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Autor Thema: Kapitel 3 - Jäger in der Nacht  (Gelesen 17340 mal)

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Talindra Laelithar

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Kapitel 3 - Jäger in der Nacht
« Antwort #30 am: 28.05.2010, 13:10:10 »
Als die Sonnenelfe so durch das Lager geht, prägt sie sich alles gut ein, denn das konnte sich schließlich noch einmal als wichtig herausstellen. Vorallem den Stützpunkt der Akh'Faer merkt sich die Illusionistin. Immerhin würde sie ihn demnächst einmal besuchen wollen. Froh nimmt Talindra außerdem zur Kenntnis, dass es nicht allzu viele Verwundete gibt, was auf der anderen Seite allerdings momentan auch nicht allzu überraschend ist. 

Zu dem elfischen Shevariten in dem roten Umhang sagt Talindra dann auf seine Frage hin: "Wir wollten uns etwas in Euren Anlagen umsehen, falls Ihr nichts dagegen habt."

Idunivor

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Kapitel 3 - Jäger in der Nacht
« Antwort #31 am: 28.05.2010, 14:45:03 »
Alle vier Shevariten halten ihre Blicke starr auf die N'Vaelahr fixiert, währden ihr Sprecher Talindra eingehend mustert, ein kurzer Schatten er Erkenntnis als er Talindras Rangabzeichen entdeckt: "Dort gibt es nichts von Interesse, außer den Waffen- und Traningskammern des Nachtjägers. Es gibt keinen Grund warum ihr euch dies ansehen solltet, Faernaa. Aber wenn ihr darauf besteht bitte, solange ihr keinen der Novizen in seinem Training und keinen der Rächer in seinem Gebet stört."
Auf ein knappes Nicken ihres Anführers hin treten die drei anderen Wachen zur Seite und geben den Weg nach unten frei. Innerhalb des Baumes winden sich Stufen schnell nach unten und dort unter der Erde verzweigen sie sich in ein System aus Gängen. Hier gibt es selbst für elfische Verhältnisse nur wenig Licht und die N'Vaelahr haben Mühe in dem Halbdunkel der Tunnel genaueres zu erkennen. Aber offensichtlich hat der Shevarit an der Oberfläche recht gehabt. Denn abgesehen von einer großen Kammer in der eine Handvoll Elfen in roten Umhängen vor dem eisernen Symbol eines geknickten Pfeils über einer Träne knien gibt es hier unten nichts von wirklichem Interesse. Mancherorts kann man in kleine Kammern blicken in denen vier Elfen in kargen Alkoven hocken und sich trotz des harten Steinbodens offensichtlich in ihrer Trance befinden und an anderer Stelle kann man wiederum Elfen in den allgegenwärtigen roten Umhängen sehen, die Übungskämpfe mit Schwertern, Speeren oder Keulen ausfechten. Dabei ist bezeichnend, dass sie eindeutig mit scharfen Waffen kämpfen und auch nicht gerade zimperlich dabei sind, mehrere der Teilnehmer bereits Schnitte und Prellungen davon getragen haben.
Die überall in den Tunneln verteilten Wachen beäugen die N'Vaelahr misstrauisch, aber keiner von ihnen spricht ein Wort. 
The only ones who should kill are those prepared to be killed.

Taeglyn

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Kapitel 3 - Jäger in der Nacht
« Antwort #32 am: 29.05.2010, 14:07:41 »
Trotz seiner Reisen hatte Taeglyn bisher noch nie einen Shevariten gesehen, geschweige den, war bis in ihre Heiligtümer vorgedrungen.

Als er so hinter Caelreth einher spaziert und das vorherrschende Zwielicht mit seinen scharfen Augen durchdringt, überfällt ihn ein Gefühl der Tristes und Unwohlsein. Sein eigener Gott, Erevan, hätte hier her unten wohl viel zu tun um den grimmigen Rächern die Freude am Leben zu zeigen. Die hartgesichtigen Männer und Frauen bei ihrem Training einmal außer acht lassend, blickt sich der Mondelf möglichst unauffällig um ob er vielleicht eine geheime Türe erspähen kann, hinter der Interessanteres zu finden ist, als das was ihnen hier freiwillig gezeigt wird.

