Autor Thema: Setting  (Gelesen 1832 mal)

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Leolo

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« am: 26.03.2009, 20:21:22 »
Die Armee des Landes Taramar welcher ihr eintretet wurde von Taraman dem Weisen vor ca. 40 Jahren gegründet, als Folge von immer stärker werdenden Übergriffen durch Monster und seltsam korrumpierte Wesen der Natur. Unter anderem wurde dabei auch eine der grössten Städte der Gegend Lillthwell komplett von der Landkarte getilgt und das "alte Reich" welchem die Stadt vorstand zerbrach in einen Teil der Wildniss und in einen von Taramars Armee beherrschten Teil. Bis zu seinem Tod vor 5 Jahren hat Taraman das nach ihm benannte Land immer mehr vergrössert und die wilden Lande im Norden und Westen erobert. Einer Klaue gleich umschliesst sein Reich nun den Wald der Lillthwell verschluckt hat, und breitet sich immer weiter aus. Barbaren, Bauern deren Dörfer zerstört wurden und jeder andere den man in die Finger bekommt wird für die Armee rekrutiert deren Hunger nach Soldaten stets wächst.

Doch auch freiwillige gibt es genügend, denn Taraman hatte verfügt ein jeder müsse in seinem Heer nach seinen grössten Stärken beurteilt werden und so seinen Nutzen einbringen. In einem Land ohne Ordnung und Sicherheit ist Taramans Armee für viele zum Lebenszweck geworden, eine Gemeinschaft in der sie sich verwirklichen und höhere Ziele angehen können.

Die Ausbildung dorthin ist hart und streng wird dabei darauf geachtet die Lehren des Gründers jedem neuem Rekruten wie mit einem glühendem Eisen tief ins Herz einzubrennen.
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Leolo

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« Antwort #1 am: 30.03.2009, 14:46:03 »
Das alte Reich:

Das alte Reich ist die Bezeichnung der menschlichen und elfischen Bewohner Taramars für ihre Heimat. Einst, vor gut 40 Jahren mussten sie von dort aus in den unwirtlichen Norden fliehen, in das rote und wenig fruchtbare Land der Tieflinge und Halborks. Zuerst noch allein, dann sich mit den Bewohnern des roten Lands verbündend schufen die Überlebenden des alten Reiches die Armee, eine Gemeinschaft der jeder angehörte der kräftig genug oder sonstwie befähigt war zum Überleben der Flüchtlinge beizutragen. Taraman und seine Anhänger prägten den neuentstandenen Staat und schweissten seine so unterschiedlichen Bewohner mit Indoktrination und dem Bild einer neuen Welt zusammen in der die Wildniss nicht länger die Lande beherrschte sondern ihre Bewohner eine gemeinsame Zivilisation erschaffen.

Der Untergang des alten Reiches ist für Taramars Armee der Beginn der Zeitrechnung, und Symbol ihres Wiederstands gegen die Mächte die ihre alte Welt untergehen liessen. Wir befinden uns im Jahre 41 nach Lillthwell, benannt nach der Hauptstadt des alten Reiches welche in nur einer Nacht von einem unnatürlichem Dschungel eingenommen wurde. Nahezu 2/3 des alten Reiches wurde durch die Natur erobert, und selbst die Elfenwesen mussten aus ihren Wäldern fliehen die sich plötzlich gegen sie wandten. Die Menschen Taramars geben den Zwergenwesen und den Drachengeborenen im Süden die Schuld am Untergang ihrer Welt da ihre Lande unversehrt blieben, doch in Wahrheit weiss niemand was Lillthwell zum Verhängniss wurde.

Von den grünen Auen des alten Reiches ist seither selbst in jenem Land nichts mehr zu sehen das der Dschungel nicht sofort verschlang, denn seit jener Zeit kamen immer wieder Wesen aus den Wäldern um die Städte zu überfallen, Kinder zu stehlen oder Vieh zu reissen. Die Armee begann die letzten Reste Taramars zu verteidigen und setzte dabei weite Teile des einstmals grünen Landes in Brand. So gibt es einen verwüsteten Streifen zwischen dem Wald und dem Fluss Nedai im Norden hinter dem das heutige Taramar beginnt und in dem beständig Schlachten gegen die Kräfte der Natur geschlagen werden.

