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Autor Thema: Geschichtsbuch "Erbe des Feuers: Band 2"  (Gelesen 23154 mal)

Beschreibung: Das Inplay

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Aarinvir

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Geschichtsbuch "Erbe des Feuers: Band 2"
« Antwort #15 am: 05.04.2010, 12:32:48 »
Aarinvir lauscht dem Gesagten ein paar Tische weiter aufmerksam und schlürft dabei einen starken, schwarzen Tee. Die ungewöhnliche Konstellation der Leute hatte schon vor Tagen seine Aufmerksamkeit erregt und nun sprechen sie von all den Geheimnissen dererwegen er sich unter Anderem hierher begeben hat.
Vardishal, Schimmelsprecher, Tempel der Fünf Winde, Halb-Janni... Das wäre eine Reise wert. Allein das viele Wissen. Beauftragt von den Paktmeistern. Was geht hier vor? Ich muss es wissen! Vielleicht können sie eine helfende Hand gut gebrauchen.
Aarinvir zögert jedoch noch einen Moment, denn ihm ist nicht ganz klar, wie er sich einmischen und vorstellen sollte, ohne wie ein dahergelaufener Söldner zu wirken oder gar als aufdringlich empfunden zu sein.

Doch der Durst nach Wissen und und nicht zuletzt ein leises Kratzen in seinem Hinterkopf -welches sich als ein gutes Indiz für Macht und Schicksal entpuppt hatte- treibt ihn geradezu an den Nachbartisch.
Mit einer eleganten Bewegung steht der dunkel gekleidete Elf auf und stellt sich in Blickrichtung der offensichtlichen Anführerin der Gruppe -Naadhira- in gemessener Entfernung an den Tisch und verneigt sich.

"Verzeiht werte Herrschaften, ich kam nicht umhin, das soeben geführte Gespräch zu hören."
Aarinvir räuspert sich leise, als wäre es ihm peinlich. Es ist offensichtlich, dass er unsicher wirkt und sich der vielen Augenpaare, die ihn nun mustern, deutlich bewusst ist. Die Blicke scheinen schwer für ihn zu wiegen.
"Ich vernahm, dass die werte Prinzessin Almah eine neue Aufgabe für Euch bereit hält. Und da ich mit Vater Zastoran bereits in engerem Kontakt stehe, einige Geschichten aus Eurer Vergangenheit erfahren habe und zudem selbst auf der Suche in dieser Wüste bin..." Aarinvir zögert kurz, nimmt all seinen Mut zusammen und fährt dann nach einem erneuten Räuspern fort "...wäre ich glücklich, Eure Reise begleiten zu dürfen. Ich kann zwar nichts dafür bezahlen, aber seid Euch meiner arkanen Unterstützung auf Eurer Reise -wie gefährlich auch immer diese sein mag- sicher."
Und ich weiß, wie gefährlich es werden kann. Cephros, Pharak und einige andere hat es schon dahingerafft...

"Und verzeiht meine Unhöflichkeit, mein Name ist Aarinvir. Ich bin meines Zeichens Seher, Gelehrter und Magiewerker. Zudem verstehe ich mich auch auf weitere arkane Künste, als bloß das Erkennen und Erforschen."
Zum ersten Mal hört man einen kleinen Anflug von Selbstsicherheit in der Stimme des hageren Elfen. Seiner Fähigkeiten zumindest scheint er sich bewusst und sicher zu sein.
Dennoch ruht sein Blick noch immer fokussiert in Naadhiras Augen. Sein Mut, sich den Blicken der Anderen zu stellen, ist offensichtlich nicht genug.

Haleen

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Geschichtsbuch "Erbe des Feuers: Band 2"
« Antwort #16 am: 05.04.2010, 16:02:53 »
Mit einem entschuldigenden Lächeln wendet sich Haleen an Naadhira und erwidert : "Es war wohl nicht das klügste meinen Gedanken laut auszusprechen. Natürlich ist es ein gutes Geschäft aber ohne eurer Freundin ein weiteres Mal zu nahe zu treten finde ich es doch ehr traurig dass sie ihre Aufgaben anderen zu delegiert und meint mit Gold alles erledigen zu können. Aber was verstehe ich denn davon, denn ich bin ja nicht mehr als eine verheiratete Frau, die jahrelang der Unterhaltung der Gnolle dienlich war..."
Haleens Blick wandert von dem Gesicht der Priesterin hinüber zu dem ihres Mannes.  Sie weiss dass er auf eine Antwort wartet aber welche sollte sie ihm denn so schon geben? Als sie in der Gefangenschaft war hatte sie nie einen Gedanken an die Zukunft verschwendet, auch die Gedanken an Flucht hatte sie sich damals aus dem Kopf geschlagen nachdem sie gesehen hat, was mit jemanden passiert der dabei erwischt wird. Man kann schon sagen dass Gnolle auf eine grausame Art und Weise verstehen mit Gefangen umzugehen denen die Flucht misslingt ... ihre Gedanken schweifen zurück. Es war damals ein sonniger Tag ... alle Gefangen hatten sich in der Gladiatorenarena einzufinden...sie sollten einen geschlossenen Kreis bilden. In der Mitte des Kreises war ein Pfahl der scheinbar schon ein paar Gebrauchsspuren aufwies. Das Licht fiel irgendwie sonderbar hell darauf....von hinten hörte man wie jemand in Ketten in die Arena geführt wurde. Es handelte sich dabei um eine Frau. Vermutlich war sie früher mal eine Schönheit gewesen, doch ihr Gesicht war aufgequollen und vernarbt. Sie konnte wohl kaum etwas sehen und humpelte oder wurde wohl ehr von den Schergen in den Kreis gezogen... ein leises Wimmern entrang ihrer Kehle aber dieses wurde mit einem kurzem Ziehen an der Schlinge die sich um ihren Hals befand abgeschnitten. Einer der Gnolle richtete das Wort an die umstehenden: "Dies ist eine von euch...eine die es doch tatsächlich gewagt hat zu fliehen. Nun sollt ihr alle unsere Gastfreundschaft erleben. Denn wir sind sehr traurig wenn uns unsere Gäste ohne Worte des Abschieds verlassen wollen." Sein Blick ging durch die Runde und mit einem wölfischen Lächeln fuhr er jaulend fort; "Nun lasst uns anfangen. Weist unserem Ehrengast seinen Platz zu." und zeigte mit der Hand an den Pfahl....

