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Autor Thema: Kapitel 4 - Das Schicksal der Seeschlange  (Gelesen 37222 mal)

Beschreibung: ...in dem die Helden eine alte Spur wieder aufnehmen

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Reina

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Kapitel 4 - Das Schicksal der Seeschlange
« Antwort #270 am: 10.05.2009, 22:52:31 »
..Tock.....Tock.....Tock....
Das klopfende Geräusch das unaufhörlich im Hintergrund zu hören war raubte Reina ihren letzten Nerv.
"Ich werde das abstellen!" verkündete sie, bevor sie entschlossen in Richtung der linken Abzweigung verschwand.
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Ugnor

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Kapitel 4 - Das Schicksal der Seeschlange
« Antwort #271 am: 11.05.2009, 18:02:51 »
Bleib hier, bei Tempus! Wie oft muß man eigentlich noch Kindermädchen spielen? Naokos Vision ist beängstigender als irgendetwas anders hier. Wenn jemand nachsieht, dann ich, ich verstehe mich auf das Schleichen, du verstehst dich auf Fettnäpfchen! Und deshalb wirst du schön hier bei den anderen warten und dir Gedanken machen, was es mit den Visionen auf sich hat!

Noch kurz vor sich hin grummelnd ging Ugnor voran in Richtung des Geräusches und bewegte sich dann stumm und so leise er konnte vorwärts.
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Reina

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Kapitel 4 - Das Schicksal der Seeschlange
« Antwort #272 am: 11.05.2009, 21:22:10 »
Reina liess sich durch Ugnors Zuruf nicht bremsen, kam ihm aber dadurch entgegen dass sie sich etwas leiser und langsamer auf den Gang zubewegte, auch wenn dies nach der dröhnenden Stimme des Halborks in der fast lautlosen Höhle ein wenig unangebracht schien.
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Yuki

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Kapitel 4 - Das Schicksal der Seeschlange
« Antwort #273 am: 13.05.2009, 23:07:46 »
Auch Yuki fand das regelmäßige, klopfende Geräusch unheimlich, versuchte sich aber nichts anmerken zu lassen. Das gelang ihm jedoch nur unterdurchschnittlich gut. Misstrauisch betrachtete es die Haldunkelelfe, die sich in Richtung des gruseligen Geräusches bewegte und versuchte herauszukriegen, was sie diesmal wohl aushecken mochte. Es traute sich aber nicht alleine, ihr hinterherzugehen, Deshalb war es recht froh, dass Ugnor das tat.
"Sei bloß vorsichtig." empfahl es dem Halbork und folgte den beiden in einigem Abstand, aber gerade dicht genug, um sie noch beide im Blick halten zu können.
Time I am, destroyer of the worlds, and I have come to engage all people. With the exception of you, all the soldiers here on both sides will be slain.
 - Bhagavad Gita

Ciarán

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Kapitel 4 - Das Schicksal der Seeschlange
« Antwort #274 am: 14.05.2009, 08:10:52 »
Irritiert sah Ciarán zuerst Reina hinterher, dann Ugnor und schließlich Yuki.

"Wir brauchen dringend mehr Organisation", sagte er, mehr zu sich selbst. Dann, an die verbliebenen Gefährten gewandt, "Wir sollten die anderen nicht alleine lassen. Gehen wir mit Abstand hinterher, am besten auf Yukis Höhe."

Wormys_Queue

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Kapitel 4 - Das Schicksal der Seeschlange
« Antwort #275 am: 15.05.2009, 11:42:14 »
Weiß nicht, wie ich mich erinnern soll. Wäre leichter, wenn Du nicht der falsche wärst.

Ciarans Vertrauter wirkte immer noch verwirrt, der Elf konnte aber erkennen, dass die Besorgnis ob der von der Perle ausgehenden Gefahr nicht nur gespielt war.

