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Autor Thema: Angst und Schrecken  (Gelesen 23294 mal)

Beschreibung: Das Inplay

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Nurgen

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Angst und Schrecken
« Antwort #15 am: 26.04.2010, 16:50:05 »
"Die Gesellschaft ist zwar etwas seltsam, aber eine Einladung zum Essen darf man nicht ausschlagen!" "Es wäre mir eine Ehre und ein Vergnügen mit euch zu speisen." spricht der Zwerg, dem Paladin die Hand entgegenstreckend. "Ich bin Nurgen. Und lasst mich sagen es freut mich Euresgleichen an diesem düsteren Ort zu treffen." Nurgen wirft ein Lächeln in die Runde, seine Stimmung hat sich innerhalb weniger Momente scheinbar deutlich gebessert. Selbst dem Halbork mit dem großen Hund schenkt er einen freundlichen Blick.

Garnug Weißhaar

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Angst und Schrecken
« Antwort #16 am: 26.04.2010, 22:20:16 »
Der Paladin lächelt seinen Freund an, als dieser die Rechnung vor ihm begleicht. Dankbar nimmt er das duftende Tuch vor Mund und Nase und atmet tief durch. "Ich danke Dir, Rahu." Gegenüber dem Pharasma-Paladin spricht Garnug meist direkter als zu anderen, die beiden haben zu viel gemeinsam durchgemacht, um auf Höfligkeitsfloskeln angewiesen zu sein. "Auch Euch Erastils und meinen Gruß, Zwerg. Garnug Weißhaar werde ich genannt und Ihr seid willkommen, uns Gesellschaft zu leisten." Für einen Moment glaubt er, den Zwerg schon einmal gesehen zu haben.  Doch er ist sich nicht sicher. "Werter Meister Nurgen, erlaubt mir eine Frage. Mich dünkt, wir wären und schon einmal begegnet. Ist es möglich, dass Ihr Euch an der Weltenwunde verdient gemacht habt?" 

Dann wendet er sich mit einer leichten Verbeugung an Eichenherz, dessen Symbol ihm nicht entgangen ist. "Seid abermals gegrüßt, Eichenherz. Bruder im Glauben" Der erneute Gruß ist in  perfektem orkisch und mit respektvollem Ton vorgetragen. Respekt, der auch im Blick des Paladins liegt, der vermutet, dass sein Genosse dem Pfad der Natur - und damit einem ganz anderen Weg als er selbst - folgt. Dennoch eint sie nicht nur die Abstammung sondern auch der Glaube.

Nach einer kurzen Pause blickt er die Halblingsfrau an, die sie führen wird. "Werte Dame, Ihr erwähntet ein Monster. Was plagt diesen offenbar ohnehin schwer geprüften Ort? Es wäre uns eine Ehre, zu helfen."     

Hugy Pieper

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Angst und Schrecken
« Antwort #17 am: 27.04.2010, 09:02:42 »
Mit einem Lächeln im Gesicht nimmt Sie die Goldmünze entgegen. Geschickt schnippt sie das Edelmetall mit dem Daumen in Ihren Lederbeutel. „Vielen Dank, der Einladung für das Abendessen folge ich gerne. Es ist schon etliche Stunden her, dass ich etwas Warmes in meinem Magen hatte. Nicht weit von hier, ist eine gute Schänke  Zur besoffenen Wasserleiche. Keine Angst, die Schänke  ist besser als Ihr Name es vermuten lässt.“ Gut gelaunt, dass der Abend sich jetzt schon rentiert hat, verfolgt Hugy das Gespräch.

