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Autor Thema: [IC] Kapitel 1 - Wispern im Gestrüpp  (Gelesen 38516 mal)

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Tonks

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[IC] Kapitel 1 - Wispern im Gestrüpp
« Antwort #30 am: 17.05.2010, 21:52:09 »
Tonks hört Ling mit gemischten Gefühlen zu. Sie genießt sein Interesse und die Aufmerksamkeit, die er ihr und ihrer Geschichte zukommen lässt. Dies liegt in ihrer Natur. Sie wandert nicht umsonst als atemberaubende Schönheit durch die Gegend, wenn sie auch weniger erregende Gestalten währen könnte. Dennoch entschließt sie sich, ihre Antwort vorerst für sich zu behalten. Stattdessen folgt sie interessiert dem Gespräch, das sich mit dem Geschmiedeten entwickelt. Geschmiedete. Welch eine seltsame Ausgeburt magischer Künste. Doch Tonks bereut ihren niederen Gedankengang im nächsten Moment, ist sie sich doch nur zu bewusst darüber, was ihr selbst widerfahren ist.

Ihre Aufmerksamkeit liegt nicht lange auf ihren Gedanken. Sie richtet ihr Augenmerk auf den Mann, der neu eingetreten ist und ihnen endlich konkrete Informationen gibt. Blitzschnell kombiniert sie den vorhandenen Input, als sei es eine mathematische Formel. Forschergruppe tief im Dschungel. Nachricht von Meister. Assistent ist aus Sarlona. Könnte es eine Verbindung geben? Ich brauche mehr Informationen, um mich darauf einzulassen!

Sie räuspert sich damenhaft und lächelt. Ein Spiel, dass sie gerne zu spielen pflegt. "Verzeiht, werter Meister Saleric", sagt sie mit einer nicht zu verheimlichenden Neugierde in ihrer Stimme. "Dieses Lager...Welche Interessengruppen sind dort vertreten? Wer sind diese Leute? Und was ist eigentlich das Forschungsprojekt?", will sie wissen. Dann, um von ihrem größten Interessenpunkt abzulenken, schiebt sie nach: "Und wie Mendac möchte auch ich natürlich wissen, was für uns herausspringt!"
« Letzte Änderung: 17.05.2010, 21:53:13 von Tonks »
"Eberron ist eine unmoralische Kloschüssel und irgendwann werden wir alle runtergespült" - Tonks'sche Erkenntnis

Sidkar

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[IC] Kapitel 1 - Wispern im Gestrüpp
« Antwort #31 am: 18.05.2010, 16:37:44 »
Sidkar lacht laut, als der Mann neben ihm direkt nach der Bezahlung fragt. Sein Lachen klingt beißend und er blickt auf die Person neben sich herab und bleckt die Zähne ein wenig. "Ich sehe wohl, dass da jemand Angst hat, er könne in diesem Hort von Ehre, Ehrlichkeit und Transparenz über's Ohr gehauen werden kann. Wie beredt, eine Verhandlung mit diesen weisen Worten zu eröffnen."
Sidkar blickt sich noch einen Augenblick um, ehe er wieder zu Aberd schaut. "Söldner auch noch. Hervorragend. Also die Blechbüchse und diesen Elf im Auge behalten."
Sidkar kann sich nicht sicher sein, dass es Söldner sind, aber ihr Verhalten lässt Sidkar darauf schließen. "Ob noch mehr zu diesem Geldgreifergezocks gehört? Man kann nie vorsichtig genug sein, ich sollte vorerst alle kritisch beäugen."

