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Autor Thema: [IG] Kapitel I: Erste Zeichen  (Gelesen 19322 mal)

Beschreibung: Irgendetwas geht hier vor...

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Tzelzix

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[IG] Kapitel I: Erste Zeichen
« am: 24.08.2009, 10:36:39 »
Der erste Tag auf Borkum hatte etwas aufregendes und elektrisierendes für die frisch angekommenen Urlauber. Die Luft war frisch und klar, ganz anders als in den Städten mit ihren Industrieanlagen und Autos und die leicht salzige Note erzeugte ein Gefühl von Heilung und Wohltat. Die Gesellschaft zerstreute sich zunächst, um die Annehmlichkeiten der Insel zu erkunden und sich in das Leben hier auf Borkum einzufinden. Die Tennisplätze halten auch von Nahem dem kritischen Auge Friedrich Pfeiffers stand und auch sonst wirkt alles sehr erfreulich.

Eine Menge Leute sind auf der Insel unterwegs und so kommt bisweilen doch das Gefühl auf, man befinde sich gar nicht so sehr auf einer kleinen Urlaubsinsel als viel mehr in einer großen Stadt. Nur der fehlende Autoverkehr und die allgemein gelöste Atmosphäre wirken diesem Eindruck entgegen. Ein Blick auf die Strände ist verheißungsvoll, auch wenn die Badeprozedur umständlich erscheint und natürlich streng auf die Trennung von Herren und Damen geachtet wird. Es gibt viel zu sehen und zu erfahren, aber für einen ersten Rundgang reicht wohl die Flut der Eindrücke. Gen späten Nachmittag versammelt ihr euch dann wieder am Hotel, um schließlich vorzüglich zu Abend zu speisen und sich für die Feier fertig zu machen, die Conrad euch angepriesen hatte.

Eigens für das abendliche Seevergnügen wird eine Bahn bereit gestellt, die euch zur Reede bringt, wo die MS Gretchen bereits auf ihre Gäste wartet. Das Schiff ist sicherlich einiges kleiner als die Rheinland, aber nicht weniger gut ausgestattet wie es scheint. Für die abendliche Fahrt wurde zusätzliche Beleuchtung installiert, die jetzt am frühen Abend noch nicht angeschaltet wurde. Viele edle Herren und wundervoll gekleidete Damen strömen auf den Dampfer. Ihr scheint in bester Gesellschaft zu sein, man zeigt, was man hat und präsentiert seinen Wohlstand. Der funkelnde Schmuck der Damen und die feinen Anzüge der Herren, manch einer sogar mit einem teuer verzierten Gehstock, wirken zunächst vielleicht etwas einschüchternd auf diejenigen, die so gehobene Kreise nicht gewohnt sind, die Stimmung an Bord aber ist locker und freundlich. Gen 19:30 Uhr ertönt das Schiffshorn und verkündet die Abreise der "Gretchen", was mit einem freudigen Raunen der Gäste beantwortet wird. Einhundertzwanzig an der Zahl mögen es wohl sein, über den Daumen geschätzt versteht sich.

Mit dem Auslaufen eilen Kellner herbei, um die ersten Getränke aus zu schenken und so könnt ihr nach Lust und Laune Champanger schlürfen, wenn es euch denn beliebt. Im Salon des Schiffes hat sich derweil eine Combo aufgebaut und beginnt den Abend mit ruhiger Musik, um den Leuten Gelegenheit zum Austausch zu geben. Conrad habt ihr bisher nirgends gesichtet und auch sonst scheint euch niemand bekannt.


Wilhelm Pfeiffer

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[IG] Kapitel I: Erste Zeichen
« Antwort #1 am: 24.08.2009, 13:21:34 »
Obwohl sich Wilhelm einen angemessenen Anzug geliehen hat, wenn man ihn kennt, merkt man, dass er sich etwas unwohl fühlt. Er wirkt zu ruhig, und auch, wenn er mit jemandem ins Gespräch kommt, würde er am liebsten einen Notizblock zücken. In Gesprächen stellt er sich denn auch nicht als Reporter vor, sondern als Teil der Reisegesellschaft von Friedrich und Irving sowie als Bekannter Conrads. Irgendwie wirkt er ein wenig eingeschüchtert von der Eleganz und dem Status der Anwesenden, zumal er diesen nicht die Macht der Öffentlichkeit entgegensetzen kann.