Inzwischen war Reina weiter in den Gang vorgedrungen, der sich bald zu einer kleinen Höhle erweiterte, die von einer Fackel erhellt wurde, die am anderen Ende des Raums in eine Halterung in der Wand eingelassen worden war. Unter dieser Fackel stand ein großer Küchentisch und hier befand sich auch die Quelle des Klopfens, dass die junge Paladine vorher vernommen hatte.

Hinter ihr zog Ugnor scharf den Atem ein. Einen Moment später realisierte auch Reina, was sie da eigentlich sah. Auf dem Tisch lag der Körper eines toten Seemanns, und vor dem Tisch stand eine Kreatur, die nur noch entfernte Aehnlichkeit mit dem mensch hatte, der sie einstmals gewesen sein musste. Die grotesk verzerrten Gesichtszüge, die Knochen, die überall aus der Haut zu platzen drohten, vor allem aber der kleine, zweite Kopf, der dem Wesen aus dem Hals wuchs, waren Zeuge einer Verwandlung des Schreckens, die durch die nadelspitzen Reißzähne in seinem grotesk vergrößerten Maul nur noch verzerrt wurde. Es wirkte fast absurd, wie diese Kreatur, eine Schürze umgebunden und eine Kochsmütze auf dem Hauptkopf, mit einem Fleischerbeil in der Hand fachmännisch die Leiche filetierte, während zwei weitere, ähnlich hässliche Kreaturen zähnebleckend und Schmatzgeräusche machend darauf warteten, dass der Koch die Mahlzeit fertig angerichtet haben würde.

Entsetzt prallte Reina zurück... und gegen die Wand des Ganges,aus dem heraus sie die Szenerie betrachtet hatte. Sofort ruckten die Köpfe der drei Monsterpiraten herum. Ihre Augen leuchteten bösartig auf, als sie die Beilage zu ihrem Mittagessen entdeckten, die nur darauf wartete, von ihnen geschlachtet zu werden.
« Letzte Änderung: 08.07.2009, 13:00:54 von Wormys_Queue »

Wormys_Queue

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Kapitel 4 - Das Schicksal der Seeschlange
« Antwort #276 am: 08.07.2009, 13:01:07 »
Ugnor interessierte die Szenerie herzlich wenig, er nahm sofort drei Ziele war und Reina hatte es mal wieder geschafft. Er bereute sein Lob bei den Affen sofort. Wie konnte man nur so unvernünftig und spontan Entscheidungen treffen angesichts des Todes?
Reina, dies war das letzte Mal!

Ugnor war verärgert. Doch was sollte er tun? Er nahm seine Axt und hoffte, daß Tempus ihm wohlgesonnen war.

Plötzlich ertönte Kampflärm von weiter vorne. Schnell eilte Naoko herbei um zu sehen, was dort vorging. Gefolgt von Ciaran, der schon einen Pfeil auf der Sehne liegen hatte.

Mit gebleckten Zähnen kamen die drei Piraten auf Reina zu, und es war augenblicklich klar, dass ihnen eine lebende Mahlzeit viel besser zu munden schien, als eine bereits tote; jedenfalls war die Gier in ihren Augen unverkennbar, obwohl die Gesichter selbst zu einer Fratze der Wut verzerrt waren. Der "Koch" schien besonders viel Vorfreude zu empfinden, geradezu gemütlich bewegte er sich hinter den anderen beiden her, so als sei er schon ein besonders leckeres Rezept am Durchdenken.
Dann waren die ersten beiden Piraten herangekommen und hieben mit ihren Krummsäbeln auf Reina ein, während sie gleichzeitig mit ihren Zähnen nach ihr schnappten. Doch stand Reina wie ein Fels in der Brandung und wehrte alle Angriffe ab, ohne auch nur einen Millimeter zurückzuweichen. Nachdem die ersten Angriffe an ihrem Schild abgeprallt waren, machte sie ihrerseits einen Schritt zu ihren Gegnern hin und schlug mit dem Schwert zu. Ugnor tat es ihr gleich, bewegte sich neben Reina und griff ebenfalls an.