Die Augenbraun ziehen sich kurz zusammen und mit ernstem Blick schaut Sie Garnung in die Augen. „Ihr habt tatsächlich noch nichts davon mitbekommen? Nun, vor drei Tagen hat das Grauen mit dem ersten Toten angefangen. Es war mitten am Tag, als das Gemetzel ausgeführt wurde. Anfangs hatte man sich noch nicht so viel dabei gedacht, da so etwas hier nicht zum ersten Mal vorkommt. Aber seit dem ersten Zwischenfall bringt das Monster ein Mal am Tag und ein Mal in der Nacht Tod und Zerstörung in die Stadt. Um was für ein Monster es sich handelt, kann keiner sagen. Da alle die dem Monster begegnet sind, dies mit Ihrem Leben bezahlte.“ Mit den Händen zieht sie Ihre Kapuze tiefer ins Gesicht und kontrolliert kurz, ob ihr Mantel richtig verschlossen ist. Als Sie von Ihrem Unterstand in den Regen tritt begleitet von Ihren Gedanken. „So wie es scheint, hat die Stadt ein paar neue Ritter des Lichts. Hoffentlich gehen diese im Ashügel nicht genau so schnell unter wie die meisten. Obwohl, auf den ersten Blick können diese mit Ihren Waffen umgehen, was ein riesiger Vorteil ist.“ Den Blick auf den Boden gerichtet, dass das Wasser nicht in Ihren Mantel rein läuft „Bis jetzt hat sich noch niemand finden lassen der sich dem Monster als Gegner entgegen stellt. Meines Wissen sucht der Bürgermeister dringend nach begabten Kämpfer. Wer ins Warme mitkommen will, soll mir folgen“ Mit Vorfreude auf ein warmes Essen macht sich Hugy auf den Weg zur Schänke. Geschickt umgeht Sie die größeren Pfützen und versucht die Umgebung im Auge zu behalten.
« Letzte Änderung: 27.04.2010, 10:25:15 von Sensemann »

Sensemann

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Angst und Schrecken
« Antwort #18 am: 27.04.2010, 11:06:36 »
Noch waren nicht alle Gespräche beendet und alle offenen Fragen beantwortet, aber die Gruppe von sich zum größten Teil noch gegenseitig Fremden entscheidet sich dennoch aufgrund der Uhrzeit und ihren knurrenden Mägen, aber vorallem wegen dem verfluchten Regen dazu gemeinsam die nächstbeste Taverne aufzusuchen, in welcher man auch ein Zimmer für die Nacht bekommen könnte.

Unter der Führung der Ortskundigen Hugy Pieper geht der gemeinsame Marsch durch den engen Irrgarten der Aashügel, denn anders können die lichtlosen und engen Straßen und Gassen der Stadt nicht genannt werden.
Überall liegt Müll und Dreck herum, während der offene Abwasserkanal teilweise völlig verstopft ist, sodass sich die dazugehörige Straße knöchelhoch mit Abwasser und Stoffwechselendprodukten anstaut.
Man muss sich also nicht wundern, warum dieser alte Stadt, trotz ihrer guten Befestigung und gepflasterten Straßen so bestialisch stinkt.
Halbnackte Kinder durchsuchen und durchwühlen die Abfälle und das Abwasser im Wettstreit mit hunderten von Ratten nach etwas Brauchbaren oder Wertvollen, während die Abenteurer sichtlich sich erschrecken vor der riesigen Anzahl von Bettlern, Wegelagerern und Tagelöhnern, welche in den lichtlosen Gassen und runtergekommenen Häusern um Feuerstellen herumlungern.
Noch mehr entsetzt sind sie jedoch, als sie von Hugy aufgeklärt werden, dass dies die normalen Bürger und Arbeiterschicht von Aashügel sind und sie sich nicht wundern müssen, wenn selbst Handwerker und Fischer versuchen werden ihnen ihre Geldbörse zu stehlen oder deren Inhalt zu erbetteln.

Mitleid und ein komisches Gefühl machen sich im Magen und in den Herzen der Abenteurer breit, welche kurz darauf den ersten richtigen Eindruck verdrängen können, zumindest kurz, denn sie haben ihr Ziel - die Taverne namens "Zur besoffenen Wasserleiche".

Hugy Pieper hatte etwas diese Schänke zu schön und gut geredet, denn von Außen sieht man schon, dass dieses alte Haus nicht mehr ist als eine runtergekommene Hafenkneipe.
Das hölzerne Schild über dem Eingang zu diesem Etablissement zeigt eine glasäugige und aufgedunsene menschliche Wasserleiche, welche aus einem rissigen Bierkrug trinkt.
Der Inhalt des Kruges wiederum fließt aus seinem löchrigen Hals heraus auf den Boden, wo sechs ebenso betrunkene und tanzende Ratten sich daran gütlich tun.
Wie das Zeichen bereits andeutet, ist dies wohl kaum der richtige Ort für jene, die es gerne ruhig, friedlich und gemütlich haben.
Aber die Helden haben wenig Wahl, wenn sie nicht noch weiter durch die lichtlose und verregnete Stadt laufen möchten, um am Ende von der nächsten Diebesbande überfallen zu werden, da die Stadtwache sich Nachts ja bekannterweise zurückzieht.

