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Autor Thema: [IC] Gegen den Riesen  (Gelesen 22886 mal)

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Der Tod

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[IC] Gegen den Riesen
« Antwort #195 am: 07.04.2009, 17:09:22 »
Der Kratzer den der Wachgeschmiedete im Gegenzug jedoch mit einem ratternden Hieb seines bronzenen Axtarmes verursacht ist weit weniger geringfügig und hebt den Zwerg beinahe von den Beinen. Beeltok hatte dieser wuchtige Schlag unvorbereitet getroffen, zu sehr war er damit beschäftigt gewesen, den peitschenden Stahlkabeln auszuweichen, welche die andere Hand des Konstrukts bilden.

Als sein letzter Mann zu Boden geht, greift auch der Darguuner Hauptmann in den Kampf ein. Zischend wirft er seinen Mantel über die Schultern zurück, wobei der grüne Energiekristall sichtbar wird, mit dem er zusammengehalten wird. Seine Rüstung besteht nur aus einem Kettenhemd mit angeschnalltem Armpanzer - beides aus Mithril - letzterer ist jedoch mit gleich drei wild rotierenden Zahnrädern versehen.
Am ungewöhnlichsten ist jedoch wohl seine Bewaffnung: In einer Mischung aus Hobgoblin-Tradition und der Inspiration durch die metallenen Wunder ringsum führt der Hauptmann eine lange Eisenkette, an deren Ende breite Kurzschwerter ohne Parier befestigt sind. Und dass er mit diesen umzugehen weiß demonstriert der erstaunlich flinke Anführer, als dieser Klingen urplötzlich rasselend und magische Kälte ausstrahlend Nachtstahl um die rudimentär vorhandenen Ohren fliegen.
Einzig der überlegene Adamantidkörper des Kriegsgeschmiedeten - interessanterweise gar nicht unähnlich denen seinen uralten Gegenstücke - bewahrt den Helden vor schlimmeren. "Ihr werdet unser Heimatland niemals betreten! In dieser Grenzfestung findet ihr euer Ende!!" flucht der Hobgoblin auf rauher Handelssprache und verschwindet Deckung suchend hinter dem wie ein drohender Monolith aufragenden Koloss von Geschmiedetem.

Lass mein Leibwächter in Ruhe, den brauch ich noch! Illian wirft dem Hobgoblinanführer einen ärgerlichen Blick zu. Den Wartungsgeschmiedeten vor sich und die nutzlose Armbrust in seiner Hand ignoriert, zieht er eine seiner selbst geschriebenen Schriftrollen aus seinem Gürtel, während er zur Wand hin ausweicht. Dabei hält er einen gesunden Abstand zu der Waffe des Goblinoiden einhält. "Kuush maagaan, daal'tuu'ger! Dhach duun araan!", fordert er den Krieger in dessen Sprache nicht sehr höflich auf seinem Tod ins Gesicht zu blicken. Die auf Papier gebannten Worte rezitierend beginnt sich die Rolle in Flammen aufzugehen und die Flammen sich in seiner Hand zu sammeln. Mit dem letzten Wort fliegen diese in einem Strahl auf den Hobgoblin zu. Der wabernde Umhanh des Hauptmanns absorbiert diese jedoch vollkommen schadlos!

Befriedigt erlebt der Drachenmaladlige, wie der zerschmetterte Wächter umfällt. Doch auch erkennt er, dass die Gefahr alles andere als vorüber ist. Von dem übrig gebliebenen Hobgoblin erwartet er unmittelbar die geringere Gefahr, denn er scheint von Illian und Nachtstahl bestens versorgt zu sein. Anders sieht es hinter ihm aus, wo er Laute des Schmerzes von Beeltok wahrnimmt. Er hieft seinen Zweihänder über die Schultern und schreitet entschlossenen Schrittes auf den verbliebenen Wächter zu, um seine Waffe auf ihn niederrasen zu lassen.[/i]

Nachtstahl spürt seine Art von Schmerz durch sein Denkzentrum strömen und dankt seinen Erschaffern für die schützende Schicht Adamantid. Aber der Koloss lässt sich nicht wirklich davon aufhalten. Mit behäbigen, aber großen Schritten stürmt er auf den Anführer zu und schwingt den Hammer.
“Dies ist keine Heimat...dies ist nur der Tod für dich!“
Verkündet er kalt, als er den Hammer niederfahren lässt.

