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Autor Thema: Die steinernen Gärten  (Gelesen 23062 mal)

Beschreibung: Kapitel 2

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Simue

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Die steinernen Gärten
« am: 05.04.2010, 17:32:53 »
Mystral, Aliira und Elenya befanden sich an einem Ort, der eigentlich eine Idylle hätte sein können. Sie waren umgeben von Bäumen, nur wenige Schritt entfernt stand ein Brunnen auf einem blumenbewachsenen Hügel, und kleine Tiergestalten duckten sich hinter Büschen und Bäumen.

Doch die Anmut der Szene verlor sich in der Tatsache, dass - ähnlich wie auf dem steinernen Schlachtfeld, von dem sie gekommen waren - alles zu grauem Stein erstarrt war.

Der seltsame Fremde blickte sich um, und schüttelte dabei das Fläschchen in seiner Hand. "Das war nicht ganz wie geplant", murmelte er. "Aber immerhin, zurück beim letzten Zwischenstopp."

Dann erst schien er die drei Frauen zu bemerken. Verdutzt starrte er sie an, während er die Phiole wieder verschloss. "Was macht ihr denn hier?"

Simue

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Die steinernen Gärten
« Antwort #1 am: 05.04.2010, 17:42:22 »
Nyalsha war sich sicher, dass sie alles richtig gemacht hatte. Sie hatte den Zauber viele Male geübt, war vor der finalen Durchführung noch einmal alles im Kopf durchgegangen. Sie hatte die fremde Ebene sogar gespürt. Und dann, auf einmal, hatte sie etwas fortgerissen. Das Gefühl von Freiheit, Ungezwungenheit und Lebensfreude, das sie durch den Kontakt zur Luftebene verspürt hatte, hatte sich mit einem Schlag verdüstert. Ein Schauer ging durch ihren Körper, doch was viel unangenehmer war, das war das abstoßende Gefühl in ihrem Innern, als hätte sie etwas Unreines berührt.

Sie sah sich um. Sie war nicht mehr in der Heimat ihrer Lehrmeister. Was war dies für ein absurder Ort?

Nyalsha befand sich in einer Gartenlandschaft, doch der Garten war versteinert. Tiere, Pflanzen, sogar eine Sitzbank nicht weit von ihr entfernt waren aus Stein. Sie erinnerte sich an etwas aus ihrer Ausbildung. Sie versuchte, es zu erfassen, doch es gelang ihr nicht richtig...

Neugierig blickte sie sich um. Und schließlich blickte sie nach oben. Der Himmel war schwarz, endlos. Es gab keine Sterne. Alles, was sie sah, waren gigantische metallene Würfel, die in großer Entfernung durch die Leere schwebten.

Dann fiel es ihr ein. Acheron. Irgendwie war sie nach Acheron gekommen.

Erst jetzt fiel ihr die Stimme auf. Hinter einem mit einem Brunnen versehenen Hügel, der kaum zehn Schritt von ihr entfernt lag, sprach jemand. "Was macht ihr denn hier?" konnte sie noch verstehen.

Simue

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Die steinernen Gärten
« Antwort #2 am: 05.04.2010, 17:50:30 »
Er hatte die Hitze des Feuers bereits gespürt. Krassak war überzeugt, dass sein Leben verwirkt war, als er auf einmal das helle Licht vor sich sah. In einem letzten, verzweifelten Akt sprang er hinein, ohne irgendeine Ahnung, was das Licht sein könnte.

Und dann fiel er. Nicht weit, nur einen halben Meter, bevor er stecken blieb. Er sah nach unten, doch dort war nur Dunkelheit. Also blickte er nach oben. Auch dort erblickte er im ersten Moment nichts als Dunkelheit, doch dann erkannte er etwas Vertrautes. Einen Würfel, der seine Bahn in der Leere des Himmels zog.

Er steckte in einer Art Tunnel fest, das obere Ende gerade noch in Reichweite seiner Hände. Er würde es schaffen, sich alleine hier heraus zu ziehen, aber es würde nicht leicht werden.

Nicht weit entfernt hörte er eine unbekannte männliche Stimme. Doch durch die Wände des Tunnels, in dem er steckte, wurde die Stimme so verzerrt, dass er keine genauen Worte verstehen konnte.

