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Autor Thema: [Archiv][IG] Die Schatten warten...  (Gelesen 40049 mal)

Beschreibung: Der Ingamethread

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Daishy

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[Archiv][IG] Die Schatten warten...
« am: 24.08.2009, 15:22:24 »
Kapiteluebersicht:
 - Kapitel 1
 - Kapitel 2





14. Mai 2070 - Denver - UCAS-Zone


Der Mann steht am Fenster und schaut durch die riesige Fensterfront, die das geraeumige Zimmer saeumt, in die spaerliche Abendsonne, die Haende hinter seinem unverkennbar teurem Anzug verschraenkt. Seine Gesichtszuege waren gelassen, doch sie waren auch gezeichnet vom Alter ihres Traegers. Die Gestalt blieb noch einige Minuten in dieser Pose, bis ein Klopfen an der Tuer ihn aus seinen Gedanken riss. Er atmete noch einmal tief durch und antwortete dann mit kraftvoller Stimme "Herein!.
Sofort schwang die Tuer auf und ein junger, ebenso gepflegter Mensch trat in den kostspielig eingerichteten Raum. "Mr. Chavez?", erklang seine Stimme und man konnte deutlich die Angespanntheit in ihr hoeren. Der Mann am Fenster drehte sich darauf um und musterte den Ankoemmling. "Ich wollte nicht gestoert werden. Was gibt es denn so dringendes, dass eine Ausnahme erforderlich ist?" "Bitte entschuldigen sie die Stoerung. Wir haben so eben Nachricht erhalten, dass das Dokument bereit ist. Habe ich die Erlaubnis, alles weitere in die Wege zu leiten?". Der Mann am Fenster, Chavez wie ihn der Assistent genannt hatte, drehte sich wieder dem Fenster zu und dachte einige Sekunden nach. "Das Dokument. Ja...Ja, sie haben meine Erlaubnis. Leiten sie alles in Wege und sorgen sie dafuer, dass alles ohne Probleme von statten geht. Ein Fehler koennte uns teuer zu stehen kommen." Mit einer Mischung aus einer Verbeugung und einem einfachen Nicken quitiert der Assistent die Anweisung, zieht sich rueckwaerts aus dem Zimmer zurueck und schliesst geraeuschlos die dicke Holztuer.
Die Augen des aelteren Mannes dagegen sind schon laengst wieder in die Ferne gerichtet, fixiert auf einen unbestimmten Punkt in dem Wald aus Fabriken, Haeusern, Strassen und wenigen Gruenanlagen, die die Stadt von Denver ausmacht.
« Letzte Änderung: 21.04.2013, 12:47:46 von Daishy »
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Daishy

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Die Schatten warten...
« Antwort #1 am: 01.09.2009, 21:30:03 »
Es war Abend in Denver und wo die Konzerngelaende und Fabrikhallen leerer wurden, wurden die Kneipen, Diskotheken und Lokale um so voller. Eine dieser Kneipen war das "Red Quarter". In der Kneipe liessen sich nicht oft Konzernangestellte blicken, dafuer lag sie einfach nicht im richtigen Viertel. Stattdessen war sie sehr beliebt bei den weniger 'beguenstigten', wie die Politiker sie manchmal nannten, Mitgliedern der Gesellschaft. Es waren nicht alles Kriminelle, aber eine weisse Weste hatte keiner der Anwesenden.
Mitten unter ihnen, an einem der wenigen echten Billiardtische, nicht diese billigen virtuellen Dinger die man heute oft findet, stand ein Ork dessen Aussehen nicht ganz zusammenpassen zu schien. Elegante Lederschuhe gepaart mit einer stellenweise aufgerissenen blauen Jeans, einem knallrotem T-Shirt und einem schwarzen Nadelstreifen Sacko. In seiner rechten hielt er momentan einen Billiardqueue, den er in diesem Moment auf eine weisse Kugel anlegte und mit einem kraeftigem Stoss die Kugeln zum rollen brachte. Zwei der angestossenen Kugeln landeten mit einem stumpfen klacken in den Behaeltern und der Ork richtete sich mit einem breitem Grinsen auf dem Gesicht auf. "Heute scheint nicht dein Glueckstag zu sein, was? Wenn ich so weiter mache, dann habe ich das Spiel schon wieder gewonnen. Vielleicht sollten wir doch mal um ein paar Nuyen spielen.". Die Worte waren an den Spielpartner des Orks gerichtet, der mit einem etwas ungluecklichem Gesicht an der anderen Seite des Spieltisches stand. Auf den ersten Blick war es eindeutig ein Troll, die Hoerner und die Hauer deuteten unmissverstaendlich darauf hin. Der Troll war jedoch fuer seine Rasse aussergewoehnlich klein und so blieb im Hinterkopf die Frage, ob es neben den Elf- und Orkposern mittlerweile auch Trollposer gab.
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Midget

