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Autor Thema: Angst und Schrecken  (Gelesen 23259 mal)

Beschreibung: Das Inplay

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Sensemann

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Angst und Schrecken
« am: 14.04.2010, 02:53:35 »
Carrion Hill



Die Finsternis kennt kein Sonnenlicht...
« Letzte Änderung: 24.04.2010, 20:25:47 von Sensemann »
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Sensemann

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Angst und Schrecken
« Antwort #1 am: 15.04.2010, 08:12:25 »
Prolog: Herzlich Willkommen in Aashügel!



Wenn man Vergleiche in Sachen Gestank aufstellt, so sollte es nicht heißen "stinkt wie die Pest" oder "stinkt wie Hölle", sondern sollte eher als schlimmster möglicher Vergleich heißen "stinkt wie Aashügel", denn böse Zungen behaupten nicht grundlos, dass Aashügel seinen Namen nur trägt, weil es in das ganzen Stadt streng und ekelerregend nach Aas, Kadavern, Exkrementen und nach Tod riecht.
Denn in ganz Aashügel stinkt es dank seiner arkanen Industrie, welche sich hauptsächlich auf die Perversität beschränkt, aus großen kupferfarbenen Küchenschaben, Sumpfratten, verdorbenen Fleisch, Fischinnereien und Abfällen mit Hilfe von Alchemie eine sonderbare edelsteinartige Bausubstanz namens Müllhaufenstein zu gewinnen, dank den naheliegenden Schwefelsümpfen und dank seinem offenen Abwassersystem auf jeder Straße wahrscheinlich schlimmer als alles andere auf dieser Welt.
Doch auch in Aashügel selbst gibt es Unterschiede, denn während es in die Slums, am Fischereihafen und im Arbeiterviertel so schlimm riecht, dass selbst unter die Nase geriebenes Parfüm oder eine Knoblauchzehe oder einen dicke glühende Zigarre mit exotischen Tabak nicht mehr helfen könnten gegen den Gestank, so ist es für Gäste der Stadt an der höchsten Stelle bzw. am höchsten Hügel der Stadt - im Viertel namens Krone - dem Viertel der Reichen, wo sich eine alte Festung und auch die Pharasma-Kathedrale befinden - mit einem in Lavendelöl getauchten Tuch als Mundschutz fast aufzuhalten, ohne ständig sich übergeben zu müssen.
Doch Aashügel hat noch viel mehr zu bieten neben seinem Gestank, seinem sonderbaren Exportmittel und Armut fast an jeder Ecke der Stadt.
Aashügel besitzt als eine der ältesten Städte der Gegend mehr Tempel, Schreine und Kirchen als die riesige Metropole Absalom, auch wenn es meist nur verlassene Schreine sind, und kann auf eine lange Geschichte zurückschauen.
Denn in den über zweitausend Jahren wurde die Stadt etliche Male belagert und hat mehr als zehnmal die Bewohner gewechselt. Mal waren es varisianische Flüchtlinge aus untergegangen thassilonianischen Reich, mal einfache Fischer und Bauern, mal fanatische Desnagläubige, mal barbarische Orks, mal böse Schurken und gierige Sklavenhändler, dann sogar mal mächtige Untote und dann wieder einfaches Menschenvolk - Aashügel war die Heimat von verschiedenen Kulturen bereits, deren verschiedene Baustile die dicht bebaute und bewohnte Stadt mit seinem engen Gassen heute noch prägen.
Aber auch die Bevölkerung trägt heute noch die Spuren mit sich, denn Halborks gibt es sogar in der Stadt, auch wenn diese von den Menschen der Stadt mehr gehasst und geächtet werden als Halblinge und Tieflinge in Cheliax, oder die Stadtwache z.B. trägt noch heute den Namen "die Krähen" als Erinnerung an eine der mächtigsten Diebesgilden (und lässt sich so neutral wie sie ist gerne mal schmieren), während die Stadt im Vergleich zum restlichen Land Ustalav mehr neutral als böse ausgerichtet regiert wird.
Außerdem ist die Stadt durch ihre engen Gassen, ihre Lage (mitten auch einem Hügel) und einer hohe Stadtmauer um den alten Stadtkern sehr militärisch gebaut worden (zumal es in der Stadt nirgends einem Baum zu sehen gibt und selbst vor der Stadt kein Wald weit und breit zu finden ist) und die Stadtwache dient zur Not auch als Soldaten der Stadt.
Trotz der mehr oder weniger aufmerksamen Stadtwache sollte man jedoch vorsichtig auf den gepflasterten Straßen und engen Gassen unterwegs sein, denn Armut, Hungersnot und das organisierte Verbrechen machen Aasviertel selbst tagsüber sehr gefährlich und viele unvorsichtige Besucher haben ihre Fehler mit dem Leben bezahlt, und finden sich nun zu Müllhaufenstein verarbeitet in einer Hauswand im Reichenviertel wieder.
Zumal die Stadt Aashügel aus geschichtlichen Hintergründen über keine Straßenbeleuchtung verfügt und damit Nachts wie die cheliaxische Stadt Westkrone zur Stadt der Finsternis wird.
Dennoch hat Aashügel dank seiner geografischen Lage, seine hohen Kneipen- und Tempeldichte und direkt am Wasser sich befindend als menschliche Zivilisation vorallem für Reisende und heilige Krieger in Richtung bzw. aus Weltenwunde sehr beliebt gemacht, und auch viele Händler kommen nach Aashügel - nicht wegen dem blindmachenden Fusel von verwässerten Weinbrand, dem eingelegten Handkäse aus der Region und auch nicht wegen dem geräucherten Fisch, sondern wegen dem Müllhaufenstein.
Nur wohnen möchte hier niemand, denn Hungersnot, Krankheit und Armut gibt es überall in der Stadt, die Sterblichkeitsrate liegt unter vierzehn Menschenjahren und damit niedriger als im Landesdurchschnitt von Ustalav und der schreckliche Gestank machen die Lebensqualität in der Stadt menschenunwürdig.
Und dazu der Regen: Ein Regen der niemals endet, denn selbst im Hochsommer gibt es ständigen Nieselregen, während es sonst mal Platzregen gibt, dann wieder Regen mit etwas Hagel, dann regnet es wie aus Eimern und dann regnet es so, als wäre der Himmel ein vom Himmel zu Boden fallender Ozean.
In Aashügel regnet es fast immer, außer im Winter, denn da schneit es manchmal.
Dazu kommt meist ein übellauniger und aus allen Richtungen klagender Wind, welcher es zwar nicht schafft den Gestank aus der Stadt zu bannen (dies wäre auch zu schön), aber es dafür wie durch göttlichen Hohn schafft einen Reisenden es unmöglich zu machen trotz dicken wasserfesten Mantel und Hut nicht völlig durchnässt zu sein nach einem kleinen Marsch durch die Stadt, während das Wasser auf der Straße durch das Abwasser im offenen Abwasserkanal der befestigten Straßen zusammen mit dem Regenwasser manchmal sogar bis zu Oberschenkeln steigen kann, vorallem in der niedrig gelegenen Hafengegend.
Außerdem gibt es häufig Gewitter und Überschwemmungen.

