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Autor Thema: Geschichtsbuch "Erbe des Feuers: Band 3"  (Gelesen 23176 mal)

Beschreibung: Das Inplay

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Durriken

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Geschichtsbuch "Erbe des Feuers: Band 3"
« Antwort #390 am: 05.03.2011, 20:40:24 »
Vardishal.... Schimmel... Kazim... Neein! Kameldung! Die Frage des Bogenschützen und der gestammelte Kommentar des Mönchs reißen den Grauen zurück in die Wirklichkeit und er blickt Naadhira und dann Iuni lange und traurig an. Die Gefühle und seine plötzliche Erkenntnis überwältigen ihn fast und so scheint seine Stimme von sehr weit weg zu kommen als er konzentriert spricht. Beide Hände umfassen die Kette des Nordwinds fest. Der Sturm! "Etwas ist geschehen. Ich befürchte, ich trage nun wie Kazim das Erbe des Nordwinds. Der Schimmel, den er an der Hand hatte, ist auf mich übergegangen." Der Varisianer lacht rau auf. So lange und schwere Sätze - ohne einen Fluch - haben die meisten noch nie von ihm gehört.

"Ich habe Angst vor der Reise und dem Ort, den wir aufsuchen. Gefahr droht dort, mehr als wir uns vorstellen wollen. Fragt nicht, woher ich das weiß, ich könnte Euch keine Antwort geben."
Nachdem er mit dunkler Stimme seine Angst eingestanden hat, und damit seinen Panzer mehr als nur ein wenig zerschlagen, fühlt sich Durriken erstaunlicherweise wohler. Dennoch blickt er anschließend starr auf den Tisch und vermeidet jeglichen Blickkontakt.  

Sami Atif

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Geschichtsbuch "Erbe des Feuers: Band 3"
« Antwort #391 am: 06.03.2011, 14:16:31 »
Sami genießt das Frühstück und ist wieder guter Dinge. Immer wieder sieht er zu seinen Gefährten, während er sein Frühstück verspeist und Tee trinkt. Als Zahur ihn anspricht, wird Sami schon antworten, dass er wirklich gut geschlafen hat, doch Durrikens Worte lassen ihn aufhorchen. Schimmel? Das Erbe des Nordwinds? Ganz kann Sami dem ehemaligen Sklaven nicht folgen, doch seine ehrlichen Worte bezüglich seiner Angst lassen ihn hart schlucken. "Ich hab auch Angst, aber...wir schaffen das schon irgendwie. Wir müssen ja nicht allein dorthin, wir reisen ja alle zusammen. Wir kämpfen auch alle zusammen und gegen die Gefahr werden wir schon ankommen. Ist doch besser, wenn wir bei der Sache drauf gehen, als wenn wir es nicht versuchen, jemand anderes die Schriftrolle für sich benutzt und dann Unschuldige wie Rayhan mit sich in den Tod reißt, nur weil wir uns nicht getraut haben, was zu machen."

Er lächelt Durriken an, obwohl er sich fragt, ob seine Worte nicht ziemlich dumm gewesen waren. Das wird dem eigentlich tapferen Kämpfer bestimmt auch nicht sonderlich weiterhelfen. Sami beißt sich auf die Unterlippe und wartet auf eine Reaktion, wobei er unschlüssig immer wieder auf zu den anderen sieht.

Sensemann

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Geschichtsbuch "Erbe des Feuers: Band 3"
« Antwort #392 am: 08.03.2011, 10:09:38 »
Mestoph, welcher ziemlich in sicher gekehrt und still sein Frühstück genießt, wobei er nur etwas Tee trinkt und nicht das andere schwarze Gebräu, welches er aus seiner Heimat als ein typischer Getränk der Ausländer kennt und genauso deswegen verabscheut wie hochprozentigen Alkohol (denn es sind die Dinge, welche sein Volk korrumpieren und süchtig machen), blickt auf die Frage von Zahur kurz auf und antwortet knapp in Richtung Zahur bzw. gesamte Gruppe:
"Alleine Naadhira trägt die Entscheidung, wann es los geht..."
Denn zumindest der Hexer hatte in der Zwischenzeit begriffen, dass die junge Klerikerin in der Gruppe das Sagen hat, wobei Iuni und Durriken ihr dennoch häufig Gegenargumente und Kontra bieten.