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Die Schatten warten...
« Antwort #2 am: 01.09.2009, 22:45:56 »
Die Hände des kleinen Trolls, wohl nur etwa einen Kopf größer als der Ork, verkrampften sich einmal um seinen Queue, während er den Stoß seines Freundes verfolgte und musste zusehen, wie Robert zwei Kugeln auf einmal versenkte. Seine Brille hatte er ausnahsweise abgenommen, er hatte es noch nie erlebt, das einer der Gäste hier ernsthaften Ärger veranstaltet hätte.
Bevor er antwortete nahm er noch einen Schluck von seinem Bier, das hier immer erstaunlich gut schmeckte. Er hatte Robert schon länger im Verdacht, das er seinen persönlichen Gästen und sich selbst natürlich auch im Red Quarter echtes Bier einschenken ließ und nicht dieses Gesöff, was es normalerweise in den Absteigen dieser Art zufinden war.
"Nicht mein Tag? Die gesamte verdammte verschisse Dreckswoche ist schon ein einziger Müllhaufen."
Während der Ork mit zwei schnellen Stößen seinen Zug und damit auch noch das Spiel beendete schlug er vor:
"Wahscheinlich treibt es mich in den Ruin, bei dem exklusiven Gesöff was wir hier saufen, aber die nächste Runde zahlt der Verlierer." und er begann die Bälle aus den Löchern wieder auf den Tisch zu befördern.
« Letzte Änderung: 01.09.2009, 22:46:49 von Midget »

Daishy

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Die Schatten warten...
« Antwort #3 am: 02.09.2009, 12:04:04 »
Fast eine Woche war es schon her, dass er Wind von der Story bekommen hatte. Eine seiner Kontakte hatte ihm davon erzaehlt, aber der konnte ich auch nicht wirklich viele Informationen liefern. Beide Parteien des Deals legten grossen Wert darauf, dass eben dieser geheim blieb. Umso reizvoller, und deswegen auch gewinnbringender, war die ganze Sache. Aber der Reporter wusste auch, dass er vorsichtig sein musste mit dem, was er hinterher veroeffentlichte. Er waere nicht der erste, der nach einer Enthuellungsstory "an einen anderen Standpunkt" versetzt wurde. Ab und zu werden die Leichen Wochen spaeter irgendwo gefunden, die meissten bleiben aber Verschollen. Soviel zur netten Umschreibung, aber wenn er es geschickt anstellte und die richtigen Teile aus der Geschichte zusammenstellte, dann koennte echt was fuer ihn herausspringen.
Nachdem er also schon mehrere Tage vergeblich versucht hatte, irgendwo brauchbare Informationen herzubekommen, schien er endlich Glueck gehabt zu haben. Einer seiner Informanten schuldete ihm noch einen Gefallen und so kam es, dass er jetzt auf dem verlassenen Fabrikgelaende neben seinem Motorad stand und auf seinen Gespraechspartner wartete. Er hoffte, das dieser ihm wie versprochen ein paar Infos geben konnte, die ihn bei der ganzen Sache weiter brachten. Vermutlich wuerde er ein bisschen dafuer zahlen muessen, trotzdem wartete er gespannt in der Dunkelheit, denn so langsam dauerte die ganze Aktion zu lange und er brauchte etwas, wovon er die Miete zahlen konnte.
Einige Minuten nach der vereinbarten Zeit erklang ein leises Geraeusch aus der Stille. Die kybernetisch verbesserten Augen des Reporters, die die Dunkelheit zu durchdringen vermochten, machten eine einzelne Gestalt aus, die zwischen zwei Containern hervor und auf ihn zu kam. Der Mann, ein Mensch, schien sichtlich nervoes und schaute sich staendig nach allen Seiten um. Bei dem Motorad angekommen musterte er die Person daneben und fragte dann in einem Fluesterton: "Reaven?"