Gestank, Armut und Regen sind die drei Plagen der Aashügel...
« Letzte Änderung: 24.04.2010, 20:25:01 von Sensemann »
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Sensemann

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Angst und Schrecken
« Antwort #2 am: 20.04.2010, 16:23:27 »
Einstieg für Hugy, Eichenherz, Rahu und Garnug

Die Sonne muss sich wohl am mit schwarzen Gewitterwolken völlig verhangenen Himmel bereits wieder verabschiedet haben, denn es wird langsam noch dunkler als den restlichen finsteren und sonnenlosen Tag über.
Außerdem würden bald die Tore der Stadt schließen, damit niemand Nachts mehr hinein, oder etwas hohnvoller gedacht, hinaus kann.

Zumindest denkt Hugy Pieper, welche ihre finstere Heimat Ustalav oder besser gesagt der Stadt Aashügel - ihrer momentanen Wahlheimat - hassen gelernt hat, so, denn die Halblingsdame fragt sich immer mehr, warum sie nicht den nächsten Sonnenaufgang endlich nutzt und dieses runtergekommene und von allen guten Göttern verlassene Nest endlich verlässt, wie eine Ratte ein sinkendes Schiff.

Armut und Elend, aber auch Neid und Gier finden in den Augen der Kundschafterin jedenfalls hier ihre Hochburg - selbst für die finsteren und bösen Verhältnisse in ganz Ustalavm und Hugy fragt sich, wann die Götter dieser Grausamkeit von Zivilisation endlich ein Ende setzen würde und Aashügel ausradieren würden.

Schon ewig hat kein Vogel mehr in der Stadt gesungen und es muss Jahre her sein, dass eine Pflanze in der Stadt geblüht haben muss.
Eine Stadt eben, in welcher weder die Natur noch ein guter Gott noch ein richtiges Zuhause haben, auch wenn Aashügel voll ist mit verlassen Tempel und Schreinen.

Aber dennoch kann und darf Hugy diese Stadt nicht wieder verlassen, alleine aus dem Grund, weil sie als wohl letzte sich offiziell bekennende Kundschafterin der Stadt hier dringend gebraucht wird, um Fremde vor Gefahren zu schützen und als Fremdenführerin zu arbeiten.

Doch ihr Geschäft ist in den letzten Tag zu einer ziemlich brotlosen Kunst geworden, denn die meisten Leute machen einen großen Bogen um die unbewachten Tore der Stadt und übernachten lieber in der Wildnis und im Ödland, als einen Fuß in diese stinkende und verregnete Stadt zu setzen.

Dennoch wartet die Halblingsdame auf Gäste, solange bis das Tor vor ihrer Nase sich schließen wird, während sie im Schutz eines Vordaches sich wenigstens etwas vor dem alles durchweichenden Platzregen zu schützen weiß und ihr Gesicht mit einem Stofftuch gegen den schrecklichen Gestank schützt.

Völlig erstaunt muss die kleine Schurkin jedoch feststellen, dass ihr Warten wirklich sich bezahlt macht und sie ihre Hoffnung nicht umsonst nicht aufgegeben hat, denn in diesem Moment tritt ein stämmiger Halbork zusammen mit wohl seinem Hund durch das Stadttor.

Seine mit Fell verzierte Rüstung und seine Reisekleidung sind bereits nach wenigen Minuten völlig durchweicht und durchnässt, als Eichenherz sich der Menschenstadt genähert hat.
Zu seiner Verwunderung gibt es überhaupt keine Stadtwächter am Tor, aber noch viel mehr verwundert oder besser gesagt schockiert ist der Druide vom entsetzlichen Gestank der Hafenstadt - dem Gestank von Tod und Verwesung, welchem die Stadt wohl seinen Namen verdankt und den Orkblüter schwer atmen und sogar kurz würgen lässt, noch bevor er die Stadt überhaupt betreten hat.
Selbst für einen Ork wie ihn ist der Gestank unmenschlich und nicht auszuhalten.
Auch sein Hund fängt an zu jaulen und möchte am Liebsten die Stadt gleich wieder verlassen, zumal sein Fell vom Regenwasser völlig struppig geworden ist und er seinen Ohren hängen lässt.