Haleen schreckt auf. Scheinbar muss sie wohl abwesend auf die anderen gewirkt haben denn Kazim hatte sie angesprochen. Ihr Blick richtet sich nun erneut auf Kazim: " Kazim, Liebster...seitdem du mich befreit hast, konnte ich erneut an eine Zukunft denken und das Schicksal hatte es sogar gut mit mir gemeint, denn nun führe ich ein ruhiges aber glückliches Leben. Ich habe dich kennen und lieben gelernt, habe mit dir ein Geschäft eröffnet und selbst die schrecklichen Erinnerungen verblassen allmählich....es schien alles perfekt zu sein....aber ich hatte nie so ganz  daran geglaubt....aber glaubst du wirklich ich kann dich ziehen lassen, dich meinen Kampf kämpfen lassen und hier sitzen und auf mein Schicksal warten?"
Nach einer kurzen Pause fährt Haleen fort; "Da ich nun das Leben einer verheirateten Frau führe sollte das so ziemlich meine Antwort sein. Allerdings kann ich mein altes Leben nicht verleugnen und meine Antwort wird anderes ausfallen..." Nun wendet sich Haleen an die gesamte Truppe "Lasst mich mit euch kommen. Sie haben mich aus meinem Leben gerissen, mir meine Familie genommen, mich eingesperrt. Ihr braucht doch bestimmt jede Verstärkung die ihr bekommen könnt und Übung hatte ich in der Arena genug. Meine Schwerter sind scharf und vor allem lasst mich mitkommen und die Gnolle dafür bezahlen was sie mir und meiner Familie angetan haben!" bei diesen Worten scheinen ihre Augen vor Mordlust zu glühen.
« Letzte Änderung: 05.04.2010, 16:05:18 von Haleen »
"Wagenden hilft das Glück"

Kazim al'Abban

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Geschichtsbuch "Erbe des Feuers: Band 2"
« Antwort #17 am: 05.04.2010, 22:24:36 »
Mit so einer Antwort seiner hitzköpfigen Frau hatte Kazim natürlich gerechnet, beschwichtigend legt er seine schimmelfreie Hand an ihre Schläfe "Auf gar keinen Fall! Ich kann deinen Wunsch nach Rache sehr gut verstehen, aber denk doch an unser ungeborenes Kind. Nur ein Dolchstoß in deinen Bauch und du könntest es verlieren. Nein, diesen Kampf werde ich mit meinen Gefährten ausfechten. Sollten wir versagen, dann verteidige Kelmarane mit den übrigen Bewohnern oder fliehe nach Katapesh, das sei ganz dir überlassen."

Während er dann Haleen etwas Zeit lässt sich ihre Antwort zu überlegen, wird er von der gerade angekommen Iuni angesprochen. Kazim kannte die junge Frau bereits flüchtig, da diese ja nun gemeinsam mit Thamam die Kirche betreute, aber wirklich ins Gespräch gekommen war er mit ihr noch nicht. Umso erstaunter ist er über ihre Worte, dass Kardswanns Tod sie getroffen habe. Noch mehr erstaunt ihn jedoch wie gut das Feuerorakel wohl über Vardishal informiert ist. Als sie erwähnt was für ein bedeutsamer, heiliger Krieger Vardishal wohl war, fühlt sich Kazim unter der Last dieses Erbe regelrecht erdrückt, keinesfalls wollte Kazim in solch große Fußstapfen treten. So kann der Keleshite nur verlegen lächeln, zwar brannten ihm viele Fragen auf der Zunge, aber es galt nun andere Dinge zu klären. Es würde sicher einen günstigeren Moment geben um Iuni auszufragen. "Sicherlich werdet ihr mir helfen können, dass meine Füße sicher auf dem Weg des Lichtes bleiben." sagt er schließlich.

Noch immer völlig irritiert und überrascht nimmt Kazim nur am Rande wahr, wie auch der Elf sich nun an die Gefährten wendet, denn einen Kundigen der arkanen Künste könnten sie nach dem Verlust von Cephros und Pharak wohl sicher gut brauchen. Kazims arkane Kräfte waren noch nicht so stark entwickelt. Doch die Entscheidung ob dieser Elf die Gefährten begleiten sollte oder nicht, würde er lieber Naadhira überlassen, welche ohnehin die Anführerin dieser Gemeinschaft war.