Da ist es nicht verwunderlich, wenn er sich bald an der Reling, bald wieder an der Bar des Salons wiederfindet, immer ein Glas Champagner in der Hand und immer dem Drang ausgesetzt, ungehörige Witze zu erzählen.
"Das Ruhrgebiet der deutschen Hand entrissen – und Cuno sieht zu! Tu was, Cuno!" – Morgenpost, 21. Februar 1923

Irving C. Langmuir

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[IG] Kapitel I: Erste Zeichen
« Antwort #2 am: 25.08.2009, 08:40:57 »
Irving fühlt sich offensichtlich deutlich wohler in der feinen Abendgesellschaft als Willi. Sicher und zielstrebig bewegt er sich durch die versammelten Menschen, hier ein kurzes Gespräch führend, dort leichte Konversation treibend, über einen Scherz lachend, der Musik lauschend, immer mit einem Glas Champagner in der Hand und der Pfeife im Mundwinkel.

"Hast du Conrad schon gesehen?", wendet der Engländer sich nach einer Weile an Friedrich, "Es würde mich doch etwas wundern, wenn er nicht an Bord wäre, wo er uns doch allesamt eingeladen hat."

Anton Schlesinger

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[IG] Kapitel I: Erste Zeichen
« Antwort #3 am: 25.08.2009, 14:09:54 »
Anton hat zwar keinen feinen Anzug und residiert wohl schon lange nicht mehr in dieser Bevölkerungsschicht, aber dass ändert nichts daran, dass er seinen Spaß hat. Schnell lässt sich der Autor von der Stimmung anstecken und versucht immer mitten drin in der Feier zu sein. Zwar kommt er sich anfangs etwas merkwürdig mit seinen abgetrageneren Kleidung vor, aber schon nach wenigen Minuten findet er sich ein. Als der Champagner ausgeschenkt wird, bedient er sich fleißig und versucht das Meiste aus der Feier für sich selbst rauszuholen. Dort ein Gläschen, hier etwas Musik und vor allem Konversationen.
Dennoch ist es selbst für ihn irgendwann etwas zu viel und mit einem leicht schummrigen Gefühl durch den Alkohol und etwas rot im Gesicht verlässt er den Festsaal. Draußen angekommen lehnt er sich an die Reling und genießt den frischen Wind. Auch wenn das Wasser nicht gerade zuträglich ist.
Die Feder ist mächtiger als das Schwert, aber wenn ich an den großen Krieg denke bin ich mir nicht sicher wie es mit ihr und Gewehren aussieht.

Friedrich Pfeiffer

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[IG] Kapitel I: Erste Zeichen
« Antwort #4 am: 25.08.2009, 15:52:55 »
Friedrich, gekleidet in seinen besten Anzug, ist begeistert von Borkum, denn die Tennisplätze sind erster Klasse, und vor allem von diesem Fest, zu dem Conrad geladen hatte. Auch er hat stets ein Glas perlenden Champagners bei sich ,aber weniger aus Genuss am Trinken, denn er hat bereits zwei Gläser geleert, denn mehr weil jeder eines bei sich zu haben scheint. Aber tatsächlich etwas scheint zu fehlen, abgesehen von weiblicher Begleitung, mit der man wohl ein Tänzchen wagen könnte. "Du hast Recht. Ich hab ihn noch kein einziges Mal gesehen, seit das Schiff abgelegt hat. Nicht dass er aufgehalten wurde und es nicht mehr geschafft hat. Wäre doch jammerschade. Was er alles verpasst hier!" Mit ratlosem Gesicht schaut sich Friedrich um, ob er seinen alten Studienfreund nicht doch irgendwo erspähen kann, als dies jedoch keinen Erfolg hat, steht er auf. "Ich werde mich einmal auf dem Schiff umsehen. Vielleicht steht er am Bug oder am Heck und beobachtet die untergehende Sonne. Irgendwo muss er ja sein."