Diese Höhlenbewohner waren eindeutig mal was anderes. Aber zumindest wusste Veleri nun wieder was zu tun war. "Essen fassen! Essen: Fass!" Mit einer Bewegung schob die Kriegerin sich an Ugnor vorbei - dem Halbork ein Augenzwinkern zuwerfend - und brachte die Glefe nach vorn. Diesem Küchentrupp wollte sie die Suppe ordentlich versalzen.

Nur zäh drangen die Waffen durch die beinahe ledrig zu nennende Haut der Monsterpiraten. Aber immerhin, sie drangen. Veleri musste dennoch feststellen, dass ihr Hieb, der einen normalen Menschen mühelos gefällt hätte, bei diesem Wesen, obwohl er ihm den Brustkorb aufriss, keinerlei Wirkung zeitigte. Erst Ugnors Hieb, verbunden mit dem plötzlich von hinten heranzischenden Pfeil Ciaráns schafften es, dem ersten der drei Angreifer den garaus zu machen. Noch im Fallen verrenkte dieser seinen Hals im Versuch, seine Zähne in Reinas Bein zu schlagen, doch hatte diese keine Probleme, mit einem kräftigen Tritt der Gefahr Herr zu werden.
Und dann geschah zum Entsetzen der Helden mit dem Piraten dasselbe, was auch schon mit den mutierten Affen geschehen war, denen sie auf dem Weg hierher geschahen war. Plötzlich schlug die Haut des Leichnams Blasen und platzten auf, eine grünliche Flüssigkeit spritzte von dem Körper weg, der in Sekundenschnelle in sich zusammenschmolz, bis nur noch eine schillerndgrüne Pfütze auf dem Boden zu sehen war.

Ugnor konnte den Spritzern ausweichen, Reina hingegen hatte weniger Glück und schrie auf, als sich die Säure in ihr Bein fraß. Der Schrei übertönte fast das wütende Fauchen Mirrasshis, die in der Erkenntnis, nicht ganz nach vorne gelangen zu können, ihren Wurfspeer nach dem noch stehenden Piraten geschleudert hatte, allerdings zu hoch angesetzt hatte, um ihre Gefährten nicht zu treffen.
Reinas Verletzung hatte allerdings eine unverhoffte Nebenwirkung. Für einen kurzen Moment geriet sie ins Wanken, weil sie unwillkürlich ihr Gewicht auf das andere Bein verlagerte. Die damit verbundene Bewegung reichte aus, um den Angriffen ihres Gegners zu entgehen, der sie weiterhin wütend Angriff.
Weniger Glück hatte Ugnor. Der "Koch" war inzwischen herangekommen und offenbar hatte er beschlossen, den Halbork zu tranchieren. "Ich schneid dich in Scheiben." knurrte er mit fast nicht verständlichem Grunzen, dann explodierte er förmlich und bevor Ugnor es sich versah, hatte der Pirat, der im Gegensatz zu seinen Kumpanen in ein mit Nägeln verstärktes Lederwams gerüstet war, seine Deckung durchbrochen.
"Wenn hier jemand wen ausweidet, dann bin ich das! Kusch!" schrie Veleri dem Mutanten entgegen und versuchte diesen mit Stichen ihrer Schwertlanze aus der zweiten Reihe von Ugnor zu verscheuchen. Innerlich machte sie sich jedoch bereit, ihre Taktik zu verändern, da die Kriegerin in diesem Gedränge mit ihrer Stangenwaffe nur suboptimal aufgestellt war. Ihre grünen Augen suchten flackernd nach einer Lücke in der Schlachtreihe, um in eine bessere Position zu gelangen.

