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Autor Thema: Kapitel 2: Morgensonne  (Gelesen 91615 mal)

Beschreibung: Die Geschichte geht weiter...

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Amani

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Kapitel 2: Morgensonne
« Antwort #2235 am: 09.07.2013, 14:45:05 »
Erschöpft brach Dok'Hae nach dem Kampf zusammen. Er lag ausgestreckt auf dem Boden und schnappte nach Luft. Innerlich versuchte er seinen gesamten Körper nach Wunden abzusuchen, aber nirgends konnte er warmes Blut auf seiner Haut spüren. Das Einzige was er spürte war das Brennen seiner Muskeln.

Der Wandler war kein Jäger, dazu hatte er nie gehört. Er war oder wollte ein geistiger Führer werden. Für etwas wie dieses war er nicht geschaffen. Gerade da sein Repertoire an Zaubern bereits nach dem Kampf mit der Spinne erschöpft war. So lag der Wandler auf dem Boden und versuchte langsam wieder zu Atem zu kommen. Ihm war bewusst, dass Verletzte um ihn herum lagen, aber seine Arme und Beine wollten ihm nicht gehorchen.

Nach einigen Augenblicken schaffte er es immerhin sich auf den Ellenbogen zu stützen und einen Blick über die Szenerie schweifen zu lassen. Als sein Blick auf den ersten seiner blutenden, am Boden liegenden Kameraden viel stand der Wandler urplötzlich. Ihm war nicht klar ob es das Adrenalin war, aber seine schmerzenden Muskeln waren auf einmal nicht mehr vorrangig. Schnell kniete er sich und überprüfte die Lebenszeichen und versuchte die Blutungen der gröbsten Wunden zu stillen. Seine Hände glitten schnell und geschickt über die Körper und tasteten nach Brüchen und ähnlichen Verletzungen.[1]
 1. Heal take 10 = 17 für die Verwundeten zum Stabilisieren

Sternenblut

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Kapitel 2: Morgensonne
« Antwort #2236 am: 09.07.2013, 23:44:45 »
Die Gefährten kümmerten sich zunächst um ihre eigenen, schwer verwundeten Freunde, prüften dann aber auch den Zustand ihrer Feinde.

Lemnor war bereits stabil, wenn auch nicht bei Bewusstsein, sein Bruder allerdings war an der Schwelle des Todes - gemeinsam schafften es Djarissa und Dok'Hae, ihn vor dem Tod zu bewahren, doch der Krieger würde sich lange ausruhen und regenerieren müssen, sofern sie ihm keine schnelle magische Heilung zukommen lassen konnte. So kräftig der Mann auch war, ohne Hilfe hätte er vermutlich weit weniger als eine Minute gehabt.

Ihre Feinde hatte es allerdings weit schwerer getroffen. Nur eine einzige hatte überlebt - die verrückte Klingenmeisterin, die beinahe Djarissa den Garaus gemacht hätte. Ihre Wunden waren schwer, und sie atmete heftig, ruckartig, obwohl sie ohne Bewusstsein war, und doch würde sie vermutlich sogar ohne fremde Hilfe irgendwann wieder zu Bewusstsein kommen.

Mika kümmerte sich unterdessen nicht um das Wohl der Gefallenen, sondern um deren Besitztümer. Der kahlköpfige Krieger hatte ein Kurzschwert dabei gehabt, dessen scharfe Klinge mit goldenen Runen verziert war. Außerdem trug er einen Ring und hatte einen Beutel mit glatten, grauen Steinen bei sich; auf jedem davon war ebenfalls eine Rune zu sehen. Die Rune war auf allen Steinen die gleiche.
Der Hüne hatte eine stählerne Keule als Waffe benutzt, ein mächtiges Tötungsinstrument, mit dem er schwächere Gegner mit Leichtigkeit zermalmt hätte. Davon abgesehen trug er einen Wintermantel bei sich, der vermutlich - da aus edlem Fell - nicht wenig wert war. Allerdings müsste man ihn zunächst vom Blut reinigen...
Der dunkelhäutige Elf trug einen Bogen und einen Köcher mit Pfeilen bei sich, allerdings würden sie sich überlegen müssen, wie sie an die Gegenstände herankamen. Sein Leichnam lag noch immer in der Grube, die Jacqui geschaffen hatte.
Der Krieger mit dem Zweihänder hatte eben diese Waffe dabei gehabt, eine edle Schmiedearbeit, wenn auch nichts völlig außergewöhnliches. Außerdem fand Mika bei ihm einen rötlichen Trank. Und nicht zuletzt war da die verrückte Kriegerin, die einzige Überlebende von Karaks Schergen: Auf ihrem Schwert prangte eine einzelne, große Runde, eine Handbreit unter dem Griff, künstlerisch verwoben mit einem großen "M", das aus einem rötlichen Metall in das Schwert eingeschmiedet worden war. Am Griff des Schwertes prangte zudem ein augapfelgroßer roter Edelstein, vermutlich ein echter Rubin.
"Ein Blick in die Welt beweist, dass Horror nichts anderes ist als Realismus." - Alfred Hitchcock

