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Autor Thema: [IC] Kapitel 1 - Wispern im Gestrüpp  (Gelesen 36888 mal)

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Luther Engelsnot

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[IC] Kapitel 1 - Wispern im Gestrüpp
« Antwort #360 am: 04.04.2011, 20:48:58 »
Die tapfere Gruppe verbringt noch ein oder zwei Stunden am warmen Feuer und bekommt auch etwas Eintopf mit einigen Stücken Fleisch, einigen Wurzeln und etwas Gemüse darin. Nahrhaft, wenn auch unter normalen Umständen nicht so lecker. Die Wachen gehen derweil ihren Tätigkeiten wieder nach und nur Winfried bleibt, um sein Versprechen einzulösen.
Nach den zwei Stunden, als die Sonne sich langsam gen Horizont neigt, kommt wieder Leben in das Lager. Aus nördlicher Richtung strömen etliche Arbeiter, einige Wachen und Gelehrte aus dem Dschungel in das Zeltlager. Die Arbeiter sehen dabei geschunden aus und manch einer sogar etwas entgeistert. Die Wachen sehen zum größten Teil wie Söldner aus, doch einige der anderen Gestalt, die weder nach Arbeiter aussehen noch nach Söldner aussehen, haben anscheinend Leibwachen mit sich. Diese hingegen tragen viele unterschiedliche Trachten und Farben. Unter diesen ist auch ein leicht sonnengebräunter Elf mit blonden Haaren, die zu einem Zopf gebunden sind. Sein Gesicht ist sehr schmal geschnitten, seine Züge spitz und seine braunen Augen zeugen von Weisheit. Sein Körperbau ist ebenso zierlich und er ist eine grüne Robe gehüllt. Er wird von zwei normalen Söldnern begleiten und unterhält sich gerade angeregt mit einer vermummten Frau, die ihr Antlitz bis auf einen Augenschlitz komplett in dunkle Stoffe hüllt. Sie wird von zwei ebenso aussehenden Leibwächtern begleitet. Winfried zeigt auf den Elfen.
„Da ist er. Lass mich kurz mit ihm reden.“
Der Mann geht in seine Richtung und unterbricht das Gespräch, um einige Worte mit Saraphilon Morstak zu wechseln. Dann winkt er die Gruppe heran, während die vermummte Frau sich verabschiedet.
„Ihr wollt also zu mir im Auftrag von Aberd Saleric? Weist euch bitte aus, dann können wir sprechen.“
Begrüßt er sie ohne Umschweife, worauf Ling den Brief zeigt, der sie legitimieren soll. Der Elf liest das Schriftstück und nickt.
„Dann kommt.“
Saraphilon führt die Gruppe durch das geschäftige Lager bis zu einem runden Zelt etwas abseits, das ungefähr zehn Meter Radius misst. Er öffnet es und innen kommen mehrere Stühle, ein Tisch und einige Stapel Bücher zum Vorschein.
„Setzt euch bitte.“
Weist er auf die Stühle und nimmt ebenfalls Platz, während seine Leibwächter ihn Flankieren.
„Nun habt ihr das geforderte von Saleric?“
« Letzte Änderung: 04.04.2011, 20:55:58 von Luther Engelsnot »
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Galbar

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[IC] Kapitel 1 - Wispern im Gestrüpp
« Antwort #361 am: 06.04.2011, 12:12:40 »
"Die Elfen sind Valenar?" Galbar's Augen weiten sich beim Anblick der verschleierten Elfen. Das Haus Vadalis ist von den Valenar nicht gerne gesehen und hat offiziell heute noch in ihrem Land auf Khorvair keinen Zutritt. Das liegt darin begründet daß ein verstreutes Hausmitglied vor einiger Zeit ein Prachtpferd von einem Elfen aus Valenar erstehen wollte und es dabei zu einem gewissen Mißverständnis gekommen ist, das bedauerlicher Weise bereits einigen Leuten das Leben gekostet hat. Vor denen Ausweisen würde er bestimmt nicht wollen, aber gemeint ist vielleicht nur der Beweis daß die Gruppe tatsächlich von Saleric geschickt wurde. Galbar ist etwas erleichtert nachdem die Gruppe gebeten wird zu folgen.