Mit dem Wunsch, sich etwas von den traurigen Verhältnissen draußen ablenken, sich aufzuwärmen und bei Speis' und Trank ihre Gespräche fortführen zu können, treten die Helden schließlich in den Schankraum ein.

Der völlig verrauchte und nach feuchten Holz stinkende Schankraum ist nur mäßig bis schlecht besucht, da sich nicht viele Leute in der Stadt selbst einen Besuch in diesem runtergekommenen Loch leisten können und Reisende die Stadt meist schnell wieder verlassen bzw. einen großen Bogen um Aashügel machen.

Doch zumindest Bier und Ale gibt es, was vorallem Nurgen freuen wird, denn an an manchen besetzten Tischen wird aus Tonkrügen getrunken, während man raucht, lacht, diskutiert und Karten spielt.
Wenigstens etwas Stimmung und Atmosphäre hat die Schänke, auch wenn die Gäste alle auf jeden Fall schon einmal ein Gefängnis von Innen gesehen haben.
Aber auch Wein und etwas Warmes zu essen sollte es geben, wenn man nicht den stinkenden eingelegten Handkäse essen möchte.

Man müsste nur eine der Kellnerinnen fragen, welche verschwitzt und sichtbar wie ihre Kleidung seit Monaten ungewaschen durch den Schankraum laufen und selbst rumbrüllen lauter und ungehobelter als die Säufer am Tisch (zumal sie meist auch eine ähnliche Statue haben wie die Säufer).
Auch ein Schlafraum könnte bei den Bedienungen reserviert werden.

Dazu müsste man jedoch ersteinmal einen Tisch oder besser gesagt Platz bekommen, doch es ist der Schankwirt - ein alter glatzköpfiger Mann, welcher sich seine Haut ständig wegen der Krätze kratzen muss - welcher die fremden eintretenden Helden hinter dem Tresen stehend beäugt und abweisend seine laufende Nase hochzieht, als er die beiden Halborks bzw. die beiden Paladine scheinbar zu Ende gemustert hat (und scheinbar sowohl Paladine als auch Halborks nicht leiden kann) und anschließend sprichwörtlich auf den Hund gekommen ist:

"He, was soll dieser Hund hier? Haustiere haben hier nichts zu suchen, denn sie übertragen Krankheiten! Hier essen und trinken Menschen, also raus mit dem Köter!"

Dabei zeigt der braunzähnige Mann mit wütendem Gesichtsausdruck auf den Hund von Eichenherz.
« Letzte Änderung: 27.04.2010, 11:19:49 von Sensemann »
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Hugy Pieper

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Angst und Schrecken
« Antwort #19 am: 28.04.2010, 12:17:38 »
Als Sie die Schänke betritt, hört Sie den Wirt schon fluchen. „Dieser großkotzige Maulesel. Ich hatte es mir ja schon gedacht, das der alte Mordan wieder Stunk macht.“

Vorsichtig, das auch ja kein Wasser in die Kleidung rein läuft streift Hugy die nasse Kapuze in den Nacken. „Wartet hier, ich wink euch, wenn alles in Ordnung ist.“ Spricht Sie in die Runde und bahnt sich einen Weg durch die Meute. Nach dem Sie einigen Säufern ausgewichen ist, erreicht Sie den Tresen. Elegant erklimmt Sie, einen Stuhl und schaut, nach dem Sie ein charmantes Lächeln in Ihr Gesicht gezaubert hat, dem Glatzkopf ins Angesicht. "Hallo Mordan, empfängst du so deine Gäste?“ beginnt Sie das Gespräch in einem verführerischen Ton. "Ich habe die Gruppe am Tor aufgegabelt und suche eine Übernachtungsmöglichkeit. Da dachte ich gleich an dich." In ernstem Ton fährt Sie fort. "Komme mir jetzt nicht damit, dass deine Zimmer schon alle belegt sind. Ich habe das Gefühl, dass es anständige Leute sind, und dir keine Probleme bereiten. Was willst du mehr, die Rasse spielt in diesem Fall keine Rolle.“ Mit einem Augenzwinkern wartet Sie auf seine Antwort.

