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Autor Thema: [Kapitel 1] Wreck Ashore  (Gelesen 30959 mal)

Beschreibung: Leuchtturm-Romantik

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Elias Ch'Ame

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[Kapitel 1] Wreck Ashore
« am: 06.02.2010, 15:15:46 »
14.Kytorn 1373 TZ, Jahr der Abtrünnigen Drachen, Erster Tag

Baldur's Tor liegt nun schon mehrere Tagesreisen hinter euch. Das eine oder andere kleine Dörflein ist euch seither begegnet, aber es tat selten Not dort zu rasten. Die Tage und Nächte sind warm, die kühle Seeluft macht die langen Wanderungen entlang der Schwertküste erträglich und falls doch einmal an frischem Essen ein Mangel besteht, so lässt sich schnell ein Fisch fangen. In der Nähe des Mantelwaldes, den ihr einen Tag zuvor passiert habt, gab es durchaus auch einmal ein Kaninchen als kleine Zwischenmahlzeit. Nun aber scheint sich die Umgebung zu wandeln. Der Boden wird feuchter und schlammiger. Zwar ist er dennoch recht fest, doch Glückspilz kommt nun schwerer voran. Die Bäume, die hier wachsen, haben gewaltige Wurzeln, die sich tief in die Erde graben, nun aber ein Stück weit hervorragen. Bleewyn könnte, gebückt, darunter hindurch laufen. Das Holz der Stämme und Wurzeln wirkt zum Teil faulig. Es ist also anzunehmen, dass diese Umgebung öfter für längere Zeit unter Wasser steht. An einigen Stellen sind flache Wasserstellen oder sumpfiger Boden zu sehen, die ihr aber ohne Aufwand umgehen könnt. In westlicher Richtung, zwischen den Bäumen hindurch, lässt sich das Meer ausmachen, und in südlicher Richtung könnt ihr eine kleine Stadt ausmachen. Sie ist noch etwa zehn Minuten Wegstrecke von euch entfernt. Und das ist auch gut so, denn plötzlich scheinen sich die Wolken, die von Westen her aufgezogen sind, über euch zusammen zu ballen und die ersten Tropfen durchtränken den ohnehin feuchten Boden.

So schnell ihr könnt, lauft ihr in Richtung Stadt. Grimtrak macht der Regen nichts weiter aus. Er hilft ab und an, wenn Glückspilz feststecken sollte. Zardrul und Vaêl dagegen spüren schon langsam, wie ihre Sachen aufweichen und führen daher die Gruppe an. Galethien hält sich am Ende und achtet ein wenig darauf, dass auch der kleine Waldgnom Bleewyn hinterher kommt. Als ihr die Stadt erreicht, herrscht dort ebenfalls Hektik. Einige Männer treiben noch Hühner über Stiegen in kleine Holzhäuser, die wie auch alle anderen Häuser der Stadt auf massiven, hölzernen Pfosten stehen, bevor sie selbst in ihre Behausungen laufen, um dem Regen, der sich nun wahrlich über euch ergießt, zu entkommen. Keine zehn Meter von euch entfernt seht ihr glücklicherweise ein langgestrecktes Gebäude mit einem Schild an der Tür, das mit den Worten "Felsenbeißer-Gasthaus" geziert ist. Neben dem Gasthaus ist ein kleiner Stall aufgebaut, in dem bereits zwei Pferde Platz gefunden haben, die das Muli und seinen Besitzer kurz anschauen und sich dann gelangweilt dem Heu zu wenden, das darauf wartet, von ihnen verzehrt zu werden. Der kleine Karren des Gnoms ist neben dem Gasthaus sicher. Dann eilt ihr endlich in die Schänke, in der sich ein Gutteil der Stadtbewohner versammelt zu haben scheint. Jedenfalls ist der Schankraum gut gefüllt, obwohl es ungewöhnlich still ist. Ein Tisch in der Nähe des Tresens ist noch frei.
« Letzte Änderung: 14.02.2010, 15:25:02 von Gotteskind »
"Ein Auge auf den Gefährten, ein Auge auf den Gegnern - und man hat alle Feinde im Blick." Elias Ch'Ame vormals Gotteskind aka Sami aka Milan aka ein paar Verschollene