Yuki hatte keine Ahnung, wie Reina es geschafft haben konnte, hier einen Hinterhalt gegen die Gefährten vorzubereiten, doch wusste es ganz sicher, dass dies im Moment auch nicht wichtig war. Als es sah, dass Ugnor angegriffen wurde, wusste es, dass es jetzt zuerst dafür sorgen musste, dass der niederträchtige Plan der Halbdunkelelfe nicht aufgehen würde. Hastig fischte es nach seinem Zauberstab und katapultierte sich gleichzeitig mit einem kräftigen Schlag seiner Flügel über die Köpfe seiner Freunde und Gegner hinweg in die Höhle hinein. Bald landete es, so wie es geplant hatte, hinter den Piraten und hatte freies Sichtfeld auf die beiden verbliebenen. Ugnor stellten sich die Nackenhaare auf, als er schon wieder Yukis Stimme rufen hörte: "Augen zu!" doch hatte das kleine Schattenwesen scheinbar seit seinem letzten Versuch dazu gelernt. Der von seinem Zauberstab ausgehende Lichtblitz wurde durch die Piraten, die von ihm getroffen wurden, von seinen Gefährten und auch von Reina abgeschirmt. Doch nicht das leichteste Stocken, nicht das geringste Verharren deutete darauf hin, dass die beiden Freaks Yukis Zauber überhaupt bemerkt hatten. Statt dessen drangen sie weiter auf Ugnor und Reina ein, die alle Hände voll zu tun hatten, sich ihrer Gegner zu erwehren. Veleri versuchte sie mit ihrer Glefe auf Distanz zu halten, kam aber aufgrund der räumlichen Enge nicht zum Zug. Immerhin gelang Ugnor ein Treffer, mit dem er sich ein wenig Luft verschaffen konnte.



Da Reina bereits schwer angeschlagen schien, musste Naoko nicht lange überlegen. Fast reflexartig legte er ihr eine Hand auf den Rücken. "Halt kurz still, Reina", bat er sie. Dann schoss auch schon die heilende Kraft in ihren Körper und begann langsam damit, ihre Wunden zu schließen.

Die Enge in dem Gang machte Mirrasshi zu schaffen. Sie konnte nicht gut genug sehen, was weiter vorne vor sich ging und es war auch nicht genug Platz, um ihre Waffen wirkungsvoll einsetzen zu können. Bevor sie sich jedoch dichter an den Gegner heran trauen konnte, musste sie sich ohnehin noch vorbereiten. So schickte sie ein Stoßgebet an ihre Göttin und spürte auch sogleich, wie deren stärkende Kraft sie durchströmte. Durch die Kraft ihrer Göttin wieder gestärkt und durch die Tatsache dass nur noch ein Gegner steht ermutigt, stürmt nun auch Mirrasshi vor, sich an Veleri und Ugnor vorbei drückend, und greift den verbleibenden Piraten mit einem wilden Schlag ihrer Klaue an.


Ein weiterer Pfeil zischte zwischen Ugnor und Reina hindurch und bohrte sich in die zum Angriff erhobene Hand von Reinas Gegner. Er stolperte einen Schritt rückwärts, was der Paladin geistesgegenwärtig ausnutzte und ihm ihr Schwert in die Brust rammte. Verzweifelt schnappten seine Zähne nach ihrer Hand, dann brach er tödlich getroffen zusammen, um gleich darauf in einer Säurepfütze zu verschmelzen.  Diesmal hatte Reina keine Chance, den Säurespritzern zu entkommen, während Ugnor geistesgegenwärtig eine Ausweichbewegung machte und daher nichts von der ekelerregend stinkenden Brühe abbekam.
Nun war nur noch ein Gegner übrig. Der Koch, der mit unverminderter Wut weiter auf Ugnor einhackte, ohne diesen aber treffen zu können. Ugnor bemerkte, dass er im Gegensatz zu seinen beiden Kumpanen in eine beschlagene Lederrüstung gehüllt war, dass es also noch schwerer werden würde, ihm den Gar aus zu machen.

Naoko beobachtete mit wachsender Beunruhigung das Kampfgeschehen. Konnte er es sich noch länger leisten, nicht einzugreifen? 'Ach was solls?' Die Macht des Feuergeistes anrufend intonierte der Schamane einen Zauber woraufhin Flammen aus den Fingerspitzen seiner rechten Hand züngelten. "Vorsicht!", rief er noch ehe er das flammende Geschoss auch schon auf den Gegner schleuderte. Doch er hatte kein freies Schussfeld. "Reina, lass mich durch!", bat er die Halb-Drow während das erste Feuergeschoss verpuffte.

