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Autor Thema: Prolog: Morgens in Rätselhafen  (Gelesen 6873 mal)

Beschreibung: ...und abends beginnt das Turnier

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Eando Kline

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Prolog: Morgens in Rätselhafen
« am: 18.12.2008, 00:13:34 »
Geschehen am frühen Morgen des 14. Arodus im Jahre 4708 AZ

"Tut mir leid, aber Du hast es ja nicht anders gewollt!"

Zornig blickte Ofrah auf die verschlossene Tür, die diesen Satz mit eisigem Schweigen beantwortete. Dann zog sie den Schlüssel ab und verstaute ihn in einer Tasche ihres weiten Umhangs.

"Ich werde dir nachher etwas zu essen bringen. Aber bis dieses dumme Turnier vorbei ist, kommst Du hier nicht mehr raus. Ich kann nicht zulassen, dass Du deine kostbare Zeit mit solch einem Unfug vergeudest."

Dann wurde ihre strenge Stimme weicher.

"Glaub mir, mein Junge, es ist das beste für dich. Manchmal muss man dich eben vor dir selbst in Schutz nehmen. Ich gehe jetzt rüber in die Gilde, ich habe noch eine Verabredung. Bis später. Und tu mir einen Gefallen und demolier nicht dein Zimmer."

Kurz wartete sie, ob sie eine Antwort erhalten würde. Doch hatte der Insasse anscheinend keine Lust, mit ihr zu plaudern. Leise seufzend wandte sich Ofrah nach einem Moment ab und nur wenig später verriet die zuschlagende Haustüre, dass Razi nun alleine war.


...

"Auf ein Wort, liebste Shirin!"

Überrascht blickte die so angesprochene Kelishitin zu dem Tisch hinüber, an dem, was sonst völlig ungewöhnlich war, Saul Vancaskerkin, ihr derzeitiger Brötchengeber, bereits Platz genommen hatte. Ein Blick in sein enthusiastisch grinsendes Gesicht und sie verstand. Saul war viel zu aufgeregt, als dass er hätte ausschlafen können. Der goldene Schlüssel, der Anstelle eines Hakens seine linke Hand ersetzte zitterte leicht und die Finger seiner noch gesunden Rechten machten es ihm nach. Saul stand unter Strom, soviel stand fest.

"Keine Angst, ich wollte dich nicht lange aufhalten. Aber gerade sind eure Kostüme für heute abend angekommen. Ich weiß jetzt schon, dass ihr wunderbar darin aussehen werdet. Ta-Daah!"

Stolz hielt er ihr ein blutrotes Nichts entgegen, dass er bisher unter dem Tisch verborgen hatte. Spätestens der herunterbaumelnde dünne Stoffschwanz verriet Shirin, um was es sich dabei handelte Saul hatte die "glänzende" Idee gehabt, dass es ungeheuer passend wäre, wenn das Thema des heute Abend stattfindenden Glücksspielturniers dadurch unterstrichen wurde, dass die weiblichen Bediensteten als Succubi verkleidet die Gäste animieren sollten. Shirin hatte bisher darauf verzichtet, den Besitzer des Kasinos "Zum Goldenen Goblin" darauf hinzuweisen, dass Succubi gar keine Teufel, sondern deren Todfeinde, nämlich Dämonen waren. Saul war so etwas völlig egal, hauptsache, der Anblick wunderschöner, knapp bekleideter Frauen ließ die Kundschaft vergessen, wieviel Geld sie beim Glücksspiel verloren.

