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Autor Thema: [IC] Kapitel 1 - Wispern im Gestrüpp  (Gelesen 37389 mal)

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Luther Engelsnot

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[IC] Kapitel 1 - Wispern im Gestrüpp
« Antwort #375 am: 12.04.2011, 01:59:43 »
„Interessant. Ja die Universität ist ein wahrlich profunder Ort des Wissen und nein leider war ich schon seit einiger Zeit nicht mehr dort. Aber Opfer müssen gebracht werden und wenn diese Expedition ein Erfolg wird, werde ich sicher dorthin zurückkehren, unter Jubel meiner Kollegen.“
Dann lenkt Galbar aber das Gespräch auf die Monolithen und Saraphilon Morstak hört gespannt zu. Er nickt wissend.
„Ah dieser Ort. Der letzte Wegpunkt vor unserem Lager. Ja wir haben auch schon darauf spekuliert. Allerdings konnten wir bisher nicht genug Übereinstimmung zwischen den beiden Orten finden. Im Moment ist unsere Theorie, dass sie von einer Zivilisation stammt die nach den Bewohnern dieser Ausgrabungsstätte entstanden ist.“
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Ling Tar Do

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[IC] Kapitel 1 - Wispern im Gestrüpp
« Antwort #376 am: 14.04.2011, 00:36:26 »
In gewisser Weise war Ling enttäuscht. Waren sie den langen, gefährlichen Weg tatsächlich deshalb gegangen, nur um mit einer weiteren Botschaft wieder zurückzukehren? Ling hat die Intuition, dass noch 'etwas geschehen' müsse, so dass die vielen Entbehrungen und Verluste für Ihn gerechtfertigt werden würden. Andererseits weiß er auch, dass dieses Greifen nach einer Sinnhaftigkeit nur ein weiterer Trick seines Sem[1] ist und es doch überhaupt nicht ausgemacht ist, dass irgendetwas einen Sinn machen sollte. Überhaupt, was ist 'Sinn' eigentlich? Just als er dies denkt, fällt ihm ein alter Koan ein, den er vor langer Zeit einmal gelesen hatte.

 Zu einem bekannten Meister ging einmal ein armer Bauernsohn, um zu lernen, was Erleuchtung sei. Der Meister nahm ihn auf, denn er hatte gelesen, die Buddhanatur sei in jedem zu finden, der nur den richtigen weg einschlug, nach ihr zu suchen. Also verbrachte er viel Zeit damit, dem Bauernsohn die alten Schriften zu lehren, mit ihm zu meditieren und ihn in der Moral zu schulen. Doch sein Schüler war behäbig und verstand nicht den einfachsten Lehrsatz, den sein Meister ihn lehrte. In seiner Einfalt fragte er immer wieder, 'Werde ich morgen erleuchtet?'

Mit der Zeit wurde der Meister frustriert und zornig auf seinen Schüler, der die Weisheit nicht erkennen konnte. Allein der Anblick seines erfolglosen Schülers ärgerte ihn schon und er verspürte Verachtung für ihn. Daher gab er ihm eines Morgens die Aufgabe, er solle einen großes Paket auf den Gipfel des Berges tragen und es nicht absetzen, bevor er oben angelangt sei. So tat es der Schüler, denn er glaubte, in dem Packet seien Dinge, die ihm helfen würden, die Erleuchtung zu erlangen. Tatsächlich waren nur Steine in dem Packet.

Der Aufstieg war steil und das Packet schwer. Der Schüler schwitzte und wankte unter seiner Last, doch er setzte das Packet nicht ab. Mit der Zeit dachte er nicht mehr an die Erleuchtung, sondern nur noch an den Schmerz, den er in jeder Faser seines Körpers spürte. Als er auf dem Gipfel angekommen war, setzte er das Packet ab und sank vor Erschöpfung zusammen. Kein Gedanke regte sich mehr in ihm. Alle Anspannung, alle Sorgen und Nöte, alle Berechnungen und alles Greifen fielen von ihm ab. Zum ersten Mal konnte er die Welt sehen, wie sie war. Er spürte die Sonne auf seiner Haut und wie der Wind seinen Schweiß trocknete.