Ihr innerer Kampfinstinkt wurde für Veleri nun unüberhörbar. Sie brauchte einfach Platz zum Manövrieren, und zwar sofort! So schnell es ging wand sich die Kriegerin mit vor ihrem Körper vertikal aufgestellter Lanze durch die Schlachtreihen und versuchte den Schlägen des Koches so gut wie möglich auszuweichen. Vor allem aber wollte sie hinter die Kampflinie kommen, um frei mit ihrer gezahnten Waffe agieren zu können und den abartigen Metzger einzukreisen. Der erwartete Angriff kam, doch duckte sich Veleri gewandt unter ihm hinweg, um dann aus dem Lauf heraus abrupt anzuhalten, und mit dem Schwung ihrer Drehung ihre Schwertlanze auf den Gegner herabsausen zu lassen; dieser wich aber ebenso gewandt aus, wie er auch den Angriffen Mirrasshis und Reinas, die ihn in die Zange nahmen, auswich.
Dem gleich darauf folgenden Angriff Ugnors, den der soeben erlittene Schaden so erzürnt hatte, dass er alle Vorsicht fallen ließ und mit lautem Kampfschrei auf den Feind eindrang, hatte er hingegen nichts entgegenzusetzen, und auch das magische Geschoss Yukis fand sein Ziel. Zwar ging der Monsterkoch sofort zum Gegenangriff über, doch war Ugnor wieder zurückgesprungen, um erneut Maß zu nehmen, was ihn knapp außer Reichweite des Feindes brachte.

Naoko war sich nicht sicher ob Reina ihn über den Lärm des Kampfes überhaupt wahrgenommen hatte. Doch plötzlich hatte er freies Schussfeld auf den grotesken Gegner. Mit aller Macht, konzentrierte er sich darauf, so viel magisches Feuer wie möglich, in seine Hand fließen zu lassen, während er bereits zum Wurf ausholte.

Der "Koch" schrie auf, als er plötzlich in Flammen gehüllt zwischen seinen Feinden stand. Der Schrei wurde zu einem Wimmern, dann erstarb er. Noch während der nunmehr leblose Körper zu Boden sank, schien er zu schmelzen. Blasen bildeten sich auf der Haut, die aufsprangen und ihren Inhalt, die bereits bekannte grüngelbliche Säure, durch die Luft spritzte. Doch diesmal waren Mirrasshi, Reina und Ugnor darauf vorbereitet und sprangen geistesgegenwärtig aus der Reichweite der Säure.






« Letzte Änderung: 08.07.2009, 13:14:13 von Wormys_Queue »

Ciarán

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Kapitel 4 - Das Schicksal der Seeschlange
« Antwort #277 am: 08.07.2009, 21:43:18 »
Mit angewidertem Gesicht betrachtete Ciarán die Überreste. "Es funktioniert also offensichtlich nicht nur bei Tieren. Wir müssen dem hier so schnell wie möglich ein Ende machen."

Yuki

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Kapitel 4 - Das Schicksal der Seeschlange
« Antwort #278 am: 15.07.2009, 23:31:53 »
"Ulp." erwähnte Yuki schon zum zweitenmal an diesem Tag, brachte es diesmal aber irgendwie fertig, sich nicht zu übergeben. Nachdem es sich wieder einigermaßen gefasst hatte, blickte es Ciaràn an, der als erster die Sprache wiedergefunden hatte. "Du hast recht." bestätigte es ihn "Erstmal müssen wir uns hier genauer umsehen." ergänzte es und begann auch gleich damit, das Vorhaben in die Tat umzusetzen.[1]
 1. search: 9 War wohl nix ^_^;
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Wormys_Queue

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Kapitel 4 - Das Schicksal der Seeschlange
« Antwort #279 am: 16.07.2009, 18:25:05 »
Der Raum selbst enthielt nichts besonderes. An einer der Wände hatten mehrere Fässer gestanden, die aber der sinnlosen Zerstörungswut der mutierten Piraten nicht stand gehalten hatten. Eingelegtes Sauerkraut, gepökeltes Fleisch und Trockenfisch waren hier nun heillos mit einander vermengt, und es war wohl nur der Kühle der Höhle zu verdanken, dass es noch nicht zu stinken begonnen hatte.