Einen Moment hat Sidkar abgewartet und nachgedacht. "Soll ich mich wirklich mit diesen Wesen auf den Weg machen?"
Letztendlich ist es nur ein Botengang und Sidkar will Aberd nicht vor den Kopf stoßen. Und wenn einer der anderen beabsichtigt, für eine Weile in Wyrmwacht zu bleiben, könnte Aber Sidkar die Einkünfte kürzen, sollte sich Konkurrenz daraus entwickeln. Er muss alleine deswegen mit, um Aberd anzuzeigen, dass er der Platzhirsch ist, was Botenaufträge angeht. Deswegen verdrängt er alle Frage, die sich ihm aufdrängen und beschließt, dass seine neue Gefährten wissbegierig genug sind, um die notwendigen Fragen zu stellen. So kann er sich direkt in den Auftrag stürzen und seine Zusage erteilen.
"Ich werde euren Auftrag annehmen. Nennt die Person, welche das Schriftstück erhalten soll und den Ort und ich breche mit jedem auf, der ebenfalls gewillt ist. Gefahren hin oder her."
Sidkar verharrt weiter in seine militärischen Position und wartet auf die Antworten von Aberd und von weiteren Fragen seiner künftigen Gefährten, welche ihm hoffentlich dabei behilflich sind, seine eigenen Fragen zu klären.

Luther Engelsnot

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[IC] Kapitel 1 - Wispern im Gestrüpp
« Antwort #32 am: 18.05.2010, 20:38:01 »
Aberd Saleric nickt ein wenig wissend, als Sikar zustimmt. Bei Trifurs Frage hingegen, zieht er die Stirn kraus, wenn er auch kaum überrascht zu sein scheint. Doch dann stürzt eine Flut von Fragen aus Tonks Mund und der Gelehrter scheint einen Moment überwältigt, auch wenn sie kurz darauf ein leichtes Lächeln bildet.
„Da hat aber jemand viele Fragen. Nun kommen wir erst einmal zu der scheinbar brennenden Frage für mehrere Adressaten in diesem Raum. Natürlich erwarte ich keine kostenlose Arbeit. Nun ich denke eine kleine Entschädigung im Bereich von 500 Galifar für jeden sollte angemessen sein. Nicht wahr?“
Dann schaut Aberd zu Tonks.
„Ihr habt viele Fragen. Leider kann oder möchte ich euch im Moment nicht alle beantworten. Allerdings kann ich euch sagen, dass viele Leute an diesen Forschungen interessiert sind. Es gibt einigee Gönner für diese Projekt der Wissenschaft. Immerhin geht es vielleicht um bedeutende Funde. Jedoch muss ich euch dies vorerst verschweigen. Vielleicht wenn ich euch besser einschätzen kann.“
Erklärt er und schaut zu den Schweigenden.
„Wie sieht es mit dem Rest aus? Ich werde erst die Informationen offenbaren, wenn ich weiß, dass alle Anwesenden auch wirklich interessiert sind. Außerdem lasst mich eine Gegenfrage stellen in der Zeit, auch wenn Ling die Antwort sicher schon weiß. Ich würde gerne eure Namen in Erfahrung bringen. Falls einem von euch entgangen sein sollte, wessen Laden ihr betreten habe, möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten, dass mein Name Aberd Saleric ist.“
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Trifur

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[IC] Kapitel 1 - Wispern im Gestrüpp
« Antwort #33 am: 18.05.2010, 20:58:24 »
Da Trifur bereits einen Namen genannt hatte, kommentiert er Aberds Antwort nur mit einem Nicken, während er darauf wartet, dass sich auch der Rest vorstellt. Indessen prüft er die anwesenden genau um zu ermitteln ob irgendeiner von ihnen es wert sein könnte, dass Haus Thuranni ihm besondere Aufmerksamkeit schencken müsste, aber fürs erste zieht keiner seine Aufmerksamkeit besonders an, auch wenn die Frau sicherlich zu den hübscheren Exemplaren ihrer Rasse gehörte, so waren Menschen für Trifur in dieser Hinsicht dennoch völlig uninteressant.
Sehr viel mehr galt sein Interesse den Fragen, die die Frau bereits gestellt hatte, auch wenn die Antwort Aberds wohl zu erwarten gewesen war. Alles andere wäre zu einfach in Erfahrung gebracht und somit für das Haus Thuranni nutzlos gewesen.