"Willst Du es nicht schnell mal anprobieren?" Sauls Augen glänzten, während er ihr das aufreizende Kleidungsstück hinhielt . "Die anderen Mädchen sind noch nicht da und ich würde zu gerne sehen, ob das alles so hinhaut, wie ich es mir vorstelle?"
« Letzte Änderung: 13.06.2009, 11:22:53 von Eando Kline »

Eando Kline

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Prolog: Morgens in Rätselhafen
« Antwort #1 am: 18.12.2008, 12:16:04 »
Fassungslos starrte Rendal die Leiche des armen Mannes an, der gerade eben noch schwer beladen und dennoch vergnügt pfeiffend über den Steg gelaufen war. Und nicht einmal mehr Zeit für einen Schrei gehabt hatte, als plötzlich ein Bunyip aus dem Wasser geschossen war. Er hatte es noch geschafft, seinen Krummsäbel zu ziehen, dann hatte ihm die Bestie mit einem einzigen Biss den Arm ausgerissen. Der Schock musste ihn auf der Stelle getötet haben, denn als Rendal den Schauplatz erreicht hatte, war schon alles Leben aus dem Körper des armseligen Kerles gewichen, mit dem Blut zusammen zwischen den Planken des Steges versickert, auf denen er sein unrühmliches Ende gefunden hatte.

Das wirklich schockierende aber war, dass überhaupt niemand Notiz von dem schrecklichen Überfall genommen hatte. Rendal wusste, dass Rätselhafen kein sehr netter Ort zum Leben war, aber die Hartgesottenheit, mit der die Einheimischen das Geschehen einfach ignorierten, liess ihm kalte Schauer über den Rücken laufen und wieder in die Calphiakberge zurückwünschen, in die Natur, in der der Mensch noch nicht durch die Zivilisation verdorben war.

Niemand war übrigens nicht ganz richtig. Der Pfeil, der aus dem Maul der inzwischen auf dem Rücken im Wasser treibenden Bestie ragte, bewies, dass wenigstens eine Person Anteil genommen hatte. Ein noch recht junger Halbelf, der den Langbogen, mit dem er den Schuss abgegeben hatte, noch in der Hand hielt, und der genau wie Rendal das Leben in der Wildnis dem in der Stadt wohl deutlich vorzog.  Zumindest wirkte er auf den Halbork so, während er sich langsam dem Schauplatz näherte.

Und so wollte es die Ironie des Schicksals, dass ausgerechnet ein Halbork und ein Halbelf, Angehörige zweier sich nicht unbedingt freundlich gesinnter Völker dennoch zusammenarbeiteten, während die Menschen um sie herum, die so gerne über die von ihnen gezeugten Bastarde hinwegsahen, so taten, als sei nichts geschehen.

Shirin

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Prolog: Morgens in Rätselhafen
« Antwort #2 am: 18.12.2008, 13:40:14 »
Leichtfüßig tänzelt die Südländerin zu ihrem Arbeitgeber herüber. Sie zieht eine Augenbraue hoch, lächelt aber freundlich. Einen kurzen Augenblick betrachtet sie den Stoff und fühlt seine Qualität. Dann fährt ihr Zeigefinder unter Sauls Kinn. Die Priesterin beugt sich zu dem sitzenden mann hinunter, direkt an sein Ohr.

…hässlich…

„Das wird es ganz sicher, Saul“, haucht die Priesterin. Mit gespannter Körperhaltung tänzelt Shirin um den Mann herum und legt ihm, hinter ihm stehend, ihre Unterarme auf die Schulter. Ihr Kopf, vorher noch an seinem rechten Ohr, gelangt jetzt von hinten an sein Linkes.
„Aber habt ihr so wenig Vertrauen in meinen Tanz? Ihr beschämt mich. Meine Show lebt von mir, nicht von meiner Bekleidung. Und wenn ihr ehrlich bin: Die Farbe Rot passt so gar nicht zu meinem Typ.“ Leise klingt der Metall-Kopfschmuck der Priesterin an Sauls linkem Ohr. Die Keleshite wechselt erneut die Seite und flüstert Saul in sein rechtes Ohr.
„Ihr würdet mir eine viel größere Freude machen, wenn ihr Eure Musiker etwas anspornen würdet auch andere Lieder zu lernen. Der Klang ihrer Instrumente und ihrer immer ähnlichen Lieder mag auf Eure Gäste schnell ermüdend wirken.“
"Let the healing light of the sun burn out the darkness within you",
aus 'The Birth of Light and Truth'

Elon

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Prolog: Morgens in Rätselhafen
« Antwort #3 am: 18.12.2008, 16:48:08 »
Mit wachsamen Schritt näherte sich der Halbelf der Leiche. Der verunstaltete Körper ließ keinen Ekel mehr in ihm emporsteigen, dazu hatte er in den Wäldern schon genug gesehen. Viel mehr stieg die alte Abscheu für diese Stadt in ihm auf, in der sich niemand für den Anderen interessierte.

