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Autor Thema: [IC] Kapitel 2 - Im Schatten der Galenaberge  (Gelesen 15840 mal)

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Morningstar

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[IC] Kapitel 2 - Im Schatten der Galenaberge
« am: 23.03.2009, 15:22:36 »
Am Abend des 2. Alturiak 1479 DR, im Gasthaus "Zum Auerochsen" auf der Straße von Zarach nach Ravensburg

Während weiter draußen noch eine Hetzjagd stattfindet, unterdessen im Auerochsen


Sard pustet sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht, während er dem Krieger voran in die Taverne zurückgeht. "Dann seid froh darüber, dass Ihr nur Euer Wissen auf dem Schlachtfeld zurückgelassen habt. Ich verstehe nicht, was Ihr damit meint, aber es klingt allemal besser, als den Verstand selbst zurückzulassen."
Er steigt über die Leichenberge, bleibt nur bei dem Grottenschrat kurz stehen, dem der Kopf fehlt. Und wieso der Kopf in der anderen Raumecke liegt, bei Lolth... Er sieht angewidert auf die Hand, mit der er den Schopf des Geköpften ergriffen gehabt hat. Um ihn seinem Bruder zu zeigen? Teufel, die mich reiten...
"Kennt Ihr das, wenn Ihr merkt, dass Ihr eine Hure der Schlacht geworden seid?"
Sard reißt mit dem Hacken den Stuhl aus der Theke, den er selbst dort hineingeschmettert hat, richtet ihn wieder auf. Er bettet Margos auf einen der schmutzigen Tische, als wäre er ein Altar, und geht hinter die Theke. Aus dem Abwasch nimmt er einen Humpen, schüttet das Spülwasser weg, und zapft sich ein Bier.
Er setzt sich auf den Stuhl und stützt den Kopf in die freie Hand.
"Kennt Ihr das?"

Verbissen  schleppt sich der Geistliche mit seiner Last weiter in die Taverne hinein.
Ein kurzes Nicken sichert dem dunklen Elfen seine Zustimmung zu.
"Ja..ich fühle es nur zu oft. Denn die Schlacht lässt niemanden kalt, und mit der Zeit
akzeptiert man das auch...genau wie eine Hure.
Jetzt seid bitte so freundlich und folgt mir nach oben; wir müssen den Aufbruch vorbereiten.
Falls der Jäger noch heute Nacht seine Beute schlägt, so muss alles
an Ort und Stelle sein."

An der Treppe,die nach oben in die Schlafgemächer führt, angekommen,
setzt er sein Bündel kurz ab und streckt sich.  Dann setzt er seinen
Plan weiter in die Tat um. Nach oben...es gibt viel zu tun.

Sard leert seinen Krug zur Hälfte. "Aber gerecht ist es nicht", murmelt er. Dieser Mist. Als hätte ich ihn gewollt. Wenn ich ihn verbannen könnte, und die Schwerter über den Kamin hängen, wo sie hingehören.
Mit dem Humpen in der Hand folgt er dem Echsenmensch die Treppe hinauf. "Ihr seid ein Priester, oder nicht? Deshalb diese seltsamen Worte. Aber von den Göttern weiß ich wenig, und wenn Ihr hier ein Ritual ausführen wollt - diese Räuber kommen wieder."
Er lässt die Türe zu seinem Zimmer offen, während er sich anzieht, und ruft auf den Gang hinaus. "Wir sind ihrer Art schon vor zwei Tagen begegnet, und nun noch einmal. Denen ist egal, ob irgendeiner Eurer Jägergötter seine Beute schlägt und Ihr dafür Weihrauch anzünden müsst, oder... was weiß ich. Auch Zarna-kai und ich müssen rasch weiter, ein irrer König verfolgt uns mit seinen Vasallen."
Er wischt sich mit dem Nachthemd Blut und Schweiß vom Körper und wirft es in die Ecke. Dann zieht er sich ein sauberes Hemd aus seinem Bündel über und lugt um die Ecke in den Gang.
"Zarna-kai, das ist der Genasi, den Ihr tragt. Ich bin Sard, aus dem Unterreich."