Woraufhin der bleiche Hexer besorgt, aber auch mit stechend neugierigen Blick zu Durriken schaut und mit kühler und dennoch freundlicher Stimme (paradox, da freundlich und warm eher zusammenpasst) den ehemaligen Sklaven fragt (wobei dem Hexer aufgrund seiner Herkunft die Herkunft ein Sklave zu sein förmlich riechen kann und das Gespräch mit einem ehemaligen Sklaven irgendwie schwer fällt):
"Was meint ihr mit Erbe des Nordwinds? Wer ist Kazim? Und warum habt ihr aufeinmal Angst?"
Neugierig mustert der Hexer den Schimmelsprecher, um eine Reaktion auf seine Fragen in diesem Lesen zu können.
Zumindest versucht Mestoph dies.
Wobei Mestoph eine letzte Frage als Medizinmann und Hexendoktor hinterher schiebt:
"Soll ich mir Euer Leiden vielleicht mal anschauen?
Ich kenne mich gut mit diversen Krankheiten und Seuchen aus!"
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Naadhira

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Geschichtsbuch "Erbe des Feuers: Band 3"
« Antwort #393 am: 09.03.2011, 08:59:17 »
Die Priesterin Abadars greift bei dem Frühstück zu und hört sich die ersten Äußerungen ihrer Gefährten mit Interesse an. Während sie den Kaffee trinkt, der ihr ein Gefühl von nicht vorhandener Geborgenheit gibt, ergreift sie das Wort, nachdem Mestoph geendet hat.
"Wir sollten schnell aufbrechen, aber nicht überhastet. Zwar haben wir hier einige mit Ringen, die es unnötig machen zu Essen, doch sollten alle anderen sich in vernünftigen Maße stärken. Es macht wenig Sinn, wenn jemand geschwächt loszieht." Während sie spricht greift sie nach ihrer Tasse Kaffee und nimmt dann einen Schluck. Dann lächelt sie Iuni an.
"Iuni, auch wenn ich gestern gesagt habe, dass wir keine Zeit für die Rettung Meister Rayhans haben, war dies nicht die Opferung des Meisters an die Anhänger Rovagugs. Ich habe heute Morgen meine obersten Herren, die Paktmeister, über den Vorfall informiert und ihnen von der Gefahr in ihrer Stadt berichtet. Ich bin der festen Überzeugung, dass meine Herren die Mittel und Wege haben in Katapesh diese Unholde zu fangen und vielleicht auch die Möglichkeit, Rayhan zu retten. Sollte die Rettung nicht gelingen, bin ich der festen Meinung, dass auch wir hier scheitern würden. Wir werden Meister Rayhan dann ehren, wenn dies vorbei ist, so wie wir alle ehren werden, die in diesem Kampf gefallen sind. Doch noch ist nicht die Zeit gekommen für diese Trauer. Wir müssen dies in unserem Inneren vergraben, damit wir nicht von Trauer zerfressen werden. Wir werden es nicht vergessen, aber wir dürfen uns auch nicht von ihr leiten lassen."
Der Blick der jungen Frau streift Durriken und einen Augenblick ist das Gesicht weich, doch dann wird der Gesichtsausdruck wieder entschlossen, als sie sich wieder an den Mwangi wendet.
"Der Befall, den Durriken erleidet, ist nichts, was mit Mitteln, die uns zur Verfügung stehen, geheilt werden kann. Es ist ein Erbe der Winde aus dem Ort in der Wüste. Auch der erste Träger dieses Fluchs und Segens, Kazim, konnte davon nicht geheilt werden. Durriken wird damit leben müssen und wir alle müssen hoffen, dass er stark genug dafür ist."
Kurz blickt die Frau zu dem Ex-Gladiator und ihr Blick ist dabei von erstaunlicher Anteilnahme aber auch Zuversicht geprägt. Es scheint klar, dass sie an den Mann glaubt, der diese Last zu tragen hat. Dann stellt sie die Tasse ab, weil sie nun offensichtlich ihr Frühstück beendet hat.
"Ich bin soweit. Wenn ihr anderen fertig seit, sollten wir anfangen."

