Autor Thema: Eaters of the Gras  (Gelesen 7474 mal)

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The Divinity Within

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Eaters of the Gras
« Antwort #30 am: 15.03.2009, 20:33:04 »
Nachdem er den Tempel verlassen hat, passiert Jendar eine Kreuzung, auf der sich plötzlich auf den ausgestorbenen Straßen etwas tut. Während das Vibrieren in seiner Brust langsam verklingt, wird die Stille der Nacht durch regelmäßiges Stapfen einer kleineren Gruppe unterbrochen.
Kurz darauf biegt um eine Ecke schließlich der Verursacher. Angeführt von einem Mann der Wachen, der leise einige Worte spricht, folgt ihm eine kleine Gruppe, die zur Hälfte aus Frauen besteht. Allesamt bieten sie keinen sonderlich liebreizenden Anblick, vor allem der größere der beiden Männer, was nicht schwer ist, wenn einer davon ein Halbling ist, der eine seltsame fremde Aura um sich trägt.
Die Gruppe folgt unbeirrt ihrem Weg, und geht weiter in Richtung Süden, wobei Jendar die Anstecker an deren Kleidung ins Auge springt.
Schließlich entfernen sie sich wieder von ihm und dem Waldläufer steht wieder der Weg offen, Richtung Westen die Stadt zu verlassen und sein Lager im Wald aufzuschlagen.
"I am the resurrection and the life. He who believes in me will live, even though he dies; and whoever lives and believes in me will never die."

Jendar Berett

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Eaters of the Gras
« Antwort #31 am: 16.03.2009, 11:04:59 »
Kaum hat Jendar den Marktplatz an seinem westlichen Ende verlassen, klingen die Geräusche einer sich nähernden Gruppe zu seiner Rechten durch die Nacht, und er verhält seinen Schritt.

"Patrouille", schießt es ihm durch den Kopf, und instinktiv geht er in einem Hauseingang in Deckung. Gleich darauf überquert das Grüppchen die Kreuzung, und er kann sie im Licht der Kaltfeuerlaternen deutlich erkennen. Der Anführer ist ein Offizier der Stadtwache, nicht so hoch im Rang wie der Halbork, der heute in dem Lokal aufgetaucht ist, wenn er die Rangabzeichen richtig interpretiert. Aber die ihm Folgenden sind sicher keine Patrouille. Da ist eine grell geschminkte, aufreizend gekleidete Matrone, in der er eine der Huren aus dem Feuchten Stamm wiedererkennt. Dann eine jüngere Frau mit wirren, langen Haaren, abgemagert und in Lumpen gehüllt, die mehr stolpert als geht. Ein schlanker Mann mit scharf geschnittenem Gesicht, in dem die eine Augenhöhle nur noch eine schwärende Wunde ist, mit einer einstmals sicher prächtigen, nun aber schäbig wirkenden Rüstung gepanzert. Und schließlich ein Halbling, dessen federndem Gang und hin- und herschießendem Blick etwas Frettchenhaftes anhaftet. Sie alle tragen ein Emblem an ihrer Kleidung, das den Abzeichen des Offiziers ähnelt.

Verblüfft presst sich Jendar an die Hauswand und blickt ihnen nach, als sie in Richtung auf den Fluss zu verschwinden.
"Was bei den Titanen der Wälder ist das nun wieder?"

Er hat dem Auftauchen der Soldaten im Feuchten Stamm keine Bedeutung beigemessen, aber jetzt zieht eine der Professionellen aus eben diesem Lokal mit einem Offizier durch die Straßen, als wäre sie in offizieller Mission unterwegs. Und das in Begleitung eines Haufens, der merkwürdiger kaum sein könnte. "Söldner..." Er hat solchen Trüppchen im Krieg gegenübergestanden, bunt zusammengewürfelten Kämpfern, die für Gold ihre Haut zu Markte trugen. Aber der Krieg ist vorbei, und diese Gruppe wirkt nicht allzu kampfkräftig.

