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Autor Thema: Geschichtsbuch "Erbe des Feuers: Band 2"  (Gelesen 23155 mal)

Beschreibung: Das Inplay

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Sensemann

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Geschichtsbuch "Erbe des Feuers: Band 2"
« am: 27.03.2010, 16:02:40 »
Die Bestimmung zeigt sich...

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Sensemann

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Geschichtsbuch "Erbe des Feuers: Band 2"
« Antwort #1 am: 28.03.2010, 16:36:05 »
In der Zwischenzeit...

Etwas mehr als anderthalb Jahre sind vergangen, seitdem eine kleine Gruppe von recht unerfahrenen und bunt zusammengewürfelten Abenteurern im Auftrag der Paktmeister und ihrer Agentin Prinzessin Almah die alte Händlerstadt Kelmarane aus der Hand von hinterhältigen Gnollen und finsteren Mächten nach knapp zehn Jahren des langsamen Verfalls gerettet hat.

Nun blüht die alte Peshstadt langsam wieder richtig auf, auch wenn die meisten Gebäude nicht mehr als Ruinen immer noch sind und überall riesige Zelte stattdessen als provisorische Gebäude aufgeschlagen sind, bis alle Gebäude wieder in Stand gesetzt und damit wieder bewohnbar sind.
Doch das Leben und damit der lebhafte Handel sind wieder zurückgekehrt in die nördlichste Stadt der menschlichen Zivilisation von Katapesh.

Fast in Vergessenheit ist bereits geraten unter den Bewohnern, Händlern und allen Gästen der Stadt, dass dieser Frieden von einigen Monaten hart erkämpft werden musste.
Und selbst für die vier Helden, welche damals Kelmarane in einem Kampf um Leben oder Tod befreit und regional sich viel Ruhm und sogar einen Ruf erarbeitet haben, denn sogar die Paktmeister im fernen Katapesh wissen von ihren Taten, ist so etwas wie Alltag bzw. ein Alltagsleben eingekehrt, auch wenn es tagtäglich noch vor der Stadt Gnollüberfalle gibt, denn die Gnolle geben aufgrund von Gier nicht auf die gut bewachten Händlerkarawanen in die Stadt und aus der Stadt hinaus zu überfallen.

Diese Gnollangriffe sind jedoch weniger als Verzweifelungstaten, vorallen seitdem in fast allen Gnollstämmen "Thamam der Gnollschlächter von Kelmarane" ein Schreckgespenst in Lagerfeuergeschichten ist.
So ist es nicht verwunderlich, dass alle vier Abenteurer sich andere Posten und Tätigkeiten gesucht haben:

Naadhira – einst ein leicht übergewichtige und noch sehr junge Priesterin des Abadar und manchmal etwas überforderte Anführer der Heldengruppe – ist zu einen wunderschönen, charismatischen und schlanken Frau herangewachsen, welche, obwohl die Klerikerin keine Adelige ist, nun selbst eine Agentin der Paktmeister und damit die offizielle Stellvertreterin von Prinzessin Almah, der jungen varisianischen Adeligen und Agentin der Paktmeister, welche damals die Expedition geleitet hatte, geworden ist ,aber auch im Rang ihrer Kirche sehr weit aufgestiegen ist.
Als Stellvertreterin der Stadtleitung hat Naadhira seit kurzer Zeit sogar einen Leibwächter und Berater von ihrer Kirche aus Katapesh erhalten: Ein zwergischen Inquisitor von Abadar namens Cyron, welcher zusammen mit Garavel außerdem die Führung und Ausbildung der Stadtwache übernehmen soll und aufgrund seine Strenge, teils wegen seiner zwergischen Art und teilweise, weil er auch ein Teil seines Lebens in Cheliax ausgebildet wurde, sich schnell einen harten Ruf als stellvertretender Hauptmann erarbeitet hat, obwohl er kein Schwertmeister ist.

Allerdings ist es Naadhira und auch diesem typisch dickköpfigen Zwerg zu verdanken das Sklavenhandel in der Stadt verboten ist und nur mit Pesh, Gewürzen, Relikten, Edelsteinen, Pferden und Kamelen hauptsächlich gehandelt werden darf.

Thamam dagegen, wie schon bereits erwähnt auch nun bekannt als  "Thamam - der Gnollschlächter aus Kelmarane"  bekannt, da er fast wöchentlich im Umland noch auf eine blutige Gnolljagd geht, denn aus den Bergen kommen fast täglich unzählige neue Gnolle nach Kelmarane und damit zu Thamam’s Nordwind – seinem magischen Krummschwert, welches nun von mächtiger Kältemagie außerdem durchflossen wird, ist nun ganz offiziell der kirchliche Leiter und höchste Priester der berühmten Sonnenkathedrale von Sarenrae in Kelmarane.
Dabei hat der Halbork also halb den Weg seiner Ahnen wahr genommen und schlachtet wie im Rausch finstere Gnolle im Umland ab, anderseits ist er ein frommer Priester und Sonnenpriester von Sarenrae geworden, welcher Gottesdienste abhält und sich um den Friedhof der Stadt kümmert.

Auf dem Friedhof liegt auch Lôrn al'Bakhra begraben – der heilige Krieger, welche die Endschlacht nicht überlebt hatte und dessen Name nun die Kirche von Kelmarane zu Ehren trägt.
Er wird immer in den Gedanken der Helden bleiben, wie auch all die anderen gefallenen Gefährten.
Genauso bleiben Durriken und Kazim immer die schweren Krankheiten im Hinterkopf, welche sie sich zugezogen hatten und noch etliche Tage ausschwitzen mußten.

Aber nicht nur Naadhira, sondern auch Thamam hat eine Unterstützung von seiner Kirche erhalten, denn seit wenigen Tagen dient ein Feuerorakel und erfahrene Sonnenbotschafterin - eine Halbjanni namens Iuni - aus Solku Sarenrae - der Sonnengöttin und Schutzpatronin von Katapesh - vorort in Kelmarane und hält ebenfalls Gottesdienste ab, damit Thamam auch etwas mehr Freizeit hat, um sich z.B, mit seinem Freund Durriken zu treffen.

Durriken - der Träger des Südwindes und wie sein Kamerad  Thamam einst ein nur Sklave - hat seinen alten Freund Curt aus der Gladiatorenarena in Katapesh mittels zehn Kamele als Bezahlung freigekauft und führt mit diesem Curt nun eine kleine Händlerladen, welche ihm schnell zu Reichtum verholfen hat, zumal Durriken außerdem etliche Relikte in den Ruinen bergen und für gutes Gold veräußern konnte.