Sensemann

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Geschichtsbuch "Erbe des Feuers: Band 3"
« Antwort #394 am: 09.03.2011, 15:28:57 »
Mestoph und die restlichen fünf Gefährten von Naadhira nicken nur noch anerkennend, da ihre weise und charismatische Anführerin wahrlich an alles gedacht hat und sogar so besonnen war, doch noch etwas für den alten Wissenshüter tun zu können.
Mit großer Wahrscheinlichkeit würden zum jetzigen Zeitpunkt schon Agenten der Paktmeister versuchen Rayhan mit Gewalt aus dem Fängen des Jackals und dessen Rovaguganhängern zu kämpfen.

Vorallem aber sind Mestoph, Zahur und Zurvandad der Paktmeisterdienerin Naadhira dafür dankbar, dass die junge Priesterin den drei Helden mehr zu Durriken's Fluch erklärt und dabei mehr zu den bisherigen Erlebnissen der Gruppe erzählt.

Und so beginnt Mestoph, noch während ein Teil der Gruppe zu Ende frühstückt bzw. sich noch etwas Proviant für die Reise einpackt und ihr Hab und Gut reisefertig machen, die beiden benötigten arkanen Zauber, um die Karte bzw. Rolle von Kakishon lesen zu können, auf sich zu wirken und lässt sich anschließend von Naadhira das alte Artefakt aus dem Besitz von Nex reichen.

Doch nicht hier, sondern in Naadhira's Schlafkammer beginnt Mestoph mit seinem Ritual nun.

Zum Glück sitzt der Hexer dabei auf dem Bett von Naadhira, denn sonst würde er bei dem Anblick der Karte mit zittrigen Beinen taumelnd zu Boden gehen.
Denn vor den Augen des Mwangi zeigt sich nun die uralte Karte der Ebene von Kakishon und ihrer Inseln in ihrer vollen Pracht:



Begeistert und mit Tränen in den Augen streift Mestoph mit seinen Fingern über die Karte und beginnt von der mächtigen Magie erregt zu stammeln an:

"Ich kann...ich kann die Inseln sehen...es ist wunderschön..."

Elektrische und magnetische Schwingungen lassen dabei seine Finger kitzeln, als er die Insel berührt.

Auch der Rest der Helden bekommt mit, dass irgendetwas gerade hier passiert.
Nur Durriken fühlt sich immer mehr unwohl und ist ganz und gar nicht fasziniert, denn der Gladiator riecht förmlich die Gefahr wie damals vor dem Kampf gegen den Insektendämon, welcher unter der Kirche von Sarenrae hauste.

Die Gedanken von Durriken, teilweise seine eigenen und teilweise die Gedanken eines Fremden, lassen Durriken schwindeln, sodass er wie im Rauschzustand nur nebensächlich mitbekommt, als Mestoph beginnt die Rolle zu aktivieren, indem er die Inseln berührt und dabei versucht durch Raten und mehrere Versuche die richtigen Namen zur dazugehörigen Inseln zu nennen.

Je mehr der Hexer dabei Erfolg hat, desto mehr füllt sich Raum um die Helden spürbar mit Magie.
Es riecht förmlich nach Magie durch Ozon und Mana, während die Haut der Helden anfängt wie durch Stromschläge zu bitzeln.

Mestoph kommt wie in Trance sprechend dabei dem Ziel immer näher das Schutzsiegel zu brechen und damit die Rollen zu aktivieren.
Wobei sich die Stimme des Hexer immer mehr befremdlich und wirr anhört.