"Oho, die Wette lass ich mir doch nicht entgehen!", entgegnete der Ork mit einem droehnenden Lachen, waehrend er seinen Queue reinigte. "Diesmal darfst du anfangen, soll ja nicht so aussehen, als wenn ich mir mein Bier unrechtmaessig erspielt habe.", sagte der Ork und machte seinem Gegenueber an dem Tisch platz. Einige der Anwesenden schauten von ihren Tischen aus dem kleinen Wettkampf zu, war es doch aeussert selten, das Robert Nolan in "seiner" Kneipe beim Billard herausgefordert wurde und auch noch eine reelle Chance hatte zu verlieren.
« Letzte Änderung: 02.09.2009, 21:14:16 von Daishy »
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Reaven

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« Antwort #4 am: 02.09.2009, 21:04:30 »
"Das bin ich. Man sagt, du wüsstest ein paar...interessante Sachen?" Reaven klappte seinen Kragen gegen den harschen Wind hoch und kontrollierte nochmals, ob auch alle Rekorder liefen...sie taten es. Gespannt wartete er auf das, was der Fremde zu sagen hatte.

Midget

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Die Schatten warten...
« Antwort #5 am: 02.09.2009, 21:26:44 »
"Und damit Du hinterher behaupten kannst, Du hättest nur verloren, weil Du mir den ersten Stoß gelassen hast." und grinst sein unangenehmes vielzähniges Trollgrinsen, während Robert die letzte Kugel aus dem Loch, an dem er gerade stand, beförderte. Geschickt sortierte er die Kugeln in das Dreieck und positioniert es korrekt auf dem Tisch. Vor dem anschliessenden Anstoß läßt er nocheinmal seine Fingerknochen knacken und legt dann los. Wie immer musste er sich etwas zusammenreißen, um die Bälle und den Queue heile zu lassen, da der Anstoß eigentlich so kräftig wie möglich ausfallen sollte, aber für einen Troll waren weder die Bälle noch der Tisch ausgelegt...
Ausnahmsweise schien im diesmal aber das Glück hold zu sein, er versenkte gleich die erste volle Kugel beim Break und die Weiße blieb zentral auf dem Tisch liegen. Beim zweiten Stoß versenkte er gleich zwei weitere Volle, aber danach lagen die Bälle leider sehr ungünstig und der Stoß über die Bande gelang ihm nicht...
"Drei Volle weg, bevor Du dranwarst. Dann zeig mal was Du draufhast, alter Straßentrödler." wirft er dem Ork grinsend an den Kopf und tritt vom Tisch zurück zu seinem fast leeren Bier und leert es mit einem Zug.