Naadhira

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Geschichtsbuch "Erbe des Feuers: Band 2"
« Antwort #18 am: 06.04.2010, 08:45:42 »
Naadhira neigt den Kopf leicht vor Haleen. "Stellt euch nicht schlechter dar, als ihr seid, Haleen. Sind es nicht die verheirateten Frauen, die ihre Männer vor den Dummheiten des Alltages bewahren? Lasst euch sagen, dass ich große Ehrfurcht vor eurem Handeln habe, schließlich weiß ich sehr wohl wie schwierig es ist, eine Gruppe Männer vor sich selbst zu schützen." Eine Mischung aus Respekt, Amüsement und Trauer liegt im Blick der jungen Priesterin, als sie sich noch einmal vor der werdenden Mutter verneigt. "Die Prinzessin macht nur, was sie für sinnvoll erachtet, um Kelmarane zu schützen. Ich und meine Begleiter bei der ersten Mission haben sich als geeignet für diese Aufgabe erwiesen, also ist es nur sinnvoll, dass wir nun ein weiteres Mal für die Prinzessin tätig werden. Prinzessin Almah ist die Führerin Kelmaranes und deshalb besteht gerade ihre Aufgabe darin, dass sie ihren Untergebenen Aufgaben gibt, damit das Gemeinwesen wächst gedeiht und geschützt bleibt. Glaubt ihr Haleen, Kelmarane wäre mehr gedient, wenn Prinzessin Almah uns begleiten würde zu den Gnollen? Ich glaube dies nicht. Die Prinzessin ist ebenso wenig eine Kämpferin, wie Durriken hier ein Magier." Ein kleines schalkhaftes Leuchten tritt in die Augen der jungen Priesterin, die ihre gesamte Erklärung in einem freundschaftlichen und friedlichen Tonfall vorgetragen hat. Schließlich wendet sie sich noch dem letzten Punkt in der Rede von Kazim's Frau zu: "Es steht dir frei, uns zu begleiten oder hier zu bleiben. Doch allein aus der Sicht einer Heilerin würde ich dir empfehlen hier zu bleiben, um euer Kind nicht zu gefährden. Ich werde dir nicht verbieten mit uns zu kommen, aber ich glaube, dass es besser für dich und dein Kind wäre, wenn du hier bliebst." Auch diese Worte sind in einem freundlichen Ton gesprochen.
Dann wendet sich die Frau an Iuni und Aarinvir. Auch vor diesen beiden verneigt sie sich kurz. "Niemand muss sich für seine guten Ohren oder seine Sorge entschuldigen. Wie ihr gehört oder auch vermutet habt, geht es um die Gnolle, die anscheinend einen Feldzug gegen Kelmarane planen, der über die üblichen kleinen Plündergruppen hinaus geht, die hier bisher in der Wüste ihr Unwesen getrieben haben.  Ich nehme euer beider Hilfsangebot an. Ein Vertrauter von Vater Zastoran ist mir immer willkommen." Einen Moment liegt ein Schatten über dem Gesicht der Priesterin und schnell macht sie das Zeichen des Schlüssels vor sich in die Luft. Oh, Abadar, lass diesen Mann nicht zu sehr auf den Spuren von Cephros und Pharak wandeln. Nachdem sie die stumme Bitte an ihren Gott gesandt hat, sucht sie kurz den Blickkontakt mit Durriken und Thamam, die wahrscheinlich ermessen können wie schwierig die Zusammenarbeit mit den anderen Nethys-Gläubigen für die Priesterin war.
"Ich schlage vor, dass ich nach Inquisitor Bersk schicken lasse, damit auch er von der neuen Bedrohung und unserer Aufgabe erfährt. Meine rechte Hand wird sowieso darauf bestehen mich zu begleiten und ich habe nicht vor mich mit einem Zwerg zu streiten." Die ernsten Worte werden von einem schelmischen Lächeln begleitet. "Kazim, habt ihr vielleicht einen Botenjungen hier, den ihr kurz zu meinem Schrein schicken könnt? Der Junge könnte den Inquisitor wecken und hier her bringen, bitte." Während sie diese Worte sagt, betrachtet sie abschätzend die anderen Begleiter bei dieser neuen Aufgabe.
"Fassen wir mal zusammen. Durriken, Thamam, Iuni, Cyron Bersk, Aarinvir und ich werden sicher gehen. Kazim, ich stelle dir frei, ob du uns begleitest oder nicht. Haleen möchte ich in aller Form davon abraten und ich kann gut verstehen, wenn du als werdender Vater bei deiner Frau bleiben willst."

Durriken

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Geschichtsbuch "Erbe des Feuers: Band 2"
« Antwort #19 am: 06.04.2010, 20:53:19 »
Das Grinsen von Thamam entgegnend lauscht der ehemalige Sklave den anderen, die alle viel zu sagen haben. Iunis Andeutungen versteht er zwar nicht alle... Dennoch. Sie ist eine Anhängerin Sarenraes und Thamam vertraut ihr. Das reicht dem Grauen völlig aus und so nickt er ihr halbwegs freundlich (für seine Verhältnisse also sehr freundlich) zu. Das Angebot des Elfen trifft seine eigene Intention und so schnaubt er nur leise in sich hinein Bezahlen. Für den Marsch in den Tod. Das wäre ja noch schöner. Hoffentlich ist er nicht immer so irre!, bevor er Aarinvir zunickt, aufsteht und ihm die kräftige Hand reicht und ihm so seine Zustimmung signalisiert. Durriken sagt jedoch nichts, um Haleen nicht zu unterbrechen.