Die Städte Taramars:

Taramar hat keine Hauptstadt, kein Hauptquartier das man erobern könnte  -  ja nicht einmal grössere Siedlungen welche die Armee gegründet hätte. Stattdessen ernährt sich die Armee vom Land. Bauern treiben riesige Viehherden umher, und pflanzen hartes Steppengras von dem sich Taramars berühmte riesige Stiere ernähren. Jeder Bewohner ist verpflichtet der Armee seine Abgaben zu leisten, und oftmals bleibt den Bauern selbst nicht viel um selbst noch zu leben. Der Krieg ist hart und unerbittlich, und so gilt es als lobenswert die Verpflegung der Armee ausserhalb der eigenen Grenzen zu gewinnen. Immer wieder führt die Armee Raubzüge in die Länder der Barbaren hindurch um Sklaven, Arbeiter Korn und Vieh zu beschaffen. Jeder geraubte Sklave hat dabei das Recht selbst in der Armee einzutreten und so seinem Schicksal zu entfliehen, und viele nutzen die Möglichkeit. Stets zieht die Armee auch Bauern und Händler hinter sich her, welche Raubgut verkaufen, Sklaven erwerben und Vieh für die eigenen Herden. So lebt gut jeder zweite Bewohner Taramars halbnomadisch, aller paar Jahre der Arme nachziehend wenn das karge Land ausgezehrt ist  -  zertrampelt von den Hufen der wilden Stiere und leergegrast.

Dennoch gibt es einige Städte die älter als der Krieg sind und noch nicht verwüstet oder verlassen wurden. Die wichtigsten davon werden hier aufgeführt.

Mirkh im äusserstem Südwesten an der Mündung des Nedai ins Meer. Dies ist die letzte grössere Stadt des alten Reiches, gelegen zu je einer Hälfte am Nord und Südufer des grossen Flusses Nedai. Fast 50000 Menschen wohnen noch immer an der Wellenfeste, wie man Mirkh ebenfalls nennt. Die Bewohner Mirkhs sind stolze Menschen welche seid Jahrhunderten im Kampf erfahren sind, und ihre Stadt zu einer uneinnehmbaren Feste ausgebaut haben im Kampf gegen die wilden Völker des Nordens. Selbst dem Angriff durch die Natur konnten sie standhalten auch wenn die Südstadt fast vollständig zerstört wurde. Die Leute Mirkhs sehen sich als die wahren Erben des alten Reiches und viele akzeptieren die Hoheit Taramars und seiner Armee nicht. In den Slums der Südstadt jedoch finden die Werber und Barden Taramars reiche Menschenbeute, und neue Kämpfer für die Armee. Dort ist die alte Mauer schon vor Jahrzehnten eingestürzt und nur Patrollien beschützen die Bewohner vor den Waldkreaturen die Nachts in ihre Häuser schleichen. So fühlen sich viele berufen ihre Heimat auch aktiv zu verteidigen. Im Nordteil dagegen sieht man Taramar und seine Eroberungszüge skeptisch, misstraut dem Bündniss mit den alten Feinden des Nordens und versucht alles um die Abwerbung der eigenen Jugend zu verhindern.

Nagnda Elay ist der Name einer Flusssiedlung inmitten einer grossen Schlucht, weit nördlich bei den Eisbergen im Nordosten Taramars gelegen. Dies ist das Land der Halborken, einer Mischlingsrasse von Menschen und wilden Orks die sich schon vor Jahrhunderten vermischt haben. Nahezu jeder Bewohner hier hat zumindest etwas Blut von beiden Völkern in sich, und gemeinsam schufen sie ein Land das in seiner Zivilisiertheit den Städten des Südens wenig nachsteht. Nagnda Elay ist für die Orkenwesen ein heiliger Ort an dem ihre Schamanen die Zukunft deuten und der einzige Ort an dem man Halborks ohne Streitlust sieht (wie die Menschen sagen). Obwohl die Siedlung selbst kaum Stadtartige Züge trägt beherbergen die mit Hängebrücken verbundenen Grotten und Felsplateaus doch mehrere tausend Halborks und die Siedlung hier gilt als Ausgangspunkt ihrer Besiedlung des roten Landes südlich der Eisberge. Man sagt Taraman sei einst allein im tiefem Schnee des Nordwinters zu den Schamanen der Halborks gegangen um sein Bündniss zu schmieden und seither kommen immer wieder Händler nach Nagnda Elay die sich von der wilden Natur seiner Bewohner nicht fürchten.

