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Autor Thema: [Kapitel I] Namius  (Gelesen 18867 mal)

Beschreibung: Geldsorgen

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Namius

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[Kapitel I] Namius
« Antwort #15 am: 04.02.2010, 22:20:52 »
Fische entladen? Harte Arbeit, aber es hört sich wirklich fair an. Mit diesen Worten geht Namius zur Truhe und hieft den Deckel nach oben, damit er hineinblicken kann.

Dabei spricht er weiter: Das ist wirklich nett von Balin; ach, seinen Sohn Miko habe ich schon lange nicht mehr gesehen, den muss ich erstmal ausquetschen, was es Neues gibt.

Lhósson

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[Kapitel I] Namius
« Antwort #16 am: 04.02.2010, 22:53:04 »
„Er mußte halt auch mit auf See. Schließlich soll aus ihm ein anständiger Fischer werden. So wie sein Vater einer ist.“ Als Licht auf den Truheninhalt viel glänzte es metallisch. In der Truhe ruhten ein Kettenhemd aus silbrigen Metall mit alten Lederbeschlägen, daneben ein spitz zulaufender Ferderhelm und ein Langschwert in einer schwarzen Lederscheide.
« Letzte Änderung: 04.02.2010, 22:53:27 von Lhósson »

Namius

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[Kapitel I] Namius
« Antwort #17 am: 04.02.2010, 23:01:29 »
Namius staunte nicht schlecht, als er die komplette Kämpferausstattung sah. Unglaublich. . . Vater?! Woher hast du diese Ausrüstung? Hast du früher gekämpft?

Seine Hand griff in die Truhe, kurz vor dem Langschwert zog er die Hand wieder zurück, doch die Neugier war einfach zu groß. Er griff erneut nach dem Schwert und zog es aus der Scheide, um sich die Klinge anzuschauen. Woooooooow. . . . kam es aus seinem Munde.

Sag mir, woher hast du all das? Er blickte wieder in die Truhe und seine Augen wanderten die Federn des Helms entlang.

Lhósson

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[Kapitel I] Namius
« Antwort #18 am: 04.02.2010, 23:27:20 »
In das Leder der Schwertscheide war ein schlichtes Muster von von Linien eingearbeitet. Auch auf dem Schwert gab es dieses Muster. Denn noch gab es ihm eine gewisse Eleganz. Die Klinge an sich war auch sehr leicht und lag extrem gut in der Hand. So war die gesamte klinge perfekt ausgewogen und die Lederbänder des Griffes fühlten sich angenehm weich an.
Was die Federn des Helmes anging, so waren es drei lange leicht zerfledderte Fasanenfedern.

„Ich habe nicht immer in diesem Dorf gelebt. Bevor ich die Taverne aubaute und deine mutter traf war ich auf Reisen und habe Abenteuer gesucht. Das was du siehst ist die Rüstung die ich getragen habe. Leider ist sie nicht ganz komplett. So mußte ich schon vor längerer Zeit die Stiefel, Arm- und Beinschienen versetzen.“ Eine gewisse Trauer lag in der Stimme von Theo.

Namius

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[Kapitel I] Namius
« Antwort #19 am: 05.02.2010, 14:46:15 »
Abenteuer und Reisen, dachte Namius. Davon hat mir Vater ja noch nie erzählt. Scheinbar hat er viele Geheimnisse von denen ich nichts weiß.

Er steckte das Schwert zurück in die Lederscheide, holte den Helm und die Rüstung aus der Truhe und legte alles auf den Stuhl am Schreibtisch. Dann setzte er sich zu seinem Vater, welcher immer noch etwas traurig dreinblickte. Den Arm um die Schulter seines Vaters legend sprach er leise weiter: Vater, ich hatte ja keine Ahnung, dass du so viele Abenteuer erlebt hast. . . Du musst mir davon berichten, sobald ich in ein paar Tagen wieder da bin.