Daishy

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Die Schatten warten...
« Antwort #6 am: 02.09.2009, 22:05:44 »
Aus der Naehe konnte Reaven den Mann naeher betrachten. Er trug einen billigen Anzug und seine Hose passte nicht zu dem Hemd. Die schwere Pistole an seinem Guertel zog die Hose an einer Seite hinunter und verlieh ihm ein leicht asymetrisches Aussehen. Sein Gesicht war relativ jung und die lockigen Haare wurden mit Gel zurueckgehalten. Aus der Naehe schien er noch nervoeser zu sein, aber immerhin war er gekommen. "Hm? Ja, Ja, ich habe ein paar Informationen, die sie suchen. Aber erst die Bezahlung, sonst gibts nichts! Schliesslich habe ich schon ganz schoen viel riskiert um hierher zu kommen! Die Informationen lohnen sich, dass kann ich versprechen. Wie sieht es aus? 500 Nuyen, dann kriegen sie alles.".



"Strassentroedler? STRASSENTROEDLER? Ich zeig dir mal was so ein Strassentroedler alles kann!". Selbstsicher legte er den Queue an und nahm mit zugekniffenem Auge Mass. Ein-Zweimal liesse er den Stab vor und zurueckschwingen um dann die weisse Kugel gegen eine der Halben zu stossen. Mit einer Drehung flog diese gegen eine weitere und beiden Verschwanden in einem Koerbchen. "Hehe, so macht man das, siehst du? Und jetzt das naechste Paar!" Mit einem Grinsen beugte er sich wieder herunter und legte erneut an. Die Weisse flog gegen eine weitere Halbe, die jedoch an der Bande abprallt und quer ueber das Feld segelte. "Mist! Naja, manchmal brauch ich etwas bis in Hoechstform bin."

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Midget

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« Antwort #7 am: 02.09.2009, 23:05:58 »
Sein kritischer Blick nach dem ersten Stoß von Rolan war nach seinem zweiten Versuch schnell verschwunden und zufrieden überblickte er den Tisch.
"Danke, die hast Du mir wirklich sehr nett zurechtgelegt." Der Troll trat wieder an den Tisch machte ein paar taktische Überlegungen, welche Bälle in welcher Reihenfolge am besten zu spielen waren. Nachdem er sich entschieden hatte, waren nach zwei Stössen schon 3 der vier noch vorhandene Vollen in den Löchern verschwunden. Bei der letzten überlegte er einen Moment und entschied sich dann für den schwierigeren Stoß, um es im Anschluß mit der 8 etwas leichter zu haben. Ein Klacken später, war auch der letzte Ball versenkt.
"Sieht so aus, als hätte mein Pech mich gerade noch im rechten Moment verlassen. Ich hoffe bloß, es ist nicht an Dir haften geblieben sondern an dem Löwenzahnfresser von eben." und warf seinem Gegner eine herausfordernden Blick zu und konzentrierte sich dann wieder auf das Spiel. "So, also wie immer über weiße Bande ins gegenüberligende Loch." Wie oft in solchen Situationen  befühlte er einen seiner Hauer, während er über den Stoß nachdachte und überbrückte die Zeit mit einer Frage: "Sag mal, da war doch vor ein paar Tagen dieses Süße Ding bei Dir im Laden, als ich vorbeigeguckt habe. War das wirklich nur eine Kundin?" fragte er mit dem unschuldigsten Trollblick, zu dem er fähig war und machte mit dem Abschluß der Frage seinen Stoß: Klack und die angepeilte Acht verpasste Ihr Ziel nur um wenige Zentimeter, blieb aber leider relativ ungünstig, nah an der Bande liegen, liegen. "Verdammter Drek. - Dein Tisch."
« Letzte Änderung: 02.09.2009, 23:19:22 von Midget »