Kazim hat in der Zwischenzeit das alte Kaffee- und Teehaus von Kelmarane mit dem Namen „Zur lachenden Hyäne“ wieder eröffnet und hat außerdem glücklich geheiratet:                                                                                                                                            
Eine Klingentänzerin namens Haleen, welche aus einer Zelle in der Gladiatorenarena befreit werden konnte.
Es war Liebe auf den ersten Blick, welche Kazim sogar von den schlimmen Gedanken fern halten konnte, dass sein Vater den Skorpiondämon damals wohl gerufen hatte.                                                                                                                                                
Diese Gedanken sind jedoch verflogen im verrauchten Schankraum, denn jeden Abend platzt das Teehaus wegen zu vielen Gästen aus fast allen Nähten, denn etliche Reisende möchten sich bei einer Wasserpfeife und einem Peshmilchtee entspannen und sich im Badehaus von ihrer langen Reise erholen.
Viel Arbeit also für Kazim und seine schwangere Frau!

Allerdings kann man bei Kazim dennoch nicht vom vollkommenden Glück sprechen, denn fast jede Nacht wird der Schimmelsprecher von Alpträumen geplagt schweißgebadet wach und auch seine Hand sieht immer schlechter aus, wahrscheinlich auch, weil Kazim es mit viel arkaner Konzentration schafft die Nordwindwaffe in seinen Panzerhandschuh zu manifestieren, vorrausgesetzt Thamam ist mit der eigentlichen Nordwindwaffe nicht in der direkten Nähe.

Jedoch ist Kazim nicht alleine, denn auch die restlichen Helden müssen sich immer wieder an die Expedition erinnern: Das verlassene Kloster, die brennende Klaue des Sultans, die nervigen Gremlins, die Kämpfe mit den Gnollen, der Verrat von Dashki, welcher übrigens weiterhin wie auch seine Gnolle spurlos verschwunden ist, der Kampf gegen die ganzen Dämonen, Kardswann und der Orden der fünf Winde, der Tod von etlichen Freunden und Gefährten, die schlimmen Krankheiten, der untote Sarenraepriester und der verfluchte Nethsschrein sind nur einige Dinge, welche immer noch aufzuarbeiten sind und oft den Helden jeden klaren Gedanken rauben, sodass sie sich immer wieder treffen und auch weiterhin engen Kontakt pflegen, auch wenn ihre neuen Aufgaben sie teilweise schon stark auseinander geführt haben.
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Geschichtsbuch "Erbe des Feuers: Band 2"
« Antwort #2 am: 28.03.2010, 16:59:15 »
Chapter 2: House of the Beast
Part 1 - Whispers of War

« Letzte Änderung: 11.08.2011, 03:20:40 von Schreckensjul »
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Geschichtsbuch "Erbe des Feuers: Band 2"
« Antwort #3 am: 30.03.2010, 13:22:20 »
Es ist noch wirklich sehr früh am morgen, als es für die Gruppe nach fast über anderthalben Jahren das erste Treffen mit offizieller Natur wieder einmal gibt.
Schon kurz vor Sonnenaufgang lies Prinzessin Almah Boten nach Thamam, Durriken und Naadhira schicken, aber auch Kazim wurde förmlich aus dem Bett gerissen, denn die Gruppe würde sich in seinem Kaffeehaus mit der hohen Agentin der Paktmeister treffen.

Warum die Gruppe jedoch um so eine menschenunwürdige Zeit bereits geweckt wurde und sich teilweise wirklich völlig verschlafen und unerholt in der "Lachenden Hyäne" einfinden muss, ist jedoch den Helden völlig unerklärlich, auch wenn es schnell Vermutungen gibt:

Denn schließlich ist niemand der Helden außer Acht geblieben, dass die Gnolle der Gegend die letzte Zeit wieder kaltblütiger und weniger feige vorgehen, und man fast sagen könnte, dass diese Bestien taktisch kontrollierter ihre Angriffe durchführen.
Zumal das mächtige Heulen aus den Bergen die letzte Zeit wieder lauter wird und sogar mehrkehliger geworden ist.
Anderseits ist das Gerücht, dass ein Hohepriester von Sarenrae aus Katapesh über Solku hier in diese Gegend kommt, um zu predigen, ebenfalls nicht unbekannt.

Und so gibt es schnell Gesprächsstoff am Tisch der Gruppe, welche nach der langen Zeit, welches ihr gemeinsamen Abenteuers her ist, nur noch herzlicher miteinander umgehen.
Bei ein heißen Schale mit frischen Kaffee oder Tee ist es sogar fast so, als wäre es erst gestern her, dass die Gruppe gegen Xulthos und die Gnolle in den Kampf gezogen ist.

Dennoch fragt sich die vierköpfige Gruppe, warum Prinzessin Almah, welche sich bis auf gegenüber Naadhira ab und zu schon seit Monaten schon nicht mehr gezeigt hatte, und in der Stadt fast schon als Geist durchkommt, die Gruppe so früh am morgen zusammenrufen lässt, während der Rest der Stadt noch schläft.

Ebenfalls anwesend im Schankraum ist Haleen - die schwangere Ehefrau von Kazim, während Cyron Bersk - der Leibwächter und persönliche Berater von Naadhira - und Iuni - die janniblütige Frau, welche Thamam in der Kirche hilft und teilweise sogar insgeheim noch etwas in den Lehren der Sonnengöttin unterrichtet - beide nicht zu diesem Treffen gerufen wurden.
Auch Curt - der Freund von Durriken - liegt noch in seinem warmen Bett.

Nur ein seit Sonnenaufgang in der Ecke sitzender Elf ist ein weitere Gestalt im Schankraum, und auch wenn er noch ein Unbekannter ist, so wußte bereits die ganze Gruppe, dass dieser Elf zu Beratungen mit Vater Zastoran - dem kauzigen Trankbrauer und Nethyspriester aus Kelmarane - in der Stadt ist und als Nethyspriester wahrscheinlich sowohl Cephros als auch Pharak sicher ebenfalls kannte und vielleicht sogar mit unterrichtete.
Doch der Elf sitzt bisher lieber noch recht gelangweilt und scheinbar meditierend in der Ecke an einem Fenster, um etwas Sonnenlicht zu tanken und außerdem ab und zu genüßlich an einer Wasserpfeife mit Jasminöl zu ziehen.

