brando wiederum sah vor sich eine hochgewachsene junge Frau nun auf dem Stuhl sitzen, welches blondes, zerzaustes Haar hatte. Ihr Augenfarbe ist blau und sie trägt ein braunes Gewand mit Pelzbesatz, welches sehr an die Gewänder erinnert, welche auch Shoanti-Frauen öfters zu tragen pflegen.

Als Shadrak aufbrach, merkte auch er die Hitze, die er in so vielen Sommern schon erlebt hatte in dieser Gegend. Der Shoanti nutzte seine gute Kenntnis der Gegend, um die Hitze so gut es ging zu überstehen auf dem Weg nach Nerahn. Der Shoanti war recht hart im Nehmen und erreichte recht zügig um die Mittagszeit herum Nerahn. Auch er klopfte und wurde hereingelassen. Da er einem Händler, welcher sein Bekannter war, die Unterstützung zusagte gegen Probleme in der Handelsgilde, indem er ihr seine Dienste anbieten wollte. Denn gerade der Handel mit dieser Gilde war für ihn sehr von Vorteil und er hatte deswegen auch ein Interesse daran der Gilde zu helfen. Vor allem weil es hierfür auch eine Gegenleistung geben sollte. Auch er musste sich noch für einen Moment gedulden und ihm wurden ein entsprechender Sitzplatz angeboten bis er beim Hohehändler vorsprechen konnte.

Nachdem der Untergebene des Hohehändlers die Drei nacheinander eingelassen hat und immer wieder nicht in ein bestimmtes Zimmer gehen konnte, konnte er dies nun endlich tun. Es schien auch offenbar genau das des Hohehändlers zu sein.

Shadrak sah dann auch eine Frau, welche wie eine junge Shoanti aussah seiner Meinung nach und er konnte auch den Halbling Brando in dem Vorzimmer erkennen. Vor den Augen Yekares und Brando zeigte sich ein Shoanti mittleren Alters mit einigen Falten im Gesicht. Dennoch sah man ihm seine Muskeln deutlich an und der Shoanti legte eine beeindruckende Körpergröße an den Tag, was für manch einen schon durchaus recht einschüchternd wirken könnte. Die Tätowierung an Stirn und Armen unterstreichen sogar noch einen solchen Eindruck.

Es saßen also nun- wie es Pharasma so wollte- zwei Shoanti und ein Halbling aus dieser Stadt im Vorzimmer und warteten darauf, dass sie endlich mit dem Hohehändler vorsprechen konnten.
"Wo Licht ist, da ist auch Schatten."
In the darkness of the night, we hear the whisper of the void.

Yekare

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Prolog- Eine schicksalshafte Begegnung
« Antwort #1 am: 26.06.2008, 11:30:22 »
Das lange Warten im Vorraum der Händergilde macht Yekare sehr ungeduldig und unruhig. Eigentlich freut sie sich mehr darauf, endlich ihre Tante Delora sehen zu können, und will hier nur kurz eine Information abholen. Wo sich dieser Garrick bloß rumtreibt?
Überhaupt hat sie sich diese ganze Reise, die sie von ihren Eltern als Auftrag bekommen hatte, etwas aufregender vorgestellt. Natürlich war sie stets vorsichtig gewesen, hätte sich aber gewünscht, unterwegs von ein paar Halbstarken überfallen zu werden, die sie mit ein paar explosiven Zaubern verjagen hätte können. Sie hat für ihren Geschmack eh schon viel zu lange keinen anständigen, brachialen Zauber mehr losgelassen.
Ich weiß nicht, wann ich das letzte mal so gelangweilt war...Der Halbling da könnte mir etwas Abwechslung verschaffen...
In diesem Augenblick kommt eine weitere Person in den Raum, ein Shoanti, wie sich Yekare denkt. Großartig. Vielleicht haben die beiden ja etwas spannendes zu erzählen. Der Halbling sieht aus wie ein Abenteurer und der Shoanti muss ein Krieger sein...Wie gerne würde ich auch einmal einen Haufen Halunken in die Schranken weisen. Nun dann mache ich mal den Anfang...
Yekare steht auf und geht langsam auf die beiden anderen Anwesenden zu. „Wenn ihr gestattet...Mein Name ist Yekare. Ich dachte mir, ein kleines Gespräch könnte zum einen meine Langeweile mindern, zum anderen nützt es doch immer, seine Kontakte zu erweitern. Ich nehme an, ihr seid Abenteurer?“