Sofort fühlt sich der Druide durch die sehr engen Strassen und Gassen eingeengt, als er das Tor hinter sich lässt.
Zum Glück leidet er nicht an Klaustrophobie.

Außerdem erschreckt sich Eichenherz kurz verwundert, denn die Häuser um ihn wirken allesamt nicht mehr bewohnbar.

Noch mehr verwundert ist der Halbork jedoch, dass außer einem weiblichen Halbling unter einem Vordach kein Leben weit und breit zu entdecken ist.

Doch mehr Gedanken kann er sich nicht dazu machen, denn der Orkblütler wurde wohl verfolgt, denn hinter ihm erscheinen plötzlich zwei weitere Gestalten, welche durch das Stadttor ins Innere der Stadt gedrungen sind.
Sie müssen schon eine ganze Weile hinter ihm gelaufen sein und haben ihn wohl nun eingeholt.
Vielleicht sind es zwei orkhassende Menschen, welche in dieser Gegend fast an jeder Ecke zu finden sind, oder zwei Diebe, welche ihn überfallen möchten.
Es könnten auch zwei misstrauische Stadtwächter sein.

Doch es kommt völlig anders, denn zu seinem Erstaunen, haben ein Halbork und ein Halbelf, beide in schwerer Rüstung und außerdem bewaffnet, zumindest dies kann Eichenherz im Regen erkennen, ihn verfolgt oder versuchen wie er ebenfalls das Innere der Stadt zu erreichen, bevor die Tore sich schließen.

Völlig erschöpft noch vom Kampf gegen die Untotenhorde, welchen ihre Reittiere zum Opfer gefallen waren, und durch den langen anschließenden Gewaltmarsch erreichen Rahu und Garnug schwer atmend und durch den auf ihre Rüstungen prasselnden Regen, welcher ihre Kleidung bereits völlig durchnässt hat, völlig entnervt die Stadt Aashügel - eine niedere und blasphemische Ansammlungen von Bettlern, Armen und Verbrechern - zumindest in den Augen der beiden Paladine, welche sich nicht gerade wenig wundern als erste Gestalt in der Stadt einen Halbork zusammen mit seinem Hund zu entdecken.
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Hugy Pieper

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Angst und Schrecken
« Antwort #3 am: 20.04.2010, 16:37:26 »
Eine kleine Gestalt, eingehüllt in einen Lederumhang lehnt sich an eine Häuserwand. Die Kapuze des Lederumhangs tief ins Gesicht gezogen, verdeckt das duftende Tuch die untere Gesichtshälfte bis zur Nase, zwei grüne lebhafte Augen schauen dem Neuankömmling mit Interesse entgegen. Froh dass in der Nähe des Stadttors ein kleines Vordach Schutz vor dem Regen gewährt, winkt Sie dem Großen mit einer einladenden Geste zu. "So wie dieser sich verhält, dürfte er zum ersten Mal in der Stadt sein. Die meisten Neuen erkennt man sehr gut an Ihren Reaktionen. Obwohl der Ruf der Stadt mehr als schlecht ist, erschrecken Sie und sind von der grausamen Realität erschlagen.“ Grübelt Hugy vor sich hin und droht wie in den letzten Stunden in Ihrer Gedankenwelt zu versinken. Ein kurzes Zucken geht durch Ihren kleinen Köper und holt Sie zurück.

Die linke Hand zieht das Dufttuch kurz runter, damit Sie dem Halbork besser zurufen kann. „Guten Abend, du machst nicht den Eindruck als wüsstest du, wohin du dich wenden musst? Wenn du die heutige Nacht Überleben willst, dann kann ich dir behilflich sein und dich durch die Stadt führen. Es gibt hier fast nichts, was ich nicht kenne.“ Bevor Sie den nächsten Atemzug nimmt, verschwindet Ihre Nase wieder blitzschnell hinter dem Tuch. Es benötigt ein gewisses Geschick und Übung, damit das Tuch richtig sitzt. Aber unter diesen Umständen lernt man das sehr schnell.

Während Sie mit Ihrer rechten Hand, unter dem Lederumhang nach einem neuen Tuch sucht. Muss Sie mit Ekel an eine Ihrer ersten Führungen zurückdenken. Damals hatte Sie für die Neuankömmlinge keine Dufttücher dabei. Es war ein großer, arroganter Elf mit sehr schlechter Bezahlung. Sein Gesicht wird Sie nie vergessen. Nach dem Sie die Hälfte der Strecke zurückgelegt hatten, hörte Sie ein lautes Würgen hinter sich. Der Elf lehnte sich an eine Häuserwand und übergab sich. Einen Teil seines Mageninhalts leerte er über Ihren Mantel. Seit diesem Vorfall gehört ein kleiner Vorrat an Dufttüchern zu Ihrer Standard Ausrüstung. Was für Sie auch ein kleines zusätzliches Einkommen einbringt.

