Autor Thema: [Epilog] Red Hand of Doom  (Gelesen 5311 mal)

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Sensemann

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[Epilog] Red Hand of Doom
« am: 11.11.2008, 16:43:39 »
Die Schlacht ist beendet...

Noch Tage später sind die Feuer nicht gelöscht, nicht alle Toten geborgen und die Trauer über die ganzen gefallen Toten nicht überwunden, doch die Schlacht um Brindol ist beendet und die Horde der Roten Hand geschlagen.
Doch zu welchem Preis: Kein Mitglied des hohen Rates, des Elfenclans oder der Waldhüter hatte überlebt, kaum ein Bürger hat überlebt und Brindol selbst ist zerstört für eine lange Zeit.
Es würde noch lange dauern, bis die letzten Hobgoblinbanden, welche seid dem Tod des Wurmlords die Stadt fluchartig und in kleinen Gruppen verteilt verlassen haben, im Tal vernichtet sind und die Stadt wieder aufgebaut sein würde.
Die Erinnerungen würden jedeoch für immer an die Schrecken und das Leid in den Herzen der Menschen des Tals bleiben.
Außerdem ist es fraglich, ob nicht ein weiterer viel größerer Schrecken in den Bergen das Tal bald heimsuchen würde oder erst in ein paar Jahren seine Rache wahr machen wird.

Doch nun, fünf Tage nach der Belagerung, ist dies alles ersteinmal egal, als die beiden letzten Helden von einem staubigen Hügel aus runter auf die rauchende Ruine der ehemaligen prachtvollen Stadt namens Brindols schauen.
Kein Ehrung konnte ihre Verluste und ihre Trauer wieder gut machen.
Sie hatten gesiegt, jedoch dennoch alles verloren.
Die grelle Sommersonne am Siberys kann zwar jede Träne trocknen, doch der Schmerz würde für immer bleiben.
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Lilja von Rottmulde

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[Epilog] Red Hand of Doom
« Antwort #1 am: 11.11.2008, 18:20:02 »
Lilja schaut nicht auf die qualmende Ruine zurück. Das weitere Schicksal der Stadt, des ganzes Tales, ist ihr egal. Der Krieg ist gewonnen, zu einem viel zu hohen Preis, und nichts hält die Karrn mehr hier.
Neben Baellanna und ihr steht ein belebtes Pferdekadaver, das die Nekromantin Rijen getauft hat. Ihr erster Versuch und Erfolg, eine Kreatur dauerhaft zu animieren. Schon seit fünf Tagen trägt das unermüdliche Lasstier Jareds Körper, der keine Anzeichen von Verwesung aufweist. Das Mädchen lässt es nicht zu.
Sie will ihren Liebsten zurück haben, so, wie er früher gewesen ist. Sie weiß, dass er nicht untot sein wollte, und sein Wunsch ist ihr heilig. Nicht nur das - sie liebt Jareds bezaubernden Blick, liebt die Wärme seines Körpers. Sie liebt ihn und möchte, dass er die Augen aufschlägt und wieder bei ihr ist, ganz der Alte.
Liebevoll und fürsorglich hatte die Totenbeschwörerin seinen Körper in Tücher gewickelt, die sie finden konnte. Hreidmar, ihr Bruder, hat ihr geholfen, den Leichnam auf das unlebende Pferd zu hieven.
Nun hält Lilja nichts mehr in dem zerstörten eldeenischen Tal. Sie hat ein neues Ziel, eins, das ihr vor mehreren Monaten noch absurd erschienen wäre: sie geht jemanden suchen, der den Leib ihres Geliebten mit lebendiger Kraft füllen kann, anstatt ihn selbst mit der dunklen, kalten zu füllen, die sie selbst in den Venen trägt.
Nelke flattert schweigend hinter der Generalstochter her. Die Vargouille fühlt sehr mit ihrer Freundin und weicht nie von ihrer Seite.