Er verbrachte den ganzen Tag auf dem Gipfel und kehrte am nächsten morgen wieder zurück. 'Meister, Meister!', rief er, 'Ich habe gefunden, was Ihr mir zeigen wolltet!' Dieser seufzte und antwortete, 'So? Dann war es also ein reizender Ausflug, ja?'


Als Ling darüber nachdenkt, fällt ihm plötzlich auf, dass auch er schon seit geraumer Zeit nicht mehr an die Erleuchteten[2] gedacht hatte. Nicht mehr seit dem zweiten Tag im Dschungel. Bei jedem Zauber hatte er gedacht, dass sie ihn finden könnten, und nun hatte er sie einfach vergessen. Ling war von dieser Erkenntnis so überrascht, dass er keinen anderen Gedanken mehr fassen konnte, als 'Ich habe keine Angst mehr, vor Ihnen...'[3]
 1. "falsches Bewusstsein"
 2. gemeint sind die Quori
 3. Für die anderen muss offensichtlich sein, dass Ling nicht mehr dem Gespräch folgt. Dem Anschein nach ist er entweder sehr in Gedanken - oder hat eine mittlere Gehirnblutung erlitten.
« Letzte Änderung: 14.04.2011, 00:40:44 von Ling Tar Do »

Tonks

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[IC] Kapitel 1 - Wispern im Gestrüpp
« Antwort #377 am: 14.04.2011, 10:43:22 »
Tonks leckt sich entnervt über die Lippen. Sie scheint arg eingerostet zu sein, dass sie es nicht einmal schafft, einen vertrockneten Gelehrten zu bereizen zu können. Ihr Blick fällt auf Sidkar, der das Ganze auch noch spaßig zu finden scheint. "Klappe, Versagerschwein!", fährt sie ihn ein, muss sich dabei aber selbst ein Kichern verkneifen.

Dann wendet sie sich wieder dem Elfen zu. "Nun, für dümmlich halte ich Euch nicht im Geringsten, Professor, höchstens für empfänglich. Doch wie dem auch sei. Nachdem wir unser leben auf gravierendste Weise für Euch riskiert haben, und einige unserer Gefährten, ja mehr sogar als hier angekommen sind, von aufgebrachten Echsenmenschen zerfleischt wurden, sollte es doch erlaubt sein, ein paar Fragen zu stellen. Wir waren lange unterwegs, und während der Reise wuchs nicht nur unser Durst nach Wasser, sondern auch unser Durst nach Wissen, wofür wir eigentlich unser Leben riskieren, sei es nicht für eine Hand voll beschissene Galifar!"

Der Professor hat es geschafft, Tonks Gefühle in Aufruhr zu versetzen. Während sie spricht, schwillt ihre Stimme an zu einem schrillen Schrei, der schließlich in den letzten beiden Worten gipfelt. Sie bäumt sich förmlich auf, um wieder in sich zusammenzusacken. Sie spürt ihre Tattoos über ihren Unterleib rasen - doch etwas ist anders. Sie hat das Verlangen, den Professor zu zerquetschen. Ja, entweder könnte sie ihm das Gehirn mit einem psionischen Stoß herauspusten wie den Dotter aus einem Hühnerei, oder sie könnte ihn mit ihren Kristallsplittern durchlöchern wie einen karrnathischen Käse. Doch sie spürt noch etwas anderes. Eine andere Option, ja. Sie hätte noch eine andere Möglichkeit, ihm Leid zuzufügen. Doch sie weiß nicht genau, was passieren würde, diese Möglichkeit erscheint ihr so...fremd...und neu. Sie ist da, ohne Frage, doch was würde passieren, wählte sie ihre dritte Kraft?
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Luther Engelsnot

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[IC] Kapitel 1 - Wispern im Gestrüpp
« Antwort #378 am: 14.04.2011, 20:51:37 »
Der Gelehrter schaut etwas unwohl, als Tonks plötzlich aufbrausend wird und noch mehr als ihre gesamte Körpersprache förmlich nach Ärger ruft. Saraphilon fast sich dann allerdings wieder etwas mehr und räuspert seine Stimme.
„Ganz ruhig We...Miss Tonks. Ich habe nur eine einfache Frage gestellt. Kein Grund auszurasten. Geben sie mir nur einen kurzen Moment.“
Der Elf fasst sich an die Stirn und schwitzt leicht ehe er wieder antwortet.
„Nun die Gelehrten aus Übersee. Wir haben einen reisenden Feldforscher der viel Zeit unter den Serenstämmen vor Argonessen verbracht hat. Außerdem eine kleine Delegation der Erleuchteten. Sie haben ihr Wissen und ihre Unterstützung angeboten und sich bisher als sehr nützlich erwiesen, auch wenn es nicht ganz ihr Metier ist.“
Erklärt er dann einlenkend, um eine Konfrontation zu vermeiden.
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Tonks