Ling Tar Do

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[IC] Kapitel 1 - Wispern im Gestrüpp
« Antwort #34 am: 19.05.2010, 20:11:46 »
Ling sitzt auf seinem Kissen und blässt in seinen heißen Tee. Während der Meister spricht, hat es keine Notwendigkeit, dass er selbst spricht. Derweil ist Ling froh, denn eine glückliche Fügung gestattet es ihm, dem Meister seinen Wunsch zu erfüllen und bei der Ausgrabung vielleicht selbst einen Wunsch erfüllt zu bekommen. Vielleicht stoßen die Gräber auf die Überreste einer uralten Kultur? Wenn, dann müssen die Menschen bestimmt geglaubt und ihren Glaube festgehalten haben. Vielleicht kann er sich sogar eine Abschrift eines uralten Gebets erhoffen?

Während Ling sich freut, schweift sein Blick durch den Raum. "Was für ein großes Glück und eine Ehre, dass der starke Eisenmann-Kami unsere Mission unterstützen will.". Dann wird er ernst. "Um den Rest meiner Gefährten sorge ich mich derweil. Mendac und Sidkar sind gewiss geschickte Krieger, jeder auf seine Weise. Man merkt es an der Art, wie sie Söldner gemeinhin an den Tag legen. Immer mit einer Hand auf dem Schwertgriff. Lehren die Schriften nicht, dass nicht der Baum dem Sturm trotzt, der stark verholzt ist, sondern der sich im Wind biegt? Wer immer Stärke zeigt, ist schwach und wer Schwäche zeigt, kann stark sein. Werden sie sich das nicht eingestehen können, werden sie irgendwann wahrscheinlich untergehen.".
Da fällt Lings Blick auf Tonks. "Ich mag die junge Frau, obgleich sie stürmisch und emotionsgeladen scheint. Sie bedarf innerer Führung, um nicht an ihrer Art und ihrer Vergangenheit zu zerbrechen. Wird sie das Abenteuerleben erleuchten oder zerstören?"
Lings Blick wandert weiter. "Der Zwerg scheint unterdies zwar interessiert, aber hat noch kein Wort gesagt, sondern bevorzugt es abschätzend zu schweigen. Rahjan schließlich benimmt sich wie das Kind, das man mit der Hand im Honigglas erwischt hat.".
Ling seufzt innerlich. "Ein vertrauensvolles Miteinander, wie ich es mir wünsche und wie es die Mission erforderlich macht, scheint vorerst schwierig zu erreichen. Im Dschungel wird es viele Gefahren geben - und wenn sich die Gefährten misstrauen nützt die Stärke jedes einzelnen für sich alleine gar nichts. Am Anfang wird es wahrscheinlich schwierig werden,..." aber dann ermutigt er sich, vertrauensvoll zu sein, "... aber die Gruppe wird sich schon zusammenraufen. Sie muss es einfach".

Damit ist Ling zunächst ein wenig beruhigter und kann seine Aufmerksamkeit wieder ganz der Situation widmen. Er ist gespannt, wie das Gespräch weitergehen mag.
« Letzte Änderung: 19.05.2010, 21:42:32 von Ling Tar Do »

Tonks

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[IC] Kapitel 1 - Wispern im Gestrüpp
« Antwort #35 am: 20.05.2010, 10:48:04 »
"Sobald sich Gefühle in festen Begriffen ausdrücken lassen, hat ihre Stunde geschlagen." , Tonks'sche Erkenntnis, irgendwann im Jahre 996 nach Gründung des Königreichs
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Tonks spürt, wie sich ihr Hals zuschnürt. Ein Wirbel aus Wut und Eifersucht brennt sich seinen Weg ihren Körper empor. Rot. Violett. Schwarz. Wut, weil sie sich ungerecht behandelt fühlt. Eifersucht, weil jemand anderes möglicherweise das hat, was sie will.
Verfluchter Idiot. Natürlich hat hier jemand viele Fragen. Ich bin schließlich kein verdammter Söldner der für ein paar raulige Galifar für alles zu haben ist! Sie spürt, wie sich ihr Puls für einen Moment beschleunigt. Ihr Herz pocht gegen ihren Ausschnitt. Ihr Atem steht. Ihre psionischen Tattoos rebellieren auf ihrer Haut, unsichtbar für die anderen Beteiligten. Steck dir dein Projekt in dein verschrumpeltes Rektum, Spötterblut!

