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Autor Thema: Prolog - Das Sommerfest  (Gelesen 11844 mal)

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Veleri

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Prolog - Das Sommerfest
« Antwort #60 am: 03.03.2006, 08:01:27 »
 Yuki war gerade verschwunden, da trat Veleri wieder in den Raum, diesmal jedoch nicht nackt, sondern kampffertig gerüstet.
Sie trug einen zusammengewürfelt, aber nichts desto trotz stabil aussehenden Schuppenpanzer der ihren Oberkärper und linken Arm bedeckte. Ein knielanger Rock aus harten, bschlagenen Lederstreifen und Kettenringen, sowie hohe, mit kleinen Metallplatten verstärkte Schnürstiefel komplettierten zusammen mit einem ellbogenlangen, ebenfalls verstärkten Handschuh am Rechten Arm, den ungewohnt kriegerischen Anblick Veleris.
In ihrem Gürtel hing eine kurze Bartaxt und ein Täschchen mit Armbrustbolzen, die dazugehörige Waffe trug sie auf dem Rücken.
Doch was im Grunde am meisten auffiel war die lange, schwer einzuordnende Waffe die Veleri kampfbereit vor sich hielt. Der Stil dieses Speeres war so lang wie seine Trägerin, doch endete er nicht in einer Lanzenspitze, sondern in einer brutal wirkenden, mit Wiederhaken versehenen Schwertklinge, sicher hervorragend zum ausweiden geeignet...
Und genauso war Veleris Gesichtsausdruck einzuordnen: Ein teuflisches, eckzahnentblößendes Grinsen streckte sich über hübsches Gesicht, mordlüstern funkelnde Augen komplettierten die Grimasse des tödlichen Wahnsinns...
"Bin so weit..."
Ihre Stimme klang tiefer und rauher als zuvor, an das Knurren eines Raubtieres erinnernd, jedoch nicht ohne freudig-amüsierten Unterton...kurz leckte ihre Zunge über die Lippen.
"Und ihr?"
I see with bleeding eyes
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Wormys_Queue

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Prolog - Das Sommerfest
« Antwort #61 am: 03.03.2006, 09:20:31 »
 Nicht ohne einen gewissen Entdeckerstolz blickte Joaquin, der sich inzwischen auf einen der herumstehnden Stühle gesetzt hatte, auf  die gerade hereingestürmte Veleri.

Ich habe wohl bemerkt, mit welchen Zweifeln einige von euch behaftet waren, was ihre möglichen Begleiter anging. Ich denke, das hier sollte euch zeigen, dass mein Auge für das Potential anderer Kämpfer durchaus nicht vom Alter getrübt wurde. Auch wenn Ihr, meine liebe Veleri, vielleicht ein kleines wenig zu stürmisch seid, aber das ist das Vorrecht der Jugend.

Ich würde vorschlagen, Ihr legt euch für den Rest der Nacht nochmals schlafen. Ich möchte kein Aufsehen erregen. Falls ich wirklich vom Kreis beobachtet werde, würde es diesen vielleicht misstrauisch machen, wenn mitten in der Nacht eine Reisegesellschaft von hier aufbricht. Außerdem sollen ja Lysander und Borden mit euch mitreisen, und auch die beiden sollten besser nicht erfahren, dass euer Auftrag nicht nur die Heilung der Krankheit in Distel umfasst.



Baron Aulbes erhob sich von seinem Sitz.

Ich habe meiner Hauswirtschafterin befohlen euch bei Sonnenaufgang ein Frühstück zu servieren. Ihr hättet also noch gute drei Stunden, Euch auszuruhen. Bis Ihr euch gestärkt habt, wird auch der Wagen mit den Hilfsmitteln für Distel bereitstehen. Auch werden von den Weiden Reittiere für euch herbeigeschafft, um euch die Anstrengungen der Reise etwas abzunehmen.

Nun gut, ich werde mich jedenfalls nochmals ins Bett begeben.  Einen ruhigen Schlaf wünsche ich Euch, und versucht bitte, diesmal wirklich leise zu sein. Was Ihr bitte auch Yuki ausrichtet, wenn Ihr sie seht, sie gehört wohl auch zu den etwas übereifrigen Typen


An der Tür drehte der Baron sich  nochmals um.

