Autor Thema: Daanje Firunkis  (Gelesen 1849 mal)

Beschreibung: Bin ich denn hier bei den Noioniten gelandet oder was?

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Daanje Firunkis

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Daanje Firunkis
« am: 05.09.2010, 02:44:34 »

Bei Ifirn, ihm war vielleicht der Arsch abgefroren, als er endlich das kleine Gasthaus am Wegesrand erreichte! Zitternd stieg er von Ifork, seinem Warunker, hinunter und brachte ihn in den eher provisorisch aussehenden Unterstand, den man sich hier wohl erdreistete, Stall zu nennen. Bei seiner Herrin hätte man sich solch eines Heimes für die Pferde geschämt. Aber was blieb Daanje schon übrig? Er band Ifork fest und flüsterte ihm ein paar Worte zu, bevor er sich zum Gasthaus hinüber begab und hoffte, dass wenigstens er heute Nacht eine bessere Unterkunft erhalten würde.

Als Daanje das Gasthaus betrat, richteten sich verhärmte, teilweise von Eiterbeulen und Erfrierungen verschandelte Gesichter auf ihn. Der junge Bornländer deutete eine kurze Verbeugung an, wobei er einen Moment wie eine groteske Satire eines Gauklers wirkte, dann streckte er selbstbewusst den Rücken durch und ließ - mit einem kleinen spöttischen Lächeln - eine kurze Vorstellung seiner Person folgen, als sei er tatsächlich so wichtig, dass jeder von ihm Notiz nehmen müsste. (Anzeigen)

Einer der Anwesenden erhob sich. Der Kerl war wenigstens zwei Köpfe größer als Daanje und augenscheinlich ebenfalls ein Bornländer, allerdings einer, der die rauen Winter wohl nicht in einem strengen, aber warmen Heim verbracht hatte. Sein Gesicht war stark gerötet, Narben zierten Wangen und Stirn, so ziemlich alle feinen Äderchen, die sich unter seiner Gesichtshaut entlang schlängelten, waren geplatzt. Es war jedoch schwer zu sagen, ob das wirklich der Kälte oder dem reichlichen Zuspruch zum Schnaps zu verdanken war. Der Kerl wirkte missmutig über Daanjes zur Schau gestellte Überheblichkeit und einen kurzen Moment gedachte der junge Bornländer seiner Herrin, die seinen ewig spöttischen Blick gehasst hatte. "Bei den Zwölfen, was bistn du für'n Puderarsch? Kinder müssen um diese Zeit schlafen." Der ganze Schankraum war von Gelächter erfüllt, doch Daanje störte sich nicht daran. Er war jung, er war in vieler Augen nur ein Sklave seiner Herrin, er wurde stets unterschätzt und darin lag sein großer Vorteil. Noch bevor dem Kerl ein paar weitere seiner Äderchen vor Lachen platzen konnten, fühlte er die kalte Klinge eines Dolches an seiner Kehle. (Anzeigen)

Es wurde ruhig in der Schänke. Daanje ließ seinen Blick durch den Raum schweifen, dann begann er schallend zu lachen, nahm die Klinge vom Hals des großen Bornländers und klopfte ihm so kräftig auf den Rücken, dass der leicht angetrunkene Kerl stolperte. Irritiert begannen einige andere Anwesende ebenfalls zu lachen, bis die Stimmung wieder ausgelassen war und sich Daanje einen Platz suchte, wo er sich niederließ. Er legte seinen Rucksack auf den Stuhl neben sich und begutachtete die mehr als schmale Geldkatze, die er sein Eigen nannte. Viel hatte er wie immer nicht von seiner Herrin erhalten, aber immerhin, damit ließ sich sicher etwas zu essen und ein Schlafplatz auftreiben. (Anzeigen)