Naz legt den Genasi behutsam auf das von der Nacht zerrüttete Bett.
Aus dem Laken werden einige Fetzen gerissen, ehe es vollends mit
Zarnas Blut getränkt ist. Vorsichtig reinigt er mit dem Wasser seines Zubers
die Wunden des Brennenden, bevor sie mit den provisorischen Leinenbandagen
umwickelt werden.
Eure Stärke wird Euch bald wieder auf die Beine stellen.
"Meine Worte sind nicht allein dem Klerus vorbehalten, junger Dunkler,
denn genauso ist der Glaube, der Menschen, Elfen und Drachen durchströmt,
mal stärker und mal schwächer.
"
Der Blaue streift sich hastig das zerschlissene Nachthemd vom Körper, öffnet Schrank
und räumt ihn eilig aus. Mit dem letzten Rest Wasser wischt er sich noch die letzten
Reste des Blutes, das noch nicht ausgehärtet ist, von den Schuppen, ehe er sich
in seinen ledernen Unterwams stürzt.
"Es ist mir eine Freude Euch alle kennenzulernen."
Nieten krachen, Metall schäppert, als die gigantischen Eisenschuppen über den
Echsenmann geschnallt werden.
"Am Tage meines Erwachens wurde mir der Name Nazjatan verliehen; in Eurer gemeinen Zunge gesprochen bedeutet er so viel wie 'die blaue Schlange' "
Zuletzt hängt der Blaue sich das blitzende Amulett um den Hals, das einen harmonischen
Nachthimmel zeigt. Der Rest des Bündels wird eiligst auf den Flur geworfen, und die schimmernde Stange wird vorsichtig an die Wand gelehnt,
sodass das Zimmer nun bis auf seinen Schützling vollkommen leer ist.
"Wo hat Zar..Zarna' Kai seine Habseligkeiten verstaut?"

Sard streicht sich über die Narbe, die an seiner Schulter ansetzt, bevor er das Hemd zuknöpft und seine Rüstung darüberzieht. "Nun, ich trage meine Götter um den Hals. Dass sie dort hängen, das genügt mir an Wissen über sie." Er fädelt das eiserne Symbol der Donnerbestie auf eine Schnur und bindet sie sich im Nacken zu. Mit dem Fuß schiebt er die Tür zu Zarna-kais Zimmer auf und weist hinein, während er sich die Hose zuknöpft.
"Ihr tätet gut daran, Nassdschatan, dieses verfluchte Land zu verlassen. Zarna-kai und ich stehen im Dienst eines Händlers, der ebenfalls aus dem Griff Frostmantels flüchten will. Zusammen ist die Reise sicherer. Dieses Land wird ein Königreich der Barbaren, und bald kommt niemand mehr über die Grenze, fürchte ich. Nicht einmal eine Schlange wie Ihr." Er beäugt Nazjatan von der Seite und kniet nieder, um sich die Stiefel zu schnüren. "Obwohl Ihr nicht wie eine Schlange ausseht."

Morningstar

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[IC] Kapitel 2 - Im Schatten der Galenaberge
« Antwort #1 am: 26.03.2009, 15:00:21 »
Sherring steht kreidebleich auf der Wendeltreppe, in etwa auf halber Höhe zum Schankraum und hält seinen Rapier fest umklammert. Als ihr vorbeikommt nickt er euch stumm zu.

Morningstar

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[IC] Kapitel 2 - Im Schatten der Galenaberge
« Antwort #2 am: 26.03.2009, 16:38:36 »
Unterdessen etwa eine halbe Meile nordöstlich des Gasthauses, nach der kurzen, aber anstrengenden Hetzjagd.

Der Goblin krümmt sich unter der Attacke des beschworenen Tieres zusammen, geht in die Knie und bettelt um Gnade. "BITTE ihr mich nix tot machen...."
Blut läuft aus zahlreichen Wunden der kleinen goblinoiden Kreatur. Mit einem dumpfen Geräusch lässt sie ihr Kurzschwert fallen und nimmt eine kriecherische Haltung auf dem Boden an.
Lucaan geht schwer atmend auf die gekrümmte Gestalt zu, senkt sein Schwert jedoch nicht. Dabei richtet er seinen Blick jedoch nicht etwa auf den Goblin, sondern abwechselnd auf die mysteriöse Fremde, die einige Meter abseits steht und dieses Tier. Der Minotaur kann mit Fug und Recht behaupten, der Wald seie seine Heimat, doch ein solches Tier hat er noch nie gesehen.

