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Autor Thema: Varagands vergebliche Flucht  (Gelesen 12389 mal)

Beschreibung: Ein verstoßener Paladin fand seinen Tod

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Tael

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Varagands vergebliche Flucht
« am: 08.12.2009, 14:59:33 »
Der Morgen graut, Varagand läuft blutbeschmiert durch den Wald, an dem einst sein Haus stand.
Seine Familie tot, sein Heim verbrannt, treiben die Spürhunde seiner ehemaligen Kameraden ihn tiefer in den Wald.

Der Paladin hatte viele Menschen getötet heute Nacht, doch war er nitch in der Lage gewesen seine Freu und seine Tochter zu retten.
Ohne seinen treuen Gefährten wäre er sicherlich selbst tot.
Während Varagand mit bloßen Händen drei Assassinen getötet hatte, hatten andere sein Haus von außen angezündet.
Der Qualm und der Rauch konnten vor des Paladins Augen eins nicht verbergen, die Kehlen seiner Liebsten waren durchtrennt, ihr Lebenssaft verteilte sich auf dem Boden, der einst helle Teppich war Rot..
Während ihm der Atem entwich und er zu Boden fiel hörte er ein Kläfen und Bellen.
Sein Hund hatte einen Ausgang gefunden und versuchte sein Herrchen nach draußen zu ziehen.
Selbstverständlich war er zu schwach, aber diese Treue und dieser Mut gaben Varagand neue Kraft und ließen ihn durch die herabfallenden Dachbalken hindurch aus einem Fester springen.

Es dauerte nicht lange bis sein Überleben bemerkt wurde, so rannte er seinem Hund hinterher in den Wald hinein, um die berittenen und schwer gerüsteten Krieger abzuhängen.

Doch die Spürhunde waren unerbittlich, nie schaffte es der Paladin ihren Nasen zu entkommen.
Nun stand er nach einer Stunde der Flucht am Ufer des reißenden Varoflusses, der einmal quer durchs Reich fließt und dessen zwanzig Schritte breite Strömung schon so manchen zum Verhängnis geworden waren.
« Letzte Änderung: 08.01.2010, 08:57:09 von Tael »

Varagand

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Varagands Flucht
« Antwort #1 am: 08.12.2009, 15:23:18 »
Keuchend steht Varagand am Ufer des Flusses und schöpft Wasser mit der Hand, um sich Tränen und Blut vom Gesicht zu wischen. "Es ist eine Menschenjagd, Rodin." Er legt seinem Hund die Hand auf den Kopf und blickt kopfschüttelnd auf die reißenden Ströme. "Hier kommen wir nicht rüber. Du nicht und ich auch nicht." Eine seichtere Stelle, das brauchten sie...
Für einige Herzschläge schließ Varagand die Augen und sammelt die Gedanken, dann hetzt er weiter den Flusslauf hinauf. "Komm, komm!", ruft er und winkt dem Hund. "Die kennen keine Gnade. Das habe ich erlebt, in zwanzig langen Jahren."
Atemlos schlägt er sich weiter durchs Gebüsch und hält Ausschau nach flacheren Stellen und herausragenden Steinen im Flusslauf.

Tael

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Varagands Flucht
« Antwort #2 am: 08.12.2009, 15:40:42 »
Der Paladin gelangt an eine Stelle an der ein 2 Schritt hoher Wasserfall Wasserstaub in die kalte Waldluft bläst.
Spitze Steine ragen aus dem Wasser oberhalb der Kante, dort muss es flach sein.

Varagand

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Varagands Flucht
« Antwort #3 am: 08.12.2009, 16:19:30 »
Varagand legt die letzten Meter bis zum Wasserfall im Sprint zurück. Er krempelt sich die Hose bis zu den Knien hoch und setzt einen Fuß ins Wasser. Als es ihm eiskalt in die Schuhe dringt, beißt er die Zähne zusammen und kämpft sich voran. "Los, Rodin. Einzige Chance."

Tael

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Varagands Flucht
« Antwort #4 am: 08.12.2009, 17:25:05 »
Der Paladin konzentriert sich und mit der Kraft seines Willens wiedersteht er der Kälte.
Doch der Stömung hat er nicht genug entgegenzusetzen, ein treibender Ast fegt ihm die Beine weg und unsanft fällt der Paladin in die tosenden Fluten.
Mutig und Treu springt sein hund hinterher.

Doch anstatt in den Futen umzukommen landet Varagand in einer feuchten Höhle hinter dem Wasserfall.

Moosüberwucherte Treppen führen in die Tiefe.

Varagand

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Varagands Flucht
« Antwort #5 am: 08.12.2009, 19:39:16 »
Nach dem Fall reibt sich Varagand über einen aufgeschürften Arm. Als sein Hund ihm hinterherstürzt, rollt er sich gerade noch rechtzeitig zur Seite. Das Tier schüttelt sich, und Varagand nickt ihm grimmig zu.
Er blinzelt einige Male, um die Augen an die Dunkelheit zu gewöhnen, dann geht er in Richtung der Treppe.
Zumindest die Pferde werden sich die Beine brechen, wenn sie hier hinabwollen. Und wer weiß, vielleicht halten die Männer mich für tot... Oh, bitte, haltet mich für tot!
Er stützt sich an der Wand ab, um nicht auszurutschen, und macht die ersten Schritte in die Finsternis, in die die Stufen ihn führen.