Nichts desto trotz hofft der Abenteurer bald in der Messe einkehren zu können. 

Idunivor

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Kapitel 3 - Jäger in der Nacht
« Antwort #33 am: 29.05.2010, 14:48:35 »
Geheimtüren sind hier unten nicht zu entdecken, aber ihre Geheimnisse bewahrten die Shevariten vermutlich einfach hinter den verschlossenen Türen, die über all in den Gängen verteilt sind. Angesichts der Worte des Wächters am Eingang wagen die N'Vaelahr nicht eine dieser Türen zu öffnen und da es hier unten offensichtlich nichts mehr zu tun gibt, kehren sie an die Oberfläche zurück. Inzwischen ist es beinahe Mitternacht und abgesehen von den Soldaten, die Wache halten müssen und vereinzelten Shevariten in ihren roten Umhängen ist niemand mehr auf den Beinen und die meisten Elfen haben sich in ihre Quartiere zurückgezogen um im der Trance Energie für die kommenden Tage zu sammeln.
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Caelreth

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Kapitel 3 - Jäger in der Nacht
« Antwort #34 am: 30.05.2010, 17:32:14 »
Den Besuch bei den Shevariten verfolgt Caelreth mit Interesse und Skepsis. Die Diener des schwarzen Bogenschützen waren wahrhaft grimmige Streiter. Bisher war er ihnen auf Immerdar nur selten begegnet, wenngleich der Kult des Shevarash nach den Übergriffen der Dunkelelfen vor einigen Jahren beachtlichen Zuwachs erhielt. Zurück an der Oberfläche sieht Caelreth bereits wie spät es geworden ist und blickt seine Gefährten an. "Was haltet ihr davon wenn wir den Besuch der Messe auf morgen verschieben, wenn dort auch mehr los ist? Lasst uns doch noch gemeinsam an einem Lagerfeuer Platz nehmen und ein wenig reden, solange uns die Ruhe vor dem Sturm noch die Zeit dazu lässt." schlägt der Priester vor.

Aeryn

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Kapitel 3 - Jäger in der Nacht
« Antwort #35 am: 31.05.2010, 10:12:27 »
Aeryn verspürte irgendwie Erleichterung, als sie wieder im Freien waren. Die Atmosphäre in den grimmigen Hallen war nichts für die Waldelfin. Zwar hegte sie auch eine tiefsitzende Verachtung gegenüber den Feinden ihres Volkes, aber dennoch wusste sie auch wofür sie kämpfte und konnte sich an der Schönheit der Wälder erfreuen. Die Waldelfin war sich nicht ganz sicher, ob dies auch für die Shevariten galt. Ihr Eindruck war, dass sie sich voll und ganz ihrem Hass verschrieben hatten.

Ja, nach dieser Kälte ist ein wärmendes Feuer genau das richtige,” antwortet sie dem Kleriker.

Inzwischen ist auch Fang wieder zu der Gruppe gestoßen, der nicht mitgekommen war und derweil draußen gewartet hatte.

Caelreth

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Kapitel 3 - Jäger in der Nacht
« Antwort #36 am: 31.05.2010, 21:32:50 »
Caelreth nickt nur und geht mit seinen Gefährten zu dem nächstbesten freien Lagerfeuer. Die Soldaten die es entfacht haben, sind nun längst in die Trance abgedriftet und haben ihre Quartiere aufgesucht. Der Corellonit nimmt auf einem einfachen, grob gezimmerten Schemel Platz und bedeutet seinen Gefährten sich dazu zu gesellen. Kurz atmet er durch, dann sagt er an Taeglyn gerichtet: "Bei unserem letzten Einsatz ist wie ihr vielleicht wisst einer unserer Mitstreiter namens Faelar gestorben. Ich war es der sein Begräbnis hielt und in den folgenden Tagen kam ich etwas ins Grübeln." nun schaut er alle seine Begleiter an "Ich wusste fast nichts über ihn zu sagen, wir haben Seite an Seite gekämpft, doch viel über ihn erfahren habe ich nicht. Es sind schwierige Zeiten und die Seldarine allein wissen wieviele treue Streiter Myth Drannors noch nach Arvandor gerufen werden bis wir die finstere Brut der Dhaerow endlich aus unserer Heimat vertrieben haben." kurz lässt er die ernsten Worte sacken.

