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Autor Thema: Ia - Die Reise ist das Ziel  (Gelesen 12496 mal)

Beschreibung: Gortak & Vurna

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Gortak

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Ia - Die Reise ist das Ziel
« Antwort #15 am: 01.07.2010, 15:31:22 »
Scheinbar will sie erst einmal nicht über diesen Maedre reden. Eine schwierige Frau.
Gortak hält Xarg weiterhin zurück und beruhigt ihn während er sich selbst an den Stein lehnt. Er nickt, als die Frau ihre strikten Bedienungen diktiert und macht ein kehliges Geräusch, was wohl Zustimmung darstellen soll.
Als sie sich dann hinlegen will, durchsucht Gortak seinen Rucksack und findet eine alte Decke. Er schaut auf, will der Frau sie zu werfen und sieht dass sie scheinbar schon tief und fest schläft. Sie ist scheu wie ein Fohlen. Wenn ich sie jetzt zu Decke und sie wacht dabei aus, wird sie wahrscheinlich glauben ich wollte sie mit der Decke erwürgen.
Für den Fall, dass sie sich irrt flüstert er leise: "Wenn ihr wollt könnt ihr meine Decke haben, Vurna." Ich könnte die Kälte der Nacht auch mit Magie fernhalten. Aber dafür  müsste ich sie auch berühren. Und wenn Xarg recht hat und sie gefährlicher ist als sie aussieht, wüßte sie dann dass ich mehr bin, als man mir anzusehen vermag. Er schaut Xarg an und wirft dem alten Skorpion ein unzufriedenes Gesichtsausdruck zu. Fast schön wünschte er sich, sein Begleiter könnte sich mit ihm unterhalten. Sie muss der absoluten Erschöpfung nahe sein, wenn sie so schnell auf harten Boden eingeschlafen ist. Wieder rührt sich Mitgefühl in seinem Inneren während er über das Schicksal der jungen Frau nachdenkt.

Dann tut er dass, was er versprochen hat. Anstatt seinen seltsamen Besuch anzustarren, blickt er in die Dunkelheit und beobachtet ob sich Tiere oder andere Wesen anschleichen. Dennoch kommt er auch in dieser turbulenten Nacht nicht umhin, seinen Blick Richtung Wüste wandern zu lassen. Ihre Anziehungskraft ist zwar durch den Besuch geschwächt, aber noch nicht gebrochen.

Zeitgleich hält er Ausschau, ob er vielleicht ein kleines Nagetier oder ähnliches ausmachen kann, um zum morgen nicht erneut Mehlbrei mit Salzfleisch essen zu müssen. Zudem prüft er ob das Grundwasser bei dem Akazienstrauch erreicht werden kann, um den wohl schon bald geleerten Wasserschlauch nach füllen zu können.  Was man nicht alles des Nachts tun kann, wenn man erst einmal wach ist. Er versucht sich dabei möglichst leise zu verhalten, um Vurna nicht zu wecken.

Ansuz

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Ia - Die Reise ist das Ziel
« Antwort #16 am: 01.07.2010, 22:03:18 »
Vurna konzentriert sich ganz auf den Skorpion, der unter ihrem Blick einige Schritt zur Seite ausweicht. Sein Schwanz beginnt bedrohlich zu pendeln, als warte er nur auf den richtigen Augenblick, um ihn in ihre Brust zu bohren. Sein Zischen steigert sich zu einem aggressiven Pfiefen. Er hebt die Scheren, als wolle er die Monde preisen.
Dann walzt er plötzlich auf sie, eine gepanzerte Masse aus borstigem Haar, Chitin und scharfen Kanten, deren Ansturm einen Aranea-Bau in Fetzen reißen würde. Erst einen Meter vor ihr bremst er ab und weicht ebenso schnell zurück, wie er heranstürmte. Obwohl sein Schwanz andeutungsweise zuckt, scheint er sich nicht zum Angriff zu getrauen.
Seine Reaktion erinnert sie an ein Rudel Wildhunde, auf die ihre Meisterin und sie einmal getroffen sind. Die Tiere bellten und flankten sie, zogen sich aber schnell zurück, als die beiden Aranea keine Furcht oder Anstalten zur Flucht zeigten. Ihre Art hat eine ganz besondere Wirkung auf Tiere. Wahrscheinlich spüren sie, was sie wirklich sind.
Glücklicherweise ist das Gespür der Zweibeiner nicht so fein. Der Mischling hat wohl Verdacht geschöpft, lässt sich aber von ihrer derzeitigen Erscheinung betören. Trotzdem verhält sie sich vorsichtig, indem sie kein Auge schließt, nachdem sie sich auf den kühlen Steppenboden gelegt hat.
Nach etwa einer Stunde regungslosen Abwartens spürt sie, wie sie die Kontrolle über ihre Form zu verlieren beginnt.
Es beginnt mit einem flauen Gefühl im Magen, gefolgt von langsam stärker werdender Hitzewallungen. Ihr Speichelfluss nimmt rapide zu, gleichzeitig verschwimmt ihre Sicht. Ihre Muskeln zucken wie unter extremer Anstrengung. Schmerz beginnt sich an gleich mehreren Orten in ihrem Leib auszubreiten.
Wenn sie jetzt nicht achtgibt, wird sie innerhalb von Sekunden wieder ihre eigentliche Gestalt tragen, direkt vor den wachsamen Augen des Halbbluts und seines ruhiger gewordenen Begleiters[1].
Für Gortak sieht es aus, als leide die Fremde unter plötzlichen Krämpfen. Sie gibt ein ersticktes Keuchen von sich, erzittert sichtbar und krümmt sich wie unter großen Schmerzen zusammen. Sofort zischt Xarg wieder, rührt sich aber nicht von der Stelle. Seine Anspannung ist ebenso offenbar wie ihre Qual.
 1. Konzentration bitte