Tzelzix

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[IG] Kapitel I: Erste Zeichen
« Antwort #5 am: 26.08.2009, 12:13:40 »
Tatsächlich findet Friedrich Conrad in einem etwas ruhigeren Bereich des Schiffs wie er an der Reling steht und hinaus zum Strand schaut. Für einen Moment scheint er in Gedanken versunken und bemerkt Friedrich nicht, begrüßt seinen alten Studienfreund dann aber mit einem breiten Lächeln. "Friedrich! Schön, dass du hier bist. Ich hatte noch ein paar Dinge zu erledigen und war deswegen etwas spät dran. Zum Glück lief das Schiff ein wenig zu spät aus, sonst wäre ich wohl auf der Insel geblieben. Ich sehe du amüsierst dich.", grinst er. "Bist du eigentlich allein hier? Keine Gattin, wie?", er scheint kurz nachzudenken, "Vielleicht kennt Rüdiger ja jemanden." Sein Gesicht erinnert Friedrich an Damals, als der junge Conrad wieder irgendetwas ausgeheckt hatte, das hinterher alle zumindest in Schwierigkeiten brachte.

Derweil vergnügen sich die anderen auf dem Schiff und machen Bekanntschaft mit dem ein oder anderen Passagier dieses schwimmenden Festsaals. Wilhelm, der viel herum kommt und nicht zu scheu ist, immer wieder Kontakte zu knüpfen bekommt den Eindruck, dass hier viel von Deutschlands Adel und Industriellen zu treffen ist.  Ob nun Oberst A.D. Nebelthal, Freiherr von und zu Darbenhausen, der Eisenhändler Edmund Rodenstock oder der tapfere Dr. Heinz Vierlein, der mutig die heilende Wirkung der Borkumer Seeluft am eigenen Leibe erprobt, es gibt die unterschiedlichsten Leute zu treffen.

Paul Zimmer

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[IG] Kapitel I: Erste Zeichen
« Antwort #6 am: 26.08.2009, 19:42:36 »
Zunächst hatte Paul sich recht schüchtern bewegt, diese Gesellschaft ist er wahrlich nicht gewohnt. Nachdem er ein Glas Perlwein probiert hatte verlegte er sich doch lieber auf "gute Bekannte" und so sieht man ihn nun in gelöster Stimmung und gar nicht mehr so schüchtern an der Bar stehen und Whiskey schlürfen. Auch dieses Getränk kannte er bisher nicht, aber es mundet ihm vorzüglich - wie sich die Leute hier wohl ausdrücken würden.
Voller Selbstvertrauen drängt er nun jedem ein Gespräch auf, den er vor die Lippen bekommt und zumindest scheint niemand so unhöflich zu sein ihn ordentlich in seine Schranken zu weisen.
keine

Friedrich Pfeiffer

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[IG] Kapitel I: Erste Zeichen
« Antwort #7 am: 29.08.2009, 23:54:43 »
Lächelnd und froh, Conrad doch noch gefunden zu haben, lehnt sich Friedrich neben seinen Studienfreund auf die Rehling. "Wer ist denn Rüdiger? Irving ist zwar in fast jeder Hinsicht eine fantastische Begleitung, aber zu einem gemeinsamen Tanz reicht es nicht ganz." Er schaut ebenfalls auf den sich entfernenden Strand hinaus und genießt die Stille, die hier im Gegensatz zum Festsaal herrscht. "Bist du denn alleine hier? Du machst den Eindruck, als hättest du heute ziemlich viel zu tun gehabt. Wenn es etwas mit diesem Fest zu tun hatte, hat es sich auf jeden Fall gelohnt. Die anderen scheinen sich jedenfalls prächtig zu amüsieren. Nur dich haben wir bis jetzt vermisst", zwinkert er ihm zu.