Ling Tar Do

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[IC] Kapitel 1 - Wispern im Gestrüpp
« Antwort #362 am: 06.04.2011, 13:02:51 »
"Nun es freut mich, dass wir endlich unser Ziel erreicht haben und Euch die Botschaft überreichen können.", sagt Ling, nachdem er sich gesetzt hat. Er nestelt die Verschlüsse seiner Robe auf und trennt die Naht des geheimen Fachs auf, in dem er die Botschaft versteckt gehalten hatte. Schließlich hält er den Briefumschlag in der Hand. Er ist zerknittert und die Feuchtigkeit des Dschungels und Lings Haut haben deutliche Spuren von Feuchtigkeit darauf hinterlassen. Ling reicht dem Elfen den Umschlag. "Salericsensei sagte, er hätte bereits mehrere Boten entsendet, die allesamt nicht angekommen zu sein schienen. Wenn ich an die Strapazen der Reise denke", hier sieht er seine Gefährten an, "fällt es mir leicht, mir vorzustellen warum. Ja glücklich sind wir, dass wir es nun geschafft haben. Können wir Euch noch in etwas unterstützen oder habt Ihr ebenfalls eine Botschaft für Salericsensei?", fragt Ling schließlich. Er hat ein seltsames Gefühl, dass sie ihr Ziel noch nicht erreicht haben. Irgendwie arbeiten die Ereignisse noch in ihm. Vielleicht kommt es auch daher, dass er eine Ahnung hat, die Sache sei noch nicht zu Ende. "Wie es meinen Gefährten wohl ergeht? Wie werden sie mit dem Erlebten umgehen? Was es wohl mit Sidkar angestellt hat? Er scheint es sehr persönlich zu nehmen, dass sie unter seiner Führung gestorben sind...", denkt er und runzelt die Stirn, während der Blick auf Sidkar ruht.
« Letzte Änderung: 06.04.2011, 22:38:48 von Ling Tar Do »

Luther Engelsnot

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[IC] Kapitel 1 - Wispern im Gestrüpp
« Antwort #363 am: 06.04.2011, 16:04:30 »
Der Elf sieht die Botschaft und nimmt sie mit einem leicht missgünstigen Blick entgegen, bevor er den Brief einen kurzen Moment zur Seite legt, um seinen Gästen wenigstens minimale Aufmerksamkeit zu schenken. Auch wenn seine Gedanken sichtbar weiter sind.
„Ich bin mir sicher die Herren und die Dame möchte auch möglichst schnell wieder weg. Da ihr sowieso zurück zu Saleric wollt, könnt ihr gerne noch etwas zurücktransportieren. Immerhin scheint ihr erfolgreich genug zu sein.“
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Sidkar

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[IC] Kapitel 1 - Wispern im Gestrüpp
« Antwort #364 am: 06.04.2011, 22:24:29 »
"Die Damen und Herren", beginnt Sidkar monoton und übertrieben gehoben," verspüren nicht die Lust durch die hiesigen, so mächtigen und beinahe undurchdringlichen Wälder zu flanieren, guter Mann. Es ist uns eine mentale Balanitis[1] geworden, ja, es wäre uns gleichwohl höchste Fortune zu erfahren, welch Erquickliches wir dort transferiert haben mögen, dass uns Farn und Klaue des Dschungels nach dem Leben trachteten? Es wird doch nicht etwas so frappantes sein, dass wir nicht zumindest ein Fragment dieses Wissens teilen dürfen?" Sidkar kratzt sich an der Nase und kommt zurück in eine normale Stimmfarbe. "Was also hat es damit auf sich, dass sich mehrere haben für ein Stück Papier in Lianen erdrosselt sahen oder von ihrem Gift dahingerafft wurden?"
Sidkar hat bis eben entspannt auf dem Stuhl gesessen, der ihnen von dem Elfen gewiesen wurde, doch jetzt hat er den Rücken durchgedrückt, als würde er auf die Antwort des Elfen lauern. Eigentlich hat er Ling das Gespräch überlassen wollen, jetzt ist die Neugier doch über ihn hereingebrochen.
"Wir würden uns zudem eine Weile ausruhen wollen. Wir haben eine äußerst belastende und todbringende Reise hinter uns. Wobei ich anmerken will, dass wir euren Ressourcen nicht zur Last fallen werden."
Je nachdem, wie das Gespräch verlief, würde Sidkar zumindest die Zeit gewinnen wollen, sich das Lager und die Grabungsstätte genauer anzuschauen. Der Dschungel scheint aufgeschreckt, vor allem die Echsenwesen. Sidkar bekommt mehr und mehr das Gefühl, gerade nach den Worten Winfrieds, dass ihre merkwürdigen Träume und diese Grabungsstätte, die Unruhe der Echsenwesen und diese todbringende Stimmung im Dschungel zusammengehören. Es wächst im ehemaligen Soldaten nicht nur die Idee, sondern die Überzeugung heran, dass er sich die Grabungsstätte mal genauer anschauen sollte. Denn unter diesen Bedingungen im Dschungel, würden sie den Rückweg nicht überleben. Da passt das Verhalten des Elfen, der sie am liebsten gleich wieder loswerden würde, hervorragend ins Bild. "Aberd, was hast du uns verschwiegen?"
 1. Eichelentzündung