...Die Stadt der Egoisten...

Mit einem argwöhnischen Blick musterte Elon den Halb-Ork. Er war bisher nur wenigen begegnet und sein alter Lehrmeister hatte ihn vor diesen „grobschlächtigen Wesen“, wie er sie genannt hatte, immer gewarnt. Jedoch war ihm das Schicksal des Menschen nicht egal gewesen. Eine wahre Seltenheit in dieser düsteren Zeit, wie der Halbelf fand.

„Ihr solltest nicht länger hier bleiben“, sagte er zu dem Halb-Ork, während er die vorbeihuschenden Silhouetten beobachtete. „Die Stadtmiliz ist auf der Suche nach einer Erklärung nicht wählerisch.“

Rendal d'Tharashk

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Prolog: Morgens in Rätselhafen
« Antwort #4 am: 19.12.2008, 10:34:10 »
Mit erschrocken aufgerissenen Augen dreht sich Rendal zum Halb-Elf um, als ob  er sagen wolle wie könnte man die Leiche einfach hier lassen. Jedoch weicht der Blick einem nachdenklichem Verstehen, denn er erinnerte sich, wie es damals im Waisenhaus zuging, auch da bekam er oder Shely die Schuld für alles was angestellt wurde.

Rendal musterte den Halb-Elfen von oben bis unten.

Er scheint auch nicht aus der Stadt zu sein, also ist er noch nicht innerlich verkühlt wie die Bewohner Rätselhafens.

Rendal schritt in die nächst beste Gasse und sagte zu dem Halb-Elf: "Ihr habt recht lasst uns von hier verschwinden. Ich bin übrigens Rendal" und fragte dann mit augenscheinlichem Interesse: "Wie heisst ihr guter Mann?"

Elon

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Prolog: Morgens in Rätselhafen
« Antwort #5 am: 19.12.2008, 13:16:39 »
Unbehagen stieg in Elon auf. Nach diesem Ereignis wäre er nun lieber für sich, ohne Gesellschaft.
 Doch der Halb-Ork schien nicht dem typischen Klischee zu entsprechen, daher folgte er ihm durch die Gasse.

"Mein Name ist Elon.", beantwortete er die Frage. "Ihr scheint nicht aus Rätselhafen zu kommen. Viele, die das erste mal nach Rätselhafen kommen, wären im gleichen Maße schockiert gewesen wie Ihr, doch die Stadt stumpft ab. Je länger man hier lebt, desto gleichgültiger sieht man die Welt um sich herum."
Elon richtete seinen Kopf in Richtung des Schattens, der bedrohlich am Himmel hang. "Der Schatten hat alles noch viel schlimmer gemacht. Als ich die Stadt das letzte Mal besucht hatte, herrschte noch nicht die Angst. Man sieht sie den Leuten auf den ersten Blick nicht an, doch sobald man genauer hinschaut, ist sie da.", sagte er resigniert.

Rendal d'Tharashk

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Prolog: Morgens in Rätselhafen
« Antwort #6 am: 19.12.2008, 21:34:27 »
Es stimmt, vor einem Jahr als ich das letzte Mal hier war waren die Menschen nicht so angstvoll.