Bleewyn

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[Kapitel 1] Wreck Ashore
« Antwort #1 am: 14.02.2010, 17:56:21 »
Nachdem Bleewyn sich überzeugt hat das Glückspilz gut untergestellt ist und sein Wagen auch bei größten Regenfällen nicht weggeschwemmt wird packt er seine Sachen vom Wagen und stolpert so schnell wie möglich in das Gasthaus. "Bah, was für ein Mistwetter!" Er schüttelt sich scheppernd das Wasser aus der Rüstung. "Schaut mal. Wir haben Glück da ist noch ein Tisch frei" Worauf hin er in Richtung Tisch geht und versucht einen Stuhl zu erklettern.
« Letzte Änderung: 16.02.2010, 22:38:18 von Bleewyn »

Vaêl

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[Kapitel 1] Wreck Ashore
« Antwort #2 am: 15.02.2010, 11:26:13 »
Während Bleewyn seinen Wagen sichert, versucht Vaêl noch vor der Tür, den gröbsten Schutz von seiner Kleidung zu entfernen. Nach einigen vergeblichen Versuchen gibt er schließlich seufzend auf, betrachtet skeptisch die dunkle Suppe schwerer Wolken und folgt dann dem Gnom ins Innere des Gasthauses.

Drinnen versucht er allen Anwesenden ein freundliches Lächeln zu schenken, gibt seinen Gruppenmitgliedern ein kurzes Zeichen, dass er gleich nachkommen wird und wendet sich dann an den Wirt des Gasthauses.

"Möge Lathander euch segnen, guter Mann, dass ihr uns bei diesem Wetter Obdach gewährt. Sagt, bevor wir uns hier niederlassen, ob es draußen noch jemanden gibt, der wegen des Gewitters noch Hilfe mit seinen Tieren oder seiner Ernte braucht." 



Galethien

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[Kapitel 1] Wreck Ashore
« Antwort #3 am: 15.02.2010, 11:46:39 »
Galethien schnaubte nur amüsiert, als der Lathanderdiener seinen Segen aussprach. Nun, wieso auch nicht, Dorfbewohner mochten es, wenn man so salbaderte. Ihre Hand glitt zu ihrem Geldbeutel, der in letzter Zeit bedauerlicherweise immer leerer wurde. Wenn sie nicht bald Arbeit fand, musste sie am Ende noch auf anderem Weg an Münzen kommen.

"Mal sehen, was das hier wird.. sieht nach 'ner Bürgerversammlung aus oder sowas." Vielleicht hatten die Leute hier ja Ärger.. Und wo es Ärger gab, gab es immer auch Gold, wie man so sagte.

Grimtrak Rotus

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[Kapitel 1] Wreck Ashore
« Antwort #4 am: 15.02.2010, 13:46:39 »
Froh dem gröbsten Regen entkommen zu sein fluchte Grimtrak als er die Tür des Gasthauses sah „Zwergenscheiße dieses Wetter und dann bauen Sie die Türen noch zu klein.“ Er zog den Kopf ein und folgte den andern in das Gasthaus. Seine Gedanken kreisten mittlerweile nur noch um zwei Sachen. Essen und Bier. „Ich hoffe es hat hier was Anständiges zum Essen, ansonsten gibt es halt  Frischfleisch.“ Murmelte Grimtrak mit einem kleinen Lächeln welches seine Hauer zum Vorschein brachte vor sich hin und musste gleich  an die Pferde im Stall denken.

Grimtrak erreichte gerade noch den Tisch um zu sehen wie sich Bleewyn abmühte den Hocker zu erklimmen. Im vorbeilaufen schnappt er den Gnom am Kragen und setzt Ihn mit einem Augenzwinkern oben drauf. Seine rechte Hand griff nach hinten, löst die Zweihändige Axt aus Ihrer Halterung und lehnt Sie an den Tischrand. Mit einem grummeln im Bauch setzt er sich an den Tisch. Das Wissen um dass bevorstehend warme Essen lies bei Ihm eine fast unbekannte gute Laune aufkommen.
« Letzte Änderung: 15.02.2010, 13:58:37 von Grimtrak der Knochenbrecher »