« Letzte Änderung: 28.04.2010, 12:37:25 von Hugy Pieper »

Sensemann

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Angst und Schrecken
« Antwort #20 am: 28.04.2010, 12:36:37 »
Der Wirt verzieht sein ungepflegtes Gesicht und kratzt sich seine offenen Stellen.
"Hugy! Ich hätte mir ja schon denken können, dass Du so einen Zirkus hierher schleppst...
Du solltest doch wissen, dass Orks hier in der Stadt nicht gerade beliebt sind...wohlmöglich übertragen sie mehr Krankheiten als untote Werrattten...noch dazu so ein teuer gekleideter Ork...das wird Neid und Ärger geben...und beide Orks tragen Waffen...und so ein dummer Köter!
Nein...nein...nein...ich will keinen Ärger...Ärger ist schlecht für das Geschäft...", rechtfertigt sich der Wirt, wobei er jedoch schon etwas einknickt.
"Aber weil Du es bist: Sag Deinen Kunden, dass sie ihre Waffen auf's Zimmer bringen sollen, genauso wie diesen Flohpelz von Köter...außerdem sollen die Orks auf jeden Fall mit Besteck essen und keinen Ärger machen...", erklärt der Wirt und öffnet seine Hand in Richtung Hugy - nicht um einen Handschlag zu bekommen, sondern etwas Schmiergeld.
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Hugy Pieper

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Angst und Schrecken
« Antwort #21 am: 28.04.2010, 18:02:25 »
Als Hugy die Hand sieht, zuckt ihr Mundwinkel vor Verärgerung kurz nach oben. „Jetzt bring ich ihm potenzielle Kundschaft und dann will der Geizhals auch noch mein Gold.“ Sie kramte kurz in Ihrem Lederbeutel und holt zwei Silbermünzen raus. Begleitet von einem kleinen Seufzer landen diese in der Hand des Wirts. „Ich hoffe, dass dies ausreicht. Ich werde mich um deine Gäste kümmern und Sie nach oben führen. Danach werden Sie sicherlich etwas essen wollen, also sag deinem Koch er soll sich Mühe geben den ich esse mit.“ Auf dem Stuhl stehend, dreht sich Hugy in Richtung Eingang. Ihr ganzer Körper streckt sich in die Länge, während der recht Arm das Signal zum Folgen gibt.

Als Sie von dem Stuhl springt, musste Sie mit entsetzen an das Abendessen denken. „Ich hoffe nicht das Mordan kocht, wahrscheinlich rührt er seine Krätze noch mit rein.“ Mit einem mulmigen Gefühl im Magen wartet Sie auf die Gruppe.
« Letzte Änderung: 28.04.2010, 20:59:00 von Hugy Pieper »

Garnug Weißhaar

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Angst und Schrecken
« Antwort #22 am: 28.04.2010, 20:09:45 »
Hinter der kleinen Frau betritt der weißhaarige Paladin die Kaschemme. Trotz des Gestankes und des wenig vertrauenserweckenden Publikums lächelt er freundlich und wirft ein "Erastil zum Gruße!" in den Raum. Die abweisenden Blicke des Wirtes ignoriert Garnug. Zu oft wurde er wegen seiner Herkunft schon abfällig begutachtet - Verzeihen ist eine Gnadengabe haben ihm seine Lehrer eingeschärft und der Halbork hat diese Lektion gelernt.

