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Autor Thema: Kapitel 1: Eine Stadt spielt verrückt  (Gelesen 11652 mal)

Beschreibung: ingame: In Korvosa ist immer was los

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Eando Kline

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Kapitel 1: Eine Stadt spielt verrückt
« am: 03.03.2009, 00:01:53 »
Geschehen in Korvosa, am 20. Pharast des Jahres 4708 GA, zur 10. Stunde

Wren hatte den Vorschlag gemacht, die Nacht im Gasthaus ihrer Eltern zu verbringen. Nicht oben in den Schindeln, sondern in ihrem eigentlichen Domizil in Korvosa-Mitte, dem "Tanzenden Mädel", dass heute nacht ja geschlossen hatte. Da  es besser schien, so schnell wie möglich von den Straßen zu kommen, hatten die anderen zugestimmt.

Der Weg zum "Mädel" war glücklicherweise ereignislos verlaufen und trotz der Unruhen auf den Straßen war es unseren Helden sogar gelungen, ein paar Stunden erholsamen Schlafes zu finden. Gegen Morgen hatte es eine kleine Unterbrechung gegeben, als Bran und Aylara Kerit aus den Schindeln zurückgekehrt waren, aber ein paar Worte von Wren hatten genügt, um die besorgten Eltern zu beruhigen. Aylara war von dem vorabendlichen Zwischenfall noch immer nicht wieder ganz erholt gewesen und hatte sich so schnell wie möglich zur Ruhe begeben, ohne auch nur ein einziges mal nach Wrens Begleiter vom Vorabend zu fragen.

Nun aber sitzen alle gemeinsam am gedeckten Frühstückstisch und lassen sich Brot und Schinken schmecken, den Bran aus dem Keller hochgeholt hat. Bran selbst scheint aber nur wenig Appetit zu haben. Er steht am Fenster und schüttelt immer wieder besorgt den Kopf. Die Unrhuhen draußen haben zwar am frühen Morgen nachgelassen gehabt, aber inzwischen scheinen sie wieder aufzuflammen. und das ist wörtlich zu nehmen, denn der Rauch, der an einigen Orten in der Stadt aufsteigt, verrät, dass es tatsächlich mehrere Brände gibt.
« Letzte Änderung: 25.05.2009, 22:01:41 von Eando Kline »

Astennu

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Kapitel 1: Eine Stadt spielt verrückt
« Antwort #1 am: 05.03.2009, 00:24:12 »
Der Waldläufer schaut sich den Troubel in der Stadt gelassen an. Er steht neben Bran und schüttelt mit ihm unisono den Kopf. Dennoch versucht er sich kritischen Blickes aus dem Fenster seiner Sicherheit zu vergewissern. In diesen engen Räumen fühlt er sich nämlich sichtlich unwohl und er versucht auch nicht dieses zu verbergen. Sein altes Langschwert mit dem kunstvollen Holzgriff hat er auch zu solchen Anlässen stets in Griffweite dabei.
Seine wortkarge Art, unterstrichen von einer tiefen Sorgenfalte auf seiner Stirn, machen die Stimmung nicht besser. Er wartet geduldig, dass einer der anderen die Initiative ergreift.
"Das Böse lebt nicht in der Welt der Menschen. Es lebt allein im Menschen."

Zurisatro

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Kapitel 1: Eine Stadt spielt verrückt
« Antwort #2 am: 05.03.2009, 19:06:26 »
Als er zu Ende gefrühstückt und Weißohr mit den Resten gefüttert hat, tritt Zurisatro neben die beiden am Fenster.
"Sie zerstören im Kampf um die Macht. Und hinterher werden sie alles wieder aufbauen. Kein sehr schönes Beispiel für den ewigen Kreislauf."
Während er seine Gedanken halblaut äußert, streichelt er den Kopf seines Wolfes. Dann fällt ihm ein, worüber er sich am tage zuvor mit dem Desnapriester unterhalten hat. "Sagt an Jal. Was gedenkt Ihr nun mit Eurem Fund zu tun. Es scheint mir aufgrund der Ereignisse nun mehr damit verbunden ... Und wo hatte Lamm das Kleinod her und was hatte er damit vor?"
Hirt oder Wolf - Tod mit oder ohne Aufschub.