Vurna

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Ia - Die Reise ist das Ziel
« Antwort #17 am: 02.07.2010, 12:40:18 »
Das Vertäuschen des Schlafens ist wohl gelungen. Entweder war dieser Gortak sehr naiv oder es war normal für ihn. Das Angebot einer Decke ignoriert sie einfach, auch wenn sie friert. Er will ja nur eine Ausrede sie zu berühren. Den Gedanken das er es tuen könnte, treibt ihr einen größeren Schauer über den Rücken als die Kälte.

Dann plötzlich, ihre Gestalt beginnt zu vibrieren, langsam spürt sie die Hitze und die Schmerzen und krümmt sich auf dem Boden. Sie zuckt hin und zurück und beginnt langsam ihren Oberkörper auszudehnen. Ihr Magen, ihre Gelenke, alles Schmerzt, alles will zurück in seine alte Form. Egal wie viel Mentale Kraft sie dagegen aufzubringen versucht, es scheitert. Ihr Kopf sticht als hätte jemand einen Pfeil hindurch geschossen. Sie beginnt lauthals zu schreien. "Was ist los? Dieses jämmerliche Halbblut will mich töten!" Sie starrt ihn mit schmerzverzerrten, wütenden Augen an. "Was hast du getan?"

Doch dann ist es auch schon zu spät. Ihr Oberkörper dehnt sich aus wie ein Teig und die Wickel um ihren Körper rollen sich langsam auf, nun ist klar wieso sie so viele davon trägt. Aus ihrer Seite Wachsen Stachelartige Beine und fuchteln wirr in der Luft herum. Ihr Kopf versinkt teilweise in ihrem Körper und auf ihrem Gesicht verschwindet die Illusion einer schönen Frau und macht Platz für ein haariges Spinnengesicht mit unzähligen Augen und zwei Fressscheren. Ihre Arme und Hände bleiben allerdings erhalten, werden nur etwas dünner und drahtiger, außerdem wächst an jedem ein zusätzliches Gelenk.

Noch immer krümmt sie sich auf dem Boden vor Schmerzen, es ist als würde ihr Körper in Flammen stehen. An Flucht oder Angriff ist im Moment überhaupt nicht zu denken.
"Willst du nicht zum Essen bleiben?", sagte die Spinne zur Fliege

Gortak

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Ia - Die Reise ist das Ziel
« Antwort #18 am: 02.07.2010, 14:57:23 »
Gortak hält noch immer Wache und schaut sich Geduldig das Gebiet an, als die Krämpfe beginnen. Als erstes will er ein paar Schritte auf die Unbekannte zu machen und sehen was ihr fehlt, dann werden die Zuckungen stärker und sie schreit ihn laut an.
Was ich getan habe? Verdammtes Weib, ich sitze hier Wache. Statt zu antworten stellt er sich zwischen Xarg und die Fremde. Ein ungutes Gefühl beschleicht ihn, während er zusehen muss wie aus der exotischen Schönheit ein ... DING wird. Dann erst erkennt er, dass es sich um ein Spinnenwesen handelt.

"Bei den sieben wütenden Winden, was zum Henker geht heir vor?" murmelt Gortak vor sich hin, wohl darauf bedacht, dass Xarg keinen Angriff startet.

Vorsichtig hält er Abstand, ohne dass er weiß was er tun soll. Einige Sekunden verstreicht er, während die Kreatur nach und nach seine normale Form annimmt. Geistes Abwesend holt er die Münze hervor und sagt: "Das kann ja heiter werden. Kann ich ... kann ich euch irgendwie behilflich sein, werte Dame? So eine Verwandlung, so habe ich gehört, kann große Schmerzen bereiten. Was führt euch alleine so tief in die Steppe?"
Gortak kann nicht anders. Trotz der Gefahr die von ihr ausgeht, respektiert er im Inneren ihre Täuschung. Zu oft hat er schon miterlebt wie andere ihn nur seines äußeren wegens falsch behandelt haben. Dieser Gestaltwandel muss eine ungemein praktische Fähgikeit sein. Und gefährlich ...
Seine Konzentration ist bis zum äußerten gespannt und Gortak bereitet sich darauf vor, dass diese Kreatur nun in ihrer neuen Form nicht mehr so friedlich sein könnte, lässt jedoch seinen Kampfstab und die Schleuder unangetastet am Boden. Noch überwiegt seine Neugier über seine anderen Emotionen.
« Letzte Änderung: 02.07.2010, 14:58:51 von Gortak »

Vurna

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Ia - Die Reise ist das Ziel
« Antwort #19 am: 02.07.2010, 19:09:40 »
Irgendetwas tut dieser Mischling anscheinend. Er murmelt etwas vor sich hin und starrt sie an. Ja natürlich starrt er, er sieht sie ja jetzt in ihrer richtigen Gestalt. Gleich würde er sie angreifen und an sein Monster verfüttern oder sie wegjagen, Bezahlung hin oder her. Zweibeiner sind alle Monster, so wie sie uns sehen. Aranea töten nur für Nahrung, Zweibeiner töten aus purem unbegründetem Hass heraus.