Noch unappetitlicher war nur noch der große Tisch, auf dem der "Koch" seinem Handwerk nachgegangen war. Er war beim Filetieren des Leichnams nicht besonders sachgerecht vorgegangen und schien - abgesehen von den Extremitäten, die fein säuberlich abgetrennt worden waren, einfach nur wild drauflos gehauen zu haben, so dass der Torso inzwischen eine einzige blutige Masse war. Das Blut selbst rann langsam an beiden Seiten des Tisches hinab, fing aber schon an zu gerinnen.

Naoko

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Kapitel 4 - Das Schicksal der Seeschlange
« Antwort #280 am: 17.07.2009, 11:29:55 »
Während die anderen auf die Schnelle die Höhle nach Hinweisen durchsuchten, hatten Naokos Augen wieder jenen glasigen Blick angenommen, der verriet, dass er sich auf die Geisterwelt konzentrierte. Langsam ließ er den Blick durch den Raum schweifen und machte sich schon auf das schlimmste gefasst. Zu jung war noch die schreckliche Erfahrung draußen am Strand. Doch Naoko zwang sich, seine Angst zu überwinden und umklammerte mit der linken Hand seinen Lederbeutel mit der heiligen Erde. 'Bei den Ahnen! Reiß dich zusammen, Nachtfuchs! Wenn du die Geister nicht im Zaum halten kannst, wer sonst?'

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Mirrasshi

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Kapitel 4 - Das Schicksal der Seeschlange
« Antwort #281 am: 17.07.2009, 17:53:41 »
Als dieser grausame Kampf endlich vorbei war, schickte Mirrasshi unwillkürlich ein Stoßgebet zu ihrer Göttin, um ihr zu danken dass sie alle mehr oder weniger wohlbehalten entkommen waren. Direkt als nächstes jedoch kümmerte sie sich um die Verletzungen ihrer Gefährten.

Nachdem sie auf diese Weise ihrer priesterlichen Pflicht nachgekommen war, nahm sie sich wieder die Muße, um sich ihrer angeborenen Neugier hinzugeben. Zwar blickte sie sich auch noch in dem Raum um, hatte aber wenig Hoffnung etwas von Interesse zu finden, da die anderen bei diesem Versuch auch schon erfolglos geblieben waren. Sie warf aber auch einen Blick in zweiten den aus der Höhle hinausführenden Gang, wagte sich jedoch nicht zu weit hinein solange sie nicht wusste, ob ihre Gefährten sie begleiten würden.

OOC: Falls die Werte in "Ilmaters Lazarett" noch stimmen wirke ich Cure Light Wounds auf Reina und vier mal Cure Minor Wounds auf Ugnor.

Ciarán

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« Antwort #282 am: 24.07.2009, 19:29:38 »
Ciarán sah sich nur kurz um, um sicherzugehen, dass keine erneute Gefahr bevorstand, dann sah er sich nach den restlichen Mitgliedern der Gruppe um. Er wollte sichergehen, dass alle zusammen waren, und dass es allen - mehr oder weniger - gut ging.

Wormys_Queue

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Kapitel 4 - Das Schicksal der Seeschlange
« Antwort #283 am: 25.07.2009, 12:07:24 »
Zunächst sah er nichts. Dann schien die Luft um ihn herum Form anzunehmen. Aus dem Nichts bildeten sich kleine Nebelschwaden, die um einander zu kreisen begannen, sich miteinander in Spiralen vereinigten, und immer größer wurden, bis sich aus ihnen die Geister der verstorbenen Piraten schälten. Naoko schrak vor der von ihnen ausgehenden Bösartigkeit zurück. Das waren nicht die Geister, wie er sie bei anderen Todesfällen hatte beobachten können. Es waren Karikaturen ihrer selbst, so wie sie zu Lebzeiten  noch als Karikatur ihres früheren menschlichen Selbst gewesen waren.