Jal Daiven

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Kapitel 1: Eine Stadt spielt verrückt
« Antwort #3 am: 06.03.2009, 00:57:27 »
Nach mittelprächtigem Schlaf und nach etwas zu essen, für das Jal Bran dankte, saß Jal etwas still an seinem Platz. Als Zurisatro ihm dann ein paar Fragen stellte, antwortete Jal diesem: "Ich glaube irgendwie an keinen Zufall. Und ich denke, dass dieses Schmuckstück bei Lamm ein ganz klares Zeichen war. Wer weiß, vielleicht sind es wirklich wir Fünf, die die Stadt vor kommenden Gefahren bewahren können.", dabei schaut Jal zu Astennu, Sopor, Wren und Zurisatro, "Könnt Ihr Euch noch erinnern, was das Harrow Deck uns prophezeite: Ihre Liebe ist zum Scheitern verurteilt. Und es wurde auch von einer Bedrohung für die ganze Stadt gesprochen. Vielleicht ist der Fund des Schmuckstückes kein Zufall und die darauffolgenden Ereignisse bedingt durch den Tod des Königs. Vielleicht nimmt durch die Rückgabe des Schmuckstückes das Schicksal seinen Lauf. Zumindest sagt mir das meine Intuition. Außerdem wurde von einer Gefahr für das varisianische Volk berichtet. Und ich würde ungern meine Brüder und Schwestern einer Gefahr aussetzen, wenn ich imstande dazu wäre diese irgendwie zu verhindern; bei Desna! Bei Königin Ileosa könnte alles seinen Anfang nehmen.

Und um noch auf den Rest einzugehen: Lamm hat das Schmuckstück stehlen lassen als bei der Reperatur war. Jedenfalls hatte ich Gerüchte davon gehört, dass es bei dieser Gelegenheit damals gestohlen wurde. Und ich denke, dass Lamm dieses kaputte Schmuckstück nur stehlen hat lassen, um Königin Ileosa zu demütigen. Denn solch heiße und noch dazu kaputte Ware hätte sich wohl nicht so einfach verkaufen lassen. Irgendwie und aus irgendwelchen Gründen muss da wohl ein Zwist zwischen der Königin und Lamm geherrscht haben. Aber welcher genau das gewesen war, das vermag ich nicht zu sagen."

Zurisatro

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Kapitel 1: Eine Stadt spielt verrückt
« Antwort #4 am: 07.03.2009, 12:16:29 »
Der Druide hat Jal aufmerksam zugehört und an einigen Stellen genickt. Es ist Zurisatro zwar egal, ob die Königin ihr Schmuckstück zurück bekommt oder nicht, doch der Bezug, den der Priester zu der Prophezeiung der Karten herstellt und vor allem seine Worte über die Hilfe für die Varisianer überzeugen ihn.
Es ist auch mein Volk!   ergänzt der Varisianer, dessen Gesicht wieder vom Schatten seiner Kapuze verhüllt wird und fasst Weißohr fest am Fell.
"Dann lasst uns zum Palast gehen und eine Audienz bei ihr oder einem ihrer Verwalter ersuchen."
Hirt oder Wolf - Tod mit oder ohne Aufschub.

Astennu

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Kapitel 1: Eine Stadt spielt verrückt
« Antwort #5 am: 08.03.2009, 00:39:08 »
Astennu würde diese Stadtmenschen wahrscheinlich nie verstehen. Daher machten Zellaras Worte für ihn auch wenig Sinn. Noch immer versteht er die Quintessenz dieser Worte nicht. Aber weise Leute haben es wohl an sich, in Rätseln zu sprechen.
Einmal mehr schüttelt er den Kopf, diesesmal seiner Gedanken wegen.
Aufmerksam lauscht er Jal und Zurisatro.

"Bevor wir hier irgendetwas gemeinsam erledigen, wäre ich übrigens dafür, wenn wir uns untereinander mal richtig vorstellen würden. Wir haben nach Lamms Tod ja schon kurz angefangen, aber eigentlich weiß ich gar nichts über euch alle.
Unser Schicksal scheint laut Zellara eng miteinander verknüpft. Was für mich übrigens kein Grund ist hier auch nur einen Tag länger zu bleiben, als nötig.
Mal ganz davon abgesehen, dass ich nicht weiß, was uns alle an Lamm gebunden hat."
Den Namen seines Peinigers spricht er noch immer voller Verachtung aus und hätte fast auf den Boden gespuckt, so sauer stößt es ihm auf.
Dann schaut er die bunte Truppe in dem kleinen Speisezimmer erwartungsvoll an, bis er merkt, dass es vielleicht auch an ihm wäre zu starten.

"Nun gut, dann lege ich vor...

