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Autor Thema: [Kapitel 2] Der Schritt in den Schatten...  (Gelesen 42037 mal)

Beschreibung: Licht gegen Dunkel, wer wird am Ende wen zeichnen

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Autumn Rain

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[Kapitel 2] Der Schritt in den Schatten...
« Antwort #1095 am: 02.06.2009, 18:26:16 »
Gegen die entspannende Massage wehrt sich die Wandlerin nicht, tatsächlich läuft sogar ein wohliges Zittern durch ihren Körper. Doch statt vergnügt die Augen zu schließen und sich gehen zu lassen, schaut 0-14M7 immer noch rastlos drein. Unruhig fixieren ihre Augen Quae für ein paar Herzschläge und wandern dann wieder umher.
"Ich weiß es nicht,.." gibt die Wilde seufzend zu, "irgendwas... irgendwie... ich fühle mich nicht vollständig," versucht sie das, was ihr durch den Kopf geht, in Worte zu fassen, mit mäßigem Erfolg. "Manchmal fehl am Platz. Irgendwo... ist mein Stamm... meine Schwester... ich weiß es nicht. Und dann..." Fast will sie der Seren ertzählen, wie sehr sie den verhassten Feind des Rudels, den mörderischen Elfen, trotz seiner Bösartigkeit für sich begehrt, beißt sich dann aber auf die Zunge und presst die Zähne zusammen. Sie vertraut der Priesterin schon, fürchtet aber, dass es für sie zu viel des Guten wäre, vor allem in ihrer jetztigen Stimmung.
"Zu viel Lärm heute. Langer, zäher Tag. Mein Kopf schwirrt," entschuldigt sie sich und sieht Quae fragend an: "Bist du nicht müde? Lass uns schlafen gehen," sagt sie in bittendem Tonfall. Einen Moment überlegt die Jungwandlerin wirklich, ihre Freundin nun doch anzuspringen; dennoch bleibt es bei einer einfachen, besänftigenden Umarmung. "Gute Nacht, Quae," lächelt die Luchsfrau schwach und kehrt zu ihrem Nachtlager auf dem Boden zurück. Auch Irial und Arkai wünscht sie eine gute Nacht und rollt sich dann ein, um bis zum Sonnenaufgang halbwegs ruhig zu schlafen.

Als das Sonnenlicht des nächsten Tages die Lider der Werartigen wieder spaltet, fliehen die Überbleisel ihrer nächtlichen Träume und sie springt auf, um sich zu Arkai auf der Fensterbank zu gesellen und frische Luft zu schnappen.
Wie gewohnt ist sie die erste, die gewaschen, angezogen und voller Tatendrang in die Küche auf ihre Freunde wartet und sich wieder einmal an Kochkünsten versucht, während die Katze des Zauberlehrlings über den Tisch läuft und aufsammelt, was der Wilden durch die Finger geht.
...dust in the wind.

Quae

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[Kapitel 2] Der Schritt in den Schatten...
« Antwort #1096 am: 03.06.2009, 14:17:28 »
" Ja gehen wir schlafen. Es war ein langer Tag und morgen bricht eine neue interessante Zeit an "

Quae ist nicht enttäuscht, dass es nicht zu Zärtlichkeiten gekommen. Und sie will M7 nicht zu sehr bedrängen. Am nächsten Morgen steht sie nicht zu früh auf. Und als sie es tut sieht sie M7 schon gewaschen und angezogen, wie sie ein Fenster geöffnet hat und sich an der frischen Luft labt.

" Ahhhhh einen guten Morgen, na da bin ich ja mal gespannt, was der Tag bringt "

Luther Engelsnot

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[Kapitel 2] Der Schritt in den Schatten...
« Antwort #1097 am: 03.06.2009, 21:15:15 »
Tomjon bekommt mit etwas zögern seinen Willen, auch wenn Nelly anfangs etwas unsicher wirkt und auch etwas überrascht. Aber scheinbar bringt sie der Gedenke, Tomjon für längere Zeit nicht zu sehen doch nur zur Vernunft. So verbringt der kleine Gnom den Abend und die Nacht mit seiner neuen Liebe, welche anfangs noch etwas nervös wegen der Ungewohnten Situation wirkt. Aber je weiter der Abend voranschreitet, desto sicherer fühlt sich Nelly und desto froher ist sie bei Tomjon zu sein, auch wenn alles anständig bleibt.
Dennoch ist auch dieser wunderschöne Moment am nächsten Morgen vorbei und die kleine Gnomin lässt Tomjon nur widerwillig mit einem Kuss ziehen.