Shadrak

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Prolog- Eine schicksalshafte Begegnung
« Antwort #2 am: 27.06.2008, 21:24:44 »
Wenn es eine Sache gibt, die Shadrak noch weniger gefällt als zu warten, dann ist es, zum Reden aufgefordert zu werden. Doch weiß er auch, dass in dieser Gegend jede Zurückweisung als Beleidigung aufgefasst werden kann. Zwar erscheint ihm die kleine Frau  vor ihm nicht besonders angsteinflößend zu sein, aber der Augenschein kann trügen, und immerhin hat sie freundlich genug gefragt. Und so spricht er zum ersten Mal seit langer Zeit wieder einige Worte in der ihm nach wie vor ungewohnten Handelssprache, die einst die chelischen Bastarde mit ins Land brachten, dass sie den stolzen Shoanti mit Gewalt abnahmen.

"Shadrak. Nicht Abenteurer. Jäger."

Beim letzten Wort zeigt er zur Verdeutlichung auf das Fellhemd, dass ihn vor den Unbillen des Wetters wie auch vor den Angriffen etwaiger Feinde schützen soll, und zu dessen Fertigung nur Tierfelle verwendet wurden, die er selbst gejagt hatte.

Brando Maridec

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Prolog- Eine schicksalshafte Begegnung
« Antwort #3 am: 04.07.2008, 20:59:35 »
Eigenartig wie wenig hier los ist, früher tummelten sich hier zu jeder Tageszeit Bittsteller, die die Handelsgilde belauerten, oder solche die Beschwerden gegen Händler vorzubringen hatten. Ich kann mich nicht erinnern dass es hier jemals so leer gewesen wäre. Auch auf den Marktplätzen war ungewöhnlich wenig los - Die Probleme von denen Vater sprach scheinen wirklich groß wenn sie hier alles zum Erliegen bringen. Hoffentlich hat diese Warterei hier bald ein Ende.

Brando antwortet auf freundlich: "Nun ja, als Abenteurer würde ich mich auch kaum bezeichnen - eher als Reisenden. Was führt euch in dieses hübsche kleine Städtchen?"

Shadrak

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Prolog- Eine schicksalshafte Begegnung
« Antwort #4 am: 05.07.2008, 12:19:26 »
Shadrak schaut ebenfalls interessiert zu der jungen, recht ansehnlichen Frau hinüber. Es ist ungewöhnlich, dass in dieser Gegend eine Frau alleine reist, und so erhofft er sich natürlich eine mehr oder minder interessante Geschichte.

Yekare

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Prolog- Eine schicksalshafte Begegnung
« Antwort #5 am: 05.07.2008, 14:59:49 »
Die offensichtliche Ablehnung und Unlust auf Kommunikation seitens des Mannes, der sich Yekare als Shadrak vorgestellt hat, stößt die junge Frau zunächst etwas vor den Kopf. Er scheint ein Shoanti zu sein...Ich hatte noch nicht oft Kontakt zu solchen Leuten, aber rein vom Äußeren her müsste er aus der Region der Shoanti kommen...Wenn dies der Fall ist, hat er wahrscheinlich einfach keine Lust, auf Cheliax zu reden, denn es ist die Sprache seiner Feinde. Aber in einfach auf Shoanti anreden schien mir auch unangebracht...
Der Halbling mach dagegen schon einen viel aufgeschlosseren Ausdruck, auch wenn sich Yekare wundert, dass er sich nicht vorstellt.
"Nun ja, ich bin Händlerin", sagt Yekare lächelnd, und fügt hinzu: "Also eigentlich meine Eltern. Sie handeln mit allerlei Gegenständen, vor allem jedoch magischer Art. Ich bin hier in der Region, weil ich nach neuen Produkten Ausschau halte. Man muss immer am Zahn der Zeit bleiben, wenn man in diesem Geschäft Erfolg haben will...Und wie sieht es mit Euch aus?"