Stugir

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Die steinernen Gärten
« Antwort #3 am: 05.04.2010, 19:23:05 »
Angst. Hitze. Tod. War das Licht in das er getreten war nur eine weitere Manifestation des Atems des Drachens? Steckte er fest im Niemandsland zwischen Leben und Tod? Eins war sicher, untätig würde er hier nicht steckenbleiben.
Krrassak streckt seine Hände, eigentlich sollte man eher von Pranken sprechen, und sucht sich tastend einen festen Halt an der Kante. Langsam versucht er seine schmerzenden Muskeln anzuspannen. Immer stärker sieht man die Sehnen und Venen hervortreten. Ein Schrei löst sich aus seiner Kehle. Laut, tief, brutal, gewaltig. Mit dem Schrei vergrößern sich seine Muskeln noch mehr.[1] Sein Kopf verfärbt sich rot. Die Steine die seine Hüfte umgeben zerbrechen. Und er zieht sich aus dem Loch.
 1. Rage

Mystral Wolkenglanz

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Die steinernen Gärten
« Antwort #4 am: 05.04.2010, 20:42:59 »
"Ich.. wir... Mystral schaute auf ihre Hände hinab, dann um sich.. Einige Momente lang gaffte sie einfach nur die Umgebung an, liess sich dann schwer an einen der Bäume sinken. "Das wars. Jetzt finden wir ihn nie mehr.. Wo auch immer wir hier sind, hier ist er sicher nicht vorbei gekommen."
Caela sanguine nigra,
Fates ignifer mortem cantat.
Audite: fatem pericular,
Fates ignifer mortem cantat.

Simue

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Die steinernen Gärten
« Antwort #5 am: 05.04.2010, 23:11:14 »
Kaum hatte sich Mystral an den Baum gelehnt, ertönte ein ohrenbetäubendes Gebrüll. Es kam aus Richtung des steinernen Brunnens. Aus der Ferne konnte man sehen, wie sich riesige Pranken auf den Rand des Brunnens legten.

Irgendetwas zog sich gerade aus der Tiefe hervor...

Nyalsha Eirlyn

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Die steinernen Gärten
« Antwort #6 am: 05.04.2010, 23:32:59 »
Den Schrei hörend wibelte Nyalsha herrum darauf gefasst sich zu verteidigen.
Vorsichtig zog sie ihren Bogen und legte einen Pfeil auf die Sehne, es war schon beunruhigend dass sie auf Archeron war und nicht auf der Luft-Ebene, was sie erwartet hätte, sondern war sie erstens nicht allein hier und zweitens stemmte sich da ein Ungeheuer aus dem Brunnen.

Unauffällig versuchte sie den Brunnen zu umrunden um zu sehen wer auf der anderen Seite des Brunnens stand. Mit einem geflüsterten "Möge Corellon Larethian mich schützen." schlich sie zwischen die Bäume.

Aktion (Anzeigen)
I Amar dín tond dan i Angol dín beleg.

-Nyalsha Eirlyn

Elenya

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Die steinernen Gärten
« Antwort #7 am: 07.04.2010, 19:53:51 »
Ziemlich verdutzt und noch immer schwer atmend von dem so plötzlich beendeten Kampf mit den fliegenden Plagegeistern, steht Elenya - immer noch in Kampfhaltung - neben Mystral. Nur langsam lässt sie ihr Schwert sinken, während sich angesichts des erneuten Ebenenwechsels allmählich ein Gefühl der Hilflosigkeit in ihr breit macht.

Sie blickt sich kurz um, erkennt, dass wohl momentan keine Gefahr droht, und lässt dann demonstrativ die Schultern hängen während sie einen stummen Seufzer zum pechschwarzen Himmel schickt und auf ihrer Unterlippe kauend den Kopf schüttelt.

"Du hast Recht, Mystral. Es ist vorbei. Vielleicht ist es besser, wi..." Plötzlich zerreißt ein dröhnendes Gebrüll die trügerische Stille und ein riesiges Wesen beginnt dem steinernen Brunnen zu entsteigen. Sofort Ist Elenya wieder hellwach, reißt ihr Schild nach oben und bringt sich in lauernde Kampfstellung vor Mystral und Aliira - die Spitze ihres Breitschwerts auf den Brunnen gerichtet.

"Bleibt dicht hinter mir!", gibt sie erste taktische Anweisungen. "Das is'n verdammter Oger!"

Während der Oger sich noch aus dem Loch zwängt wirft Elenya bereits einige gehetzte Blicke über ihre Schultern um sich nach einer möglichen Fluchtroute umzublicken.

Simue

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Die steinernen Gärten
« Antwort #8 am: 07.04.2010, 20:26:14 »
Der Fremde blickt verdutzt zum Brunnen, dann zu Elenya, dann wieder zum Brunnen. "Ich habe die Befürchtung, das könnte noch ein Opfer meines fehlgeschlagenen Zaubers sein. Ich wäre ehrlich gesagt auch sauer, wenn ich plötzlich in einem viel zu engen Brunnen stecken würde. Mal sehen, ob er mit sich reden lässt."

Darauf wartend, dass der Oger sich aus dem Brunnen befreit, mustert der seltsame Mann die kleine Gruppe vor sich. "Also, nach wem sucht ihr? Nicht zufällig nach Chezradin?"

Die drohende Gefahr durch einen wildgewordenen Oger scheint den Mann nicht sonderlich zu beunruhigen.