Sorgenvoll dreinblickend sagte er zu Elon:"Der Schatten ist genau der Grund warum ich hier bin. Die Druiden aus dem Calphiakgebirge sind sehr beunruhigt,sie sagen der Schatten ist keines natürlichen Ursprungs entstanden. Die Druiden wollen das ich mich hier ein wenig umhöre. Nun Elon hättet ihr eine Idee wo man darüber was herausfinden könnte", nun doch froh darüber, dass ihm der Halb-Elf vielleicht weiterhelfen könnte

Elon

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Prolog: Morgens in Rätselhafen
« Antwort #7 am: 21.12.2008, 00:30:55 »
"Der Schatten beunruhigt über die Grenzen von Rätselhafen hinaus und das wohl auch weiter als ich mir gedacht hatte, wenn selbst die Druiden des Cephiakgebirges beunruhigt sind. Mich selbst hat die Frage nach dem Ursprung dieses Schattens nach Rätselhafen getrieben, wenn auch nicht nur aus jenem Grunde.", erzählte der Halb-Elf. "Wo ich jedoch die neuesten Informationen darüber finden kann, ist mir noch nicht bekannt. Ich bin erst vor kurzem angekommen und hatte noch keine große Gelegenheit mich umzuhören. Doch ich werde mich womöglich noch heute in einigen Tavernen umhören", fuhr er lächelnd fort, während er an den jungen und tatkräftigen Hedran dachte, der ihn heute unbedingt mit zu diesem komischem Turnier schleifen wollte.

"Doch ich fürchte, dass es nicht viel Informationen geben wird, da es sonst wohl zur Zeit kein anderes Gesprächsthema mehr geben würde."

Eando Kline

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Prolog: Morgens in Rätselhafen
« Antwort #8 am: 27.12.2008, 10:25:12 »
Der Besitzer des Goldenen Goblins schließt für einen kurzen Moment genießerisch seine Augen, dann lächelt er Shirin väterlich an.

"Du irrst dich, meine Liebe. Man könnte dich in einen Kartoffelsack stecken und Du würdest noch das Herz des verstocktesten Greises erwärmen. Die Farbe wird dir ausgezeichnet stehen. Vor allem aber," , blinzelte er der Keleshitin verschwörerisch zu, " wird es unsere Gäste von den Makeln der anderen Mädchen ablenken, denen leider, leider nicht dieselbe natürliche Anmut und Grazie zuteil wurde wie dir.

Auch muss ich dich leider enttäuschen. Ich hatte es ja anders geplant, aber heute abend wird es hier so voll und eng zu gehen, dass wir nicht die Zeit haben, zwischendurch Pause für eine komplette Tanzshow zu machen. Ich habe mir daher etwas anderes ausgedacht. Ich glaube, mir ist eine wunderbare und sehr amüsante Methode eingefallen, wie wir heute Abend die Verlierer und diejenigen, die es bevorzugen, ihren Gewinn einzulösen, bevor der höchste Preis erreicht ist, von den Teilnehmern, die bis zum Ende kämpfen unterscheiden können."

Nun war es an Saul, seinen Mund Richtung Shirins Ohr zu heben.

Eando Kline

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Prolog: Morgens in Rätselhafen
« Antwort #9 am: 03.01.2009, 21:37:28 »
Geschehen am frühen Morgen des 14. Arodus im Jahre 4708 AZ

Spielerisch lässt Shorafa Pamodae ihre Peitsche über den Boden züngeln und so die Bewegungen nachahmen, die einst die Schlange vollführte, aus deren Haut die Peitschenschnur gefertigt wurde. Die Hohepriesterin Calistrias hier in Rätselhafen scheint  heute, gute Laune zu haben. Mihalyi, die ihr gegenübersitzt und damit den perfekten Blick auf das Schauspiel hat fragt sich unwillkürlich, woran das wohl liegen mag. Doch die Herrin fragt man nicht nach ihrem Befinden, mann wartet, bis sie sich von selbst äußert. Und so wartet Mihalyi geduldig darauf, den Grund zu erfahren, warum Shorafa sie zu sich hat rufen lassen.

Endlich ist es soweit.