Doch während Nachtstahl dem Anführer einen krachenden Hieb verpasst, haben Kod'ol und Illian haben die Rechnung ohne den vorzeitlichen Geschmiedeten gemacht, der seine Wächterfunktion mit bemerkenswerter Hingabe ausfüllt. Plötzlich schießen nämlich sowohl die Metallfinger als auch die an einer Kette befestigte Axthand nach vorn und erhöhen die Reichweite des metallenen Widersachers, womit zumindest der Gnom nicht gerechnet hat.
Dann peitschen auch schon die Metallkabel und Klingen nur so durch die Luft, und während Kod'ol um sein Schwert fürchten muss, welches von der Axtkette ergriffen wurde, erhebt sich Illian sogar selbst in die Luft, als er gerade auf den Hobgoblin feuern wollte und findet sich schwer verletzt im stählernen Griff der überlangen Metallfinger wieder!

Nur einen Moment später reißt sich der Halbork los und führt seinen Angriff aus, welcher eine ganze Panzerplatte knirschend vom Körper des Wächters reißt, doch für Illian sieht die Lage düster aus. Als Lyra sieht, dass Illian schwer verletzt wohl in den Griff des Metallwächters gekommen ist, geht sie zu Illian hin und heilt diesen.

Angestrengt jappst Beeltok jaulend auf, als ihn der Metallhaufen so hart trifft. Doch denkt er nicht daran, sich von der Blechkanne veräppeln zu lassen und prügelt weiter mit Kolben und Axt auf ihn ein, zumal dieser nun durch seine Angriffe auf die Kameraden Beeltoks abgelenkt ist. Jedoch prallen seine Angriffe wirkungslos ab.
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Der Tod

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[IC] Gegen den Riesen
« Antwort #196 am: 02.07.2009, 19:46:34 »
Als Lyra sieht, dass Illian schwer verletzt wohl in den Griff des Metallwächters gekommen ist, geht sie zu Illian hin und versucht diesen wieder zu heilen.

Angestrengt jappst Beeltok jaulend auf, als ihn der Metallhaufen so hart trifft. Doch denkt er nicht daran, sich von der Blechkanne veräppeln zu lassen und prügelt weiter mit Kolben und Axt auf ihn ein, zumal dieser nun durch seine Angriffe auf die Kameraden Beeltoks abgelenkt ist. Jedoch erfolglos.

Illian wird immer heftiger von den unnachgiebigen Stahlfingern des Geschmiedeten in die Mangel genommen und sieht sich entweder einem Ende durch Ersticken oder Zerquetscht werden ausgeliefert, sofern er sich dem Wächter nicht entziehen kann.
Mit seiner Axthand wehrt sich das lebendige Konstrukt standhaft gegen die massive Front der Helden und Lyra bekommt einen breiten Hieb zu spüren, mit dem sie ihren Heldenmut mit Schmerz bezahlen muss.
Schlimmer ergeht es jedoch Nachtstahl, der de Hauptmann im Zweikampf gestellt hat: Der Hobgoblin nämlich entfesselt in die Enge getrieben einen brüllenden Klingen- und Kettensturm, der mit beängstigender Präzision und magischer, von den Zahnrädern gespeister Kälte auf den Kriegsgeschmiedeten herniedergeht. Panzerplatten bersten, Muskelstränge zerspringen und aus zerfetzten Leitungen spritzt dampfend Öl hervor. Nachstahl wird trotz seines schwergerüsteten Körpers einen weiteren Treffer nicht überstehen!