Wie ihr vielleicht bereits erfahren habt, nennt man mich Astennu. Ein befreundeter Druide meines Meisters, der aus Osirion kam, gab mir diesen Namen. Er meinte dieser Name passt zu mir. Meinen wahren Namen kenne ich leider nicht. Genausowenig, wie meine Familie."
Für einen kurzen Augenblick legt sich ein sehr trauriger Schatten über seine Augen, den er verärgert wegwischt.
"Lamm hatte mich als Kind in seinem Verlies gefangen und sehr schlecht behandelt. Eines Tages kam er in die Zelle und teilte mir mit, dass es ihm leid täte und hat mich totgeprügelt... naja, fast... zumindest hielt er mich wohl für tot und liess mich entsorgen.
Ein Freund meines Meisters fand mich ausserhalb der Stadt auf einem Müllhaufen und hat mich in den Aschenwald gebracht, wo ich zum Waldläufer ausgebildet wurde."
Mit versteinerter Miene schaut er seine ihm prophezeiten Weggefährten nochmal kurz an und fährt dann fort
"Und ich kam hierher um Rache an Lamm zu üben... und wie es scheint wurde ich ein kleiner Teil einer Prophezeiung."
die es eigentlich gar nicht geben dürfete doch seine Gedanken behält er zu diesem Thema lieber für sich.
"Das Böse lebt nicht in der Welt der Menschen. Es lebt allein im Menschen."

Zurisatro

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Kapitel 1: Eine Stadt spielt verrückt
« Antwort #6 am: 08.03.2009, 16:13:21 »
Der Druide hört Astennu  aufmerksam zu und als dieser über seine Zeit in Lamms Zelle und sein Schicksal berichtet, zieht er die Kapuze seines Umhangs noch weiter über das Gesicht, um die Wut auf Lamm und die Tränen des Mitgefühls zu verbergen. Eine merkwürdige Mischung von Gefühlen, die er jedoch nicht kontrollieren kann und daher verbirgt.
Wer genau hinsieht kann jedoch erkennen, dass die Fäuste geballt sind, so dass die Knöchel weiß hervortreten.
Erst nachdem er sich mit der Erinnerung an den Tod ihres Folterers beruhigt  hat, entgegnet er mit trockener, fast tonloser Stimme. "Wir teilen ein ähnliches Schicksal, Astennu." Wieder liegt er in Gedanken auf der Müllhalde und ihr Gestank sticht in seiner gebrochenen Nase, worauf Zuristaro zunehmend leiser wird. "Ich war eines seiner Lämmer und auch mich hat er entsorgt."
 Und jetzt ist er tot. Und er hat es tausendfach verdient
Der blanke Hass, der ihn getrieben hat, steigt wieder empor und seine Stimme wird fest als er dem Waldläufer die Hand reicht. "Zurisatro. Ich lebe mit und durch die  Seele von Wolf."
Seine freie Hand greift an die Pfote, die um seinen Hals hängt, und so etwas wie Frieden strömt durch den skelettierten Rest seines Retters in ihn und den Ton seiner Worte, während seine Eckzähne etwas länger zu werden scheinen. Alle Gerüche werden intensiver, auch diejenigen, die seine Mitstreiter verströmen.
 "Ihr würdet mich wohl als Druiden bezeichnen."
Hirt oder Wolf - Tod mit oder ohne Aufschub.

Sopor Aeternus

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Kapitel 1: Eine Stadt spielt verrückt
« Antwort #7 am: 08.03.2009, 19:20:57 »
Sopor sitzt schweigsam neben seinen neuen Gefährten; nur das Nötigste wurde von ihm verspeist und jetzt da die Gefahr vorerst beendet scheint, ist er wieder ein stiller, wortkarger Gefährte ... als die Vorstellungsrunde beginnt, scheint er etwas kleiner zu werden und sich in die Schatten der Ecke in der er sitzt zurückzuziehen. Offensichtlich hofft er, man möge ihn einfach vergessen...

Jal Daiven

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Kapitel 1: Eine Stadt spielt verrückt
« Antwort #8 am: 08.03.2009, 21:51:17 »
Jal schaut etwas schmerzverzerrt in die Runde. Bis er dann sagt: "Nun gut, wenn Ihr unbedingt wissen wollt, welche Verbindung ich zu Lamm haben, so will ich dies ganz offen darlegen, obwohl ich mich an die alten Zeiten nicht gerne zurückentsinne, schulde ich Euch wohl die Auskunft; Ihr sollt ja wissen, mit wem Ihr da durch die Gegend zieht, wenn Ihr dies denn freiwillig möchtet."