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mehr dazu dann bald...
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Leolo

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« Antwort #2 am: 10.11.2009, 02:39:49 »
Die Elfen in Taramars Armee:

Früher - zu Zeiten des alten Reiches lebten die Elfen in ausgedehnten Waldgebieten welche um die Hauptstadt herum bestanden, zumeist in den Wipfeln riesiger Bäume oder in verwunschenen Hügeln die mit elfischer Magie verborgene Eingänge besassen. Zu jener Zeit waren Elfen die wichtigsten Verbündeten der Menschen des alten Reiches. Der Fall des Waldes, wie die Ereignisse um die Zerstörung Lillthwells in der Elfensprache genannt wird war ein einschneidendes Ereigniss und hat die Elfen beinahe ausgerottet. Nur jeder fünfte Elf überstand überhaupt was damals geschah - am ehesten jene welche nicht direkt in den Wäldern waren.

Die Mehrzahl der Elfen des alten Reiches lebt heute im Nordwald den Vijel angesprochen hat. Dies ist ein Gebiet in etwa im Nordwestlichem Zentrum Taramars. Es handelt sich dabei jedoch nur noch um gut ein zehntel der ehemals im altem Reich lebenden Elfen, in etwa genausoviele haben sich mit Menschen und anderen Rassen vermischt und leben in den wenigen Städten oder ziehen in der Steppe umher. Sie sind ein sehr zersplittertes Volk, und wurden am härtesten getroffen als Lillthwell fiel, denn ihre Reiche lagen inmitten der Wälder die mit einem male alles zu vernichten schienen.

Früher waren alle Völker des alten Reiches sehr Waldverbunden, eben solange bis der Wald sie plötzlich überfiel. Die Elfen haben nach ihrer Flucht aus dem altem Reich als einziges Volk sich dies bewahrt, und konnten aus diesem Grund nicht in der trostlosen Steppe leben. Sie haben am Rand der Steppe - wo das Gebirge anfing begonnen ein neues Wäldchen anzulegen welches durch ihre Magie in den letzten 40 Jahren zu einem gewaltigem Waldgebiet wurde.

Obwohl nach aussen hin suggerriert wird dieser Wald sei geschützt gegen die Schrecken welche im Süden - im alten Reich - die Bäume befallen, ist dies doch letztlich die grösste Sorge der Bewohner des Nordwaldes. Wenngleich es auch vielleicht nichts ist das man aussenstehenden gern anvertraut.

Das hat die Elfen in der Armee jedoch in eine Randrolle gedrängt. Sie sind - obwohl sie selbst wohl am meisten darunter litten dass der Wald sich gegen sie gewandt hat - noch immer der Meinung etwas böses hätte die Bäume befallen, und es wäre falsch an der Grenze ganze Landstriche und Wälder abzubrennen. Allerdings sind sie sich auch bewusst wie fragil ihre Rolle ist. Der Grund dafür, dass die Elfen nicht den anderen "Feenwesen" wie Halblingen, Gnomen oder Pixies zugeordnet werden, ist das sie mit allen anderen fliehen mussten. Doch jeder intensive Widerspruch an der Armee könnte wohl das Volk der Elfen zu Taramars Feinden werden lassen und zu offenem Krieg führen.

Aus diesem Grund haben die Vertreter der Elfen des Nordwaldes keine politische Macht innerhalb der Armee und der Führung des Landes, auch wenn einzelnen Elfen alle Türen offenstehen können.
« Letzte Änderung: 30.04.2010, 13:42:35 von Leolo »
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« Antwort #3 am: 24.09.2011, 15:09:49 »
Das Schicksal des Unterreichs:

Die Kräfte der Natur welche Lillthwell verschlungen haben machten auch vor den Tiefen der Erde nicht halt. Hier wo nie Licht eine Pflanze versorgte lebten die Kreaturen voneinander, von Pilzen und an manchen Orten von Handel und Raub.