Weiter hackt Beeltok langsam wie von Sinnen auf den Blecheimer ein, auch wenn seine Schläge immer wieder nur unpräzise kommen. Doch ist er sich bewusst, dass die anderen ihn brauchen und daher ist er bestrebt das seltsame Wesen zu Altmetall zu verarbeiten.

Lyra steckt den Schmerz durch den Angriff der Axt erstaunlich gut weg. Sie scheint trotz ihres Gefühlsausbruchs wegen Felicias Tod vorhin tatsächlich härter im Nehmen zu sein als man denkt und das trotz der schweren Verletzung, die sich selbst erlitten. Doch sie denkt derzeit wenig an sich selbst und ihre Verletzungen. Auch wenn zwischen dem Kampfschauplatz von Nachtstahl und dem Hauptmann ein riesiger Koloss steht, hat Lyra das Einschlagen des Hauptmannes gehört und auch kann sie durchaus ein bißchen was von dem Kampfschauplatz wahrnehmen. Zumindest das Wesentlichste. Es klang in ihren Ohren jedenfalls überhaupt nicht gut und das was sie wahrnehmen kann mit ihren Augen sieht auch nicht allzu gut aus. Sie ruft Nachtstahl zu "Geh von dir aus gesehen ein Stück nach links, Nachtstahl!"

Auch Kod'ol scheint erst einmal nichts sinnvolleres einzufallen, als sein Schwert bedacht in den Geschmieeten zu rammen zu veruschen. Dabei achtet er jedoch genau darauf, nicht Illian zu treffen. Es muss ihnen schnell etwas einfallen, bevor sie in diesem stählernen Ungetüm allesamt ihren Tod finden würden.

Was für eine Ironie des Schicksales, ein Magieschmied stirbt in den Klauen einer der beeindruckensten Geschöpfe, die seine Zunft jemals entwickelt hat. Trotz allem gibt der Gnom natürlich noch längst nicht auf, sich hin und her windend, versucht er sich irgendwie frei zu kämpfen, in dem er sich hin und her dreht. Doch egal was er anstellt, dem eisernen Griff des Konstrukts hat er nur wenig bis gar nichts entgegen zusetzten. Dass er sieht, wie nicht weit von ihm entfernt sein Leibwächter ebenfalls Dolurrh, oder wo auch immer ein Geschmiedeter nach seinem Tode reist, nahe ist, macht die Sache für ihn nicht unbedingt besser.

Nachtstahl spürt den Schmerz förmlich durch seinen Kopf geistern und seinen Körper langsam unter der Gewalt nachgeben. Nur noch am Rande streift ihn der Gedanke in kürze kampfunfähig zu werden. Dennoch reagiert er und schiebt alle Meldungen seines Körpers beiseite. Mit einer fließenden Bewegung hört er auf die Worte der ehemaligen Offizierin. Schnell bringt er sich hinter dem Konstrukt in Deckung und greift auf das Gelernte zurück. Nachtstahl greift auf sein eigenes Inneres zurück, die magische Matrix und sieht wie zerstört das Netz ist. In Gedanken fügt er einige Stränge zusammen und macht die nötigsten Reparaturen.

Lyra geht dann sofort zu Nachtstahl und versucht die natürlichen Stellen des Kriegsgeschmiedeten mit positiver Energie der göttlichen Neun wieder zu 'heilen'.

Der erste Ansturm der Helden war zum Erliegen gekommen. Nachtstahls Körper erhohlte sich in einem kurzen Moment, doch die Angriffe gegen das aktivierte Wächterkonstrukt zeigt nur minimale Wirkung. Um es vollständig zu zerstören sind noch wesentlich größere Anstrengungen nötig.
Doch der Hobgoblin-Hauptmann hat nach seinem vernichtenden Angriff gegen Nachtstahl frischen Kampfesmut gefasst und bleibt weiterhin eine tödliche Gefahr. Und für Illian, vor dessen Augen allmählich Sterne tanzen, scheint sich der eiserne Griff des feindlichen Konstrukts zur Todesfalle zu verwandeln...