Während die junge Frau von Kazim spricht werden seine Augen starr und funkeln. Nur über meine Leiche, Mädchen! Was soll die Scheiße jetzt. Doch bevor er sich von seinem Platz aus wieder äußern kann, sprechen Kazim und Naadhira.
So freundlich hätt' ich es wohl nicht gesagt. Gnolldung. Naadhiras Beschwichtigung der Schwangeren wirkt vermutlich besser als seine ungehobelten Worte,  und der Graue weiß, dass sie das Abwiegeln der - berechtigten - Kritik und Beleidigung der Prinzessin dennoch wurmt. Ein leicht boshaftes Grinsen schleicht sich in sein Gesicht.
Rasch verzieht er die Miene und blickt ernst zu Haleen. "Und ich rate Dir ohne irgendeine Form davon ab, Haleen. Du bleibst hier." Das Fehlen eines Fluchs oder einer Beleidigung unterstreicht den Ernst, der in den Augen und im Tonfall des Kämpfers liegt.  

Mehrere Sekunden blickt er sie durchdringend an, dann wendet er sich an die Anführerin. "Gute Wahl Naadhira." Für den Bruchteil einer Sekunde blickt er zu dem Elfen, da er vermutet, wie es der Klerikerin mit der Einladung gehen muss. Der wird schon durchhalten.
"Wann brechen wir auf?" Die zweite Frage ist sichtlich an die ganze Runde gerichtet.

Sensemann

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« Antwort #20 am: 07.04.2010, 00:29:06 »
Während Kazim auf Naadhira's Nachfrage nach einem Boten einen seiner jungen Lakaien ruft, welcher dem magiebegabten Schurken und seiner Ehefrau im Kaffee- und Teehaus, aber auch im Badehaus für einen recht annehmbaren Lohn (für einen ehemaligen Sklaven) als Hilfe zur Seite steht, damit dieser für die Agentin der Paktmeister und Anführerin der Abenteurergruppe ihren Leibwächtern wecken geht und hier " Zur lachenden Hyäne " holt, wirkt Kazim etwas erleichert, dass auch seine Gefährten versuchen Haleen von ihrer wahnsinnigen Idee - mit auf Gnolljagd zu gehen - anzuhalten, denn dieses Himmelfahrtskommando würde wohl leider schon genügend Opfer bringen und der Schimmelsprecher bräuchte eine freien Kopf, damit nicht er eines dieser Opfer wäre.
Und würde Haleen mitgehen, so würde er aufgrund von Sorge um sie und ihr ungeborenes Kind, kopflos und unkonzentriert sein, was am Ende vielleicht der ganzen Gruppe den Tod bringen würde.

Doch sollte Kazim nicht vielleicht besser wirklich auch zurück bleiben und seine schwangere Frau und Kelmarane beschützen, statt seiner Bestimmung zu folgen als Schimmelsprecher?

Schwere Gedanken machen den Kopf des Schurken schwer, sodass er schmerzt schlimmer als nach dem Angriff von Kardswann damals, während er immer wieder zu seiner Frau und auf seine verfluchte Hand schauen muss.

Eine Entscheidung müsste schnell fallen, denn Naadhira hatte den vertrauensvollen Gehilfen in der Zwischenzeit schon als Boten losgeschickt, um den Inquisitor zu holen, und Durriken's offene zweite Frage, würde bald auf beantwortet sein - mit einem "Sofort!".
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Kazim al'Abban

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« Antwort #21 am: 07.04.2010, 11:52:07 »
Behutsam schließt Kazim seine Frau in die Arme, die hitzige Keleshitin scheint nach den Worten von Naadhira und Durriken endlich ein Einsehen zu haben. "Wie soll ich denn überhaupt einen klaren Kopf im Kampf bewahren, wenn ich mir dauernd Sorgen um dich machen muss? Bleib doch lieber im Ort, wer soll den Kelmarane verteidigen, sollten wir versagen?" sagt Kazim mit einem Lächeln.

Auf Naadhiras Anfrage hin schickt er schließlich einen Laufburschen los um den Inquisitor herbei zu holen und nimmt dann wieder am Tisch bei seinen Gefährten Platz, Schmerzen plagen seinen Kopf. "Ich werde keinen Rückzieher machen und würde sagen wir brechen so schnell es geht auf. Doch wie finden wir diesen Gnolltempel? Der Hohepriester hat ja allenfalls vage Andeutungen gemacht, dass er irgendwo in den Bergen ist. Schließlich müssen wir auch planen wieviel Nahrung und Wasser wir mit uns führen müssen." der Teehausbesitzer wendet sich schließlich an Thamam "Sag Grüner, hast du bei deinen Gnolljagden diesen Tempel schon einmal gesichtet?"
« Letzte Änderung: 07.04.2010, 13:20:12 von Kazim al-Abban »

Iuni saba Jin

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« Antwort #22 am: 07.04.2010, 13:43:40 »
"Ich werde alles dafür tun, damit wir nicht versagen! Außerdem solltet Ihr nicht so negativ denken, Kazim. Wenn wir zusammenhalten und gemeinsam gegen die Bedrohungen ankämpfen, werden wir schon erfolgreich sein!", richtet die Halb-Janni vorallem an Kazim ein paar aufmunternde Worte.