Daanje gähnte, als eine attraktive junge Magd sich seinem Tisch näherte. Er grinste sie an. Vielleicht konnte er heute Nacht ja sogar ganz kostenlos in einem warmen Bett unterkommen. Doch dann raunte die Magd mit manneskräftiger Stimme: "Was darf's sein?" Einen kurzen Augenblick war Daanje verwirrt, doch dann erhob sich der Bornländer, verneigte sich tief und nahm die Hand des Fräuleins. "Euer Herz, meine Liebste!" (Anzeigen)

Mit einem einzigen Schlag brachte die Magd Daanje wieder zum Sitzen. Ihm klingelten noch die Ohren, als sie kundtat, dass sie ihm sein Herz entreißen würde, wenn er es noch einmal wagte, sie so plump anzumachen. Hastigen und wuchtigen Schrittes ging sie zurück zum Tresen. Daanje blieb grinsend sitzen und rief ihr noch hinterher: "Aber Ihr habt es mir doch schon gestohlen, schöne Maid!" In diesem Moment schob sich ein älterer Mann mit kantigen Gesichtszügen zwischen ihn und die Magd. Er setzte sich Daanje gegenüber, reichte ihm die Hand und stellte sich vor: "Golja Feddersen. Scheinst mir ein cleveres Kerlchen, hät' da mal ein paar Fragen...Hey, Bedienung, zwei Bier, zwei Schnaps und die Hasenkeulen!" Kurze Zeit darauf klingelten Daanje schon wieder die Ohren, weil ihm Feddersen in einem sagenhaften Tempo genau achtzehn Fragen stellte - na ja, beinahe genau. (Anzeigen)

"Tja und so bin ich hier gelandet", endete Daanje seine Erzählung und schob sich ein Stück Hasenfleisch in den Mund, um genüsslich darauf herum zu kauen. Feddersen sah ihn fasziniert, aber auch nachdenklich an. "So denn, das klingt nach einem Mann für mich. Ich hät' da einen Auftrag für Euch, Gesetz dem Fall, Ihr mögt Eure launische Herrin ein wenig warten lassen." Daanje schluckte das Fleisch hinunter und beugte sich vor. "Wenn Ihr wüsstet, welche Begabungen meine Herrin hat, würdet Ihr sie auch nicht warten lassen. Allerdings...vielleicht lässt sich mein eigentlicher Auftrag ja mit dem Euren verbinden." Daanje grinste verschmitzt und war gespannt, was für ein Abenteuer sich da vor ihm verbarg.

« Letzte Änderung: 12.09.2010, 12:46:14 von Daanje Firunkis »
"Der Born fließt seit 1000 Jahren hinaus bei Festum in das Meer. Er trug so viel, so viele Tränen hinaus und gab sie nicht mehr her." - Der Born von Ragnar Schwefel

Daanje Firunkis

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Daanje Firunkis
« Antwort #1 am: 05.09.2010, 05:05:42 »
Dreck nochmal, das tat jetzt aber echt weh!

Lebenspunkte: 31/31 (Unverletzt)

Ausdauerpunkte: 32/32 (Unverletzt)

Wundschwelle: 7 [_][_][_][_][_][_][_]


Angriff:
Dolch +4, 10/10
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Kurzschwert +2, 10/8
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Vermögen:

2 Dukaten, 4 Silbertaler
« Letzte Änderung: 25.09.2010, 18:49:30 von Daanje Firunkis »
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Daanje Firunkis

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Daanje Firunkis
« Antwort #2 am: 05.09.2010, 05:09:27 »
Berichterstattungen an die Bronnjarin

14.Peraine 1033 BF, Windstag (Anzeigen)
« Letzte Änderung: 16.09.2010, 22:11:52 von Daanje Firunkis »
"Der Born fließt seit 1000 Jahren hinaus bei Festum in das Meer. Er trug so viel, so viele Tränen hinaus und gab sie nicht mehr her." - Der Born von Ragnar Schwefel

Daanje Firunkis

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Daanje Firunkis
« Antwort #3 am: 09.01.2011, 15:26:09 »
Gedankenstützen

Die Gestohlenen Opfergaben (Anzeigen)
« Letzte Änderung: 09.01.2011, 15:26:22 von Daanje Firunkis »
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