Luther Engelsnot

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[IC] Kapitel 1 - Wispern im Gestrüpp
« Antwort #365 am: 07.04.2011, 12:28:23 »
Der Elf verzieht missbilligend das Gesicht bei Sidkars Nachahmung und seufzt am Ende doch etwas einlenkend.
„Solange euch bewusst ist, dass wir keine Schuld für das Ableben eurer Gefährten tragen. Sie kannten das Risiko und wenn nicht, dann ist wohl Aberd Saleric eher schuld, da er euch nicht informiert hat. Allerdings hat euer Gefährte bereits eingestanden, dass ihr wusstet, dass mehrere Boten bereits nicht wiedergekommen sind.“
Dabei zeigt der Elf auf Ling und fährt dann fort.
„Was mich dazu bringt, dass ihr euch nicht vorgestellt habt. Aber nun gut, Höflichkeit scheint in den letzten Jahren abhanden gekommen zu sein. Wie ihr euch denken könnt, zumindest hoffe ich das, haben wir hier nur begrenzte Kapazitäten für Bücher und Nachschlagewerke. Während der Ausgrabung sind wir auf Schriftzeichen und Symbole gestoßen die leider weder in unserer Expertise lagen, noch durch die vorhandenen Bücher abgedeckt werden konnten. Deshalb habe ich Aberd Saleric und die Anderen gebeten eine Recherche anhand einiger Abschriften durchzuführen. Die Antwort darauf steht hoffentlich in diesem Brief.“
Erklärt Saraphilon den Inhalt ihres Paketes und überlegt einen Moment.
„Nun etwas Ruhe sollte im Bereich des Möglichen liegen. Immerhin sollt ihr bei vollen Kräften für den Rückweg sein. Der Verlust der Sendung wäre zu ungünstig.“
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Galbar

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[IC] Kapitel 1 - Wispern im Gestrüpp
« Antwort #366 am: 08.04.2011, 04:19:16 »
Galbar ist erstaunt, über die Tatsache, das der Elf die fehlende Vorstellung bemängelt und fragt sich ob er bereits selbst abstumpf. Genau genommen hat der Elf sich selbst auch noch nicht vorgestellt, aber einem Neuankömmling gebührt hier normaler Weise die Ehre.
"Verzeiht, daß ich mich noch nicht vorgestellt habe. Mein Name ist Galbar und ich bin ein Druide aus den Eldeen Reichen, der in Q'Barra Natur-Foschung betreibt." der Druide macht eine schneller Verbeugung wie es am Hof von Aundair üblich ist und fährt fort. "Meister Saleric ist mir zwar, aber ich bin genau genommen nicht Teil dieser Gruppe, da ich mich erst auf dem Weg angeschlossen habe. Mich würde aber brennend interessieren, was genau hier ausgegraben wird und wer diese Unternehmung unterhält, sofern es gestattet ist zu fragen." Galbar setzt sein bestes Lächeln auf.