Dann schaut Iuni noch eine Weile Haleen an und sagt dann zu Ihr: "Euer Mann hat einen besonderen Segen vor den Augen meiner Herrin erhalten und sein Überleben ist von besonderer Wichtigkeit in meinen Augen. Ich werde daher alles tun, um sein Leben zu schützen, sollte er einmal in arge Bedrägnis kommen und wenn ich dafür mein eigenes Leben opfern müsste. Dies sehe ich als Pflicht vor der Morgenblume und dem Glauben an eben diese an. Aber Ihr scheint mir eine kampferfahrene und mutige Frau zu sein, Haleen. Falls manche Gnolle Kelmarane allzu sehr belästigen sollten während unserer Abwesenheit, könnt Ihr ja den anderen bei ihrer Vertreibung etwas unter die Arme greifen. Ich denke, dass Ihr den Leuten hier bestimmt wertvolle Tipps zur Bekämpfung dieser Gnolle geben könntet."

Als dann allerdings der Hohepriester erwähnt wird, fragt dann Iuni etwas neugierig: "Aber welchen Hohepriester meint Ihr da eigentlich, Kazim?"

Aarinvir

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« Antwort #23 am: 08.04.2010, 16:40:00 »
Das ging aber schnell!
Der Elf verzieht keine Miene und verneigt sich anmutig, kurz und dankbar vor der jungen Priesterin.
Mein Auftritt und die Reputation von Zastoran haben scheinbar einen guten Eindruck erweckt. Wobei ich mich dem Gefühl nicht erwehren kann, dass man mich kritisch beäugt. Dieser Graue vom Nordkontinent zum Beispiel. Was meinen seine Blicke wohl? Und der Rest? Irgendwie ignorant oder völlig abgestumpft. Ich habe ja schon viele Geschichten über die Menge der Verluste gehört... ah, dort liegt der Hund also begraben. Wie an der Front. Ich muss erstmal ein paar Einsätze überleben, bevor man mich wahr- und ernstnimmt.
Ein Lächeln stiehlt sich kurz auf das Gesicht von Aarinvir, um sofort wieder der ausdruckslosen Miene Platz zu machen.

Dass er zu einer ungünstigen Zeit und einer scheinbar recht emotionalen Diskussion störend aufgetreten ist, nimmt der Elf nicht wahr. Vielmehr überlegt er seinen nächsten Schritt.
Dazusetzen? Gehen? Stehen bleiben?

Doch nach kurzem Überlegen schnappt er sich seinen heißen Tee und bleibt stehen. Schlürft leise das dunkle und extra-starke Gebräu. Genussvoll atmet er den schweren Geruch des Tees ein, sich wohl bewusst, dass die nächste Zeit eine schwere Zeit wird.
Interessiert mustert er die Gesichter der Anwesenden aus den Augenwinkeln und senkt seinen Blick sofort unsicher, sollte ihn jemand ansehen. So exponiert und fremd wie jetzt fühlt er sich bereits sein ganzes Leben. Ausgestoßener! Fremder! Hexer!

Kazim al'Abban

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« Antwort #24 am: 09.04.2010, 00:00:06 »
Auf den Hohepriester angesprochen wendet sich Kazim wieder Iuni zu. Da war er wohl etwas voreilig, immerhin hatte die junge Keleshitin ja dem Gespräch mit diesem und der Prinzessin nicht beigewohnt. Um also auch Iuni ins Bild zu setzen was vorgefallen war und wieso die Gruppe nun vorhatte zu diesem Gnolltempel aufzubrechen bzw. wie sie davon erfahren hatte, fasst er die vorangegangen Ereignisse für sie noch einmal kurz zusammen. Dann wartet er jedoch weiter ab ob die anderen eine Idee haben wie der Tempel gefunden werden könnte, besonders Thamams Antwort erwartete er neugierig.

Naadhira

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« Antwort #25 am: 09.04.2010, 14:14:02 »
Naadhira verneigt sich kurz aus Dank vor Kazim. "Danke, für eure Hilfe." Dann schaut sie sich ihre neuen und alten Gefährten kurz an, bevor ein Lächeln über ihr Gesicht huscht. "Vielleicht ist es besser, wenn wir uns setzen. Es gibt doch keinen Grund seinen Tee im Stehen zu trinken, oder?"
Die Priesterin Abadars will damit auch erreichen, dass sie nicht immer zu allen aufschauen muss. Um die Sache gleich in die Hand zu nehmen, begibt sie sich also an ihren Platz und beginnt derweil ein paar Pläne zu schmieden.
"Prinzessin Almah und Hohepriester Dazirr haben zwar gedrängt, doch sagen Abadars goldene Regeln, ..." Die junge Priesterin zeichnet das Zeichen des Schlüssels in die Luft. " ... dass nur gut vorbereitete Geschäfte auch Gewinn versprechen. Also lasst uns einen Augenblick unser Handeln besprechen. Auch möchte ich etwas mehr erfahren über unsere neuen Begleiter Aarinvir und Iuni." Die Priesterin lächelt die beiden an. Beide werden mit einem warmen Blick und ein einladenen Geste von der Frau a den Tisch gebeten.
"Vielleicht können wir damit beginnen zu klären, was eure Stärken und Schwächen sind und wie eure Fähigkeiten zu den unseren passen." Die Frau wendet sich nun direkt an den Elfen. "Ich will offen zu euch sein, Aarinvir. Mein Verhältnis zu Angehörigen eurer Glaubensrichtung war nicht immer leicht. Nethys erscheint mir ..." einen Augenblick scheint die Frau nach den richtigen Worten zu suchen "... zu chaotisch." Sie lächelt fast entschuldigend. "Ich liebe die Ordnung und dazu gehört, dass ich diese Gemeinschaft führen werde für Kelmarane, Prinzessin Almah und alle anderen Bewohner. Ich bin eine gerechte Frau, aber ich werde nicht dulden, dass chaotisches Handeln unseren Erfolg gefährdet. Wenn ihr beide dies akzeptiert, werden wir eine starke Gemeinschaft sein zum Wohle von uns allen."
Dann schaut sie die beiden Neuankömmlinge an. "Was sind eure Stärken und Schwächen? Was ist wichtig für uns zu wissen?"