Egle

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[IC] Kapitel 2 - Im Schatten der Galenaberge
« Antwort #3 am: 26.03.2009, 16:44:15 »
Das nebelumwogte Tier macht keine Anstalten, sich erneut zu bewegen. Nach und nach, wird es immer durchscheinender, taut wie der Frost am Fenster und verschwindet ins nichts. Die Frau mit dem zerzausten rotbraunen Haar und den unheimlichen leuchtend blauen Augen bleibt jedoch.
"Euer Tod ist nicht meine Entscheidung," postuliert sie ruhig und schaut den hoch aufragenden Stiermann an, den Häscher des Goblins. Der zweite, derjenige, der den Pfeil verschossen haben muss, scheint etwas langsamer zu sein.
Mit einem Kopfnicken und einer einladenden Geste bedeutet Egle dem Minotauren, sich nicht an ihrer Anwesenheit zu stören und sich dem Goblin zu widmen.
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Faralin

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[IC] Kapitel 2 - Im Schatten der Galenaberge
« Antwort #4 am: 26.03.2009, 17:00:44 »
Die Sicht auf die Szene, die sich eben vor den Augen des Elfen zugetragen hatte, war durch die Bäume verdeckt...doch Faralin war sich sicher was er gesehen hatte. Er hatte von solchen Beschwörern gehört...vorsichtshalber legt der Jäger einen Pfeil auf Sehne seines kunstvollen Bogens, er streicht die Federn am Ende des Pfeiles glatt, während  er sich durch vorsichtig und langsam dem Minotauren und der Menschenfrau nähert. Anscheinend geht keine Gefahr von der Geisterbeschwörerinaus, immerhin konnte sich Faralin sicher sein dass sie die selben Feinde hatten. So nun jetzt haben wir 3 Gefangene, einer von ihnen sollte ja etwas wissen, dass den Angriff auf den Ochsen erklärt. Als sich der Elf den beiden nähert, ergreift er das Wort "Wir scheinen die selben Feinde zu haben, gestattet mir dass ich mich vorstelle. Mein Name ist Faralin Nail aus den Dalelands" Er dreht sich zum Minotauren "Wir hatten ja schon das Vergnügen! Was zu den Göttern ist im Gasthaus passiert? Ich hoffe ihr könnt mir das alles erklären." wieder dem  Menschen zugewandt "Euch danke euch für ihre Hilfe bei der Jagd, möge Mielikki mit euch sein." Diese Menschenfrau war ihm  unheimlich, das Tier das sie beschworen hatte, war nicht eines von Mielikkis Herde. "Wir sollten die Gefangenen einsammeln und nachsehen wie es den anderen im Gasthaus ergangen ist, da kann ich mir dann auch deine Wunden ansehen!" sagt er zum Minotauren. Packt den Goblin am Kragen, zieht ihn auf die Beine und guckt ob er in seiner Ausrüstung oder in der des Goblins etwas findet womit er ihm die Hände zusammenbinden kann, wenn dies geschehen ist wartet er bis sich der Minotaure in Richtung Gasthaus in Bewegung setzt.

Egle

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[IC] Kapitel 2 - Im Schatten der Galenaberge
« Antwort #5 am: 26.03.2009, 17:29:42 »
Auch der zweite Häscher lässt nicht lange auf sich warten. Er entpuppt sich als ein Elf, passend bewaffnet mit einem kunstvollen Bogen, ein graziler Jäger aus Entfernung, völliger Gegensatz zum bulligen Minotauren. Der Wortschwall des Schützen überrascht die Hexe etwas, für gewöhnlich waren Fremde ihr gegenüber selten gesprächig.
Auch wenn mehrere Andeutungen Faralins, wie sich der Elf nennt, ihr nichts sagen, so setzt die junge Frau doch ein wissendes Grinsen auf. Eine Hexe stellt keine Fragen - an Sterbliche.
An verborgene Geister schon, so neigt sie den Kopf und flüstert so leise, dass die beiden Jäger die Worte nicht ausmachen können: "Lass mich raten, ich soll den beiden hinterhertrotten?"
Ein Schatten fällt auf ihre linke Schulter, vager Umriss eines Rabenvogels - doch im Geäst oben ist kein Rabe zu sehen. "Ist es nicht offensichtlich, Hexe?," witzelt der Geist, nur für Egle hörbar, "Geh nur. Der Weg ist nicht weit."
Zufrieden mit dem, was sie vernommen hat, hebt die Waldfrau wieder den Kopf und lächelt, auf ihre seltsame, verunsichernde Weise. "Seid vorsichtig, mit wem Ihr Euren Namen teilt, Faralin, in der Welt aus Fleisch und Blut sind sie mitunter mehr als Schall und Rauch," warnt sie den Bogenschützen kryptisch. Den Dank nimmt sie nur mit einem Nicken hin. Was eure Wunden," sie meint beide Faralin und Lucaan, "angeht, so überlasst es besser mir. Ich werde euch folgen," legt die Schamanin einfach fest.
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Morningstar