Sidkar

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[IC] Kapitel 1 - Wispern im Gestrüpp
« Antwort #367 am: 08.04.2011, 14:24:05 »
Sidkar hat das Gefühl, dass der Elf absichtlicht etwas vage bleiben will und auch nicht wirklich erfreut darüber ist, wenn sie länger verweilen als notwendig. Der Waldläufer hat keine Lust nochmals sein Leben für ein Paket zu riskieren, dessen Inhalt er nicht kennt. Als Soldat hat er schon zu häufig Aufträge angenommen, deren Inhalt ihn beinahe das Leben gekostet haben, ohne dass er etwas dazukonnte. Darauf hat der Kundschafter keine Lust mehr, ist er doch nach Q'Barra geflohen, um eben diesem Leben zu entfliehen. Sein gefährlicher Galifarmangel hat ihn jedoch dazu gezwungen, wieder solch einen törrichten Auftrag anzunehmen und er hat es beinahe wieder mit dem Leben bezahlt...
Galbar übernimmt glücklicherweise die Frage, welche Sidkar auch auf der Zunge brennt. Die eigene Vorstellung übernimmt Eskariot aber noch nicht, alleine deswegen, weil er es als Aufgabe des Gastgebers sieht, die notwendigen Schritte zu unternehmen. Er hat etwas von der Gruppe gewollt und will es weiterhin, nicht andersherum. Aber Sidkar hat keine Lust über Feinheiten der Etikette zu streiten, zumal der Elf sie sicherlich nur für einfache und dumme Söldner hält. Sidkar schaut zwischen seinen Gefährten hin und her. Und wahrscheinlich sind sie auch nur einfache Söldner, die zwar alle ihre eigene Geschichte, ihr eigenes Leid und ihre eigenen Freuden haben, aber letztendlich sind sie im Moment nichts anderes als einfache Söldner, vielleicht mit der Ausnahme von Ling, der auch sonst ein Handlanger Aberds ist.
Sidkar nickt dem Elfen zu und sagt schließlich. "Sidkar." Entweder reicht ihm das als Vorstellung oder eben nicht, für Sidkar ist es nicht von Interesse, da der Elf davon ausgeht, dass er sie wieder so losschicken kann mit neuen Botschaften. Sidkar wartet jedoch erstmal ab, wie der Elf auf Galbars Frage antwortet und was Ling, die rechte Hand Aberds, noch dazu beitragen kann. "Wahrscheinlich weiß er auch mehr, als er uns zugesteht..."

Luther Engelsnot

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[IC] Kapitel 1 - Wispern im Gestrüpp
« Antwort #368 am: 08.04.2011, 17:38:17 »
Der Elf nickt als Galbar sich vorstellt und scheint durchaus zufrieden. Sidkars kurze Vorstellung hingegen lässt ihn etwas mürrisch drein schauen. Dennoch konzentriert er sich auf Galbar und seine Frage.
„Erfreut. Nun ich bin Saraphilon Morstak, Professor der Morgrave Universität. Die Ausgrabung wird von einem Zirkel aus erleuchteten Gelehrten wie ich einer bin geführt und dahinter stehende Personen und Organisationen stellen uns Geldmittel zur Verfügung. Ich habe leider nicht alle Gelehrten im Überblick, allerdings haben wir Gönner in der Morgrave Universität, logisch, dem Aurum und der Bibliothek von Korranberg. Außerdem einige Gelehrte aus verschiedenen Ländern und Mäzenen, die sich für Geschichte interessieren. Wir haben sogar das Glück einige Gelehrte aus Übersee zu haben. Damit haben wir die besten Vorraussetzungen, um diese uralte Stätte zu erforschen. Das ist zu spannend, wahrscheinlich der Fund des Jahrhunderts oder gar Jahrtausends. Diese Ruine einer alten Stadt oder gar Tempelanlage könnte einer der ältesten Funde überhaupt sein. Aber ich komme etwas ins Schwafeln, entschuldigt. Jedoch beschleicht mich das Gefühl, dass ich hier nicht nur einfache Söldner gegenübersitzen habe oder irre ich mich?“
Unterbricht er seinen Redeschwall mit der etwas misstrauischen Frage, da er scheinbar mehr geredet hat, als er ursprünglich wollte.
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Ling Tar Do