Das Suchen dauert nicht lange, ein Blick in Ihre Hand offenbarte Ihr ein lila gefärbtes Tuch. „Vielleicht passt das nicht ganz zu unserem Kunden“ murmelt Sie vor sich hin und die Hand verschwand zusammen mit dem Tuch unter Ihrem Umhang. Kurz darauf tauchte ein passend grünes Tuch in Ihrer Hand auf. Gerade als Sie den Blick wieder auf den Halbork richten will, bemerkt Sie zwei weitere Gestalten welche stark atmend die Stadt betreten. „Das warten könnte sich heute wirklich auszahlen.“
« Letzte Änderung: 20.04.2010, 16:46:21 von Hugy Pieper »

Eichenherz

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Angst und Schrecken
« Antwort #4 am: 20.04.2010, 19:11:42 »
Der Weg bisher war für Eichenherz zwar beschwerlich aber kein wirkliches Problem gewesen. Er hatte eine große Steppe überquert und war an vielen Wäldern vorbei gekommen. Auf dem Weg hatte er in einem Dorf ein fast verhungerten Hund gefunden, welchen er wieder etwas aufgepeppelt hatte. Anschließend war er ihm gefolgt, Eichenherz nannte ihn Steingeist und das Tier schien mit dem Namen durchaus zufrieden. Er mied die Wege, da dort Räuber lauern würden und lief durch die Wälder abseits der Wege, bis er schließlich bei der Stadt angekommen war. Seine Augen tränten bereits bei dem Anblick und als später seine Nase den Geruch vernahm besserte sich die Lage kein bisschen. Er hatte sich entschlossen dort zu helfen, wo niemand half. Dort die Natur zurückkehren zu lassen wo es niemand tat. Die wirklich großen Taten klingen ungetan immer wie Wahnsinn.

Die Umrissen des gewaltigen, verzerrten Steinhaufens werden größer als er sich nähert. Vorher hatte Eichenherz sich noch einen Vorrat ein guten Beeren zugelegt. Man weiß ja nie was es in so einer Stadt zu essen gibt. Fast alles in ihm schreit danach sich wieder zu entfernen. Doch sie sind ein leises Jammern im Vergleich zu dem Willen des Halborks. Dies ist seine erste wirkliche Aufgabe und scheitern oder umkehren steht völlig außer Frage. Als Steingeist zu jaulen beginnt beugt sich Eichenherz zu ihm herunter und streichelt ihn vorsichtig. Er lässt sich und sein Tier Zeit sich daran zu gewöhnen und nähert sich der Stadt. Die Abflüsse, der Gestank alles wirkte ungewohnt, abstrakt und abstoßend. Es gibt wirklich viel zu tun. Den Regen ignorierte Eichenherz herzlich. Den ist er zur Genüge gewöhnt und seine Kleidung hatte er schon vor langem bestmöglich Wasserdicht gemacht.

Langsam wendet sich der Hüne zu der kleinen Gestalt um und mustert sie mit seinen großen, tiefen Augen. Beinahe wollte er ihren Geruch aufnehmen, doch besinnt sich kurz zuvor eines Besseren. Er lächelt einmal als die Halblingsfrau ihm das Angebot macht und verneigt sich. Vorsorglich hält er dennoch einen Abstand von drei ihrer Armlängen, aber ohne sich eine Abscheu oder dergleichen Anmerken zu lassen. Diese war auch nicht vorhanden. Lediglich die Vorsichtig und sein Gespür für Gefahr. "Eichenherz danken für leuchtend Wort an finster Ort. Seien Diener von Ort was ist gud und dies sein Steingeist, mein Freund. Wir wollän gehn in Blendstein um sehen ob können helfen. Wenn zeigen Ort wo Blut nicht Fließt Eichenherz sehr dankbar sein wird.", Man merkte ihm an das er Schwierigkeiten hatte die richtigen Worte zu wählen. Doch seine Stimme klang sanft und ehrlich dankbar für das Angebot.
« Letzte Änderung: 21.04.2010, 08:43:14 von Pharasma »

Hugy Pieper

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Angst und Schrecken
« Antwort #5 am: 21.04.2010, 15:00:53 »
Den Blick gerade aus gerichtet, starrt Sie in zwei glänzend braune Augen. Ihre Pupillen weiten sich und nehmen den behaarten Kopf des Hundes wahr. Speziell springen Ihr die großen weißen Reiszähne des Hundes in die Augen. Die alte Narbe am Bein fängt sofort an zu jucken und Erinnerungen an vergangene Tage werden in Ihr wieder wach. Die Abneigung, welche Sie gegen Hunde besitzt, ist tief in Ihrer Vergangenheit verwurzelt. Mit grauen muss Sie an den versuchten Ausbruch aus ihrer Haft denken. Diese Wesen sind in etwa gleich groß wie Sie, aber bedeutend schneller im Rennen. "Hugy Hugy, ruhig Blut, du gehst einer ehrlichen Arbeit nach. Du hast nichts zu befürchten.“ Versucht Sie sich innerlich zu beruhigen und ist froh das der größte Teil Ihres Gesichts von einem Tuch verborgen ist.

Als der Halbork anfängt zu sprechen, schwenkt ihr Kopf erleichtert nach oben. Konzentriert versucht Sie jedem seiner Worte wahrzunehmen und auch richtig zu deuten. "Mit einem Gegrunze als Muttersprache hätte ich auch meine Schwierigkeiten, mich richtig auszudrücken. Was meint er mit Blendstein“ fing Sie an zu grübeln und geht im Kopf alle bekannten Plätze und Gebäude durch. Als Sie auf kein Ergebnis kommt, wendet Sie sich kopfschüttelnd an Eichenherz "Ich überlege die ganze Zeit, aber ein Gebäude oder einen Platz mit dem Namen Blendstein. Den gibt es hier nicht. Bist du dir sicher, dass du in der richtigen Stadt bist?“ Ihr Arm vorstrecken hält Sie ihm das duftende Tuch entgegen "Aber, da du nun hier bist, brauchst du auf jeden Fall eine Übernachtung. Für zwei Silberlinge kann ich dir ein Tuch gegen den Gestank anbieten und für ein weiterer Silberling, führ ich dich zu einer passenden Übernachtungsmöglichkeit.“