Mit gemessenen Schritten folgt er Hugy und lässt diese mit dem Wirt sprechen, bevor auch er an diesen herantritt. "Erastil zum Gruße, werter Herbergsvater." Garnug lächelt freundlich und offen.  "Ihr werdet als weiser und erfahrener Mann Eure Gäste sicher nicht nur nach ihrem Äußeren beurteilen. Garnug Weißhaar ist mein Name, Diener des Erastil. Wir wären hocherfreut, wenn Ihr uns für eine oder mehrere Nächte ein Dach über dem Kopf vermieten würdet. Auch dem Hund meines Glaubensbruders, er scheint sehr an seinem Tier zu hängen und wie Euer Schild verrät, seid auch Ihr kein Feind der vierbeinigen Geschöpfe." Für einen Moment hält der Halbork inne und kramt ins einem Beutel. Dann hält er dem Wirt seine Handfläche hin, auf der fünf Goldmünzen blinken. "Gerne begleichen wir die Rechnung für die Gastfreundschaft im Voraus und laden jeden der werten Anwesenden auf einen Krug ein. Uns selbst dürft Ihr gerne etwas aus Eurer köstlichen Küche bringen. Mir scheint, auch meine Begleiter sind hungrig und könnten vor dem zu Bett gehen noch einen Bissen vertragen."[1]
Es wirkt so als hätte Garnug entweder das Gespräch der beiden nicht gehört oder als würde er die Bemerkungen des Wirtes gekonnt überspielen. Nur wer ihn wirklich kennt weiß, dass er dem Gespräch tatsächlich nicht gelauscht hat. Es wäre unhöflich gewesen, vor allem hat er jedoch über Eichenherz und dessen mögliches Schicksal nachgedacht.      
 
 1. Diplomatie: 23
« Letzte Änderung: 28.04.2010, 20:11:39 von Garnug Weißhaar »

Eichenherz

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Angst und Schrecken
« Antwort #23 am: 28.04.2010, 22:43:05 »
Eichenherz hatte nun etwas Abstand zu den anderen genommen, nickte aber Rahu und Nurgen freundlich zu, sobald sie zu ihm sahen. Ein freundlicher Blick und ein offenes Auftreten kosten nichts und konnten dennoch oft mehr Wert sein als alle Kostbarkeiten der Welt.
Garnug hingegen schenkt er sogar eine Antwort auf Orkisch, welches er klar und deutlich sprechen kann im Gegensatz zur Gemeinschaftssprache:
"Seid ebenfalls nochmal richtig gegrüßt, Garnug. Bruder im Glauben!"
Nach einiger Weile folgt die Gruppe der Halblingsfrau die sich zweifelsfrei sehr gut auskennt in diesem Stadtviertel. Doch Eichenherz war dies alles fremd. Kein Geruch von Bäumen, harter und teilweise auch klebriger Boden und dieser Allgegenwärtige Gestank machten es nicht besser.
Das Dufttuch hatte er abgelehnt. Es stank für ihn nur genauso wie die Umgebung. Was diese Städter an so etwas fanden, würde er niemals verstehen.
Auch Steingeist hat sich inzwischen zu mindestens ein wenig daran gewöhnt und jault nur hin und wieder leise als sie an einem Abfallhaufen vorbeilaufen. Jedesmal beugt sich der stämmige Halbork herunter und streichelt dem Hund über den Rücken und redet ihm etwas in seiner sanften, tiefen Stimme vor, bis er aufhört. So als währe der Hund kein Hund sondern sein kleiner Junge der Angst hat.
Ständig wandert sein Blick umher und auch hinter sich. Er scheint keinen Moment unachtsam zu werden oder seine Augen auszuruhen. Trotz seines Alters scheint sein Geist so wach wie eh und je.[1]
Bei der Ankunft am Gasthaus mustert er ersteinmal den Innenraum und bedenkt den Wirt, der seinen Hund beleidigt mit einem strengen Blick. Beinahe hätte er zu einer scharfen Entgegnung angesetzt, doch besann sich eines Besseren. Ein Echo konnte man nicht durch Anbrüllen bezwingen, wohl aber dafür sorgen das es stiller wurde. So wartet er ersteinmal ab und lässt die anderen die Situation entschärfen. Als er bemerkt das einige glänzende Münzen in die Hand des Wirtes wandern bewegt er sich auf ihn zu und nickt ihm einmal freundlich zu und lächelt. Man wirkt weniger bedrohlich wenn man lächelt.
"Eichenherz dankt weisen Mann, der sein guta Hüter seines Ortes.", dies meinte er ernst, den der Wirt machte sich offensichtlich Sorgen um seine Gäste, auch wenn er dies nur aus Eigennutz tat, war es dennoch ein Lobenswertes verhalten. Er neigt leicht den Kopf und tritt wieder hinter Garnug und die Halblingsfrau. Wenn man unbeliebt ist, muss man seinen Anblick besser nicht allen anderen aufzwingen. Menschen akzeptieren eher was sie nicht ständig vor Augen haben.
 1. Perception: 32
« Letzte Änderung: 30.04.2010, 11:58:06 von Sensemann »