Prinzessin Almah lässt dagegen ihres Standes gemäß auf sich warten, auch wenn es nur eine Frage der Zeit ist, bis die Agentin der Paktmeister eintreffen würde, was nicht gerade alle Helden freut, denn Durriken hatte in der Zwischenzeit von Naadhira die Warnung bekommen, dass die junge Adelige mittels Magie Gedanken lesen kann, weshalb Garavel - ihre rechte Hand - ja auch seine Gedanken und Emotionen mittels Magie von der Außenwelt abschirmt, und sich in der Vergangenheit etwas über den ehemaligen Sklaven und dessen Gedanken aufgeregt hatte bei der jungen Priesterin.
Durriken würde also seine Gedanken in den Griff bekommen müssen, denn auch wenn er nun ein einfacher Händler war, so ist die Abhängigkeit gegenüber der Prinzessin weiterhin unumstritten.
Aber auch Kazim fühlte sich in der Gegenwart der jungen Adeligen unwohl, denn schließlich wußte sie als hohe Agentin der Paktmeister von seiner Flucht aus Katapesh und den Verrat an seiner Heimat, indem er für Osirion arbeitete.
Zwar hatte Prinzessin Almah diese Abneigung ihm gegenüber nie laut verbalisiert oder angeklagt, doch Kazim wußte dennoch, dass sie seine Taten missbilligte und indirekt immer spüren lassen würde.
Ihr Hass war förmlich in ihren Augen zu sehen.
« Letzte Änderung: 03.04.2010, 10:05:48 von Sensemann »
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Geschichtsbuch "Erbe des Feuers: Band 2"
« Antwort #4 am: 31.03.2010, 10:44:30 »
In diesem Moment tritt Prinzessin Almah ein, jedoch nicht alleine, denn ein älterer Mann in den feinen rotengoldenen Gewändern eines Sonnenhohepriesters, welche sogar die Seidengewänder mit Goldarbeiten der jungen und hohen Agentin der Paktmeisterin in den Schatten stellt, auch wenn die Kleidung durch einen langen Marsch sichtlich beschmutzt ist und etwas verschwitzt wirkt, tritt ebenfalls in den Schankraum gemächlichen Schrittes ein.

Der alte glatzköpfige Mann, welcher tiefe Falten um die Augen hat, braun gebrannt ist, eine rote Sonnen-Tätowierung auf der Stirn besitzt, schwer mit Halsschmuck behangen ist, Spitzstiefel aus Ziegenleder trägt und große Ohrringe, sowie einen gelangen gepflegten Kinnbart sein Eigen nennt an Äußerlichkeiten, schenkt den Anwesenden ein breites Lächeln, während er ersteinmal mit einen schwungvollen Handbewegung das heilige Symbol vor sich in den Luft zeichnet und sich anschließend mit den Worten "Dazirr - Hohepriester von Sarenrae aus Katapesh - hocherfreut und zu Euren Diensten!" sich leicht verneigt, während Almah den Anwesenden ein typisch kritischen Blick und nur Naadhira ein kurzes Lächeln und Nicken schenkt, jedoch ohne etwas zu sagen und stattdessen im Hintergrund bleibt.
"Möge die Sonne für Euch ewig scheinen!", spricht der alte Kleriker weiter, während er seinen Kopf wieder erhebt und weiter auf die am Tisch sitzende Gruppe zu geht.

"Ich danke Euch im Namen meiner Kirche und meiner geliebten Göttin für Eure großen Taten in der Vergangenheit gegen die finstere Dunkelheit dieser Welt und danke Euch auch dafür, dass ihr es so kurzfristig einrichten konnte, mich zu treffen.
Es freut mich auch, dass Prinzessin Almah dies möglich gemacht hat, denn ich bringe wichtige Kunde durch meine Kirche und meine Göttin!", erklärt der fromme Priester weiter, während er am Tisch ankommt und eine Tragetasche öffnet.
"Als Erstes jedoch, bevor ich weiter erkläre, warum ich Euch besuche, möchte im Namen der Sonnenkirche den Anhängern von Sarenrae ganz speziell für ihre Taten danken und ihnen die Kriegsgewänder von Sarenrae überreichen!"
Woraufhin der alte Mann Durriken, Thamam und Kazim hochwertige, weite Gewänder aus weißer Seide und Gold überreicht, welche scheinbar hochmagisch sind.
Ohne die Gegenstände weiter zu erklären und auch sich nicht weiter gegenüber Naadhira zu rechtfertigen oder zu erklären, welche jedoch ein entschuldigendes Lächeln vom Hohepriester geschenkt bekommt, spricht der Hohepriester daraufhin einfach weiter und lässt den Helden keine Chance zu reagieren.
"Doch kommen wir nun zum eigentlichen Grund meines Besuches, denn die Zeit läuft uns davon wie der Sand in einer Sanduhr!", wobei der Hohepriester kurz zu Kazim Frau schaut und auch zum Elfen in der Ecke, denn scheinbar stört es ihn kurz, dass die beiden Personen ebenfalls anwesend sind.

Allerdings nur kurz und so spricht er weiter:
"Es wird Krieg geben!
Die Gnolle in den Bergen sammeln sich bereits, um die Menschen aus dieser Ecke von Katapesh wieder zu vertreiben und auszuradieren!
Ihr König ruft bereits weitere Stämme der Gnolle aus allen Teilen der Wüste von Katapesh zusammen, jedoch nicht unter dem Banner von sich oder der Mutter aller Monster, sondern unter dem Symbol von Rovagug!", wobei der Name Rovagug dem Hohepriester nur schwer und voller Hass und kalter Abneigung über die Lippen kommen, während er mehrfach sein Sonnensymbol voller Furcht vor sich in die Luft zeichnet.
"Der König der Berggnolle ist ein Auserwählter des verbannten Gottes der Zerstörung!", woraufhin der Hohepriester ersteinmal eine Pause macht, um seine Worte auf die Gruppe wirken zu lassen.
Dabei mustert er die Helden alle gründlich, wobei er bei Kazim und seine Hand kurz sichtlich irritiert ins Stocken kommt, dann aber einfach sich wieder fängt und weiter redet:
"Meine Göttin hat mich über als dies in meinen Träumen unterricht und gewarnt!
Ich wurde von ihr beauftragt Euch darüber zu unterrichten!
Nur dies ist der eigentliche Grund, weshalb ich Katapesh verlassen habe, wobei ich offiziell ja auf Wanderpredigt bin!
Denn ihr seid auserwählt, die Gnolle erneut aufzuhalten...und diesmal für immer hoffentlich!
Sicher fragt ihr Euch, warum ich nicht selbst darum kümmer, denn schließlich bin ich ein Hohepriester der Sonnengöttin, doch ihr folge einem anderen Teil des Pfades meiner Göttin - nicht den gewaltätigen, sondern den friedlichen und gutherzigen Pfad!
Ich trage zwar die Waffe unserer Göttin, aber nur symbolischer Natur!
Seht mich also eher nur als direkten Boten von Sarenrae, welcher nun zum Aufgang der Morgensonne wichtige Kunde Euch bringt!
Ihr dagegen habt einen anderen Pfad eingeschlagen und wisst Eure Waffen zu benutzen!
Ihr seid auserwählt Euch um die Diener von Rovagug zu kümmern, denn diese Priester sind eine größere Gefahr als gnollische Priester von  Lamashtu - der Mutter aller Monster!
Ein Scheitern wäre der erneute Untergang von Kelmarane!", woraufhin der Hohepriester erneut eine Puase macht, um seine Worte sich setzen zu lassen, und ballt dabei eine Faust.