Brando Maridec

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Prolog- Eine schicksalshafte Begegnung
« Antwort #6 am: 09.07.2008, 02:52:31 »
"Ich hab mich entschlossen mal wieder einen Abstecher hierher nach Nehran zu machen, um meinen Eltern einen Besuch abzustatten." erwidert Brando. "Allerdings scheint die Handelsgilde irgendwelche Probleme zu haben und so dachte ich, ich schau mal vorbei."

Dem anderen Anwesenden bringt er eine knappe respektvolle Verbeugung entgegen: "(Shoanti) Seid gegrüßt, Freund in Frieden."

Shadrak

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Prolog- Eine schicksalshafte Begegnung
« Antwort #7 am: 09.07.2008, 11:27:52 »
Überrascht blickt Shadrak den Halbling an, hätte er doch nicht erwartet, aus dessen Munde in der Sprache seiner Väter angeredet zu werden. Dann akzeptiert er mit einem leichten Neigen seines Kopfes die angebotene Respektbekundung und wiederholt seinerseits den Gruß.

"(Shoanti) Seid gegrüßt, Freund in Frieden."

Yekare

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Prolog- Eine schicksalshafte Begegnung
« Antwort #8 am: 12.07.2008, 02:16:13 »
Yekare lauscht aufmerksam den Worten des Halblings, obwohl sie ihr nicht die erhoffte Spannung und Aufregung bringen, die nötig sein würden, ihre Langeweile zu dämpfen.
Als Brando Shadrak auf Shoanti begrüßt, wirkt sie ungleich überrascht. Sie selbst hatte dies nicht in Erwägung gezogen, obwohl sie der Sprache mächtig ist. Dies liegt nicht an einer Art Unhöflichkeit, die ihr eigen wäre, sondern an irgendetwas anderem...Obwohl sie die Sprache immer erlernen wollte, war sie ihr dennoch zuwider. Sie weiß nicht warum, aber instinktiv streubt sie sich gegen die Anwendung von Shoanti, solange es nicht sein muss.
Da sie Shadrak bereits begrüßt hat, nickt sie ihm nur zu. Die Stiuation ist ihr etwas unangenehm. Jetzt auf Shoanti zu wechseln erscheint mir unangebracht. Es würde den Eindruck machen, als ob ich damit angeben will, dass ich die Sprache auch beherrsche...Ich hoffe dies wird mir nicht überl genommen...
Sie blickt Shadrak erwartungsvoll an, in der Hoffnung, auch von ihm einige Worte noch zu hören.

The Shadow

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Prolog- Eine schicksalshafte Begegnung
« Antwort #9 am: 12.07.2008, 18:52:59 »
Drinnen war es zwar kühler als draußen, aber auch hier drin bemerkten die drei Wartenden eine recht große Wärme im Inneren. Auch wäre ihnen das Warten im Vorzimmer sicherlich länger vorgekommen, wenn sie nicht ein bisschen die gegenseitige Konversation gesucht hätten.

Einige Zeit später öffnete sich dann die Tür und Fredo, der Angestellte des Hohehändlers, der die Abenteurer am Anfang vertröstet hatte und ihre Anliegen entgegennahm, kam plötzlich wieder aus der Tür heraus, durch die er zuvor verschwunden war. Die Tür hinter hatte er gleich wieder geschlossen. Mit einigen Schweißperlen auf der Stirn nuschelte er in seinen schwarzen Bart hinein: "Akten, Akten, immer nur Akten..." . Selbst wenn ihn die drei Wartenden fragend angeschaut hätten, so ist Fredo trotzdem völlig gedankenversunken an ihnen vorbeigegangen. Und eigentlich wäre er auch fast wieder in die nächstbeste Tür verschwunden- so schnell wie er gerade gekommen ist- da blieb er auch plötzlich auf Stelle stehen bei schon halb geöffneter Tür.

