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Autor Thema: [Kapitel I] Daren  (Gelesen 22845 mal)

Beschreibung: Luskan ist gefährlich

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Lhósson

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[Kapitel I] Daren
« Antwort #600 am: 23.09.2010, 23:33:37 »
Rafael überlegte einen Augenblick. „Ja du hast recht aber wir machen es anders. Ich werde hier bei der Wache bleiben. Du gehst vor und sagst Martin er solle nach hinten kommen. Nachdem du das gemacht hast, berichtest du dem Hauptmann. Weder ich noch einer der Anderen könnten dir dabei ihm helfen. Ich werde die Wache sobald Martin hier ist zum Medico bringen und dann Ansu vorne verstärken. Das ist wohl die Beste und einzige Vorgehensweise. Wir dürfen weder die Wache vor dem Haus noch das Tor hier hinten im Stich lassen und keine der anderen Wachen ist in Sicht.“

Duam

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[Kapitel I] Daren
« Antwort #601 am: 24.09.2010, 19:42:51 »
Daren dachte über den Vorschlag nach, auch er hatte sich einen ähnlichen Plan zurecht gelegt und war daher mit der Vorgehensweise einverstanden. Es musste jedoch noch etwas am Plan gemacht werden. Die Veränderung, an die er dachte war keine Inhaltliche, sondern eher ein Zusatz zum Plan der als Absicherung angedacht war.
"Einverstanden, aber wenn du mit der Wache beim Medico bist musst du bitte folgendes tun, Schreibe die Aussage der Wache auf, fertige zwei Kopien davon an, lass diese von der Wache unterschreiben. Behalte das Original für deinen Bericht, gib eine Kopie an den Medico und die Andere Martin."
Mit diesen Worten nickte er Raphael zu und machte sich auf den Weg zu Martin.

Lhósson

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[Kapitel I] Daren
« Antwort #602 am: 24.09.2010, 20:27:26 »
Rafael nickte langsam. „Du denkst wohl an alles“ rief er Daren nach. Als Daren Martin und Ansu informierte eilte Martin so schnell wie möglich nach hinten. So konnte er weiter zum Fest. In der alten Wache waren noch Massen an Wachen damit beschäftigt zu Essen und zu trinken. Daren mußte sich regelrecht durch sie hindurch kämpfen. An manchen stellen war es recht unangenehm. Nicht nur wegen der Wachen sondern wegen den Gerüchen. Es roch nach leckeren gebraqtenen Schweinen, Kartoffeln, gekochten Möhren, Honigkuchen und anderen leckerein. Daneben konnte Daren noch das Bier riechen, die Männer selbst und einmal sogar einen süßlichen Geruch. Sein Ziel kam jedoch in Sichtweite. Der Kommandant saß neben seinen Hauptmännern an einer langen Tafel und schien gelassen mit ihnen zu schwatzen.

Duam

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[Kapitel I] Daren
« Antwort #603 am: 26.09.2010, 12:21:49 »
Daren würde sich nicht von Speise und Trank ablenken lassen, doch nun kam der Knifflige Teil des Unterfangen. Wie sollte er am besten vorgehen um sich dem Kommandanten zu näheren ohne allzuviel ungewollt Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.
Wenn er hingehen und den Kommandanten direkt Berichten würde könnte es unschöne Folgen haben, falls sich die Information als Falsch herausstellt, würde er es mit einer List versuchen könnte ihm ähnliches wiederfahren, außerdem war er kein besonders guter Lügner. Wie sollte er also vorgehen?
Er entschied sich für kein der Beiden. Seiner neusten Eingebung folgend machte er einen umständlichen Bogen und Nährte sich der Tafel von hinten, er war bemühte, sich äußerst unauffällig zu benehmen, als er sich dem Kommandanten näherte.[1]
Und diesen vorsichtig auf sich aufmerksam machte.
 1. Stealth Check

Lhósson

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[Kapitel I] Daren
« Antwort #604 am: 26.09.2010, 12:55:45 »
Sehr leise war Daren nicht gerade. Doch war es keine üble Idee. Die meisten der Kommandanten hatten Daren schon bemerkt bevor dieser in die Nähe des Hauptmanns kam. Einige blickten nach hinten und sahen den jungen Rekruten fragend an Andere speisten einfach weiter. Der Hauptmann tat nichts der gleichen. Er wartete bis Daren hinter ihm stand und fragte „Ja bitte?“