Einen Moment später sind ihre wüsten Gedanken verschwunden, wie eine Welle die zurück in den Ozean kriecht. Sie kann nicht immer sofort bekommen, was sie will.  Sie hat gelernt, ihre Anfälle zu verbergen. Was ein glücklicher Umstand und eine wertvolle Fähigkeit ist. In der Gesellschaft sind sie nie besonders gut angekommen. Ihre Tattoos beruhigen sich und kehren an ihre normale Hautstelle zurück. Es wird Zeit, die Sache nüchtern und objektiv zu betrachten. Meine Ressourcen sind erschöpft, ich habe keine Spur mehr, die Sekte ist wie von Khyber verschluckt. Welche Alternativen bleiben mir? Wenigstens hätte ich genügend Galifar, um weitermachen zu können. Ich kann mir nicht einmal mehr die Rückreise in die Zivilisation leisten. Beim Wanderer...ich bin...auf ihn angewiesen!

In der plötzlichen Erkenntnis ihrer Abhängigkeit von der Expedition klärt sich ihr Blick. "Nett", sagt sie wieder in ihrem damenhaften Ton. "Ich bin mit von der Partie! Mein Name ist Tonks." Du Bastard!
« Letzte Änderung: 20.05.2010, 12:22:48 von Tonks »
"Eberron ist eine unmoralische Kloschüssel und irgendwann werden wir alle runtergespült" - Tonks'sche Erkenntnis

Rahjan Erinor

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« Antwort #36 am: 20.05.2010, 12:21:23 »
Rahjan räuspert sich kurz und beginnt dann sich vorzustellen:

"Mein Name ist Rahjan und ich würde euch, Meister Saleric, gerne auf diese Expedition begleiten."

Damit scheint für ihn erst ein mal alles gesagt, denn nun war es an den Anderen ihre Zustimmung zu geben, damit Saleric mehr über diese Aufgabe preis geben würde.

Sidkar

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[IC] Kapitel 1 - Wispern im Gestrüpp
« Antwort #37 am: 20.05.2010, 15:54:58 »
"Immerhin hat er genügend Grips, sich nicht mit mir anzulegen.", interpretiert Sidkar aus dem Verhalten des Elfen, der sich zu keiner Antwort hinreißen lässt. Zufrieden blickt er sich weiter im Raum um, auch wenn er inzwischen jede Ecke des Raumes auswendig kennen dürfte.
Aberd bittet wiederum um ihre Namen und Sidkar erkennt zwar den Nutzen, welchen es bringen wird, wenn auch die Nachzügler seinen Namen kennen, aber nach wie vor ist er nicht in besonders gesprächiger Laune, weshalb er einfach so tut, als würde er sich nicht von Aberd angesprochen fühlen. Stattdessen bleibt er in seiner Haltung stehen und atmet die stechenden Schmerzen in seinem Kopf weg.

"Schon merkwürdig...", Sidkar erlebt diese plötzlichen Kopfschmerzen schon eine ganze Weile. Erstmals sind sie aufgetreten, als sie in diesem ominösen Dorf waren und ihnen befohlen wurde, alle zu töten. Die Erinnerung daran und Gedanken an ähnliche Taten ließen Sidkar tiefe Schmerzen hinter seiner Stirn erleben. Manchmal schafft er es schnell, sich auf etwas anderes zu konzentrieren. Manchmal kommen die Schmerzen mit aller Urgewalt und plagen ihn für Minuten oder gar Stunden. "Geister der Vergangenheit. Wann werden sie aufhören mich zu jagen..." Sidkar hat oftmals versucht, mit diesem Thema abzuschließen, doch vollends will es ihm bis zu dem heutigen Tag nicht gelingen.

Er lockert seine Haltung und nutzt seine rechte Hand, um sich den Schweiß von Schläfen zu wischen. Für den Fall, dass ihn jemand darauf anspricht, legt er sich im Kopf bereits einen Ausflucht bereit, nur um dann wieder in die Haltung zurückzukehren, auch wenn er ein Gefühl der Taubheit im Nacken dabei spürte. Damals hat er es als unangenehm empfunden, heute sieht er darin eher etwas Aufmunterndes. Das Wissen, dass er noch lebt.
Sidkar verharrt schweigend und wartet darauf, dass die anderen sich zu Wort melden. Für seinen Teil hat er schon genug sagt, davon ist Sidkar überzeugt.