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[IC] Kapitel 2 - Im Schatten der Galenaberge
« Antwort #6 am: 26.03.2009, 18:07:04 »
Lucaan sieht die Frau lange und durchdringend an, während sie sich mit Faralin unterhält. Dann nimmt er ein Seil aus seinem Rucksack und fängt an den Goblin zu fesseln, der jedoch ständig zuckt und zappelt. Mit seiner unangenehmen quäkigen Stimme beschwert er sich: "AU! Ihr tun mir weh!"
Geduldig versucht der Minotaur mehrmals einen Knoten zu binden, doch immer wieder löst sich das Seil aufgrund einer ruckartigen Bewegung der Kreatur, gefolgt von einem schmerzhaften Aufschrei derselben. So kommen die ersten Worte des schweigsamen Minotauren über seine Lippen, seit sie der mysteriösen Fremden begegnet sind. Doch sie klingen nicht gereizt oder unwirsch, sondern wieder ruhig und besonnen und in Anbetracht der Situation fast schon unnormal gelassen und kühl. "Würde mir mal bitte jemand zur Hand gehen?"
Faralins Frage lässt er jedoch unbeantwortet.

Egle

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[IC] Kapitel 2 - Im Schatten der Galenaberge
« Antwort #7 am: 26.03.2009, 18:27:26 »
Die Höfliche Bitte des Minotauren schlägt die Hexe ihm nicht ab. Mit einem ebenso grotesk gelassenem "Gerne" tritt sie an den zappelnden Goblin heran und sieht dem kleinen Wesen in die Augen. "Besser für dich, du hältst still," rät Egle und fixiert die Augen der Goblin mit den eigenen, unheimlich starrenden, als würde sie versuchen, den Gefangenen mit dem Blick allein am Boden festzunageln. Beiläufig trommelt sie dabei mit ihren langen, krallenartigen Fingernägeln auf der kleinen Trommel aus Hirschgeweih und Tierhaut, die sie mit einer Hand an die Hüfte gedrückt hält.
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Morningstar

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[IC] Kapitel 2 - Im Schatten der Galenaberge
« Antwort #8 am: 26.03.2009, 19:02:35 »
Lucaan versucht es ein weiteres Mal mit einem Knoten, und wieder zappelt und zuckt der kleine Bursche jedesmal, wenn er das Seil um seine - offenbar gebrochenen - Rippen stramm ziehen will. "Ihr müsst schon mit anfassen, wenn das etwas werden soll." bemerkt er. Geduldig beginnt er die Prozedur von vorne, wartet jedoch, bevor er das Seil um den kleinen Körper schlingt, darauf, dass jemand ihn festhält.
Ohne aufzublicken fährt er fort. "Wir sollten uns beeilen, bevor der Grottenschrat wach wird, ich habe ihn nur bewusstlos geschlagen, für ein späteres Verhör. Ich danke euch für eure Hilfe im Kampf."
Dabei lässt er offen, wen er genau damit meint.

