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Autor Thema: [IC] Akt 2: Suche nach dem schwarzen Reiter  (Gelesen 14084 mal)

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kaigrass

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[IC] Akt 2: Suche nach dem schwarzen Reiter
« Antwort #60 am: 24.01.2005, 14:09:48 »
 Burth stimmt dem Plan zu: "So machen wir es."

Auch Sogoon zeigt sich begeistert. Bevor er mit Gilthas die Kneipe verläßt meint er noch zu den Zurückbleibenden: "Das mit dem Bier ist doch kein Problem, wir haben doch noch das volle Fass. Laßt uns doch das Anstechen. Natürlich nur, wenn Nalik nichts dagegen hat."

Alle machen sich fleißig daran, ihre Aufgaben zu übernehmen.

Gilthas und Sogoon laufen am Rand des Dorfes von Haus zu Haus und klopfen dort, wo noch ein Licht in der Küche brennt. Aber wo man ihnen auch öffnet, die Antwort ist die selbe.

"Nein, so jemandem würde ich die Tür nicht öffnen. Und gesehen habe ich den Schwarzen Reiter auch nicht."

Nach 2 Stunden geben sie ihre Suche auf und kehren etwas resigniert zu Naliks Taverne zurück. Auf dem Weg dorthin treffen sie auf Kognoskula, die gerade dabei ist, die sorgsam gemalten Handzettel an markanten Punkten im Dorf zu verteilen.

"Bis später!", ruft sie ihnen noch hinter her.

In Naliks Taverne war Dimble derweil sehr erfolgreich. Er hat Burth das Fass in der Mitte des Raumes auf eine Tisch platzieren lassen, und sich anschließend mit einem Hocker oben drauf gesetzt. Nach ein paar Liedern zur Einstimmung auf seiner Mandoline hatte er die volle Aufmerksamkeit des Publikums.

"Hört mal her, liebe Leute. Ich möchte ein Lied über die Ereignisse in Eurem schönen Dorf schreiben. Über die Ereignisse auf dem Friedhof und den glücklichen Ausgang. Und ihr könnt mir helfen."

Dimble macht eine kurze Pause, um zu sehen, wie die Leute reagieren, dann fährt er fort: "Jede Geschichte braucht einen Bösewicht, den die Helden besiegen können. So auch diese. Und wer wäre da besser geeignet als der unbekannte Schwarze Reiter, der vor einigen Wochen des nachts hier war. Wahrscheinlich hat ihn der eine oder der andere auch gesehen. Jedem der mir genug über den Reiter erzählen kann, so dass es eine Zeile für mein Lied ergibt, soll von meinem Freund hier, ein Bier erhalten."

Erfreut beobachtet Dimble das Interesse der Gäste. "Nun dann, immer her mit den Informationen. Und Du, Nalik, immer her mit den Krügen."

Der Ansturm der Dorfbewohner ist kaum zu bremsen, aber Burth gelingt es sie zu kontrollieren.

"Er war groß ...." - " ... hatte eine Hakennase ..." - "... ein Pferd mit Flammenden Hufen ..."

Dimble nimmt seinerseits einen Krug und schlägt ihn auf den Deckel des Fasses. Der Trubel verstummt.

"Wer von Euch hat ihn denn wirklich gesehen?"

Ein einfacher Mann tritt hervor: "Ich habe ihn gesehen. Es war spät abends und ich hatte mit meinem Karren gerade Erikaflock erreicht. Da ritt dieser Reiter mich beinahe um. Nur mühsam schaffte er es auszuweichen, sein Pferd war wohl schon sehr fertig, von einem langen Ritt. Ich wollte mich aufregen, aber er kam mir zuvor und fragte mich mit kalter Stimme und einem auffälligen Akzent, ob es hier ein neues Pferd gibt. Ich meinte: 'Hier in Erikaflock gibt es kein einziges Pferd, nicht einmal einen Ackergaul. Aber in Marschtal ...' Noch bevor ich weiter reden konnte, drehte er sich von mir ab und ritt gen Marschtal."

"Sehr interessant.", meint Burth: "Noch wer vielleicht?"

Diesmal tritt eine Frau vor: "Ich komme aus Hügelsgrab - zwei Tagesmärsche von hier. Den Reiter, den ihr beschreibt, habe ich wohl gesehen. Er kam aus den Hügeln der Sümpfe. Es war erst früh am Morgen, die Sonne stand noch nicht am Himmel. Ich hatte fürchterliche Angst vor den Schemen. Er ritt in schnellem Ritt auf mich zu, aber bog kurz vor mir ab und ritt gen Westen in die Prärie davon. Ich blickte hinter ihm her. Der Wind blies seine Kapuze hinunter, und ich konnte helle - ja weiße - Haare erkennen. Aber der Körper deutete nicht auf einen alten Mann hin. Zu kräftig wirkte sein Ritt."