Nach einem Moment stand Namius auf. Ich sollte noch etwas Proviant mitnehmen und etwas Wasser, so spare ich noch die Kupferstücke für Verpflegung.
« Letzte Änderung: 05.02.2010, 14:58:51 von Namius »

Lhósson

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[Kapitel I] Namius
« Antwort #20 am: 05.02.2010, 16:13:22 »
„Ja solltest du. Was die Sachen angeht so versuch als erstes den Helm und die Rüstung zu verkaufen. Das Schwert soll nur als Sicherheit sein, falls du nicht so viel die beiden anderen Sachen bekommst. Es ist etwa genauso viel wert wie die beiden Sachen zusammen, also gib acht darauf. Was du noch wissen solltest ist wie viel wir brauchen. Wir brauchen...“ Theo stoppt kurz.[b „Jedoch viel mehr Geld als ich Om gesagt habe. Unsere Geldkasse ist nicht nur leer. Ich..“[/b] Sichtlich viel es dem Vater schwer mit seinem Sohn zu reden. „Du erinnerst dich vielleicht nicht mehr daran aber kurz nachdem deine Mutter gestorben war, war ich einige Wochen nicht im Dorf. Ich war in Baldurs Tor und habe meine Trauer mit Wein und Spiel erstickt. Ich habe mehr verspielt als ich hatte und mußte einen Schuldschein unterschreiben. Ich habe noch eine Woche Zeit um das Geld zurück zu zahlen. Wenn nicht wird unser einziger Gast ein Exempel an mir statuieren.“ Theo wagte es nicht seinen Sohn an zu sehen so sehr Schämte er sich wohl. „Das was ich ihnen Schulde sind 6000 Goldstücke. Wir brauchen um zu überleben also 6100 Goldstücke.“ Nach dieser Offenbarung schwieg Namius Vater.
« Letzte Änderung: 07.02.2010, 17:04:44 von Lhósson »

Namius

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[Kapitel I] Namius
« Antwort #21 am: 05.02.2010, 17:12:48 »
Er zog die Augenbrauen zusammen und ging wieder zurück zu seinem Vater. Kurz vor dem Bett, wo sein Vater saß, ging Namius in die Hocke, legte seine Rechte Hand auf das Knie seines Vaters und sprach mit Zuversicht: Vater, ich werde das Geld beschaffen. Mach dir keine Sorgen. . . und schäme dich nicht deiner Schulden, denn nicht jedem geschieht so ein Schicksalsschlag wie dir. Dabei glitt er mit der linken Hand über sein Hemd zur Brust, wo das Amulett hing und griff es durch den Stoff.

Ich schwöre dir, ich werde das Geld beschaffen. - Du oder meine Schwester, ihr werdet mir nicht auch noch genommen. Zorn wich dem zuversichtigem Ton, als Namius an den Tod seiner Mutter dachte. Ja, viel mehr noch. Es war Mord durch den "Dunkel Faust"-Orden. Wie sich doch alles Schlimme auf diesen einen Tag des Mordes seiner Mutter zurückverfolgen ließ. . .

6100 Gold ist viel Geld! Aber ich werde es schaffen. Aber Namius dachte weiter. Wenn man soviel Gold bekommt für diese Rüstung. Und wenn nicht dann habe ich noch zwei Optionen. Anders Gold besorgen oder den Gast hinausbitten soweit es in meiner Macht steht Kurz zuckte ein schwarzes Flammen in seiner linken Handfläche auf und er unterdrückte die Macht des dunklen Gefangenen.

Dann stand er auf, um die restlichen Sachen für die Reise einpacken zu gehen.