Langsam dreht die schwangere Karrn den Kopf zu ihrer am Boden zerstörten elfischen Begleiterin und Freundin um. "Baellanna?," fragt sie ruhig und sieht der Jägerin in die Augen, "deine Leute sind nicht für immer verloren. So wie die meinen." Die Schwarkünstlerin legt eine Hand auf die Schulter der Elfe. "Willst du mit mir kommen? Wenn das Kind zur Welt kommt, möcht' ich, dass sein Vater es im Arm halten kann. Es mit glänzenden, lebendigen Augen ansieht. Ich will jemand finden, der ihn zurückbringt wie eine aus deinem Clan damals Aarnai. Jemand, der auch deine Lieben zurückbringt, wenn du es auf meine Art nicht magst," erklingt ungewöhnliches Verständnis aus Liljas Mund. "Komm, dann sind wir schon drei Heimatlose," lächelt sie aufmunternd und wirft einen Seitenblick zu Nelke, deren Heim auch verwüstet wurde, noch vor Beginn der eigentlichen Invasion. "Wir werden dich vermissen, wenn du gehst," fügt sie dann noch hinzu, und meint damit nicht nur die Vargouille und sich selbst, sondern auch Jared.
I loathe to breathe, I loathe to feel,
I loathe to know that what I hate's still real,
I'm tired of waking up into the same old shape,
I yearn to end it, but there's no escape...

Baellanna

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[Epilog] Red Hand of Doom
« Antwort #2 am: 12.11.2008, 08:47:48 »
Baellanna kann nicht wirklich sagen, wie sie die letzten Tage überstanden hat. Eher in einem Nebel aus Trauer gefangen, als tatsächlich etwas wahrnehmend, ist sie mit Lilja durch die Stadt gelaufen, um jemanden zu suchen, der Jared zurück ins Leben holen kann. Das dies nicht mehr möglich war, nachdem fast die gesamte Elite der Stadt getötet wurde, setzte dem ganzen noch eine weitere bizarre Krone auf.
Die ganzen letzten Tage über hat sich die Jägerin nicht wirklich Gedanken darüber gemacht, was nun eigentlich werden wird. Als Lilja sie nun anspricht schaut die am Boden hockende Frau auf. Der Blick der Elfe ist, wie schon die letzten Tage über in sich gekehrt und verschlossen. Nun schaut sie ihre Freundin an. Ein trauriges Lächeln umspielt das Gesicht der Frau.
Die Frau steht auf und schaut auf die immer noch brennende Stadt. Sie stellt sich an die Seite der Nekromantin und fährt fort. "Welch ein Irrsinn, in den wir da geraten sind. Und was für ein bitterer Geschmack dieser Sieg doch hat." Die Jägerin umfasst eine kleine Phiole, die sie an einem schmalen Lederband um den Hals trägt. Baellanna hat nach der Schlacht nach Bram gesucht, aber an dem Kampfplatz in den Straßen Brindols nur ein paar Reste des Gewandes gefunden. Zum Gedenken an ihre erste Liebe trägt sie diese Reste nun bei sich.
Die Frau geht zu dem untoten Pferd. Ein starrer Blick ist auf den Leichnam Jareds gerichtet, leicht streicht sie über das Gesicht des Mannes. "Vielleicht sollte ich alleine bleiben, wenn alle sterben, die ich liebe." Dann blickt sie die junge Frau neben sich an. "Nein, das stimmt auch nicht."
"Hätte es nicht auch ein richtiges Pferd sein können?" Die Frage ist völlig zusammenhangslos und eigentlich, will die Elfe die Antwort gar nicht wissen. Dann klopft die Frau mit dem Zeigefinger leicht an ihre Unterlippe. Ein Zeichen von Nachdenken bei der Jägerin.
Die Frau schaut die Karrn ernst an. Dann grinst sie breit. "Natürlich begleite ich dich. Irgend jemand muss eurem Kind ja etwas vernünftiges, wie zum Beispiel Bogenschießen, beibringen."

Sensemann

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[Epilog] Red Hand of Doom
« Antwort #3 am: 12.11.2008, 17:03:07 »
Ende
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