Außer diesen beiden Personen scheint sich aber niemand an den Reiter zu erinnern.

Eine Stunde nachdem Gilthas und Sogoon die Kneipe betreten und dem Treiben belustigt zu gesehen haben, kehrt auch Kognoskula zurück. Draußen hatte sie immer wieder Leute getroffen, aber von ihrem Aushang scheinen nur wenige Kenntnis genommen zu haben. Die meisten liefen ziemlich direkt an ihr vorbei und in Richtung Naliks Taverne.

Ist hier irgendwo ein Fest?, dachte sie sich draußen. Jetzt hatte sie das Fest gefunden.

Gilthas

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[IC] Akt 2: Suche nach dem schwarzen Reiter
« Antwort #61 am: 25.01.2005, 12:50:23 »
 Nachdem Gilthas sich das anscheinend erfolgreiche Treiben von Dimble eine Weile angeschaut hat, geht er zu diesem rüber und holt sich auch ein Bier, obwohl er nix weiß.

"Wie mir scheint, warst du erfolgreich. In welche Richtung ist der Reiter den nun geritten?"

dimble

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[IC] Akt 2: Suche nach dem schwarzen Reiter
« Antwort #62 am: 26.01.2005, 02:52:44 »
 Dimble geht sichtlich auf in seiner Rolle als Unterhalter.
Seine angeblichen Zeugen beäugt er natürlich kritisch, es geht ja heute nicht nur um schöne Geschichten und Liedertexte...
Die beiden ernstzunehmenden Beobachter fragt er natürlich aus und will ihnen jedes Detail entlocken. Besonders auch die Zeitpunkte der Ereignisse.
 
Als Gilthas ihn anspricht antwortet er mit einem breiten Lächeln:
"In der Tat, wir waren erfolgreich. Tatsächlich haben zwei der Gäste den Reiter gesehen. Natürlich bin ich auch neugierig, was ihr da draußen erfahren habt. Aber laß uns das in Ruhe besprechen, wenn alle eingekehrt sind. Kognoskula scheint noch unterwegs zu sein. Wirf doch schon mal einen Blick auf Burths Notizen, wenn du magst. Oder hast du Lust, ein wenig mit mir zu musizieren?"

Zwischendurch wendet sich Dimble noch einmal an Moorwena, wenn diese eine kleine Pause macht.
"In meinem Lied über euer Dorf würde ich auch gerne ein paar Zeilen Hagron widmen. Weißt du noch, mit welcher Heldentat er euch damals retten konnte? Ein tapferer Mann gegen eine ganze Sippe Orks, das klingt nach einer wahrhaftigen Legende."

Wenn dann etwas Ruhe eingekehrt ist und alle beisammen sind, teilt Dimble sein Wissen mit dem Rest der Gruppe und kommentiert es:
"Wie es scheint kam der schwarze Reiter von Erikaflock nach Marschtal. Und er ward in Hügelsgrab gesehen, von wo er gen Westen in die Prärie ritt. Was mir Angst eingejagt hat, war die Beschreibung der weißen Haare, die so gar nicht zu seinem jungem Körper passen."
Aufgeregt schaut er in der Runde von einem zum anderen:
"Könnte das ein Hinweis auf unsere Klonvermutung sein?"
Immer noch aufgeregt fügt Dimble hinzu:
"Was habt ihr herausgefunden? Kognoskula, die Aushänge scheinen Wirkung gezeigt zu haben, so viele Gäste habe ich hier selten gesehen."

 

kaigrass

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[IC] Akt 2: Suche nach dem schwarzen Reiter
« Antwort #63 am: 26.01.2005, 09:45:21 »
 Während die anderen über ihre Erfahrungen berichten, geht Dimble noch einmal die Worte von Morweena in seinem Kopf durch.

Die Orks, sie hatten nur ein kleines Lager. Vielleicht so ein Dutzend Krieger. Das Lager bestand nur aus ein paar Zelten. Sie hoben ein Erdloch aus, und warfen uns dort hinein. Anschließend deckten sie das Loch mit Ästen und Laub ab. Es gab kein Licht dort unten. Einmal am Tag ließen sie uns etwas zu essen und einen Eimer mit Wasser hinunter. Dann auf einmal nicht mehr. Wir hatten alle Hunger und Durst. Plötzlich öffnete sich die Abdeckung und Hagron war da. Er hat uns schnell hinausgeholfen. Von den Orks war keine Spur. Er muss ihnen eine solche Angst gemacht haben, dass sie mit ihren Zelten geflohen sind und uns vergessen haben.

dimble

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[IC] Akt 2: Suche nach dem schwarzen Reiter
« Antwort #64 am: 26.01.2005, 17:25:55 »
 Während Dimble diese Worte durch den Kopf gehen schaut er in die Runde. Nach wenigen Sekunden des Schweigens fährt er fort.
"Ihr macht es aber spannend. Ich habe noch eine Neuigkeit für euch. Ich habe noch etwas über die entführten Kinder erfahren. "
Dimble erzählt den anderen, was ihm durch den Kopf ging.