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[IC] Kapitel 1 - Wispern im Gestrüpp
« Antwort #379 am: 14.04.2011, 21:04:20 »
Tonks Mundwinkel beginnen, etwas nervös zu zucken. Sie bemerkt es. Doch tun kann sie nichts dagegen. Sie ballt die Faust und stützt ihr Kinn darauf ab. "Mh", summt sie. Sonst sagt sie einige Sekunden nichts.

Die Situation ist eigentlich zum Schreien komisch. Zum Schreien!, sind ihre ersten Gedanken. Sie könnten es also tatsächlich sein. Doch wieviele Erleuchtete mag es wohl geben?

Ihr Blick wandert auf Ling. Fast muss sie hysterisch loslachen, doch sie hat sich im Griff. Im Gegensatz zu Ling geht ihr die überragende Mehrheit der Erleuchteten am grauen Arsch vorbei. Doch was würde er zu dieser neuen Entwicklung sagen, die sie quasi herausgepresst hat aus dem Gelehrten?

Was sollte sie nun tun? Sie kann nicht einfach in die Ausgrabung marschieren und nach den Freaks Ausschau halten. SIe muss sich verkleiden, ja! Muss sich verwandeln! Wer käme in Frage? Einer der Gefallenen sollte es sein. Jerake? Sie sahen ihn im Fluss davonschwimmen, doch könnte er es überlebt haben? Könnte er? Oder etwa dieser verdammte Elf? Hat Sidkar seine Leiche gesehen? Sie weiß es nicht. Rahjan jedenfalls wurde vor ihren Augen der Arsch aufgerissen, er fällt raus. Was soll sie nur machen?
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Gormann

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[IC] Kapitel 1 - Wispern im Gestrüpp
« Antwort #380 am: 15.04.2011, 08:47:30 »
Angezogen von dem Schauspiel streunt eine der Wachen - der wie ein rüder Söldner aussieht - zur Gruppe der Abenteuer und dem elfischen Gelehrten. Inteniv äugt er Tonks für einige Momente. Es ist ein ziemlich großer Kerl, mit Muskeln und Narben auf dem Körper. Er trägt eine von Wetter ausgeblichene, lederner Rüstung und ein großes Zweihandschwert auf dem Rücken. Er gibt offensichtlich bestes zu geben ein sympatisches Lächeln aufzusetzen, was ihm jedoch nur wenig gelingt. Dafür könnte er mit dem Blick wohl jedes Kleinkind zum Weinen bringen.

"Beim Spötter, endlich ma' 'ne richtiges Weib hier!" Seine spärlichen, gelben Zähne sind deutlich zu sehen und wer den Mann direkt anschaut kann erkennen, daß seine Augen verschiedenfarbig Blau und Braun sind. "Wurd' ma' Zeit dass sich hier nicht nur diese prüden Schlaumeier her verirren. Sag, wie heißt du schöne Frau." Er klatscht mit sich einmal mit die groben Hände.

Eine andere der Wachen - wohl der kleinste Halborc zu sein scheint den man westlich von Droaam finden kann, aber für einen Menschen immer noch stattlich groß wäre - pfeift ihn zurck: "Gormann! Komm da weg! Was fällt dir ein die Gäste des Meisters zu belästigen?!" Auch wenn es nicht an der Uniform zu erkennen ist, so ist dieser doch offensichtlich im Rang über dem großen Barbaren.
« Letzte Änderung: 15.04.2011, 11:39:56 von Gormann »

