Autor Thema: Inplay - Kapitel 2: Der Blutmarkt, Rhukaan Draal  (Gelesen 13971 mal)

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Daeinar

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Inplay - Kapitel 2: Der Blutmarkt, Rhukaan Draal
« Antwort #30 am: 13.01.2005, 23:03:06 »
 Mit diesen Worten verschwanden der Mensch und der hünenhafte Kriegsknecht in der Menge, während der Rest der Gruppe sich im Schatten niederließ, um dem Treiben auf dem Blutmarkt von Rhukan Draal zuzuschauen.

Während Ethans und Hammers Abwesenheit passierte allerdings nicht sonderlich viel, jedoch bekam man einen guten Eindruck von der Mentalität der Goblinoiden. Diese schien im Wesentlichen darin begründet zu liegen, bei Preisverhandlungen recht lautstark zu Werke zu gehen, und dem Gegenüber auch kurzerhand mit körperlichen Vergeltungsmaßnahmen die eigene Unzufriedenheit deutlich zu machen.

Die Schnelligkeit und rigorose Art und Weise wie solche Undiszipliniertheiten allerdings von den Hobgoblin-Wachen des Lhesh Haruuc beendet wurden, oftmals zum Nachteil beider Streitparteien, war beeindruckend und oftmals blutig.

Doch schließlich kehrte Ethan am frühen Abend freudestrahlend zurück. Nachdem er ein paar Münzen in die Runde geworfen hatte, konnte er einiges herausfinden. Zum einen schien sich Failin in der Taverne "Die geballte Faust", nicht weit vom Blutmarkt, aufzuhalten. Zum anderen hatte er auch einiges über den Mann ans Tageslicht fördern können.

Scheinbar gehörte dieser früher zu Haus Orien, wurde aber vor Jahren enteignet und verstoßen. Nun verdiente er sein Geld damit, aus den Ruinen Darguuns Relikte zu bergen und nach Zentralkhorvaire zu verkaufen. Wenn er gerade nicht damit beschäftigt war, nahm er auch Transportaufträge von allen möglichen Leuten an - zu gesalzenen Preisen.

Dies, so schloß Ethan, sei besonders deshalb erwähnenswert, da Failin wohl in Besitz einer Kutsche war, die von einem Erdelementar beseelt wurde.

_Guamorr

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Inplay - Kapitel 2: Der Blutmarkt, Rhukaan Draal
« Antwort #31 am: 14.01.2005, 22:04:45 »
 Guamorr nickte, als er die Nachricht vernommen hatte.
“Dann lasst uns diese Spelunke aufsuchen. Es wird bald Nacht, um diese Zeit werden wir wahrscheinlich am ehesten das Glück haben ihn anzutreffen.“
Der Ork trat aus dem Schatten des Hauses und bedeutete Tshee, ihm zu folgen. Die hektische Echse schien froh sich endlich wieder frei bewegen zu dürfen, und wippte mit ihrem langen Schwanz auf und ab als sie die sich langsam leerende Gasse erkundete.  
 

Dorin d'Cannith

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Inplay - Kapitel 2: Der Blutmarkt, Rhukaan Draal
« Antwort #32 am: 15.01.2005, 18:39:32 »
 Dorin hatte nur mit den Schultern gezuckt als Hammer und Ethan in der Menge verschwanden und auch als die Gruppe auf weitere Erkentnisse wartete, verhielt er sich ruhig und beobachtete. Als dann das ungleiche Paar schließlich zurückkehrte und erfahren hatte, wer Failin war und wo er wohl gefunden werden konnte, erschien Dorin viel lebhafter. "Eine gute Idee, wenn wir jetzt aufbrechen, können wir vielleicht bald herausfinden, wo uns unsere Reise noch hinführen wird. Ich bin sicher Dame Elyadren wird eine schnelle Erfüllung dieser Aufgabe zu würdigen wissen und außerdem können wir dann diesen Ort hinter uns lassen. Dieses Chaos ist mitnichten vergleichbar mit der komplexen Ordnung, die man in Sharn beobachten kann."
Als er etwas vehemeter über die örtlichen Gegebenheiten sprach, wanderte Dorins Blick langsam über Hammers regelmäßig geformten Körper. Es schien fast so als, als suchte er sich durch die kunstfertige Konstruktion zu beruhigen. Schließlich lockerte er seine angespannte Faust etwas und ließ den Kampfstab, den er eben noch umklammert hatte, mit einem deutlich hörbaren Geräusch auf den Boden aufstoßen.
"Ethan, konntet ihr in Erfahrung bringen, wo dieses Gasthaus liegt? Führt uns am besten zügig dort hin, mittlerweile bin ich auch der Meinung, daß ein wenig Speis und Trank angebracht wären."