Tzelzix

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[IG] Kapitel I: Erste Zeichen
« Antwort #8 am: 31.08.2009, 10:09:16 »
Die Feier auf dem Schiff nimmt ihren fröhlichen Lauf während ihr euch amüsiert oder auch kurz an einem der ruhigeren Orte des Schiffs Abstand vom Trubel sucht. Die ausgelassenen Gäste tanzen, trinken und lachen, wobei immer mal wieder eine Kleinigkeit über Bord geht. Hier ein Glas, dort eine Flasche, sogar eine der bunten Laternen reißt ein unachtsamer Herr, der mit seinem Stock etwas darzubieten scheint, herunter.

Conrad nickt Friedrich zu, "Du weißt ja wie das ist. Man kennt hier jemanden und dort und alle wollen 'nur mal kurz' mit einem sprechen. Mit dem hier", er deutet auf das Schiff und die Feierenden, " habe ich allerdings nichts zu tun. Nach heute sollte auch langsam etwas Entspannung einkehren. Rüdiger ist ein Freund, den ich hier vor Jahren getroffen habe. Ein wahrer Jägersmann, der gern auf Pirsch geht und auf der Insel hier der Robbenjagd fröhnt. Wäre er gerade hier, würde er dir sicher in aller Ausführlichkeit erklären wie man das genau anstellt." Conrad muss grinsen und blickt kurz in Richtung des Salons. "Er ist bestimmt gerade irgendwo dort drinnen und amüsiert sich. Vielleicht haben wir nachher noch die Gelegenheit, dann stelle ich euch vor. Morgen werde ich jedenfalls das erste Mal auf die Jagd gehen. Die 'Godo' unter Kapitän Haye Teerling habe ich gebucht, also Wünsch mir Glück." Er hebt sein Glas um mit Friedrich anzustoßen. Im Hintergrund hört man derweil immer wieder die schrille Stimme einer etwas korpulenteren Dame, die laut über die Kommentare eines sehr viel jüngeren Mannes lacht, mit dem sie offensichtlich herumschäkert.

Anton und Wilhelm gönnen sich gerade an der Reling auf der anderen Seite des Schiffes eine Auszeit und genießen die frische Seeluft. Das schrille Gelächter der Dame unweit von ihnen stößt beiden unangenehm auf und stört ein wenig die Ruhe der Szenerie abseits des Salons. Leicht betrunken taumelt Paul aus dem Salon und schnappt ebenfalls etwas frische Luft, nachdem ihm eine der wunderschönen Damen drinnen einen Laufpass gegeben hat. Dieser "Whiskey" war nicht von schlechten Eltern!

Plötzlich zerreißt ein schriller Aufschrei die gelöste Stimmung an Bord, ein lautes Platschen ertönt und die Musik verstummt. Für einen Moment herrscht Schweigen und alle an Bord lauschen. Was ist passiert? Ein Unfall? "Mann über Bord!", ruft da plötzlich einer und ein zweiter "SOS! Schnell ein Rettungsring!". Anton und Wilhelm können für einen Moment gar nicht fassen, was passiert ist. Die schrille Frau ist über Bord!
« Letzte Änderung: 31.08.2009, 10:09:31 von Tzelzix »

Wilhelm Pfeiffer

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« Antwort #9 am: 31.08.2009, 13:27:25 »
Krux! Da lässt Willi einmal die Kamera zu Hause...

»Wo ist Ralf?« Willi hüpft auf und ab, um einen Blick auf den Boxer erhaschen zu können. Dann drängt er sich durch. »Ralf, du wirst gebraucht! Jemand ist ins Wasser gefallen!« Willi versucht, Ralf zur Reling zu zerren, wo sich die Schaulustigen versammelt haben, dann hält er Ausschau nach der schrillen Frau. »Sollte nicht zu übersehen sein«, murmelt er zu sich selbst.
"Das Ruhrgebiet der deutschen Hand entrissen – und Cuno sieht zu! Tu was, Cuno!" – Morgenpost, 21. Februar 1923

Tzelzix

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« Antwort #10 am: 31.08.2009, 13:39:43 »
Die Herbeigeeilten starren aufs dunkle, bewegte Wasser, aber dort regt sich nichts.