Sensemann

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Angst und Schrecken
« Antwort #24 am: 29.04.2010, 11:18:36 »
Mit einem zufriedenen Grinsen im Gesicht nimmt der Wirt namens Mordan die beiden Silberlinge entgegen und prüft sie mit schmerzverzogenen Gesicht mit seinen schlechten Zähnen, um sie anschließend an seinem schmierigen Oberhemd abzuwischen und in seinen Geldbeutel wandern zu lassen.
Anschließend ruft er einer der Kellnerinnen zu: "Marta, beweg Deinen fetten faulen Arsch mal und zeig den neuen Gästen ihr Zimmer!"
Dabei läuft dem Wirt ein schleimiger Spuckfaden über die Unterlippe.

Woraufhin eine der Bedienungen - eine rotblonde Frau in guten Ernäherungszustand und schlechten Hygienezustand mit einem leichten Damenbart - ihr Gesicht kurz wütend verzieht, da sie sich es wohl gerade auf dem Schoss eines der saufenden Gäste es sich bequem gemacht hatte, um mit einem künstlichen Lächeln aufzustehen und zu den Abenteurern um Hugy zu zugehen.

Währenddessen wird Garnug Weißhaar trotz seiner gut gemeinten Worte kurz abgewatscht vom Wirt, welcher nur grimmig antwortet:
"Essen, Trinken und das Zimmer könnt ihr über bei den Kellnerinnen bestellen und bezahlen...Lasst mir meine Ruhe..."
Als der Wirt jedoch die fünf Goldmünzen vor seiner Nase erkennt und die weiteren Worte von Garnug auch wahrnimmt, blickt er auf und setzt ein breites Grinsen auf, und greift blitzartig und blind vor Gier zu, während er schleimig antwortet:
"Oh, entschuldigt und habt Dank, Herr äh Halbork! In Euch kommt die menschliche Ritterlichkeit wirklich hinaus!
Ihr seid fast kein Ork!
Damit sollte die Rechnung wirklich schon beglichen sein und eine Lokalrunde ist ebenfalls drin. Geht bitte einfach zu Marta hinüber und ordert, was ihr möchtet!
Ein Teil der anwesenden Gäste, welche dem Gespräch gelauscht haben und mehrfach erstaunt leise das Wort Lokalrunde wiederholen mit einem leuchten in ihren glasigen Augen, bis sie begreifen, fangen aufeinmal lauthals im Chor an nach der Lokalrunde zu verlangen, bis das ganze Wirtshaus singt, woraufhin die restlichen Kellnerinnen außer Marta allen Gästen eine Runde Knoblauchschnaps und einen Krug Bier bringen, welche daraufhin ihre Gläser und ihre Krüge in Richtung Garnug erheben und dann anfangen zu leeren.

Aber auch Eichenherz, welcher draußen gemerkt hatte, dass viele Augen ihn und Garnug voller Neid und Abweisung, aber auch mit Furcht angeschaut hatten, jedoch ohne die Gruppe zu verfolgen, bekommt auf seine Worte nur einen wortlosen grimmigen Gesichtsausdruck des Wirtes als Antwort, welche den Druiden beäugt mit Ekel und einer Abweisung, als würde er gerade in eine Zitrone beißen.
Da Garnug jedoch noch daneben steht, quält der Wirt sich ein "Bitte - keine Ursache! Der Hund muss allerdings dennoch nach Oben!" herraus, während er die überreichten Goldmünzen von Garnug in seinem Strumpf verschwinden lässt und anschließend seinen Stiefel wieder anzieht, um anschließend los zu eilen, um einen Tisch für die Helden mit einem Küchentuch und etwas Spucke sauber zu wischen.