"Ihr findet den Gnollkönig in der alten Festung in den Bergen! Dies war einst ein mächtiger Tempel von Rovagug!
Wahrscheinlich haben dort die Gnolle den Pfad von Rovagug wieder für sich entdeckt..."
Woraufhin der alte Mann kurz sein faltiges Gesicht verzieht und die Gruppe schwer an kauzigen Vater Zastoran erinnert:
"Aber dies sind nur die Theorien eines alten Mannes, welcher viel zu lange im Tempel gelebt hat...und dort hin auch so schnell wie möglich zurückkehren muss, denn ich darf mich eigentlich nicht in das Schicksal einmischen, wenn es nach meinen Klerus geht, doch Sarenrae hat mich geschickt und diesem Befehl durfte ich mich nicht entziehen...
Möge das wärmende und heilende Licht der Wüstensonne für Euch immer scheinen...
Ich danke Euch für Eure Aufmerksamkeit und auch Prinzessin Almah für ihre Hilfe dieses Treffen kurzfristig einzurichten..."
Woraufhin sich der alte Kleriker in ein grelles Licht verwandelt und kurz darauf auslöst, und so verschwunden ist wie er gekommen war.

Prinzessin Almah tritt daraufhin kurz auf die Gruppe zu und spricht in einem ernsten und dennoch freundlichen Ton zu Gruppe:
"Ihr habt den Auserwählten gehört:
Unsere Zeit verrinnt wie der Sand in einer Sanduhr!
Trefft Vorbereitungen und Planungen! Naadhira bekommt weiterhin die Position der Anführerin dieser Gruppe.
Versucht ein paar weitere Mitstreiter zu finden und kümmert Euch anschließend um das Problem!
Seid Euch sicher, dass Garavel und ich Euch aus dieses Mal reich bezahlen werden, solltet ihr diesen neuen Auftrag abermals so erfolgreich meistern.
Das Vertrauen der Stadt und unser aller Leben ist in Euren Händen!"
Ein kurzes Lächeln schenkt die junge Adelige der Gruppe und überlässt die Gruppe daraufhin wieder sich selbst.
Viele Dinge würde es zu besprechen geben und Fragen wären zu beantworten, allerdings nicht durch die Paktmeisteragentin, welche sich zurück in ihren gut bewachten Palast zurückzieht.
Ohne eine feste Zusage gegeben zu haben und ohne überhaupt etwas sagen zu können, steckt damit die Gruppe in einem neuen Auftrag.
Einem Himmelfahrtskommando, für welches es sogar neue Kleidung wie eine Art Grabgewänder gibt, wenn man mit etwas Hohn und Sarkasmus die drei auf dem Tisch liegenden Gewänder sich anschaut, welcher der Hohepriester der Gruppe geschenkt hat.
« Letzte Änderung: 03.04.2010, 10:05:58 von Sensemann »
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« Antwort #5 am: 31.03.2010, 12:53:28 »
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« Letzte Änderung: 03.04.2010, 10:06:06 von Sensemann »
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Kazim al'Abban

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Geschichtsbuch "Erbe des Feuers: Band 2"
« Antwort #6 am: 31.03.2010, 17:19:13 »
Ein kleiner Rückblick:

Seit der Vernichtung des Dämon Xulthos war es Kazim gut ergangen. Zusammen mit seinen Gefährten und den übrigen Siedlern hatte er sich in Kelmarane niedergelassen und das alte Teehaus wieder eröffnet. Das Geschäft lief gut und bescherrte dem jungen Mann einen bescheidenen Wohlstand, den er sich wohl nie hätte träumen lassen, als er noch als Dieb in den Gassen der Stadt Katapesh gelebt hatte. Noch dazu hatte er eine wunderschöne Frau namens Haleen, eine Klingentänzerin und Abenteurerin, welche Kazim nach der endgültigen Sicherung der Stadt aus der alten Gladiatorenarena befreit hatte. Kurz daraus wurde aus den beiden ein Paar und nun war sie sogar schwanger. Bei seiner Flucht aus Katapesh hatte Kazim sein altes Leben zurückgelassen und stand vor dem Nichts, doch mit Wagemut und dem Säbel in der Hand, hatte er sich ein neues Leben erkämpft. Es war wahrhaft großartig mit an zu sehen, wie aus dem verfallenen Kelmarane wieder eine lebendige Stadt wurde, die Stadt seiner Kindheit endlich wieder in der rechtmäßigen Hand der Menschen von Katapesh. Kazim genoss das Leben in dem abgelegenen Ort, dass zwar nicht frei von Sorgen war, aber zumindest frei von der Hektik und dem Lärm oder Dreck der Stadt Katapesh.

Unendlich fern schienen die Tage, da Kazim ein zügelloses Leben führte, doch obwohl Kazim alles hatte, was er sich nur jemals erträumen konnte, wusste er dass das Schicksal noch irgend etwas mit ihm vor hatte. Der Schimmel an seinem Arm schien weiter angewachsen zu sein und bescherrte ihm zu Weilen Träume, deren Sinn und Inhalt er nicht verstand. Stets bedeckte Kazim seinen Arm von daher mit dem Panzerhandschuh oder umwickelte ihn mit Bandagen. Oft saß Kazim an eine Palme gelehnt am Ortsrand und schaute in die Wüste hinaus, denn so viele unbeantwortete Fragen schwirrten durch seinen Kopf. Hatte sein Vater damals wirklich Xulthos gerufen? Und warum nur? Was hatte es mit Kardswann und Vardishal auf sich? Kazim war klar, dass all dies ihn eines Tages einholen würde und auch die Gnolle würden sicher eines Tages Rache für den Verlust von Kelmarane nehmen, so dass Kazim auch sein Waffentraining nicht vernachlässigte und immer wieder mal mit Haleen die Klingen kreuzte. Auch konnte der Keleshite nicht leugnen, dass das Elementarblut in seinen Adern ihn unstet machte und er sich zu Weilen nach neuen Abenteuern sehnte ...

Vor der Ankunft der Prinzessin:

Zwar hatte Kazim stets Kontakt zu seinen Gefährten gehalten, doch da jeder einer Beschäftigung nachging, war dieser Kontakt nicht so eng wie er es sich selber wünschen würde. Umso glücklicher war er seine alten Freunde endlich alle miteinander einmal wieder zu sehen. Da es noch sehr früh war hatten Kazim und Haleen es sich natürlich nicht nehmen lassen den Tisch reich für ihre Freunde zu decken. Schwarzer Tee und Kaffee, sowie natürlich Fladenbrot und Hirsebrot mit Knoblauchaufstrich und zum Naschen ein paar Datteln. Fröhlich begrüßte er die Gefährten welche nacheinander einkehrten.

Durriken sah er noch am meisten, da dieser öfter mal nach der Arbeit im Teehaus einkehrte. "Na Grauer? Wie läuft das Geschäft? Pass auf, ich kenn da 'nen Witz, also gehen ein Gnoll, ein Zwerg und ein Mensch zu nem Medicus, sagt der Gnoll ..." scherzend empfängt er den Varisianer und klopft ihm auf die Schulter, nachdem er den doch eher platten Witz zu Ende erzählt hat.