Malchus

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[IC] Kapitel 1 - Wispern im Gestrüpp
« Antwort #38 am: 24.05.2010, 18:37:16 »
Bei dem Vortrag von Ling, wo er denn herkommt, hat Malchus kurz und leicht mit den Schultern gezuckt. Dieser Ort ist in Malchus' Wissensschatz nicht abgespeichert, aber da keiner der anderen Fleischlinge diesen Ort als erfunden entlarvt hat, scheint es ihn wohl offensichtlich zu geben, auch wenn Malchus mit dieser Ortsangabe wenig anfangen kann. Doch der Kriegsgeschmiedete steht nun bloß noch schweigsam da und will nichts weiter sagen. Immerhin ist es nicht seine Aufgabe großartige, verbale Konversation zu betreiben, sondern Trifur d'Thuranni zu beschützen und ihm zu Diensten zu sein. Davon soll ihn Gerede keinesfalls abhalten. Malchus mustert alle anwesenden Humanoiden intensiv und denkt sich um wieviel es doch leichter wäre, wenn Trifur, die menschliche Ling-Einheit und ein halbes dutzend Kriegsgeschmiedeter auf diese Mission mitgehen würden. Die Kriegsgeschmiedeten würden in möglichen Gefechtsoperationen im Dschungel einfach effizienter funktionieren als so mancher Fleischling.


Luther Engelsnot

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[IC] Kapitel 1 - Wispern im Gestrüpp
« Antwort #39 am: 25.05.2010, 00:12:01 »
Dyrot gefällt die ganze Sache nicht wirklich. Diese vielen Fremden und dann die Art dieses Auftrages. Am Ende ist auch dieser Gelehrte nur ein weiterer Scharlatan oder Betrüger. Der Zwerg, welcher geschwiegen hat bisher, verdrückt sich in einem günstigen Augenblick und verschwindet durch die Tür, um ihn die Straßen Wyrmwachts zu flüchten.
Aberd Saleric nickt als nur noch Freiwillige anwesend sind. Der Mann greift unter den Tresen und holt eine versiegelte Botschaft hervor.
„Das ist die Nachricht, welche überbracht werden muss. Gebt sie einen Mann namens Saraphilon Morstak. Er ist ein Elf mit blonden Haaren. Meist trägt er sie zu einem Zopf gebunden. Fragt nach ihm und nehmt außerdem dieses Schreiben mit, damit ihr euch ausweisen könnt.“
Der Gelehrte holt ein weiteres Schriftstück hervor, diesmal unversiegelt.
„Die Route durch den Dschungel ist etwas kompliziert. Ich kann euch nur eine Skizze geben und hoffe ihr kennt euch etwas in der Natur aus. Aber ich denke das wird schon und so ein Lager übersieht man nicht. Habe ihr sonst noch Fragen?“
Fragt er, während der Mann die letzten Papier zusammenstellt.
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Tonks

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« Antwort #40 am: 25.05.2010, 11:27:54 »
Tonks hat Mühe, ein Zucken ihrer Augen zu kontrollieren, als ihr Auftraggeber wieder spricht. Warum bietet er uns ständig wieder an, Fragen zu beantworten, wenn er dies eh nicht will? Welche Fragen sollten wir sonst noch haben, als um was es bei dem Lager geht? Viele andere interessante Dinge dürfte es dazu nicht zu fragen geben. Warum hält er nicht einfach sein beschränktes Maul und lässt uns losziehen?

Ja, der Umgang in der Gesellschaft, mit Leuten, die sie nicht kennt, die ihrer Rasse fremd sind und zudem aus völlig anderen Kulturen zu kommen scheinen, bereitet Tonks nach all der Zeit Schwierigkeiten. Als Gefangene einer Sekte - oder war sie zum Mitglied avanciert? Diese Frage beschäftigt sie seit einiger Zeit, doch eine Antwort darauf scheint ihr nicht in den Sinn zu kommen.