Etwas stockend fährt Jal dann mit den folgenden Worten fort: "Ich... ich hatte damals in der Zeit bevor ich zu Lamm kam, ziemliche Flausen im Kopf und das ist noch beschönigend ausgedrückt. Ich war in meiner Jugendzeit gegenüber meinem Elternhaus recht rebellisch. Im nachhinein muss ich sagen, waren es eigentlich nur Kleinigkeiten gewesen wegen denen ich mich mit meinen Eltern stritt und weswegen es mit uns auseinander ging und ich von daheim wegging. Durch meinen Sturkopf bedingt, musste ich dann schauen wie ich allein zurecht kam, als ich aus meinem Elternhaus floh. Damals war ich ein anderer als heute. Ich geriet auf die schiefe Bahn und irgendwann wurde Lamm auf mich aufmerksam. Anfangs ließ ich mich blenden und rutschte immer tiefer in den Strudel des Verderbens, als ich mich ihm letztlich anschloss. Heute... ja heute...", Jal scheint schon fast etwas den Tränen nahezu sein, aber reißt sich dann zusammen, "bereue ich zutiefst, was ich damals alles tat. Klar, zeigte Lamm wenig später, als man schon quasi an ihn gekettet gewesen ist, sein wahres Gesicht und man hatte auch Angst vor Tod und Bestrafung, aber das ist keine Entschuldigung für das, was ich damals für Lamm tat. Ich hoffe jedoch, dass ich niemals mehr solch ein Leben wie damals führen werde und setze alles daran, dass andere Jugendliche aus ähnlichen Situationen wieder herauskommen und einen Neuanfang wagen können."

Jals Stimme und Haltung beruhigte sich etwas wieder als er dann das folgende aus seiner Jugend berichtete: "Letzten Endes gab es da eine junge Frau, die mich wieder auf den rechten Weg führte. Sie war so schön wie sie klug war. Am Anfang beeindruckte mich nur ihr Aussehen, das muss ich gestehen. Aber alsbald überzeugten mich ihre Worte; die Worte einer Priesterin Desnas. Als ich einst einen Auftrag für Lamm nicht erfüllt hatte und gedankenversunken wieder zu ihm zurückkam mit einem heiligen, hölzernen Symbols in der Hand, hätte es eigentlich nicht viele Worte gebraucht, um zu erkennen, dass ich meinen Auftrag damals nicht vollendet hatte. Lamm roch es fömrlich, als ich ihm noch mal über den Weg lief. Ich kam damals knapp mit meinem Leben davon, aber das hölzerne Symbol, dass ich damals geschenkt bekam, wurde von Lamm zerbrochen. Zum damaligen Zeitpunkt nahmen mich ein paar Desna-Gläubige auf und ich wollte freiwillig ihren Glauben näher kennenlernen. Sie wollten mir auch bereitwillig helfen und ich erzählte ihn alles über meine Jugenderlebnisse. Es verstrich einige Zeit und ich konnte mich mit ihrer Hilfe sogar wieder mit meinen Eltern versöhnen."

Dann schaute er noch mal alle an, wie sie hier versammelt waren: "Mir war es wichtig dies anzusprechen. Da ich Verdrängung für etwas Schlechtes halte und außerdem hat das Schicksal uns Fünf zusammengeführt. Doch ich hielt es nur für fair, mich Euch zu offenbaren. Denn jeder hat die Wahl, ob er etwas akzeptiert oder nicht.", dann schwieg Jal und ließ die anderen zu Wort kommen, so sie denn dies wollten.

Eando Kline

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Kapitel 1: Eine Stadt spielt verrückt
« Antwort #9 am: 08.03.2009, 22:49:37 »
In diesem Moment öffnet sich die Tür oben an der Treppe, und Wrens Mutter kommt nach unten. Sie begrüßt alle freundlich und fragt, ob sie den Gästen noch etwas bringen kann. Und Jal trifft fast der Schlag, als er in ihr die Priesterin wiedererkennt, von der er soeben noch gesprochen hat.

"Na, Aylara, ausgeschlafen?" ertönt in diesem Moment vom Fenster her die Stimme ihres Mannes. "Setz dich, ich bring dir Brot und frische Milch."

Jal Daiven

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Kapitel 1: Eine Stadt spielt verrückt
« Antwort #10 am: 08.03.2009, 23:19:32 »
Doch Jal überwindet schnell seine kurrzeitige Verwirrtheit ziemlich schnell und begrüßt Aylara mit einem Freundlichen: "Guten Morgen, Aylara! Offenbar muss mein Gedächtnis derzeit so verwirrt, wie ganz Korvosa letztlich ist, sein. Aber der Tag gestern war auch ziemlich fordernd, ums mal so zu sagen. Aber mir hätte wirklich viel früher auffallen müssen, dass Wren Eure Tochter ist. Sie hat wirklich auch ein solch gutes Herz wie Ihr. Kam Wren eigentlich dazu von den gestrigen Ereignissen zu erzählen?"