Auch den hühnenhaften Thamam begrüßt Kazim herzlich, hatte dieser doch ihn und Haleen in der St. Lôrn Kathedrale vermählt. Kazim empfand tiefen Respekt vor dem muskulösen Halb-Ork der mittlerweile als Gnollschlächter bekannt war. Naadhira hatte Kazim länger nicht gesehen und er ist wieder einmal erstaunt, denn die junge Frau scheint immer hübscher zu werden und erinnert so gar nicht mehr an das leicht pummelige, unsichere Mädchen welches er vor anderthalb Jahren kennengelernt hatte. Schnell reißt er seine Augen wieder fort von ihr, bevor er noch Ärger mit Haleen bekommt. "Adabar zum Gruße, Naadhira. Sei willkommen in der 'lachenden Hyäne'. Lass es dir gut gehen."

Die Ankunft der Prinzessin erwartet Kazim jedoch mit einer gewissen Anspannung, die Adelige hatte ihm zwar erlaubt in Kelmarane zu siedeln, doch spürte er eine deutliche Antipathie und er konnte sich auch denken warum. Menschen wie Prinzessin Almah waren Kazim früher äußerst verhasst, ihr Wohlstand gründete auf der Arbeit von Sklaven und Dienern, auch wenn es sicherlich wesentlich schlimmere Adelige im Händlerreich Katapesh gab, so gehörte Almah doch auch zu denjenigen die andere gerne ihre Drecksarbeit erledigen ließen und sich selbst in Sicherheit wiegten, während sich andere in ihrem Namen in Lebensgefahr begaben, wie es auch damals bei der Rückeroberung von Kelmarane schon war. Doch Kazim würde all diese Gedanken bei Seite schieben und alles tun um Almahs Vertrauen zu gewinnen, denn sie hatte hier nunmal die Macht inne und niemand konnte es sich erlauben die Herrin von Kelmarane in irgend einer Form zu verärgern.

Nach der Ansprache des Priesters:

Geschockt nimmt Kazim auf einem Stuhl Platz. Mit einer Rache der Gnolle hatte er stets gerechnet, doch die Kunde dass sie eine Festung in den Bergen haben und auch noch dem finsteren Gott Rovagug folgen klingt mehr als beunruhigend. Verstört sieht er mit an wie der Priester anschließend verschwindet und wagt es nicht das Wort zu erheben als Almah ihnen den Auftrag gibt dagegen vorzugehen. Schließlich verschwindet die Agentin der Paktmeister und Wut macht sich in Kazim breit. Wieso glaubte sie eigentlich ihn so herum kommandieren zu können? Er war keiner ihrer Hörigen oder Sklaven, lediglich ein Bürger ihrer Stadt, doch die selbstgefällige Adelige stellte natürlich keine Bitte, sondern forderte Gehorsam ein. Kurz ging sein Blick zu der sichtlich besorgt drein schauenden Haleen. "Sorge dich nicht meine Liebste. Ich und diese tapferen Gefährten werden die Gnolle schon irgendwie aufhalten, immerhin ist Thamam der Gnollschlächter von Kelmarane bei uns. Wir haben sie aus Kelmarane vertrieben und wir werden sie auch von Kelmarane fernhalten." doch dabei geistert Kazim natürlich durch den Kopf, dass ohne die Hilfe von Narg und Dashki, den Gefährten die Befreiung der Stadt vielleicht nicht gelungen wäre.
« Letzte Änderung: 03.04.2010, 10:08:20 von Sensemann »

Haleen

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« Antwort #7 am: 31.03.2010, 17:20:16 »
Nachdem Haleen einen weiteren Schluck Tee aus ihrer Tasse genommen und diese auf den Tisch gestellt hat, wendet sie sich an die Gruppe: "Was denkt sich diese Frau bloß nur?  Glaubt sie etwa nur weil sie von goldenen Löffeln gegessen und in seidenen Windeln geschissen hat, so mit uns zu reden?" Ihr Gesicht ist nun nicht länger besorgt sondern von Wut zerfurcht und das aufblitzen entgeht selbst dem vertieften vor sich hingrübelnden Elfen am Nachbarstisch nicht ehe sie weiter vorfährt und sich direkt an Kazim wendet, "Es ist mir eigentlich zu wider einer solchen Person recht zu geben, aber ihr müsst etwa gegen die Gnolle tun. Lasst nicht zu dass sie unsere neue Heimat zerstören"  Mit einer schwungvollen Bewegung reisst sie ihre linke zur Faust gebalten Hand in die Luft um diese mit einem lauten Knall auf den Tisch sausen zu lassen. Nach einem Augenblick ändert sie ihre Stimmung und sie scheint in Gedanken zu versinken. Ein weiteres Mal durchlebt sie den Überfall der Gnolle, welche sie damals entführt haben. Sie kann die Schreie der Frauen und Kinder hören die vor den Gnollen geflohen sind bzw. es versucht haben, sie nimmt die verdrängten Gerüche von verbrannten Holz und Fleisch wahr. Ebenso den Geruch von Blut und Fäkalien. Vor ihren Augen sieht sie  das Elend, die zum Teil verstümmelten und noch zuckenden Leiber die in einer Blutlache liegen...und dieser leere Blick ihrer toten Freundin, der sie seit dieser Zeit jede Nacht in ihren Träumen aufsucht. Nein dies darf niemals wieder geschehen denkt sie und legt ihre Hand auf den leicht gewölbten Bauch.
« Letzte Änderung: 03.04.2010, 10:10:23 von Sensemann »
"Wagenden hilft das Glück"

Sensemann

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« Antwort #8 am: 03.04.2010, 10:46:33 »
In diesem Moment kommt, als dritte Frau in den Raum, Thamam's religiöse Mentorin und Stellvertreterin - Iuni, die janniblütige Menschenfrau und Feuerorakel von Sarenrae - ebenfalls in den schattigen und etwas kälteren Schankraum (im Vergleich zu draußen - wo es langsam nun wieder richtig heiß wieder wird) von Haleen und Kazim's Tee- und Kaffeehaus, da der morgendliche Gottesdienst nun mit dem endgültigen Sonnenaufgang abgeschlossen und beendet ist.
Denn auch die exotische und charismatische junge Frau im Dienste des Sonnenfeuers hatte mitbekommen, dass irgendetwas passiert sein muss, denn Thamam wurde ja recht früh am Morgen zu einem Treffen gerufen, und Iuni ist nach einer kleineren Suche nun vorbeigekommen, um ihn mit Rat und Tat auch außerhalb der Kirchenpforte zu unterstützen und nach Thamam etwas um Sorge zu schauen.
Außerdem war dies nun endlich die perfekte Gelegenheit, auch endlich einmal die restlichen Gefährten von Thamam richtig kennenzulernen.
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Iuni saba Jin