Galbar

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[IC] Kapitel 1 - Wispern im Gestrüpp
« Antwort #381 am: 15.04.2011, 15:35:31 »
Das merkwürdige Verhalten von Tonks und der Wache lassen Galbar etwas aus dem Takt seiner Diskussion mit dem Elfen kommen. Tatsächlich hat er bereits einiges Erfahrung und selbst sollte er weiter nachfragen, so wüßte er nicht wirklich ob er historischen Ausführungen weiter folgen könnte.
Scheinbar unbeeindruckt von dem plumpen Balsversuch des Lagerwächters fährt Galbar dennoch weiter in seinen Fragen fort: "Sehr aufschlussreich, Professor Morstak. Könnt Ihr uns verraten wir Ihr zu dem Schluß gekommen seid, daß die Ruinen von verschiedenen Zivilisationen stammen?"
Etwas mißbilligend der Annäherung der Barbaren fügt er hinzu: "Vielleicht können wir die Diskussion auch in einer etwas angemesseneren Umgebung fortführten." ... "Auf der anderen Seite, was war zu erwarten? ...viele Frauen scheint es hier tatsächlich nicht zugeben. Menschen sind auch nur eine andere Art von Tier.
« Letzte Änderung: 15.04.2011, 16:32:29 von Galbar »

Luther Engelsnot

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[IC] Kapitel 1 - Wispern im Gestrüpp
« Antwort #382 am: 15.04.2011, 18:38:30 »
Der Elf verzieht missbilligend das Gesicht als plötzlich einer der Söldner förmlich in das Gespräch platzt. Er schüttelt den Kopf und weist eine seiner Wachen an.
„Bring ihn hier raus und achte darauf, dass Niemand mehr in das Zelt kommt!“
Einer der beiden Wachen verlässt das Zelt und zehrt Gormann mit, auch wenn es eher so wirkt, als würde der Barbar sich mitziehen lassen. Etwas Widerstand und die Wache hätte wohl arge Probleme. Dann seufzt Saraphilon und hofft die gesamte Szene ignorieren zu können.
„Entschuldigt den Zwischenfall. Leider ist es manchmal schwer einen ruhigen Moment in einem so großen Lager zu finden. Ich weiß nicht, ob unter diesem Umständen ein angemessener Ort überhaupt existiert. Aber um Eure Frage und Euren Wissensdurst zu stillen. Wir konnten bei der Stätte mit Steingesichtern leider keinerlei kulturelle Relikte finden. Keine Bilder, keine Fresken oder Schriftstücke. Hier jedoch konnten wir stilisierte Abbildungen von zumindest Drachen, gehörnten Gestalten und einigen anderen Humanoiden finden sowie eine Art Schrift. Jedoch keine vergleichbaren Steinmonolithen.“
Erklärt der Professor seine Meinung.
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Sidkar

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« Antwort #383 am: 15.04.2011, 20:34:36 »
Sidkar hält sich immer mehr aus dem Gespräch raus, welches in ihrer Leitung vor allem Tonks und Galbar jetzt übernommen haben. Was den Kundschafter durchaus freut, denn er redet nicht gerne und er spricht nur dann, wenn es sich nur schwerlich verhindern lässt. Deswegen versucht er auch nicht Tonks Aussage zu kontern, welche ihm nur wie eine Verlegenheitsreaktion vorkommt, außerdem kichert sie selbst, weshalb er es im Moment nicht wirklich ernst, geschweige denn wahrnimmt. Stattdessen überlegt Sidkar bereits, wie er möglichst unauffällig in die Grabungsstelle kommt und sich in aller Ruhe umschauen kann. Andererseits sind seine Gefährten sicherlich eine große Hilfe, da dieser Dschungel bereits einiges an Gefahren aufgeboten hat.

Sidkar schaut skeptisch mit starrem Blick zwischen seinen Gefährten hin und her, hat das Lächeln schon lange wieder aus seinem Gesicht gewischt. "Wer von ihnen wird mir in die Ruinen folgen?" Sidkar ist sich inzwischen darüber klar, dass er noch nicht abreisen will, es ist nicht nur die Sorge, auch die anderen Gefährten zu verlieren, sondern er hat auch ein Interesse an dieser Stelle gewonnen. "Vielleicht kann er uns auch einfach anwerben?" Den Gedanken verwirft der Kundschafter wieder für den Moment und stattdessen schaut er auf den ungehobelten Klotz, der sich dazugesellt hat. "Oho! Tonks! Da hat dein lieblicher Nektar ja gleich den größten Brummer angelockt.", bemerkt Sidkar trocken und betrachtet den Riesen kurz und lauscht dann der letzten Erklärung des Professors. Das Gefasel von den Erleuchteten interessiert Sidkar persönlich kaum, aber da ist etwas anderes, was Eskariots Interesse weckt. Wenn es nicht die Steinmonolithen sind, dann ist es irgendetwas anderes. Er kann es noch nicht einstufen, er wird das Gespräch weiter abwarten müssen.