Faralin

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[IC] Kapitel 2 - Im Schatten der Galenaberge
« Antwort #9 am: 26.03.2009, 19:08:23 »
Etwas überrascht über die doch ziemlich direkte Art der Hexe Faralin findet, dass sei ein gutes Wort für die Menschenfrau...Hexe...ja!, sagt er doch nichts gegen ihr Plan mitzugehen, der Minotaure hatte nichts dagegen gesagt und Faralin selbst wollte sich nicht als Chef dieser grotesken Gruppe hinstellen. Er würde die 2 und die Gefangenen noch zum Gasthaus bringen, die Gefangenen verhören um zu erfahren wie es zu dem Überfall kam. Hmm...was dann zu tun war, wusste der Elf nicht. Abwarten was die Gefangen sagen dachte sich der Elf ...ich hatte es eh nicht eilig.
Amüsiert schaut der Elf den Versuchen, der beiden den Goblin zu fesseln, zu. Das der Minotaure gerade keine Lust hatte zu plaudern, konnte Faralin verstehen. Er hatte gerade einen Kameraden verloren und sah nach dem Kampf auch nicht mehr ganz frisch aus. Wir würden das später bei einem Kräuterwein im Gasthaus klären. Faralin prüft mit einem kurzen Blick seine Ausrüstung und wartet dann dass die anderen bereit sind die anderen Gefangenen einzusammeln. Sagen tut er nichts mehr, die Zeit zum reden wird noch kommen.

Karambagya

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[IC] Kapitel 2 - Im Schatten der Galenaberge
« Antwort #10 am: 26.03.2009, 19:14:10 »
Die Schwärze, die seine gesamte Wahrnehmung verschleierte verschwindet nur langsam und Zarna-kai hört nur entfernt Stimmen. Er kann jedoch spüren, dass er irgendwo zur Ruhe gebettet wurde und um ihn kein mehr Kampf tobt. Gleichzeitig spürt er jedoch auch, dass seine Waffe nicht mehr in seiner Hand liegt und so beginnt der Schwertmagier mit Hilfe des Bandes, das ihn und seine Waffe verbindet, nach ihr zu suchen noch bevor er die Augen aufschlägt. Schließlich findet er sie, obwohl sie recht weit weg zu sein scheint. Dennoch ist der Krummsäbel nah genug um ihn in die Hand des Genasi zu rufen und so erscheint in dem Moment in dem Zarna-kai die Augen öffnet und sich umsieht auch seine Waffe in der Hand.
Sein Blick ist noch immer verschwommen, aber dennoch kann er erkennen, dass ein Drachengeborener ihm sehr nahe ist und die Instinkte, die ihm die Vergangenheit seines Volkes verliehen hat übernehmen umgehend die Kontrolle über den Genasi. Erinnerung an die Scharmützel mit den Einwohnern Tymanthers werden wach und von einem Moment auf den anderen ist der Schwertmaiger vollständig erwacht. Adrenalin schießt in seinen Körper, als er erkennt, dass einer der größten Feinde seines Volkes nur wenige Meter von ihm entfernt steht.
Seine schwachen Arme heben den Krummsäbel einige Zentimeter an, bis er beginnt sich zu erinnern. Dieser Drachengeborene hatte an ihrer Seite gekämpft. Zusätzlich endeckt der Feuergenasi nun auch Sard, der nicht weit entfernt steht und entspannt sich zumindest ein wenig. Mit schwacher Stimme, wendet er sich an den halben Dunkelelfen, doch es kommt nicht viel mehr als ein Husten aus seinem Hals, das einen stechenden Schmerz durch seinen ganzen Körper sendet. Schließlich gelingt es den Schwertmagier aber doch zumindest wenige Worte hervorzubringen: "Sard, was ist passiert?"
Cernitis custos qualis vestibulo sedeat, facies quae limina servet? - Seht ihr welch ein Wächter im Vorhof sitzt, welch eine Gestalt die Schwelle bewacht?