Doch er hält sich zurück, während Vurna langsam die Krämpfe versucht unter Kontrolle zu kriegen. Verdammt, bestimmt lag das am Essen
Sie spuckt klaren, giften Speichel auf den Boden in dem Essensreste verteilt sind. Ihr Magen rebelliert und ihre Innereien fühlen sich nun an als hätte sie gerade eine brennende Flüssigkeit geschluckt. Der Schwindel und die Kopfschmerzen sind aber das schlimmste, noch immer kann sie kaum einen klaren Gedanken fassen. Wirr schaukelt sie auf ihren acht Beinen herum und atmet einige Male tief aus und ein. Langsam aber sicher kann sie sich auf die Situation konzentrieren und sie auf zu dem Halbork.

Er nennt sie Dame? Was bei allen acht Höllen redet er da noch? Sie hat sich vor seinen Augen in ein Monster verwandelt und er nennt sie Dame? Vurna muss ihre Gedanken sortieren. Etwas stimmt mit diesem Kerl nicht. Schmerzhaft? Will er sie verspotten? Unsicher krabbelt sie einige Schritte zurück, noch immer mit Blick auf den Skorpion.
"Ich bin alleine, weil meine Art alleine sein Will. Ich bin eine Aranea..", sie weiß selbst nicht so genau wieso sie ihm das sagt. Aber jetzt war es sowieso zu spät.
"Wieso greifst du mich nicht an? Du könntest dein Monster auf mich hetzen. Und wieso nennst du mich noch Dame? Bist du so blind?"
Oder sieht er mehr als die meisten?
Erneut krümmt sie sich, ihr Magen rebelliert immer noch, in ihrer wahren Gestalt kann sie sich nicht übergeben. Sie würde noch Stundenlang Magenschmerzen haben. Erneut  hält sie sich mit ihren beiden Armen den Bauch, dann spuckt sie auf den Boden, doch es kommt nur Speichel heraus.
"Willst du nicht zum Essen bleiben?", sagte die Spinne zur Fliege

Gortak

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Ia - Die Reise ist das Ziel
« Antwort #20 am: 03.07.2010, 09:25:33 »
"Arenea". Gortak lässt das Wort auf seiner Zunge hin und her rollen. Ich habe davon gehört. Doch niemals habe ich zuvor eine solche Kreatur gesehen.

Noch immer wird sie nicht feindsellig sondern scheint nur überrascht, dass ER sie nicht zum Frühstück haben will. Leicht gekränkt antwortet er: "Ich fürchte Vurna, dass ich Trockennahrung gegenüber eurem zarten Spinnen ..." schnell korrigiert er sich " ... ähh, Arenea Fleisch vorziehe. Wieso sollte ich also Xarg auf euch hetzen. Ich kann auch versichern, auch wenn ich ähnliches schon gehört habe, das Orks und Halbblüter wie ich bei weitem nicht alles fressen, was ihnen über den Weg läuft." Selbst diese bescheuerte Spinne hat Vorurteile über Halborks. Wind des Westens, das ist nicht fair! Gortak schüttelt den Kopf.

"Findet ihr es nicht einsam, alleine zu sein? Vor allem, da ihr scheinbar nicht einmal wisst wie ihr euch alleine durch die Steppe bewegen müsst." Kurz fingert er erneut an der Silbermünze umher, dann greift er zu seinem Beutel und lässt die Münze verschwinden.
Unsicher sagt er dann: "Und verzeiht, wenn ihr keine Frau der Arenea seid, denn ich wollte euch nicht beleidgen, werter Herr Vurna. Ich fürchte, aufgrund der menschlichen Gestalt schloss ich falsche Rückschlüsse über euer Geschlecht."
Peinlich berührt wechselt er schnell das Thema und sagt:
"Wenn ihr wollt kann ich euch ein paar Kräuter geben, die auch bei euch eine beruhigende Wirkung auf euren Magen haben sollten. Ach und noch eins, Xarg mag es gar nicht sich als Monster bezeichnen zu lassen. Genausowenig wie ich." Zum Schluß nimmt sein Tonfall erstmals einen grimmigen, entschlossenen und fast schon feindseligen Ton an, während er zuvor noch bemüht freundlich war.

Vurna

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Ia - Die Reise ist das Ziel
« Antwort #21 am: 03.07.2010, 09:55:46 »
Langsam atmet sie und versucht ihren Speichelfluss unter Kontrolle zu bringen. Verdammtes Reisefutter

Orks und Halbblüter? Was bei allen Spinnenbeinen redet der da? Dann kichert sie leise und bewegt ihre Fressscheren dazu leicht. "Orks und Mischlinge? Ich rede von euch Zweibeinern. Ihr jagt und tötet uns nur weil wir so Aussehen wie wir Aussehen." Da hat wohl jemand auch mit Voruteilen zu kämpfen? Wie niedlich.. er ist wenigstens zur Hälfte Mensch.