Als Jal aber dann noch mal etwas überlegte, wurde er leicht rot und sagte zu Aylara: "Esst nur erst mal eine Kleinigkeit, ich habe schon wieder viel zu viele Fragen gestellt wahrscheinlich, nachdem Ihr ja gerade erst aufgestanden seid.

Astennu

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Kapitel 1: Eine Stadt spielt verrückt
« Antwort #11 am: 09.03.2009, 00:28:06 »
Als Zurisatro und Jal von ihren Erlebnissen erzählen, bekommen Astennus Augen einen noch ernsteren Zug, als sie eh schon haben. Seine Lippen ziehen sich zu zwei dünnen Linien zusammen und er ist kurz versucht, Zurisatro seine kräftige Hand stützend auf die Schulter zu legen.
Jals ausführlicher Erzählung lauscht er neugierig und ein anerkennendes Nicken legt sich über seine düstere Miene, als er hört, dass dieser aus eigenem Antrieb und eigener Kraft den Absprung schaffte.
Sopors Rückzug quittiert er mit einem verständnisvollen Nicken, als sich ihre Blicke kurz treffen.

Als er dann die Herzlichkeit der Familie wahrnimmt, wird ihm wieder schwer und dunkel ums Herz. Gedanken über seine Familie, welche ihn verstoßen und verkauft hatte ziehen auf, wie unheilvolle Gewitterwolken am Horizont. Die grauen Augen werden wieder stumpf und seine Furche auf der Stirn vertieft sich wieder.
Langsam nimmt er sich nochmal eine neue Tasse heißen Tees, behutsam, als könne er etwas zerbrechliches kaputt machen und stellt sich wieder an das Fenster. Seine Blicke weit in die Ferne, dort wo das Grün aus dem Boden spriesst.
"Das Böse lebt nicht in der Welt der Menschen. Es lebt allein im Menschen."

Eando Kline

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Kapitel 1: Eine Stadt spielt verrückt
« Antwort #12 am: 12.03.2009, 23:30:48 »
Aylara schaut Jal aus noch etwas verschlafenen Augen verwundert- und etwas misstrauisch - an. Offenbar scheint sie ihn im Moment nicht einordnen zu können.

"Ihr redet als müsste ich Euch kennen. Sind wir uns denn schon einmal begegnet?"

Zurisatro

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Kapitel 1: Eine Stadt spielt verrückt
« Antwort #13 am: 15.03.2009, 19:06:11 »
Zurisatro blickt Sopor kurz an, kann dessen Entscheidung jedoch akzeptieren. Vieles scheint ihm leichter an diesem Morgen. Der erste Morgen, an dem ich die Gedanken an Rache und Leid mit Gewissheit verscheuchen kann.
Dem Blick des Waldläufers, in dem sich Verständnis und geteiltes Leiden widerspiegeln, weicht Zurisatro nicht aus, vielmehr dreht seinen Kopf in einer Weise, dass Astennu seine Augen sehen kann. Über die freundliche Wärme, die in seinem Blick liegt, zieht für eine Sekunde ein leichter Schleier der Trauer und rinnt unter der Kapuze die Wange des Varisianers entlang.  Dann lächelt er.

Das Gespräch zwischen Jal und Aylara interessiert den Druiden sehr. Gebannt verfolgt er aus dem Schatten seiner Kapuze die Interaktion und die Gefühle der beiden. Was kann für ihn so wichtig und selbstverständlich sein, an das sie sich nicht erinnert? Ist sie die Priesterin sein, von der er sprach. Nur warum kennt sie ihn nicht mehr.
Hirt oder Wolf - Tod mit oder ohne Aufschub.

Jal Daiven

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Kapitel 1: Eine Stadt spielt verrückt
« Antwort #14 am: 15.03.2009, 19:35:27 »
"Ich bins Jal. Na ja, du kannst dich offensichtlich nicht mehr hieran entsinnen, Aylara?", Jal schaut sie dabei fragend an, "Ich war eben damals viel jünger gewesen, als ich es heute freilich bin. Du hattest damals meinen Kopf aus der Schlinge gezogen, als ich schon tief gesunken war. Dafür bin ich Desna, dir und deinen Glaubensbrüder- und schwestern dankbar, die es mir damals ermöglichten von Lamm loszukommen und seinem kalten Griff zu entkommen. Die für einen warmen Unterschlupf für mich sorgten damals. Kam eigentlich Wren schon dazu dir die Sache mit Lamm zu erzählen?", Jal schaut auch dabei etwas zu Wren hinüber, aber durchaus auch zu Aylara.

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