Djarrissa

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Kapitel 2: Morgensonne
« Antwort #2237 am: 10.07.2013, 15:20:59 »
Djarrissa verspürte kein Bedürfnis, die Irre endgültig hinüberzubringen, sie war zu erschöpft. Doch riss sie sich zusammen und setzte die Arbeit fort. Sie schien nichts durch die Türen wahrzunehmen und nahm sich daher kurz die Zeit, ihre Pfeile zu suchen. Schließlich fragte sie Jaqui: "Kommen wir an den Schschützen in der Grube herran?", während sie bereits das Seil von ihrem Gürtel löste, um mithilfe eines Knotens am Tisch oder der Hilfe anderer hinein- und hinauszuklettern. Sie sah kurz zu den Beutestücken hinüber, die Mika zusammenraffte. "Scheint nichts dabei zu sein, was ich benutzen könnte." Trotzdem bot sie an: "Wenn ess zuviel wird, helfe ich trragen."
« Letzte Änderung: 12.09.2014, 21:31:43 von Djarrissa »

Sternenblut

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Kapitel 2: Morgensonne
« Antwort #2238 am: 16.07.2013, 20:59:00 »
Jacqui schüttelte den Kopf. "Ich habe einen Großteil meiner Kräfte bereits aufgebraucht. Ich könnte die Grube verschwinden lassen und ihn nach oben bringen, aber ich würde meine Kräfte lieber für mögliche weitere Kämpfe aufsparen."

Djarissas Untersuchungen erwiesen sich in der Tat als erfolglos: Sofern sie nichts übersehen hatte, gab es in diesem Raum keine Fallen, und es schien auch niemand hinter den Türen zu warten. Natürlich konnte sie nur darauf hoffen, dass ihre Sinne sie nicht im Stich ließen.

In der Zwischenzeit waren auch die übrigen Gefährten in den Raum gekommen. "Den ersten Verteidigungswall haben wir überwunden", erklärte der Gnom, "aber wie geht es jetzt weiter? Sind wir noch stark genug, um uns den weiteren Gefahren hier entgegen zu stellen? Immerhin sehen unsere beiden großen Krieger nicht so aus, als würden sie noch in die erste Reihe gehören."
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Djarrissa

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Kapitel 2: Morgensonne
« Antwort #2239 am: 17.07.2013, 06:41:26 »
Eretria gab ihr letztes Wunder dafür aus, einen der Cousins auf die Beine zu helfen und fügte hinzu: "Hat jemand noch einen Heiltrank für den anderen? Das nächste Mal bleiben beide hinten." Sie sah sich um und wirkte unglücklich. Sie wollte offensichtlich weiter, ja sie mussten weiter, denn die Ablenkung an der Oberwelt würde nicht ewig halten. "Es tut mir leid, euch nicht schonen zu können. Mika, Djarrissa, bleibt ihr bei der Erkundung vorne? Dok'Hae, wäret ihr bereit, mit mir die Vorderfront im nächsten Kampf zu bilden?"
Mika nickte und fragte: "Kann jemand sehen, ob den Dingen hier Magie anhaftet? Vielleicht können wir sie dann gleich gegen Karnak einsetzten."