Daishy

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« Antwort #8 am: 03.09.2009, 15:03:59 »
Das Anwesen war schon aus der Entfernung imposant, doch je naeher man ihm kam, desto groesser schien es zu werden. Die hohen Hecken waren durchzogen von sichtbaren und unsichtbaren Sicherheitsmassnahmen und die Kameraueberwachung war fuer einen Laien nicht zu knacken. Am Tor standen ein Troll und ein Ork, die man wohl am besten als Mischung aus Tuersteher und Sicherheitsdienst beschreiben konnte. Beide trugen schwere Waffen bei sich und machten den Eindruck, als wuerden sie Eindringlinge nicht lange befragen, sondern lieber beschiessen.
Langsam rollte das Motorad naeher an das Tor und der Ork bedeutete ihm den Wagen anzuhalten. Es gab nicht viele Dinge, die den Magier beunruhigten, aber ein Troll der eine automatische Waffe auf ihn richtete gehoerte immer noch dazu. Als er dem Ork dann seine elektronische Berechtigung zukommen lies hoffte er einfach, dass es nicht zu einem dieser kleinen, dummen, toedlichen Missverstaendnisse kam, die so haeufig passierten. Doch nach wenigen Sekunden oeffnete sich das Tor und der Ork trat zur Seite.
Langsam liess er das Motorad wieder anfahren und setzte seinen Weg zu dem Hauptgebaeude fort. Dabei musste er jedoch zuerst den Weg ueber eine gewundene Strasse zuruecklegen, die durch den Vorgarten, ihm viel nichts besseres dafuer ein, auch wenn es eine schreiende Untertreibung war, fuehrte. Die Dekoration des Gartens war wahrscheinlich fuer die wenigsten Geschmackvoll, aber nichtsdestotrotz schien sie unbestreitbar teuer zu sein. Er war schon frueher hiergewesen, aber es blieb ihm bis heute ein Raetsel, was der Inhaber des Hauses an den Figuren fand.
An der Villa angekommen, die die Mitte des Grundstuecks zierte, erwartete ihn auch schon ein weiterer Angestellter. Dieser schien nicht bewaffnet, auch wenn der Magier aus bester Erfahrung wusste, dass so ein Eindruck taeuschen konnte. Er stieg von dem Motorad ab und bevor die Maschine ausgeschaltet war, war der Buttler schon neben ihm. "Mr. Thunderstrike? Schoen das sie es puenktlich geschafft haben. Darf ich sie durch das Haus geleiten?" Der Elf drehte sich um und machte sich auf den Weg in das Haus. Er schien sich sicher zu sein, dass der Magier ihm folgen wuerde, war es doch unklug auf diesem Gelaende etwas anderes zu tun, als der Gastgeber erwartete.
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Thunderstrike

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« Antwort #9 am: 03.09.2009, 22:04:16 »
" Nur zu." der Magier folgt dem Elfischen Butler ins Haus.
"Der Prunk in diesem Haus ist schon beeindruckend aber ein schlichter Luxus würde mir reichen mal sehen wofür man mich hergerufen hat Geld wird langsam knapp Miete ist auch bald wieder fällig. "   
Als Thunderstrike an einem Spiegel  am Eingang vorbei  geht wird noch mal kurz der Sitz der  Kleidung geprüft.
Dann geht es weiter dem Butler hinterher in den Empfangsraum wo die meisten Gespräche geführt wurden.

Reaven

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« Antwort #10 am: 04.09.2009, 00:09:40 »
Reaven stöhnte innerlich auf. Der Mann starb fast vor Nervosität und in diesem Zustand brachte ihm der Kerl recht wenig. Dazu wollte er auch noch viel zu viel Geld. Er war in jüngster Zeit nicht mehr so flüssig und die große Story ließ im Moment auf sich warten.
"Ok, hör zu. Du scheinst sowas wohl noch nie gemacht zu haben...aber so läuft das nicht. Erstmal muss ich wissen, ob sich die Information überhaupt lohnt. Du kannst mir zwar versprechen, dass es eine wiiiiirklich", bei diesem Wort machte Reaven eine weit ausholende Geste große Information ist, aber immerhin bin ich noch der Reporter. ... Ganz davon abgesehen... 500 Nuyen? Weißt du wieviel das ist? Soviel würdest du vielleicht bekommen, wenn du mir verraten könntest, wie man Ghostwalker mit 'ner Feder tötet."

