Autor Thema: Norkas Schicksal  (Gelesen 5181 mal)

Beschreibung: Ein Mann, ein Schwert

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Tael

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Norkas Schicksal
« am: 10.06.2010, 16:31:25 »
Norkas wandert schon drei Tage, seit er seine Heimat verlassen hat.
Kein Mann sollte seine Kinder überleben und gleichzeitig Witwer werden, und niemand sollte einem Mann genau dies antun.
Von Paladinen hat Norkas am Wegesrand nichts gehört, die Gegend ist ruhig friedlich.

Schließlich kommt Norkas an eine Kreuzung.
Zwei große Handelsstraßen treffen sich hier.
Die eine führt von der Westfront ins Herzen des Reiches, diesen Weg folgt Norkas bisher.
Doch hier kreuzt die große Straße der Acht den Weg.
Sie verbindet die acht Akademien der Magier miteinander und sind dewegen vielbefahren.
Doch hier gilt etwas besonderes, da im Norden das ausradierte Nekropolis liegt ist dieser Teil der Strecke so gut wie ausgestorben.
Nach Süden geht es zu einer der sieben verbleibenden Machtzentren der Arcanen Magie Glorions.

Norkas sah keinen der Orte mit eigenen Augen. Doch Legenden berichten von einer Wüstenlandschaft voller Trümmer, aufgeladen mit Magie aus der Zeit des Zwistes. Viele Händler sidn dort schon für immerverschwunden, viele Meilen um die ehemalige Akademie sind verlassenes, totes Land in denen wahrscheinlich nichts wachsen würde, selbst wenn sich jemand trauen würde den Boden zu bearbeiten.
Die Paladine sollen in dem Gebiet einen Leuchtturm errichtet haben, der das kaiserliche, göttliche Licht verstrahlt und die Geister der Gefallenen in ihren Gräbern hält.

Welche Akademie im Süden liegt hat Norkas vergessen, einen Passanten könnte er sicherlich Fragen, hier kommen sicherlich mehrmals am Tag Eselkarren oder Kutschen entlang, nur im Moment kann der Schmied niemanden entdecken.

Gen Osten führt die Straße in Richtung der Hauptstadt und einem der drei göttlichen Kloster.[1]
 1. Die acht Akademien sind in einem gleichförmigen Achteck um die Hauptstadt angeordnet, den inneren "Ring" bildetdas Dreieck der drei göttlichen Kloster. ls
Einheimischer weißt du das.

Mad_N

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Norkas Schicksal
« Antwort #1 am: 10.06.2010, 16:54:51 »
Norkas setzt sich erstmal an den Rand der Kreuzung und nimmt ein einfaches Mahl zu sich. Sein Pferd läßt er grasen, wissend das seine Sinne schärfer sind als die eigenen, und es ihn warnen wird sollte sich jemand nähern. Der Schmerz ist noch frisch, doch die Wut will sich nicht einstellen. Resignation und Trauer sind die Gefühle die ihn im Moment bestürmen. Wohin soll er sich wenden. Eins ist sicher, nicht zurück. In Richtung des Klosters? Dort würde man ihn vermutlich erkennen. Früher, erkennt er jetzt, wäre dies sein Weg gewesen. Direkt zu seinen Feinden, das Schwert in der Hand und die Initiative auf seiner Seite. Aber heute erschien ihm dieser Weg wie Selbstmord. Wie könnte er seiner Frau ins Gesicht blicken wenn sie sich einst wieder sahen? Nein, auch dies war nicht der seine. Ähnliches würde ihn auf dem Weg in die Magierakademie wiederfahren, nur das er gegen Magie noch weniger in der Hand hatte. Die Paladine hatten seine Entscheidung für ihn getroffen. Den WIderstand mußte er nun suchen und sich ihrer Sache verpflichten. Und er würde sie nicht in den großen Städten finden, dessen war er sicher.
Natürlich war es ein Risiko sich gen Norden zu wenden aber dort sah er die besten Chancen zu überleben und dem Volk dienen zu können. Ein Schauder geht über seine Haut als er an die Geschichten denkt die von der Nekropole berichten. aber ein Weg war ein Weg und diesen würde er nun gehen.
Nachdem er sich und seinem Pferd noch eine kurze Pause gegönnt hat, richtet er sich stöhnend wieder auf und schwingt sich in den Sattel. Der Norden ist sein Ziel, auf der Suche nach dem Widerstand. Bei sich wünscht er sich er hätte früher eine aktivere Rolle übernommen.
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Tael