"Sollte schon wieder ein Mord geschehen sein?"
Kurz entschlossen folgt Jendar ihnen zum Flussufer, bemüht, keine Aufmerksamkeit zu erregen. Als sie die Brücke betreten und von der Wache angesprochen werden, bleibt er zurück. Ihn werden sie nicht ohne einen triftigen Grund hinüber lassen. Nachdenklich blickt er auf den Fluss, in dessen träger Strömung die Stämme aus den Lagern östlich der Stadt treiben.
"Sieht so aus, als bekäme ich mein Bad früher als geplant."

Jendar eilt zurück zum Feuchten Stamm. In einigen der Fenster im oberen Stockwerk brennt noch Licht, und gedämpfte Laute der Lust dringen an sein Ohr. Er tritt an den Rand der Kanalmauer und blickt in das Becken hinab, in dem die dicht an dicht gedrängten Stämme treiben. Eigentlich ein unnötiges Risiko. Aber er fühlt sich heute Nacht lebendiger als seit langem, und fast möchte er es in die Nacht hinaus schreien: Ich lebe!

Rasch entledigt er sich seines Gepäcks und zieht sich aus, stopft die neu erworbene Kleidung und sein Kräutertäschchen in die Stiefel, wickelt sie in seinen Umhang und verstaut das Bündel in seinem Rucksack. Seinen Gürtel mit dem Dolch und dem Kurzschwert schnallt er sich um die nackte Hüfte, reißt einen Streifen aus dem Ärmel seines alten Hemdes und bindet sich damit die Haare im Nacken. Er umwickelt Rucksack, Schwert und Bogen mit den alten Lumpen, damit sich nichts lösen kann, schultert das Ganze und lässt sich vorsichtig in eine Lücke zwischen zwei Stämmen fallen...

The Divinity Within

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Eaters of the Gras
« Antwort #32 am: 17.03.2009, 18:51:23 »
Fast völlige Finsternis umfängt den Waldläufer, als sein Körper von dem eiskalten Wasser verschluckt wird. Rasch ist die Lücke, durch die er ins Nass gelangt ist, wieder verschwunden, während das Holz weiter treibt. Der Mensch kann kaum die Hand vor Augen sehen, nur wenige Strahlen der Mondlichter drängen sich durch den niedrig stehenden Nebel über dem Fluss und zwischen den Stämmen hindurch.
Mit ein paar kräftigen Zügen hat er rasch die Entfernung bis zum anderen Ufer überbrückt, doch zwischen dem befestigten Stück Straße und den umher treibenden Holz tut sich nicht so schnell eine Lücke auf. Der Waldläufer tastet sich ein paar Meter an den Stämmen entlang, während die Strömung seinen Körper weiter flussabwärts zieht und die Luft in seinen Lungen langsam wieder seinen Körper verlassen will.
Doch da kann er endlich den Strahl einer Straßenlaterne durch eine größere Lücke in der fast undurchdringlichen Wand entdecken, sodass er sich an der Uferkante festklammern kann. Dennoch kann Jendar seine Beine nicht schnell genug aus dem Wasser und damit der Gefahrenzone ziehen, sodass sein Oberschenkel schmerzhafte Bekanntschaft mit einem kleineren Stück Treibholz macht.
Aber dann ist er endlich wieder im Trockenen, auch wenn die Strömung ihn mehrere Fuß in Richtung Brücke abgetrieben hat.
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Jendar Berett

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Eaters of the Gras
« Antwort #33 am: 18.03.2009, 10:06:12 »
Keuchend zieht sich Jendar auf die Uferkante, umklammert mit schmerzverzerrtem Gesicht sein Bein. In Gedanken verflucht er sich selbst für die Schnapsidee, den Kanal auf diese Weise zu überqueren. Immerhin war es nicht der Branntwein, der ihn dazu getrieben hatte; er war trunken vor Lebenslust.

"Und ich lebe immer noch", schießt es ihm durch den Kopf, und er muss trotz der Schmerzen grinsen. Vorsichtig steht er auf, belastet sein Bein. Es geht, er kann stehen, und wenn er sich einen Tag Ruhe gönnt, wird es schnell heilen. Morgen. Jetzt gibt es dringlicheres; nun hat er sich auf die Spur der merkwürdigen Truppe gesetzt, und er denkt nicht daran, sein Wild entkommen zu lassen.