Elenya

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Die steinernen Gärten
« Antwort #9 am: 07.04.2010, 20:51:41 »
"Nein", antwortet Elenya knapp ohne die Augen von dem Oger zu nehmen. Im Angesicht der Gefahr hat sie wenig Lust auf eine Plauderstunde.

Stugir

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Die steinernen Gärten
« Antwort #10 am: 07.04.2010, 21:09:53 »
Nachdem sich Krassak aus dem Brunnen gezogen hat überprüft er kurz seine Ausrüstung und macht eine Algemeine Bestandsaufnahme. die Kratzer an seiner Hüfte kann er ignorieren. Als er sich mit der Hand an den Kopf fährt spürt er dort statt der Haare nur Krause Haarreste. Der Drache hat ihn wohl nur knapp verfehlt. Er schaut sich um. Scheinbar hat er nur den Ort gewechselt. Er kratzt sich am Kopf. Scheinbar versucht er nach zu denken. Gednaken formen sich in seinem Kopf und werden direkt an die Zunge weiter gegeben:"Drache weg... nein Krassak weg... Krassak allein... Krassak nicht allein. Da Frau, Teufel und Opa." Unsicher greift Krassak nach seiner Glaive. Das Gewicht der sehr langen Waffe läßt ihn ruhiger werden. Er wendet sich den 3 Gestalten zu. "Ich Krassak. Wenn du kämpfen dann ich kämpfen. Wenn du nicht kämpfen ich ausruhen. Ich viel kämpfen. Ich müde."

Elenya

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Die steinernen Gärten
« Antwort #11 am: 07.04.2010, 21:44:58 »
Elenyas Augenbraue wandert überrascht ein Stück nach oben - auch wenn man das aufgrund ihres Helms nicht erkennen kann. Ihre Haltung entspannt sich jedoch merklich und sie lässt ihr Schwert und ihren Schild wieder sinken. Der Oger wirkte nicht clever genug, um sie durch ein Täuschungsmanöver in die Irre zu führen.

"Gut. Wir nicht kämpfen mit Krassak. Wir auch müde." Tatsächlich kommt es Elenya wie eine Ewigkeit vor, seitdem sie ihren kurzen Erholungsschlaf wegen der Jagd nach dem Teufelchen unterbrechen musste. Plötzlich fühlen sich ihre Augenlider trocken und klebrig an und sie muss ein Gähnen unterdrücken.

"Moment mal... Hast du Drache gesagt?", wendet sich die junge Frau an den zotteligen Riesen und deutet mit ihren Schwert erneut Richtung Brunnen. "Da kommt jetzt aber nicht gleich'n verdammter Drache aus dem Loch oder?"

Stugir

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Die steinernen Gärten
« Antwort #12 am: 07.04.2010, 21:59:29 »
Auch Krassak scheint sich bei den Worten von Elenya kurzzeitig zu entspannen. Als sie nach dem Drachen fragt scheint er jedoch sofort unter Strom zu stehen. Er schaut in den Brunnen:"Da kein Drache. Nicht durch passen." Mit diesen Worten läßt er sich mit einem Krachen zu Boden fallen. Irgendwo aus seinem Rucksack holt er einen Schlauch heraus der groß genug wäre einen Halbling oder auch einen Mephling zu verstauen. Er drückt sich einen Schwall Wasser in den Mund, wobei die Hälfte an ihm herunter läuft. Anschließend kramt er weiter in seinem Rucksack. Er fördert einen Brotleib und irgendetwas etwa gleich großes zu Tage, das vielleicht mal Fleisch gewesen ist, jedoch leicht grünstichig ist. Mit schmatzenden Lauten beginnt er zu Essen, wobei fressen wohl das bessere Wort ist.

Elenya

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Die steinernen Gärten
« Antwort #13 am: 07.04.2010, 22:30:32 »
Elenya verzieht etwas angewidert das Gesicht. Sie wendet sich von dem Anblick ab und stattdessen dem dicklichen Zwergwesen zu.
"Hör mal. Du scheinst ja hier sowas wie'n Auskenner zu sein. Kannst du uns nicht nach Sigil zurückbringen? Oder noch besser irgendwo hin, wo nicht nur Freaks rumlaufen?"

Mystral Wolkenglanz

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Die steinernen Gärten
« Antwort #14 am: 08.04.2010, 13:39:05 »
Mystral beobachtete den Oger etwas irritiert. So sahen also Oger... Der war ganz schön groß, schien aber friedlich.. Derzeit. Gut sprechen konnte er wohl nicht, aber vielleicht kannte er auch einfach die Menschensprache nicht gut? Sie hatte sie ja auch mal mühsam lernen müssen.

"Hey, so schlimm ist es da auch nicht. Aber ja.. Ein Weg hier raus wäre praktisch.

Was ist ein Chezradin?"
Caela sanguine nigra,
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Fates ignifer mortem cantat.

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