Auch die Kellnerin namens Marta schaut nicht gerade erfreut die neuen Gäste an, da sie Arbeit bedeuten, während sie bei den Helden angekommen die Formalitäten klärt:
"Guten Abend und herzlich Willkommen in der besoffenen Wasserleiche!
Ich zeige Euch den Gemeinschaftsschlafraum...ein Einzelzimmer ist auch möglich, allerdings sind nur drei solche Zimmer noch frei.
Die Zimmer sind morgens um zehn Uhr zu räumen für...Aufräumen...und Putzen...
Wie lange möchten die Damen und Herren bleiben?
Für ein bisschen Trinkgeld zeige ich den Herren das Zimmer übrigens gerne sehr genau...
Desweiteren kann ich Euch unten im Schankraum frisches Bier, warmes Ale und unseren Hauswein aus unserem Lande ans Herz legen, genauso wie unseren frischen Handkäse mit Brot, den Aaleintopf und das Gulasch mit Braterdäpfeln.", wobei sie sich beim Reden bereits schnaufend die Treppe zu den Schlafräumen hinauf quält.

Oben angekommen zeigt die Menschenfrau den Abenteurern ihre Zimmer, wobei die Gruppe noch klären muss, wer die drei Einzelzimmer bekommt, und nimmt bereits die Bestellungen auf, damit sie unten schon einmal alles ordern kann, während die Abenteurer sich hier oben einrichten und anschließend wieder nach unten kommen.
« Letzte Änderung: 29.04.2010, 11:23:12 von Sensemann »
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Nurgen

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Angst und Schrecken
« Antwort #25 am: 30.04.2010, 20:18:43 »
"In der Tat war ich an der Weltwunde. Es kann sein, dass wir uns damals tatsächlich schon einmal gesehen haben. Vermutlich aus der Ferne, ich glaube an euer Gesicht hätte ich mich erinnert."

Der Unterhaltung der beiden auf orkisch lauscht Nurgen zwar, versucht aber sich seine Neugier nicht anmerken zu lassen. "Eichenherz nennt er sich also, und er ist wohl nicht so dumm wie er erst klang. Das ist interessant..."

Auf dem Weg zur Schänke versucht Nurgen sich einen Überblick über das Verhalten der Anderen zu machen. Ein jeder hier hat seine Neugier geweckt. Im Stillen nimmt der Zwerg sich vor mehr über diese Reisenden herauszufinden. Am besten beim Essen. "Mmmh Essen... Beim Gedanken an eine warme Mahlzeit fließt ihm das Wasser im Munde zusammen.

Frohen Mutes tritt Nurgen hinter den anderen in die Schänke. Ein Ausdruck des Bedauerns macht sich auf seinem Gesicht breit. "Das hatte ich mir wirklich anders erhofft.." Während die anderen mit dem Wirt handeln hält sich der Zwerg im Hintergrund. Erst als die Schankmagd die Gruppe ins Obergeschoss führt, setzt er sich wieder in Bewegung. Nachdem die Bedienung ihren Vortrag beendet hat wendet er sich an sie. "Ich nehme den Aaleintopf mit Bier." "Oder das was die hier Bier nennen..." "Wie lange ich bleiben werde kann ich noch nicht sagen. Erst einmal wohl nur diese Nacht." Zu gerne hätte Nurgen auch Fleisch gegessen, aber an diesem Ort hält er das für keine gute Idee.

Der Zwerg dreht sich zur Gruppe: "Ich würde es vorziehen ein Einzelzimmer zu nehmen. Ich brauche Ruhe für meine ... Studien"

Sensemann

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Angst und Schrecken
« Antwort #26 am: 30.04.2010, 20:47:53 »
Marta notiert kurz nickend die Bestellung des Nethyspriesters auf einem Notizblock mit ein paar proletarischen fast primitiven Aufzeichnungen, da die Frau wohl kaum lesen und schreiben kann, und wischt sich anschließend ein klebrigen Film Schweiß von ihrer Stirn mit ihrem Ärmel, denn scheinbar hat die rundliche Frau sich durch den kurzen Treppenaufstieg wirklich schon überanstrengt und auch das Schreiben und gleichzeitig zu lächeln fällt ihr nicht leicht.