Da schaute er auch schon wieder halb hinter der im Norden gelegenen Tür verschwunden hervor und sagte: "Oh, Entschuldigung, bei dem ganzen Stress und der Hitze hatte ich das Wichtigste ganz vergessen: Ihr dürft nun eintreten beim Hohehändler Largo."

Dann hält Fredo den anderen die Tür auf und bietet den Drei an hereinzutreten. Wenn die Drei eintreten sehen sie vorne am Tisch einen etwas korpulenteren Herren vermutlich Anfang Vierzig, der eine dunkelviolette Tunika trägt, welche recht günstig für ihn geschnitten ist. Er trägt eine Halbglatze und ansonsten hat er an den Seiten dunkelbraunes Haar. Er hat gerade einen schwarzen, großen Fächer in der Hand, der mit einem goldenen Echsenwesenbild- so würde es ein Unkundiger zumindest umschreiben- verziert ist. In Richtung der Drei spricht er dann sogleich bei ihrem Eintritt: "Seid herzlich gegrüßt in den Hallen der Gilde! Entschuldigt die Verzögerung, aber ich hatte noch so manches Organisatorisches zu erledigen." Vorallem Brando und Shadrak schaut er dann mit einem freudigen Lächeln im Gesicht an, aber auch Yekare schaut er höflich ins Gesicht. Und genau in Richtung von Brando und Shadrak sagt der Hohehändler dann: "Schön, dass Ihr so zügig kommen konntet! Ihr seid wirklich äußerst pünktlich!"
Wieder zu allen Drei gewandt sagt der Hohehändler in höflichem Tonfall: "Tretet doch bitte ein und setzt Euch erst einmal hin, auf die Stühle, welche ich für Euch habe bringen lassen.Wollt Ihr vielleicht ein Schluck Wasser oder dergleichen erst mal haben? Es ist ja immerhin recht heiß draußen und man soll mir ja nicht nachsagen, dass ich ein schlechter Gastgeber sei." Bei diesen Worten wedelt der Hohehändler kräftig mit seinem Fächer, damit es wenigstens etwas kühler wird für ihn und er nicht gar so sehr schwitzt.
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Shadrak

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« Antwort #10 am: 13.07.2008, 22:10:54 »
Auch Shadrak verzieht seine wulstigen Lippen zu einer Grimasse, die wohl ein freundliches Grinsen sein soll, auf seine beiden neuen Bekannten aber wohl eher abstoßend wirkt, während Largo den Anblick nicht zum ersten Mal sieht und sicher daran gewöhnt ist.

"Ich gerne Wasser." radebrecht er in der Handelssprache, während er sich in einen der Stühle fallen lässt, der unter dem plötzlichen Gewicht prompt gefährlich zu knarren beginnt.

Yekare

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« Antwort #11 am: 14.07.2008, 20:31:34 »
Etwas zögerlich und mit verwundertem Gesichtsausdruck betritt auch Yekare das Zimmer.
"Danke, für mich momentan nichts", lehnt sie das Angebot des Hohehändlers ab. "Hohehändler Largo, bitte verzeiht, aber ich muss direkt eine Frage stellen. Ich bin in Angelegenheit meiner Eltern hier, wie Ihr sicherlich wisst. Warum habt Ihr mich zusammen mit den beiden Herren hier zu euch hereingebeten? Oder gehe ich falsch in der Annahme, dass die Handelsangelegenheiten des Hauses Cirik für die beiden Herren nicht von allzu hohem Interesse sind?"
Yekare, die bereits einige Erfahrung im Handelsgeschäft sammeln konnte, kennt die Gepflogenheiten unter den Händlern und weiß, wie Verhandlungen zu führen sind.
Zwei völlig Fremde zu einem solchen Gespräch hinzuzuziehen, ist entweder höchst unprofessionel, oder er führt etwas anderes im Schilde. Auf jeden Fall ist es nicht normal, denkt Yekare kritisch.