Wieso spielt er ständig mit der Silbermünze? Ist er gierig, dumm oder einfach nur naiv? Womöglich hat er sich in sie verliebt? Das währe wirklich absurd. "Ich bin Allein, weil ich nunmal alleine bin. Was gibt es da zu diskutieren? Normalerweise fange ich mir meine Beute, doch ich hatte seid geraumer Zeit einfach kein Glück. Wollt ihr in Anbetracht der Tatsache mehr von diesen Münzen?" das ist sicher der Grund. Er hat Beute gewittert. Er will sie ausnehmen. Nun gut. Solang er nicht ihr Fleisch fressen will. Sie merkt langsam wie ihre Kraft schwindet. Dieses Gerede gab ihr gerade den Rest. Langsam kann sie nicht mehr.
"Ihr bezeichnet mich als schwaches Männchen?", sie will ihn anzischen bekommt aber nur ein schwaches Gurgeln heraus. Sie hält sich den Bauch. "Ihr Zweibeiner bezeichnet eine Aranea als Dame? Ich hätte ein Weib erwartet, im besten Falle.", Sie lässt den Kopf hängen. Ihre Kräfte neigen sich dem Ende. Sie lässt ihre Beine nach unten absinken.
Kräuter? Noch mehr feste Nahrung? Damit kann er ja sein Monster vergiften.. arg Sie zuckt erneut zusammen vor Schmerz und spuckt auf den Boden. Sie hat einfach keine Wahl, sie ist ihm ausgeliefert. Dann nickt sie, sowohl zu der Frage mit den Kräutern, als auch zu seiner Aussage das sie nicht als Monster bezeichnet werden wollen. Sie hat einfach keine Kraft mehr. Ihr Wille ist gebrochen.
Nun steht sie in seiner Schuld, egal was er noch Tat.
« Letzte Änderung: 03.07.2010, 10:08:07 von Vurna »
"Willst du nicht zum Essen bleiben?", sagte die Spinne zur Fliege

Gortak

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Ia - Die Reise ist das Ziel
« Antwort #22 am: 08.07.2010, 10:39:55 »
Zweibeiner jagen und töten sie? Wo? Wann? Verdammt, damit ich sie jagen kann, hätte ich überhaupt mal wissen müssen, dass sie exestieren. Oder besser: Scheinbar sogar meine Nachbarn sind.

Gortak grunzt, was ihm selbst in dem moment schon peinlich ist, und sagt deswegen um so erregter: "Ich jage niemanden, ohne guten Grund. Ihr seid die erste eurer Art die ich in meinen Leben überhaupt antreffe."

Als sie auf sein Spiel mit der Münze hindeutet, schüttelt er nur den Kopf, fügt dann aber zum besseren Verständnis hinzu: "Nein. Die Münze ist für die nächsten Tage eine überaus großzügige Bezahlung gewesen."

Oh du Wüstenwind, womit hab ich das verdient? Nicht nur eine Riesenspinne mit Paranoia, nein auch noch eine WEIBLICHE Riesenspinne die ich gerade als Männchen bezeichnet habe. Wieso verschluckt mich der Boden nicht direkt? Gortaks Stimme wird wieder freundlicher, als er dann meint:" Verzeiht erneut, Vurna. Ich habe eure Worte Missverstanden. Ich wollte euch bei weitem nicht beleidigen, werte Dame." Dame, Weib, Mädchen, Frau ... was spielt das denn gerade für eine Rolle. Bin ich ein Sprachwissenschaftler aus dem Westen?

Als er sieht wie ihre Kräfte rapide abnehmen und sie seinen Vorschlag gutheißen scheint, durchsucht er schnell seine Kräutertasche. Immer wieder murmelt er dabei Begriffe auf Orkisch, die wohl den Namen oder die Eigenschaften der einzelnen Kräuter beschreiben. Wütend und frustriert, muss er letztendlich eingestehen, dass er keine Ahnung hat was dieser Kreatur genau helfen könnte. "Ich komme sofort wieder, ich schaue kurz ob ich eine für euch angebrachtere Nahrungsquelle finden kann."
Gortak ruft Xarg auf Orkisch zu: "Komm Xarg, wir haben etwas zu erledigen." Vorsichtig läuft er mit Xarg ein Stück in die Wüste und verlässt sich dabei auf Xargs Sinne und seine eigenen scharfen Augen um ein Steppenkaninchen oder ähnliches zu finden. Nach zehn Minuten kehrt er wieder zurück, egal ob mit oder ohne Erfolg. Bevor er in den Sicht und Hör Bereich der Spinne gelangt, kanalisiert er die Kräfte der Natur in seinen Händen.[1]Als der Gesang abklingt, spührt er wie seine Hände innerlich vor Wärme glühen. Vorsichtig sammelt er Staub und Dreck und hält es in seinen hohlen Händen. An seinem Rucksack holt er noch einige Kräuter hervor, und vermischt sie mit dem Staub und ein wenig kostbaren Wasser, dann eilt er zu der gewaltigen Spinne.