Reaven hielt einen Moment inne und schaute sich theatralisch um. Das machte den meisten Informanten, die allgemein ein nervöses Grüppchen waren, noch ein wenig nervöser. Gut, das war eigentlich nicht sein Ziel, doch er musste den Preis drücken.

Also ich schlag dir folgendes vor: Du sagst mir erstmal, was für Informationen du zu bieten hast. Wenn die Info wirklich toll ist, bekommst du 100 Nuyen. Vergiss nicht, da ist die "Ich werde nie jemandem verraten, dass ich es von dir habe"-Pauschale schon drin." Also du bekommst dann Geld. Genau hier. In deine Hand. Klingt doch gut, oder?"

Daishy

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Die Schatten warten...
« Antwort #11 am: 04.09.2009, 12:01:16 »
Der Ork verzog das Gesicht, als die restlichen Kugeln des Trolls in den Loechern verschwanden. "Mist verdammter! Hast du dir dein ganzes Glueck heute fuer dieses Spiel aufgehoben? Aber noch hast du die schwarze nicht im Loch, ich hol dich noch ein!". Trotz der grossspurigen Ankuendigung konnte Robert jedoch nur drei Kugeln versenken, bevor die vierte kurz vor dem Loch an der Bande abprallte. Mit einem Seufzen bedeutete der Ork dem Barkeeper, er solle schonmal zwei Bier fertig machen, denn innerlich rechnete er nicht mehr damit, diese Runde noch zu gewinnen.
"Aber sicher war das nur eine Kundin. Du weisst doch, bei mir ist jeder ein potentieller Kunde. Manche Kunden muss man halt nur etwas mehr Aufmerksamkeit widmet als anderen.", antwortete er Midget mit einem ebenso unschuldigen Grinsen. "So, dann hau mal die schwarze schnell daneben, damit ich wieder dran bin."




Der Elf lief ohne Eile durch das Anwesen. Die auffaellige Dekoration aus dem Garten setzte sich im inneren des Hauses fort, doch hier war sie wenigstens etwas geschmackvoller. Die beiden liefen durch einen Seitenflur, bis der Elf schliesslich vor einer dicken Holztuer zum stehen kam. Fuer eine Weile stand der Elf einfach vor der Tuer und starrte scheinbar ins Leere, bis er sich ploetzlich zu dem Magier umdrehte und diesem klar wurde, dass der Elf wahrscheinlich gerade eben telefoniert hatte. "Mr. Chavez empfaengt sie jetzt. Bitte.", dabei deutete er auf die Tuer und ging einen Schritt zurueck.




"Ich riskier' ganz schoen was, dass ich ueberhaupt gekommen bin. Aber ich sag dir, es lohnt sich!". Ploetzlich gab es ein blechernes Geraeusch hinter den beiden und der Mann wirbelte herum und hatte seine schwere Pistole schon in der Hand. Mit gehetztem Blick schwenkte er die Waffe von links nach rechts bis er, genau wie Reaven schon vor ihm, die Ursache fuer den Laerm gefunden hatte. Eine dieser mutierten Ratten, die ihre Artverwandten um fast das doppelte ueberragten, war dabei einen kleinen Muellhaufen zu durchwuehlen.
Mit einem Raeuspern steckte der Mann die Waffe zoegernd wieder in seinen Halfter und drehte sich Reaven um. "Wir sollten das hier hinter uns bringen. Also, sie suchen Infos zu dem Deal zwischen den Chavez und den Koshari. Ich weiss, wann und wo ein Team angeheuert wird das Dokument zu ueberbringen, wer dafuer verantwortlich ist das Team unbemerkt ueber die Grenzen zu bringen und wo sie diesen jemand finden koennen um dafuer zu sorgen, dass er nicht kontaktierbar ist. Also so gut wie alles was sie brauchen um sich in das Treffen einzuschleusen. Und diese Infos sind mindestens 400 NuYen Wert!"
« Letzte Änderung: 04.09.2009, 18:48:31 von Daishy »
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Thunderstrike

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« Antwort #12 am: 04.09.2009, 16:06:58 »
Thunderstrike betritt den Raum und sondiert diesen mit einem schnellen Blick.
der Magier geht vor um den Mafia Boss mit einem lächeln zu begrüssen, "Mr. Chavez es ist mir wie immer eine Freude sie zu treffen wie kann ich ihnen weiter helfen." dann wartet er einen Augenblick bis er die Geste bekommt um sich zu setzen.