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« Antwort #197 am: 02.07.2009, 19:53:36 »
Beeltok erhält seine Revanche in Form eines Axthiebs, der ihn beinahe von den Füßen reißt. Offensichtlich scheint es die Nahkampffähigkeiten des uralten Wächtes nicht besonders zu beeinträchtigen, dass er mit stetig fester werdendem Druck Illians Rippen bricht und in die blutenden Lungen presst.
Und auch Kod'ol ist auf diesem ungewöhnlichem Schlachtfeld inmitten arkaner Mechanik das Kampfglück nicht hold: Heimtückisch stößt ihm von hinten ein kalt glühendes Kurzschwert durch den Bauch und der Halbork muss das tätowierte, bösartig grinsende Gesicht des überraschend flinken Hauptmanns über seiner Schulter wahrnehmen.
Es steht düster um die Helden, auf deren Schultern doch die unausgesprochenen Hoffnungen so vieler ruhen...

Illian versucht gar nicht mehr aus dem Griff des Geschmiedeten zu kommen. Wer immer dieses Konstrukt gebaut hatte, wusste was er tat und hatte dem Konstrukt einen eisernen Griff gegeben. Daher versucht er anders. Zwar ist es in der momentanen Situation ebenfalls schwierig, doch versucht er einen Zauber zu wirken. Nicht unähnlich mit der Berührung, mit der er Nachtstahl schon öfters geheilt hat, versucht er den Geschmiedeten zu packen und dessen magisches Gewebe zu schaden. Zwar gelingt es ihn das Konstrukt richtig zu greifen, jedoch nicht die nötige Konzentration aufzubauen den Zauber zu wirken, die Schmerzen die man ihm bereitet sind einfach zu groß.

Nachtstahl spürt zwar weitere Stränge zusammenwachsen, aber seine Beschädigungen waren immer noch schwer und der Feind an der völlig falschen Stelle. Unsicher lauscht er dem Schlachtengeschehen und repariert weitere Schäden seines Körpers. Leider kann er nicht mehr länger hinhalten und stürzt sich wieder in die Schlacht. Sofort konzentriert er sich auf den Hobgoblin und beginnt ihn zu bedrängen. Dabei schaut er zu dem Drachenmalträger.
“Greift an.“

Wenn das mal gut geht, denkt sich Kod'ol, der spürt, dass er mittlerweile schwer angeschlagen ist. Jedoch weiß er auch, dass seine Heiltränke auch nur einen Tropfen auf den heißen Stein darstellen. Der Gegner muss unmittelbar ausgeschaltet werden. Deshalb holt er weit aus und lässt seine Klinge af ihn herabrasen, auch wenn dies das letzte sein könnte, was er tut.

Kod'ols Gegenschlag sitzt hart und gut, und der Hobgoblin brüllt unter Schmerzen Verwünschungen. "Ihr werdet die Dhakaani niemals unterwerfen, Gezücht Xoriats!!" Der Hauptmann sammelt seine Kräfte und setzt mit flammendem Blick zu einem erneuten Angriff an.

Todesmutig geht Lyra weiter nach oben an die Front und heilt Kod'ol d'Tharashk von dem sie als einzigen erwartet, dass er zusammen mit Nachtstahl den letzten Hobgoblin noch erledigt kann.

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« Antwort #198 am: 02.07.2009, 19:55:56 »
"Ich bin Gorgathrag! Und so lange ich diese Festung befehlige, wird keine von euch Alptraumkreaturen unser Reich betreten! Für Dhakanni!" Der Hobgoblin brüllt in gerechtem Zorn und das klirren seiner Kettenschwerter vermischt sich mit dem des Wächtergeschmiedetens zu einem Orkan von Klingen und Blut.
Lyra muss ihren ihren Mut schmerzlich bezahlen und gleichzeitig erkennen, dass er vergeblich war: Mit einem einzigen mächtigen und hinterlistigen Schwung verwundet der Hauptmann zuerst sie fatal, beschädigte Nachtstahl und schickt dann Kod'ol blutend auf den mit Metallschrott übersäten Boden. 
Illian plumpst währenddessen ebenfalls auf den Boden, als einige weitere seiner Knochen knackten und sein Körper den Widerstand aufhgab hatte der Geschmiedete ihn achtlos fallengelassen, offenbar als besiegt klassifiziert. Und hatte er da so unrecht? Wo hatte der entscheidende Fehler der Heldengruppe gelegen?