Jendar humpelt in den Schatten eines Hauseingangs und legt seine Ausrüstung an. Alles ist tropfnass, und er hinterlässt eine ordentliche Pfütze. Aber das Bad hat ihm den Dreck vom Körper gespült, und die neue Kleidung fühlt sich gut an. Er trocknet seine Schwerter so gut es geht mit den alten Lumpen und lässt diese einfach liegen, als er sich parallel zum Ufer durch die Gassen zur Hauptstraße schleicht, wo die Gruppe die Brücke wieder verlassen hat.

Zwei Kreuzungen entfernt von der Brücke und den Augen der diesseitigen Wache hockt er sich nieder und versucht, eine Spur zu entdecken.
"Efarin, alter Freund, jetzt könnte ich deine feine Nase gebrauchen..."
Die Erinnerung an den Tod seines treuen Begleiters schmerzt noch immer, und rasch verdrängt er den Gedanken, versucht sich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren.

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Eaters of the Gras
« Antwort #34 am: 18.03.2009, 18:26:00 »
Trotz des Mondscheins kann Jendar die Spuren der Gruppe auf den harten Pflastersteinen ausmachen. Sie folgt dem Straßenverlauf in Richtung Südosten und endet schließlich vor einem Anwesen, welches in seinem Ausmaß die umliegenden Gebäude übertrifft, genau wie der große gepflegte Garten, der von der Straße durch eine sauber geschnittene Hecke von der Straße abgetrennt wird. Nur ein kleiner Teil wurde herausgeschnitten, um Platz für ein halbhohes hölzernes Eingangstor zu machen, welches aber mit einem Schloss gesichert ist.
Im hinteren Teil des Gartens kann Jendar noch einen kleinen Holzschuppen ausmachen, der direkt an das Haus angrenzt, sowie einen kleinen Wasserbrunnen. Ansonsten ist aber nicht viel mehr zu entdecken, auch die Fenster, die einen Blick ins Innere des Gebäudes ermöglichen würden, sind meist mit Vorhängen verdeckt, die nur kleine Streifen frei lassen, durch die etwas Lichtschein auf die Straße fällt.
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Jendar Berett

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Eaters of the Gras
« Antwort #35 am: 19.03.2009, 07:24:50 »
Jendar hockt vor der in die Hecke eingelassene Pforte.
Hier sind sie hinein, keine Frage.
Er ist jetzt in seinem Element, die Ereignisse des Abends haben seine Instinkte erwachen lassen, und er ist ganz der Jäger, alle Sinne gespannt und bereit, sein Wild durch den urbanen Dschungel zu hetzen und zur Strecke zu bringen.

Er wendet sich nach rechts und schleicht entlang der Hecke, aufmerksam nach wieder hinaus führenden Spuren und einer Möglichkeit Ausschau haltend, näher an das Gebäude heran zu kommen. Er will durch die Fenster blicken und herausfinden, was dort vor sich geht; aber zuerst umrundet er das gesamte Grundstück, um das Terrain zu sichern.

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Eaters of the Gras
« Antwort #36 am: 20.03.2009, 00:56:40 »
Das Umrunden des Grundstücks ergibt, dass der Garten des Hauses komplett von dem beschnittenen Strauchwerk umgeben ist, sofern das Gebäude an sich nicht die Grundstücksgrenze darstellt, und sich auf der hinteren Seite ebenfalls ein Gartentor befindet. Von dort aus hat der Waldläufer auch einen guten Blick auf die Rückseite des Hauses, wobei er eine große gläserne Wandfläche erkennen kann, die mit so einigen blutigen Spritzern besudelt wurde. die durch die schwache Beleuchtung aus anderen Zimmern des Hausinneren besonders hell erstrahlen. In dem Moment, wo er die Glaswand beobachtet kommt auch gleich Bewegung in das Zimmer hinein, als drei Personen es betreten, unter anderem ein Halbling. Die Frau etwas älteren Semesters unter den dreien lässt dabei ihren Blick suchend in dem Zimmer schweifen.
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Jendar Berett

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Eaters of the Gras
« Antwort #37 am: 20.03.2009, 07:47:29 »
Da sind sie.
Es sieht tatsächlich ganz nach dem Schauplatz eines Mordes aus, und Jendar brennt darauf, näher heran zu kommen. Er bleibt in Deckung, tastet nach der Klinke des hinteren Tores und probiert, es vorsichtig einen Spalt breit zu öffnen.