Bleewyn

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[Kapitel 1] Wreck Ashore
« Antwort #5 am: 15.02.2010, 14:05:00 »
"Ahh... was... ohh... Danke Großer." Bleewyn sitztjetzt auf seinem Stuhl und Zumindest die Nasen spitze schaut über den Tisch. "Das diese großen nie an uns kleinen denken wenn sie ihre Möbel machen", flucht er vor sich hin während er versucht sich halbwegs bequem hinzusetzen. "Diese Nässe ist ja nicht auszuhalten" Kurz darauf grinst er und und konzentriert sich. Kurz darauf macht es hört man ein Platschenund unter dem Stuhl des Gnoms hat sich eine größere Pfütze gebildet, er selbst und seine Ausrüstung sind jedoch trocken.[1]
 1. Prestidigitation zum Reinigen der Ausrüstung von Wasser
« Letzte Änderung: 16.02.2010, 22:39:04 von Bleewyn »

Grimtrak Rotus

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[Kapitel 1] Wreck Ashore
« Antwort #6 am: 17.02.2010, 16:36:47 »
Als es unter dem Gnom einen Platsch gab und einige Wassertropfen Grimtraks Bein bespritzen fixierte er ihn mit einem grimmigen Blick. „Kleiner, von Magie verstehe ich nichts. Aber wenn du mich mit deinem Hokuspokus schon nass machst, dann kannst du mich auch gleich mit trocknen.“ Sein Blick flog durch den Gastraum auf der Suche nach dem Wirt um kurz darauf wieder bei Bleewyn zu landen um dessen Reaktion abzuwarten. 

Bleewyn

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[Kapitel 1] Wreck Ashore
« Antwort #7 am: 17.02.2010, 16:50:09 »
"Richtig Großer, du verstehst nix! Sonst wüßtest du das das ich dich nicht trocknen kann. Du hast einfach zuviel Oberfläche. Obwohl,"  Bleewyn überlegt kurz,"wenn du dich ganz klein zusammenrollst könnte es vielleicht klappen."[1]Bleewyn bemüht sich dabei ein ernstes Gesicht zu machen.
 1. Bluffen 18
« Letzte Änderung: 17.02.2010, 16:56:29 von Bleewyn »

Zardrul

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[Kapitel 1] Wreck Ashore
« Antwort #8 am: 17.02.2010, 17:40:07 »
Zardrul setzt sich ebenfalls an den Tisch und hört der Unterhaltung zwischen den beiden anderen nur mit einem Ohr zu. Viel mehr interessiert er sich für die Leute innerhalb der Kneipe, wer sie sind, was sie machen und ob sie besonders viel Aufmerksamkeit ihm und seiner Gruppe zuwenden.
"Ober, 5 Bier für den Tisch, ich übernehme die erste Runde", ruft Zardrul an die Theke. Er mag selbst nicht so gern Bier, aber es ist günstig und man kann damit viele Freundschaften knüpfen.

Elias Ch'Ame

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[Kapitel 1] Wreck Ashore
« Antwort #9 am: 17.02.2010, 18:07:52 »
Ein wenig misstrauisch betrachten die Anwesenden die Neuankömmlinge. Vor allem Grimtrak zieht viele Blicke auf sich, doch keiner sagt etwas und viele scheint das Auftauchen der ungewöhnlichen Gruppe überhaupt nicht zu beeindrucken. Der Wirt hört mit einem Lächeln Vaêls Worte an. "Der Morgenfürst möge auch mit Euch und Euren Begleitern sein, Herr. Hilfe brauchen wir sicherlich, aber nicht wegen dem bißchen Regen. Wir sind hier schon Schlimmeres gewöhnt." Auf Zardruls Worte hin, nickt der Wirt: "Ich bringe Euch das Bier gleich an den Tisch."

Nach kaum zwei Minuten stehen vor euch je ein großer Bierkrug, gut gefüllt und der Wirt nimmt Zardrul noch 5 Kupfermünzen für das Bier ab. "Darf ich Euch auch noch etwas zu essen bringen?"
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Vaêl

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[Kapitel 1] Wreck Ashore
« Antwort #10 am: 17.02.2010, 19:30:47 »
"Sehr gerne. Und wenn es euch nichts ausmacht, würde ich mir auch gerne anhören, welches andere Problem euch bedrückt, wenn es nicht der Regen ist. Allerdings würde ich vorher gerne noch ein Zimmer für die Nacht mieten, um meine Sachen abzulegen."