Egle

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« Antwort #11 am: 26.03.2009, 19:19:27 »
Die Hexe seufzt übertrieben und beugt sich zum Goblin vor. "Du hast es offenbar nicht verstanden," tadelt sie den Gefangenen wie eine Mutter ihr unartiges Kind. Mit dem linken Zeigefinger, dessen Nagel sich schmerzhaft Haut der Goblinstirn bohrt, drückt sie die Kreatur noch weiter runter.
Wieder ziert ein schauriges Lächeln ihre Lippen, und ein Zischeln später windet sich eine leich durchscheinende, neblige Schlange um ihre rockbedeckten Beine. Langsam aber sicher, kriecht das Reptil auf den Goblin zu, um sein Strampeln zu unterbinden. "Bleib still, und du wirst die Nacht überleben," wispert die Menschenfrau, ohne den Finger vom Goblin zu nehmen.
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Sard

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[IC] Kapitel 2 - Im Schatten der Galenaberge
« Antwort #12 am: 26.03.2009, 21:17:38 »
Sard wendet sich hin und her zwischen Zarna-kai und Sherring. "Margos hat es nicht geschafft... und diese Banditen sind noch da draußen. Wir sollten die Wagen bereit machen, was meint Ihr?", fragt er den Händler.
Erst dann geht er an Zarna-kais Bett und bietet dem Genasi seinen Arm an. "Kommt hoch, Freund. Wir haben die Kerle aus der Tür gejagt, und Lucaan und der Scharfschütze verfolgen sie. Auch den, der Euch im Getümmel niedergeworfen hat. Nazjatan und seine Götter haben Euch wieder von den Toten zurückgeholt." Er deutet mit einem Nicken auf den Echsenmann. "Nur Margos... Ihn wird keiner mehr zurückholen." Seine Hand verkrampft sich.

Nazjatan

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[IC] Kapitel 2 - Im Schatten der Galenaberge
« Antwort #13 am: 26.03.2009, 21:55:49 »
Nachdem die letzten Dinge aus dem Raum des Genasi auf den Flur
geschafft und der Rest des Zimmers sauber hergerichtet wurde,
kommt die Echse zurück in sein umfunktioniertes Krankenlager.
"Den Winden sei Dank, Ihr seid endlich wach.
Wenn Ihr Euch besser fühlt, dann findet Ihr Eure Ausrüstung
auf dem Gang. Sard, geht bitte vorsichtig mit ihm um; ich bin mir
noch nicht über eventuelle innere Verletzungen im Klaren geworden."

Dabei mustert er mit geschultem Blick den Zustand der Verbände,
befindet sie für angemessen und lächelt zufrieden.
Ich kann es nicht begreifen, dass meine Waffe daran Mischuld trug; verfluchter
Goblinabschaum! Oder bin ich doch nur ein dummer Echsenmann!?

Morningstar

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[IC] Kapitel 2 - Im Schatten der Galenaberge
« Antwort #14 am: 26.03.2009, 23:24:44 »
Diesmal zuckt der Goblin nicht, aber seine Schmerzensschreie sind dafür umso lauter, als der Minotaure ihn mit Hilfe des seltsamen Tieres fesselt. Als er fertig ist, wendet er sich an Egle: "Ihr wollt uns also folgen. Das ist akzeptabel. Wir nächtigen zur Zeit in dem Gebäude dort hinten." der Minotaur deutet nach Südwesten, wo durch die Zweige ein Licht zu sehen ist.
Doch zunächst hilft er Faralin den anderen Goblin, sowie den Grottenschrat zu fesseln.
In Ermangelung eines weiteren Seiles bindet er die drei Kreaturen aneinander: Den Grottenschrat in die Mitte und die beiden Goblins jeweils auf den Rücken und den Bauch des Ungetüms. Euch fällt auf, dass allen drei Kreaturen jeweils das rechte Ohr fehlt.

Die selbe Entdeckung machen die übrigen Helden ein Stück weiter im Gasthaus: Sämtlichen Kreaturen fehlt das rechte Ohr, mit Ausnahme des Ogers. Beim Durchsuchen der Leichen findet ihr beim Schamanen eine runenverzierte Fellrüstung und beim Grottenschrat ein Armband - beides sieht so aus, als ob es eine weitere Analyse seitens der Arkankundigen wert wäre. Außerdem hatte der Schamane einen taubeneigroßen Rubin in der Tasche.
"Ich habe es mitbekommen, wie Margos fiel." Sherring steckt sein Rapier zurück in das Gehänge und geht in dem zur Krankenstation umfunktionieren Flur mit den Händen im Rücken unruhig auf und ab. "Wo bleibt Lucaan..." Der Händler eilt die Treppe herunter und zur Tür des Gasthauses raus. Einige Sekunden später hört ihr von draußen einen entsetzten Schrei.

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