"Außer diejenigen, die ich bereits gestellt habe nicht, nein", antwortet Tonks in einem einigermaßen neutralen und nicht vorwurfsvollen Ton und wirft Saleric einen vernünftigen Blick zu. "Wann soll es losgehen? Ich nehme an so schnell wie möglich?" Doch dann denkt Tonks nochmal nach und schiebt ihr überkochendes Inneres bei Seite. Karten. Karten sollten sie haben. "Eine Sache noch", schiebt sie schnell nach. "Stellt Ihr Kartenmaterial zur Verfügung, soweit es vorhanden beziehungsweise beschaffbar ist?"
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Trifur

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« Antwort #41 am: 25.05.2010, 12:44:17 »
Trifur mustert aufmerksam seine zukünftigen Gefährten und nimmt ohne große Reaktion das Verschwinden des schweigsamen Zwerges zur Kenntnis. Eine Person weniger um die er sich Gedanken machen musste. Interessiert mustert er die versiegelte Botschaft und überlegt bereits ob es einen Weg für ihn geben könnte in den Besitz dieses Schriftstückes zu gelangen. Es wäre sicherlich von Vorteil zu wissen was darin steht, aber in der derzeitigen Situation war dies wohl eher utopisch. Fürs erste würde er einfach nur ein scharfes Auge auf den Träger des Briefes halten.
Bei den Worten der Frau nickt er nur kurz, da es für ihn natürlich ebenso interessant ist, wann sie aufbrechen würden, auch wenn er jederzeit bereit war sich auf den Weg zu machen und sämtliche notwendigen Vorbereitungen bereits getroffen hatte.

Sidkar

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[IC] Kapitel 1 - Wispern im Gestrüpp
« Antwort #42 am: 25.05.2010, 15:04:46 »
"Wie wäre es noch mit einer Horde kleiner Buschmenschen, die uns durch das Gestrüpp führen und eine Sänfte für ihre Ladyschaft?", ätzt Sidkar genervt, als Tonks die Frage nach Kartenmaterial stellt. "Kaum zu glauben, da sagt der Mann, dass er nur eine Skizze zur Verfügung stellt und sie fragt trotzdem nach einer Karte. Ich bin begeistert..."
Fernab dieser nervenaufreibenden Impertinenzen beschäftigt sich Sidkar inzwischen mit seinem Gürtel, dessen einfacher Seilschluss langsam ausgebessert werden muss. Es ist typisch für ihn, dass er häufig gelangweilt ist und dann zu ätzenden Kommentaren und ebenfalls ungebührlichen Verhalten neigt, obgleich er selbst bei anderen stets anmerkt. Aber solch ein Seilschluss kann auch sehr faszinierend sein, wenn man warten muss. "Warten. Warten sorgt für Nachdenken, diese Nachdenken bringt nicht nur helle Gedanken mit sich, sondern ebenso dunkle. Diese führen oft in die Vergangenheit. Die Vergangenheit soll ruhen..."

Plötzlich fokussiert Sidkar wieder seinen Blick, diesmal auf den Gelehrten, dennoch spricht er nicht. Er schaut einfach nur abwartend in soldatischer Pose.
"Es scheint ja vielleicht eine interessante Reise zu werden. Mit voller Vorfreude auf die Minute, in der alle wieder ihrer Wege gehen und ich meine Ruhe habe.", seufzt Sidkar in Gedanken und freut sich darüber, dass augenscheinlich kein obereifriger Adelsmann dabei ist, welcher der Meinung ist, dass er das berühmte Szepter in die Hand nehmen muss. Ein Zustand, der Sidkar etwas aufatmen lässt. Dennoch mahnt er sich zur Vorsicht, diese abenteuerlustigen Adligen lauerten überall, auch wenn er es hier bezweifelt. Seine Begleiter wirken auf ihn eher wie eine Horde unaufgeweckter Bauern.