Kurz wartet die Kellnerin noch, bevor sie wieder nach unten geht, und damit weitere Bestellungen nur unten annimmt, sollten die restlichen Abenteurer noch nicht hier oben etwas bestellen.
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Garnug Weißhaar

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Angst und Schrecken
« Antwort #27 am: 30.04.2010, 20:54:30 »
Der Paladin überlegt kurz, wie der Zwerg seine Bemerkung gemeint hat, entscheidet sich dann jedoch für ein Lächeln. "Das klingt wahrscheinlich. Wenn mich meine Sinne nicht täuschen, gehört Ihr nicht zu denen, die direkt an vorderster Front stehen, sondern zu den ebenso wichtigen Zauberwirkern."

Dem Halbork mit dem Namen Eichenherz drückt Garnug kurz an der Schulter. Er ist erfreut einen Glaubensbruder gefunden zu haben und beschließt, sich mit dem Mann des Waldes einmal in Ruhe über ihre Philosophien auszutauschen, sollte sich die Gelegenheit ergeben.

"Werte Dame, wen Ihr einen Strohsack organisieren mögt, werden der ehrenwerte Rahu" Garnug deutet auf seinen Freund "und ich uns ein Einzelzimmer teilen. Doch zunächst würden wir uns ebenfalls an dem Aal und einen Krug Gerstensaft erfreuen." Dabei drückt er der Frau vier Silbermünzen in die Hand.    
« Letzte Änderung: 30.04.2010, 20:56:32 von Sensemann »

Sensemann

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Angst und Schrecken
« Antwort #28 am: 30.04.2010, 21:32:04 »
Sichtlich überglücklich und damit mehr als nur dankbar für die vier Silberlinge eilt Marta sofort los, um einen Sack voll mit Stroh zu besorgen, und fällt dabei beinahe die Treppe hinunter, wobei es fraglich bleibt, ob dabei Garnugs restliche Bestellung für sein leibliches Wohl nicht vollkommen vergessen wird.
Zumal Garnug damit den restlichen Abenteurern bis auf Nurgen die Möglichkeit nimmt, bereits etwas für den Schankraum vorzubestellen, denn die rundliche Menschenfrau ist nun ersteinmal weg und voll und ganz dabei mit Hingabe es Ganrug recht zu machen und einen Strohsack zu besorgen, denn die vier Silbermünzen müssen ja ersteinmal verdient sein.
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Eichenherz

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Angst und Schrecken
« Antwort #29 am: 01.05.2010, 12:10:33 »
Eichenherz klopft sich auf die Brust und danach auf Garnugs Schulter, was ein orksiches Zeichen für Zugehörigkeit ist. Zwar pflegen wahre Orks dies zu tun bevor sie sich gegenseitig verprügeln, aber das Symbol war immernoch dasselbe.
Der alte Halbork versuchte seine Abscheu gegen Garnug zu vermeiden, irgendwie erinnerte sein Anblick ihn an alte Zeiten und nicht unbedingt an die guten. Aber er schien tatsächlich ein Glaubensbruder zu sein und kein Feind, also würde Eichenherz sich wohl daran gewöhnen.
Als der Wirt die Zimmer verteilt verzieht er ein wenig das Gesicht. "Eichenherz müssan schlafen in.. Steinkasten?", er seufste leise.
"Eichenherz will versuchan.", er streckte sich einmal. Das würde eine lange Nacht werden. Er nahm Steingeist auf den Arm. "Gehn bringan Steingeist und Bluta nach oban." Er nickte den anderen zu und beschloss sich die Räume einmal genau anzusehen. Irgendwie war ihm nicht wohl bei der Sache. Der Wirt und die anderen schienen ganz wild auf die glizernden Platten der zwei Paladine zu sein. Gut möglich das das Auge größer war als der Verstand. Wenn das der Fall war, würde es keine ruhige Nacht werden.
« Letzte Änderung: 01.05.2010, 14:43:44 von Sensemann »

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