Ein schmerzhaftes dennoch erleichtertes Stöhnen dringt aus Illians Kehle, als der Geschmiedete, nach dem er ihm ńoch ein paar Rippen gebrochen hat endlich los lässt. Endlich, Olladra ich danke dir. Da er Dolurrh weit näher ist, als ihm selbst lieb ist, schreit alles in ihm danach sich selbst mit seinen Schriftrollen zu heilen, doch durch einen leichten Blutschleier sieht er immer noch die mächtigen metallenen Beine des Geschmiedeten neben sich. Daher versucht er sich tot zustellen, in der Hoffnung, dass seine Gefährten die Gefahr beseitigen.

Schlacht ist so gut wie verloren und der Kampf beendet. Führung ausgeschalten und nicht mehr genug Leute für eine Panik oder einen geordneten Rückzug. Voller Sturm, um Schaden anzurichten ist sinnvoll.“
Ohne auf seine sterbende Gefährten oder das Gerede der Feinde zu reagieren, geht der Kriegsgeschmiedete einen Schritt vor und schlägt ein weiteres Mal nachdem Feind.

Nachtstahls unbeirrter Hieb trifft den Hobgoblinanführer tatsächlich tödlich - was jedoch wohl daran liegt, dass dieser nur eine Sekunde zuvor völlig konsterniert die Arme hat sinken lassen und sich mit einem völlig wie von Träumen umschleierten Blick nur noch mit Mühe auf den Beinen halten konnte. An eine Verteidigung war nicht zu denken. Was war mit dem letzten der Goblinoiden geschehen?

Diese Frage würde ein wenig auf ihre Antwort warten lassen. Denn in diesem Augenblick erwachen auch die restlichen metallenen Wächter knirschend zum leben, ja selbst die massive Drohne des Weltuntergangs in der Raummitte macht sich mit rasendem Brüllen von ihrem Gerüst frei und tritt donnernd vor. Gnadenlos richten die Proto-Geschmiedeten ein Massaker unter den kampfunfähigen Helden an. Lyra, Illian und Kod'ol werden mit eiskalten Hieben gerichtet und ihr Blut sickert zwischen die Maschinenteile als sie ihr Leben aushauchen.
Nun schließt sich einwaffenstarrender, schier undurchdringlicher Kreis aus Wächtern um Nachtstahl und Beeltok, die einzigen Überlebenden. Doch während der Zwerg - wohl durch seinen Wahnsinn befähigt - eine frei gewordene Fluchtluke im Boden entdecken kann, hört Nachtstahl die gewaltige, ehrfurchtgebietene Stimme des Eisernen Giganten. Und er spricht auf seiner Sprache.

"Gegen dich hegen wir keinen Groll, Bruder. Schließe dich uns an! Es ist an der Zeit, dass wir unser Rechtmäßiges Erbe antreten. Sage dich los von dem schwachen Fleisch zu deinen Füßen und reihe dich bei uns ein. Wir können viel voneinander lernen. Diese Welt soll die unsere sein! Entscheide dich nun!"
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« Antwort #199 am: 02.07.2009, 19:57:29 »
Mit blutunterlaufenen Augen sieht der Gnom nur halb bei Bewusstsein das Ende des Hobgoblins. Er macht sich schon bereit aufzustehen, auch wenn er noch wartet, bis der Geschmiedete besiegt ist. Doch plötzlich hört er hinter sich erneut schwere metallene Schritte. Erschrocken dreht er sich um, nur um den Fuß eines weiteren Geschmiedeten zu sehen, welcher aktiviert wurde und der kurz darauf mit vollen Gewicht auf seinen Kopf tritt, der unter der Belastung platzt wie eine reife Traube. Mit einem schmatzenden Geräusch beendet der Geschmiedte damit das Leben des Gnoms, der damit wohl nie in seinem Leben einen Elementar binden wird.