Daeinar

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Inplay - Kapitel 2: Der Blutmarkt, Rhukaan Draal
« Antwort #33 am: 15.01.2005, 19:48:19 »
 Ohne weitere Umschweife machte man sich also zur "Geballten Faust" auf. Die  Schänke hatte ihren Namen nicht von ungefähr, denn über der Tür prangte, auf ein rauhes Brett genagelt, eine mumifizirte Faust. Der Form und Größe nach zu urteilen, musste sie einmal einem Oger oder etwas ähnlichem gehört haben.

Interessanterweise schien die "Geballte Faust" jedoch vor allen Dingen Menschen und Angehörige der anderen gewöhnlichen Völker zu bewirten, wie man beim Eintreten feststellte. Auf kruze Nachfrage hin deutete der Wirt in eine Ecke des Schankraumes, in der sich Failin aufhalten sollte.

Dort saß, wie man beim Näherkommen feststellte, ein Mann mittleren Alters mit einer rotgelockten Mähne auf dem Kopf. Sein Gesicht war wettergegerbt und stechende, blaue Pupillen musterten die Gruppe aus tief eingesunkenen Augenhöhlen, als sie näher kam.

Falls dies Failin war, sah er - nach Kleidung und Gehabe zu urteilen - jedenfalls nicht wie eine arme, verstoßene Existenz aus. Eher wie extrem wohlhabender Geschäftsmann...

_Guamorr

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« Antwort #34 am: 16.01.2005, 15:03:02 »
 Ohne lange zu zögern ging Guamorr auf Failin zu. Er blieb einen Moment vor dem Tisch stehen, so dass Failin ihn sehen konnte, und setzte sich dann ohne auf eine Aufforderung zu warten ihm gegenüber auf die Bank. Der Ork musterte den Menschen, seine feine Kleidung und seine gelockten Haare, und ein boshaftes Grinsen, das seine scharfen Zähne entblößte, ließ Guamorrs Verachtung erahnen.
“Du bist Failin, nehme ich an. Ich und meine Freunde haben die lange Reise aus Sharn hier her gemacht, um dich zu treffen. Wir benötigen deine Dienste.“

Inplay - Kapitel 2: Der Blutmarkt, Rhukaan Draal
« Antwort #35 am: 16.01.2005, 15:04:22 »
 Cerzil Stimmung die sich, auch wenn man glauben mochte sie sei auf ihrem Tiefstpunkt angekommen, von Minute zu Minute zu verschlechtern schien besserte sich merklich als der junge Cannith den zivilisierten Mann entdeckte. Mit einem zufriedenen selbstsicheren Gesichtsausdruck trat er auf ihn zu.
"Nun ihr seid also Failin? Wenn ich mich kurz vorstellen dürfte mein Name ist Cerzil Garim d'Cannith. Ich und meine Begleiter wir haben Geschäfte mit euch zu erledigen.
Wir müssen zum Außenposten des Hauses Cannith in Rosenbruch. Uns wurde gesagt ihr könnt uns dort hinbringen. Könnt ihr das und was verlangt ihr dafür?"

Cerzil stand in seiner gerade vor dem Tisch des Mannes, die Hände in die Hüfte gestemmt und wartete mit einem nichts sagenden Gesichtsausdruck auf eine Antwort.

Daeinar

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« Antwort #36 am: 16.01.2005, 15:31:52 »
 Failin betrachtete erst Guamorr, dann Cerzil, mit zusammengekniffenene Augen und entschloß sich dann schließlich, letzterem in atemberaubenden Tempo zu antworten:

"Rosenbruch? Sehr weit weg. Nahe der Grenze. Nahe beim Grauen Nebel. Bergerbeiterstadt. Ich kann Euch hinbringen. Ja. Aber das kostet. 60 Goldstücke pro Person. 40 im Voraus. Ihr bringt Euren eigenen Proviant."

Dies ging ihm augenscheinlich so leicht über die Lippen, dass man davon ausgehen durfte, dass er solche Anfragen öfter beantwortete.

Inplay - Kapitel 2: Der Blutmarkt, Rhukaan Draal
« Antwort #37 am: 16.01.2005, 15:55:31 »
 Cerzil setzte sich mit einer fließenden Bewegung an den Tisch und lächelte dem Mann zu. "Bevor ihr euer Geld erhaltet, will ich wissen wofür. Ist der Weg irgendwie gefährlich und das trotz dieses Banners?." er deutete auf das zeichen des Lhesh Haruuc in Kanatashs Hand. "Gibt es andere Hindernisse über die wir bescheid wissen sollten und wieso hat man uns gesagt das wir euch brauchen? Ist der Weg nicht irgendwie selbst zu finden? Warum könnt gerade ihr uns da hin bringen? Werden diese ..." Cerzil nickte mit dem Kopf in Richtung Eingang und senkte seine Stimme. "... Kreaturen uns irgendwie behelligen?"