"Aber nun erzählt, was ihr gehört hab."
Drängt er neugierig seine Kameraden.

Kognoskula

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[IC] Akt 2: Suche nach dem schwarzen Reiter
« Antwort #65 am: 26.01.2005, 17:45:32 »
 Völlig erschöpft sagt Kognoskula :"Oh ich habe ganz viele Leute getroffen, und alle sind sie wie geplant in die Kneipe gegangen. Ich habe das Reden dann Euch in der Kneipe überlassen. Somit habe ich nichts zu berichten."

Gilthas

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[IC] Akt 2: Suche nach dem schwarzen Reiter
« Antwort #66 am: 26.01.2005, 18:38:50 »
 "Auch ich habe nichts neues mehr zu berichten. Keiner der Dorfrandbewohner hat den schwarzen Reiter gesehen. Wir müssen uns also ganz auf Dimbles Erkenntnisse stützen. Wenn ich es richtig verstanden habe, ist also wohl Niole Dra unser nächstes Ziel."

Gilthas zapft sich für seine zwar erfolglosen Mühen ein trotzdem verdientes Gerstengetränk und lauscht weiter Dimbles Worten.

"Das mit Hagron ist interessant. Ich habe noch nie gehört, daß Orks vor einem Mann geflohen sind. Wie er das wohl gemacht hat? Aber das ist erstmal nicht so wichtig. Auf gen Westen sage ich."

dimble

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[IC] Akt 2: Suche nach dem schwarzen Reiter
« Antwort #67 am: 26.01.2005, 21:13:42 »
 "Gen Westen," stimmt Dimble zu.
"Niole Dra liegt allerdings nördlich von hier, entlang des Sheldamor Flußes. Da kommen wir jedenfalls her. Wir sollten uns auf jeden Fall noch informieren, was gen Westensein Ziel sein könnte. Ein vager Hinweis."

kaigrass

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[IC] Akt 2: Suche nach dem schwarzen Reiter
« Antwort #68 am: 27.01.2005, 09:54:09 »
 Sofort überlegen alle, was sie bereits über den Westen gehört haben. Allen voran steuert Kognoskula ihr wissen, über ihre Heimat und die Länder westlicht des Javan bei. Und auch Dimble weiß große Geschichten über den Kampf der Völker gegen die Riesen zu berichten - Geschichten, wie sie nur zu gerne von Barden erzählt werden. (s. Gazetteer)

Kognoskula

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[IC] Akt 2: Suche nach dem schwarzen Reiter
« Antwort #69 am: 28.01.2005, 21:22:39 »
 Kognoskula wirkt etwas bedrueckt: "Ich hoffe dieser Reiter kommt meiner Heimat nicht zu Nahe..."  :(  

Kognoskula

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[IC] Akt 2: Suche nach dem schwarzen Reiter
« Antwort #70 am: 28.01.2005, 21:38:24 »
 Kognoskula stöbert flüchtig durch die gesammelten Geschenke und schüttelt kritisch den Kopf. "Kettenhemd,...Schild, ein Teppich, Bogen, ... schau mal Dimble, ich könnte auch Mandoline spielen lernen und Deine Musik begleiten" sie fingert an der Mandoline herum "...oh das ist sind ja wunderbare Töne und ein herrliches Klangvolumen! Mit so einem hochwertigen Instrument solltest wohl eher Du umgehen Dimble. Ich hoffe ihr könnt all diese tollen Sachen tragen!" Nachdem die Halblingsdame sich aus Versehen beinahe den Haversack über den Kopf stülpt und nicht mehr herausfindet setzt sie sich an den Tisch und kramt zwei Schriftrollen aus der Robentasche um zu üben ob sie sich die Zeilen gut eingeprägt hat.

dimble

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[IC] Akt 2: Suche nach dem schwarzen Reiter
« Antwort #71 am: 29.01.2005, 13:07:21 »
 "Dann laßt uns den Abend in der warmen Stube noch genießen und morgen gen Westen aufbrechen. Unterwegs sollten wir die Ohren offenhalten und auch weiter nach dem schwarzen Reiter fragen. Wir sind auf Hinweise angewiesen."

Nach der Besprechung und Planung mit seinen Freunden spielt Dimble noch ein paar Lieder auf seiner neuen Mandoline. Eins davon widmet er dem edlen Spender.  

kaigrass

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[IC] Akt 2: Suche nach dem schwarzen Reiter
« Antwort #72 am: 31.01.2005, 09:36:40 »
 So findet dieser Abend schließlich einen ruhigen Ausgang.

http://games.dnd-gate.de/index.php?showtopic=660' target='_blank'>Hier geht es weiter.

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