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Norkas Schicksal
« Antwort #2 am: 10.06.2010, 22:03:11 »
So wendet sich der einsame Schmied gen Norden und reitet bis die Sonne den Horizont berührt.
Ein Dorf kommt in Sicht, als Norkas näher kommt erkennt er das es eine verlassene und verfallene Ruine einers Dorfes ist, schon seit Jahren unbewohnt bis auf einige Spinnen und viel Staub.
Das Dorf bestand aus zehn Häusern, vier davon sind bereits zusammengefallen und drei weitere sehen nicht so aus als ob sie die Nacht überstehen würden.
Die drei stehenden Häuser sind zum einen ein großes Steinhaus welches der Zeit mühelos zu trotzen scheint, ein weiteres ist eine große Scheune und das dritte ist eine Einfache Schmiede, natürlich völlig vergammelt und verrostet, aber das geschulte Auge erkennt sofort den Schornstein der Esse und die halboffene Bauweise des Gebäudes.
Es ist eine sehr kleine Schmiede, wahrscheinlich wurden hier zum Großteil Hufeisen und Nägel produziert, aber jeder noch so arme Schmied weiß, ohne Hufeisen und Nägel würden die Glorianer leben wie die Wilden.
Es ist Zeit ein Nachtlager zu suchen. Es weht schon langsam der frische Abendwind durch Norkas Kleidung.

Mad_N

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Norkas Schicksal
« Antwort #3 am: 11.06.2010, 15:33:26 »
Eher aus Gewohnheit, als aus bewußtem Gedanken bewegt sich Norkas intuitiv in Richtung Schmiede. Sobald er sie erreicht hat steigt er ab und sattelt sein Pferd ab. Auch den Harnisch des alten Freundes nimmt er ihm ab und reibt ihn anschließend trocken. Festgebunden wird er nicht, er würde sich sein Futter suchen und auf Pfiff kommen. Als er dann beladen die Schmiede betritt stehen ihm plötzlich die Tränen in den Augen. Erinnerungen an die gemeinsame Vergangenheit mit seiner Frau und seinen Kindern. Stumm läßt er die Tränen rollen, während er ein Nachtlager errichtet und sich anschließend nach Brennstoffen umsieht, um die Esse zu befeuern. Es gibt wenig was trostloser ist als eine kalte Esse.
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Tael

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Norkas Schicksal
« Antwort #4 am: 11.06.2010, 16:10:51 »
Das Holz ist von Würmern zerfressen und faulig, aber in einer Ecke liegt noch ein Sack koks, er ist feucht geworden und dient einem Haufen Ungeziefer als Wohnort, aber glücklicherweise nicht als Nahrung. Norkas schafft es in mühsamer Arbeit mit dem Holz das Koks zu trocknen und schließlich auch anzuzünden.
Nach über einer Stunde der harten Arbeit steht Norkas vor der Esse, dessen Wärme sein Gesicht wärmt und den Schweiß trocknet während der kälter werdende Wind über den Rücken streift und unter der verschwitzen Kleidung eine Gänsehaut erzeugt.
Norkas kommt es vor als ob sich ein Knirschen und Knacken außerhalb der Schmiede sich zu den Geräuschen der Flammen und der Glut mischt, auch sein Pferd hat Norkas schon ein paar Minuten nicht mehr gesehen oder gehört.

Mad_N

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Norkas Schicksal
« Antwort #5 am: 11.06.2010, 16:14:42 »
Mit ungutem Gefühl tritt Norkas vor die Schmiede, den Schild am Arm und das Schwert in der Hand. Auch wenn es nur der Wind war, er war jetzt ein Gejagter, er muß auf alles gefasst sein.
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Tael

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Norkas Schicksal
« Antwort #6 am: 11.06.2010, 16:26:47 »
Norkas Pferd liegt in einiger Entfernung unter einem Baum, als der Schmied sich ihm nähert sieht er, dass es verwundet ist.
Eine kleine Blutlache ist als dunkler Fleck auf dunklem Grund auszumachen.
Als Norkas sich nähert rappelt das Pferd sich auf und schwankt seinem Herrn langsam entgegen.
Seine Nüstern an Norkas Hals reibend folgt es ihm langsam und geschwächt, es scheint jedoch nicht in Lebensgefahr zu schweben oder Angst zu haben.
Als Norkas sich umdreht und zur Schmiede zurückgehen will sieht er das ein Mann sich an der Esse wärmt.

Mad_N

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Norkas Schicksal
« Antwort #7 am: 11.06.2010, 16:40:29 »
Norkas untersucht erst die Wunde seines Pferdes, läßt dabei aber den Fremden nicht aus den Augen. Ist es eine Wunde von einer Waffe geschlagen oder von den Klauen eines Tieres. Wer war dieser Mann der ihn ignorierte? Hatte er seinem Reittier Leid zugefügt, damit es ihn nicht warnen konnte. Hatten seine Häscher ihn gefunden? Bei diesem Gedanken läßt er seinen Blick über die anderen Häuser streifen und auch die Umgebung betrachtet er kurz. Wer würde schon alleine in dieser trostlosen Gegend unterwegs sein? Abgesehen von denen die nichts mehr zu verlieren haben wie ich selbst?
« Letzte Änderung: 11.06.2010, 16:40:42 von Mad_N »
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Tael

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Norkas Schicksal
« Antwort #8 am: 11.06.2010, 19:24:35 »
Die Wunde ist winzig, wie zwei Stiche mit einem Nagel und das Blut ist bereits geronnen.
Der Mann am Feuer ignoriert Norkas keineswegs, vielmehr scheint er auf den Schmied zu warten.