Ling Tar Do

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[IC] Kapitel 1 - Wispern im Gestrüpp
« Antwort #43 am: 25.05.2010, 18:42:59 »
"Was ist mit diesem Sidkar los? Sein sardonischer Spott zersetzt den Zusammenhalt der Gruppe - und unsere Chancen, den Dschungel zu überleben. Ist es die Unsicherheit, mit einer neuen Situation nicht umgehen zu können, das Unvermögen anderen zu vertrauen oder die drohende Gefahr, was er mit seinem Spott überspielen will? Oder gibt es etwas, was seinen Erwartungen entgegenläuft?"

Sein Meister sagte immer: Wenn Du wissen willst, was in jemanden vorgeht, dann frage ihn einfach[1], so hatte Ling es nun im Sinn: "Sidkar, ich nehme zum zweiten Mal wahr, dass ihr die Gefährten verspottet, aber nicht, dass ihr auf sie zugehen wollt. Bitte sagt mir, was Euch an der Situation stört und was ich tun kann, dass ihr euch besser fühlt.". Ling klingt während seiner Frage keinesfalls vorwurfsvoll, sondern ist gelassen, denn er vertraut darauf, dass er den ersten Schritt tut, um seine Befürchtungen aufzulösen.
 1. Bei einer Gelegenheit fragte Ling seinen Meister, was in ihm vorgehe und er antwortete "Mu!", was so viel wie Leere bedeutet.
« Letzte Änderung: 25.05.2010, 19:12:06 von Ling Tar Do »

Sidkar

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[IC] Kapitel 1 - Wispern im Gestrüpp
« Antwort #44 am: 25.05.2010, 19:36:26 »
Sidkar blickt Ling zuerst stumm an und verzieht dann den rechten Mundwinkel, eine Mischung aus Abscheu und Verachtung vielleicht, bedingt durch den unverändert starren Blick. Vielleicht war es auch eine weitere Geste unverholenen Spottes und soll ein süffisantes Lächeln darstellen. Die Mimik des Mannes wirkt unausgereif. Vielleicht mag deswegen einer auch ein wenig Überraschung in diesem Zug erkennen. Es ist eine Mischung aus all diesen Varianten und es fällt Sidkar schwer sich für einen spezifischen Ausdruck zu entscheiden. Mit einem Halbschritt dreht er sich ganz zu Ling, sodass dieser auf Sidkar vorgereckte Brust schauen kann. Es geht Sidkar dabei deutlich um die Souveränität seines Auftretens, obgleich er von einer zur Schaustellung seiner Kraft absieht.

"Ich sehe durchaus, Sarlonier, dass ihr den weiten Weg aus eurer Heimat hierher gemacht hat, dabei nicht entscheiden könnend, ob ihr flanieren oder schwadronieren sollt. Ich verstehe das durchaus. Aber hört mir zu, Mann, ich habe kein Interesse mich mit leeren Phrasen zu duellieren." Die Tonlage Sidkars ist sachlich, sein Mundwinkel wieder in gewohnter Position. Lediglich sein rechter Fuß wippt leicht, da er schon eine Weile in dieser Stellung verharrt und scheinbar dieser Fuß langsam einschläft. Sein Kopf beschreibt dann einen langsamen Bogen und schaut von links nach rechts, da er an der Türschwelle steht, hat er dabei den ganzen Raum im Blick und kann so jeden kurz anschauen.

"Es ist ein ganz einfach. Keiner schafft Concordia durch Schwafeln und Betteln, jeder muss sie sich verdienen. Jeder zeigt seinen Wert und seinen Beitrag durch seinen Einsatz in bedrohlichen Situationen und nicht dadurch, dass er mir erzählt, dass er ein guter, treuer und feiner Kerl sei. Solange ich also niemandens Wert kenne, bleibt euch allen nur die Gnade meines Spottes und meiner Zweifel. Diese retten nämlich Leben." Sidkar dreht sich wieder in Richtung Aberd und sieht seinen Teil des Gespräches als erledigt an. "Du Idiot, seit wann verlierst du so viele Worte...", maßregelt er sich. Jedoch muss er sich eingestehen, dass Ling ihn ein wenig aus der Deckung gelockt hat.

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