Bevor er sie berührt spricht er beruhigen auf sie ein: "Verspürht keine Furcht, Vurna. Dies wird euch helfen und eure Erschöpfung und Schmerzen lindern. -" Hoffe ich zumindest. "-Wehrt euch nicht dagegen, es sei euch versichert ich will euch nichts böses." Und wenn doch, könnt ihr sowieso nichts dagegen unternehmen. Vorsichtig schmiert er sie mit der Verbindung aus Dreck und den Heilkräutern ein und entlädt dabei den in seinen Händen gehaltenen Zauber.
 1. Gortak wirkt Restoration, lesser und hält den Berührungszauber.
« Letzte Änderung: 08.07.2010, 10:42:14 von Gortak »

Ansuz

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Ia - Die Reise ist das Ziel
« Antwort #23 am: 11.07.2010, 13:06:43 »
In dem eng gesteckten Zeitraum von zehn Minuten findet Gortak leider keine geeignete Beute, ebenso wenig wie sein chitingepanzerter Kumpan[1]. Immerhin hat er Zeit, innerlich zur Ruhe zu kommen.
Die nächtliche Kühle hat etwas beruhigendes. In der Weite der Steppe umherzustreifen, umspielt vom warmen Wüstenwind, lässt ihn klarer denken. Sie bietet genug Raum, um durch nichts abzulenken. Es ist still und friedlich.
Vurna kann sich derweil erholen, nachdem sie so brutal aus ihrer Gestalt gezwungen wurde. Offenbar haben sie die letzten Tage stärker beansprucht, als sie bisher glaubte. Erst vor kurzem stellte sie fest, ihre Alternativform viel länger als gewohnt aufrechterhalten zu können und nun dieses Desaster direkt vor den Augen eines Zweibeiners.
Außerhalb des Seidenwalds scheint die Welt karg und unfurchtbar zu sein, eine wüste Einöde, in der sie sich alles andere als geborgen fühlt. Es mangelt an den dunklen Unterschlupfen, die ihre Art bevorzugt, ebenso wie an Frischfleisch, das sie genüsslich aufsaugen könnte.
Immerhin geht es ihr wieder besser, als der Mischling zurückkehrt. Das raschelnde Gras verrät sein Nahen bereits auf mehrere Zehnschritt Entfernung.
Sein Begleiter ist weiterhin wachsam und krabbelt in einem Viertelkreis um sie herum, um notfalls in ihren Rücken fallen zu können. Sein leises Rasseln ist Warnung genug, auch ohne den gekrümmten Dorn, den er unablässig hin- und herpendeln lässt.
Der Zweibeiner ist wesentlich freundlicher. Er bereitet irgendeine Kräutermischung vor, wie es auch ihre Meisterin getan hätte. Seinen Bewegungen zufolge ist es nicht das erste Mal, dass er so etwas tut; dennoch wirkt er unsicher, wenn sie seine seltsame Mimik richtig deutet. Ohne externe Kauwerkzeuge und mit bloß vier Gliedern ist das schwer zu beurteilen. Kein Wunder, dass er so viel plappern muss, um sich verständlich zu machen.
In der Tat weiß Gortak nicht, ob seine Bemühung fruchten werden. Bisher hat er bloß Tiere, Xarg und das ein oder andere Stammesmitglied versorgt. Meist handelte es sich um kleinere Verletzungen oder Schlangenbisse.
Ihr Vertrauen scheint er jedenfalls zu genießen. Kein Einspruch erklingt, als er das Gemisch auf ihre Haut aufzutragen beginnt. Es fühlt sich an, als streiche er über geschmirgelte Knochen. Da er weder Muskeln noch Verspannungen ertastet, beschmiert er kurzerhand nur ihr buckliges Mittelsegment.
Aus der Nähe erinnert nichts mehr an die schöne Frau von eben. Im Gegenteil ist die Kreatur, die er so selbstlos versorgt, geradezu abstoßend hässlich. An ihrer Gestalt ist das einzig halbwegs an einen Menschen oder Ork erinnernde das Paar armgleicher Glieder, das knapp hinter ihrem Kopf entspringt.
Wüsste er es nicht besser, könnte man sie glatt für ein Scheusal halten.
Vurna ihrerseits kann auch nicht viel Attraktives an dem Halbork feststellen. Immerhin lindert seine Bemühung den Schmerz. Sie fühlt sich beinahe sofort erfrischt.
 1. nächstes Mal bitte Überleben würfeln, ab 10 hast Du Erfolg

Vurna

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Ia - Die Reise ist das Ziel
« Antwort #24 am: 11.07.2010, 18:34:33 »
Der Zweibeiner verschwindet in die schwarze Kälte. Die leichte Kühle trocknet ihren Schweiß, den sie von der kurzen Zeit in ihrer Menschlichen Gestalt abgesondert hatte. Ein merkwürdiges Gefühl wenn es plötzlich eiskalt wird und die Bandagen sich trocknen. Der stechende Schmerz und die Übelkeit lassen aber weiter nur mäßig nach. Nun hat sie einige Momente nachzudenken. Wieso hat sie dieses Risiko gewagt? Vermutlich hat sie einfach nur nicht nachgedacht. Sie hätte ihn gleich betäuben und verspeisen sollen als sie noch Zeit dazu hatte. Nun hat sie sich selbst außer Gefecht gesetzt und in große Gefahr gebracht. Das Stachelwesen kann sie nicht ausstehen und der Zweibeiner scheint zu mindestens verwirrt zu sein. Aber sie lebt noch. Es ist nur eine Frage der Zeit bis dies enden kann. Langsam versucht sie sich aufzurichten, doch ihre Beine geben nach. Es hat keinen Zweck, sie ist ihm ausgeliefert.