Brando Maridec

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« Antwort #12 am: 18.07.2008, 14:06:46 »
"Für mich auch nichts, habt vielen Dank." erwidert Brando freundlich. 'Oh, da kommt sich aber jemand unheimlich wichtig vor, das könnte lustig werden', er grinst ein wenig in sich hinein. Wieder an den Hohehändler gewandt: "Meine Eltern entsenden ihre Grüße." und setzt sich auf einen der angebotenen Stühle direkt neben den Shoanti und harrt der Dinge die da kommen mögen.

The Shadow

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Prolog- Eine schicksalshafte Begegnung
« Antwort #13 am: 18.07.2008, 17:29:13 »
Fredo, der gerade noch bei der Tür stand und schon gerade dabei gewesen ist, sie zuzumachen, hörte auf den Wunsch Shadraks vom Hohehändler: "Fredo bringt Shadrak und mir bitte zwei Krüge Wasser." Auf den Wunsch des Hohehändlers wurden den beiden Herren die jeweiligen Krüge gebracht. Das Wasser selbst schaute klar aus und es war erstaunlich kühl, falls man hiervon probieren würde. Fredo wurde dann wieder entlassen und konnte seinen anderen Verpflichtungen wieder nachgehen.

Danach ging der Hohehändler auf die Worte Yekares ein:
"Nun werte Dame des Hauses Cirik. Ich entschuldige mich bei Euch in aller Form, falls ich Euch verunsichert habe, aber es wird Euch vielleicht wundern, aber tatsächlich sind es Angelegenheiten, die Euch Drei auf eine bestimmte Art und Weise alle betreffen. Nur so viel: Denjenigen, welchen Ihr in Namen Eurer Eltern sucht, ist in eine gefährliche Gegend gekommen, in der zu einem späteren Zeitpunkt auch viele meiner Handelskarawanen verschwunden sind. Aber wenn Ihr die Sache lieber unter vier Augen besprechen aus Euren persönlichen Gründen heraus, dann möchte ich mich dessen nicht verwehren, wenn Euer Anliegen tatsächlich so viel an Diskretion bedarf. Dann wird mir mein Diener wohl die Sache womöglich versehentlich falsch erläutert haben.", diese Worte an Yekare gewandt, waren durchaus in höflichem und ruhigem, wenn auch formellem Tonfall gesprochen. Aber irgendwie schien es auch nicht so, dass ihn Yekares so gar so extrem überrascht hätte. Offensichtlich war der Hohehändler schon einiges in seinem Leben gewohnt gewesen.

Danach ging der Hohehändler noch direkt auf Brando ein, weil er nicht unhöflich sein wollte: "Dankeschön, dass Ihr mir ihre Grüße ausgerichtet habt." An der Aufrichtigkeit dieser Worte gab es auch keinerlei Zweifel.
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Yekare

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Prolog- Eine schicksalshafte Begegnung
« Antwort #14 am: 20.07.2008, 12:45:15 »
Die höfliche Erklärung des Hohehändlers stimmt Yekare wieder etwas zufriedener. Noch verteht sie den Zusammenhang zwischen ihr und den beiden Anderen nicht, jedoch ist sie gerne gewillt, es sich erklären zu lassen. Falls Largo jedoch zu indiskret werden und die Absichten Yekares offenlegen wird, würde Yekare auch kein Problem damit haben, ihn zu unterbrechen.
"Nun, Ihr habt sicherlich einen Grund, die Besprechung vor uns Dreien abzuhalten. Verzeiht wenn ich etwas voreilig war, aber wie Ihr ja wisst, spielt eine gewisse Geheimhaltung im Handelsgeschäft eine große Rolle", erklärt sie sich und nimmt Platz. Dabei schaut sie etwas misstrauisch, aber sehr freundlich zu den andern beiden. Mit ihren Worten unterstreicht sie nochmal, dass es für sie eine gewisse Grenze des Informationsflusses gibt, die sie nicht in Anwesenheit Fremder überschreiten will. "Momentan besteht unter diesen Umständen meiner Meinung nach nicht der Bedarf einer persönlichen Unterredung. Danke aber für das Angebot", fügt sie äußerst höflich hinzu.

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