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« Antwort #9 am: 03.04.2010, 13:26:47 »
Als die Leute sie in den letzten Tagen nicht gesehen haben und auch zurückgezogen in einer kleinen Kammer in der Kathedrale, die Sarenrae geweiht ist, hat Iuni in Kelmarane große Traurigkeit in ihrem Inneren gespürt. Doch der ganz tiefe Schmerz rührt nicht etwa von dem Tode des heiligen Kriegers Lôrn al'Bakhra her, sondern von dem Tod Kardswanns. Es ist fast so, als ob mit ihm ein liebgewonnener Elternteil von ihr gestorben wäre. Schon damals zu seinem Todeszeitpunkt hat Iuni einen urplötzlich auftauchenden, stechenden Schmerz in ihrem Kopf empfunden, an den sie sich heute noch erinnern kann und den sie sich jetzt erklären kann.
Doch trotz der Tatsache, dass es- ironischerweise- ein heiliger Krieger von Sarenrae war, der Kardswann in seinem verzauberten Zustand umgebracht hat, empfindet sie keinen Hass gegenüber Lôrn al'Bakhra. Vielmehr hat Iuni zu Sarenrae gebetet, dass sie Lôrn al'Bakhra lehrt seine Verfehlung einzugestehen, dass er dann diesen- zweifelsohne einmaligen- Fehltritt letztlich bereut hat und Sarenraes aufrichtige Vergebung für diese Tat empfangen kann. Ein Gebet wie es sich eben für eine Priesterin Sarenraes gehört. Am frühen Morgen hat es sich Iuni nicht nehmen lassen, sogleich noch ein Gebet an ihre Herrin Sarenrae zurichten, in dem dieser sehr lange dankt. Unter anderem darüber das ein neuer Morgen und neuer Sonnenaufgang angebrochen ist, der die Finsternis der Nacht wieder verdrängt hat.

Doch von all diesen Gedankengängen gegenüber Kardswanns Tod und ihrer tiefen Trauer der letzten Tage hat Iuni niemandem etwas erzählt. Bisher nicht einmal Thamam, auch wenn sie ihm trotzdem schon so einiges anvertraut hat in den Tagen ihres bisherigen Aufenthaltes in Kelmarane. Sie hat nur bezüglich Kardswann gesagt, dass es sehr schade, um so jemanden wie Kardswann ist, dass er sterben musste. Aber vergleichbares hat sie auch bei Lôrn al'Bakhra gesagt, der ehrenhaft in einem Kampf gegen einen abscheulichen Dämon gefallen ist, der die wirkliche Wurzel allen Übels war und den Geist Kardswann zweifelsohne vergiftet hat durch seine Einflüsterungen. Immerhin konnte Kelmarane von diesem schrecklichen Scheusal erfolgreich befreit werden. Unter anderem eben auch durch die Hilfe Thamams. Weswegen Iuni sehr stolz auf den Halb-Ork ist.

Als Iuni die Taverne betritt, trägt sie ein enganliegendes, leichtes und magisch verzaubertes Kettenhemd aus reinem Mithral. Das Janni-Blut, dass durch ihre Adern strömt, ist kaum verkennbar. Ihre Haare sind feurig rot, die Augen sind bernsteinfarben und das Gesicht erinnert an eine bronzene Färbung. Sie trägt teuren Schmuck, der auch durchaus einen religiösen Bezug besitzt. Iuni hat auch heiliges Symbol ihrer Göttin Sarenrae aus reinem Silber, das sie um ihren Hals hängt. Neben einem Krummsäbel- den Iuni eigentlich bloß für Kampfkünste zu Ehren ihrer Herrin Sarenrae besitzt- trägt sie auch noch einen magisch verzauberten, schweren Streitflegel bei sich, welchen man bei einer Priesterin der Sonnengöttin wohl nicht allzu häufig sieht und aber wohl trotzdem eine besondere Bedeutung für sie haben muss. Sobald Iuni die Taverne betreten würde, würden Ihr zunächst einmal nur die vier Helden von Kelmarane direkt ins Auge stechen und sie würde sich zielstrebig zu ihnen begeben, um sie zu begrüßen.

Naadhira

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« Antwort #10 am: 03.04.2010, 16:06:01 »
Naadhira hört sich die Worte des Hohepriesters und der Prinzessin aufmerksam an. Viele Dinge würde sie gerne fragen, doch bevor sie dazu kommt sind der Sarenrae Priester und die Vorsteherin über diesen neuen Außenposten der Zivilisation auch wieder aus dem Teehaus verschwunden. Während sich Naadhira noch Gedanken macht, was nun zu geschehen hat, bricht es aus Kazim's Frau heraus und Naadhiraa's Mentorin und Freundin wird in erstaunlich scharfer Weise angegriffen. Die Priesterin schüttelt sanft den Kopf:
"Haleen, ihr vergesst euch. Prinzessin Almah hat eine gute Belohnung in Aussicht gestellt und so wird unser Handeln für jeden ein gutes Geschäft sein, wenn wir denn erfolgreich zurück kehren. Es besteht keinen Grund die Prinzessin zu attackieren, aber ich entschuldige dies, spricht doch nur die berechtigte Sorge über Kazim aus euch." Einen kurzen Augenblick wendet die schwarzhaarige Frau ihren Blick von Kazim's Frau ab und schaut zu Durriken. Dann fährt sie fort. "Wir werden diese Gefahr für Kelmarane abwehren. Denn wir alle wollen nicht verlieren, was wir in den letzten Monaten aufgebaut haben. Ich werde diese Expedition ebenso anführen wie unsere erste Reise in die Wüste. Wir sind nun besser ausgerüstet und daher glaube ich an den Erfolg. Abadar gab uns die Möglichkeit vor den Gnollen zu handeln, also werden wir es auch tun. Das raue Biest wird diesen Ort nicht zerstören!" Die Worte der Frau klingen ruhig und überzeugt. Sie scheint von keinen Zweifeln verschreckt zu sein.
"Der Hohepriester hat weise Dinge gesagt und daher werden wir diesmal mit mehr Leuten aufbrechen, denn scheitern dürfen wir nicht. Ich werde Inquisitor Cyron Bersk, um seine Begleitung bitten und vielleicht kannst du Thamam auch deine Beraterin ..."
In diesem Moment sieht Naadhira, wie Iuni das Teehaus betritt. "Aber vielleicht fragen wir sie gleich selbst. Dort ist sie ja."

Durriken

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« Antwort #11 am: 03.04.2010, 16:46:12 »
Der Graue hat sich den Vortrag des Hohepriesters, dessen Anwesenheit seinen aufkeimenden Zorn etwas besänftigt hat, mit unbewegter Miene angehört. Nur als ihm sein Geschenk überreicht wurde, hat er gelächelt.
 
Jetzt, in der Taverne, sitzt er an seinem gewohnten Platz und seine Finger fahren die Nähte des heiligen Stoffs entlang. Es wirkt fast sanft, wie der ruppige Ex-Glaidiator den Waffenrock behandelt.