Vaêl dreht sich zu seinen Begleitern um. "Wir bleiben doch über Nacht, oder? Bei dem Regen kommen wir sowieso kaum voran."

Bleewyn

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« Antwort #11 am: 17.02.2010, 19:36:14 »
Als das Bier kommt richtet sich Bleewin um den Krug vom Tisch auf seinen Schoß zu hiefen. Kurze Zeit sieht man nur seine Nase und seine Augen über der Schaumkrone. Argwöhnisch schnüffelt er an dem Bier. Dan befindet er es offensichlich für gut und nimmt einen tiefen Schluck. "Ahh das ist gut. Und ja für mich bitte auch eine Mahlzeit. Hmm... und etwas Ruhe würde mir gut tun. Also ich wäre auch dankbar für einen Platz wo ich mein Lager aufschlagen kann."

Elias Ch'Ame

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[Kapitel 1] Wreck Ashore
« Antwort #12 am: 18.02.2010, 12:44:15 »
Bleewyn kann nichts Ungewöhnliches an dem Bier feststellen. Ganz im Gegenteil, es riecht sogar hervorragend und schmeckt auch so. Indessen zählt der Wirt kurz alle Neuankömmlinge ab, denkt nach und meint dann: "Entweder Ihr nächtigt in unserem Schlafsaal oder ich stelle Euch die zwei Zimmer zur Verfügung, die wir haben. Ein Platz im Schlafsaal macht eine Kupfermünze pro Person, die Zimmer sind mit je drei Betten ausgerüstet. Ein Platz da kostet eine Silbermünze. Ansonsten bringe ich Euch gleich noch das Tagesgericht, wenn es recht ist."

Minuten später erscheint der Wirt mit fünf dampfenden Tellern, auf denen reichlich Kartoffeln, ein großes Stück Kaninchenfleisch und viel Gemüse liegen. "Macht noch mal ein Silberstück pro Person." Er kratzt sich ein wenig am Bart und meint, die Frage von Vaêl noch nicht vergessen: "Ach, wir haben hier immer wieder Probleme mit diesen Echsenviechern. In letzter Zeit kommen sie häufiger, aber unsere Miliz macht das schon. Schlimm ist nur, dass keines der Schiffe aus dem Süden mehr ankommt. Langsam gehen uns hier ein wenig die Vorräte aus und wir warten auf eine wichtige Holzlieferung für die neue Ratshalle." Dann aber winkt er ab. "Na ja, das wird schon..."
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Vaêl

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« Antwort #13 am: 18.02.2010, 13:45:02 »
"Die zwei Silbermünzen zahle ich gerne. Danke." Vaêl nimmt sich einen der Teller und wartet mit dem Essen, bis sich auch die anderen etwas genommen haben. Zwischenzeitlich pustet er immer wieder vorsichtig auf das Kaninchenfleisch und wendet sich an den Wirt: "Von eurer Miliz ist aber niemand schwer verletzt, oder? Und verzeiht meine Fragerei, aber warum kommen denn keine Schiffe mehr zu euch durch?"

Dann fällt ihm auf, dass er immer noch seine nasse Rüstung trägt. Er schaut kurz an sich herunter, legt dann eine Schale auf seinen Teller und bittet den Wirt um den Schlüssel für das Zimmer.
« Letzte Änderung: 18.02.2010, 13:45:51 von Vaêl »

Bleewyn

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[Kapitel 1] Wreck Ashore
« Antwort #14 am: 18.02.2010, 13:54:00 »
Bleewyn überreicht dem Wirt 1 Silber und ein Kupfer. "Ich habe da noch ein Maultier in den Stall gestellt. Es wäre schön wenn sich jemand darum kümmern könnte."
Bei der Erwähnung der Echsenwesen runzelt sich seine Stirn. In Gedanken geht er nochmal durch was er über diese Wesen weiß. Er hat zwar nur ein rudimentäres Kampftraining erhalten, aber über Echsenwesen wurden ihm schon in der Wiege Geschichten erzählt.

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