Auch die restlichen Ermittler erwachen Stück für Stück am nächsten Morgen und finden sich am Hafen von Sharn ein. Überall stehen Schiffe an den Stegen, bunte Segel flattern im Wind und magische Lastenzüge bringen Kisten mit Waren in die höheren Regionen. Es herrscht ein reges Treiben und dennoch finden die Ermittler das Schiff schnell. Die majestätische Elementargallone  „Blitz auf Wasser“ mit dem stolzen Zeichen von Haus Lyrandar. Als sie sich dem Schiff nähern, sehen sie wir die Matrosen die letzten Vorbereitungen beenden und der Kapitän stolz an der Landeplanke wartet. Der Halb-Elf Vennet d´Lyrandar trägt sein blondes Haar zu einem Zopf gebunden und das feine Gesicht ist glatt rasiert. Mit einer herrischen Miene schaut er zu euch hinab und geht euch stolzen Schrittes entgegen. Der blaue, feine Anzug ist dabei von Gold durchsetzt und an einigen Stellen mit Symbolen verziert. Die schwarzen Schuhe klacken auf dem Holz und ein Rapier baumelt an seiner Seite. Weiße Handschuhe schützen die Hände und er begrüßt euch trotz der Kühle freundlich.
„Seid mir gegrüßt. Ihr dürftet die Abgesandten der Drachenmalhäuser sein. Kommt nur an Bord, mein Schiff wird euch auf schnellstem Wege zu eurem Zielort bringen. Bitte achtet darauf die Mannschaft nicht zu stören und sollte es Probleme geben wendet euch ruhig an mich. Also wenn sie bitte auf das Boot kommen wollen. Ansonsten hoffe ich jeder von euch ist seetauglich und wenn nicht, sollten sie nicht hier oben bleiben. Bitte haltet sie sich auch während der ruppigen Anfahrt gut fest.“
Mit einer Hand weiß er den Weg zum Schiff und folgt als letzter. Als scheinbar die Arbeiten verstummt sind, geht Vennet an das Steuerrad des Schiffes und mit einem lauten Wehen, welches an das Klagen eines Menschen erinnern, spannen sich plötzliche alle drei Segel an. Mit schneller Fahrt verlässt das Schiff rückwärts den Hafen und nimmt immer mehr an Fahrt auf, während die Elemente ihr bestes geben. Erst weit draußen auf dem Meer, wechseln sie in eine konstante Geschwindigkeit und die Gallone segelt ruhig eurem Ziel entgegen.
« Letzte Änderung: 03.06.2009, 21:32:58 von Luther Engelsnot »
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Irial Sorr'Ash

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[Kapitel 2] Der Schritt in den Schatten...
« Antwort #1098 am: 05.06.2009, 15:18:46 »
Dies war Irials erste Seereise und dementsprechend Seekrank ist er den ersten Tag. Doch langsam gewoehnt er sich an den Seegang und er schliesst sich den anderen in ihren Aktivitaeten an. Mal schaut er Tomjon unauffaellig ueber die Schulter, waehrend dieser mit den magischen Gegenstaenden beschaeftigt ist, mal vertreibt er sich die Zeit mit Quae und der Wandlerin auf dem Deck. Wann immer er Zeit findet widmet er sich jedoch den beiden Buechern, die er erstanden hat und uebt sich, wenn er relativ ungestoert ist, darin seine magischen Kraefte zu meistern.
Doch obwohl seine Tage gut gefuellt sind freut er sich doch, als sie nach einer Woche wieder Land sehen und sie in den SChattenmarschen ankommen.
« Letzte Änderung: 05.06.2009, 15:25:55 von Irial Sorr'Ash »