Mad_N

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Norkas Schicksal
« Antwort #9 am: 12.06.2010, 01:31:07 »
Norkas bewegt sich aus der Deckung seines Pferdes herraus. "Seid gegrüßt Fremder. Habt ihr die Verletzungen meines Pferdes zu verantworten? Nennt euren Namen und euer Begehr bevor ihr es euch an meinem Feuer zu bequem macht," ruft er zu dem Fremden hinüber, dabei stehts bereit auf erwartete unerwartete Attacken gefasst.
« Letzte Änderung: 12.06.2010, 01:31:32 von Mad_N »
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Norkas Schicksal
« Antwort #10 am: 12.06.2010, 09:20:54 »
Ach, vielleicht, interessiert euch das wirklich? Selbst wenn es so wäre, euer Pferd lebt noch und das Feuer wird auch nicht kälter nur weil ich danabenstehe.
Lord Michelius war Name, an wessen Feuer wärme ich mich hier? Ich war auf der Durchreise und sah das Feuer und euch und dachte man könnte ein nettes Pläuchschen halten, es kommt sehr selten vor das sich Menschen hierher verirren.

Mad_N

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Norkas Schicksal
« Antwort #11 am: 12.06.2010, 10:54:47 »
Norkas steckt sein Schwert in die Scheide. Immer noch mißtrauisch nähert er sich dem Fremden weiter. Ein Lord der alleine durch die Gegend reißt? Zweifel kommen in ihm auf.[1] Doch antwortet er nach den Regeln der Gastfreundschaft. "Mein Feuer ist euer Feuer, nehmt Platz und wärmt eure kalten Knochen. Ich habe nicht viel, aber was ich habe werde ich mit euch teilen. Meist werde ich Schmied gerufen." Auch mustert er den Framden und versucht seine Fähigkeiten einzuschätzen.[2]
 1. Sense Motiv: 10
 2. Waffen, Rüstung, Robe Stab, oder dergleichen
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Norkas Schicksal
« Antwort #12 am: 12.06.2010, 14:49:48 »
Aus der Nähe und von der flackernden Glut beleuchtet kann Norkas erkennen, dass der Mann schlank und hochgewachsen, aber nicht schmächtig wirkt. Seine Kleidung muss ungemein teuer gewesen sein, sie scheint neben den Silbernen Knöpfen sogar mit Edelmetallfäden durchwirkt zu sein. Die purpurnen Rüschen unterstützen die Vorstellung als Lord.
Doch ist diese Kleidung denkbar ungeeignet für Reisen oder gar die Wildniss.
Bewaffnet ist der Lord nicht, nicht einmal ein Dolch ist an seinem Gürtel zu entdecken.
Der Lord bemerkt den suchenden Blick und fragt scherzhaft: Wenn ich euch hätte angreifen wollen hätte ich dies getan während ihr schlaft und nicht nach einer höflichen Vorstellung, Schmied.
« Letzte Änderung: 12.06.2010, 14:50:02 von Tael »

Mad_N

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Norkas Schicksal
« Antwort #13 am: 12.06.2010, 15:15:50 »
"Verzeiht mein Mißtrauen. Eure Ankunft hat mich überrascht. Trotzdem müßt ihr zugeben, das die Ereignisse die euer Eintreffen begleiten mich mißtrauisch machen müssen. Auch seht ihr nicht so aus wie jemand der in der Wildniss und Abgeschiedenheit hier zu Hause ist." Norkas schnallt seinen Schild ab und legt ihn griffbereit zu seinen anderen Sachen. Anschließend fördert er seinen Proviant Beutel zu Tage und holt die Reste für diesen Tag herraus. Einen Apfel und einen Viertelkanten Brot. Er teilt beides mit bloser Kraft in 2 Teile und reicht dem Fremden jeweils die Hälfte. "Wie gesagt, viel habe ich nicht, aber ich teile es gerne für ein wenig Gesellschafft." Er selbst ruft sein Pferd herbei und gibt ihm seine Hälfte des Apfels, während er ihm den Hals streichelt. Anschließend setzt er sich in die Nähe der Esse und beginnt sein Brot zu kauen.
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Norkas Schicksal
« Antwort #14 am: 13.06.2010, 00:07:56 »
Ich bin nur auf der Jagd, etwas Abwechslung in den tristen Alltag bringen.
Der Lord lehnt dankend ab, als Norkas ihm Nahrung bietet. Habt dank, meine letze Mahlzeit ist nicht lange her.
Das folgende Lächeln scheint zu gleichen Teilen dem Schmied, seinem Pferd und dem Apfel zu gelten.
Ich möchte euch nicht zu nahe treten, aber was treibt euch so weit von daheim?
In dieses böse und verfluchte Land, wisst ihr denn nicht das es hier spuckt und Monster umherwandeln?