Tael

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Varagands Flucht
« Antwort #6 am: 08.12.2009, 20:07:32 »
Nach einigen Schritten endet die Treppe und mündet in einer großen Halle.
Das kann der gefallene Paladin erkennen weil ein Lichtstrahl die Dunkelheit am anderen Ende der Halle durchbricht und einen großen behauenen Stein offenbart.
Dieser ungefähr fünf Schritt große Monolith ist mit Runen überzogen.

Varagand

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Varagands Flucht
« Antwort #7 am: 08.12.2009, 20:19:40 »
Im Vorbeilaufen streicht Varagand über Runenzeichnungen der riesigen Steinsäule.
Egal, wie lange das Wasser hier den Stein gehöhlt haben mag - Treppen und Runenstelen schafft nur Menschenhand.
"Sei auf der Hut. Irgend...jemand könnte hier sein."
Der Krieger lässt seinen Hund nicht aus den Augen, während er auf den Lichtstrahl am Ende der Halle zusteuert.

Tael

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Varagands Flucht
« Antwort #8 am: 08.12.2009, 20:23:35 »
Die Runen scheinen von innen heraus zu leuchten, die sind in einer Sprache geschrieben die Varagand noch nie gesehen hatte, es war weder die Schnörkelschrift der Elfen aus dem Westen, noch die eckigen Runen der Zwerge aus dem Osten.
Auch sie seltsamen Schriften der der Magier des Kaisers sahen anders aus, und sie leuchteten nicht violett.
Die Halle endete hier, es gab keinen weiteren Weg, keinen zweiten Ausgang, nur die Treppe und diesen Stein.
Der Boden war hier und da von Moos besiedelt und alles in der Höhle war glitschig und nass, nur der Stein schien völlig sauber, als ob ihn jemand poliert hätte.

Varagand

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Varagands Flucht
« Antwort #9 am: 08.12.2009, 20:32:50 »
"Dreck!", flucht Varagand und schlägt mit der flachen Hand gegen den Stein der Wände.
Wenn sie mir doch folgen... Dann bleibt mir nichts anderes übrig, als sie hier zu erwarten.
Er lehnt sich an den Monolithen und entspannt die Glieder, schöpft neuen Atem.
Die Augen geschlossen, lauscht er in die Wasserfallhöhle.
Wo bleibt ihr? Ihr habt mich in die Ecke getrieben wie ein Wild, also kommt!

Tael

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Varagands Flucht
« Antwort #10 am: 08.12.2009, 20:37:47 »
Und tatsächlich, nach einer Minute hört der Gefallene seine Verfolger bellen und jaulen, und schließlich hört er auch
Stimmen die näher und näher kommen.

Sie suchen die Gegend ab, sie wissen das Varagand hier ist, die Stimmen werden nicht mehr leiser.

Ein Hauch von Furcht streift über die Seele des ehemaligen Paladins und er macht sich bereit zu kämpfen.
Sie sind bewaffnet, sie sind in der Überzahl, es sieht schlecht aus.

Und zu alledem kann er sich ncihteinmal mehr verstecken da der verdammte Stein heller und heller geworden war und mittlerweile...
Der Stein leuchtete nunschon fast taghell, nur in einem durchdringenden Violett.
Was Varagand erst gar nicht bemerkt hatte weil er so konzentriert gelauscht hatte war nun nicht mehr zu übersehen, leider auch nicht außerhalb des Wasserfalls.
Er Höhrte Befehle den Wasserfall nach dem Leuchten abzusuchen.

Gleich würden sie ihn haben, was würde Varagand jetzt tun...

Varagand

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Varagands Flucht
« Antwort #11 am: 08.12.2009, 20:47:35 »
Das Blut pocht Varagand wie mit Hammerschlägen in den Schläfen. Er schleppt sich an den Rand der Felsenhalle und presst sich dicht neben dem Ausgang zur Treppe an die Wand.
Wenn ich dem ersten, der heraustritt, das Schwert entreißen kann und dann den Gang blockiere, müssen sie einzeln kommen...
Bei einem Blick zu Rodin legt er einen Finger vor die Lippen. Kurz blickt er zu dem leuchtenden Runenstein hinüber, dann konzentriert er sich wieder, spannt sämtliche Muskeln in seinem geschundenen Körper an.

Tael

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Varagands Flucht
« Antwort #12 am: 08.12.2009, 22:03:10 »
Und tatsächlich, nach einer Minute kann der Paladin eine schwer gerüstete Gestalt die Treppe herunterpoltern hören.[1]
 1. Initiative + Entwaffnen-check bitte

Varagand

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Varagands Flucht
« Antwort #13 am: 08.12.2009, 22:18:04 »
Varagand lauscht auf das Scheppern der Rüstung.
Du hast vielleicht pfundweise Eisen am Körper und auch noch eines in der Hand... Aber ich habe zwanzig Jahre lang Schwerter geschwungen, das vergisst der Körper nicht so schnell.
Als das Scheppern so nah ist, dass der Krieger jeden Augenblick um die Ecke kommen muss, stößt Varagand zu.

Tael

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Varagands Flucht
« Antwort #14 am: 09.12.2009, 15:15:50 »
Varagand schlägt die blanke Faust in das Gesicht des Paladins der die Treppe als erster herunter kommt.
Mit der anderen Hand entreißt er ihm das Langschwert.
Der Überraschte Gegner fasst sich recht schnell und ruft laut:
HIER IST ER!
Dann schlägt der Verfolger mit seinem Schild nach dem ungerüsteten Flüchtling.[1]
Das schwere Stahlschild prallt gegen den Brustkorb von Varagand und drückt ihm die Luft aus der Lunge.
Weitere polternde Schritte sind auf der Treppe zu hören.
Der stein leuchtet heller und heller.
 1. RK 26, 4 Schaden

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