Nach kurzer Zeit kehrt er mit nichts zu Essen, aber einer Pampe zurück, er scheint keinen Erfolg gehabt zu haben. Aber erst so große Töne spucken. Doch nicht so einfach, was? Vurna kann sich gerade so eben noch zusammen reißen es nicht auszusprechen. Dann beginnt er sie mit etwas einzureiben. Sie ist diesen Vorgang gewöhnt. Ihre Meisterin hat es häufiger getan, bei ihr und auch bei anderen ihrer Art. Doch weiß dieser Gortak wohl nicht so Recht was er da tut, wieso reibt er ihren Buckel ein? Dort sitzt ihr Gehirn und nicht ihr Magen, soviel weiß Vurna gerade so eben noch. Auch sieht dieser Gortak sie so merkwürdig an. Wo vorher noch ein leichtes Grinsen in seinem Blick lag, ist da nun Angst und Abscheu. Aber auch Entschlossenheit und Fürsorglichkeit.. ich kenne diesen Blick...
Doch dann spürt sie eine Energie sie durchströmen, welche das Gefühl des Schmerzes und der Übelkeit hinwegfegt, so wie ein Wind Blätter vom Waldboden. Sie erstarrt mit einem Male.
Das ist ein Diener der Götter? Oder ein mächtiger Magiewirker? Und ich habe ihn beleidigt. Verdammt. Wenn das ein Diener der Spinnengöttin ist die mich zu testen versucht? Dann bin ich so gut wie Tot. Aber nein, das kann nicht sein. Er ist Männlich. Was war das Dann?
Sie richtet sich langsam wieder auf. Geschwächt zwar, aber ohne Schmerzen und mit offenem Blick. Sie verneigt sich langsam vor Gortak.
"Ihr verfügt über magische Kräfte, nicht wahr?" Dann zucken ihre Beine ein wenig und ihre Beißscheren bewegen sich dazu. Sie spricht ihn dadurch in Arak an ohne ein Geräusch von sich zu geben. "Wenn ihr ein Diener der Göttin seid, gebt euch zu erkennen." Wenn er ein Diener der Göttin ist, wird er darauf reagieren, wenn nicht.. weiter sehen
"Willst du nicht zum Essen bleiben?", sagte die Spinne zur Fliege

Gortak

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« Antwort #25 am: 11.07.2010, 23:38:08 »
Gortak macht einen Schritt nach hinten und hält sowohl die Spinne als auch den Skorpion im Auge, darauf bedacht dass die beiden sich nicht grundlos angehen.

Die Hilflosigkeit der Kreatur gekoppelt mit seinen eigenen Erfahrungen als Außenseiter und seine Neugier ermöglichen es ihm, diese ihm nicht nur ungewohnte sondern viel mehr hässliche Gestalt längere Zeit zu betrachten.
Er hat gespührt, wie sich seine Kraft wiederstandslos in ihren Körper gebahnt hat und ein kurzes zufriedenes Lächeln erscheint auf seinem Gesicht, als es Vurna wieder besser zu gehen scheint. Auf ihre Frage ob seiner Kräfte hin, macht er einen weiteren Schritt nach hinten und sein Gesicht wirds ausdruckslos. Ich werde euch nicht alles über mich verraten, solange ich nicht weiß, zu was ihr fähig seid. Das wär ja noch schöner.
Mit möglichst ausdruckslosen Gesicht zieht er die Schultern hoch und mit starken Orkischen Dialekt sagt er dann nur ein einziges Wort: "Heilkräuter."
Ihre zuckenden Beine und Mandibeln erinnern ihn nur an den ungestillten Hunger einer so großen Bestie und verstärken seiner Nervösität. Habe ich gerade selbst zur Beute gemacht? Vielleicht ist es doch besser, wenn sie mich für einen mächtigen Gebieter der Magie hält, auch wenn das nicht stimmt. Wie könnte es auch, als ob er der Natur mehr abverlangen könnte als zu geben sie bereit wäre. In Wirklichkeit herrschte die Natur über sie.

Nun, da es ihr besser geht, fragt er sie: "Wie wollt ihr nun weiter vorgehen, Vurna? Schlafen? Auf Jagd gehen? Diesen Maedre ausfindig machen? Welche praktischen Fähigkeiten außer die Gestalt zu wechseln kennt euer Volk noch?"