Ich bin Euch wirklich sehr dankbar für eure Bereitschaft, mir zu helfen. Und wünsche euch alles Glück bei der Bewältigung Eurer Aufgabe. Gute Nacht. Und bis Morgen.

Ugnor

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Prolog - Das Sommerfest
« Antwort #62 am: 03.03.2006, 09:38:44 »
 Veleri kam zurück, in Kampfmontur. Sie sah furchteinflößend aus, mit einer Waffe in den Händen, die dazu geschaffen war, grausame Wunden zu reißen und Schmerz zuzufügen, jede Menge Schmerz.
Hatte Ugnor sich bis jetzt Gedanken gemacht wer sie war, so fragte er sich immer mehr, was sie war. Nun denn, wir werden es noch herausfinden.

Hm, fähige Kämpfer, nun, das ist noch nicht bewiesen, allerdings werde ich mein Bestes geben.

Gute Nacht, war alles, was Ugnor noch sagte, dann ging er geradewegs zu seinem Quartier, jedoch schlich er nicht. Er vermied es dennoch, direkt hinter Veleri zu gehen, sie machte wahrscheinlich wieder irgendwas Seltsames.

Im Quartier angekommen, legte er sich aufs Bett *Tock* Brrrr, dann legte er sich diagonal aufs Bett, und schlief ein, die Bettenbauer verfluchend.
Vorurteile sind Meinungen ohne Urteile

Stedd Dragonrock

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Prolog - Das Sommerfest
« Antwort #63 am: 03.03.2006, 13:37:59 »
 Stedd betrachtete die kriegerische Aufmachung von Veleri.

Wenn sie mit ihrer Ausrüstung, vor allem mit ihrem "Klingenspeer" umgehen kann, wird sie im Kampf ein würdiger Gefährte sein!

Da es aus seiner Sicht nichts mehr weiter zu sagen gab, nickte er den Anwesenden noch einmal zu und begab sich zurück in sein Zimmer. Da es nicht mehr allzulange bis zum Wecken dauern würde, verzichtete der Mönch darauf, sich zum Schlafen niederzulegen, sondern verbrachte die restliche Zeit mit Meditation, um sich auf die bevorstehenden Gefahren vorzubereiten.  
Was uns nicht tötet, macht uns nur härter!

Yuki

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Prolog - Das Sommerfest
« Antwort #64 am: 03.03.2006, 14:05:31 »
In seinem Zimmer packte Yuki seine wenigen Habseligkeiten zusammen, wobei es das meisste einfach in die Bettrolle einwickelte. Nur die Sichel und die Schleuder, inklusive dem Saeckchen mit seinen Steinen, haengte es sich an den Guertel. Dann zog es sich wieder seinen Umhang an und machte sich auf den Weg zurueck in die Halle.

Als es dort jedoch ankam, war schon niemand mehr da.

Hallo?,
fragte es vorsichtig,
Haaalloo.
Natuerlich meldete sich niemand.

Wie gemein! Lassen mich einfach hier zurueck, dabei hab ich mich schon so darauf gefreut mit ihnen zu reisen.

Betruebt ging es zurueck auf sein Zimmer, zog sich wieder aus und legte sich in das Bett, um wenigstens einmal in so etwas geschlafen zu haben.
Time I am, destroyer of the worlds, and I have come to engage all people. With the exception of you, all the soldiers here on both sides will be slain.
 - Bhagavad Gita

Veleri

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Prolog - Das Sommerfest
« Antwort #65 am: 03.03.2006, 15:41:30 »
 Veleri war wortlos wieder zurück ins Zimmer gegangen "Noch drei Stunden, Geduld..."
Allmählich ebbte auch das brüllende Chaos in ihrem Kopf ab, wieder einmal war es mit dem Anlegen der Rüstung und dem Ergreifen ihrer Waffen auf sie eingestürmt und hatte ihren Geist umtost...Wie tausend Stimmen, viel zu verworren um zu erkennen was sie ihr zuriefen...
Und doch...sie sprachen von Kampf, vom Töten und Morden, das spürte sie, sie spürte wie sie sich verwandelte wenn sich der blutrote Schleier senkte, wie sich ihr Körper anspannte und ihr Geist nur noch auf eines fokussiert war: Vernichtung!