Im Augenwinkel bemerkt Sie, wie zwei gut gerüstete Ankömmlinge sich Ihnen nähern. Einen kurzen Schritt zur Seite, gefolgt von einem lauten Pfiff versucht Sie die Aufmerksamkeit der beider auf sich zu lenken. "Abend zusammen. Wenn Ihr eine Übernachtung sucht, dann kann ich euch gleich mitnehmen.“ Auf die Reaktionen abwartend wechselt Ihr Blick zwischen beiden Gruppen hin und her.
« Letzte Änderung: 23.04.2010, 22:19:33 von Hugy Pieper »

Sensemann

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Angst und Schrecken
« Antwort #6 am: 21.04.2010, 16:14:44 »
In diesem Moment erscheinen zwei weitere schwarz gekleidete humanoide Gestalten - geschützt gegen das nervige Regenwetter mit hochgezogenen Mantelkragen (bei ihren langen olivschwarzen Regenmänteln), dicken schwarzen Lederhandschuhen, schweren schwarzen Stiefeln, deren schwere Schritte schon Meterweit zu hören sind trotz des starken Regens, und eingefetteten Hut aus schwarzen Leder, während beide Gestalten eine abdeckbare Laterne in der linken Hand halten und die rechte Hand auf den Griffen ihrer nicht plank gezogenen Klingen ruhen lassen, welche in der Schwertscheide stecken am Waffengürtel, an welchem auch jeweils ein Armbrust im Licht der Laternen zu erkennen ist - jedoch nicht aus der Richtung des Stadttores kommend, sondern aus Richtung Stadtmitte in Richtung Stadttor gehend.

Es sind zwei Mitglieder der Krähen - der Stadtwache von Aashügel, welche nun kurz vor der Einbruch der Nacht ihre letzten Rundgänge im unteren Teil der Stadt machen, die Tore der Stadt schließen und mit einem oder zwei Wächtern besetzen und anschließend sich die restliche Nacht so gut wie gar nicht mehr in den niederen Slums blicken lassen bzw. ihren Wachposten nicht mehr verlassen.
Zumindest erkennt Hugy die beiden bewaffneten und leicht gerüsteten Männer als Krähen und denkt sich ihren Teil zu deren Berufsausübung.

Und so ist es auch bei diesen beiden Wächtern nun der Fall: Beide einfachen Wächter gehen ohne ein großen Gruß oder eines Blickes jemand würdigend an den Abenteurern einfach vorbei, wobei sie sich dabei leise und scheinbar konzentriert unterhalten[1] und weiter Richtung Tor gehen.
Dort ankommen beginnen sie das schwere Tor mittels Seilzug zu versperren und anschließend mit einem Riegel zu verschließen, um daraufhin den Wachposten zu besetzen.

Wenige Minuten später wären Eichenherz, Rahu und Garnug also diese Nacht nicht mehr hinein gekommen nach Aashügel.
Ob dies nicht vielleicht besser gewesen wäre, wird man erst am nächsten Morgen wissen...
 1. Wahrnehmungswurf bitte, wenn man den Inhalt des Gespräches mitbekommen möchte
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Garnug Weißhaar

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« Antwort #7 am: 21.04.2010, 19:59:11 »
Der weißhaarige Halbork, über dessen Schulter der Griff seines großen Krummschwertes ragt, ist erschöpft als sie die Stadt erreichen. Doch nicht so erschöpft, dass ihn der widerwärtige Geruch Aashügels kalt lässt. "Freund Rahu, mich dünkt, wir geraten vom Regen in die Traufe."
Die dunklen Augen des Erastilgläubigen - wie man an dem Symbol, das auf seinem Brustpanzer tanzt, gut erkennen kann - blickt sich um, während er ein Stück Seife aus dem Rucksack fischt, um sich damit die Oberlippe einzureiben. Vielleicht hilft es ein bisschen...

Den freundlichen Gruß der Halblingsdame erwidert Garnug mit einer formvollendeten Verbeugung, die er anschließend auch seinem Schicksalsgenossen und Glaubensbruder schenkt. "Erastil zum Gruße. Garnug Weißhaar werde ich genannt und dies ist mein Begleiter Rahu Na'Kephat." Der Weißhaarige deutet auf den Pharasma-Paladin und lächelt freundlich. Der Mann ist sehr präsent und scheint es gewohnt zu sein, das Wort zu führen und auf Fremde zuzugehen.  "Ein beschaulicher Platz zum Rasten wäre uns in der Tat sehr angenehm." Die in sehr höflichem Ton und akzentfrei vorgetragenen Worte sowie das tadellose, fast adelige Benehmen Garnugs erstaunen die meisten bei der ersten Begegnung mit dem Halbork. Von seiner Art werden meist eher Grobschlächtigkeit und ungehobeltes Benehmen erwartet. Begleitet werden die Worte von einem prüfenden Blick. Ganz offensichtlich erwartet der Paladin eine Vorstellung von den beiden ungleichen Gestalten und scheint nicht sicher, was er von ihnen zu halten hat.
Sein Harnisch und sichere Art, in der er sich in der Rüstung bewegt, weisen ihn eindeutig als einen Mann mit Kampferfahrung aus.