Quae

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[Kapitel 2] Der Schritt in den Schatten...
« Antwort #1099 am: 05.06.2009, 23:09:26 »
Quae entschließt sich während der Seereise, welche den Gefährten nun bevorstehen würde, M7 nicht allzu nahe zu kommen. Sie würde sich vielleicht in die Enge getrieben fühlen und das will die Seren auf keinem Fall. Leider macht es ihr der Anblick der Wandlerin nicht allzu leicht, sich an ihre selbstauferlegte Abstinenz zu halten. Sie kann es sich nicht erklären, wieso diese Lust zu diesem Zeitpunkt hervortritt, obwohl sie es fast auf den geringen Druck schieben würde, der auf der Gruppe lastet. Was soll auf so einer Reise denn Schlimmes passieren denkt sich die Klerikerin.

Hmmm sie sieht wie eine Gazelle aus, in die der Tiger gern hineinbeißen würde.

Ansonsten sucht Quae lediglich die Nähe von Irial und dessen Anhängsel, bei dem es ihr sehr viel Spaß bereitet das Fell durch graulen zu bearbeiten. Leider muss sie dabei wieder an die krallenartigen Finger denken, von denen sie es sich wünscht verwöhnt zu werden. Über das arbeitsbedingte Fernbleiben des männlichen Drachenmalträgers war die Seren nicht gerade traurig. Es nervte sie nur, dass sie vor dem Anlegen wohl noch in ein Gespräch würde gezwungen werden mit dem Gnom. Da waren doch die Gedanken an M7 und deren Rundungen weitaus angenehmer.

Leana d'Deneith

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[Kapitel 2] Der Schritt in den Schatten...
« Antwort #1100 am: 05.06.2009, 23:24:42 »
Auch Leana macht sich kurz darauf auf den Weg. Da sie scheinbar beschlossen haben erst am nächsten Tag aufbrechen, lässt sie sich jedoch Zeit. Zunächst macht sie sich auf den Weg durch die Viertel um die Gegenstände von Krscht zu verkaufen, sowie den Rest, den Tomjon ihr gegeben hat. Dabei versucht sie möglichst viel viel von ihrer Kenntnis der Stadt auszunutzen, solange diese noch von Nutzen war. Anschließend macht sie sich daran von den Geld die Sachen zu besorgen, die Tomjon ihr beschrieben hat. Sie ist froh selbst auch ein wenig von Magie zu verstehen, sonst wäre sie damit wohl hoffnungsvoll überfordert gewesen.  Da sie nicht darüber gesprochen haben, wie sie das weitere Geld nutzen können, beschließt sie nichts weiter einzukaufen und das Geld vorerst zu verwahren, ebenso wie die Heiltränke, die sie gefunden hatten.
Anschließend macht sie sich auf den Weg zurück in die Enklave, um eine Audienz beim Fürsten zu erbitten. Kurz teilt sie diesen den Verlauf des Gespräches mit den Vertretern von Haus Sivis und Kundarak mit. Sie bittet noch kurz um Informationen wie in der Zukunft der Informationsaustausch geregelt werden soll. Am Ende teilt sie ihm noch die erfreuliche Nachricht mit, dass das Arbeiten an dem Fall auch sie persönlich weitergebracht hat, schließlich war ihr Drachenmal gewachsen.
Zum Abschluss des Tages begibt sie sich auf ihr Zimmer in der Enklave, welches sie wohl längere Zeit nicht mehr nutzen wird. Früh am nächsten Morgen bricht sie zum Hafen auf, um dort die Anderen zu treffen. Nach einer kurzen Begrüßung überreicht sie zunächst Tomjon die gewünschten Materialien für dessen Zauberformeln und anschließend auch das restliche Geld. "Bisher habt ihr das Geld gut verwaltet, ich nehme an, dass ihr dies auch in Zukunft tun werdet."
"Ihr liegt richtig. Mein Name ist Leana d'Deneith, bitte an Bord kommen zu dürfen",stellt sie sich dem Kapitän des Hauses Lyrander vor, bevor sie das Schiff betritt, bereit den Schmugglern bis ans Ende des Kontinents zu folgen.
Mein Schwert ist käuflich.
Meine Magie ist käuflich.
Doch meine Loyalität gehört meinem Haus!