Duam

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[Kapitel I] Daren
« Antwort #605 am: 26.09.2010, 14:21:26 »
Daren nickte langsam, er hatte sich keine Gedanken darüber gemacht, wie er diese delikate Situation ansprechen sollte , da er zu sehr darauf fixiert war nicht aufzufallen. Was bedeutete das er völlig unvorbereitet in diese Gespräch ging, was etwas war, was er jedoch nie zugeben würde. Also setzte Daren einer ernst Mienen auf und flüsterte:
"Ich entschuldige mich für die Störung der Festivitäten, doch während unsere Schicht hat sich eine Situation ergeben, die äußerst interessante Informationen zu tage brachte, welche noch verifiziert werden müssen. Ich wurde angewiesen ihnen, über diese Ereignisse Bericht zu erstatten. Gibt es hier vieleicht einen Ort an dem wir ungestört wären, die Informationen die wir erhalten haben sind beunruhigend."

Lhósson

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[Kapitel I] Daren
« Antwort #606 am: 26.09.2010, 14:42:15 »
Der Kommandant nickte. „Ihr entschuldigt mich.“ sagte er zu den Hauptleuten und ging vor. Er führte Daren in einen Raum der durch eine Wand vom Festplatz abgeschirmt war. Es mußte der alte Eingangsbereich der Burg gewesen sein doch die herabgestürzten Steine und Balken deuteten an, dass der Rest der Anlage von hier aus nur schwer zu erreichen war. Im Schein einer Fackel die der Kommandant mitgenommen hatte, fragte dieser „Nun was habt ihr zu berichten?“

Duam

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[Kapitel I] Daren
« Antwort #607 am: 27.09.2010, 18:47:55 »
"Während unserer Schicht, hatten wir mit vielen Wächtern zu tun die in die Stadt wollten, doch einer unter diesen stach besonders heraus nicht nur in Art sondern auch in Verhalten. Dieser trug eine qualitative hochwertige Uniform, welche abgesehen von dem Wappenrock in Schwarz gehalten war, desweiteren führte er unteranderem ein reich verziertes Schwert. Was zu diesem Zeitpunkt besonders hervorstach war das er vollkommen nüchtern zu sein schien und dennoch in die Stadt wollte, obwohl er über den Befehl der Ausgangssperre informiert wurde. Als er schließlich merkte das er uns nicht übereden konnte, versuchte er uns mit einem Edelstein zu bestechen, was natürlich abgelehnt wurde."
Daren machte ein Pause um den ersten Teil des Berichts sacken zu lassen, bevor er fortfuhr.
"Dieses Ereignis, würde noch keine Unterbrechung dieser Festlichkeiten rechtfertigen, doch das war natürlich nicht alles. Kurze Zeit später sahen wir eine verdächtige Gestalt, die versuchte sich hinter das Wachhaus zu schleichen. Raphael und ich nahmen natürlich sofort die Verfolgung auf und machten die Wache am Tor auf den Flüchtenden aufmerksam. Der dortige Wächter versuchte den Flüchtigen natürlich aufzuhalten wurde jedoch nach einem kurzen Wortgefecht niedergestochen. Der Flüchtige entkam in den Straßen von Luskan, wir gingen zurück behandelten die Wache und brachten sie später zu Medico. Davor nahmen wir natürlich ihren Bericht auf, die Beschreibung des Fremden, passte zu dem von mir erwähnten Wächter. Die verletzte Wache sagte des weiteren, das dieser behauptete er handele im Auftrag des Hauptmanns. Und das ist alles was ich momentan zu berichten habe."