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Eaters of the Gras
« Antwort #38 am: 20.03.2009, 10:07:54 »
Das Tor hier lässt sich problemlos öffnen.
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Jendar Berett

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Eaters of the Gras
« Antwort #39 am: 20.03.2009, 10:36:40 »
Jendar schleicht sich durch den dunklen Garten an das Haus heran, kriecht zu dem Fenster und versucht, durch das Glas das Gespräch im Innern zu belauschen.

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Eaters of the Gras
« Antwort #40 am: 22.03.2009, 16:08:49 »
Problemlos kann er die Gespräche der Personen mitbekommen (Inplay: Pandora & Shandro), auch wird seine Anwesenheit von niemanden bemerkt, sodass er in Ruhe sich der Spitzelei hingeben kann.
Währendessen hört er jedoch von irgendwo auf der anderen Seite des Hauses das Knallen einer Tür. Und das gedämpfte Geräusch einer weiteren Unterhaltung, die sich langsam in die Richtung des Tores hinter Jendar bewegt.
"...verflucht, hast du den Typen gesehen? Ich musste fast kotzen. Und diese Fliegen ständig..."
"Ja, ich war auch froh, dass er uns rausgeworfen hat. Frag mich, was Nolte mit den Figuren will. Wenn die was finden, fress ich nen Besen und schenk Muttern meinen Monatssold. Hast du die Alte gesehen?"
"Die mit dem Hängearsch?"
"Ja, die. Wenn ich mich nicht irre, hat mal nen Kumpel von mir was von ihr erzählt. Er arbeitet als Kutscher für Flygg und Likberg. Er hat mir letztens von einer alten Nutte erzählt... ich könnte schwören, die Alte mit dem Hängearsch... das war sie. Glitschige Stamm... Nein, warte. Feuchtes Astloch... Feuchter Stamm, das wars. Da arbeitet die."
"Boah, nichtmal wenn mich Olladra ein ganzes Jahr mit Glück beim Würfeln segnen sollte, würde ich mit der..."
"Ja stimmt schon, der Kutscher ist auch bisschen gestört..."
Die Schritte und Stimmen der beiden nähern sich immer weiter. Sobald sie das Tor erreicht haben, würde es schwer für Jendar sich weiter zu verstecken.
Bis auf den Brunnen und ein paar Zierbäume gibt es in dem gepflegten Garten kaum Gelegenheit sich zu verstecken, zumal er dafür an den gläsernen Fenstern vorbei muss. Das gilt auch für den kleinen Schuppen, der sich zwischen den Fenster von Arbeitszimmer und Schlafzimmer befindet.
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Jendar Berett

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Eaters of the Gras
« Antwort #41 am: 23.03.2009, 09:04:27 »
Gespannt verfolgt Jendar in den Schatten gekauert das Gespräch im Zimmer.
Sie untersuchen zweifellos einen Mord. Aber an wem? Ist es ein Neuer, oder ist dies das Haus des gnomischen Kaufmanns?

Das Zuschlagen der Eingangstür schreckt ihn auf, und die näherkommenden Stimmen alarmieren ihn.
Wenn sie mich hier finden, halten sie mich am Ende für den Mörder!

Hektisch blickt er sich nach einem Versteck um. Sein Blick fällt auf den Brunnen. Ohne weiter zu zögern kriecht er, dicht an den Boden gepresst, darauf zu, einen Bogen um den Lichtstreifen schlagend, der aus dem erleuchteten Zimmer auf den Rasen fällt. Am Brunnen kauert er sich hinter die niedrige Ummauerung und prüft das Seil, das in den dunklen Schlund hängt. Dann lässt er sich über den Rand gleiten und klettert ein Stück hinab, so dass sich sein Kopf etwa einen Meter unter der Öffnung befindet. Er schlingt das Seil um ein Bein und spitzt die Ohren; er will auf keinen Fall den Moment verpassen, zu dem es sicher ist, wieder ins Freie zu klettern.