Iuni saba Jin

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« Antwort #26 am: 09.04.2010, 14:46:33 »
Bei den nächsten Worten schaut Iuni etwas schüchtern in die Runde, denn gar so gern erwähnt sie dieses Detail nicht, weil man es durchaus als eine fast schon "sehr große" Schwäche von ihr ansehen könnte, die einige Nachteile mit sich bringt, aber sie ist wohl der Meinung, dass sie es den anderen schuldig ist, dies ihren Gefährten in den bevorstehenden Kampf gegen die Gnolle zu sagen:

"Ich weiß nicht, ob Thamam Euch das schon erzählt hat, aber wenn nicht, dann ist das schon sehr in meinem Interesse, denn ich wollte Euch eigentlich allen dies lieber selbst sagen. Und ich denke, dass jetzt der richtige Zeitpunkt hierfür wäre.
In Kampfsituation, wo es um Leben und Tod geht, zeigt sich das Janni-Erbe, welches ich in mir trage, viel stärker. Es stärkt zwar meinen Geist und schürt meinen Mut in solchen schwierigen Situationen, aber daraus ergibt sich auch ein Nachteil: Ich spreche und verstehe nur noch die Sprache der Himmlischen und meiner Herrin Sarenrae nämlich Celestrisch und auch die Sprache des Feuers Ignan. Da ich von Thamam von stärker werdenden Gnoll-Aktivitäten in letzter Zeit erfuhr und da es ja gut sein könnte, dass ich Thamam bei Kampfhandlungen schon in der Vergangenheit unterstützen hätte müssen, haben wir eine Zeichensprache miteinander vereinbart mit der wir in solchen Situationen ganz gut miteinander kommunizieren können. Ich habe auch magische Gegenstände bei mir, um im Notfall wieder Kelish verstehen zu können, wenn ich in Kampfhandlungen der Meinung bin, dass dies um jeden Preis so sein muss.

Aber was ich gegenüber allen noch vorschlagen wollte:
Einige unserer Gegner könnten durchaus auch Kelish und wohl auch Taldane als Sprachen verstehen. Wenn man eine Zeichensprache vereinbart, geht eine Kommunikation in Kampfhandlungen manchmal schneller und der Feind versteht womöglich im ersten Augenblick nicht ganz, was man dem anderen mit den Zeichen sagen will. Gerade bei Schamanen der Gnolle und der Führungsschicht kann es ja durchaus sein, dass sie Kelish und Taldane verstehen. Es hätte also durchaus einige Vorteile, wenn wir dann gemeinsam, wenn Cyron wieder da ist, eine Zeichensprache vereinbaren würden, mit der man sich auch ohne große Worte zügig verständigen kann. Auch wenn wir nur banale Befehle, Ratschläge und Bitten beispielweise miteinander ausgemacht werden für die bevorstehenden Kämpfe.

Um dann aber noch zu ein paar anderen Punkte zu kommen:
Meine Stärke ist wohl die Kraft, die mir Sarenrae als Feuerorakel gewährt. Ich kann andere durch die Gunst Sarenraes heilen, ich kann andere in ihrem Namen stärken, sie hilft mir Kräfte des Bösen zu erkennen, mich vor der Hitze der Sonne zu schützen, um diese genießen zu können, weiterhin kann ich göttliche Zauber wirken, die vor einen vor dem schädlichen Einfluß der vier Elemente bewahren und ich kann Strahlen aus purer göttlicher Sonnenenergie Sarenraes wirken, um verderbte Untote zu strafen und sie von ihrem Fluch des Untotendaseins zu befreien. Auch ist es mir möglich die Kräfte des Feuer zu bündeln, um Feinde dieser Gemeinschaft damit entsprechend zu bekämpfen. Mein Janni-Blut verleiht mir eine Dunkelsicht, welche der eines Zwerges oder Orkes ähnelt. Zudem kann ich durch die Kraft meines Blutes auch durch die Luft fliegen, wenn ich es will, allerdings nicht allzu schnell.

Aber was mich trotzdem zum Schluss nun doch noch interessieren würden: Kann denn überhaupt jemand von den hier Anwesenden Celestrisch oder Ignan überhaupt verstehen? Wenn dies jemand könnte, wäre dies für mich sicherlich von Vorteil."