Haleens Ausbruch entspricht exakt der Laune, die Durriken bei dem Aufruf der Prinzessin überkommen hatte, und er versteht ihre Sorge um Kazim ... und um das Kind. Bevor er jedoch Lospolternkann, fängt er Naadhiras Blick auf und schluckt den Fluch hinunter, der ihm auf den Lippen liegt. Ich hatte recht! Sie schickt uns wieder mitten in die Scheiße! ... Diesmal aber, um unser zu Hause zu retten. Machte das einen Unterschied? Durriken ist sich nicht ganz sicher und bemerkt das Eintreten der Janni-verseuchten Frau, wie er sie innerlich tituliert, ohne sie deswegen zu verachten, kaum. Er weiß nicht genau, was er von ihr halten soll und ist bisher auf freundlicher Distanz geblieben.

"Verfluchte Scheiße, ja!" Den Waffenrock noch in den Händen haltend springt der Graue auf. "Das werden wir! Zu viel steht auf dem Spiel. Freiheit und Leben." Nur Thamam und vielleicht Naadhira bemerken an den Nuancen der Betonung, dass dem Mann die Freiheit offenbar mehr gilt als sein Leben. Langsam geht er zu Haleen, blickt sie einen Moment ruhig an und tritt dann zu Kazim.
Bevor er spricht, blickt Durriken erneut zu Naadhira und wirft einen bedeutungsvollen Blick auf den Elfen in der Ecke, von dem er nur weiß, dass dieser mit Zastoran verbandelt ist und wohl auch den unglücklichen Pharak gekannt haben muss. Ein Mann des Wissens und der Magie wäre sicher gut gegen die Drecksäcke. Und wenn er nicht mit soll, sollten wir den arroganten Kerl rausschmeißen. In der Hoffnung, dass die Klerikerin seinen Blick richtig gedeutet hat, berührt er den Schimmelträger kurz an der Schulter.
"Kazim. Du musst nicht mit in den Dreck!  Wir vertreiben die Widerlinge und spucken für Dich auf den Altar ihres verdammten Gottes. Dann können wir hier in Ruhe alt werden. Auch Euer Kleines." Für einen Moment sucht er Blickkontakt zu Naadhira. Dann stellt er sich zu Thamam und sagt mit fester Stimme. "Das verspreche ich Euch. Der grüne Gnollspalter hier." jetzt ruht seine Hand auf Thamam. "wird uns führen und noch mehr Schädel zertrümmern." Stolz auf die Taten seines Freundes liegt in Durrikens Stimme.

Thamam

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« Antwort #12 am: 03.04.2010, 17:24:44 »
Lange hat sich Thamam insgeheim auf diesen Tag gefreut, alle seine Gefährten auf einmal wieder zu sehen, die damals im Kampf gegen die Dämonen den Grundstein für die Befreiung und das Wiedererstehen von Kelmarane gelegt haben. Aber seine Zeit, die er so oft für seine neue Stelle aufbringen mußte und seine Aufgaben als Vorsitzender der Sarenraekirche liessen ihm nicht viel freie Zeit. Und in den seltenen Augenblicken, wenn er doch etwas Zeit fand, dann führte ihn sein Weg oft genug in diese Taverne auf ein Glas Peshmilch oder zu seinem ehemaligen Leidensgenossen Durriken, mit dem ihm immer noch das Schicksal des Sklavendaseins verband.

Als er an diesem Morgen um diese frühe Stunde die Taverne betrat, blickte er sich neugierig um, wer sich um diese Zeit bereits hier aufhalten würde. Aber als er seine Gefährten erblickte, legte sich ein freundliches Grinsen auf sein Antlitz und raschen Schrittes ging er auf diese zu. Und so begrüßt er auf etwas orkisch untypische herzliche Art Kazim und dessen Frau Haleen, während mit einem Lächeln auf den Lippen sein Blick kurz über deren Rundung gleitet und er mit einem freundlichen Schlag auf die Schulter von Kazim dessen freundliche Wiedersehensgeste erwidert. "Lange ist es her und es wurde endlich mal Zeit, das wir uns wiedersehen" erklang seine lachende Stimme als er schließlich Kazim wieder losläßt und sich zu dem Tisch begibt.

Obwohl es für Thamam nicht mehr notwendig war seinen Bedarf an Nahrungsmittel zu decken, so lenkte ihn seine Augen doch zielsicher auf die wohl riechenden Speisen und Getränke, die Kazim für seine Gefährten angerichtet hat. Aber nur kurz, denn dann wendete sich sein Blick dem Grauen und der Dienerin von Abadar zu. "Schön auch Euch an diesem frühen Tag anzutreffen" bevor er auch Durriken und Naadhira kurz auf herzliche Weise in die Arme schloß und sich an den Tisch setzte. Wenn er die Klerikerin nicht ab und zu gesehen hätte, dann wäre er über ihre Wandlung wohl erstaunt gewesen oder er hätte sie vielleicht auch erst gar nicht erkannt. Aber so entging ihm nicht, auf welche wunderbare Weise sie ihr Wesen gewandelt hat.

Den Worten von dem alten Kleriker und der Prinzessin lauschte Thamam aufmerksam und die meiste Zeit ziemlich still, denn insgeheim fühlte er, das die beiden recht hatten. Seine Ausflüge in die Wüste auf der Suche nach seinem Feind den Gnollen wurden in der letzten Zeit wieder öfters und auch notwendiger, da ihr Verhalten nach einer kurzen Phase wieder agressiver wurde. Und so stimmt er den Worten der beiden zu, als diese die Taverne wieder verlassen haben. "Nun, meine Gefährten, ich war oft in den letzten Wochen unterwegs um mich ein wenig um die Sicherheit unserer Stadt Kelmarane und der näheren Umgebung zu sorgen, aber ihre Übergriffe wurden häufiger und oft genug haben sie nur Augenblicke danach an einer anderen Stelle zugeschlagen. Auch die wieder erstarkten Rufe aus den Bergen wurde häufiger und führen mich zu dem Gedanken, das dies keine guten Zeichen sind. Machmal scheint mir, das sie Übles hier im Sinne haben."

Als dann Naadhira ihn auf Iuni aufmerksam macht, nickt er ihr kurz zu und steht auf um sie an den Tisch zu holen. Und mit einem Lächeln auf den Lippen geht er auf sie zu. "Nun, Euch könnte ich nichts verheimlichen, ohne das ihr mich nicht sofort durchschauen würde. Nehmt doch Platz an unserem Tisch, ihr kommt wie immer rechtzeitig." Und obwohl er es nicht für nötig gehalten hätte sich bei ihr zu entschuldigen, das er an diesem Morgen aufbrach ohne sie am Tag zuvor über dieses Treffen zu informieren, sah er ihren sorgenvollen Blick und sein Lächeln erstarb für einen kurzen Augenblick, als er ihr mit etwas ernsterer Stimme zusprach. "Es tut mir leid, das ich Euch nicht über dieses Treffen schon gestern abend berichtet habe. Aber umso besser, das ihr mir den Weg ersparrt habt und Euch hier eingefunden habt." Dann begleitet er Iuni zu dem Tisch an dem seine Gefährten sitzen und grinst Durriken mit einem Nicken an, dessen Gespräch mit Kazim er mit einem Ohr folgen konnte.
« Letzte Änderung: 03.04.2010, 17:31:06 von Thamam »

Iuni saba Jin

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« Antwort #13 am: 03.04.2010, 19:24:00 »
Freundlich lächelt die Halb-Janni den Wüstenläufer Sarenraes an und sie scheint ihm keineswegs irgendetwas nachzutragen: "Das ist doch alles nicht weiter schlimm, Thamam! Immerhin konnte ich unserer Herrin Sarenrae in der Morgenmesse höchstselbst im Gottesdienst dienen. Das war doch auch eine ganz tolle Aufgabe, die mich immer wieder mit Freude erfüllt!"