Eigentlich hatte ich mir meine Nacht anders vorgestellt...

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Eaters of the Gras
« Antwort #42 am: 23.03.2009, 13:07:23 »
Schnell ist die Entfernung bis zum Brunnen überbrückt und auch das Verstecken stellt für den Naturburschen kein großes Problem dar. Wenn die Wächter ihn bemerkt haben sollten, dann lassen sie sich nichts anmerken.
Doch was merkwürdig scheint, ist, dass das Seil, an dem der Waldläufer sich festhält, mitsamt Eimer bis nach ganzen unten gekurbelt wurde und nur wenig nachgibt, bei dem ganzen Gewackel was Jendar daran veranstaltet. Es gibt so wenig nach, dass der Eindruck entsteht, dass sich mehr als nur ein bisschen Wasser in dem kleinen Eimer am Ende befindet. Doch ist es so stockfinster im dem Brunnen, ohne elfische Augen lässt sich nicht viel ausmachen. Auf jeden Fall hilft es Jendar, dass er relativ leicht sich durch die straffe Spannung an dem Seil entlang bewegen kann.
Deutlich kann er die Stimmen der beiden Wächter weiterhin wahrnehmen, die nun ihre Runde weiter drehen, hinter der Hecke entlang bis zum anderen Gartentor.
"Was hälst du von dem Hausmädchen?"
"Verdammt scharfe Schnecke. Wenn das Chaos hier erstma beseitigt ist, würde ich der gerne ma meinen Wachknüppel zeigen." Stumpfes dreckiges Lachen ist zu hören.
"Pscht, Mann. Nicht so laut. Wer weiß wie gut das Glubschauge mit seinen spitzen Ohren hören kann. Bei den Typen weiß man nie."
"Kacke, hast Recht. Aber jetzt wo der alte Gnom auf Eis gelegt wurde, wird das Mädchen doch irgendwo hinwollen. Ich sollte ihr meine Arme anbieten. Oder meinen Schoß. Höhö."
"Pscht, du Depp."
"Jaja. Hör auf rumzuheulen. Mich würde es eher interessieren wo dieser Gärtner hin ist. Hast du diese Metallhaufen mal gesehen? Wenn die ihre riesigen Sägen an die Arme geschraubt haben und Stämme zersägen, die so fett sind, wie der dicke Bahrthus? Den Gnom damit zu zerhacken, das hat vielleicht drei Herzschläge gedauert. Wenn die Blecheimer überhaupt sowas wie nen Herz haben."
"Ja da ist was wahres dran. Ich denke auch, wir sollten diese ganzen Typen einfach verschrotten und einrosten lassen. Die sind mir nicht geheuer. Und wer weiß, vielleicht arbeiten die ja sogar für die Klaue. Für nen bisschen Tod und Blut machen die doch alles."
"Ich hab früher sogar gegen die Kerle gekämpft, wir sollten aufpassen. Mit denen ist nicht zu spaß-"
Schließlich verschwinden sie wieder hinter dem Haus.
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Jendar Berett

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Eaters of the Gras
« Antwort #43 am: 23.03.2009, 15:20:23 »
Jendar lauscht mit angehaltenem Atem der Unterhaltung der beiden. Nun ist klar, dass dies das Grundstück des Gnoms ist. Und als sie auf den Gärtner zu sprechen kommen, offensichtlich ein Geschmiedeter, sieht er seine spontane Eingebung im Tempel bestätigt.

Das seltsam straffe Seil schnürt im sein Bein ab, und das andere schmerzt noch immer. Plötzlich kommt ihm ein Gedanke. Der Gärtner ist also verschwunden? Er wartet, bis die Stimmen der Wächter verklingen, dann lässt er sich langsam weiter am Seil hinab, tastet mit den Füßen nach dem Eimer am Ende des Seils und dem Wasserspiegel...

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Eaters of the Gras
« Antwort #44 am: 23.03.2009, 19:09:42 »
Jendar erreicht nach so einigen Fuß den Wasserspiegel, wobei das Seil darin verschwindet, ohne dass von dem Eimer eine Spur zu finden ist. Er befindet sich irgendwo unterhalb der Oberfläche des Wassers.
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