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Autor Thema: Hens Reise  (Gelesen 19487 mal)

Beschreibung: Die Reise ins Ungewisse

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Tael

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Hens Reise
« Antwort #30 am: 14.12.2009, 22:08:50 »
Der Wächter ist sprachlos, solch eine Ansprache hatte er nicht erwartet, wohl eher einen gut bezahlten Södlner oder einen charismatischen Raubritter.
Ich bin mir sicher ihr werdet empfangen werden, wollt ihr hier warten oder in einer Stunde erscheinen?
Der Torwächter deutet eine Verbeugung an und zeigt auf das Innere des Kontors.

Hens Reise
« Antwort #31 am: 14.12.2009, 22:11:33 »
Oh ich denke ich werde hier warten. Ihr könnt mir bestimmt noch das ein oder andere erzählen. Oder dürft ihr euch nicht ablenken lassen?"

Tael

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Hens Reise
« Antwort #32 am: 14.12.2009, 22:21:19 »
Ich würde euch hereinbitten, für die Unterhaltung unserer Gäste haben wir Personal.
Stalljunge, komm her und lass diesem prächtigen Gaul nur die beste Pflege angedeihen die wir zur Verfügung haben, stell ihn ruhig in den Stall der Schönen.
Der Stalljunge strahl angesichts so eines großartigen Pferdes und der Imposants seines Reiters.
Dann bringt der Torwächter Hens zum zweiten Gebäude, das erste war die Baracke der Wachen.
Es war ein einfaches, aber gemütlich eingerichtetes Zimmer mit einem großen Karavan und einer Karaffe voller Wein in der Hens gebeten wurde zu warten, bis ein Diener zu ihm kam.
Das dauerte auch keine Minute und ein dunkelhäutiger fröhlicher Mensch kam herein, einen Korb mit verschiedenen Früchten unterm Arm.
Er stellte sich als Grojo vor und bot dem Kleriker verschiedene süße Früchte und Trauben an.
Dann erkundigte er sich nach weiteren Wünschen.

Hens Reise
« Antwort #33 am: 14.12.2009, 22:28:23 »
Hens nimmt gerne einige Früchte, den Wein lässt er lieber stehen, immerhin hatte er schon einige Schlücke genommen und der Tag war noch jung.
Grojo lächelt er dann auch freundlich an.
"Danke, danke, ich möchte keine weiteren Umstände machen. Ihr könnt mir am meisten behilflich sein, wenn ihr mir ein paar Dinge erzählt.
Vielleicht etwas über Sulira die Schöne selbst. Über den Umstand das Piraten die Stadt bedrohen und der Kaiser und seine Paladine nicht eingreifen oder aber über die hier vorherrschenden Götter und warum das Kloster seit einer Woche, nach Auskunft der Händler in der Nähe des Tores, zugesperrt ist."

Tael

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Hens Reise
« Antwort #34 am: 14.12.2009, 22:38:29 »
Sulira ist die Schönste aller Händlerinnen. Sie ist die einzige Tochter eines sehr sehr reichen Mannes, da Frauen hier nur als Trophäe angesehen wurden wollte sie niemanden heiraten, denn sie war der Meinung sie sei eine bessere Händlerin als ihre Umwerber, da wettete sie mit ihrem Vater und gewann haushoch gegen jeden ihrer Verehrer. Sie kaufte die meisten Unternehmen und Kontore auf und sorgte dafür das Frauen mit dem gleichen Talent wie Männer die gleiche Arbeit verrichten dürfen.
Deshalb arbeiten die meisten Händlerinnen für die Schöne, hier werden alle gleich respektiert.
Auch ich bin vom einfachen Sklaven zu einem angesehenen und ehrlichen Diener aufgesteiegen, alles dank der Großzügigkeit der wunderbaren Sulira, ach ich könnte noch stunden weiter schwärmen, aber die Pflicht ruft mich, in der Küche ist etwas zu Bruch gegangen und ich habe versprochen zu helfen.
Solltet ihr etwas wünschen dann ruft einfach aus dem Fenster, ich bin nicht weit entfernt und sthe zur euer Verfüfung.
Genießt euren Aufenthalt hier und ich hoffe sie verlassen uns glücklich.

Hens Reise
« Antwort #35 am: 14.12.2009, 22:50:59 »
"Habt Dank für eure Gastfreundschaft, ich werde euch lobend bei ihr oder ihrem Stellvertreter erwähnen, jenachdem wie weit ich vorgelassen werde." fügt er mit einem Zwinkern hinten an.
`Na dann muss ich sehen, dass ich mich nicht verspreche, sollte ich mal vor ihr stehen, solch eine emanzipierte Frau könnte jedes Wort auf die Goldbaare legen.`
Dann genießt Hens die süßen Früchte und langsam fühlt er sich richtig wohl in dieser Stadt.