Reaven

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« Antwort #13 am: 04.09.2009, 18:57:34 »
Der junge Reporter musste kurz schlucken, das war mehr als er erwartet hatte. Er geritt für einen Moment aus der Fassung und stammelte in der Gegen herum, doch als er an seinen Geldbeutel dachte, war er gleich wieder Herr der Lage.
"Zugegeben, dass ist mehr als ich erwartet hatte. Weißt du, meine Kasse ist normalerweise wirklich bei 100 Nuyen erschöpft, der Job ist leider nicht immer so ergiebig, wie ich es gehofft hatte. Aber für deine exklusiven Informationen möchte ich diesen Rahmen einmal sprengen. Du bekommst von mir 300 ¥. Das klingt nach einem fairen Kompromiss.

Daishy

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« Antwort #14 am: 04.09.2009, 22:56:58 »
Der aeltere Mann schand schon auf der gegenueberliegenden Seite des grossen Konferenztisches. Driftete der Rest des Hauses in den Kitsch ab, so war dieser Raum das absolute Gegenteil davon. Der grosse Tisch stand Zentral in dem Raum, umringt von bequem aussehenden Ledersesseln, ob Soy oder nicht konnte Thunderstrike nicht unterscheiden. Die Waende wurden geschmueckt von verschiedenen Elementen. Das auffaelligste war jedoch der Bildschirm, der eine komplette Wandseite ausfuellte.
"Ah, Mr. Thunderstrike. Schoen das sie die Zeit gefunden haben. Setzen sie sich doch." Mit den Worten begruesste ihn der Chavez und bedeutete ihm auf einem der Sessel Platz zunehmen. Thunderstrikes Gespraechspartner liess sich am Ende des Tisches nieder und der Magier musste feststellen, dass die Sessel noch gemuetlicher waren als sie aussahen. Das Familienoberhaupt drueckte einen Knopf auf dem Konferenztisch und keine zwanzig Sekunden spaeter oeffnete sich erneut eine Tuer auf der Rueckseite des Raumes und eine aeusserst attraktive Frau betrat den Raum mit einem Tablet auf dem zwei Glaesern gefuellt mit einer roten Fluessigkeit standen. Sie stellte alles auf den Tisch und zog sich mit einem leichten Knicks wieder zurueck, nachdem der Alte sie mit einem Nicken entlies. "Italienischer Wein. Eine Mischung aus normalen und erwachten Trauben. Bitte, ich hoffe er schmeckt ihnen.". Kurz hoert er auf zu reden und nimmt einen Schluck. "Ich will ihre Zeit nicht lange beanspruchen, deswegen mache ich es kurz: Ich habe eine Aufgabe, die ich keinem meiner Angestellten uebertragen kann. Es waere jedoch recht kurzfristig. Bevor ich weiter rede, haetten sie morgen Zeit fuer mich einen Job zu erledigen?"



Der Informant schaute sich wiedermal in alle Richtungen um. Doch Reaven konnte dem Mann ansehen, dass sein Angebot ich ueberzeugt hatte. "300. Das ist eine gute Summe. Wir haben eine Abmachung." Er hollte sein Kommlink aus der Tasche und hielt es Reaven so unauffaellig wie es ihm moeglich war hin und wartete scheinbar darauf, dass der Reporter die Summe beglich, bevor er anfing zu reden.
« Letzte Änderung: 04.09.2009, 22:59:57 von Daishy »
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