Anton Schlesinger

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« Antwort #11 am: 31.08.2009, 13:57:49 »
Anton schaut einen Moment verwirrt auf bis die Worte zu seinem Kopf verdringen. Dann schaut er aber sofort wachsam und versucht sich seinen Weg zum Lärm zu bahnen, während er leise murmelt.
„Endlich passiert was.“
Dabei hält er auch Ausschau nach einem Rettungsring. Am Auslöser des Lärms angekommen, zögert Anton zum Teil wegen dem Alkohol keine Sekunde und springt ins Wasser, um die Frau zu retten.
« Letzte Änderung: 01.09.2009, 10:54:17 von Anton Schlesinger »
Die Feder ist mächtiger als das Schwert, aber wenn ich an den großen Krieg denke bin ich mir nicht sicher wie es mit ihr und Gewehren aussieht.

Irving C. Langmuir

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« Antwort #12 am: 04.09.2009, 12:21:28 »
Als auf dem Schiff die allgemeine Unruhe ausbricht, bewegt sich auch Irving zur Quelle des Aufruhrs. Eine Frau war über Bord gegangen! Als er Wilhelm nach Rainer rufen hört, hat Irving wenigstens einen kleinen Fixpunkt in der Menge, zu dem er sich nun durchschiebt. Zum Glück hatte er dem Alkohol an diesem Abend nicht ganz so kräftig zugesprochen wie andere, und so kann er noch klar denken und wird nicht leichtsinnig.

Schnell versucht er einen Überblick über die Situation zu bekommen: Eine Frau war über Bord gegangen, und jener junge Autor, der mit ihnen reiste, war hinterher gesprungen - in voller Bekleidung! Als sich von den Umstehenden jedoch kein weiterer rührt, beginnt der Physiker sich hastig bis auf die Unterkleider zu entkleiden und drückt alles - einschließlich der immer noch vor sich hin schwelenden Pfeife und der Brille mit den dünnen Bügeln - Wilhelm in die Hand.

"Quick, someone get a rope!", ruft er dann so laut wie möglich, in der Aufregung in seine Muttersprache verfallend, jedoch diesen Fehler schnell korrigierend. "Ein Seil, schnell! Und sagt dem Kapitän Bescheid!"

Dann schnappt sich Irving einen der an der Reling angebrachten Rettungsringe und hechtet dann elegant ins Wasser, hinter Anton und der Frau hinterher.
« Letzte Änderung: 04.09.2009, 15:04:05 von Tex »

Tzelzix

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[IG] Kapitel I: Erste Zeichen
« Antwort #13 am: 04.09.2009, 15:01:02 »
Anton und wenige Augenblicke später auch Irving spüren das kühle Wasser um sich herum als sie herunter springen. Scheinbar sind sie die einzigen, die so wagemutig sind, denn in der Dunkelheit sieht man hier unten rein gar nichts. Das eigene Planschen und das des jeweils anderen erscheint umso lauter, aber die Frau scheint nicht in Sicht. Vielleicht kann sie nicht schwimmen?

Irving C. Langmuir

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[IG] Kapitel I: Erste Zeichen
« Antwort #14 am: 04.09.2009, 15:07:59 »
Als Irving in das eisige Wasser eintaucht, trifft ihn die Kälte wie ein Schlag. Schnell taucht er auf und schnappt nach Luft, bevor er sich der Suche nach der Frau zuwendet. Mit dem Rettungsring im Arm - beim Schwimmen behindert er ihn zwar ein wenig, aber war er doch so etwas wie eine Lebensversicherung - schwimmt der Engländer jedoch zuerst zu Anton, damit dieser sich auch erst einmal an dem Ring festhalten kann und nicht von den vollgesogenen Kleidern auf den Grund gezogen wird.

"Haben sie die Frau schon entdeckt?", ruft Irving dem Autoren prustend zu, bevor er noch einmal untertaucht und selbst nach der Untergegangenen sucht[1]
 1. Athletics, 2 Punkte: 1d61d6+2 = (2) +2 Gesamt: 4

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