"Ich würde gerne mehr über euch erfahren, ich weiß nicht einmal wer von euch mit Fürst Miritar aus Immerdar kam und wer von euch bereits auf dem Festland lebte. Wer über sich lieber den Mantel des Schweigens ausbreiten will, dem sei es gerne freigestellt lieber zu schweigen. Lasst mich den Anfang machen. Wie Fürst Miritar selbst stamme ich aus Ellion auf Immerdar, so war es für mich geradezu eine Pflicht den Kreuzzug zu begleiten. Doch wie so viele andere blieb ich nach dem Ableben meines Herren, denn es wuchs die Überzeugung in mir, dass der Rückzug ein Fehler war, dass wir die angestammten Heimatlande des Elfenvolkes nicht einfach den Dhaerow, Orks und Menschen hätten preisgeben dürfen. Ein Großteil meiner Familie lebt noch auf Immerdar, doch ich habe eine Verlobte und gedenke Myth Drannor mit einer eigenen Familie zu segnen, sollte Corellon Larethian in diesen schwerne Zeiten seine schützende Hand über mich halten." sein Blick wandert über seine vier Mitstreiter hinweg ...

"Erzählt bitte etwas über eure Heimat und wie euch das Schicksal zu Miritars Kreuzzug führte?"
« Letzte Änderung: 31.05.2010, 21:36:44 von Caelreth »

Taeglyn

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Kapitel 3 - Jäger in der Nacht
« Antwort #37 am: 01.06.2010, 22:39:12 »
Bevor er sich zum Feuer begibt gelingt es dem Mondelfen noch eine Flasche Wein und einige Becher aufzutreiben. Geschickt die Flasche entkorkend, schenkt er jedem ein, der mit ihm ein Glas teilen möchte.

Als Caelreth dann von verstorbenen Mitstreitern und seiner Geschichte zu erzählen beginnt, blickt Taeglyn mit versonnen Augen ins Feuer und entsinnt sich der Gefährten die zu seiner Lebzeit nach Avandor, oder in die Hallen ihrer eigenen Götter gefunden haben.

Durch die Frage des Corelliten aus seinen Gedanken gerissen, nimmt der Abenteurer einen Schluck um seine Worte kurz abzuwägen ehe auch er einen Schemel ans Feuer zieht und mit sanfter Stimme zur Antwort ausholt:

"Meine eigene Heimat liegt unter den schattigen Bäumen von Silbrig Mond. Und wenn heute von Mythalar und ähnlichem die Rede ist, so kann ich mit Stolz behaupten unter einem aufgewachsen zu sein.

Dem Schmunzeln das gute Erinnerungen begleitet, wenn sie in der Ferne aufkeimen, einen Augenblick schenkend spricht der Mondelf dann weiter:

"In den anschließenden Jahren der Wanderschaft habe ich vieles gelernt. Sogar die grauen Straßen von Schädelhafen haben meine Augen erblickt und so machen Dunkelelfen der dort seinen Geschäften nachgegangen ist.

Doch erst das unerwarteten Auftauchen der Fey`ri hat mich in die alte Heimat zurück geführt. Ich kann nicht sagen was es war, doch auch wenn ich den Tage des freien Abenteurerlebens manchmal wehmütig nachweine, so versichert mir mein Herz, dass ich hier richtig bin."