Vurna

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Ia - Die Reise ist das Ziel
« Antwort #26 am: 12.07.2010, 00:34:16 »
Gortak wirkt eher verwirrt als das er auf ihre Ansprache reagiert. Also kein Diener der Göttin.. aber was dann?, sie erhebt sich wieder und mustert ihn eindringlich mit ihren zwei größten Spinnenaugen. Die anderen blickenh nervös in der Umgebung umher und behalten das krabbelnde Monster mit dem Stachel im Auge. Heilkräuter?.... Heilkräuter? Will er mich also testen oder anlügen? Vielleicht ist er tatsächlich ein mächtiger Kräuterkundler? Etwas stimmt mit diesem Kerl nicht. Etwas ist eigenartig.
"Könnt ihr mir beibringen welche Kräuter eine solche Wirkung entfalten?"
Eine relativ unbedenkliche Frage und einen Unterschied würde es sowieso nicht machen. Sie steht sowieso bereits tief in seiner Schuld.

Ja genau, was würde sie jetzt tun? Der Schmerz und die Übelkeit ist fort, aber etwas Essen wagt sie noch nicht, aber ihr Essen muss so oder so vorbereitet werden. "Ich werde sehen ob ich etwas finde, mächtiger Jäger, danach gehe ich schlafen.", Vermutlich erwartet er noch das ich ihm etwas abgebe? So weit kommt es noch.. Was sie kann? Hmm.. sie steht in seiner Schuld. Das offensichtlichste kann sie ihm wohl verraten. "Ich bin eine Art Spinne, falls du es nicht bemerkt haben solltest.", mit diesen letzten Worten macht sie sich auf den Weg etwas zu suchen, das sie fressen kann.[1]
Sofort wickelt sie die kleine Echse ein und spuckt ihren Speichel in den Kokon, auf das sich das Tier auflöst, bis sie es zu fressen braucht. Dann klebt sie es sich auf den Rücken und trabt zu Gortak zurück, nicht ohne eine gewisse Befriedigung zu zeigen. Dann setzt sie sich etwas Abseits hin und versucht zu schlafen. Auch wenn sie es vermutlich sowieso nicht schaffen wird. Obwohl wenn sie totmüde ist.
 1. Überlenskunst: 12 (Erfolg)
« Letzte Änderung: 12.07.2010, 00:51:00 von Vurna »
"Willst du nicht zum Essen bleiben?", sagte die Spinne zur Fliege

Gortak

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Ia - Die Reise ist das Ziel
« Antwort #27 am: 12.07.2010, 08:38:28 »
Die Frage überrascht Gortak. Lügen war noch nie seine Stärke und nun muss er ob einer Lüge sich die nächste Antwort ausdenken. Es gefällt ihm nicht und das Thema wird ihm zunehmend unangenehmer. Dann erinnert er sich der Worte seines alten Meister und gibt sie prompt weiter:
"Alles kann gelernt werden. Doch dauert es manchmal Jahre. Wollt ihr wirklich bei mir in die Lehre gehen und erst dann meine Lehre verlassen, wenn ich entscheide, dass ihr soweit seid?"
Er hatte damals mit ja geantwortet. Bin ich noch immer sein Lehrling? Er hat mich vor dem Aufbruch in die Wüste nicht explizit aus der Lehre gelassen.

Selbst Gortak hört den beißenden Spott in ihrer Stimme, als sie ihn als mächtigen Jäger bezeichnet und kurz darauf selbst auf die Jagd geht. Kommt halb verhungert hier an und macht sich über mich lustig? Närrische kleine ... ähh große Spinne!
Er nickt jedoch nur und sagt: "Ich werde auch noch eine Runde um das Lager ziehen." Er will sich schon umdrehen und mit Xarg auf den Weg machen, als sie noch von den Fähigkeiten ihres Volkes spricht. Gortak schaut sie ungläubig an. Will sie mich ernsthaft verspotten? Oder will sie damit sagen, dass sie giftige Zähne und Spinnennetze hat? Dass sie eine Spinne ist, würde ja sogar ein Halbork ohne Augen bemerken.

Auch Gortak hat diesmal Glück. Ein kleines Kaninchen, dessen Fell er gerade abnimmt, hat seine letzte nächtliche Runde gedreht. Er nickt der Spinne zu und hält auch den Rest der Nacht Wache. An Schlaf ist wohl diese Nacht nicht mehr zu denken. Ahh, Xarg, was soll ich nur mit dieser Fremden machen?
« Letzte Änderung: 12.07.2010, 08:38:52 von Gortak »

Vurna

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« Antwort #28 am: 12.07.2010, 13:45:09 »
Lehrling? Schon wieder? Vergiss es!, ihr Blick ist grimmig und sie zuckt kurz mit ihren Beißscheren.
"Interessantes Angebot.. ich verzichte.", kurz danach macht sie sich auf die Jagt und legt sich hin. Die Kälte, der Hunger und die Erschöpfung machen es nicht leicht zu Schlafen. So hat sie mehr Zeit für sich und ihre Gedanken. Was soll ich nur mit diesem Fremdling machen?