Tonks

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« Antwort #384 am: 16.04.2011, 09:40:12 »
Tonks betrachtet den widerlichen Typen, der sich gerade unaufgefordert in ihr Gespräch eingemicht hat, einige Sekunden genüsslich von oben bis unten, ohne die Miene zu verziehen. Sie ist ob seiner dümmlichen Fresse recht amüsiert. Das wird ja immer besser hier drinnen. Wer hätte gedacht, dass ich im Dschungel doch noch so köstlich unterhalten werde?

Sie zieht eine Augenbraue hoch bis zum Anschlag. "Ist das Euer Ernst?", fragt sie den Elfen mit gequetschter Stimme, denn sie muss sich sehr zusammennehmen, nicht direkt loszulachen. "Ihr lasst Euch von Euren Gorillas als 'prüde Schlaumeier' bezeichnen?" Sie wirft erneut einen Blick auf den Söldner, und ihre Augen funkeln bedrohlich. "Verzieh dich, du Affe - Bananen sind aus für heute!"

Sicherlich wiegt sich Tonks ob ihrer Begleitung in wohliger Wärme, was ihr ohnehin schon großes Mundwerk lockert, doch sie würde nicht davor zurückschrecken, das wahrscheinlich winzige Hirn dieses Hühnen zu zerquetschen wie Trauben bei der Rebpresse.

Tonks bereitet sicherheitshalber eine Aktion vor: Mind Thrust, sollte der Typ handgreiflich werden
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Luther Engelsnot

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« Antwort #385 am: 16.04.2011, 15:00:04 »
Der Elf schüttelt den Kopf und scheint etwas überfordert mit der Situation. Er wirft kurz einen hilfesuchenden Blick zu Galbar, den er scheinbar am meisten bisher respektiert. Dann seufzt Saraphilon jedoch.
„Er wird seine disziplinarische Maßnahme erhalten und Beleidigungen mit jemand seines Standes auszutauschen ist verschwendete Lebensmühen und nun niveaulos. Nicht dass ich damit ausdrücken möchte, dass ihr niveaulos seid, aber ich finde ein Gespräch mit solchen Barbaren nicht sehr erquickend.“
Saraphilon kratzt sich am Hinterkopf und schaut zu allen Anwesenden in der Runde.
„Wenn sich unser Gespräch nun dem Ende zu neigt, würde ich die Aufzeichnungen in aller Ruhe studieren wollen und veranlasse alles, damit euch ein Schlafplatz zugewiesen wird. Falls ihr dann in naher Zukunft bereit seid abzureisen, meldet euch bitte noch einmal. Wie gesagt, ich hätte noch eine dringende Lieferung für Aberd Saleric. Es soll euer Schaden nicht sein.“
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Gormann

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[IC] Kapitel 1 - Wispern im Gestrüpp
« Antwort #386 am: 16.04.2011, 17:40:37 »
Laut lacht der große Barbar auf. "Tonks ist also der Name!" der Barbar hat die Worte des Waldläufers nicht überhört. "Was für ein Weib! Ich hoffe wir sehen uns später noch. Wir wollen weiter nicht stören bei irgendwelchen gebildeten Gesprächen." Der Barbar dreht sich zum Halborc am Eingang des Zelts der mit finsterer Miene wartet und sie verlassen gemeinsam den Ort. 

Ling Tar Do

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« Antwort #387 am: 16.04.2011, 21:44:08 »
Als der große und starke Mann das Zelt betritt, kehrt Ling auch wieder in das Hier und Jetzt zurück. Er legt etwas den Kopf zur Seite und denkt über den kurzen Wortwechsel nach, den der Mann und seine Gefährtin Tonks austauschen. Er wirkt sehr interessiert, denn anscheinend ging es hier um etwas, über das er gelesen hatte. Anscheinend ist der Mann von Tonks sexuell angezogen. Er wird sie mit netten Worten versehen und beschenken und anschließend seinen Körper an ihr reiben wollen. Doch etwas stimmt nicht, denn Tonks scheint nicht zu wollen... Freilich sind Lings Auffassung vom Geschlechtsakt sehr naiv und unaufgeklärt, was nur daran liegt, dass er ein Mönch und Eunuch ist. Unter den Worten der Dichter stellte er sich so etwas wie einen Austausch von Streicheleinheiten vor.