Kurz inne haltend, wandert der Blick des Mondelfen zurück zu Caelreth und Taeglyn fügt lächelnd hinzu:

"Weder zu Sippe noch Haus kann ich hier Gehörigkeit verkünden, doch bin ich mir sicher das die Seldarin über mein Schicksal wachen."

« Letzte Änderung: 02.06.2010, 08:57:57 von Idunivor »

Talindra Laelithar

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Kapitel 3 - Jäger in der Nacht
« Antwort #38 am: 03.06.2010, 17:24:57 »
Mit einem leichten, freundlichen Lächeln nimmt Talindra ein bisschen Wein entgegen und nippt etwas an ihm. Dann hört sie Taeglyn aufmerksam zu, was er auf Caelreths Frage hin antwortet. Als Taeglyn fertig erzählt hat, nickt Talindra nur kurz und fängt dann selber an über sich zu etwas zu erzählen:

"Ihr müsst wissen, dass ich eigentlich einst sehr wohl behütet meine Zeit auf einer Magierakademie in Immerdar verbracht habe und dort dem Studium der arkanen Kunst nachging. Aber auch einige Bücher sind schon damals sehr aufschlussreich über das Festland gewesen und ich hegte schon seit je her eine große Faszination dafür. Fürst Seiveril Miritar von Elion's Kreuzzug kam mir damals durchaus wie gute und noble Sache vor, also schloss ich mich seinem Kreuzzug an. Es war immerhin für mich als Arkanistin auch eine einmalige Gelegenheit das Festland nicht bloß über ein paar Bücher zu erfassen, die man in den Bibliotheken lesen konnte, sondern es selbst wahrzunehmen. Die kurze Zeitspanne meines Aufenthalts auf dem Festland hatte auch ihre interessanten Facetten, aber...", Talindra stockt für einen Augenblick bevor sie dann weiterspricht, "die vielen Schlachten und die Kriegserlebnisse verändern einen auch. Ich bin nicht mehr diesselbe, die von Immerdar zum Festland damals aufgebrochen ist und nur ihr arkanes Studium und ein Leben unter Elfen gekannt hat, obwohl der Aufenthalt hier ja nur ein geringen Bruchteil meines Lebens ausmacht.  Ich bin den Seldarine und meinem Volke so treu wie eh und je und stehe weiterhin für ihre Ziele ein, doch die Schrecken und den Verlust, den ich erlebt habe, hat gewisse Spuren hinterlassen. Dass ich überhaupt solche Andeutungen mag Euch allesamt verwundern, aber es hilft mir einfach besser mit der Situation umzugehen."

Etwas unsicher schaut Talindra dann in die Flammen und nimmt noch einen etwas kräftigeren Schluck diesmal von dem Wein.
"Ich kann mich nun wieder daran erinnern, ganz so als ob es erst gestern gewesen wäre, Caelreth. Damals war ich mit meinen Gedanken woanders gewesen, darum hatte ich darauf noch nicht reagiert und wisset, dass es auch nichts gibt, was ich Euch nachtrage, aber ich denke, dass Ihr nur einen Teil von Faelar kanntet. Ja, er konnte unter anderem mürrisch, launisch und auch aufbrausend sein. Er hatte es zwar nur angedeutet und wollte nicht weiter darüber reden, aber ich glaube, dass er sich es nie vergeben konnte, dass er den Mord der Drow an seiner Familie nicht verhindern konnte. Schuld und Verzweiflung nagten an ihm, sagte mir meine Intuition. Doch die Hauptschuld für seine Lage gab er den  Dhaerow, auf die er seinen ganzen Hass lenkte. Doch trotz all dieser negativen Gefühle, die er hatte, hatte ich auch das Gefühl, dass in seinem Innersten irgendwo tief verborgen ein guter Funke war, auch wenn man ihm das vielleicht nicht so ohne weiteres anmerkte als Außenstehender." Ein paar Tränen kullern der Sonnenelfe kurz vom Gesicht, die sie aber schnell wieder wegwischt mit ihren Händen und danach sieht sie bloß noch nachdenklich weiter in das Feuer vor ihr.