Auch Iuni hört ebenfalls mit einem Ohr Durriken zu. Instinktiv weiß sie, dass sie nun eine starke Frau geben muss, die anderen Mut und Hoffnung gibt. Am liebsten und auch unter normalen Umständen wäre sie ja der schwangeren Haleen um den Hals gefallen, denn Iuni hält eine Geburt grundsätzlich für etwas ganz tolles und außerdem könnte aus dem Kind Haleen noch etwas ganz großartiges und einzigartiges werden. Doch die Stimmung ist in Kazim's Teehaus offensichtlich sehr ernst und angespannt und Iuni durfte nicht zu sehr wie ein junges Mädchen wirken, sonst würde sie wohl künftig von den hier Versammelten keiner mehr allzu ernst nehmen. Immerhin wussten die Wenigsten hier etwas näheres über sie bzw. nur das, was eben Thamam über sie erzählt hat. Vor Thamam hatte Iuni keine Geheimnisse, aber von sich aus hat Iuni noch nicht so wahnsinnig viele Einzelheiten aus ihrem Leben erzählt, da sie dies ja auch bisher nicht musste.

"Möge die Sonne in unseren Herzen künftige Finsternis vertreiben!", begrüßt Iuni ganz traditionell die anwesenden Gefährten von Thamam und auch die anderen Anwesenden in der Taverne, während sich Iuni höflich verbeugt.

"Es ehrt mich sehr, dass ich alle Helden von Kelmarane an diesem Tisch vereint nun antreffe und auf ihrem kommenden Weg nun helfen kann.", strahlt sie Thamam und auch seine drei Begleiter von damals förmlich an.

Dann bleibt Ihr Blick an Kazim noch etwas hängen und an dessen Arm mit dem Panzerhandschuh: "Ich brauchte erst einige Tage, um in mich zu gehen abseits der Gottesdienste zu Ehren Sarenraes, denn der Tod Kardswanns hat mich doch recht schwer getroffen, aber es gibt eines, was ich Euch nun unbedingt noch sagen wollte,  Kazim al-Abban; ich hätte dies wohl schon etwas früher tun sollen, muss ich gestehen."

Dann holt Iuni etwas Luft bevor sie das Folgende zu Kazim sagt: "Ihr tragt wahrlich ein stolzes Erbe in Euch. Denn Ihr müsst wissen, dass es die Bestimmung Vardishals war für Sarenrae große Horden finsterer Dämon und auch wahnsinnige Schergen Rovagugs zu besiegen. Er war einer ihrer größten Heiligen Krieger.

Aber auch wenn Euch dieses Erbe an manchen Tagen wie eine Bürde des Schicksals vorkommen mag, braucht Ihr Euch hierfür nicht zu schämen. Letztlich ist es wichtig, dass Ihr den rechten Weg des Lichtes einschlagt trotz aller Steine, die einem manchmal in den Weg gelegt werden."

Nach einer kurzen Pause und nach etwas Überlegen sagt Iuni dann fast schon etwas peinlich berührt: "Aber entschuldigt, dass ich so eine ausschweifend lange Rede nun gehalten habe! Es gibt sicherlich jetzt gleich sehr wichtige Dinge zu bereden! Thamam hat mir vor einiger Zeit berichtet, dass die Gnolle in letzter Zeit wieder aggressiver würden. Gehe ich recht in der Annahme, dass Eure Unterhaltung an diesem Morgen etwas damit zu tun hatte? Könntet Ihr mir bitte kurz zusammenfassen, worum es konkret in der Eurer Unterredung ging? Das mit den Gnollen war ja von mir auch nur so eine Spekulation."  

« Letzte Änderung: 04.04.2010, 14:41:53 von Iuni »

Kazim al'Abban

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« Antwort #14 am: 05.04.2010, 00:31:45 »
Bei Haleens Worten zuckt Kazim innerlich zusammen, natürlich gingen ihm die gleichen Gedanken durch den Kopf, doch vor Naadhira hätte er dies nie laut ausgesprochen. Das hitzige und feurige Temperament seiner Frau würde sie sicherlich nochmal in Schwierigkeiten bringen. Dennoch ist er froh, dass Naadhira es bei den mahnenden Worten belässt. Mit einem Lächeln nimmt er Durrikens Worte entgegen, der wie ein echter Freund bereit ist sein Leben für Kazim, Haleen und alle anderen Bewohner Kelmaranes zu riskieren. "Das ist mehr als freundlich von dir und dein Angebot verrät viel über deinen Mut und deine Güte, man kann sich wahrlich glücklich schätzen dich als Freund zu wissen. Aber ich bestehe darauf mitzukommen. Ich habe noch so viele unbeantwortete Fragen und Vardishal lässt mich deutlich spüren, dass ich an eurer Seite Antworten finde werde. Zudem kann ich nicht einfach hier sitzen und Tee trinken während ihr für Kelmarane euer Leben riskiert, meine Fähigkeiten werden sicherlich behilflich sein, wenn wir in diesen Gnolltempel eindringen." dann wendet er sich allerdings Haleen zu.

"Ich möchte dies allerdings nicht allein entscheiden meine Liebste, aber ich will dass unser Kind ohne Sorge vor heulenden Gnollen aus den Bergen aufwachsen kann. Ich lasse dir all unsere Ersparnisse hier, genug Geld um dir und dem Kind ein gutes Leben zu ermöglichen, egal was kommen mag." erwartungsvoll blicken Kazims hellblau schimmernde Augen in die seiner Frau, hoffend dass sie ihm ihre Erlaubnis gewährt. Die Monate mit Haleen, die er hier in Kelmarane verbracht hat waren eine wundervolle Zeit. Doch das Elementarerbe in seinem Blut und Vardishals Einflüsterungen lösten Rastlosigkeit und den Drang nach Antworten in ihm aus ... und Abenteuerlust, die Sehnsucht nach Nervenkitzel und Aufregung, etwas dass er in der relativen Sicherheit von Kelmarane vermisst hat.
« Letzte Änderung: 05.04.2010, 01:07:38 von Sensemann »

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