Es fehlen ihm nur noch das Berühren von zwei Insel und das Nennen der beiden richtigen Namen.

Nicht nur der halb bewusstlose Durriken, sondern nun auch vorallem Iuni, aber der Rest der Helden fühlen sich im Gegensatz zu Mestoph immer mehr unsicher, verängstigt und unwohl.
Doch es ist zu spät, um den Hexer nun noch zu stoppen, denn in diesem Moment berührt Mestoph auf bereits die letzte Insel und nennt ihren richtigen Namen:

"Khandelwa!"

Und in diesem Moment erhebt sich auch schon die aktivierte uralte Rolle wie von Geisterhand etwas in die Luft und beginnt wie ein Wirbelsturm mit magischen und elektrischen Impulsen alles um sich herum in sich hinein zu saugen[1].



Das Siegel ist gebrochen und das Portal ist geöffnet.
Und urplötzlich ist für die Helden und für Golarion alles zu spät!
 1. @all:Stärkewürfe bitte, wenn ihr Euch festhalten wollt, um nicht hineingesaugt zu werden!
« Letzte Änderung: 17.08.2011, 13:40:11 von Schreckensjul »
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Iuni saba Jin

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Geschichtsbuch "Erbe des Feuers: Band 3"
« Antwort #395 am: 11.03.2011, 02:20:52 »
Als Naadhira während des Frühstücks verkündet, dass sie die Paktmeister kontaktiert hat, fällt Iuni ihr in tief empfundener Dankbarkeit regelrecht um den Hals. "Vielen Dank Naadhira, dies beudetet mir wirklich viel."
Ihr Dank ist ehrlich ausgesprochen, denn es zeigt ihr, dass Naadhira so kalt und gefühllos wie sie manchmal erscheint doch gar nicht ist und sie ihr Möglichstes tut um Rayhan noch zu helfen. Es zeigt ihr aber auch, dass Naadhira sich auch Gedanken um die Sorgen und Beweggründe ihrer Gefährten macht und bemüht ist diese zufrieden zu stellen.
"Lasst uns beten, dass die Paktmeister noch etwas für Meister Rayhan tun."
Dadurch bestärkt, fokussiert sich Iuni nun umso mehr auf die vor ihr liegende Aufgabe. Als Naadhira erklärt bereit zu sein, erheben sich die Gefährten und sammeln noch alles Hab und Gut zusammen. Iuni schnallt sich den Südwind um, kleidet sich in ihre Reisekluft und das Mithralkettenhemd und legt den neuen Rucksack mit all ihrer sonstigen Habe an. Sie fühlt sich stark und ausgeglichen, Sarenrae scheint sie mit neuer Kraft erfüllt zu haben.

Zusammen mit ihren Gefährten begibt sie sich in Naadhiras Zimmer, wo Mestoph mit der Aktivierung der Karte beginnt. Anfangs ist Iuni noch voller Aufregung. Wie mag Kakishon wohl aussehen? Was wir sie erwarten? Als die Karte erkennbar wird mischt sich Aufregung mit Vorfreude. Doch dies wird langsam verdrängt von Ungewissheit und Furcht. So lange lag die Schriftrolle tief im Haus der Bestie. Wäre es weise ihr Siegel zu brechen, nach so langer Zeit? Die Gedanken die sie schon einmal hatte kehren zurück ... wäre es nicht vielleicht klüger den Feuerbluter dort zu belassen wo er ist? Vielleicht hat es einen Grund, dass er nach Kakishon gebracht wurde ...