Aeryn

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Kapitel 3 - Jäger in der Nacht
« Antwort #39 am: 04.06.2010, 10:08:13 »
Ich habe schon immer hier im Cormanthor gelebt,” erläutert Aeryn. “Etwas über ein Jahrhundert mittlerweile, also noch nicht sehr lang, aber Zeit genug, um einen größeren Teil unserer Heimat kennenzulernen. Und ebenfalls Zeit genug für etliche Scharmützel mit unseren Feinden. So bin ich auch in den Dienst der Akh'Velahr gelangt, da die Verteidigung unserer Heimat eine wichtige Pflicht ist, die wir alle leisten müssen. Ich bin mir sicher, dass dies auch der Wunsch unseres Herrn und Schöpfers ist. Durch diese Rüstung hält er seine schützende Hand über mich und sorgt dafür, dass sich meine Wunden schnell schließen, und durch diesen Bogen entfache ich seinen Zorn gegen unsere Feinde. Tatsächlich ist meine Bindung mit dem Bogen noch nicht vollkommen, doch ich komme mit jedem Tag dem Ziel näher, seine Macht irgendwann voll entfalten zu können. Wenn ich meinem Gefühl trauen kann, wird es bis dahin auch nicht mehr lange dauern.

Filidan

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Kapitel 3 - Jäger in der Nacht
« Antwort #40 am: 04.06.2010, 12:59:49 »
"Ich stamme aus den Ländern der Menschen, meine Mutter war die Tochter eines Adeligen und mein Vater ein Elf aus Cormanthor. Ich wuchs bei meiner Mutter auf und bis in meine Jugend hinein hatte ich wenig Bezug zu meinem elfischen Erbe, bis mich ein Auserwählter des Corellon mit auf seine Reisen nahm und mir die Gebräuche unseres Volkes näher brachte. Später dann stieß ich zu den Streitkräften Myth Drannor's, als ich auf der Suche nach meinem Vater war. Er starb jedoch, bevor ich Gelegenheit hatte ihn zu treffen."

Filidan wirkt bedrückt als er zum Ende seiner Erzählung kommt und er blickt einen Moment angestrengt ins Feuer bis er auffordernd in die Runde blickt, auf das noch jemand seine Geschichte erzählen möge.

Idunivor

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Kapitel 3 - Jäger in der Nacht
« Antwort #41 am: 04.06.2010, 15:50:21 »
Doch da alle bereits einen Teil ihrer Vergangenheit ofenbart hatten, ergreift niemand sofort das Wort und den N'Vaelahr wird bewust, dass Mitternacht schon weit hinter ihnen liegt. Also ziehen sie sich allesamt in ihre Quartiere zurück um die Ruhe zu erhalten, die ihnen die Kräfte, die der lange Marsch durch das Verstrickte Tal gekostet hatte, zurückgeben würde.