Am Rande seines Bewusstseins schien Naoko ein Summen zu hören, fast eine Art Gesang, die er überhaupt nicht zuordnen konnte, die aber von den Geistern auszugehen schien. Die sich langsam, aber zielstrebig und unaufhaltsam auf den Geisterschamanen zubewegten.

Als der Chor plötzlich wieder in ihrem Bewusstsein aufbrandete, wusste sie sofort, dass gleich etwas Schreckliches geschehen würde, zu triumphierend war der Unterton des Gesangs, der ihre Glieder zu lähmen schien und es ihr sogar unmöglich machte, den anderen eine Warnung zu übermitteln, bevor gleich die Katastrophe eintreten würde.

Hilflos, mit weit aufgerissenen Augen, unfähig, auch nur einen Ton von sich zu geben, starrte sie auf ihre nichts ahnenden Gefährten. Nur Naoko zeigte ebenfalls Anzeichen äußerster Beunruhigung. Doch sie wusste, was er auch versuchen würde, es würde zu spät kommen...



Naoko starrt wie hypnotisiert auf die Geistwesen, die ineinander zu fließen beginnen, miteinander verschmelzen und eine neue Form bilden. Die Form einer riesigen Schlange, von deren Fangzähnen gelbgrünes Gift tropft, während ihre bernsteingelben Augen den Hin für einen Sekundenbruchteil fixieren. Dann stößt die Schlange zu. Ein lautloser Entsetzensschrei hallt durch die Köpfe der Helden. Ciarán weiß als einziger, dass dieser Schrei von seinem neuen Begleiter ausgestoßen wurde. Eine Warnung. Die zu spät kommt. Der Schrei nimmt eine neue Qualität an, nun wird er hörbar. Naoko fällt zu Boden. Unkontrollierte Zuckungen lassen seinen Körper aufbäumen, dann wieder in sich zusammensacken. Ein Knacken, als sein ein fester Gegenstand zerborsten. Eine gelbgrüne Gaswolke breitet sich in Sekundenschnelle im Raum aus, vor der es kein Entkommen gibt. Unbändige, ungezähmte Wut steigt in den Helden auf, ein mörderischer Zorn auf alles, was lebt. Dann erlischt das bewusste Denken in diesem Raum.

Die Herrschaft des Wahns begann.

Naoko

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Kapitel 4 - Das Schicksal der Seeschlange
« Antwort #284 am: 25.07.2009, 13:02:01 »
Naokos Hände krallten sich in den Höhlenboden, Speichel lief aus seinem Mund und seine Augen waren vor Entsetzen geweitet während ihm Tränen die Sicht verschleierten. Er blickte auf. Da war sie. Die große Schlange. Naoko wollte davonlaufen, doch seine Muskeln versagten ihm den Dienst. Der kalte Blick der Schlange war auf ihn geheftet und schon öffnete sie ihr riesiges Maul mit den gifttriefenden Fangzähnen.
Plötzlich hörte Naoko hinter sich ein lautes Brüllen. Ein riesiger Schatten sprang über ihn hinweg und stellte sich schützend zwischen ihn und die Schlange. Der geisterhafte Bär richtete sich zu seiner vollen Größe auf und sein ohrenbetäubendes Brüllen hallte in Naokos Kopf wider.
'Uzima!' "Uzima!" wollte er rufen, doch es war zu spät. Die Luft war mittlerweile erfüllt von giftigen gelben Gasen und Naoko spürte wie ihm die Sinne zu schwinden begannen. Mit seinem nächsten Atemzug hatte Naoko bereits die Kontrolle über sein Bewusstsein verloren.
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