Djarrissa nutzte in der Zwischenzeit die Hilfe anderer, die ihr Seil hielten, um kurz in die Grube hineinzusteigen und den Schützen gegebenenfalls zu stabilisieren, sonst aber seine Ausrüstung zu bergen. Kaum wieder oben, begab sie sich an die südliche Tür und wartete still, bis sich alle gesammelt hatten. Mit Bogen und Pfeil in der einen Pfote, das Ohr an der Tür verschmolz sie mit dem Halbdunkel, ihr Schwanz peitschte hin und her. Angespannt grübelte sie, was sie wohl noch zu erwarten hatten: "Er wird als Anführer dieser Bande stark genug gewesen sein, sie in ihre Schranken zu weisen. Und wir haben schon viele Kräfte verbraucht. Das könnte tödlich werden." Normalerweise hatte sie von sich gedacht, bereit zu sein, ihr Schicksal zu akzeptieren, wenn es kam, doch der Zusammenbruch in diesem Kampf und Eretrias Wunder machten ihr bewusst, wie sehr sie an ihrem Leben hing und nicht unwissend in den Kreislauf zurückkehren wollte.
« Letzte Änderung: 12.09.2014, 21:31:48 von Djarrissa »

Sternenblut

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Kapitel 2: Morgensonne
« Antwort #2240 am: 11.08.2013, 22:31:21 »
Doch niemand in der Gruppe hatte noch einen Heiltrank parat. Und so entschloss sich der eine Bruder, den anderen zu tragen, und sich aus den Kämpfen herauszuhalten.

Magie zu entdecken schien leider auch niemandem möglich zu sein. Und so blieb ihnen nur, was sie noch an Kräften hatten, um sich den weiteren Herausforderungen zu stellen.

An der Tür konnte Djarissa nichts hören, was aber vermutlich ein gutes Zeichen war. Es war Zeit, weiter zu gehen.
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Djarrissa

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Kapitel 2: Morgensonne
« Antwort #2241 am: 16.08.2013, 17:55:39 »
"Es ist schstill hier.", gab Djarrissa kund. "Dann los!", befahl Eretria. Daraufhin setzte sich die Gruppe in Bewegung durch die von ihrer Ankunftstür gesehen nach rechts. Vorne mit wenigen Schritten Vorsprung schlichen Mika und Djarrissa, aufmerksam auf Hinterhalte und Fallen achtend, dann folgten Eretria und Dok'Hae und anschließend der Rest, wobei sich die Cousins hinten hielten. Alle versuchten, nicht noch mehr Lärm zu machen, schließlich hatte der Kampflärm, gedämpft von der Tür, anscheinend Karnak nicht alamiert. Trotzdem würde es mit Sicherheit hart werden und das ungewisse Schicksal der Gefangenen belastete alle.

« Letzte Änderung: 12.09.2014, 21:31:52 von Djarrissa »

Mika

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Kapitel 2: Morgensonne
« Antwort #2242 am: 22.08.2013, 10:58:26 »
"Das Problem lautet: Unbekannter Trank. Inzwischen habe ich zwei und einer ist sogar rot, aber ob es ein Heiltrank ist? Ich weiß es nicht." Hatte Mikas Antwort auf die Frage nach Heiltränken gelautet.

Nun war sie mit Djarrissa wieder in der ersten Linie unterwegs und betete in Gedanken dafür, dass es hier unten kaum noch Gegner geben würde oder schlafenden Gegner, die leicht zu überwältigen wären. Mutter Sonne und die zwei Monde wussten schließlich auch, dass die Kampfkraft der Gruppe fast am Ende war.
Nach ihrem kleinen Gebet, war Mika dann wieder voll auf die Aufgabe konzentriert und schaute zusammen mit Djarrissa nach Fallen. Außerdem hielt sie Augen und Ohren offen, um einen Gegner zu entdecken, bevor er die Gruppe entdecken konnte.
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Sternenblut

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Kapitel 2: Morgensonne
« Antwort #2243 am: 23.08.2013, 08:53:36 »
Auch Mika konnte nichts wahrnehmen, und so öffneten sie die Tür. Der noch bewusstlose Krieger wurde dabei von seinem Bruder getragen.

Hinter der Tür offenbarte sich ein langer Tag mit mehreren Türen zu jeder Seite, und einer ganz am Ende des Ganges. Auf den ersten Blick schien hier ansonsten nicht viel besonderes zu sein... bis auf einen Zettel, den jemand an der ersten Tür zur linken Seite festgenagelt hatte. Darauf stand eine Botschaft, die ganz offensichtlich für die Eindringlinge gedacht war:

"Wenn ihr eure Waffen ablegt, bevor ihr diese Tür öffnet, und wir uns dann friedlich unterhalten, werde ich den Mechanismus nicht aktivieren, mit dem ich das Giftgas in die Gefangenenkammer strömen lasse. Legt ihr es auf einen Kampf an, werden alle sterben, die hier gefangen sind. Geht ihr an dieser Tür vorbei, bekomme ich das ebenfalls mit, und es werden ebenfalls alle sterben."
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Djarrissa