Zu spät! Mestoph spricht den letzten Namen aus und ein Strudel entsteht, der nicht nur einen Teil der Inneneinrichtung, sondern auch die Gefährten in sich hineinzieht. So hatte sich Iuni das nicht vorgestellt! Die schlechte Vorahnung wird zu Panik! Iuni versucht sich an einer Säule festzuhalten, doch der Sog ist zu stark, sie wird in den magischen Mahlstrom hineingerissen, greift noch nach Durrikens Hand, dann purzelt Iuni auf das Portal zu und verschwindet alsbald, ohne zu wissen was sie nun erwarten wird ...
« Letzte Änderung: 11.03.2011, 09:03:04 von Sensemann »

Zahur

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« Antwort #396 am: 12.03.2011, 11:38:26 »
Das ganze restliche Frühstück über war Zahur dann doch recht schweigsam gewesen, all diese Gespräche über Angst und irgendwelche Kontakte, Bekannte und Freunde - vielleicht sogar hilfreiche Unterstützer- hat den betrunkenen Mönch nicht wirklich interessiert. Er horcht erst wieder auf, als Naadhira verkündet, dass es jetzt wohl Zeit für die Abreise sei und man die Rolle von Kakishon aktivieren sollte.

Keine Sekunde mehr sollen und wollen wir nun also hier an diesem gemütlichen Ort verweilen... es sei... aber sicher bin ich mir nicht, was uns erwartet.... die Furcht, das drängende Gefühl von Angst, auch bei Durrikens derzeitigem Zustand, ja verstehen kann ich ihn, aber mich ergreift kein Zittern tief im Herzensinneren... Sami scheint wahrhaft ein tapferer Knabe zu sein... Iuni stolz und edel, glücklich kann man sich mit solch einer Verwandschaft schätzen... Naadhira, eine tatenkräftige Frau, weise in ihrer Wortwahl... ich sollte aufpassen, wenn ich mit ihr spreche... gut aufgelegt ist sie mir gegenüber bisher nicht gewesen... Mestoph... ist nun ja... wie soll ich es beschreiben... irgendwie ein durchgeknallter Kerl... hatte schon einmal was mit Pesh am Hut... nun gut, man möge es ihm verzeihen, dass kann so manches ändern im Kopfe und im Menschen selbst... Zurvandad schlicht und zurückhaltend... und du selbst: hast immerzu das Maul offen... Treibsand gleichsam nimmst du alles in dir auf und speist es gut durchmischt wieder an die Oberfläche... Zahur... schäme dich dessen nicht, eine wahrhaft heldenhafte Aufgabe wartet auf dich... auf uns... wir haben nun nicht nur dieses Artefakt zu retten, nein: Leben - das von Rayhan, so er den noch am Leben ist - und unser eigenes... ich muss Iuni und Sami schützen... die beiden ganz besonders... Zahur... es reicht, der Rest geht schon vor...

Lange denkt Zahur noch nach, als seine Gefährten schon aufgestanden sind, um in Naadhiras Schlafgemach zu verschwinden. Dann, als der Letzte, verlässt auch er das Zimmer, setzt sich seinen gut gefüllten Rucksack auf, prüft nocheinmal den Sitz seines "Hammerkopf"-Behälters.

Das wäre wirklich schrecklich Zahur... in einer fremden, vermutlich unwirtlichen Gegend, ohne "Hammerkopf", ohne einen Tropfen Alkohol, das darf dir nicht passieren... allein der Gedanke daran... puh...

Alsbald betritt auch der betrunkene Mönch das Zimmer, in dem der Rest seiner Gefährten schon versammelt ist. Mit glänzenden Augen, der morgendliche Konsum seines Lieblingsgetränks hat seinen Blick schon ein wenig getrübt, blickt er gespannt auf Mestoph. Dann plötzlich, der Magiekundige scheint schon mitten in der Aktivierung zu sein, spürt Zahur ein leichtes Kribbeln in den Fingerspitzen und Zehen. Seinen Kameraden scheint es nicht anders zu gehen, ihre Gesichtsausdrücke verraten sie.

Nun fühle auch ich mich nicht ganz so wohl... gib dich hin Zahur... versetze dich in Ruhe...