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« Antwort #369 am: 08.04.2011, 21:51:17 »
Ling lächelt weiterhin den Elfen an. "Ihr habt Recht, wenn Ihr sagt, wir seien keine einfachen Söldner. Ich glaube, jeder hier hat seine eigenen Gründe, warum er sich für diese Expedition gemeldet hat. Jedoch ohne, dass wir eine entsprechende Mentalität mitbrachten und daher beschäftigt uns der Verlust unserer Gefährten Mendac, Jerake und zuletzt Rahjan. Seht Ihr, mit der Ablieferung des Briefes ist nichts geschehen, was diese Tode rechtfertigen könnte. Vielleicht sind ihre Tode daher noch schwerer verständlich und wir können nicht so einfach loslassen. Nein, nicht einmal ich habe das Gefühl, diese Sache abgeschlossen zu haben.", fügt er mit gesenkter Stimme hinzu, als wollte er dem Elfen ein kleines Geheimnis anvertrauen. Er sprach genau aus, was er fühlte, und war sich zugleich bewusst, dass er den Toden anhaftete. Er würde ein wenig Zeit brauchen, doch er würde sich bewusst machen, dass ihre Tode tatsächlich keinen Zweck erfüllten. So gesehen, es gab fast keinen Tod, der sinnhaft war. Es war immer unbegreiflich und genau darum musste man damit zurechtkommen. Gute Gedanken für sie aufzubringen war immer sinnvoll, fand Ling.
« Letzte Änderung: 08.04.2011, 21:52:02 von Ling Tar Do »

Tonks

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[IC] Kapitel 1 - Wispern im Gestrüpp
« Antwort #370 am: 09.04.2011, 17:20:00 »
Tonks weigert sich, sich in das Gespräch einzumischen. Sie ist viel mehr damit beschäftigt, ihren Herzschlag einigermaßen ruhig zu halten. Die Worte, die sie hört, bereiten ihr Kopfschmerzen. Zum einen das Gefasel des Elfen, welches schwülstiger nicht sein könnte - und dann auch noch Sidkars Ausbruch einer Zitierorgie aus einem Fremdwörterlexikon, so scheint es ihr zumindest.

Sie ist zu müde, um sich der Unverschämtheiten des Elfen zu widersetzen, und zu genervt, um auf ihre Gefährten ergänzend einzugehen. Doch als der Elf die Forscher von Übersee erwähnt, wird sie wieder Hellhörig. Könnten es die Sarloni sein, die sie verfolgt? Sie streift sich beiläufig eine Strähne aus dem Gesicht und wirft einen schnellen, unauffälligen Blick auf ihr Dekollté. Sitzt alles...

"Übersee, ja?", sagt sie, etwas dümmlich. "Wie aufregend. Mein Name ist Tonks, werter Mann. Was genau ist denn Übersee? Ich habe schon einmal von solchen Ländereien gehört, doch deren Namen sind mir entfallen...Wollt Ihr mir auf die Sprünge helfen?"
"Eberron ist eine unmoralische Kloschüssel und irgendwann werden wir alle runtergespült" - Tonks'sche Erkenntnis

Luther Engelsnot

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« Antwort #371 am: 09.04.2011, 21:40:29 »
Der Elf scheint mit Lings Worten nicht wirklich etwas anfangen zu können oder scheint sich schlicht nicht dafür zu interessieren. Doch dann starten Tonks ihren Versuch den Gelehrten mit ihrer Art etwas mehr zu entlocken. Saraphilon verzieht die Augen und ist anscheinend nicht erfreut über diesen plumpen Versuch, vor allem nach Lings Aussage.
„Haltet ihr mich wirklich für so dümmlich, auf so eine plumpe Art hereinzufallen? Warum wollt ihr so etwas wissen Miss Tonks?“
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Sidkar

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[IC] Kapitel 1 - Wispern im Gestrüpp
« Antwort #372 am: 10.04.2011, 20:54:43 »
Sidkar lacht das erste Mal seit sie zusammen reisen, als der Elf sich von Tonks ungeschickten Versuchen nicht einfangen lässt. Nicht das erste Mal, dass Tonks sich unbeholfen im Umgang mit ihren Reizen anstellt, wie der Waldläufer findet. Und das erste Mal ist es so augenscheinlich, dass es dem Kundschafter ein ehrliches Lachen entlockt. Einen Moment hat der Kundschafter mit dem Gedanken gespielt, dass der Elf dreisterweise seine Gedanken liest, aber dieser Gedanke ist vergessen und Sidkars Laune deutlich besser, da er über diese absurde Szene lachen muss. Da ist eine einzelne Frau umgeben von vielen Männern und sie geizt trotzdem nicht mit ihren Reizen. Mehr Fahrlässigkeit hat Sidkar seinen Lebtag noch nicht gesehen, aber es ist auch erfrischend und vielleicht sogar ein Zeichen, dass zumindest Tonks nicht an Sidkar zweifelt und glaubt, er könnte sie mit den anderen zusammen beschützen, wenn sie mit ihrem Verhalten auf die Fresse flöge.