Hammer

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« Antwort #38 am: 16.01.2005, 18:51:33 »
 Hammer platzierte seinen gewaltigen Körper so, daß er den Rest der Schenke gut im Auge behalten konnte. Das Reden überließ er besser den anderen, sie schienen sich eh darum zu reissen, ständig reden zu müssen. Manchmal verstand er die Menschen einfach nicht. Nun ja, er tat seine Aufgabe, der Rest würde sich schon ergeben.

Rigana

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« Antwort #39 am: 16.01.2005, 18:51:46 »
 Rigana stöhnte innerlich auf, dieser Cerzil würde sich selbst und alle anderen früher oder später um Kopf und Kragen reden.Sie legte dem jungen Mann eine Hand auf die Schulter: " Sachte Cerzil, gib dem Herrn doch ersteinmal die Gelegenheit eine Frage zu beantworten, bevor du ihn mit tausend weiteren bombadierst."Freundlich lächelte sie Faillin zu.

Ethan

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« Antwort #40 am: 16.01.2005, 18:53:20 »
 Wieder einmal konnte Ethan aufgrund der Redeweise des jungen Cerzils nur mit dem Kopf schütteln. Dann stellte er sich neben ihn und umfasste einen seiner Arme. Leise und ungewohnt scharf flüsterte er ihm ins Ohr.

"Seid jetzt einfach für einen Moment ruhig. Ich will so schnell wie möglich aus diesem Drecksloch raus und wenn der Ork die Verhandlungen mit dem Pack hier führen will, dann lasst Ihn."

Bevor Cerzil erneut seinen Mund öffnen konnte, drückte Ethan kräftig zu und warf ihm einen unmißverständlichen Blick zu, ab jetzt erst einmal besser den Mund zu halten.
Danach wandte er sich an Guamorr und sagte ihm einige kurze Worte in einer fremden Sprache.

Daeinar

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« Antwort #41 am: 17.01.2005, 22:37:02 »
 Failin schaute zu Guamorr, dann zu Cerzil, erneut zu Guamorr, und wandte sich schließlich mit einem milden Lächeln Rigana zu,

"Da ja scheinbar nicht klar ist, wer in Eurem Auftrage mit mir verhandeln soll, verbinden wir doch einfach das Angenehme mit dem Nützlichen und schenken unser Ohr der jungen, bezaubernden Dame hier."

Er lächelte fast schon ein wenig schelmisch, als er dies sagte und fuhr fort:

"Wenn ihr mit mir reist, erwartet Euch der nicht zu unterschätzende Komfort meines Wagens - die Straßen Darguuns sind nicht sonderlich gut, vertraut mir - sowie eine Reisegeschwindigkeit, die einem Hengst aus Valenar gleichkommt - ohne das feurige Temperament eines solchen. Der Weg ist nicht ungefährlich, doch gibt es nicht viele Gefahren, die mit meinem Gefährt schritthalten können - zumindest nicht lang."

Er kicherte ein wenig, und deutete auf das Banner:

"Das hättet Ihr Euch auch sparen können. Solange ihr mit mir reist. Ist ganz nützlich, wenn man allein unterwegs ist - aber wir werden kaum viele der Rhukan Taash sehen. Naja, verliert es trotzdem nicht."

Ethan

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« Antwort #42 am: 19.01.2005, 15:25:24 »
 Ethan starrte den Mann ein wenig mißtrauisch an, als versuche er, den Wahrheitsgehalt seiner Aussagen herauszufinden.
Die Verhandlungen wollte er aber dann doch Rigana überlassen und zog sich ein Stück zurück, um die verschiedenen anderen Besucher des Lokals zu betrachten. Er schien besonders die genauer unter die Lupe zu nehmen, die am nächsten an diesem Gespräch dran waren, um zu eventuell zu erkennen, wer besonderes Interesse an dieser Unterhaltung hatte.
 

Inplay - Kapitel 2: Der Blutmarkt, Rhukaan Draal
« Antwort #43 am: 19.01.2005, 19:44:54 »
 Cerzil verhielt sich nun ruhig. Er drückte Ethans Hand bestimmt von seiner Schulter und wartete misstrauisch ab wie sich das Gespräch zwischen Rigana und Failin entwickeln würde.

Dorin d'Cannith

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« Antwort #44 am: 20.01.2005, 11:46:43 »
 Dorin konnte einfach nicht anders als kopfschüttelnd daneben stehen als sich die eigene Reisegruppe so chaotisch es nur irgend ging dem Geschäftsmann vor ihm präsentierte. Dessen Äußeres schien Dorin kaum zu überraschen, denn Ethan hatte ja durchaus ein paar interessante Informationen über Failin zu Tage gefördert.  Interessert beobachtet er die Reaktion des Mannes auf Rigana und eine Andeutung von einem Lächeln zeigte sich auf Dorins Gesicht.
Schließlich wandte er sich von dem Gespräch ab und hielt den Schankraum der Gastwirtschaft im Auge, in dem sich doch so Reisende herumtrieben, die offenbar nicht in diese Stadt gehörten.