Nachdem sie etwa eine Stunde ein wenig gedöst hat, das höchste der Gefühle bisher, steht sie dann doch noch im Dunkeln auf und greift nach ihrem Kokon um ihre Beute genüßlich auszusaugen. Keine besonders opulente Mahlzeit, aber wenigstens bekömmlicher als der Mist des Zweibeiners. Die Spinnfadenreste mit den Knochen darin wirft sie achtlos beiseite und lässt ihren Blick wieder zu Gortak wandern. Was nun?
Offensichtlich ist er an diesem Metall interessiert. Weiterhin scheint er keine andere Gegenleistung zu wollen. Vielleicht aber sagt er es nur nicht? Vurna schüttelt sich. Das hatte keinen Sinn. Sie muss einfach weiter machen und sehen was geschieht. Ein wenig erholt zwängt sie sich wieder in ihre Humanoide Gestalt. Sie schrumpft und ihre Bänder ziehen sich wieder zusammen, die Beine verschwinden und einen kurzen Moment taumelt sie als sie auf zwei Beinen zu stehen versucht. Diesmal bemüht sie sich nicht ihren Verkleidungshut zu verwenden.
Wie als hätte man mich in einen Sack gestopft und das ganze fest zusammen gezurrt. Wie halten die das nur aus?

Sie zieht ein weiteres Silberstück aus ihrem Beutel und läuft langsam zu Gortak hinüber. Augen zu und durch. Das ist das einzige was wohl funktionieren wird, Sie setzt ein Lächeln auf und entfernt auf dem Weg langsam die Teile ihres Kopftuches. Darunter kommt eine junge Frau mit hellblondem Haar und sehr heller, weicher Haut zum Vorschein. Anders als ihre Illusionäre Gestalt hat sie nun saphirblaue Augen. Sehr bemüht versucht sie ihn freundlich anzusehen und legt ihm ein weiteres Silberstück in die Hand, dann nähert sie sich ihm ein Stück um leise einige Worte zu hauchen.
"Wollen wir nicht weiter? Das was heute Abend passiert ist, könntest du das für dich behalten?", sie setzt einen flehenden Gesichtsausdruck auf. Ich hoffe er reagiert schnell und richtig darauf, sonst muss ich mich erneut übergeben.
"Willst du nicht zum Essen bleiben?", sagte die Spinne zur Fliege

Gortak

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Ia - Die Reise ist das Ziel
« Antwort #29 am: 12.07.2010, 14:45:51 »
Gortak hängt seinen eigenen Gedanken hinter her, während das Spinnenwesen ruht. Auch er spührt die späte Stunde und vermag nun auch nicht mehr seine Kräfte zu erneuern in dem er Kraft aus seiner Umgebgung zieht. Dieses kostbare Geschenk hatte er Vurna gemacht und nun bereute er es fast schon.

Der Wind, kaum mehr als ein flüstern, verstärkt seine Unruhe. Obwohl er nichts besonderes an ihm ausmachen kann, so liegt doch Veränderung in ihm. Schwer fällt es ihm das Gefühl zu beschreiben, dass er dabei hat und umso schwerer diese Intuition in Gedanken zu erfassen. Welches Zeichen bietet sich mir hier? Ist diese Begegnung von den Winden gewünscht? Oder ist es eine Warnung, mich nicht zu lange in der Nähe der Spinne aufzuhalten? Unschlüssig versucht er zu entscheiden wie er weiter vorgehen soll, kommt binnen der Stunde die Vurna schläft aber zu keinem Ergebnis.
Als die Arenea aufwacht und frißt - ein anderes Wort scheint ihm dazu nicht einzufallen - beobachtet er sie dabei. Da seine eigenen Gedanken zu keinem Ergebnis kommen, wartet er wie sie weiter vorgehen will, nun da sie wieder ihre Kraft zurückgewonnen hat.

Interessiert schaut er der Verwandlung zu. Nun zumindest diesmal, sieht es der Verwandlung meines Meinsters ähnlich. Aber sie scheint es nicht so häufig zu machen. Beruhigt, dass er etwas vertrautes an ihr erkannt hat schaut er zu wie sie langsam auf ihn zu kommt. Argwohn liegt in seinem Blick, als sie sich ihm nähert und anlächelt. Der Zauebr ihrer ersten Begegnung ist längst zerrissen wie ein alter Mantel und so macht er einen Schritt nach hinten, als sie sich so nah an ihn heran begibt, nicht zuletzt auch, um Xarg zu beruhigen.

Erst dann weist er mit beiden Händen ihr Geld - und unbewußt damit auch sie - fort. Energisch fügt er noch hinzu: "Die Bezahlung war ausgemacht und hat sich nicht geändert, meine Dame. Doch Solange ihr mein Vertrauen nicht missbraucht, ist euer Geheimnis bei mir gut aufgehoben. Wenn es euch jedoch unbehagen bereitet diese menschliche Gestalt zu benutzen, könnt ihr auch weiterhin in eurer Spinnengestalt reisen und ich warne euch rechtzeitig, bevor wir auf Menschen oder ähnliches stoßen werden." Er selbst macht sich daran, dass Lager abzubauen. Wobei ich diese Gestalt doch vorziehen würde. Mit einem schiefen Grinsen sattelt er Xarg, dann fragt er noch: "Wohin soll es jetzt überhaupt gehen? Alle meine Fragen nach eurem Freund ... ob er nun ein Mensch, ein Tier, eine Fee oder eine Spinne sei mir dabei egal ... habt ihr bisher nicht beantwortet.
« Letzte Änderung: 12.07.2010, 15:06:56 von Gortak »

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