Nachdem Tonks ihre Ablehnung zum Ausdruck gebracht hatte, ist der Mann schließlich gegangen. Ling beteiligte sich wieder am Gespräch. "Nun, was wollen meine Gefährten nun machen? Ich werde zu meinem Meister Saleric zurückkehren wollen und kann auch die Botschaft überbringen. Doch was wollt Ihr tun?"
« Letzte Änderung: 16.04.2011, 21:44:18 von Ling Tar Do »

Sidkar

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« Antwort #388 am: 17.04.2011, 16:42:12 »
Der Waldläufer blickt den großen Mann an und zuckt mit den Schultern, als dieser sich verabschiedet. Sidkar nimmt sich vor, Tonks während ihres Aufenthaltes in dem Lager im Auge zu halten. Wenn dieser Hüne gleich mehrere Männer mobilisiert, um mit Tonks ein bisschen Spaß zu haben, reichen ihre merkwürdigen Kräfte auch nicht mehr. Dieser Hüne wirkt wie einer, der sich bei solchen Dingen nicht zurückhält.
Die smaragdgrünen Augen fixieren Ling. "Ruht euch erstmal aus, Ling. Alleine werdet ihr den Urwald nicht überleben können, jetzt müssen wir rasten."
Damit deutet Sidkar auch an, dass das Gespräch von seiner Seite aus auch beendet ist. Mit diesem Gelehrten kann man sich auch nur in hochtrabenden Geschwafel ergehen, doch daran hat der Waldläufer kein Interesse. "Wenn wir ein wenig gerastet haben, können wir schauen, was wir machen." Sidkar will eigentlich keinen Zweifel daran lassen, dass er keine Lust auf Botendienste hat, aber er will das nicht unbedingt vor dem Professor äußern.

Tonks

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[IC] Kapitel 1 - Wispern im Gestrüpp
« Antwort #389 am: 20.04.2011, 09:11:27 »
Tonks schaut Sidkar verblüfft an. „Na Danke, Sidkar. Dafür schuldest du mir ein Dunkelbier, Waldläufer“, zischt sie. Offensichtlich ist sie immer noch reichlich amüsiert über die ganze Situation und nimmt den Söldner auf keine Weise ernst.

Auch schaut sie den Elfen erneut mit hochgezogener Augenbraue an. „Es ist nun niveaulos? Bitte verzeiht, ich dachte, es wäre noch niveauvoll. Ich wusste natürlich nicht, dass es mittlerweile schon als niveaulos gilt“, macht sie sich etwas über ihn lustig. „Doch nun ernsthaft: Welche Auswirkungen haben die Ausgrabungen auf die Echsenwesen? Warum sind sie so aggressiv? Wird hier irgendwie ihr Lebensraum bedroht? Oder gar ihre Heiligtümer entweiht? Ihr werdet verstehen, dass dies für uns außerordentlich wichtig ist, da wir früher oder später wieder einige von ihnen abschlachten müssen, da sie mit ihren primitiven Waffen nach unserem Leben trachten wenn wir versuchen aus dieser grünen Hölle rauszukommen. Die werden uns auflauern und wir müssen sie töten, und dann durch ihre breiigen Innereien und zerfetze Hirnmasse waten. Da möchte man doch glatt ein paar Einzelheiten dazu hören…“

Insgeheim hofft Tonks, irgendwie noch mehr Einzelheiten zu der Anwesenheit der Erleuchteten aus dem Professor herauszuquetschen. Vielleicht würde es helfen, seinen Kopf zu zerquetschen. Doch leider ist sie nicht firm in der Extraktion von Gedanken und Wissen, weswegen sie den Gedanken schnell wieder verwerft. „Einen Augenblick noch“, sagt sie zu ihren Gefährten, „Dann können wir gehen. Nicht zurückgehen, aber das aus dem Zelt gehen, meine ich damit.“
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