Tael

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Hens Reise
« Antwort #36 am: 14.12.2009, 23:00:49 »
Nach einer guten halben Stunde wird Hens dann von Grojo abgeholt und in ein größeres Gebäude geführt wird.
Die Wände sind mit teuren Teppichen geschmückt, die ferne Länder und seltsame Tiere zeigen.
Der Boden ist mit Fellen von exotischen Tieren ausgelegt und Hens schwere Stiefel hinterlassen keinen Laut.
In einem viel zu großen prunkvollen Thron sitzt eine junges hübsche Frau, keine zwanzig Jahra alt.
Wilkommen Hens von Apothekopolis der Vierte, Sohn des Dritten, seid mein Gast und setzt euch.
Sie weißt mit der Hand auf einen Divan vor ihrem Stuhl.
Ich bin Schirava, die Unterhändlerin von Sulira der Schönen, meiner Mutter.
Ich hörte ihr wollte eine Audienz betrefflich der Plagen die unsere schöne Freistadt heimsuchen?

Hens Reise
« Antwort #37 am: 14.12.2009, 23:11:40 »
Hens schaut sich zunächst einmal um und ist doch sehr fasziniert. Anerkennend nickt er während er seinen Blick umherschweifen lässt.
Nach der Aufforderung setzt er sich und antwortet:
"Habt Dank, dass ihr mich empfangt Schirava, die ich ohne eure Mutter gesehen zu haben, wohl auch mit dem Beinamen die Schöne ansprechen könnte."
Wieder lässt er bewusst eine kleine Pause um das Kompliment besser wirken zu lassen.
"Ja, ich habe von den Piraten gehört und war schockiert, dass der Kaiser nichts dagegen unternimmt und auch die Vertreter der Götter nichts unternehmen. Ich musste sogar feststellen, dass das Kloster ganz und gar unzugänglich ist, seit einer Woche schon.
Dann vernahm ich die frohe Kunde, dass es dennoch bedeutende Personen dieser Stadt gibt, denen mehr an ihrer Heimat liegt und die bereit sind, sie zu verteidigen.
Da ich ein Streiter des Guten bin und böse Piraterie nicht gutheißen kann, sehe ich es zumindest als meine Pflicht an, mich über die aktuelle Lage zu informieren und den aktuellen Zustand zu begutachten um zu sehen, ob ich womöglich helfen kann. Sei es als einfacher Söldner unter hervorragend ausgebildeten Anführern oder selbst in einer leitenden Funktion, sollte solch eine Position gebraucht werden."

Tael

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Hens Reise
« Antwort #38 am: 14.12.2009, 23:22:10 »
Für einen Fremden in diesem Land dessen Namen man noch nie vernahm seid ihr sehr ergeizig und selbstsicher, aber sollten eure Fähigkeiten nur halb so gut sein wie eure Überzeugungen wird es mir eine Ehre sein euch eine Gelegenheit einzuräumen den Wächter mit stolz zu erfüllen.
Ihr nennt euch einen Mann der Götter, seid ihr denn bewandert in der Heilkunst, die Armen und Schwachen bedürfen dringlichster Hilfe nun wo das Kloster verwaist darliegt.
Jede Kräuterfrau und jeder Bademeister ist vom Anbeginn des Tages bis zur Ruhe der Nacht rege beschäftigt und jede helfende Hand wird gebraucht.
Die Armen können nicht viel Geben außer einem herzlichen Dank, mehr kann auch ich euch nicht bieten, nur meine Empfehlung für meine Frau Mutter solltet ihr der Stadt selbstlos helfen, der Dank des Gerissenen ist euch ebenfalls gewiss, da viele seiner Freunde und Verbündeten an der Krankheit leiden welche schon erste Todesopfer forderte.

Die Piraten werden nicht heute und nicht morgen bekämpft, so sie nicht angreifen, aber sollten wir diese Krankheit nicht aufhalten wird es nichts und niemanden mehr geben den es zu beschützen gilt.

Hens Reise
« Antwort #39 am: 14.12.2009, 23:31:49 »
Hens kann sich ein Schmunzeln nicht verkneifen.
"Selbstverständlich trete ich selbstsicher auf, wer weiß, vielleicht wäre es zu spät, wenn meine Fähigkeiten erkannt worden wären."
`Den Bettlern helfen..., naja ich könnte mir eine anspruchsvollere Aufgabe vorstellen..., aber es könnte eine erste Anlaufstelle sein, das Wort Jerômes zu verkünden, ja das könnte sogar sehr nützlich sein und wenn ich dadurch an die Führungsspitze direkt herankomme, eine Offiziersposition wäre sicherlich nicht alzu verkehrt...`
"Selbstverständlich werde ich all mein Wissen und all meine Heilkraft dazu einsetzen, helfend zur Seite zu stehen. Sagt mir wo ich am dringendsten gebraucht werde und ich werde mich sogleich aufmachen. Und den armen Menschen ihr letztes Kupfer aus den Taschen rauben? Nein, solche Praktiken gebrauche ich nicht." `Unter 50gm Bezahlung würde ich normalerweise nicht einmal meinen kleinen Finger krümmen..., aber was solls, wenn es Jerôme und anderen übergeordneten Zielen dient, kann ich weiter auf strahlenden Helden machen.
Die gute Tat steht im Vordergrund, auch wenn die große Tat erst in der Zukunft liegt.`