"Ich habe gehört, dass Du vorhast, heute abend Saul Vancaskerkins Turnier zu besuchen." Betörend lächelt die Tieflingsfrau ihr Gegenüber an. "Ich finde das eine ganz wunderbare Idee und wäre am liebsten selbst dort erschienen, aber Du weißt ja, meine Pflichten erlauben mir dergleichen Lustbarkeiten nicht."

Shorafa schafft es tatsächlich, bei diesen Worten ernst zu bleiben.

"Ich würde dich allerdings gerne bitten, mir einen kleinen Gefallen zu tun. Saul Vancaskerkin hat mich darum gebeten, ihm ein Fäßchen chelischen Höllenrot zu vermitteln und ich würde das nur sehr ungerne ohne Kontrolle zu ihm transportieren lassen. Würdest Du rechtzeitig, bevor Du dich auf den Weg dorthin machst, Bescheid geben, damit dich einer unserer Fuhrknechte dorthin bringen kann. Ich bin sicher, dass es in diesem Fall völlig unbeschadet im Goldenen Goblin ankommen wird. Würdest Du das für mich tun?"

Razi

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Prolog: Morgens in Rätselhafen
« Antwort #10 am: 04.01.2009, 23:17:09 »
"Ich muss wieder in die blöde Gilde um über langweilige Dinge die keinen interessieren zu plaudern. Zerstör nicht dein mit Reichtümern geschmücktes Zimmer." äfft Razi leise Ofrah nach. "Wenn ich das Turnier gewonnen habe, brauch ich nicht mehr hier zu wohnen."

Geschickt stopft er mit seiner Decke seine Studierkleidung aus und bringt sie in Position über einem offenen Buch. "Das sieht ja perfekt aus" lobt er sich selber. "Bis jetzt ist Ofrah noch immer auf diesen Trick reingefallen" sie wagt es nie mich zu stören, wenn sie denkt, dass ich an der Kirchenarbeit bin.

Rasch geht Razi zur Zimmerecke und zieht einen Beutel mit seinem Diebeswerkzeug hervor. Er geht zur Tür und öffnet das Schloss. Mann, ich bin in Hochform. Heute kann ich wirklich nicht verlieren. Den anderen werden ihre Augen den Fischen verfüttern, so werden sie stauenen, wenn ich gewonnen habe. Jetzt darf ich nur keinem Fancyboy begegnen. Wenn der leckt muss ich mich verstecken. Fast hätt ich's vergessen...

Razi eilt zum Schrank und klaubt sich sein Rapier und eine Goldmünze hervor, welche er geschickt über seine Finger tanzen lässt. Dein Eintrittsgeld in dein neues Leben, mein junger Herr. Mit dem Rapier seh ich wirklich schon wie ein abgeklärter Haudegen aus. Was noch fehlt ist ein Hut auf dem Pappageien gerne nisten würden, mal sehen ob ich nicht eine nasse Pflaume oder sonst eine Sau finde die mir einen solchen leihen würde

Beim herausgehen verschliesst Razi wieder die Zimmertür und macht sich auf den Weg um sich einen Hut zu besorgen. Vielleicht laufe ich ja auch Zuri über den Weg. Mal sehen, ob er ein Goldstück auftreiben konnte

Mihalyi

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Prolog: Morgens in Rätselhafen
« Antwort #11 am: 05.01.2009, 21:20:09 »
Mihalyi bestaunt fast schon ehrfürchtig die Peitsche der Hohepriesterin und den Umgang Shorafas mit ihr. "Irgendwann muss ich doch einmal fragen, welche interessanten Erfahrungen sie mit dieser Peitsche gemacht hat. Es wird sich bestimmt bald mal der passende Zeitpunkt für solch ein Pläuschchen finden."