Und wahrhaftig Zahur versucht sich zu konzentrieren, irgendetwas Unerwartetes wird passieren, dessen ist sich der Mönch sicher. Er schließt seine Augen, lauscht den Worten Mestophs, wenig andere Geräusche sind zu hören, eine seltsame Stille, eine kuriose Situation. Dann, der Pegel der Magie scheint stark gestiegen, hört Zahur wie Mestoph, wie in weiter Ferne den letzten Namen nennt - selbst hinter geschlossenen Augenlidern meint Zahur bunte Lichter und Impulse wahrnehmen zu können: urplötzlich reißt er die Augen auf, als er den unbändigen Sog an sich spürt - die Rolle von Kakishon ist aktiviert! Einen Moment lang versucht sich der betrunkene Mönch irgendwo festzuklammern, aber als er merkt, dass es ihm nicht gelingt und all das Licht und der saugende Wirbel aus Magie und Farbe um sie alle herum zunimmt, lässt er einfach los, lässt sich fallen in den Sog der Karte, und schließt seine Augen. Einige kurze Gedanken noch schießen ihm durch den Kopf, dann wird es dunkel um ihn herum...
Fast wie ein wirklich guter Rausch... ja so bunt sieht es wirklich aus, zu viel Pesh, zu viel "Hammerkopf"... eigentlich nichts Schlimmes...

Und mit einem Lächeln auf dem Gesicht, der letzte Fetzen, den er aktiv wahrnimmt -

ob man hiervon auch so einen fürchterlichen Kater bekommt?!...
« Letzte Änderung: 12.03.2011, 11:39:10 von Zahur »

Sami Atif

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« Antwort #397 am: 15.03.2011, 20:04:10 »
Nach dem Frühstück wird Sami langsam auch ungeduldig und so ist er froh, als es endlich los geht. Alles in ihm ist plötzlich bis zum Bersten gespannt. Während Mestoph damit beginnt, das Portal zu öffnen, lässt sich Sami trotz des überwältigenden schlechten Gefühls in seiner Magengegend die letzten Wochen seines Leben noch einmal gründlich durch den Kopf gehen. Nicht alles von dem, was geschehen war, fühlt sich richtig an, doch für den Jungen ist klar, dass dieses Schicksal für ihn vorher bestimmt ist. Zwar zweifelt er kurz daran, ob Sarenrae es wirklich absichtlich zugelassen hat, dass seine Familie ausgerottet wurde, aber er ist nur ein Mensch, wie sollte er das Tun der Götter begreifen? Ihm ist ja sein eigenes Tun schon manchmal unbegreiflich.

Dem Ritual kaum folgend, starrt Sami nur auf die Karte und erinnert sich seiner ersten Begegnung mit jenen, von denen nun nur noch sehr wenig übrig geblieben sind. Er muss schlucken, als er sich an die erinnert, die diesen Moment - der ihm einerseits überwältigend und andererseits äußerst bedrohlich vorkommt - nicht mehr erleben können, obwohl sie doch für dieselbe Sache gekämpft haben und schließlich gestorben sind. Und es scheint, als ob Aarinvir und Cyron nur Zwei von jenen sind, an die sich die übriggebliebenen Gefährten erinnern und erinnern müssen. Er beginnt, tief durchzuatmen und ruft sich schließlich auch noch die letzten Tage ins Gedächtnis, ihre Begegnungen mit den seltsamen Figuren dieser Stadt, die Sami mehr als seine Gefangenschaft durch die Gnolle verwirrt haben. So wenig versteht er, dass er nicht einmal begreift, wie er eigentlich an diesen Ort gekommen ist und doch weiß er, dass dies nun seine Aufgabe sein wird.

Als sich das Portal plötzlich öffnet, reißt Sami die Augen auf, aber er lässt die leisen Worte des Zweifels, die ihn sofort wieder befallen, nicht zu, sondern sieht sich in den letzten verbleibenden Sekunden nach seinen Freunden um und versucht, wenigstens einen von ihnen - Zahur, der sich dem Sog anscheinend einfach so ergibt, Iuni, die bereits nach Durriken greift - zu packen. Er hat Angst, dass sie sich verlieren könnten, aber der Sog ist viel zu stark, als dass er sich dagegen wehren könnte. Und schließlich kann er nur noch akzeptieren, was passiert...