Immer, wenn Iuni den Namen ihrer Göttin Sarenrae erwähnt tut sie das voller Ehrfurcht und tiefem Glauben, da sie der Morgenblume wohl viel zu verdanken hat.

Sensemann

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« Antwort #27 am: 09.04.2010, 14:54:50 »
Nachdem der Feuerorakel Iuni ihre Stärken und mögliche Schwächen genannt hat, erklärt auch bei Aarinvir schnell, dass er als Gelehrter und Nethyspriester seine Stärken in allen wichtigen Wissensgebieten hat und außerdem über eine große Anzahl von arkanen Zaubern verfügt.
Außerdem könnte er Iuni im Kampf verstehen und ihre Befehle von Naadhira übermitteln, denn als elfisches Sprachwunder spricht er unter anderem auch Celestisch.

Dennoch sollte die Gruppe jedoch wirklich ein paar Handzeichen für den Kampf ausmachen, zumal viele Handzeichen von Iuni und Naadhira einfach wären zu klären, denn schließlich sind beide Frauen göttliche Zauberwirkerinnen.
Nur die Kämpfer der Gruppe Thamam und Durriken, aber auch Kazim würde vielleicht Probleme haben, aber selbst die drei Männer würden bestimmt einfache Handzeichen mit Iuni ausmachen können.

Dafür sollte man jedoch auf Cyron warten, denn auch der Zwerge sollte die Handzeichen mitbekommen.

In diesem Moment, fast als hätte er gewusst, dass nun wirklich alle auf ihn nur noch warten, erreicht auch Cyron Bersk zusammen mit dem Boten bereits den Eingang zum Kaffee- und Teehaus.
Das grimmige und faltige Gesicht der zwergischen Inquisitor wirkt so, als wäre der Zwerg wirklich gerade erst aus dem Bett gefallen bzw. geworfen worden, und ist von einem Schweißfilm völlig benetzt, denn der Inquisitor hatte sich wohl schnell in seine Gewänder und seine schwere Rüstung geworfen und hatte wohl trotz der Hitze draußen, gegen welche er nicht durch Magie geschützt ist, sich sehr beeilt den Ruf von Naadhira zu folgen.
Dicke Schweißperlen rollen dem Zwergen von der in tiefe Falten gelegten Stirn, wobei Cyron einen leichten Sonnenbrandt aufweist, was den Zwerg nur noch grimmiger und hitzblütiger wirken lässt - also wie einen archetypischen Zwergen.
Doch trotz seinen hochroten Kopfes setzt der abgehetzte Zwerg zu einer tiefen Verneigung an, um sich vor allen Personen im Inneren der Kaffeehauses zu verneigen, und zeichnet kurz darauf mit seinen wurstigen Fingern einen Schlüssel vor sich in die Luft.
"AH-bah-dar zu Gruße!", spricht Cyron anschließend, wobei der für einen Zwerg ziemlich bartlose Zwerg den Namen seines Herren in die Länge zieht.
"Möge mein Herr Euch allen Wohlstand und Schutz bringen!
Cyron Bersk - Euren Diensten!", woraufhin der Zwerg weiter eintritt und sich erneut verneigt, um anschließend schnaufend weiter auf den Tisch zu zugehen.
Dort angekommen klopft er symbolisch dreimal auf den Tisch und prüft nochmal seinen Waffengurt, ob "Holda" noch dran hängt, bevor er sich setzt.
"Mylady Naadhira - entschuldigt, dass ich so lange gebraucht habe!", erklärt der Zwerg mit tiefer und rauher Stimme weiter, während er sich mit einem Tuch den Schweiß mehr schlecht als recht von seiner leicht geröteten Stirn wischt und sich eine Wasserpfeife bei einem Lakaien von Kazim und Haleen bestellt.
Anschließend verteilt der Zwerg Handküsse an Haleen und Iuni, wobei er ächzend dafür nochmal aufsteht, und schenkt Kazim, Durriken und Thamam ein anerkennendes und kurz musterndes Nicken, wobei er etwas skeptisch den Elfen Aarinvir kurz daraufhin beäugt, aber auch diesem ein kurzes ehrliches Lächeln daraufhin schenkt, um sich dann wieder hinzusetzen und weiter zu fragen:
"Was ist passiert? Warum wurde ich gerufen? Wo und wie werde ich benötigt, Mylady?"
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Aarinvir

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« Antwort #28 am: 10.04.2010, 11:54:37 »
Den eintretenden Zwergen nimmt er nur am Rande wahr und nickt freundlich und zugleich distanziert zurück. Das Auftreten von Zwergen war ihm nicht fremd, aber befremdlich.

Aarinvir hatte der Priesterin aufmerksam zugehört und lieber über ihre Worte noch weiter nachgedacht, denn sie scheint von dem Drang nach Sicherheit für ihre Gemeinde geradezu getrieben zu sein. Eine gute Einstellung für eine Frau ihres Ranges, befindet Aarinvir für sich und setzt sich dann auch auf einen Stuhl.
Noch immer das Gesicht in dem großen Becher Tees versteckt, hört er auch dem feurigen Orakel zu.
Wenngleich er selbst wenig über ihresgleichen weiß, so hörte er dennoch von ihnen. Er würde ihr auch dazu noch einige Fragen stellen. Später. Denn jetzt wäre der Zeitpunkt unpassend.