Mihalyi mag ihre 'Herrin' sehr. Auf ihre ganz eigene Art und Weise. Egal ob Männlein oder Weiblein findet Mihalyi die Besonderheiten mancher Tieflinge sehr faszinierend. Seien es die Hörner auf ihrem Kopf, den Schwanz an ihrem Hintern oder gar katzenhafte Augen. Gerade das Besondere, das nicht ganz so gewöhnliche gibt Mihalyi den Kick. Genau wie alles andere, was sich von der Norm scheinbar abhebt.
Auch den Begriff 'Herrin' hat sie recht gern. Er fällt desöfteren bei einigen ihrer 'Lieblingsspielchen'.

"Also irgendwie klingt für mich alles nach einem großem Nervenkitzel. Sagt mir zumindest meine Intuition. Bei so etwas Spaßigem wäre ich natürlich sofort dabei.

Aber ein paar Fragen möchte ich Euch schon noch stellen, Herrin, um meine Neugierde zu befriedigen:
Soll ich also auch mal nachsehen, ob der Zustand der Fäßchen vollkommen in Ordnung ist? Soll gar das Innere der Fäßchen auch mal etwas angesehen und der Wein stichprobenartig probiert werden?
Der Wein soll also auch von mir eskortiert werden sozusagen? Oder?
Muss ich mit einer besonderen Gefahr rechnen oder nur mit den Dingen, mit denen man in einer Stadt wie Rätselhafen eigentlich immer rechnen muss?

Na ja, was ich anssonsten an körperlicher Stärke vielleicht nicht habe, habe ich an Charm und Intelligenz. Die besten 'Waffen' einer Frau meines Erachtens. Vorallem um andere um den Finger zu wickeln oder sie abzulenken, um seine listigen Pläne besser zu verwirklichen.

Ich denke, Eure Wahl war gut, Herrin. Denn ich werde mein Bestes geben, um Euren Auftrag so gut es geht zu erfüllen."

Rendal d'Tharashk

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Prolog: Morgens in Rätselhafen
« Antwort #12 am: 06.01.2009, 11:43:11 »
Rendal blickte Elon hoffnungsvoll an und fragte:
"Nun Elon wäre es von mir zuviel verlangt, wenn ich euch begleiten würde. Vier Augen sehen immerhin mehr als zwei, ich denke dann hören auch vier Ohren mehr als zwei."

Er ist genauso ein Bursche der Natur wie ich, ich denke man kann sich auf ihn verlassen.

Elon

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Prolog: Morgens in Rätselhafen
« Antwort #13 am: 06.01.2009, 11:51:59 »
"Damit habt ihr sicherlich recht, Rendal. Ich habe allerdings noch ein paar Dinge zu erledigen, die keinen weiteren Aufschub dulden. Warum treffen wir uns heute abend nicht in einer Taverne, um uns weiter umzuhören?
Ein Bekannter meinerseits möchte mit mir heute abend in den Goldenen Goblin gehen, dort könnten wir uns treffen."
Eldon hielt einen Moment inne und schaute den Halb-Ork erwartungsvoll an.

Shirin

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Prolog: Morgens in Rätselhafen
« Antwort #14 am: 08.01.2009, 14:45:11 »
Shirin resigniert vor ihrem Arbeitgeber. Das war das hässlichste was sie seit langem gesehen hatte. Es war das Hässlichste was sie überhaupt je gesehen hatte. Dieser billige Stofffetzen hatte nichts mit den kostbaren Seiden zu tun die sie bei Hof zu tragen pflegte.

"Wenn ich Euch damit eine Freude bereite, Herr." Shirin nimmt den Anzug entgegen. "Doch es anzuprobieren werde ich vor heute Abend keine Zeit haben. Ich bin gekommen, Euch zu informieren, dass ich zum Orden gebeten wurde, … dringend. Ich werde heute Abend pünktlich an Eurer Seite stehen, Herr."

Die Priesterin verneigt sich und gibt dem Einhändigen keine Möglichkeit zu antworten. Schnellen Schrittes tänzelt die Südländerin zu ihrem Gemach und verstaut das Kostüm um dann in die Stadt zu wandern.
"Let the healing light of the sun burn out the darkness within you",
aus 'The Birth of Light and Truth'

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