Das Vorbeiziehen der Wachleute nimmt er nur am Rande zur Kenntnis.      
« Letzte Änderung: 21.04.2010, 21:10:30 von Garnug Weißhaar »

Rahu Na'Kephat

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« Antwort #8 am: 22.04.2010, 20:16:52 »
Neben dem hünenhaften Halbork geht ein ebenso hünenhafter Halbelf, der seine schwere Last gelassen und demütig durch den triefenden Regen trägt. Seine dunkelgraue Rüstung wirkt befremdlich, ebenso wie sein Schwert und seine Gesichtszüge. Es ist sofort offensichtlich, dass dieser Halbelf zum Einen weder vom Nordkontinent stammt, noch einem bekannten Ritterorden angehört.
Erst auf den zweiten Blick erkennt man auf dem großen Stahlschild das Symbol Pharasmas, welches von merkwürdig geformten Augen eingerahmt ist. Ebenso ist der Knauf seines Schwertes dem Symbol der Herrin des Todes nachgeformt.  Auch seine fremdländische Rüstung ist verziert mit Symbolen des Todes, des Schutzes und des Lebens.
Die dunklen Augen des Halbelfen liegen tief in exotisch-dunkel geschminkten Augenhöhlen. Drei rituelle Tätowierungen zieren das Gesicht des Mannes und geben ihm einen ehrfürchtigen Anschein. Und der Blick sagt deutlich und direkt, dass kaum ein Weg an ihm vorbei führen wird. Wie ein Turm im Schachspiel wirkt der Ritter. Geradlinig, fest verwurzelt und unerschütterlich.
Im Takt seines Ganges schläg ein silbernes Symbol Pharasmas seinen hellen Klang auf der Rüstung, wie eine friedliche Melodie aus einer anderen Welt wirkt es fast.

Die Halblingsdame erntet eine hochgezogene Augenbraue und ein mürrisches Nicken. Scheinbar hat der Halbork bereits alles gesagt, was es zu sagen gibt. Das miese Wetter und der unsägliche Gstank haben die eh schon trübe und nachdenkliche Laune des Halbelfen nicht gerade gebessert.
Dennoch spricht er in tiefer, baritoner Stimmlage:
"Auch ich grüße Euch, Halblingsfrau. Gern würde ich ein Dach über dem Kopf wissen und ein wenig Wärme täte meinen Knochen gut. Es soll Euer Schaden nicht sein, meinen Freund und mich in ein angemessenes Gasthaus zu bringen."
Rahu ist klar, dass die Verzweiflung einiger Weniger diese zu solchen Arbeiten treibt. Doch verdienen sie sich ihren Respekt, da sie nicht stehlen gehen oder gar Schlimmeres. Für ihn ist es selbstverständlich, auch für niedere Arbeiten einen angemessenen Lohn zu zahlen.
Vielleicht hat sie eine Familie zu ernähren... in diesem vermaledeiten Drecksloch.
Auch die anderen Gestalten fallen dem Halbelfen auf. Allerdings hört er in diesem Regen nicht ihre Gespräche, denn sein Interesse gilt momentan anderen -wichtigeren- Dingen. Und Gefahr scheint für ihn nicht in Verzug zu sein.
« Letzte Änderung: 23.04.2010, 11:12:48 von Sensemann »

Eichenherz

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« Antwort #9 am: 22.04.2010, 22:39:13 »
Eichenherz mustert für einen Moment die Neuankömmlinge. Gut gewählte Worte. Selbstzufriedenes Auftreten und offen getragene Symbole. Scheinbar Reisende aus verschiedenen Orden die zeitweise zusammengekommen sind. Er selbst wirkt weder so gut gepflegt noch so wortgewand wie die Anderen, dennoch nickt er diesen Höflich zu und öffnet ein wenig seinen Ölzeugmantel, sodass man auf seiner Rüstung das hölzerne Symbol Erastils recht deutlich erkennen kann. Er tut dies jedoch in einer Art, als würde er seinen Umhang zurecht machen und nicht in einer angeberischen Geste. Ein kleiner Test, hätte sein Meister gesagt. An dem wohin die Blicke gehen erkennt man wie eine Person gestrickt ist.

Mehr als die beiden interessiert ihn scheinbar was die Wächter gesagt haben und er denkt eine Weile darüber nach, während sein wachsamer Blick über die Stadt wandert, so als würde er etwas erwarten dort zu erblicken. Seine Augen zu Schlitzen verengt, auf eine merkwürdige Weise Bereit und Wachsam. Zwar wendet er seine Aufmerksamkeit wieder der Halblingsfrau zu, doch nun war er auf der Hut.

Er lächelt sie freundlich an. "Dat hia is Blendstain. Was du sehn.", der Halbork wendet seinen Blick auf die Stadt zu. "Die wo sein hia, nix sehn was sein draußen.", er fährt mit einem Finger die Befestung um die Stadt nach. "Das blenden alle die sein in Steinhaufen. Sie sein blind für das was sein nix in Steinhaufen... in Blendstein.", er neigt ernst sein Haupt. "Eichenherz nix habän Glitzascheibe. Eichenherz können nur bitan Dankbarkeit und Helfän. Der wo helfen Eichenherz nix verlorän, er werdän kriegan mehr als gegebän.", erneut quält sich der Halbork mit der Sprache, doch die Worte sind klar und mit Überzeugung gesprochen.
« Letzte Änderung: 23.04.2010, 11:14:40 von Sensemann »

Sensemann

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« Antwort #10 am: 23.04.2010, 11:41:00 »
Einstieg für Nurgen zur restlichen Gruppe

Etwas in Gedanken, da auch sie die Worte der Stadtwächter gehört und einzuschätzen wusste, muss Hugy Pieper erneut etwas abgelenkt zu ihrer tiefen Verwunderung feststellen, dass aufeinmal, nach etlichen Tagen beruflicher Flaute, scheinbar nun eine lukrative Massenfremdenführung auf sie zukommen könnte, denn ein sichtlich gepflegter Zwerg zeigt sich aufeinmal ebenfalls in der Nähe und wirkt auf den ersten Blick ziemlich verloren und orientierungslos.