2.-6. Flammleite im Jahr des Aufstiegs des Elfenvolkes 1375 TZ

In den nächsten Tagen machten die N'Vaelahr sich weiter mit den Gegebenheiten Duathampers bekannt, während sie darauf warteten, dass etwas geschah, was für ihren Auftrag von Interesse sein könnte.
Im Verlauf dieser Tage begibt sich Talindra auch zu dem einsam stehenden Baumhaus in dem die Akh'Faer ihr Lager aufgeschlagen hatten. Dort oben gibt es ebenso viele Wachen, wie im Hauptgebäude, nur dass sie hier sehr viel leichter gerüstet sind. Die meisten von ihnen scheinen Klingen- oder Zaubersänger zu sein, aber sicherlich ist auch der ein oder andere einfache Krieger unter ihnen, der das Gewebe nicht zu nutzen vermag.
Da Talindra die meisten hier Anwesenden an Rang übertrifft, wird sie von demselben Sonnenelfen empfangen, den sie bereits in der Taktikbesprechung am Tag ihrer Ankunft kennen gelernt hatte, Faernaa Braern Echorn. Der deutlich ältere Sonnenelf mustert sie kurz und verbeugt sich anschließend: "Es ist mir eine Freude euch hier willkommen zu heißen, Etriel[1] Laethilar."
Das kleine Zimmer in dem der Faernaa sie empfing ist vollgestopft mit magischen Utensilien aller Art und einer beeindruckenden Sammlung von Zauberstäben und Schriftrollen, die allesamt fein säuberlich sortiert in Regalen hinter durchsichtigem Glasstahl ruhen, sodass sie nur für jene zugänglich sind, die wissen, wie man diesen öffnen und so nach ihnen greifen kann.
Der sonnenelfische Magier blickt Talindras tief in die Augen, während er fortfährt: "Ihr hatte darum gebeten mit einem der Akh'Faer zu sprechen und deshalb habe ich euch her bringen lassen. Ich weiß nicht mit welcher Aufgabe ihr und eure Begleiter betraut wurdet und das ist wohl auch richtig so, aber dennoch werde ich mein möglichstes tun um euch zur Seite zu stehen."
 1. geehrte Schwester
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Talindra Laelithar

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Kapitel 3 - Jäger in der Nacht
« Antwort #42 am: 04.06.2010, 19:54:53 »
Talindra scheint sehr fasziniert von den vielen magischen Gegenständen an diesem Ort zu sein. Doch, nachdem sie sich etwas genauer umgesehen hat, widmet sich ihr Geist voll und ganz der Unterhaltung mit Braern Echorn.

"Seid herzlich gegrüßt, Etrian[1] Echorn!", lächelt sie dem Faernaa zur Begrüßung etwas an udn fährt dann wie folgt mit ihren Worten fort: "Nun so viel kann ich Euch zumindest schon verraten: Wir sind eine Spezialeinheit, die direkt Kerym Daried Selsherryn unterstellt ist und seinen Befehlen folgt. Nur Details unserer Mission dürfen nicht so ohne weiteres verraten werden laut unseren Anweisungen.

Ich stehe durch diesen Spezialauftrag momentan außerhalb der Kommandostrukturen der Akh'Faer dieses Lagers. Ich wollte Euch als Kommandant der Akh'Faer daher folgendes fragen:
Ich habe zwar gelernt im Krieg meist Zauber zu benutzen, die keine allzu teuren und exotischen Materialkomponenten brauchen und gehe mit Zaubern, die teure Materialkomponenten brauchen, äußerst sparsam um, aber wäre es möglich von Euch verschiedene Materialkomponenten zu erstehen, sollte ich sie einmal brauchen? Welche Arten von arkanen Materialkomponenten stehen den Akh'Faer hier vor Ort zur Verfügung? Wenn wir schon gerade bei dieser Thematik sind: Wäre auch die ein oder andere Schriftrolle von den Akh'Faer zu erstehen? Welches Kontingent an Schriftrollen wäre denn im Lager vorhanden?

Und da ich an diesen Frontenlinien noch relativ neu bin, würde mich als Arkanistin noch folgendes interessieren:
Welche arkanen Zauberwirker hat der Auzkovyn-Clan eigentlich bisher ins Feld geführt und was gibt es über sie zu berichten? Muss ich auf irgendetwas Besonderes Acht geben?

Falls es für Euch einmal von Interesse wäre Faernaa Echorn, so möchte ich Euch noch sagen, dass ich selbst auf Illusionsmagie spezialisiert bin. Vornehmlich Illusionsmagie, die einen gut tarnen und schützen kann im Kampf, aber zum Beispiel auch Illusionsmagie, die meine Feinde empfindlich schwächen kann, stehen mir für künftige Schlachten zur Verfügung. Die Illusionsmagie liegt mir fast schon im Blut könnte man sagen und ich habe trotz meines jungen, elfischen Alters schon große Fortschritte in den Künsten der Illusion gemacht, aber auch nebenbei in einigen anderen Schulen der Magie auf dem ein oder anderen Gebiet. Durch meine Spezialisierung auf der Akademie bin ich den Magieschulen der Nekromantie, Verzauberung und Hervorrufung nicht wirklich gut bewandert und vermag es nicht Schulen dieser Art zu wirken. Wenn ich schon so viele Dinge von Euch nun wissen will, empfand ich es als nur fair, wenn Ihr auch das ein oder andere über mich schon jetzt erfahrt."