Tael

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Hens Reise
« Antwort #40 am: 14.12.2009, 23:42:04 »
Eure Worte erfüllen mich mit Mut, ich werde ein Gesuch aufsetzen das euch zu Belon bringen wird, dieser wird euch näheres zur Seuche sagen können.
Solltet ihr erfolgreich zurückkehren so wird eure Genehmingung bereits geschrieben worden sein.

Der Tonfall deutet an das das Gespräch beendet ist, bleibt dabei aber freundlich und höflich, eine Adlige hätte es nicht besser machen können.

Hens Reise
« Antwort #41 am: 14.12.2009, 23:55:34 »
Hens erhebt sich, verbeugt sich noch einmal zum Abschied:
"Es hat mich gefreut eure Bekanntschaft gemacht zu haben Schirava... meine... Schöne"
Dann wartet er auf das Schreiben, welches ihn zu Belon bringen soll.
`Na, dann mache ich ja heute gleich mit allen 3 Handelsfürsten Bekanntschaft, naja zwei und eine halbe. Für den ersten Tag keine schlechte Ausbeute.`

Tael

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Hens Reise
« Antwort #42 am: 14.12.2009, 23:59:49 »
Das werdet ihr am Tor ausgehändigt bekommen, viel Erfolg wünsche ich euch, selbstbewusster Fremder.

Tatsächlich wartet am Tor schon Hexenblut und ein versiegelter Brief auf Hens.

Hens Reise
« Antwort #43 am: 15.12.2009, 17:22:43 »
Dankend nimmt Hens den Brief und die Zügel  und steigt dann auf .
`Dann wollen wir doch mal sehen was für eine Situation mich dort erwartet`
Damit macht er sich auf den Weg.

Tael

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Hens Reise
« Antwort #44 am: 15.12.2009, 18:49:50 »
Je weiter Hens aus dem Zentrum herausreitet desto dreckiger wird das Stadtviertel.
Östlich der Stadtmauer schlägt dem Kleriker ein beißender Gestank nach Verwesung und Krankheit entgegen, das Elendsviertel ist hier noch dreckiger und voller als im Nordenwesten aus dem Hens gekommen ist.
Die breite Hauptstraße, ein besserer befestigter Trampelpfad aus Erde und menschlichen Exkrementen, führt in Schlangenlinien um Zelte und Hütten herum, die sicherlich regelmäßig ineinander zusammenfallen.
Etwas wie eine Architektur oder einen Plan scheint es nirgends zu geben.
Teilweise gibt es große Lücken, teilweise ist alles Wand an Wand gebaut.
Die Wege scheinen eher zufällig entstanden und sind manchmal durch Zelte unterbrochen.
Menschen sind fast keine zu sehen, aber ein beständige Geräuschkulisse aus Husten und Stöhnen verleiht dem Ganzen eine noch traurigere und ausgestorbenere Atmosphäre als völlige Stille es vermocht hätten.
Würden nicht ein paar Kinder Wassereimer durch die Gegend tragen könnte man das Elensviertel für eine Geisterstadt halten.

Inmitten der Hütten und Zelte dessen Dächer Hens auf Hexenblut von oben betrachtet, ragt ein großes mehrstöckiges Steingebäude ohne Fenster empor wie eine Festung, wie eine Insel der Ordnung in einem Meer von Elhelnd und Verzweiflung.

Auf dem Dach des "Kontors" von Belon dem Gerissenen sind Zinnen angebracht und man kann einige Metallhelme in der Nachmittagssonne glitzern sehen. Bogen- oder Armbrustschützen scheinendas Gebäude zu bewachen.
Eine Gestalt wie Hens fällt in diesem Viertel selbstverständlich auf wie ein Engel in der Hölle, weshalb er schon erwartet wird.
Ein schwer gerüsteter Krieger, vielleint einer der gesuchten Söldner, ist entspannt an die Wand neben dem geschlossenen Tor gelehnt und spielt mit dem Ledergriff seines Großschwertes.
Mit einem selbstzufriedenen Grinsen deuter der Mann eine Verbeugung an und stellt sich vor:
Holm mein Name, guten Tag werter Herr, ihr müsst Hens von Apothekopolis sein, dürfte ich Euch Eure Einladung abnehmen? Ihr werdet sehnlichst erwartet.
« Letzte Änderung: 16.12.2009, 11:03:43 von Tael »

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