Niemals hätte Nurgen Steinhauer gedacht, dass sein Heimweg, um seiner Familie endlich reines ungewässertes Bier einzuschenken, die größte Herausforderung für ihn werden würde, nachdem er den für einen Zwergen so schweren und ruhmlosen Pfad als Priester des Nethys bzw. arkanen Weg als Magier eingegangen war und damit den vorbestimmten Pfad seiner Familie und des Torags verlassen hatte.
Eigentlich wollte der für einen Zwerg ziemlich wenig bewaffnete und keine Rüstung tragende Abenteurer nach seiner Ausbildung und dem erfolgreichen Abschluss nur schnell weg Richtung Süden und dann vom nächsten großen Hafen aus ersteinmal ein Schiff nehmen, um die Weltenwunde, aber auch Ustalav so schnell wie möglich hinter sich zu lassen, doch sein für einen stolzen Zwerg ziemlich leerer Geldbeutel und Ustalav machten ihm schnell einen Strich durch die Rechnung.
Seit zwei Tagen war der zwergische Magier nun in Aashügel angekommen und schon jetzt hasste er diese Menschenstadt mehr als eine Horde Oger, zumal die Stadt sogar schlimmer stinkt als alle Oger dieser Welt zusammen - zumindest nach dem Empfinden des Zwerges - denn Nurgen war seit seiner Ankunft durchgehend schlecht durch den Geruch von Verwesung und auch das wässrige Met und Ale, welches hier verkauft wurde war kaum zu genießen für einen Zwerg, genauso wie der Braten, welchen es hier zu essen gab.
Aber wie sollte einfacher Braten auch schmecken in einem Land voller schlechter Magie und Untoten?
Dazu dieser nervige und niemals endende Regen - vielleicht ein magischer Unfall.

Nurgen sehnte sich so sehr nach dem warmen Feuer einer Esse, einem Krug mit schaumigen warmen Schwarzbier und einen Krustenbraten gefüllt mit Pilzen.

Doch stattdessen läuft er völlig orientierungslos und durchnässt durch die viel zu engen und stinkenden Strassen einer Menschenstadt voller verkommener Menschen und Bettler und Häuser, welche teilweise nicht aus Stein, sondern aus zusammengeschmolzenen Müll und Abfall gemacht sind.
Kein Wunder, dass diese Stadt so stinkt.

Und selbst die beiden Stadtwächter, welche der Magier gerade an einem verschlossenen Stadttor getroffen hat, winken ihn nur weiter.

Vielleicht könnten aber die Gestalten vor ihm etwas weiterhelfen, zumal zwei der Gestalten aussehen wie Paladine - und mit Paladinen kommt Nurgen seit seiner Zeit an der Weltenwunde eigentlich sehr gut aus, auch wenn er selbst kein Paladin werden wollte und stattdessen Magier geworden ist.
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Hugy Pieper

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« Antwort #11 am: 23.04.2010, 15:20:02 »
Angenehm überrascht von dem Verhalten des weißhaarigen Kriegers freut sich Hugy, Ihren Lederbeutel heute Abend mit ein wenig Edelmetall auffüllen zu können. Mit dem Kopf leicht nickend geht Sie auf die Begrüßung des Gerüsteten ein. „Ich freue mich, euch im Ashügel als letzte Führerin der Kundschafter vor Ort begrüßen zu dürfen. Ihr könnt mich einfach Hugy  nennen.“

Dank Ihrem guten Gehör, bekommt Sie einige brocken des Gesprächs der Nachtwache mit. Erinnert an das aktuelle Thema des Ashügels, läuft Ihr eine Eiseskälte den Rücken entlang und lässt Sie kurz erschauern. Nach Ihrem mittlerweile langen Aufenthalt in dieser Stadt war Sie der Meinung, dass solche Angelegenheiten Ihr nichts mehr ausmachen. Aber die mitbekommenen Geschichten sind zu grausam, als dass man diese einfach verdrängen kann.

Ihr Blick fixierte die kleine Gruppe. “Wie gesagt, eine gute Bleibe für die Nacht zu finden, dürfte kein Problem sein. Seit dem das Monster sein Unwesen in der Stadt treibt, ist die Anzahl der Neuankömmlinge stark zurückgegangen. Ich kenne ein paar sichere Wege, um die Herberge unbeschadet zu erreichen.“ Geschickt holt Sie ein weiters parfümiertes Tuch aus Ihrer Innentasche und übergab diese an die beiden Paladine. In der Hoffnung von zwei Gotteskriegern nicht über das Ohr gehauen zu werden „Für das gut riechende Tuch, bekomme ich von jedem zwei Silberlinge. Der Gestank hier ist sonst kaum auszuhalten und im Inneren der Stadt wird es sicherlich nicht besser werden. Die Führung zur Herberge kostet euch zusammen als Gruppe ein Silberling“ Ihre linke Hand hält Sie offen für die Bezahlung den Beiden entgegen. Ihre rechte Hand gleitet erneut unter den Umhang und holte das letzte vorhandene Tuch für Eichenherz hervor. „Ich bin mir nicht ganz sicher, aber gehe ich richtig, wenn du auch eine Bleibe für die Nacht suchst?“ Kopfschüttelnd fügt Sie hinzu. “Wie du in der Stadt ohne Münzen überleben willst, ist mir schleierhaft. Hast du etwas anderes zum Tauschen?“ Zögerlich hält Sie ihm das Tuch mit ihrer rechten Hand entgegen.
« Letzte Änderung: 23.04.2010, 22:18:45 von Hugy Pieper »

Nurgen

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Angst und Schrecken
« Antwort #12 am: 24.04.2010, 03:05:25 »
"Paladine, hier in dieser götterverlassenen Stadt?" Womöglich hat sein Umherirren in dieser Stadt bald ein Ende... Voller Hoffnung beschleunigt Nurgen seinen Schritt und nähert sich den drei Großlingen, die dort in der Nähe des Tors stehen.