Lhósson

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[Kapitel I] Daren
« Antwort #608 am: 27.09.2010, 19:45:16 »
Der Kommandant hörte Daren geduldig zu. Er ließ sich keine Überraschung anmerken. Als Daren alles berichtet hatte sagte er „Es ist gut das ihr Bericht erstattet habt. Denn unsere Spione sehen anders aus und vor allem läuft momentan keine Geheimmission. Bedauerlicher Weise ist euch der Spion entkommen. Das heißt ich muß umdenken. Bedauerlich das wir so wenig Verbündete haben. Hat der Spion nichts weiter übrig gelassen, kann ich den Edelstein sehen und könntest du ihn identifizieren falls wir ihn stellen können?“ Auch in der Stimme des Kommandanten konnte Daren keine Aufregung oder sonst eine Regung feststellen. Sehr professionell ging der Kommandant mit der Nachricht um. Als Daren den Mund öffnete und antworten wollte schmeckte die Luft auf einmal seltsam. Schon oft hatte er diesen Geschmack im Mund. Wenn sein alter Lehrmeister Blitze hervor rief schmeckte die Luft manchmal so und auch bei einem Sommergewitter war es nicht anders. Aber es war ja den ganzen Tag schön gewesen und die Gewitter des Winters kündigten sich wenigstens durch eine dicke Wolkendecke an. Denn sahen Daren und der Kommandant das helle licht eine Blitzes durch die zerfallenen Fenster zucken und hörten einen Donner. Es mußte ein Gewitter sein. Die Musik und das Lachen der Leute war verklungen. An ihre Stelle war ein Ah und Oh getreten. Dann zuckten Blitze um die Tür und aus den Steinen der Außenwand. Langsam bildeten sich mehrere Kugelblitze. Sie begannen durch den Raum zu tanzen. Einige in Kreisenden Bewegungen um Daren und den Hautmann. Dann spürte Daren eine Hitze. Sie kam von dem Kristall den er vom Spion bekommen hatten. Die Hitze wurde so groß das sich der Kristall locker durch Stoff und Leder fressen konnte. So war es nicht verwunderlich, dass er bald zu Boden viel. Kurz danach spürte Daren einen neuen, anderen Schmerz. Es war so als würde er von tausend Nadeln gestochen. Eine der Kugelblitze hatte Daren eingeschlossen. So fühlte die junge Wache wie die Energie der Blitze durch seinen Körper zuckte, wie er immer schwächer wurde und dann sein Bewusstsein verlor. Die Kugel löste Daren langsam auf und nicht einmal Asche blieb von ihm übrig.[1]
 1. 500 EP
Du hast noch einmal die Möglichkeit hier zu posten.

Duam

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[Kapitel I] Daren
« Antwort #609 am: 27.09.2010, 21:28:17 »
Daren war ernstlich besorgt, er wusste nicht was er davon halten sollte und es wollte ihm auch nicht vernünftiges einfallen. Er war nervös, hatte ein flaues Gefühl im Magen und meinte sogar so etwas wie angst zu spüren. Doch das war nicht das störendste, nicht einmal die Nadelstiche, dass was in wirklich störte war diese unangenehme Gefühl im Magen, dieses Gefühl was aus der Ungewissheit resultiere.
Bis jetzt, konnte Daren aus allen Vorkommnissen Schlussfolgerungen ziehen, ungeachtet ob richtig oder falsch. Er stellte Thesen und Antithesen über Vorgehensweisen und Motive an. Und selbst wenn er sich irrte, konnte er im Nachhinein so etwas sagen wie: Aha jetzt verstehe ich.
Doch hier war das nicht der Fall, er verstand überhaupt nicht was los war. Er wäre nicht überrascht gewesen, wenn sich der Hauptmann als Korrupter Magier herausgestellt hätte oder gar ein Anderer der hohen Militärs. es hätte Daren auch nicht überrascht, wenn Anarian, Anarians Vater oder irgendeiner, von seiner Familie angeheuerter, Schärge gekommen wäre um ihn zu richten. Es hätte ihn auch nicht überrascht, wenn der Meuchelmörder von vorhin erschienen wäre um seine Drohung wahr zu machen. Aber das hier war einfach absurd, es war etwas das er nicht begriff und das ängstigte ihn am meisten.
Und während er sich auflöste sprach ein Körperloser Mund mit einer ton- und klanglosen Stimme. "Ob ich dieses flaue Gefühl wohl noch haben werde wenn ich mich Komplett aufgelöst habe? Was für ein irritierender Gedanke in einer Ausweglosen Lage. Moradin verzeih."

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