Als es schließlich an ihm ist, zu ausführlicher von sich zu erzählen, setzt er seinen Tee ab und räuspert sich erneut.
Jetzt, wo man den Elfen aus der Nähe betrachtet ist ersichtlich, dass sowohl seine Hände, wie auch seine Arme tausender winziger Narben aufweisen. Kleinen Schnitten gleich. Und als er sich räuspert und den Kragen seiner Kleidung lockert, kann man auch am Hals solche Narben erkennen.

"Da nun alle anwesend sind, nochmal etwas ausführlicher:
Mein Name ist Aarinvir, wie ich ja bereits sagte. Ich bin ein Gelehrter, Seher und Magiewerker. Zudem diene ich den wenigen Gläubigen meines Gottes Nethys als Ratgeber und Priester. Doch ziehe ich es für mich persönlich vor zu reisen und das viele Wissen dieser Welt zu sammeln anstelle in einer alten Bibliothek zu verweilen. Meine rein arkanen Zauber sind auf Erkenntnis ausgelegt. Ergänzend dazu hat es sich bewährt, ein gesundes Repertoire an Zaubern zu besitzen, welche den einen schützen und dem anderen schaden. Weder bin ich wehrlos, noch in der Not mir Wissen nicht beschaffen zu können. Außerdem schieße ich recht passabel mit meinem Bogen habe eine Menge Wissen in den letzten Jahrzehnten sammeln können. Als Magiewerker ist es mir auch noch möglich, magische Gegenstände herzustellen und zu reparieren.
Was mein Wesen angeht, werte Naadhira, so macht Euch da bitte keine Sorgen. Ich kannte Cephros und Pharak. Beide waren jung und von besonderem Schlage. Ich hingegen diene nicht dem Chaos, also wie Cephros.
Ebensowenig diene ich dem Gesetz. Der Ausgleich ist der wahre Weg für einen meiner Art. Ich tendiere nicht zu Extremen, denn sie machen das Überleben schwerer für einen schwachen Körper, wie meinen.
Dennoch sehe ich die Notwendigkeit von Recht und Ordnung in einer Gesellschaft und Zivilisation. Ebenso wie ich die Notwendigkeit nach Freiheit und Zügellosigkeit sehe. Sie beide definieren die zwei Gesichter der Menschen, die Dualität oder gar Paradoxie des Lebens. Davon lernte ich mich zu entfernen und die Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.
Doch dieses Thema sollten wir zu einer anderen Zeit, an einem anderen Ort vertiefen."
Nun huscht für einen Augenblick ein emotionaler Ausdruck über Aarinvirs Gesicht. Erleichterung.
Denn bisher hatte er recht emotionslos dagesessen und kühl, wie auch distanziert von sich und seinen Fähigkeiten berichtet, einen Finger an die Lippen gelegt und seinen Blick unfokussiert ins Leere gerichtet. Selbst als es zu seinem Magiebereich kam und er von Zerstörung sprach, war es als würde er etwas Notwendiges und für sich Akzeptiertes erzählen.
Doch jetzt, nach dem Gesagten, wirkt er wieder in sich gekehrt und verschlossen. Fast scheu.
Leise fährt er fort:
"Aber macht Euch bitte keine Sorgen, was meine Neutralität angeht, ich bin mir meiner Verantwortung in einer Gesellschaft durchaus bewusst und werde alles daran setzen, diese nach meinen besten Möglichkeiten zu unterstützen."


Thamam

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Geschichtsbuch "Erbe des Feuers: Band 2"
« Antwort #29 am: 10.04.2010, 13:27:24 »
Bei den Worten von dem fremden Elfen blickt Thamam diesen aufmerksam an, nachdenklich ob dieser mit ihnen ein falsches Spiel treibt und sie vielleicht in das Verderben stürzen könnte. Aber keine seiner Bewegungen verheissen etwas, das ihn der Unwahrheit überführen könnte, obwohl er ihm nicht so recht vertraut, wägt er dennoch in Gedanken ab. "Zuviele Zufälle, aber schließlich scheint er Vater Zastoran zu kennen. Und wenn dieser ihm vertraut, dann können wir es auch ruhig versuchen. Schließlich brauchen wir jede helfende Hand im Kampf gegen diese hyänenartigen Bestien. Soll Naadhira entscheiden" während sich sein Blick langsam von dem Elfen abwendet und er Naadhira fragend anblickt.

Um dann einen Augenblick später sich Kazim zuzuwenden. Mit einem Lächeln auf den Lippen blickt er diesem ins Gesicht bevor er ihm antwortet. "Nun, meine Wege in der Wüste haben mich, Sarenrae sei gedankt, noch nicht zu nahe an den Tempel herangeführt. Ich bin mir sicher, in diesem Fall hätten mich die Gnolle gerochen, bevor ich sie erblickt hätte. Und selbst mein geliebtes Schwert hätte mir nicht lange gegen diese Übermacht geholfen. Aber den nächsten Gnoll, der mir über den Weg läuft, werde ich mir zur Brust nehmen und ein paar Antworten herausquetschen, wenn mich mein ... ich meine meine Abneigung gegen diese Hunde nicht übermannt." Dabei blickt er Kazim abwartend an, bevor er dann wieder versucht mit einem Ohr dem Gespräch zwischen Naadhira und dem fremden Elfen zu lauschen.
« Letzte Änderung: 10.04.2010, 13:28:26 von Thamam »

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