Autumn Rain

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[Kapitel 2] Der Schritt in den Schatten...
« Antwort #1101 am: 06.06.2009, 16:38:40 »
0-14M7 stört sich nicht am hochnäsigen Auftreten des Lyrandar-Kapitäns. Dieses Gebaren hat sie in ihren wenigen Tagen in Sharn schon oft genug erlebt. Angespannt und erwartungsvoll betritt sie das Schiff und atmet die Seeluft ein.
Auf der Elementargalleone wird der Wandlerin nicht so schnell langweilig. Während der Reise erkundet und bestaunt sie das Schiff und scheut sich nicht, der Besatzung hin und wieder Fragen zu stellen, über das Gefährt selbst, über das Haus Lyrandar und über das Meer, auf dem sie unterwegs sind. Auch das, was ihre Rudelgefährten beschäftigt, lässt die Wilde nicht kalt, und so erkundigt sie sich bei Tomjon, was er da baut, und bei Irial, was er da liest. Sollten die Angesprochenen nicht über ihre Beschäftigungen reden wollen, würde die Luchsfrau sie aber auch nicht weiter belästigen.
Um stets in Form zu bleiben, macht die Jungwandlerin oft akrobatische Übungen auf Deck oder spielt dort mit Arkai. Nachdem sie sich endlich die im Labor wieder eingesammelten Messer hat zurückgeben lassen, trainiert sie hin und wieder Messerwerfen an einem aufgestellten Brett. Auch mit Quae redet die Werartige gerne, selbst wenn sie immer noch eine Hemmung hat, die durchaus eindeutigen Wünsche der Priesterin zu erwidern.
Manchmal genießt die Eldeenerin einfach die frische, salzige Luft, die so anders ist als die säuerliche Luft Sharns, oder beobachtet die tanzenden Delphine am Heck des Schiffes.
Und irgendwie hat sie das Gefühl, dass die erfrischende Reise die verstummten Erinnerungen in ihrem Kopf langsam immer mehr wachrüttelt...
...dust in the wind.

Tomjon d´Sivis

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[Kapitel 2] Der Schritt in den Schatten...
« Antwort #1102 am: 09.06.2009, 14:57:39 »
Tomjon sieht nur sehr, sehr wenig auf der Reise. Nachdem er sich beim Kapitän vorgestellt hat, machte er sich sofort auf den Weg in die ihm zugewiesene Kabine, um dort mit der Arbeit zu beginnen, die er sich für die Reise vorgenommen hat. Diese Kabine verlässt der Magieschmied nur wenn körperliche Bedürfnisse, wie Hunger, ihn dazu treiben, ansonsten ist er dan ganzen Tag damit beschäftigt zu basteln oder traurigen Gedanken nachzuhängen, denn viel zu oft denkt der kleine Gnom an Nelly, die er erst so kurz kennt und dafür umsomehr vermisst, die wenigen Tage hatten gereicht, dass die Gnomin zu einem wichtigen Teil seines Lebens geworden ist.
Auch wenn der Gnom das Alleinsein auf der Reise vorzieht und wenig mit seinen Reisegefährten zu tun haben will, erlaubt er trotzdem jedem, der es wünscht, ihm Gesellschaft zu leisten und beantwortet auch mögliche Fragen, wie jene von M7. Selbst sollte Quae gegen alle Wahrscheinlichkeit mit ihm vernünftig reden wollen, ohne dabei ihn oder sein Haus zu verunglimpfen, würde er sich dazu bereiterklären ein Gespräch zu führen, selbst wenn er die ganze Zeit hofft, dass ihm dergleichen erspart bleibt - ihm reicht es schon zu wissen, dass er sich noch die nächsten Tage und Wochen mit der Seren rumschlagen muss.