"Kommt darauf an, wie ihr einfach definiert, Professor Morstak.", antwortet Sidkar schließlich und widerspricht damit ein wenig Ling, jedoch lässt er offen, wie er das genau meint. "Sind irgendwelche merkwürdigen Dinge seit der Öffnung der Grabungsstelle geschehen? Die Echsenwesen wirken aufgebracht, falls ihr mich fragt. Wir habe eine Menge merkwürdiger Dinge auf unserer Reise hierhin erlebt, deswegen frage ich." Sidkar will auf die Art und Weise nochmal nachhaken. "Deswegen könnt ihr gerne so viel darüber berichten, wie ihr mögt. Wir haben viel Zeit und wenn es viel zu erzählen gibt und ihr die Muße und die Zeit habt, werde ich euch gerne zuhören."

Luther Engelsnot

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« Antwort #373 am: 10.04.2011, 22:05:13 »
Sidkars Worte bringen den Professor dazu, sich einen Moment von Tonks abzuwenden. Der Elf schlägt eines seiner Beine über das andere und legt für einen kurzen Augenblick den Kopf schief.
„Merkwürdige Dinge? Nun keine außergewöhnlichen Phänomene, wenn Ihr das meint. Einige der Arbeiter sind etwas abergläubisch, aber was will man auch von einfachen Arbeitern, dem Plebs, erwarten. Ich bin natürlich seit der Etablierung der Ausgrabung nicht mehr im Dschungel gewesen und weiß deshalb nicht, welche merkwürdigen Dinge euch begegnet sind, aber hier ist nichts geschehen. Aber da Ihr Echsenmenschen erwähnt, es gibt ab und zu Angriffe durch diese. Dies ist jedoch nichts Außergewöhnliches, wenn Ihr meine Meinung hören wollt. Die meisten waren noch nie friedlich gegenüber uns zivilisierte Völker eingestellt.“
Dann wirft Professor Morstak einen Blick zu seinen beiden Wachen.
„Nun wie viel ich euch erzählen kann oder darf, müssen alle Leiter der Expedition entscheiden. Jedoch solltet ihr euch etwas Ruhe gönnen und bis dahin kann ich sehen was sich in dieser besonderen Lage arrangieren lässt. Allerdings frage ich mich immer noch warum Miss Tonks sich für die Gelehrten aus Übersee interessiert und ihr euch alle für die Ausgrabung.“
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Galbar

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[IC] Kapitel 1 - Wispern im Gestrüpp
« Antwort #374 am: 11.04.2011, 08:10:19 »
"Morgrave... dort haben tatsächlich zwei meiner Cousins studiert. Ich habe viel gehört von der Universität und ihrer Sphinx. Auf ganz Khorvair gibt es wohl keine Stätte die Wissenschaftlich dieser Universität das Wasser reichen kann. Aber dort seit ihr sicherlich schon lange nicht mehr gewesen, wenn ihr diesen Ort seit der Eröffnung dieser Ausgrabungsstätte nicht mehr verlassen habt oder? In der Tat habe ich selbst auch schon einige opfer im Namen der Wissenschaft auf mich genommen."
Der Druide macht eine kurze sprechpause und tippen mit den Fingern auf deine Taschen und Schriftrollen mit den gesammelten Aufzeichnungen der letzten Jahre.
"Der Grund für unserer gesteigertes Interesse sind die Monolithen, die wir auf dem weg passiert haben. Ich selbst bin nur ein bescheidener Amateur in Archeology und Geschichte aber es scheint uns eine Stätte von großer kultureller Bedeutung für ein sehr altes Volk gewesen zu sein, welches dort einst Opferrituale durchgeführt hat. Eventuell handelt es sich bei Eurer Ausgrabungsstätte hier, um eine Stätte der selben alten Zivilisation." Galbar läßt die Details mit den Träumen vorerst aus und auch das unnätürliche Gebrüll welches nachts zu hören war, scheint vorerst nicht von Bedeutung. Ob Elf oder nicht, mit Wissenschaftlern weiß Galbar zu reden.

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