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Kapitel 2: Morgensonne
« Antwort #2244 am: 25.08.2013, 18:35:22 »
Djarrissa warf einen kurzen Blick auf den Text, dann zog sie sich etwas zurück, um den anderen den Blick nicht zu verstellen. "Das verrät einiges. Er scheint uns gewahr zu sein und der Tatsache, dass er auf verlorenem Posten steht, zumindest im Moment. Erhofft er sich, uns hinzuhalten, bis Verstärkung eintrifft? Oder will er sein Leben retten, um später umso brutaler zurückschlagen zu können? Er kann sich bei seinem Ruf nicht leisten, was wir hier angerichtet haben.", überlegte sie, dann schnurrte sie leise: "Es könnte ein Bluff ssein. Wir könnten folgendes riskierren: Zwei oder drei geben den anderren die Waffen und gehen hinein, während der Resst teilweise wartet, ob sie hinterher müssen wegen eines Hinterrhaltes, teilweise fortachschleicht, die Gefangenen zu sichern. Schließlich kann er sseine Augen nicht überall haben. Oder wir überwältigen ihn, sobald er in Reichweite ist." Sie sah sich um, ob sie etwas wie Gucklöcher oder Alarmfallen ausmachen konnte. "Führerinnen, eurre Entscheidung.", ergänzte sie, ahnte aber schon, was passieren würde: "Eretria wird ihren Gefährten nicht riskieren wollen und Jaqui ihr Junges auch nicht. Nachdem sie ihn angehört haben, können wir immer noch handeln."
« Letzte Änderung: 12.09.2014, 21:31:58 von Djarrissa »

Mika

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« Antwort #2245 am: 26.08.2013, 09:56:25 »
"Das sehe ich ähnlich. Zwei, drei Personen sollten zur Verhandlung gehen und der Rest wartet unter Waffen. Spontan würde ich Eretria und Djarrissa vorschlagen." Stimmte Mika dem Vorschlag der Katzenfrau im Flüsterton zu. "Verhandeln kann man immer. Was danach kommt, können wir dann entscheiden."
"Carnazzo wie schaut es bei dir mit Zaubern aus? Wenn du noch etwas parat hast, dann solltest du auch gehen." Fügte sie dann nur an den Zauberwirker gerichtet hinzu. Dabei musterte sie den Gnom kurz und stellte fest, dass auch er noch verhältnismäßig gut aussah.
"Ich würde euch vorschlagen," sagte sie leise an die drei Genannten gewandt, "weil ihr noch sehr gut ausschaut. Die Spuren des Kampfes sind bei euch kaum zu sehen und das sollte unsere Position verbessern. Denn sicher weiß er nicht, wie große Teile vom Rest von uns ausschauen."
Dann sprach Mika, die selbst stark blutete und definitiv keine Kraft für einen weiteren Kampf hatte, kurz den Wandler Dok´Hae an, weil sie noch einen anderen Gedanken hatte: "Dok´Hae, kannst du eigentlich auch ohne Waffen gut kämpfen? Wenn ja, dann wärest du auch geeignet als Begleitung." Sagte die Bardin und hoffte, dass nicht jeder gleich bemerkte, mit welchem Unwissen sie gerade glänzte. Denn von Wandlern hatte sie keinen blassen Schimmer und es war nur ein kleiner dummer Gedanke.

Dem dummer Gedanken, folgte ein dann ein richtiger Guter. Schnell suchte sie nochmal ihre Taschen ab und sie fand am Ende drei Tränke darin. Die beiden unbekannten Tränke und einen Heiltrank. Irgendwas hatte ihr gesagt, dass sie ihn verwendet hatte, doch gerade fiel ihr ein, dass sie nur den einen getrunken hatte.
Der blaue Trank verschwand sofort wieder in der Tasche, doch den rötlichen, unbekannten Trank, verglich sie kurz mit ihrem Heiltrank. Dabei begann sie bei der Farbe. Sollte die sich bei beiden Tränken stark ähneln, dann würde die Frage an die besseren Magiewirker lauten: "Könnten das beides Heiltränke sein?"
« Letzte Änderung: 26.08.2013, 09:58:31 von Mika »
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Amani

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« Antwort #2246 am: 27.08.2013, 09:14:43 »
"Leider bin ich kein Kämpfer, wie man anderer in meinem Volk sondern ein Seher und meine Magie ist für heute erschöpft. Ich kann gerne mitkommen, doch bin ich nicht von viel Nutzen während einer Begegnung." gab Dok'Hae zu bedenken. Insgeheim verspürte er keinen Drang sich in die Höhle des Löwens zu begeben, aber wenn es der einzige Weg war, mehr über die fremde Seele in seinem Körper zu erfahren, würde er auch diesen Schritt gehen.