Tav'halum, die Stadt der Drow war so ein Ort. Unter die Erde getrieben vor vieltausend Jahren als die Drachen und Elfen ein Bündniss schlossen lebten die Dunkelelfen in ihren Höhlen wie Prinzen der Nacht. Nichts im Unterreich konnte es mit ihnen konkurrieren so glaubten sie zu jener Zeit. Doch zwei Jahre nach Lillthwell häuften sich die Worte in der Höhlenstadt von Kreaturen die sich nicht länger wie sie selbst benahmen. Pilze befielen sie, raubten ihnen ihren Willen. Erst kamen sie nur vereinzelt, griffen die Höhlenläufer und Späher an. Dann sammelte sich eine Armee vor Tav'halum, untote Kreaturen die einst Tiefengnome, Illithiden oder Wesen der Oberfläche gewesen waren.

Noch ein letztes mal obsiegten die Dunkelelfen, gestärkt von ihrer Magie und ihren Kampfesfähigkeiten. Dann kamen die Spinnen. Seit der Zeit des grossen Krieges war die Spinnengöttin heilig für die Drow, doch als mit einem Mal tausende Riesenspinnen aus den Höhlengängen strömten wussten die Priesterinnen nichts als niederzuknien und ihre Gottheit flehend anzurufen.

Tav'halum, und alle anderen Aussenposten der Drow wurden überrannt, und alle die verblieben fanden ihr Ende in jenen Höhlen. Die wenigen die überlebten flohen an die Oberfläche, hindurch unter dem altem Reich und dem neuem Wald der Lillthwell verschlungen hatte. Ein zersprengter Haufen, ein leichtes Ziel für Taraman und seine Armee. Ihre neue Stadt an der Oberfläche, an der Biegung des Nedai hielt nicht einmal ein Jahr, und seither gibt es nur noch zwei Arten von Drow:

Sklaven und Soldaten. Und beide Arten sind ein und das selbe im rotem Land, wenn die Haut die ein Elf trägt schwarz ist. Taraman brauchte die Dunklen um die unterirdischen Gänge zu erkunden. Doch niemals gab er ihnen ganz die Freiheit, und niemals liess er sie ganz aus den Augen. In Taramans Armee sind Drow Späher und Kundschafter und es ist selten das jemand etwas mit ihnen zu tun haben will. Die meisten von ihnen stehen unter dem Befehl eines Elfen, eines Kundschafterführers der über sie verfügen kann wie er will.
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« Antwort #4 am: 19.12.2011, 08:04:39 »
Hexen:

Die Hexen Taramans gibt es schon sehr lange, länger als die Armee selbst, länger als den Wald der Lillthwell umschloss. Es ist ein Bund von Wahrsagerinnen, reisenden Kräuterfrauen und manchmal auch dunkleren Künsten. Im altem Reich wurden die Hexen oft hoch geschätzt von der einfachen Bevölkerung, aber blieben zumeist fern den hohen Herren oder dem Hof. Kleine Gehöfte im Wald, treffen auf Lichtungen - so war ihr Leben.

Ihre Gabe der Vorraussicht war es wohl die einigen Hexen bei Lillthwells Fall das Leben rettete, und in den ersten Jahren der Armee dienten sie als Heiler und Berater. Seither ist eine neue Generation von Hexen ein fester Bestandteil der Streitkräfte geworden. Sie bereiten Angriffe vor, spähen auf magischem Weg Dörfer aus und setzen Wälder in Brand um Hinterhalte zu vermeiden. Auch die Ausbildung magisch begabter Soldaten unterliegt den Hexen, auch wenn diese anschliessend wieder zur Armee zurückkehren.

In vielerlei Hinsicht sind die Hexen ein Staat im Staat, vergleichbar mit den Elfen oder Orks. Sie haben eigene Anführer, alte mächtige Hexen welche mit den Armeeführern zusammensitzen. Über den Initiationsritus neuer Hexen - oder welche Schülerinnen von ihnen aufgenommen werden ist wenig bekannt - einzig das es mehrheitlich junge Mädchen und Frauen sind, und nur wenige wirklich alte Hexen noch am Leben sind.

Wie so vieles in Taramar haben auch die Hexen kein echtes Heim, sind verstreut und ziehen mit der Armee oder allein auf ihren Aufträgen. Das einzige was man sagen kann ist das sie in der östlichen Steppe häufiger vorkommen als am Meer im Westen oder am Ufer des Nedai. So gibt es auch in der östlichen Legion weitaus mehr Hexen als in der westlichen, auch wenn sie selbst hier nur eine kleine Minderheit sind.
« Letzte Änderung: 19.12.2011, 08:26:26 von Leolo »
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