Lhósson

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[Kapitel I] Namius
« Antwort #22 am: 06.02.2010, 12:01:34 »
Namius mußte nur noch etwas Proviant aus der Küche holen. Schwer war es nicht, denn Om hatte ihm ein kleines Essenpacket aus Brot, Käse und einer Räucherwurst gepackt.[1]
 1. Essenpacket für 2 Tage

Namius

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[Kapitel I] Namius
« Antwort #23 am: 06.02.2010, 15:52:00 »
Nachdem er das Paket in seinem Rucksack verstaut hatte, ging er noch kurz zu Om, um sich bei ihr für das zusammengestellte Paket zu bedanken und ihr zu versichern, dass in Kürze heil und mit dem Geld wieder zurückkommen wird.

Oh, dass ich hätte ich fast vergessen. . . dachte sich Namius. Er wollte sich noch bei seiner Zwillingsschwester Lea verabschieden, bevor er mit samt den zu verkaufenden Sachen zum Fischer Balin ging, um zu Baldurs Tor hinüber zu setzen.

Lhósson

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[Kapitel I] Namius
« Antwort #24 am: 06.02.2010, 17:14:02 »
Namius fand beide in der Küche. Lea schälte Kartoffeln und Möhren und Om bereitete die anderen Zutaten für einen Eintopf zu. Als Namius die Küche betrat, legte Om ihr Messer bei Seite, wischte sich ihre Hände an der Schürze ab und stand auf. Sie ging zu Namius und wollte ihn fest drücken. „Los komm mein kleiner, drück die Om.“ sagte sie.
Lea sah nur kurz auf, ihre Augen funkelten Namius wütend an, und arbeitet an den Kartoffeln weiter.

Namius

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[Kapitel I] Namius
« Antwort #25 am: 06.02.2010, 17:32:09 »
Er drückte seine Om ganz fest und schritt dann langsam zu Lea. Lea, ich bin dann in ein paar Tagen wieder da, brauchst du etwas aus der Stadt? Mit vorsichtiger Stimme sprach er zu seiner Schwester, waren sie doch schließlich noch nie mehrere Tage getrennt. Denn das wütende Gesicht seiner Schwester wusste er nicht zu deuten. Eifersucht, dass ER gehen durfte bzw. sollte oder Trauer und Sorge, falls ihm etwas zustoßen sollte. Wie es auch gemeint war, in einigen Tagen wäre er wieder da und der Alltag würde wieder in dieses Haus Einzug halten.

Vorsichtig legte er seine Hand auf die Schulter seiner Schwester. Eine Geste der Verabschiedung und der Beruhigung. Mit den Worten: Pass mir auf unsere Om auf. ,wandte er sich Richtig Tür und war im Begriff zu Balin zu gehen.

Lhósson

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[Kapitel I] Namius
« Antwort #26 am: 06.02.2010, 17:56:06 »
Om machte sich wieder an die Arbeit und Lea blickte ihn bei seinem Abschied nicht einmal an. Sie schälte die Kartoffeln einfach weiter.

Draußen vor der Tür blies Namius der raue, kalte Wind um die Nase. Auf dem Marktplatz selbst war keine Menschenseele doch je weiter er zum Hafen kam, desto mehr regte sich das Leben. Einige Fischer beluden ihre kleinen Schiffe noch mit neuen Netzen aber die Mehrzahl der Fischer war schon auf See.
Als er in die nähe von Balins Haus kam, konnte er schon von weitem den alten Fischer und seinen kräftig gebauten Sohn sehen. Miko war eine Halbweise so wie auch Namius, doch hatte er seine Mutter niemals kennen gelernt. Sie starb kurz nach seiner Geburt. Sein Vater hatte sich mühe gegeben ihn dann zu einen redlichen Mann heran zu ziehen. Dies war ihm auch gelungen. Miko war einer Rauferei nicht abgelehnt selten aber er war immer noch ein ehrlicher Bursche. Seine kräftige hatte er seinem Vater zu verdanken. Schon mit acht Jahren mußte er seinem Vater auf dem Schiff helfen und so kam eines zum anderen.