"Ich wäre bereit." bestärkte er seine Bereitschaft eine Abordnung gegen sein schlechtes Gefühl zu begleiten.

Djarrissa

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« Antwort #2247 am: 28.08.2013, 09:06:38 »
Djarrissas erster Impuls war zu widersprechen, da sie sich für den Teil mit dem Schleichen zu den Gefängnissen als geeigneter ansah, doch bremste sie sich. Es fiel ihr nicht leicht, sich unterzuordnen. Doch ging ihr auf, dass es auch nicht schaden konnte, wenn ein gut geschultes Paar Augen und jemand mit geringerer Wichtigkeit in Karnaks Reichweite begeben würde. Sie könnte einen Hinterhalt besser aufspüren und gegebenenfalls ausweichen. Man könnte sogar vermuten, dass ihr die Sicherheit einer der Führerinnen anvertraut wurde, was eine Ehre sein könnte. So nickte sie und reichte ihre Waffen weiter, wobei sie das Messer einfach nur von der Scheide in den Stiefel steckte, um es zu verstecken. "Berreit.", gab sie bekannt.
« Letzte Änderung: 12.09.2014, 21:32:03 von Djarrissa »

Mika

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« Antwort #2248 am: 28.08.2013, 17:15:58 »
"Okay, dann Eretria, Djarrissa und ..." Begann Mika und blieb mit ihrem Blick bei Carnazzo hängen, der sich noch nicht geäußert hatte und wohl noch überlegte.  Es kann natürlich auch jeder andere mit, der sich ohne Waffen zu helfen wüsste und gut ausschaut, also nicht wie Lemnor, Liguar oder ich.
"Auf jeden Fall solltet ihr vorsichtig sein und alle Schweinereien erwarten. Von Bolzen durch die frisch geöffnete Tür bis zu einem Haufen bewaffneter Irrer. Deshalb erst vorsichtig reinspähen und schauen, was euch erwartet. Wir warten im Hintergrund.
Sagte Mika, die wusste, dass Regeln auch zum Brechen da waren. "Wenn es möglich ist, dann haltet die Tür geöffnet, bleibt am besten gleich in der Tür stehen, und wenn ihr euch umschaut, achtet nicht nur auf Waffen des Gegners - die dann auch Beiseite gelegt werden sollten, fordert das ein, solange ein Bestehen auf diesen Standpunkt sinnvoll ist -, sondern achtet auch auf Fluchtmöglichkeiten. Denn wenn Karak nicht fliehen kann, dann wird er sicher nicht bluffen, dann meint er es ernst."
Und mit kurzem Blick auf die beiden Tränke, sagte sie dann: "Und lasst euch Zeit, bis alle wieder stehen können. Dauert nicht lange."

Dann galt Mikas Aufmerksamkeit wieder den Tränken, weil sie hoffte, dass der rötliche Trank vielleicht auch ein Heiltrank wäre. Nach dem Vergleich - unter Umständen mit Hinzuziehung von Expertenwissen von Carnazzo und Eretria - würde die Bardin auf jeden Fall Liguar ihren Heiltrank zukommen lassen, auf das er sich wieder selbst tragen könnte.
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Sternenblut

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Kapitel 2: Morgensonne
« Antwort #2249 am: 30.08.2013, 01:02:58 »
Carnazzo schüttelte den Kopf. "Bis auf ein paar kleine Tricks kann ich nicht mehr viel bieten. Mein stärkster Zauber ruft Nebel herbei, ansonsten habe ich nur noch kleine Illusionen auf Lager, und einen Zauber, um Schlösser zu öffnen oder zu schließen." Er zuckte mit den Schultern. "Ich denke nicht, dass ich noch eine große Hilfe bin."

Dafür trat Jacqueline nach vorne. "Ich komme auf jeden Fall mit. Ich will diesem Bastard in die Augen sehen, der meine kleine Tochter hat entführen lassen."
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