Durriken

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« Antwort #398 am: 15.03.2011, 22:29:11 »
Dankbar nimmt der Varisianer den Blick der Klerikerin auf und erwidert ihn für einen kurzen Moment. Es scheint ihm Jahre her zu sein, dass zwischen ihnen mehr war als Kälte, und wieder bröckelt ein kleines Stück aus dem Panzer, den Durriken um sich errichtet hat. Ihrer knappen Erklärung  seines Zustands hat er nichts hinzuzufügen und so ringt er weiter mit den Gefühlen, die diese verfluchte Rolle in ihm auslöst.

Wenig später als der Mwangi die Namen der Inseln ausspricht, tobt in ihm ein Kampf, der seinen Sinne blind für alles um ihn herum werden lässt. Seine Gefährten werden zu bloßen Schemen, die vor seinen Augen verschwimmen. Pharaks Gestalt liegt über dem halbelfischen Bogenschützen; Thamams traurige und tiefe Augen blitzen aus Samis jungem Gesicht; der Besoffene wird schmal und scheint eine riesige Glefe zu schwingen; das Doppelauge ist plötzlich von der Robe des Irren umhüllt, der angeblich den Weg zu seinem Gott gefunden hat; nur Iuni und Naadhira bleiben sie selbst - das Djanniblut und die Meisterin der Schlüssel, die Anführerin und noch viel mehr. Gedanken, Wortfetzen, Schrecken und Angst erfüllen den Grauen und sie stammen aus seinem tiefsten Inneren und von irgendwo außerhalb...

Den Versuch Iunis, sich an ihm festzuhalten, nimmt der benommene Träger des Sturms kaum wahr. Und doch krampft sich seine Hand für einen Augenblick mit übermenschlicher Stärke um ihre, dann lässt er los, um ebenfalls in dem Sog zu verschwinden. Den Meteorhammer fest in beiden Händen stößt Durriken einen stummen Schrei aus und das sonnenverbrannte Gesicht verzerrt sich vor Qual, Angst ... und Wut. 

Zurvandad

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« Antwort #399 am: 16.03.2011, 18:12:47 »
Nach dem Ende des Frühstücks gesellt sich auch Zurvandad mit den anderen zu Mestoph, der an der Öffnung des Siegels arbeitet. Schon nach kurzer Zeit merkt der Bogenschütze, wie sich ihm aufgrund der freigesetzten arkanen Energien die Nackenhaare aufrichten und an seinen Armen sich eine Gänsehaut bildet. Zurvandad schließt die Augen und und verlässt sich ganz darauf, die magischen Energien mit dem gesamten Körper wahrzunehmen. Nethys, das ist wahrlich mächtige Magie, die hier gewebt wird. Dann beginnt er ein stummes Gebet an seine Gottheit, aus dem er erst aufschreckt als er plötzlich merkt, wie er auf das sich öffnende Portal zu gesogen wird. In einem Moment aufsteigender Panik sieht er sich nach den anderen um und erkennt, dass diese ebenfalls auf das Portal zugezogen werden, egal ob sie sich wehren oder nicht. Zurvandad greift nach dem Tisch der neben ihm steht und kann sich für kurze Zeit festklammern, merkt dann aber wie auch der Tisch dem Sog nicht mehr standhalten kann. In diesem Moment erkennt der Bogenschütze, dass dies eine Gabe seines Gottes ist, der es ihm ermöglicht, eine solche ungeheure Magie unmittelbar zu erfahren und es frevelhaft wäre sich diesem Angebot zu widersetzen. "Danke, Nethys" ruft Zurvandad darauf aus und lässt sich mit einem halb fröhlichen, halb angespannten Lachen widerstandslos in das Portal ziehen.

Sensemann

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« Antwort #400 am: 17.03.2011, 20:40:55 »
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