Mit einem Jappsen und unter heulenden Rufen schwingt Beeltok weiter seine Waffen. Als jedoch seine Kameraden zum Teil das Zeitliche segnen und auch noch die restlichen Blechkameraden zum Leben erwachen, wird es dem armen verwirrten Zwerg zuviel. Schlimm genug, dass er sich bereits durch die Eingeweide des größten Riesen bewegen muss, den er je getroffen hat.
Die Zeit ausnutzend, die die seltsamen Geschmiedeten benötigen, um seine Kameraden umzubringen, steckt Beeltok seine Waffen wieder weg und springt mit zusammengefalteten Händen durch die Fluchtluke, wobei noch sein Ruf im metallenen Raum von den Wänden zurückgeworfenen wird: "Auf, auf und davon!"

Mit einem zufriedenen Lächeln sieht er den Hobgoblin fallen, aber nur einen Augenblick später wird er von dem Maschinenwesen, welche gerade auferstanden sind, umstellt. Nachtstahl macht sich für den letzten Kampf bereit und verliert keine Trauer über die Toten. Aber dann passiert etwas merkwürdiges und der Krieger wird auf dem falschen Fuß erwischt. Unsicher lässt er die Waffen sinken und seine Augen fokussieren den Sprecher.
“Unser Erbe? Ihr seid Älter als wir und wie ihr beweisen habt mächtiger. Sollten bei euch die Antwort liegen, welche den Durst stillen können?“
Der Kriegsgeschmiedete schwankt in seinem Gemüt.
“Sie sind eine Chance. Die Atmer sind alle tot oder verschwunden. Illian hat nicht viel lehren können und wenn sie das wahre Wissen halten. Wir sollten erst seit einigen Jahren existieren. Aber diese Wesen...sie sind älter...vielleicht liegt da der Schlüssel.“
Nachtstahls blick schweift über die Toten.
„Das Fleisch ist schwach. Der Stahl hingegen mächtig. Wir sind mächtig. Der Meister konnte nicht viel lehren, aber ihr bietet eine neue Chance. Unser Erbe...ja ich möchte unser Erbe finden, ergreifen und den Sinn unserer Existenz verstehen. Die Atmer wissen nichts, nichts außer der Schaffung von Sklaven. Mein Hammer soll euer Hammer sein.“
Stimmt er den Bedingung zu.
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« Antwort #200 am: 02.07.2009, 23:46:59 »
Und während der Zwerg in letzter Sekunde durch eine wilde Rutschpartie aus seinem bisher riesigsten Riesen entkommt und rollend auf knirschendem Sandstrand aufkommt, öffnen sich für den übergelaufenen Nachtstahl nur Tür und Tor im Inneren der Kriegsmaschine und er steigt hinauf in den Kopf des Giganten, seinen früheren Mentor zerschmettert in Maschinenteilen zurücklassend. Dröhnend betritt er das Zentrum seines irdischen Seins. Das Alpha und Omega. Die erste Schmiede. Dann nur noch der ewige, gloriose Gesang der lebendigen Maschinen.

Machtlos muss der verwundete Beeltok mit ansehen, wie der Eiserne Riese gravitätisch, quietschend und umschwirrt von kreischenden Seevögeln wie ein Bote aus einer anderen Welt hinab in die See steigt und sich auf den Weg macht, sein Geburtsrecht einzufordern. Dort wo seine Kinder in Knechtschaft verharren. In Khorvaire. Beeltok schultert schnaufend seine Waffen. Das würde die Jagd seines Lebens werden.

Der Eiserne Riese schritt durch die Wogen, und der Zwerg folgte ihm...
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