Veleri atmete tief durch und hockte sich in Kampfmontur aufs Bett, die Schwertlanze quer vor sich liegend. Noch drei Stunden, Geduld...morgen würden die rasenden Stimmen ihr Futter bekommen...wenn das aus zerfetzten Leibern entweichende Leben sie einhüllte würden sich die Stimmen steigern...zu einem grausamen und doch himmlischen Gesang der ihren ganzen Körper erfüllte, schöner als alles andere der verblassenden Welt...sie antreiben, immer weiter und weiter...

"Geduld, noch drei Stunde. Wenn ich sie doch nur verstehen könnte...Geduld...morgen..."

Und so blieb Veleri hocken, die starren Augen regungslos auf die Tür gerichtet, bis zum Morgengrauen. Kein Schlaf für sie, nein, nicht für Veleri. Sie lebte nicht zum schlafen, zum essen oder trinken. Veleri lebte einzig und allein für den Tod.
I see with bleeding eyes
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Wormys_Queue

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Prolog - Das Sommerfest
« Antwort #66 am: 03.03.2006, 21:51:18 »
 Kaum graute der Morgen, wurden die Gäste des Barons von Marela geweckt und in den großen Saal geführt, wo bereits ein reichlich gedeckter Frühstückstisch auf die Helden wartete. Yuki schien nicht die allerbeste Laune zu haben und warf den anderen den ein oder anderen bösen Blick zu. Marela kümmerte sich freundlich um seine Bedürfnisse wie auch die der anderen, auch wenn sie Veleri mit Samthandschuhen anzufassen schien. Sie war ein wenig erschrocken, als sie nach mehrmaligem Klopfen die Tür geöffnet hatte und Veleris Augen starr auf sich gerichtet sah. Seitdem warf sie ein ums andere Mal einen misstrauischen Blick auf die junge Frau.

Nach dem Essen ging die Gruppe zurück auf ihre Zimmer, um ihre Sachen zu packen und hinunter in den Hof zu schleppen. Dort verstauten sie sie in den Satteltaschen der bereitgestellten Reittiere (zwischen vier stämmigen, gelassen wirkenden Wallachen standen auch ein Pony, dass dem kleinen Yuki als Reittier angeboten wurde). Audhild entschuldigte sich kurz bei den anderen und verließ das Schloss in Richtung Dorf, um aus ihrem Häuschen ein paar Heilkräuter und andere Medikamente zu besorgen  - Hab gern meine eigenen Sachen dabei, hatte sie erklärt -  kam aber bald wieder mit einem Beutel auf der Schulter wieder zurück.

In der Zwischenzeit war auch der von kräftigen Maultieren gezogene Wagen in den Hof vorgefahren, in dem sich die Diener und die Wächter des Barons versammelt hatten. Borden hatte die Zügel in der Hand, neben ihm sass, in eine unauffällige Wanderstracht gekleidet, Lysander, der Neffe, des Barons. Auch letzterer betrat kurz darauf den Hof, um sich von der Gruppe zu verabschieden.

Seid vorsichtig, meine Freunde, und begebt euch nicht unbedacht in Gefahren, deren Ausgang ihr nicht abschätzen könnt. Helft den Bewohnern Distels und vertreibt die üblen Goblins, die dort ihr Unwesen treiben. Kehrt dann zurück und seid versichert, dass ich Eure Dienste angemessen belohnen werde. Bis dahin nehmt dieses kleine Geschenk von mir an. Lebt wohl!

Stellvertretend für den Rest der Gruppe schüttelte er Ugnor die Hand und überreichte ihm ein kleines, flaches Päckchen. Damit Ihr den Weg besser findet, sagte er, nur für die Ohren des Halborks bestimmt, dann trat er zurück, einen kleinen runden Gegenstand in der kräftigen Pranke des Kriegers zurücklassend.

Als die Reisegruppe Wildhügel verließ, stand Joaquin Aulbes noch lange sinnend am Dorftor. Ich wünsche Euch Glück, meine Freunde. Mögen die Götter Euch gewogen sein.

[ooc] weitere Posts bitte http://games.dnd-gate.de/index.php?showtopic=1463' target='_blank'>hier rein.[/ooc]

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