Man merkt Talindra schon an, dass sie auf ihrer arkanen Künste durchaus stolz, wenn auch nicht anmaßend arrogant in ihrem Tonfall. Sie ist um einen nüchternen und berichtenden Tonfall ansonsten durchaus redlich bemüht.
 1. geehrter Bruder
« Letzte Änderung: 04.06.2010, 20:04:59 von Talindra Laelithar »

Idunivor

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Kapitel 3 - Jäger in der Nacht
« Antwort #43 am: 04.06.2010, 20:32:59 »
Der Faernaa lauscht aufmerksam Talindras Worten und nickt dann kurz: "Nun, wie auch ihr selbst haben alle Mitglieder der Akh'Faer einen persönlichen Vorrat an Reagenzien und Komponenten um ihre Zauber zu wirken. Wenn ihr etwas bestimmtes sucht, lasst es mich einfach wissen, ich werde es schon irgendwo auffinden können. Allerdings fürchte ich, dass sich wohl niemand umsonst von wertvollen Objekten trennen wird, wenn sie beim Wirken der Magie verbraucht werden, weshalb bei Dingen wie Diamantstaub oder anderen Schätzen eine entsprechende Entschädigung für denjeniegen, der sich von einem Teil seiner Mittel trennt, notwendig werden dürfte. Bei Schriftrollen liegt der Fall ganz ähnlich, denn auch hier befinden sich die meisten im Privatbesitz einzelner Magier und nur wenige stehen der Akh'Faer zur freien Verfügung. Auch das ein oder andere magische Utensil anderer Art lässt sich sicherlich auftreiben, vor allem da einige meiner Untergebenen sich beinahe ausschließlich mit der Erschaffung magischer Gegenstände beschäftigen.
Auch wenn ich bereits einiges an Erfahrungen mit den Drow gesammelt habe, so kann ich euch in diesem Bereich fürchte ich keine großen Hinweise geben, auch wenn viele von ihnen sich in den Bereichen heimisch fühlen, die ihr selbst nicht beherrscht. Aber dennoch müsst ihr mit allen Facetten der Magie bei ihnen rechnen, gepaart mit Giften und ihren natürlichen Fähigkeiten. In größeren Schlachten ist tauchen sie gern besondere Ziele in das Licht ihres Feenfeuers um anschließend ihre zerstörerische Magie auf dieses Ziel zu konzentrieren."
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Talindra Laelithar

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Kapitel 3 - Jäger in der Nacht
« Antwort #44 am: 05.06.2010, 15:42:10 »
"Ich muss mich freilich erst noch etwas in das Lager einleben, aber falls mir in den nächsten Tagen etwas Zeit bleibt, könnte ich mir auch eine Art von Tauschgeschäft vorstellen. Es gibt ja immer Formen von Magie, die für andere interessant wären, sie zu erlernen, und im Gegenzug könnte man ja auch von anderen den ein oder anderen Zauber erlernen.

Aber was ich Euch auch noch wichtiges sagen wollte bei dieser Gelegenheit Faernaa Echorn:
Neben meinen magischen Forschungen in meiner freien Zeit, die mir bleibt, könnte ich Euch und den Akh'Faer auch etwas unter die Arme greifen, wenn Ihr mögt. Ich bin zwar keine große Bastlerin magischer Gegenstände wie Wissenshüter des Labelas Enoreth, aber wenn ich Euch sonst irgendwie behilflich sein kann, so werde ich dies in meiner freien Zeit gerne tun."

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