Im Näherkommen sieht er die Halblingsfrau, die geschäftig zwischen den dreien hin und her blickt. "Ist sie auch auf der Suche nach Unterkunft?"  Nurgen tritt an die Gruppe heran und spricht laut gegen den strömenden Regen: "Die Götter mit euch! Könnte wohl jemand von euch einem Reisenden und Fremden in dieser Stadt den Weg zu einer sicheren Unterkunft zeigen?"
Der in einen weiten Umhang gehüllte Zwerg sieht sich in der Gruppe um, auf seiner Stirn glänzt ein roter Stein.  Nacheinander fixiert er jeden Einzelnen der Anwesenden. Als sein Blick auf die beiden Halborks fällt weicht das Lächeln auf seinem Gesicht einem Ausdruck des Erstaunens, seine Hand macht eine unwillkürliche Bewegung in Richtung des Hammers, der an seinem Gürtel hängt, bevor er sich wieder entspannt. "Ein Orksprössling als Paladin? Diese Stadt zieht wahrlich seltsame Gestalten an..." Nurgens Blick schweift kurz zu einem der Nethys-Symbole auf seiner Schulter, bevor er wieder in die Runde blickt, seine Augen langsam zwischen den Anwesenden wandern lassend.
« Letzte Änderung: 24.04.2010, 13:07:58 von Sensemann »

Rahu Na'Kephat

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Angst und Schrecken
« Antwort #13 am: 24.04.2010, 21:02:06 »
Rahu tritt vorsichtig einen Schritt an die Halblingsdame heran, derweil er eine seiner starken Hände auf den Arm seines Halbblutfreundes legt, der sicherlich bereits zu seiner Geldbörse greift.
"Ich bin dran, mein Freund."
Ein mildes und herzliches Lächeln liegt auf den Lippen des durchnässten und schwer Gerüsteten.
"Hier, bitteschön, Hugy. Hier habt Ihr eine Goldmünze für die Tücher. Gebt dem anderen Halbork namens Eichenherz auch gern eines. Und zeigt uns allen gern den Weg zu einer sauberen Gaststätte. Ein dichtes Dach, ein warmes Bad und ein voller Magen sind großzügige Aussichten in dieser Stadt. Und Euer Schaden soll es nicht sein. Gern lade ich Euch auch auf eine Mahlzeit ein, wenn es Euch darbt vor Hunger."
Der letzte Satz war an alle Anwesenden gesprochen. Den Halbork namens Eichenherz -so sprach dieser zumindest von sich- , dem zwergischen Neuankömmling und auch Hugy eingeschlossen.
Großzügig und ohne Hintergedanken spricht Rahu seine Einladung aus. Alles hat seinen Sinn. Dieses Treffen hier hat seinen Sinn. Niemals kommen derart viele Bedürftige zusammen, ohne dass die Götter ihre Finger im Spiel haben.
Schulterzuckend akzeptiert Rahu dieses Schicksal und schaut sich die fremde Schar inmitten des Abends an diesem Platz an. Garnug weiß gut einzuschätzen, dass Rahu niemals unüberlegt handelt und Dinge wahrnimmt, die auf anderen, spirituellen Ebenen passieren. Angeblich, seit er den Tod gesehen hat. Sagte er zumindest einst in einer Schlacht in knietiefem Blut und Gedärm in der Weltenwunde.
« Letzte Änderung: 27.04.2010, 10:22:26 von Sensemann »

Eichenherz

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Angst und Schrecken
« Antwort #14 am: 26.04.2010, 11:38:38 »
Eichenherz verneigt sich tief vor Rahu als dieser das Angebot macht und hält diese Geste eine Weile an. Dann erhebt sich der Halbork wieder und spricht langsam zu Rahu.
"Danken Freund. Nicht vergebens sein Wäger mit Gutes zu füllen. Komman zurück.",
Dann beobachtet er weiter die Reaktionen der anderen. Der neu dazu gekommene Zwerg wirkte auf ihn sehr aufgeregt und seine Augen weiteten sich  ja einen Moment als er Eichenherz und Garnug sieht. Der Druide denkt sich seinen Teil und beugt sich herunter um Steingeist zu streicheln, welcher inzwischen völlig durchnässt ist. Aber selbst der Hund ist klug, genug um sich nicht zu schütteln. Es wäre vergebens gewesen.
Langsam erhebt er sich wieder und versieht Rahu und seinen Kameraden mit einem freundlichen Blick.
Langsam entfernt er sich aus der Sichtlinie der Meisten und bewegt sich neben die Beiden. Er erregt ungern mehr Aufmerksamkeit als nötig. Manchmal muss man ein Geist sein, hatte sein Meister einmal gesagt und Eichenherz hatte noch viel zu begreifen in dieser neuen Umgebung die für ihn so fremd war wie eine andere Dimension.
« Letzte Änderung: 26.04.2010, 11:48:26 von Sensemann »

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