Luther Engelsnot

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[Kapitel 2] Der Schritt in den Schatten...
« Antwort #1103 am: 14.06.2009, 12:40:44 »
Das Schiff setzt sich immer weiter in Bewegung und durchpflügt das Meer auf dem Weg zur Stadt Zarash´ak in den Schattenmarschen. Die Reise verläuft relative ruhig und die Ermittler haben Glück. Nur eins, zweimal auf der gesamten Reise überrascht sie ein Sturm. Aber der Kapitän Vennet d´Lyrandar hat alles unter Kontrolle und ihr verliert kaum an Geschwindigkeit. So ziehen die sechs Tage der Reise langsam ins Land. An den meisten Tagen ignoriert euch die Mannschaft, auch wenn einige von ihnen dennoch gerne Auskunft geben oder sich gar unterhalten. Allerdings zwingt euch Niemand Arbeit auf und so sind diese Tage fast schon ein kleiner Urlaub oder driften besser gesagt in die Langeweile ab.
An manchen Tagen gibt es dennoch ein kleines Festmahl, denn mehr als einmal lädt euch der Halb-Elf Vennet zum Abendessen in seine Kajüte ein, wo es jedes Mal ein vorzügliches Mahl samt ausgezeichneter Weine gibt. Dabei unterhaltet ihr euch auf mit dem Kapitän, welcher mehr als informiert über die Reise zu sein scheint.
So gehen die sechs Tage relative schnell herum und Tomjon findet genug Ruhe, um seine Talente als Magierschmied auszunutzen. Irial hingegen vertieft sich in die Bücher und findet einige interessante Informationen. Die silberne Flamme scheint einige kompetente Exorzisten zu haben, welche ihn sicherlich helfen könnten. Daneben findet er nur unzählige Warnungen sich vor dem Bösen in Acht zu nehmen, auf dem rechten Pfad zu bleiben und der silbernen Flamme immer treu zu dienen. Unzählige Glaubensdogmen sind im Buch eingebettet und relative wenige Informationen, die wirklich nützlich sind. Das Buch des Elfen hingegen ist sehr viel interessanter. Neben einigen Informationen über niedere Dämonen und Teufel, findet sich in diesem Buch einige Auszüge über die Zeit der Dämonen. Aber was noch wichtiger ist, es finden sich Informationen über Besessenheit durch Dämonen und Teufel. Genau solche, welche die silberne Flamme exorziert. Aber zu seiner Überraschung findet er keinen Fall von einer Beessenheit wie es ihn befallen hat. Oft wird der Dämon als Fremdkörper bezeichnet, welcher entweder dem Wirt hilft, schadet oder ihn übernimmt. Nirgends ist ein Fall aufgetreten, wo ein Dämon solche Kräfte verleiht oder gar durch solche Art erlangt wurde. Erst am Ende findet er einige Hinweise auf die Dämonenöde und einigen Leuten, welche das Blut von Dämonen selbst in ihren Adern tragen und ihr unheilige Macht entfesseln können. Bei jeder neuen niederschlagenden Information, spürt er nur sein Herz durch den Griff Tz´arkan kälter werden und hört den Dämonen mehr lachen. Am Ende hat er nicht viel erfahren, aber wenigstens etwas.

Am Abend des letzten Tages legt das Schiff die letzten Meter den Fluss hinauf zurück und die Stadt Zarash´ak kommt in Sicht. Der Hafen besteht vollkommen aus Holz und unzählige Lagerhäuser reihen sich an Stegen. Weiter hinten teilen sich dann die hölzernen Wege auf und führen in das Labyrinth, welches die Stadt selbst darstellt. Unzählige Papierlampions schaukeln im Wind und erhellen den Hafen, wo schon ein orkischer Hafenmeister an dem einzigen leeren Platz wartet. Das Wetter hält sich noch stabil und das Wasser bietet eine frische Briese gegen die Schwüle des Sumpfes. Langsam fährt das Schiff ein und Vennet bittet euch kurz zu warten. Mit gemäßigten Schritt verlässt er das Schiff und wechselt einige Worte mit dem Hafenmeister. Am Ende kommt er mit einem Lächeln zurück.
„Es ist alles geklärt und ihr könnt das Schiff verlassen. Ich bin noch einige Tage hier, falls ihr etwas braucht. Wo ihr euren Kontakt findet wisst ihr? Wenn nicht, sucht das Gasthaus „Zur dösenden Mücke“ auf. Ich wünsche euch einen angenehmen Aufenthalten. Das Gasthaus befindet sich am Hafen, ihr solltet es also finden.“


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Coriolis: 1001 Sterne zwischen der Finsternis

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