Die beiden liefen zwischen ihrem Schuppen und dem Anlegesteg wo ihr Schiff festgebunden war hin und her. Dabei rollten sie Fässer vor sich her. Wahrscheinlich war in den Fässern gesaltzener Fisch eingelegt. Als Balin Namius sah blieb er stehen. Er drückte seinen Rücken durch und rief dann den ankommenden Burschen zu: „Ah Guten Morgen Namius. Gut das du so früh kommst. Wir müssen das Schiff noch beladen und mit deiner Hilfe wird es schneller gehen. Bist du bereit für harte Arbeit?“ Das war halt der alte Balin. Nett aber auch schnell bei der Sache.

Namius

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[Kapitel I] Namius
« Antwort #27 am: 06.02.2010, 19:45:43 »
Mit einem freundlichen Lächeln ging Namius zum Boot, begrüßte laut und kräftig die beiden bereits hart arbeitenden Männer: Seid gegrüßt Balin! Hey Miko! - Klar, ich bin sofort bei euch, je früher wir fertig sind, desto früher sind wir auch in Baldurs Tor! und legte seine Sachen auf dem Schiff ab.

Dann rollte er seine Ärmel nach oben und half so tatkräftig, wie er es nur konnte. Dabei witzelte er ab und zu mit Miko rum und versuchte immer wieder durch Anspielungen mit Mädchen aus dem Dorfe den kräftigen Sohn Balins zu necken.

Allein das gelegentliche Holzhacken und das Herumtragen von kleineren Fässern und Nahrungskisten ließen Namius nicht allzu schwächlich wirken, obwohl Miko wohl weitaus mehr in kürzerer Zeit schaffte.[1]
 1. Athletik 1d20 = (11)  Gesamt: 11
Ausdauer 1d20 = (1)  Gesamt: 1

Lhósson

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[Kapitel I] Namius
« Antwort #28 am: 06.02.2010, 22:24:46 »
Das war wohl war. Miko rollte die Fässer den kleinen Anstieg zum Steg hoch als sei nichts in ihnen. So bedankte er sich bei Namius für das genecke indem er so tat als seien die Fässer nicht schwer. Er sauste förmlich zwischen dem Boot und dem Schuppen hin und her.

Beim dritten Fass spürte Namius schon seine Grenze. Egal wie er sich bemühte er schaffte das Fass nicht mehr hoch zu rollen. Miko konnte sich ein grinsen nicht verkneifen. „Laß ruhig Namius.“ sagte Balin „Ich und Miko werden die restlichen Fässer aus dem Schuppen holen. Geh du bitte hinter das Haus und hole die Räucherfische aus dem Ofen. Sie sollen auch mit, also bereite sie bitte darauf vor.“

Namius

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[Kapitel I] Namius
« Antwort #29 am: 06.02.2010, 22:39:26 »
Mit angestrengtem Gesicht ging Namius hinter das Haus zu dem Ofen. Er nahm die Handschuhe, zog sie an und öffete mit der kleinen Eisenstange die Ofenklappe und lukte hinein, während ihm die Hitze entgegen strömte.

Kurz schaute er sich um und sah dann die Holzstange mit der er die Fische herausholen konnte. Kommt ihr mal raus da, ihr kleinen Racker. Doch musste er noch gucken, wo er sie hineinschieben wollte.

Namius schaute sich um und erblickte direkt neben dem Ofen einen Korb. Hm, der könnte vielleicht für euch Leckerbissen sein, nicht wahr. Na ja, sei es drum, Balin sagte ja nichts weiteres.

Also stellte er den Korb unter die Ofentür und stakte nach und nach die Fische aus dem Ofen hinaus in den Korb. Diese Arbeit war wahrlich nicht so schwer, aber dies konnte ihm nur Recht sein, zumal Miko wirklich sehr stark war. Man könnte meinen, er wäre ein Ringer oder Schmied. Mit diesen Armen und diesem mächtigen Kreuz. Minuten später war Namius mit der Aufgabe fertig und ging samt gefülltem Korb zurück zum Schiff.

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